Paulus

Offenbach (biografien-news) - Deutschlands erste Luftschifferin, umjubelte Luftakrobatin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms und früheste Fallschirmspringerin Käthe Paulus (1868–1935) kam zu neuen literarischen Ehren. Sie wird in den Taschenbüchern „Königinnen der Lüfte in Deutschland“ und „Königinnen der Lüfte von A bis Z“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst jeweils in einem eigenen Kapitel gewürdigt. Katharina (Käthe) Paulus kam am 22. Dezember 1868 in dem kleinen Dorf Zellhausen bei Seligenstadt im Kreis Offenbach am Main zur Welt und starb am 26. Juli 1935 in Berlin. In ihrem Geburtsort in Zellhausen sowie in Frankfurt am Main und in Eschborn ist jeweils eine Straße nach ihr benannt. Beide Taschenbücher sind bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ www.grin.de erschienen sowie in rund 1.000 Online-Buchshops und in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Schwab

Ingolstadt (biografien-news) – Bayerns erste Kunstfliegerin, die aus Ingolstadt stammende Lisl Schwab (1900–1967), eigentlich Elisabeth Maria Schwab, kommt derzeit gleich in mehreren Publikationen zu neuen literarischen Ehren. Ihr bewegtes Leben wird in den Taschenbüchern Königinnen der Lüfte von A bis Z, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern sowie in der 35-seitigen Broschüre Lisl Schwab. Die erste Kunstfliegerin in Bayern des Wiesbadener Autors Ernst Probst geschildert.

Lisl Schwab feierte ihre größten fliegerischen Triumphe in den 1930-er Jahren. Später wurde es auffallend still um sie und sie starb arm und unbeachtet in München. Dies erwähnten drei Taschenbücher und die Broschüre sind bei GRIN Verlag für akademische Texte www.grin.de als gedrucktes Taschenbuch oder als preisgünstiges E-Book im PDF-Format erhältlich. Die gedruckten Titel gibt es außerdem in mehr als 1.000 Online-Buchshops wie Amazon, Bol.de, Buch.de und Libri sowie in jeder guten Buchhandlung.

Der 1946 in Neunburg vorm Wald in der Oberpfalz (Bayern) geborene und jetzt in Wiesbaden (Hessen) lebende Journalist und Buchautor Ernst Probst hat von 1986 bis heute mehr als 100 Bücher, Taschenbücher, Broschüren, Museumsführer und E-Books veröffentlicht. Zu seinen Spezialitäten gehören Themen aus den Bereichen Paläontologie (Urzeit, Dinosaurier, Urvogel Archaeopteryx, Eiszeitalter, Säbelzahnkatzen, Rhein-Elefant, Mosbacher Löwe, Höhlenlöwen, Höhlenbär), Archäologie (Steinzeit, Bronzezeit, Rekorde der Urmenschen) und Biografien über berühmte Frauen (Königinnen des Tanzes, Hildegard von Bingen, Elisabeth I. Tudor, Maria Stuart, Machbuba, Julchen Blasius, Frauen aus dem Wilden Westen, Pocahontas).

Allein 2010 veröffentlichte der Tag-und-Nachtschreiber unter anderem folgende Taschenbücher: Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte von A bis Z, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Amerika und Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (letzterer Titel zusammen mit dem Flugzeug-Historiker Josef Eimannsberger aus München).

München / Wiesbaden (biografien-news) – Bei GRIN Verlag für akademische Texte http://www.grin.de sind zahlreiche gedruckte Broschüren oder E-Books im PDF-Format über berühmte Fliegerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen erhältlich. Sie stammen aus der Feder des Wiesbadener Autors Ernst Probst, zu dessen Spezialitäten Kurzbiografien berühmter Leute gehören. Er veröffentlichte unter anderem die Taschenbücher bzw. E-Books Königinnen der Lüfte von A bis Z, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Amerika, Frauen im Weltall, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (letzterer Titel zusammen mit dem Flugzeug-Historiker Josef Eimannsberger aus München). Nachfolgend eine Auswahl gedruckter Broschüren mit Kurzbiografien über berühmte deutsche Luftpionierinnen:

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Liesel Bach. Deutschlands erfolgreichste Kunstfliegerin

Die erfolgreichste deutsche Kunstfliegerin in der Zeit zwischen 1930 und 1970 dürfte Liesel Bach (1905–1992) gewesen sein. Zu ihren herausragendsten fliegerischen Leistungen gehörte der erste Flug einer Frau über den Himalaja im Jahre 1951. Die Kurzbiografie „Liesel Bach. Deutschlands erfolgreichste Kunstfliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abwechslungsreiche Leben dieser Pilotin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145224/liesel-bach

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Elly Beinhorn. Deutschlands Meisterfliegerin

Die erste Frau, die alle fünf Erdteile mit dem Flugzeug überflog, war die deutsche Pilotin Elly Beinhorn (1907–2007), die zu den berühmtesten Fliegerinnen der Welt gehört. Während ihres legendenumwobenen Lebens erlebte sie die sportlichen Anfänge der Fliegerei mit und prägte sie. Ihr guter Ruf beruht auf zahlreichen fliegerischen Meisterleistungen. Daneben schrieb sie auch Bücher und arbeitete für Funk und Fernsehen, testete Autos, fotografierte Afrikasafaris und hielt Vorträge über Autos und Verkehrsprobleme. Das Leben dieser verdienstvollen Frau wird in der Kurzbiografie „Elly Beinhorn. Deutschlands Meisterfliegerin“ geschildert.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145125/elly-beinhorn

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Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin

Als erste Frau, die in Deutschland die Prüfung zum Erwerb der Pilotenlizenz ablegte, ging die gebürtige Sächsin Amelie Hedwig Boutard-Beese (1886–1925), geborene Beese, in die Geschichte der Luftfahrt ein. Besser bekannt ist sie allerdings unter ihrem Rufnamen Melli Beese. Die Kurzbiografie „Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser ungewöhnlichen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145202/melli-beese

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Vera von Bissing. Eine Kunstfliegerin der 1930-er Jahre

Eine der besten und erfolgreichsten deutschen Kunstfliegerinnen in den 1930-er Jahren war Vera von Bissing (1906–2002). Sie beherrschte als erste Frau den Looping nach vorn, der als sehr anstrengende Kunstflugfigur gilt. Ihr erschien das Fliegen als „das Schönste, was es auf der Welt gibt“. Die Kurzbiografie „Vera von Bissing. Eine Kunstfliegerin der 1930-er Jahre“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser ungewöhnlichen Pilotin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145506/vera-von-bissing

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Marga von Etzdorf. Die tragische deutsche Fliegerin

Die erste Frau, die einen Alleinflug von Berlin nach Tokio wagte, war die deutsche Fliegerin Marga von Etzdorf (1907–1933). Sie ist auch die erste Kopilotin bei der „Deutschen Luft Hansa“ („DLH“) und nach Thea Rasche (1899–1971) die zweite Frau gewesen, die nach dem Ersten Weltkrieg die Fluglizenz A2 erhielt. Ihr Fliegerleben endete tragisch in jungen Jahren. Das abenteuerliche Leben dieser Pilotin wird in der Kurzbiografie „Marga von Etzdorf. Die tragische deutsche Fliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst geschildert.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145178/marga-von-etzdorf

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Thea Knorr. Eine frühe Fliegerin in München
Eine bekannte deutsche Pilotin aus den 1930-er Jahren war Thea Knorr (1903–1989), geborene Theresia Rainer. In der Literatur bezeichnet man sie als erste Schleißheimer Fliegerin, Afrika-Fliegerin oder Feld-Wald-Wiesen-Fliegerin. Ihr Leben wird in der Kurzbiografie „Thea Knorr. Eine frühe Fliegerin in München“ geschildert. Autoren sind der Wiesbadener Journalist Ernst Probst und der Münchener Flugzeughistoriker Josef Eimannsberger. Gewidmet ist diese Kurzbiografie dem Dipl.-Kaufmann Günter Lang aus München, der bei ihrer Entstehung wertvolle Hilfe geleistet hat.
Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/155499/thea-knorr-eine-fruehe-fliegerin-in-muenchen

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Käthe Paulus. Deutschlands erste Luftschifferin und Fallschirmspringerin

Deutschlands erste Luftschifferin, umjubelte Luftakrobatin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms und früheste Fallschirmspringerin war Käthe Paulus (1868–1935). Zu ihren Lebzeiten hat man alle Beteiligten an der so genannten „Leichter als Luft-Technik“, also auch Ballonfahrer, als Luftschiffer bezeichnet. Die Kurzbiografie „Käthe Paulus. Deutschlands erste Luftschifferin und Fallschirmspringerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser tüchtigen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145213/kaethe-paulus

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Hanna Reitsch. Die Pilotin der Weltklasse

Eine der besten, berühmtesten und erfolgreichsten Fliegerinnen der Welt war die Deutsche Hanna Reitsch (1912–1979). Ihr Ruf als Pilotin von Weltklasse beruhte auf mehr als 40 Rekorden aller Klassen und Flugzeugtypen. Unter anderem wurde sie der erste weibliche Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und unternahm den ersten Hubschrauberflug in einer Halle. Die Kurzbiografie „Hanna Reitsch. Die Pilotin der Weltklasse“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abenteuerliche Leben dieser Fliegerin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145303/hanna-reitsch

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Lisl Schwab. Die erste Kunstfliegerin in Bayern

Die aus Ingolstadt stammende Lisl Schwab (1900–1967), eigentlich Elisabeth Maria Schwab, war Bayerns erste Kunstfliegerin. In den 1930-er Jahren feierte sie ihre größten fliegerischen Triumphe. Später wurde es auffallend still um sie und sie starb arm und unbeachtet. Die Kurzbiografie „Lisl Schwab. Die erste Kunstfliegerin in Bayern“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert die Höhen und Tiefen ihres Lebens.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/155520/lisl-schwab-die-erste-kunstfliegerin-in-bayern

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Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg. Deutsche Heldin mit Gewissensbissen

Als Patriotin bei der Verteidigung Deutschlands ging Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg (1903–1945), geborene Schiller, in die leidvolle Geschichte des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) ein. Sie setzte sich für ihre Heimat mit Leib und Leben im wehrtechnischen Bereich ein und unternahm über 2.500 Sturzflüge mit Sturzkampfflugzeugen, um Zielgeräte zu verbessern. Kurz vor Ende des Krieges starb die mutige Frau den Fliegertod. Die Kurzbiografie „Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg. Deutsche Heldin mit Gewissensbissen“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser tapferen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145718/melitta-graefin-schenk-von-stauffenberg

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Beate Uhse. Deutschlands erste Stuntpilotin

Die erste und einzige Stuntpilotin in Deutschland war Beate Uhse (1919–2001), geborene Köstlin. Sie doubelte in Kinofilmen männliche Filmschauspieler, die Rollen als Piloten hatten. Außerdem galt sie als tüchtige Sportfliegerin, Kunstfliegerin, Einfliegerin und Überführungsfliegerin. Später machte sie auch als Gründerin des ersten Sexshops, erfolgreichste Sexartikelversenderin der Welt und als eine der tüchtigsten Unternehmerinnen Deutschlands von sich reden. Die Kurzbiografie „Beate Uhse. Deutschlands erste Stuntpilotin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben der couragierten Fliegerin und Unternehmerin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145260/beate-uhse-deutschlands-erste-stuntpilotin

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Bei „GRIN“ sind weitere Kurzbiografien von Ernst Probst über berühmte Fliegerinnen aus aller Welt nur als E-Book im PDF-Format erhältlich!

Die Räuberbraut Julchen Blasius biografien-news(cached at August 21, 2010, 10:53 am)

Video: „Unsere Liebe - Musical Julchen - Schinderhannesfestspiele 2010“ von „MusicalJulchen“ bei „YouTube“
http://www.youtube.com/watch?v=iR3f6hol2WU&feature=related

Idar-Oberstein / Wiesbaden (biografien-news) - Die bekannteste deutsche Räuberbraut war zweifellos Juliana Blasius (1781–1851) aus dem heutigen Stadtteil Weierbach von Idar-Oberstein (Kreis Birkenfeld) in Rheinland-Pfalz. Das „Julchen“ lebte drei Jahre lang mit dem legendären Räuber „Schinderhannes“ (um 1777–1803), der bürgerlich Johannes Bückler hieß, zusammen. Ihr berüchtigter Geliebter wurde am 21. November 1803 wegen drei Morden, 20 Raubüberfällen und 30 Diebstählen mit 19 seiner Kumpane in Mainz geköpft.

Nach der Hinrichtung des „Schinderhannes“ verbüßte das „Julchen“ eine zweijährige Haftstrafe im „Korrektionshaus“ in Gent (Belgien). Wieder in Freiheit arbeitete sie zunächst als Dienstmädchen beim Pflegevater ihres Sohnes in Mainz. Bald darauf kehr sie in ihren Heimatort Weierbach zurück. Dort heiratete sie zunächst einen Gendarmen namens Uebel, der bald darauf während der Befreiungskriege gegen Napoleon starb. 1814 ehelichte sie im Alter von 33 Jahren ihren verwitweten Vetter, den Viehhirten und Tagelöhner Peter Blasius. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor, von denen allerdings nur zwei das Erwachsenenalter erreichten.

„Julchen“ hat den „Schinderhannes“, mit dem es die schönste Zeit seines Lebens verbrachte, um 47 Jahre überlebt. 1853 starb die bekannteste Weierbacherin im Alter von 70 Jahren in ihrem Geburtsort an Wassersucht.

Autor des 121-seitigen, reich bebilderten Taschenbuches „Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes“ ist der Wiesbadener Autor Ernst Probst. Dieser Titel ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und unter der Internetadresse
http://www.grin.com/e-book/151921/julchen-blasius-die-raeuberbraut-des-schinderhannes
als gedrucktes Taschenbuch für 15,99 Euro oder als elektronisches E-Book im PDF-Format für 10.99 Euro erhältlich.

Das Taschenbuch ist Doris Probst, geborene Baumbauer, der aus Idar-Oberstein stammenden Ehefrau des Autors Ernst Probst, sowie dem Autor und „Julchen“-Kenner Armin Peter Faust aus Weierbach gewidmet.

Biografien sind eine der Spezialitäten von Ernst Probst, der auch viele populärwissenschaftliche Werke veröffentlichte. Aus seiner Feder stammen 14 Bände der Taschenbuchreihe über „Superfrauen“ sowie die Einzeltitel „Superfrauen aus dem Wilden Westen“, „Königinnen der Lüfte“, „Königinnen des Tanzes“, „Elisabeth I. Tudor“, Maria Stuart“, „Machbuba. Die Sklavin und der Fürst“ und „Meine Worte sind wie die Sterne. Die Rede des Häuptlings Seattle und andere indianische Weisheiten“ (letzterer Titel zusammen mit Sonja Probst).

Weitere Taschenbücher von Ernst Probst:
Rekorde der Urzeit, Rekorde der Urmenschen, Archaeopteryx. Der Urvogel aus Bayern, Der Ur-Rhein, Der Rhein-Elefant, Deutschland im Eiszeitalter, Säbelzahnkatzen, Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter, Der Höhlenbär, Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden, Affenmenschen, Seeungeheuer.

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Literatur zum Thema Schinderhannes:

Schinderhannes-Chronik
http://www.amazon.de/Schinderhannes-Chronik-Von-Miehlen-bis-Mainz/dp/3936326312/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1282368713&sr=8-2

Schinderhannes-Ortslexikon
http://www.amazon.de/Schinderhannes-Ortslexikon-Von-Abentheuer-bis-Z%C3%BCsch/dp/3936326320/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1282368868&sr=1-2

Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald
http://www.amazon.de/Schwarze-Peter-R%C3%A4uber-Hunsr%C3%BCck-Odenwald/dp/3638951421/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1282369025&sr=1-4

Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin biografien-news(cached at August 21, 2010, 10:53 am)

Dresden (biografien-news) – Die erste deutsche Fliegerin Melli Beese (1886–1925) kommt zu neuen literarischen Ehren. Sie wird in den Taschenbüchern Königinnen der Lüfte in Deutschland und Königinnen der Lüfte von A bis Z sowie in der Broschüre Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin in Wort und Bild vorgestellt. Autor ist der Wiesbadener Journalist Ernst Probst, zu dessen Spezialitäten Biografien über berühmte Frauen gehören. Die Sächsin Melli Beese hieß nach ihrer Geburt am 13. September 1886 in Laubegast bei Dresden zuerst Amelie Hedwig Beese und später nach ihrer Heirat am 25. Januar 1913 mit einem französischen Flugzeugkonstrukteur Amelie Hedwig Boutard-Beese. Besser bekannt ist sie allerdings unter ihrem Rufnamen Melli Beese.

Bestellung der Broschüre Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin bei: http://www.grin.com/e-book/145202/melli-beese

Der 1946 in Bayern geborene und jetzt in Hessen lebende Journalist und Buchautor Ernst Probst hat von 1986 bis heute mehr als 100 Bücher, Taschenbücher, Broschüren, Museumsführer und E-Books veröffentlicht. Zu seinen Spezialitäten gehören Themen aus den Bereichen Paläontologie (Urzeit, Dinosaurier, Urvogel Archaeopteryx, Eiszeitalter, Säbelzahnkatzen, Rhein-Elefant, Mosbacher Löwe, Höhlenlöwen, Höhlenbär), Archäologie (Steinzeit, Bronzezeit, Rekorde der Urmenschen) und Biografien über berühmte Frauen (Königinnen des Tanzes, Hildegard von Bingen, Elisabeth I. Tudor, Maria Stuart, Machbuba, Julchen Blasius, Frauen aus dem Wilden Westen, Pocahontas).

Allein 2010 veröffentlichte der Tag-und-Nachtschreiber unter anderem folgende Taschenbücher über Themen aus der Luftfahrt: Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte von A bis Z, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Amerika und Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (letzterer Titel zusammen mit dem Flugzeug-Historiker Josef Eimannsberger aus München). In Vorbereitung ist der Titel Königinnen der Lüfte in Europa. Bei GRIN http://www.grin.de sind auch zahlreiche einzelne Kurzbiografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen und Astronautinnen als E-Book im PDF-Format erhältlich.

Lesestoff über berühmtre Fliegerinnen biografien-news(cached at August 18, 2010, 5:57 pm)

TheaRasche

Berühmte deutsche Kunstfliegerin Thea Rasche - Foto: Deutsches Bundesarchiv

München / Wiesbaden (biografien-news) – E-Books im PDF-Format und gedruckte Taschenbücher über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen haben derzeit bei GRIN Verlag für akademische Texte regelrecht eine Hochkonjunktur. Denn der Wiesbadener GRIN-Autor Ernst Probst veröffentlicht momentan Titel über Königinnen der Lüfte wie am laufenden Band.

Zuerst erschien das rund 700 Seiten umfassende Taschenbuch Königinnen der Lüfte von A bis Z mit Kurzbiografien aus aller Welt. Dann folgten die Titel Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Amerika, Königinnen der Lüfte in Deutschland sowie Frauen im Weltall.

In Vorbereitung sind die Taschenbücher Königinnen der Lüfte in Europa sowie Drei Königinnen der Lüfte in Bayern. Letzterer Titel ist das Gemeinschaftswerk von Ernst Probst und des Luftfahrthistorikers Josef Eimannsberger aus München und stellt Thea Knorr, Christl-Marie Schultes und Lisl Schwab vor.

Ernst Probst hat insgesamt mehr als 100 Bücher, Taschenbücher, Broschüren, Museumsführer und E-Books veröffentlicht. Zu seinen Spezialitäten gehören Biografien über berühmte Frauen (z. B. Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, Elisabeth I. Die jungfräuliche Königin) sowie Themen aus den Bereichen Paläontologie (z. B. Höhlenlöwen, Säbelzahnkatzen, Höhlenbär) und Archäologie (z. B. Rekorde der Urmenschen). Gerne verfasst er aber auch Zitate, wie sein Taschenbuch Schweigen ist nicht immer Gold beweist.

Weblinks:
http://www.grin.de
http://buecher-von-ernst-probst.blogspot.com

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Video von "KatzennbergerTV" bei "YouTube"

Daniela („Dani“) Katzenberger ist eines der bekanntesten deutschen Models und eine der bekanntesten Gastronominnen auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallora. Ihren Ruhm verdankt die bekannteste Blondine Deutschlands vielen Auftritten im Fernsehen, zahlreichen Berichten in der Presse sowie ihrem guten Aussehen, ihrem Talent und ihren flotten Sprüchen.

Daniela Katzenberger kam am 1. Oktober 1986 in Ludwigshafen am Rhein (Rheinland-Pfalz) zur Welt. In ihrer Mädchenzeit trug sie noch natürliche dunkle Haare. Ihre heutige blonde Haarpracht ist gefärbt. Die gelernte Kosmetikerin stellte sich als Model für Fotoaufnahmen zur Verfügung und hatte damit zunehmend Erfolg.

Unter anderem sah man Daniela Katzenberger im „D&W-Kalender 2009“. Sie gewann den Titel „Topmodel of the World Mallorca“. Der deutsche Modedesigner Dominik Lauk wählte sie als Aushängeschild für seine Modemarke, was man beim Fernsehsender „VOX“ verfolgen konnte.

Einem großen Publikum bekannt wurde Daniela Katzenberger vor allem durch ihre Fernseh-Auftritte in verschiedenen Reality-Formaten und Doku-Soaps. Ab April 2009 begleitete die VOX-Sendung „Auf und davon – Mein Auslandstagebuch“ die attraktive „Dani“ mit der Kamera auf ihrer Reise in die USA. Dort wollte sie den „Playboy“-Gründer Hugh Hefner kennen lernen (was ihr nicht gelang), Karriere als Model machen (was ihr glückte), Nacktaufnahmen machen, (wozu es nicht kam), sowie sich einer Schönheitsoperation (Brustvergrößerung) unterziehen (was sie später in Angriff nahm).

Wie stark das Interesse der Öffentlichkeit an Daniela Katzenberger ist, demonstrierte die Auflistung der im Internet am meisten gesuchten Prominenten im Jahre 2009, die von der Personen-Suchmaschiine „123People.de“ durchgeführt wurde: Dabei kam „Dani“ auf den respektablen zweiten Platz.

In der Folgezeit kam es zu zahlreichen Berichterstattungen und Fotostrecken vor allem in der Boulevard-, Unterhaltungs- und Tagespresse sowie Auftritten in der Fernsehsendung „TV Total“, bei der Übertragung des „VIVA Comet 2010 sowie bei „MTV Home“. Dabei setzte sie sich die junge Ludwigshafenerin gekonnt ins Bild.

Ab Januar 2010 war Daniela Katzenberger in der VOX-Sendung „Goodbye Deutschland. Die Auswanderer“ zu bewundern. Dabei erlebte man mit, wie „Dani“ in Santa Ponca auf Mallorca zusammen mit dem Leipziger Unternehmer Martin Koslik das „Café Katzenberger“ renovierte, einrichtete, eröffnete und betreibt. Die offizielle Eröffnung des „Café Katzenberger“ war das Thema einer VOX-Sondersendung, die mit bis zu 2,29 Millionen Zuschauern/innen einen Marktanteil von 11,3 Prozent in der Zielgruppe den bisher besten Wert auf diesem Sendeplatz seit Start dieser Fernsehreihe erreichte.

Dass Daniela Katzenberger vielseitig talentiert ist, belegte ihre Mitwirkung im Musikvideo „Vamos a la playa“ von Loona.

Auch Iris Klein, die dunkelhaarige Mutter von Daniela Katzenberger und Café-Betreiberin aus Ludwigshafen, macht im Fernsehen eine gute Figur. Man sah sie nicht nur mehrfach bei „VOX“, sondern auch in der zehnten Staffel von „Big Brother“. Heute ist sie mit dem ehemaligen Bewohner Horst aus derselben Staffel liiert.

Links zum Thema:
http://danielakatzenberger.de
http://www.model-daniela-katzenberger.com
http://www.youtube.com/user/danielakatzenberger

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München / Wiesbaden (biografien-news) - Kalpana Chawla galt als die erste Inderin im Weltall und starb beim Columbia-Absturz. Die Amerikanerin Eileen Collins war die erste Raumfähren-Pilotin und ihre Landsmännin Carol Mae Jemison die erste afro-amerikanische Astronautin. Shannon Lucid unternahm den längsten Raumflug einer Frau. Die Lehrerin Christa McAuliffe wurde nach der Challenger-Katastrophe zur amerikanischen Nationalheldin. Sally Kristen Ride ging als erste Amerikanerin im Weltall in die Raumfahrtgeschichte ein. Die Russin Swetlana Jewgenjewna Sawizkaja war die erste Spaziergängerin im All. Kathryn Dwyer Sullivan sorgte als Rekordspaziergängerin im Weltall für Aufsehen. Der Russin Walentina Tereschkowa gebührt die große Ehre, die erste Frau im Kosmos gewesen zu sein. Kathryn Thornton genießt den Ruf einer berühmten Spaziergängerin im Weltall. Diesen und anderen Raumfahrerinnen ist das Taschenbuch „Frauen im Weltall“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst gewidmet. Es stellt in alphabetischer Reihenfolge berühmte Astronautinnen und Kosmonautinnen in Wort und Bild vor. Das Taschenbuch berichtet nicht nur von strahlenden Erfolgen, sondern auch von schmerzlichen Ereignissen.

Bestellungen von Frauen im Weltall“ bei „GRIN“:
http://www.grin.com/e-book/154979/frauen-im-weltall

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Weitere Taschenbücher zum Thema:

Ernst Probst: Königinnen der Lüfte von A bis Z
Ernst Probst: Königinnen der Lüfte in Deutschland
Ernst Probst: Königinnen der Lüfte in Frankreich
Ernst Probst: Königinnen der Lüfte in Europa
Ernst Probst: Königinnen der Lüfte in Amerika

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Mainz / Wiesbaden (biografien-news) – Wer sich für das Leben berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen aus Deutschland, Frankreich, England, Europa, Amerika oder aus aller Welt interessiert, kommt in Taschenbüchern des Wiesbadener Autors Ernst Probst auf seine Kosten. Sie heißen: Königinnen der Lüfte von A bis Z, Königinnen, der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in Amerika. In Kürze kommen noch Königinnen der Lüfte in Deutschland und Königinnen der Lüfte in Europa dazu. Alle Titel sind bei GRIN Verlag für akademische Texte erschienen und wahlweise als gedrucktes Taschenbuch oder als preisgünstiges E-Book im PDF-Format erhältlich. Außerdem werden diese Werke über weibliche Luftfahrt-Pioniere in rund 1.000 Online-Buchshops angeboten und sind bei jeder guten Buchhandlung bestellbar.

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Königinnen der Lüfte von A bis Z
Die Französin Jacqueline Auriol flog als erste Frau schneller als der Schall. Sie und die Amerikanerin Jacqueline Cochran erkämpften sich abwechselnd den Ruf, die „schnellste Frau der Welt“ zu sein. Die Deutsche Hanna Reitsch wurde erster weiblicher Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und stellte mehr als 40 Rekorde aller Klassen und Flugzeugtypen auf. Ihre Landsmännin Elly Beinhorn führte ein legendenumwobenes Leben und prägte die sportlichen Anfänge der Fliegerei. Die Russin Valentina Tereschkowa war die erste Frau im Weltall. Diesen und anderen „Königinnen der Lüfte von A bis Z“ aus aller Welt ist das gleichnamige Taschenbuch gewidmet. Es berichtet nicht nur von strahlenden Erfolgen, sondern auch von schmerzlichen Ereignissen. Bei Abstürzen verloren viele Pilotinnen – wie Maryse Bastié, Amelia Earhart, Christa McAuliffe, Phoebe Omlie und Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg – sowie die Ballonfahrerin Madeleine Sophie Blanchard – ihr Leben. Ergänzt wird das Taschenbuch durch eine ausführliche Liste mit Daten weiterer berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Flugzeugpassagierinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen. Wie ein „roter Faden“ zieht sich durch das Taschenbuch, wie schwer es früher Frauen von Männern gemacht wurde, das Fliegen zu lernen und in der Luftfahrt Fuß zu fassen. Bis in jüngste Zeit hatten Pilotinnen weltweit unter Vorurteilen zu leiden.

Bestellungen des Taschenbuches „Königinnen der Lüfte von A bis Z“ bei:
http://www.grin.com/e-book/153394/koeniginnen-der-luefte-von-a-bis-z

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Königinnen der Lüfte in Amerika
Viele Frauen aus Amerika haben in der Luftfahrt für großes Aufsehen gesorgt. Aida de Acosta beispielsweise unternahm als erste Frau einen Alleinflug mit einem lenkbaren Luftschiff. Pancho Barnes bewunderte man als Amerikas erste Stuntpilotin. Jacqueline Cochran galt zeitweise als „schnellste Frau der Welt“. Die legendäre Amelia Earhart flog als erste Frau zwei Mal über den Atlantik. Laura Ingalls schaffte als erste Frau einen Flug über Südamerika. Shannon Lucid absolvierte den längsten Raumflug einer Frau. Anne Morrow Lindbergh erwarb als erste Amerikanerin den Segelflugschein. Victoria van Meter war die jüngste Fliegerin der Welt. Phoebe Fairgrave Omlie überflog als erste Frau mit einem Leichtflugzeug die Rocky Mountains. Harriet Quimby überquerte als erste Frau im Alleinflug den Ärmelkanal. Die fliegenden Schwestern Katherine und Marjorie Stinson betrieben die erste von Frauen geleitete Flugschule. Katherine Stinson wagte den ersten nächtlichen Flug als Himmelsschreiberin. Diesen und anderen „Königinnen der Lüfte in Amerika“ ist das gleichnamige Taschenbuch gewidmet.Ergänzt wird das Taschenbuch durch eine ausführliche Liste mit Daten weiterer berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Flugzeugpassagierinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen.

Bestellung des Taschenbuches „Königinnen der Lüfte in Amerika“ bei:
http://www.grin.com/e-book/154817/koeniginnen-der-luefte-in-amerika

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Königinnen der Lüfte in Frankreich
Frankreich kann sich vieler berühmter weiblicher Flugpioniere rühmen. Elisabeth Thible ging als erste Passagierin einer Montgolfière in die Geschichte der Luftfahrt ein. Elise Garnerin erregte mit ihren Auftritten als „Venus im Ballon“ weltweit Aufsehen. Sophie Blanchard tat sich als erste professionelle Luftschifferin hervor. Thérèse Peltier war die erste Flugzeugpassagierin der Welt. Raymonde de Laroche gilt als erste Pilotin der Welt. Marie Marvingt wurde als „Mutter der Luftambulanz“ berühmt. Hélène Boucher machte als „Wunderfliegerin“ Furore und Maryse Hilsz als Rekordfliegerin. Maryse Bastié brach acht Weltrekorde. Adrienne Bolland überquerte als erste Frau mit einem Flugzeug die Anden. Jacqueline Auriol flog als erste Frau schneller als der Schall und war zeitweise die „schnellste Frau der Welt“. Diesen und anderen „Königinnen der Lüfte in Frankreich“ ist das gleichnamige Taschenbuch gewidmet. Ergänzt wird das Taschenbuch durch ein umfangreiches Kapitel mit Daten und Fakten über „Königinnen der Lüfte“ aus aller Welt.

Bestellung des Taschenbuches „Königinnen der Lüfte in Frankreich“ bei:
http://www.grin.com/e-book/154354/koeniginnen-der-luefte-in-frankreich

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Der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst hat mehr als 100 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie und Archäologie sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit, Dinosaurier in Deutschland (zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Der Rhein-Elefant, Höhlenlöwen, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Der Höhlenbär

Archäologie: Deutschland in der Steinzeit, Rekorde der Urmenschen, Deutschland in der Bronzezeit, Die Bronzezeit, Die Aunjetitzer Kultur, Die Straubinger Kultur, Die Adlerberg-Gruppe, Die Hügelgräber-Bronzezeit, Die Lüneburger Gruppe in der Bronzezeit, Die Stader Gruppe in der Bronzezeit, Die nordische Bronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur, Die Lausitzer Kultur

Kryptozoologie: Affenmenschen, Nessie. Das Monsterbuch, Monstern auf der Spur, Seeungeheuer

Biografien: 14 Taschenbücher über Superfrauen, Königinnen der Lüfte, Königinnen der Lüfte von A bis Z. Biografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in Europa, Königinnen der Lüfte in Amerika, Frauen im Weltall, Königinnen des Tanzes, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald, Meine Worte sind wie die Sterne. Die Rede des Häuptlings Seattle und andere indianische Weisheiten (zusammen mit Sonja Probst), Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin, Maria Stuart. Schottlands tragische Königin, Pocahontas. Die Indianer-Prinzessin aus Virginia, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, rund 70 Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen

Aphorismen: Der Ball ist ein Sauhund, Worte sind wie Waffen (beide zusammen mit Doris Probst, Schweigen ist nicht immer Gold. 500 Zitate von A bis Z

Die meisten dieser Titel sind bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und in rund 1.000 Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

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München / Wiesbaden (biografien-news) – „Google Buchsuche“ macht es möglich: Unter der Adresse http://books.google.de/books?id=R990N5IzXKgC&printsec=frontcover&dq=K%C3%B6niginnen+der+L%C3%BCfte+von+A+bis+Z&hl=de&ei=fzlVTKfKN8H34gbauvGnBQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&q&f=false kann man im Internet kostenlos in dem dicken Taschenbuch Königinnen der Lüfte von A bis Z schmökern oder recherchieren. Dieses 695-seitige Werk des Wiesbadener Buchautors Ernst Probst stellt berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen aus aller Welt in Wort und oft auch mit Bild vor.

Die Leseprobe aus Königinnen der Lüfte von A bis Z beginnt erst ab Seite 435 mit dem Kapitel Weitere Königinnen der Lüfte. Der Reigen dieser Kurzbiografien bekannter Flugpionierinnen in Stichworten beginnt mit Clara Adams, führt über Lady Mary Bailey, Fiorenza de Bernardi, Lena Bernstein, Nadeshda Degtereva, Lady Mary Heath, Lydia Litvyak, Angelika Machinek, Phoebe Fairgrave Omlie, Martha Pix, Elfriede Riotte, Lola Schröter, Christl-Marie Schultes, Mutz Trense, Evelyn „Bobby“ Trout, Iris Wittig und viele andere und endet mit Berta Zeron.

Außerdem ist ein Blick in das Kapitel „Daten und Fakten“ möglich, das besondere fliegerische Leistungen aus aller Welt chronologisch auflistet. Nicht lesbar sind die Kurzbiografien von Aida de Acosta über Jacqueline Auriol, Pancho Barnes, Maryse Bastié, Elly Beinhorn, Hélène Boucher, Amelia Earhart, Käthe Paulus, Beate Uhse und viele andere Fliegerinnen bis zu Nancy Bird Walton auf den Seiten 21 bis 427.

Der Titel Königinnen der Lüfte von A bis Z ist bei GRIN Verlag für akademische Texte erschienen und wahlweise als gedrucktes Taschenbuch oder als preisgünstiges E-Book im PDF-Format unter: http://www.grin.com/e-book/153394/koeniginnen-der-luefte-von-a-bis-z erhältlich. Königinnen der Lüfte von A bis Z wird auch bei rund 1.000 Online-Buchshops – wie Amazon, Bol.de, Buch.de, Libri usw. – angeboten und ist in jeder guten Buchhandlung bestellbar.

Biografien berühmter Leute sind eine der Spezialitäten des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Aus seiner Feder stammen auch folgende Taschenbücher: Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in Amerika und Frauen in der Luftfahrt. Geplant sind die Titel Königinnen der Lüfte in Europa und Königinnen der Lüfte in Bayern.

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Weblink;

Bücher von Ernst Probst
http://buecher-von-ernst-probst.blogspot.com

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM":

In der Geschichte der Zoologie nimmt die englische Wissenschaftlerin Jane Goodall einen Ehrenplatz ein: Sie ist nicht nur Großbritanniens bedeutendste Primatologin, sondern die berühmteste Schimpansen-Forscherin der Welt. Jahrelang beobachtete sie in Tansania (Ostafrika) in freier Natur das Leben wilder Schimpansen der Art „Pan troglodytes“. Dabei gewann sie völlig neue Erkenntnisse über diese Menschenaffen. Das Erstaunliche an ihrer Karriere: Zuvor hatte sie keinerlei wissenschaftliche Ausbildung genossen.
Jane Goodall kam am 3. April 1934 als älteste von zwei Töchtern des Ingenieurs Mortimer Goodall und seiner Frau, der Schriftstellerin Vanne Goodall, in London zur Welt. Der Vater schenkt ihr zum zweiten Geburtstag einen lebensecht aussehenden Spielzeug-Schimpansen namens „Jubilee“. Freunde der Familie warnten vergeblich davor, ein solches Spielzeug könne Alpträume verursachen. 1939 zog die Fünfjährige mit ihrer Familie an die südenglische Küste nach Bournemouth.
Nach dem erfolgreichen Besuch einer höheren Schule arbeitete Jane Goodall zunächst als Sekretärin an der Universität von Oxford und danach in London als Redaktionsassistentin in einem Studio für Dokumentarfilme. Als sie von einer ehemaligen Klassenkameradin auf die Farm von deren Eltern in Kenia eingeladen wurde, kündigte sie ihre Stelle, kehrte nach Bournemouth zurück und verdiente sich dort als Kellnerin das Reisegeld.
1957 fuhr Jane Goodall per Schiff nach Mombasa an der ostafrikanischen Küste. Dem Besuch der Freunde in Kenia folgte ein Vorstellungsgespräch in Nairobi bei dem berühmten Paläontologen Louis S. B. Leakey (1903–1972), der sie trotz ihrer mangelnden wissenschaftlichen Qualifikation als Assistentin engagierte. Zusammen mit Leakey und seiner Frau Mary (1913–1996) arbeitete Jane in der Olduvai-Schlucht (Tansania), wo sie nach Belegen für Leakeys Theorie suchten, dass die Wiege der Menschheit in Afrika stand.
Für Leakey war auch die Erforschung des Verhaltens der Menschenaffen von besonderem Interesse, da er sich hiervon Aufschluss über das Leben der ersten Urmenschen erhoffte. Leakeys Angebot, das Verhalten einer Schimpansenkolonie an den Ufern des Tanganjika-Sees im Norden Tansanias in einer Langzeitstudie zu erforschen, wurde von Jane begeistert aufgenommen. Sie studierte noch einige Monate in London Fachliteratur, bevor sie im Juli 1960 in Begleitung ihrer Mutter im heutigen „Gombe National Park“ eintraf.
Jane Goodall beobachtete die Schimpansen nicht unerkannt aus dem Versteck, sondern von den Tieren sichtbar. Schon nach kurzer Zeit konnte sie der Fachwelt erstaunliche neue Erkenntnisse melden, welche die Experten teilweise verblüfften.
1960 berichtete Jane Goodall aus dem „Gombe National Park“, jeder der von ihr beobachteten Schimpansen habe seine eigene Persönlichkeit. Dies wurde damals von Wissenschaftlern nicht akzeptiert, weil man nur Menschen einen Charakter zuschrieb. Man kritisierte auch, dass sie den Schimpansen Namen und keine Nummern gab.
Frau Goodall stellte an den Schimpansen ausgeprägte soziale Verhaltensweisen fest. Unter anderem machte sie die aufregende Entdeckung, dass diese Menschenaffen sogar Werkzeuge benutzten: Die Tiere nahmen belaubte Zweige, streiften deren Blätter ab, führten sie in Löcher von Termitenhügeln, zogen die Zweige wieder heraus, nahmen sie quer in den Mund und fraßen die daran sitzenden Termiten. Außer Zweigen bearbeiteten die Schimpansen auch Grashalme, bis sie in Löcher von Termitenhügeln passten. Allmählich verloren die Schimpansen ihre Furcht vor der jungen Frau, wurden neugierig, unterließen Drohgebärden und nahmen sie in ihre Gruppe auf.
1965 promovierte Jane Goodall an der Cambridge University zum „Doktor der Philosophie“. Ab 1967 fungierte sie als Direktorin des „Gombe Stream Research Center“.
Anfang der 1970-er Jahre erkannte Jane Goodall, dass die Menschenaffen unter bestimmten Umständen genau so brutal sein konnten wie Menschen. Als sich die Schimpansengruppe aufspaltete, kam es zum Krieg sowie zu Kindsmord und Kannibalismus. Nach den Erfahrungen von Jane Goodall können Schimpansen glücklich, traurig, ängstlich, liebevoll und zornig sein und sogar hassen.
Wenn sie sich in den Wäldern des „Gombe National Parks“ aufhielt, hatte Jane Goodall immer das seltsame Gefühl, sich außerhalb der Zeit zu bewegen. Eigentlich wollte sie nie eine Wissenschaftlerin werden, vertraute sie dem österreichischen Sänger Hubert von Goisern an, der sie in Afrika besuchte. Ihr Kindheitstraum war immer, nach Afrika zu gehen, mit Tieren zu leben und über sie Bücher zu schreiben.
Zur wissenschaftlichen Arbeit musste sich Jane Goodall anfangs zwingen. Sie sei aber froh, sich dafür entschieden zu haben, sagte sie. Denn sie habe dadurch viel Selbstdisziplin, sich auszudrücken und logisch zu denken gelernt. Ihre wichtigste Erkenntnis sei, dass es keine Trennung zwischen Tier und Mensch gebe, auch Tiere seien eine Persönlichkeit.
Jane Goodall war in erster Ehe von 1964 bis 1974 mit dem niederländischen Fotografen Hugo van Lawick verheiratet. Aus dieser Ehe stammt der 1967 geborene Sohn Hugo (Grub). Ihr Lehrer und Mentor Louis S. B. Leakey erlag 1972 in London im Bett ihrer Mutter einem Herzinfarkt. 1975 schloss Jane ihre zweite Ehe mit dem Politiker und Umweltschützer Derek Bryceson, der 1980 an Krebs starb.
Aus der Feder von Jane Goodall stammen die Bücher „My Friends the Wild Chimpanzees“ (1967), „In the Shadow of Man“ (deutsch: „Wilde Schimpansen, Verhaltensforschung am Gombe Strom“, 1971), „Through a Window“ (deutsch: „Ein Herz für Schimpansen“,1990) und „With Love“ (1994, deutsch: Mit Liebe“, 1998).
1977 gründete die Primatenforscherin das „Jane Goodall Institut“ (JGI). Diese gemeinnützige Einrichtung verpflichtete sich folgenden Aufgaben: Verhaltensforschung über wildlebende Schimpansen, Sorge um das Wohlergehen aller Mitgeschöpfe sowie Bildung und Erziehung im Natur- und Umweltbereich.
Das JGI vermittelt Forschungsergebnisse und Wissen an junge Menschen in aller Welt. Hierzu wurde die Organisation „Roots & Shoots“ („Wurzeln & Sprößlinge“) gegründet. Ihr Ziel sind Respekt und Achtung gegenüber allen Lebewesen sowie Änderung unseres Verhaltens zum Schutze unseres „lebenden Planeten“.

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Bestellungen von "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei:
http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&n=301928

Bestellungen des Taschenbuches "Superfrauen 5 - Wissenschaft" bei:
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München / Wiesbaden (biografien-news) – Zahlreiche „Königinnen der Lüfte von A bis Z“ werden in dem fast 700-seitigen gleichnamigen Taschenbuch des Wiesbadener Autors Ernst Probst in Wort und Bild vorgestellt. Dabei handelt es sich um Kurzbiografien von Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen.

Der Titel „Königinnen der Lüfte von A bis Z“ ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ als gedrucktes Taschenbuch und elektronisches E-Book im PDF-Format erschienen. Das Taschenbuch kostet 44,90 Euro, das preisgünstigere E-Book 34,90 Euro. Bestellungen sind unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/153394/koeniginnen-der-luefte-von-a-bis-z möglich.

Im Laufe der Zeit wird das gedrúckte Taschenbuch bei rund 1.000 Online-Buchshops und in jeder guten Buchhandlung erhältlich sein. Buchhändler können das Taschenbuch beim Buchgroßhändler „Libri“ bestellen. Bei „Libri“ können auch Privatpersonen unter der Internetadresse
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/12082208/ernst_probst_koeniginnen_der_luefte_von_a_bis_z_3640658000.html das Taschenbuch ordern.

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Inhalt des Taschenbuches „Königinnen der Lüfte von A bis Z“:

Die Französin Jacqueline Auriol flog als erste Frau schneller als der Schall. Sie und die Amerikanerin Jacqueline Cochran erkämpften sich abwechselnd den Ruf, die „schnellste Frau der Welt“ zu sein. Die Deutsche Hanna Reitsch wurde erster weiblicher Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und stellte mehr als 40 Rekorde aller Klassen und Flugzeugtypen auf. Ihre Landsmännin Elly Beinhorn führte ein legendenumwobenes Leben und prägte die sportlichen Anfänge der Fliegerei. Die Russin Valentina Tereschkowa war die erste Frau im Weltall.

Diesen und anderen „Königinnen der Lüfte von A bis Z“ aus aller Welt ist das gleichnamige Taschenbuch gewidmet. Es berichtet nicht nur von strahlenden Erfolgen, sondern auch von schmerzlichen Ereignissen. Bei Abstürzen verloren viele Pilotinnen – wie Maryse Bastié, Amelia Earhart, Christa McAuliffe, Phoebe Omlie und Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg – sowie die Ballonfahrerin Madeleine Sophie Blanchard – ihr Leben. Ergänzt wird das Taschenbuch durch eine ausführliche Liste mit Daten weiterer berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Flugzeugpassagierinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen.

Wie ein „roter Faden“ zieht sich durch das Taschenbuch, wie schwer es früher Frauen von Männern gemacht wurde, das Fliegen zu lernen und in der Luftfahrt Fuß zu fassen. Bis in jüngste Zeit hatten Pilotinnen weltweit unter Vorurteilen zu leiden.

Frauenbiografien sind eine Spezialität des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Er veröffentlichte auch die Taschenbücher Elisabeth I. Tudor, Maria Stuart, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Julchen Blasius. Die Braut des Schinderhannes, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Königinnen des Tanzes sowie eine 14-bändige Taschenbuchreihe über Superfrauen.

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Wiesbaden (biografien-news) - Die Französin Jacqueline Auriol flog als erste Frau schneller als der Schall. Sie und die Amerikanerin Jacqueline Cochran erkämpften sich abwechselnd den Ruf, die „schnellste Frau der Welt“ zu sein. Die Deutsche Hanna Reitsch wurde erster weiblicher Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und stellte mehr als 40 Rekorde aller Klassen und Flugzeugtypen auf. Ihre Landsmännin Elly Beinhorn führte ein legendenumwobenes Leben und prägte die sportlichen Anfänge der Fliegerei. Die Russin Valentina Tereschkowa war die erste Frau im Weltall. Diesen und anderen „Königinnen der Lüfte von A bis Z“ aus aller Welt ist das gleichnamige Taschenbuch gewidmet. Es berichtet nicht nur von strahlenden Erfolgen, sondern auch von schmerzlichen Ereignissen. Bei Abstürzen verloren viele Pilotinnen – wie Maryse Bastié, Amelia Earhart, Christa McAuliffe, Phoebe Omlie und Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg – sowie die Ballonfahrerin Madeleine Sophie Blanchard – ihr Leben. Ergänzt wird das Taschenbuch durch eine ausführliche Liste mit Daten weiterer berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Flugzeugpassagierinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen. Wie ein „roter Faden“ zieht sich durch das Taschenbuch, wie schwer es früher Frauen von Männern gemacht wurde, das Fliegen zu lernen und in der Luftfahrt Fuß zu fassen. Bis in jüngste Zeit hatten Pilotinnen weltweit unter Vorurteilen zu leiden.

Bestellungen bei:
http://www.grin.com/e-book/153394/koeniginnen-der-luefte-von-a-bis-z

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Machbuba-Taschenbuch bei Amazon biografien-news(cached at May 28, 2010, 6:54 pm)

Machbuba

München / Wiesbaden (biografien-news) – Das kleine, aber feine Taschenbuch „Machbuba. Die Sklavin und der Fürst“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst ist bei "Amazon" unter der Internetadresse http://www.amazon.de/Mosbacher-L%C3%B6we-riesige-Raubkatze-Wiesbaden/dp/364062372X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1275069468&sr=1-1-spell erhältlich. Dieser Titel erschien bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ (München).

Das Schicksal der aus Äthiopien stammenden Sklavin Machbuba aus dem 19. Jahrhundert rührt auch heute noch viele Frauen und Männner. Sie wurde 1837 als Kind im Alter von elf bis 13 Jahren auf dem Sklavenmarkt in Kairo von dem deutschen Fürsten Hermann von Pückler (1785-1871) für 100 Taler gekauft. Danach begleitete das Mädchen den Adligen auf seinen Reisen in Afrika, Europa und Asien als fürsorgliche Begleiterin, Krankenpflegerin und vermutlich auch Geliebte.

Machbuba starb 1840 blutjung fern ihrer afrikanischen Heimat auf Schloss Muskau in der Oberlausitz (Sachsen). Zum Zeitpunkt ihres Todes hielten sich dort weder der Fürst noch dessen geschiedene Ehefrau Lucie auf. Noch heute werden auf ihrem Grab auf dem Friedhof in Bad Muskau immer wieder Blumen niedergelegt.

Im Leben von Fürst Pückler, der als mutiger Soldat, begnadeter Parkgestalter, erfolgreicher Schriftsteller und charmanter Dandy galt, spielte die dunkelhäutige Sklavin Machbuba nur etwa drei Jahre lang eine teilweise ungeklärte Rolle. Die ungewöhnliche Beziehung des flotten Fünfzigers zu dem ernsthaften Kind aus Afrika gab nicht nur seinen Zeitgenossen manches Rätsel auf.

An Machbuba erinnern noch heute Statuen, Totenmasken und ein Gemälde in den Schlössern von Bad Muskau in Sachsen und Branitz bei Cottbus in Brandenburg.

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Machbuba

Leseprobe aus dem Taschenbuch „Machbuba. Die Sklavin und der Fürst“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst:

Kurz vor der Abreise fiel dem 52-Jährigen im Februar 1837 auf dem Sklavenmarkt in Kairo das dort zum Kauf angebotene blutjunge Mädchen Machbuba wohltuend auf. In der Literatur ist mitunter auch vom Sklavenmarkt im damals ägyptischen Khartum die Rede. Über die Herkunft und das Alter von Machbuba gibt es keine sicheren Erkenntnisse. Im Online-Lexikon „Wikipedia“ heißt es, sie stamme wohl vom Volk der Oromo und sei vermutlich um 1823 in Äthiopien geboren worden. In der Literatur wird sie vereinzelt auch als Sudanesin bezeichnet. Ob sie tatsächlich eine äthiopische Prinzessin war, wie Machbuba sich selbst vorstellte, weiß man nicht genau. Prinzessinnen werden normalerweise nicht auf dem Sklavenmarkt angeboten. Angeblich stammte sie aus einer Fürstenfamilie, die bei einem kriegerischen Überfall auseinandergerissen wurde. Nach einer anderen Version war sie die Tochter eines königlichen abessinischen Beamten Ihr Alter beim Kauf auf dem Sklavenmarkt soll zwischen 13 und 15 Jahren gelegen haben. Teilweise ist sogar von nur zehn Jahren die Rede.

Bei der ersten Begegnung trug Machbuba lediglich einen weißen Mousselinschleier und darunter einen mit Muscheln verzierten Gürtel aus winzigen Lederriemen. Von diesem Anblick war der Fürst, dem irrtümlicherweise mehr Liebschaften als dem italienischen Verführer Giacomo Casanova (1725–1798) nachgesagt wurden, völlig hingerissen. Er zahlte dem Sklavenhändler, ohne mit ihm zu feilschen, den geforderten Preis von umgerechnet 100 Talern. Damit wollte er Machbuba – nach eigenen Angaben – vor der Härte und Geringschätzigkeit potentiell türkischer Besitzer bewahren.

Die Tatsache, dass der deutsche Fürst eine Sklavin kaufte, bedeutete nicht, dass er die Sklaverei billigte. Er hielt die Sklaverei für eine Gepflogenheit des Orients, behandelte Machbuba – wie er sagte – als gewissenhafter und freier Preusse aber nicht als Sklavin. „Mit dem Eintritt in mein Haus war sie eine Freie“, betonte er. In Briefen bezeichnete er sie aber sehr wohl auch als seine Sklavin.

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Bestellung des Taschenbuches „Machbuba. Die Sklavin und der Fürst“ bei:
http://www.amazon.de/Machbuba-Sklavin-F%C3%BCrst-Ernst-Probst/dp/3640622979/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1274523722&sr=8-1

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Die berühmteste Sklavin und Geliebte eines deutschen Fürsten im 19. Jahrhundert dürfte Machbuba (um 1823­–1840) gewesen sein. Die dunkelhäutige Schönheit aus Äthiopien wurde von dem Adligen Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) auf dem Sklavenmarkt in Afrika gekauft. Danach war sie seine Reisebegleiterin, Krankenpflegerin und Geliebte. Ihr Grab liegt auf dem Friedhof von Bad Muskau in der Oberlausitz (Sachsen). Der Name Machbuba bedeutet zu deutsch „Die Goldene“ oder „Mein Liebling“. Ihr eigentlicher Name war Ajiamé. Das Taschenbuch „Machbuba. Die Sklavin und der Fürst“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abenteuerliche Leben des ungewöhnlichen Paares.

Bestellung des E-Books bei:
http://www.grin.com/e-book/150529/machbuba-die-sklavin-und-der-fuerst

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Machbuba

Muskau / Cottbus / Wiesbaden (biografien-news) – Die rührende Liebesgeschichte der blutjungen äthiopischen Sklavin Machbuba und des merklich älteren deutschen Fürsten Hermann von Pückler-Muskau ist jetzt in einem Taschenbuch des Wiesbadener Autors Ernst Probst nachzulesen. Das kleine, aber feine Werk trägt den Titel „Machbuba. Die Sklavin und der Fürst“, umfasst 129 Seiten und ist reich bebildert. Diese Lovestory ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/150529/machbuba-die-sklavin-und-der-fuerst als gedrucktes Taschenbuch oder als elektronisches E-Book im PDF-Format erhältlich.

Machbuba (um 1823-1840) war die berühmte Sklavin und exotische Geliebte des deutschen Fürsten Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871). Die dunkelhäutige Schönheit aus Äthiopien wurde von dem Fürsten auf dem Sklavenmarkt in Afrika gekauft. Danach war sie seine Reisebegleiterin, Krankenpflegerin und Geliebte. Ihr Grab liegt auf dem Friedhof von Bad Muskau in der Oberlausitz (Sachsen), wo sie jung starb. Der Name Machbuba bedeutet zu deutsch „Die Goldene“ oder „Mein Liebling“. Ihr eigentlicher Name war Ajiamé.

Fürst Hermann von Pückler-Muskau gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Er verkehrte in Europa, Afrika und Asien mit Kaisern, Königen und anderen Herrschern, erlebte viele Abenteuer, war als Autor erfolgreich und machte sich als Schöpfer großartiger Parkanlagen in seinen Schlössern Muskau (Sachsen) und Branitz (Brandenburg) einen Namen. An ihn erinnert das Fürst-Pückler-Eis, das nach ihm benannt wurde.

Frauenbiografien sind eine Spezialität des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Er veröffentlichte die 14-bändige Taschenbuchreihe "Superfrauen" sowie die Einzeltitel "Superfrauen aus dem Wilden Westen", "Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin", "Maria Stuart. Schottlands tragische Königin", "Pocahontas. Die Indianer-Prinzessin aus Virginia", "Königinnen der Lüfte", "Königinnen des Tanzes" und rund 70 E-Books über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen. Alle Titel sind bei http://www.grin.de erhältlich.

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Pancho Barnes. Amerikas erste Stuntpilotin

Die erste amerikanische Stuntpilotin war die Fliegerin Florence „Pancho“ Barnes (1901–1975), geborene Florence Leontine Lowe. In der goldenen Zeit der Fliegerei in den USA genoss sie einen glänzenden Ruf als Pilotin. Nicht wenige Amerikaner betrachten sie als eine der wichtigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Die Kurzbiografie „Pancho Barnes. Amerikas erste Stuntpilotin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr abenteuerliches Leben.

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Jacqueline Cochran. Die schnellste Frau der Welt

Zu den bekanntesten und kühnsten Fliegerinnen Amerikas gehörte Jacqueline Cochran (1906–1980), geborene Pittman, verheiratete Odlum. Die aus einfachen Verhältnissen stammende Pilotin stellte insgesamt 58 Flugrekorde auf und galt bis zu ihrem Tod als „schnellste Frau der Welt“. Außerdem wählte man sie als erste Frau zur Präsidentin der „Fédération Aeronautique Internationale“ („FAI“). Die Kurzbiografie „Jacqueline Cochran. Die schnellste Frau der Welt“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser couragierten Fliegerin.

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Bessie Coleman. Die erste Afro-Amerikanerin mit Pilotenschein

Als erste Afro-Amerikanerin mit Pilotenschein und erste Frau mit dem internationalen Pilotenschein sorgte die Schwarze Bessie Coleman (1892–1926) für Aufsehen in den USA. Die verdienstvolle Pilotin wird auch „Brave Bessie“ oder „Queen Bessie“ genannt. Sie starb jung bei einer Flugschau. 2003 ehrte man sie als eine der 100 wichtigsten Frauen in der Luftfahrt. Die Kurzbiografie „Bessie Coleman. Die erste Afro-Amerikanerin mit Pilotenschein“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Eileen Collins. Die erste Raumfähren-Pilotin

Die erste Pilotin und Kommandantin einer Raumfähre war die amerikanische Astronautin Eileen Collins. Sie nahm von 1995 bis 2005 an insgesamt vier Weltraumflügen teil, davon zwei Mal als Pilotin und zwei Mal sogar als Kommandantin einer Raumfähre („Space-Shuttle“). Von „Women in Aviation International“ wurde sie 2003 als eine der 100 wichtigsten Frauen in der Luft- und Raumfahrtindustrie gewählt. Die Kurzbiografie „Eileen Collins. Die erste Raumfähren-Pilotin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Ruth Elder. Die erste Frau, die den Flug über den Atlantik versuchte

Als erste Amerikanerin, die den Flug über den Atlantik wagte, wurde die Filmschauspielerin und Fliegerin Ruth Elder (1902–1977) bekannt. Ihr spektakuläres Vorhaben ist allerdings nicht geglückt. Nahe des Zieles mussten sie und ihr männlicher Begleiter wegen eines Motordefektes ihrer Maschine notwassern, kamen aber mit dem Leben davon. Die Kurzbiografie „Ruth Elder. Die erste Frau, die den Flug über den Atlantik versuchte“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Frances Wilson Grayson. Tragischer Flug über den Atlantik

Eine tragische Atlantikfliegerin war die amerikanische Pilotin Frances Wilson Grayson (um 1890–1927), geborene Wilson. Sie fand bei ihrem mutigen Versuch, als erste Frau mit einem Flugzeug den Atlantik zu überqueren, den Tod. Die Kurzbiografie „Frances Wilson Grayson. Tragischer Flug über den Atlantik“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Kara Spears Hultgreen. Die erste F-14 Tomcat-Kampfpilotin

Die erste Kampfpilotin der „United Staates Navy“ im Cockpit einer „F-14 Tomcat“ war Kara Spears Hultgreen (1965–1994). Sie starb im Alter von 29 Jahren auf dramatische Weise bei einem Landeanflug mit ihrem Jet auf einen Flugzeugträger. Die Kurzbiografie „Kara Spears Hultgreen. Die erste F-14 Tomcat-Kampfpilotin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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„Laura Ingalls. Die erste Amerikanerin, die über Südamerika flog

Eine berühmte amerikanische Rekordfliegerin der 1930-er Jahre war Laura Ingalls (1901–1967). Zu ihren Rekorden gehörten der längste Alleinflug, der von einer Frau zurückgelegt wurde, der erste Alleinflug einer Frau von Nordamerika nach Südamerika, der erste Alleinflug rund um Südamerika, der erste Flug über Südamerika und der erste Flug einer Amerikanerin über die Anden. Die Kurzbiografie „Laura Ingalls. Die erste Amerikanerin, die über Südamerika flog“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Carol Mae Jemison. Die erste afro-amerikanische Astronautin

ls erste afro-amerikanische Astronautin hat sich die Ärztin Carol Mae Jemison in den Annalen der Raumfahrtgeschichte verewigt. Sie nahm im September 1992 an der 50. Space-Shuttle-Mission und am zweiten Flug der US-Raumfähre „Endeavour“ teil. Bei dieser Mission wurden zahlreiche wissenschaftliche Experimente durchgeführt. Die Kurzbiografie „Carol Mae Jemison. Die erste afro-amerikanische Astronautin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Ruth Law. Eine amerikanische Flugpionierin

Als eine amerikanische Flugpionierin der 1910-er Jahre gilt die Pilotin Ruth Law (1887–1970). Sie gehörte zu den ersten Pilotinnen, die in den USA einen Nachtflug unternahmen und einen Looping wagten. Außerdem war sie die erste Frau, die Luftpost auf die Philippinen brachte. Zudem hat sie mit etlichen sinnvollen Erfindungen den fliegerischen Alltag erleichtert. Die Kurzbiografie „Ruth Law. Eine amerikanische Flugpionierin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Anne Morrow Lindbergh. Die erste Amerikanerin mit Segelflugschein

Als erste Frau, die in den Vereinigten Staaten ihren Segelflugschein machte, ging die Amerikanerin Anne Morrow Lindbergh (1906–2001), geborene Anne Spencer Morrow, in die Annalen der Luftfahrt ein. Sie war die Ehefrau, Kopilotin und Navigatorin des berühmten amerikanischen Piloten Charles Augustus Lindbergh jr. (1902–1974), nahm an spektakulären Forschungsflügen teil und war eine erfolgreiche Schriftstellerin. In der Literatur wird sie zuweilen als meistgeehrte der weiblichen Flugpioniere erwähnt. Die Kurzbiografie „Anne Morrow Lindbergh. Die erste Amerikanerin mit Segelflugschein“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Shannon Lucid. Der längste Raumflug einer Frau

Den längsten Weltraumflug einer Frau hat die amerikanische Astronautin Shannon Lucid, geborene Wells, unternommen. Sie hielt sich vom 22. März 1966 bis zum 26. September 1966 insgesamt 188 Tage im All auf. Noch im Sommer 2009 hieß es über sie, sie sei zusammen mit Anna Fisher dienstälteste noch aktive Astronautin der USA. Die Kurzbiografie „Shannon Lucid. Der längste Raumflug einer Frau“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Christa McAuliffe. Die amerikanische Nationalheldin

Zur tragischen Nationalheldin wurde die 37 Jahre alte amerikanische Lehrerin Christa McAuliffe (1948–1986), geborene Corrigan, die am „Lehrer-im-Weltraum-Programm“ der Raumfahrtbehörde „NASA“ teilnahm. Statt Tausenden von Schülerinnen und Schülern von Bord der Raumfähre „Challenger“ Unterricht aus dem Weltall zu geben, starb sie zusammen mit der Besatzung bereits kurz nach dem Start. Die Kurzbiografie „Christa McAuliffe. Die amerikanische Nationalheldin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Jerry Mock. Im Alleinflug um die Erde

Die erste Amerikanerin, die allein die Erde umflog und wohlbehalten zurückkehrte, ist Jerrie Mock, geborene Fredritz. Damit wandelte sie auf den Spuren ihrer legendären Landmännin Amelia Earhart (1897–1937), die in den 1930-er Jahren bei einem ähnlichen Abenteuer ihr Leben verloren hatte. Die Kurzbiografie „Jerry Mock. Im Alleinflug um die Erde“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Matilde Moisant. Eine frühe Fliegerin in den USA

Zu den ersten Fliegerinnen in den USA gehörte Matilde Moisant (1878–1964). Sie war die zweite Amerikanerin mit eigener Pilotenlizenz und eine der wenigen Frauen, die zum exklusiven Club der „Early Birds“ gehörten. Kaum ein Jahr später nach dem Erwerb dieser Lizenz gab sie nach einem Unfall das Fliegen aber schon wieder auf. Die Kurzbiografie „Matilde Moisant. Eine frühe Fliegerin in den USA“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Harriet Quimby. Die erste Amerikanerin mit Pilotenschein

Video: "Harriet Quimby" von "Tmullee" bei "YouTube"
http://www.youtube.com/watch?v=ctBUjDsLJHo

Als erste bedeutende amerikanische Pilotin gilt Harriet Quimby (1875–1912). Sie war die erste Frau in den USA mit Flugschein und die erste Frau, die im Alleinflug den Ärmelkanal überquerte. Zu ihren fliegerischen Leistungen gehörten auch der erste Nachtflug einer Pilotin und der erste Flug eines weiblichen Piloten über Mexiko. Sie stürzte bei einer Flugschau in den Tod. Die Kurzbiografie „Harriet Quimby. Die erste Amerikanerin mit Pilotenschein“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Bessica Medlar Raiche. Eine der ersten Fliegerinnen in den USA

Die erste Frau, die vermutlich in den USA allein in einem Flugzeug flog, war die Zahnärztin, Unternehmerin und Ärztin Bessica Medlar Raiche (1875–1932), geborene Medlar. Vor ihrem ersten Flug mit einer selbst zusammengebauten Maschine hatte sie keine Erfahrung im Fliegen und keine Flugausbildung genossen. Die Kurzbiografie „Bessica Medlar Raiche. Eine der ersten Fliegerinnen in den USA“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Sally Kristen Ride. Die erste Amerikanerin im Weltall

Die erste amerikanische Frau im Weltraum ist die Astrophysikerin und Astronautin Sally Kristen Ride. Ihr gebührt die Ehre, nach den sowjetischen Kosmonautinnen Valentina Tereschkowa und Swetlana Sawizkaja die dritte Frau der Welt gewesen zu sein, die einen Raumflug absolviert hat. Außerdem ist sie die erste Amerikanerin, die zwei Mal im All war und die jüngste amerikanische Raumfahrerin. Die Kurzbiographie „Sally Kristen Ride. Die erste Amerikanerin im Weltall“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Blanche Stuart Scott. Die erste Amerikanerin, die ein Flugzeug flog

Die erste Amerikanerin, die allein ein Flugzeug flog, war Blanche Stuart Scott (1889–1970), auch Betty Scott genannt. Ihr historischer Flug, der in die Annalen der Luftfahrt einging, dauerte allerdings nicht besonders lange und führte dementsprechend auch nicht sehr weit. Blanche hatte zuvor bereits als Autofahrerin in den USA für Schlagzeilen gesorgt. Die Kurzbiografie "Blanche Stuart Scott. Die erste Amerikanerin, die ein Flugzeug flog" des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Katherine Stinson und Marjorie Stinson. Die fliegenden Schwestern

Die erste von Frauen geleitete Flugschule wurde von den amerikanischen Schwestern Katherine Stinson Otero (1891–1977), geborene Stinson, und Marjorie Stinson (1896–1975) betrieben. Beide waren Flugpionierinnen, gehörten zu den „Early Birds“ und haben erstaunliche Rekordleistungen vollbracht, die in der Geschichte der Luftfahrt eine wichtige Rolle spielten und oft in der einschlägigen Literatur erwähnt werden. Die Kurzbiographie „Die erste von Frauen geleitete Flugschule wurde von den amerikanischen Schwestern Katherine Stinson Otero (1891–1977), geborene Stinson, und Marjorie Stinson (1896–1975) betrieben. Beide waren Flugpionierinnen, gehörten zu den „Early Birds“ und haben erstaunliche Rekordleistungen vollbracht, die in der Geschichte der Luftfahrt eine wichtige Rolle spielten und oft in der einschlägigen Literatur erwähnt werden. Die Kurzbiographie „Katherine Stinson und Marjorie Stinson. Die fliegenden Schwestern“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Kathryn Dwyer Sullivan. Rekordspaziergängerin im Weltall

Die erste Amerikanerin, die einen Spaziergang im Weltall unternahm, ist die Astronautin Kathryn Dwyer Sullivan. Ihren geschichtsträchtigen Ausflug von rund dreieinhalb Stunden Dauer unternahm sie während einer Space-Shuttle-Mission im Herbst 1984. Insgesamt absolvierte sie drei Raumflüge. Bei einem davon flog sie mit der größten Geschwindigkeit, die jemals eine Frau erreicht hat. Die Kurzbiografie „Kathryn Dwyer Sullivan. Rekordspaziergängerin im Weltall“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Kathryn Thornton. Berühmte Spaziergängerin im Weltall

Zu den berühmtesten Spaziergängerinnen im Weltall gehört die amerikanische Astronautin Kathryn Ryan Cordell Thornton, geborene Cordell. Sie unternahm 1992 bei ihrem zweiten von insgesamt vier Raumflügen den längsten Spaziergang einer Frau im All. Ihr spektakulärer Ausflug dauerte mehr als siebeneinhalb Stunden. Die Kurzbiografie „Kathryn Thornton. Berühmte Spaziergängerin im Weltall“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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E-Books über berühmte Astronautinnen biografien-news(cached at March 25, 2010, 6:55 am)

Eileen Collins. Die erste Raumfähren-Pilotin

Die erste Pilotin und Kommandantin einer Raumfähre war die amerikanische Astronautin Eileen Collins. Sie nahm von 1995 bis 2005 an insgesamt vier Weltraumflügen teil, davon zwei Mal als Pilotin und zwei Mal sogar als Kommandantin einer Raumfähre („Space-Shuttle“). Von „Women in Aviation International“ wurde sie 2003 als eine der 100 wichtigsten Frauen in der Luft- und Raumfahrtindustrie gewählt. Die Kurzbiografie „Eileen Collins. Die erste Raumfähren-Pilotin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Shannon Lucid. Der längste Raumflug einer Frau

Den längsten Weltraumflug einer Frau hat die amerikanische Astronautin Shannon Lucid, geborene Wells, unternommen. Sie hielt sich vom 22. März 1966 bis zum 26. September 1966 insgesamt 188 Tage im All auf. Noch im Sommer 2009 hieß es über sie, sie sei zusammen mit Anna Fisher dienstälteste noch aktive Astronautin der USA. Die Kurzbiografie „Shannon Lucid. Der längste Raumflug einer Frau“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Christa McAuliffe. Die amerikanische Nationalheldin

Zur tragischen Nationalheldin wurde die 37 Jahre alte amerikanische Lehrerin Christa McAuliffe (1948–1986), geborene Corrigan, die am „Lehrer-im-Weltraum-Programm“ der Raumfahrtbehörde „NASA“ teilnahm. Statt Tausenden von Schülerinnen und Schülern von Bord der Raumfähre „Challenger“ Unterricht aus dem Weltall zu geben, starb sie zusammen mit der Besatzung bereits kurz nach dem Start. Die Kurzbiografie „Christa McAuliffe. Die amerikanische Nationalheldin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Sally Kristen Ride. Die erste Amerikanerin im Weltall

Die erste amerikanische Frau im Weltraum ist die Astrophysikerin und Astronautin Sally Kristen Ride. Ihr gebührt die Ehre, nach den sowjetischen Kosmonautinnen Valentina Tereschkowa und Swetlana Sawizkaja die dritte Frau der Welt gewesen zu sein, die einen Raumflug absolviert hat. Außerdem ist sie die erste Amerikanerin, die zwei Mal im All war und die jüngste amerikanische Raumfahrerin. Die Kurzbiografie „Sally Kristen Ride. Die erste Amerikanerin im Weltall“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Kathryn Dwyer Sullivan. Rekordspaziergängerin im Weltall

Die erste Amerikanerin, die einen Spaziergang im Weltall unternahm, ist die Astronautin Kathryn Dwyer Sullivan. Ihren geschichtsträchtigen Ausflug von rund dreieinhalb Stunden Dauer unternahm sie während einer Space-Shuttle-Mission im Herbst 1984. Insgesamt absolvierte sie drei Raumflüge. Bei einem davon flog sie mit der größten Geschwindigkeit, die jemals eine Frau erreicht hat. Die Kurzbiografie „Kathryn Dwyer Sullivan. Rekordspaziergängerin im Weltall“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Walentina Tereschkowa. Die erste Frau im Kosmos

Mit der Superlative, die „erste Frau im Weltall“ gewesen zu sein, ging die russische Kosmonautin Walentina Tereschkowa in die Geschichte der Raumfahrt ein. Im Juni 1963 folgte sie an Bord von „Wostok 6“ dem zwei Tage vorher gestarteten Raumschiff „Wostok 5“ und umkreiste zusammen mit diesem 49 Mal die Erde. Nach diesem erfolgreichen Manöver machte sie beruflich und politisch Karriere. Die Kurzbiografie „Walentina Tereschkowa. Die erste Frau im Kosmos“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Kathryn Thornton. Berühmte Spaziergängerin im Weltall

Zu den berühmtesten Spaziergängerinnen im Weltall gehört die amerikanische Astronautin Kathryn Ryan Cordell Thornton, geborene Cordell. Sie unternahm 1992 bei ihrem zweiten von insgesamt vier Raumflügen den längsten Spaziergang einer Frau im All. Ihr spektakulärer Ausflug dauerte mehr als siebeneinhalb Stunden. Die Kurzbiografie „Kathryn Thornton. Berühmte Spaziergängerin im Weltall“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.

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Deutschlands erste Luftschifferin, umjubelte Luftakrobatin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms und früheste Fallschirmspringerin war Käthe Paulus (1868–1935). Zu ihren Lebzeiten hat man alle Beteiligten an der so genannten „Leichter als Luft-Technik“, also auch Ballonfahrer, als Luftschiffer bezeichnet. Die Kurzbiografie „Käthe Paulus. Deutschlands erste Luftschifferin und Fallschirmspringerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser tüchtigen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145213/kaethe-paulus

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Die erste Frau, die einen Alleinflug von Berlin nach Tokio wagte, war die deutsche Fliegerin Marga von Etzdorf (1907–1933). Sie ist auch die erste Kopilotin bei der „Deutschen Luft Hansa“ („DLH“) und nach Thea Rasche (1899–1971) die zweite Frau gewesen, die nach dem Ersten Weltkrieg die Fluglizenz A2 erhielt. Ihr Fliegerleben endete tragisch in jungen Jahren. Das abenteuerliche Leben dieser Pilotin wird in der Kurzbiografie „Marga von Etzdorf. Die tragische deutsche Fliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst geschildert.

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Elly Beinhorn. Deutschlands Meisterfliegerin biografien-news(cached at February 26, 2010, 11:00 am)

Die erste Frau, die alle fünf Erdteile mit dem Flugzeug überflog, war die deutsche Pilotin Elly Beinhorn (1907–2007), die zu den berühmtesten Fliegerinnen der Welt gehört. Während ihres legendenumwobenen Lebens erlebte sie die sportlichen Anfänge der Fliegerei mit und prägte sie. Ihr guter Ruf beruht auf zahlreichen fliegerischen Meisterleistungen. Daneben schrieb sie auch Bücher und arbeitete für Funk und Fernsehen, testete Autos, fotografierte Afrikasafaris und hielt Vorträge über Autos und Verkehrsprobleme. Das Leben dieser verdienstvollen Frau wird in der Kurzbiografie „Elly Beinhorn. Deutschlands Meisterfliegerin“ geschildert.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145125/elly-beinhorn

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Die erfolgreichste deutsche Kunstfliegerin in der Zeit zwischen 1930 und 1970 dürfte Liesel Bach (1905–1992) gewesen sein. Zu ihren herausragendsten fliegerischen Leistungen gehörte der erste Flug einer Frau über den Himalaja im Jahre 1951. Die Kurzbiografie „Liesel Bach. Deutschlands erfolgreichste Kunstfliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abwechslungsreiche Leben dieser Pilotin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145224/liesel-bach

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Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin biografien-news(cached at February 26, 2010, 11:00 am)

Als erste Frau, die in Deutschland die Prüfung zum Erwerb der Pilotenlizenz ablegte, ging die gebürtige Sächsin Amelie Hedwig Boutard-Beese (1886–1925), geborene Beese, in die Geschichte der Luftfahrt ein. Besser bekannt ist sie allerdings unter ihrem Rufnamen Melli Beese. Die Kurzbiografie „Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser ungewöhnlichen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145202/melli-beese

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Eine der besten und erfolgreichsten deutschen Kunstfliegerinnen in den 1930-er Jahren war Vera von Bissing (1906–2002). Sie beherrschte als erste Frau den Looping nach vorn, der als sehr anstrengende Kunstflugfigur gilt. Ihr erschien das Fliegen als „das Schönste, was es auf der Welt gibt“. Die Kurzbiografie „Vera von Bissing. Eine Kunstfliegerin der 1930-er Jahre“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser ungewöhnlichen Pilotin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145506/vera-von-bissing

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Hanna Reitsch. Die Pilotin der Weltklasse biografien-news(cached at February 26, 2010, 11:00 am)

Eine der besten, berühmtesten und erfolgreichsten Fliegerinnen der Welt war die Deutsche Hanna Reitsch (1912–1979). Ihr Ruf als Pilotin von Weltklasse beruhte auf mehr als 40 Rekorden aller Klassen und Flugzeugtypen. Unter anderem wurde sie der erste weibliche Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und unternahm den ersten Hubschrauberflug in einer Halle. Die Kurzbiografie „Hanna Reitsch. Die Pilotin der Weltklasse“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abenteuerliche Leben dieser Fliegerin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145303/hanna-reitsch

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Als Patriotin bei der Verteidigung Deutschlands ging Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg (1903–1945), geborene Schiller, in die leidvolle Geschichte des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) ein. Sie setzte sich für ihre Heimat mit Leib und Leben im wehrtechnischen Bereich ein und unternahm über 2.500 Sturzflüge mit Sturzkampfflugzeugen, um Zielgeräte zu verbessern. Kurz vor Ende des Krieges starb die mutige Frau den Fliegertod. Die Kurzbiografie „Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg. Deutsche Heldin mit Gewissensbissen“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser tapferen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145718/melitta-graefin-schenk-von-stauffenberg

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Beate Uhse. Deutschlands erste Stuntpilotin biografien-news(cached at February 26, 2010, 11:00 am)

Die erste und einzige Stuntpilotin in Deutschland war Beate Uhse (1919–2001), geborene Köstlin. Sie doubelte in Kinofilmen männliche Filmschauspieler, die Rollen als Piloten hatten. Außerdem galt sie als tüchtige Sportfliegerin, Kunstfliegerin, Einfliegerin und Überführungsfliegerin. Später machte sie auch als Gründerin des ersten Sexshops, erfolgreichste Sexartikelversenderin der Welt und als eine der tüchtigsten Unternehmerinnen Deutschlands von sich reden. Die Kurzbiografie „Beate Uhse. Deutschlands erste Stuntpilotin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben der couragierten Fliegerin und Unternehmerin.

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München / Wiesbaden (biografien-news) – Bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de sind zahlreiche Broschüren oder E-Books über berühmte Fliegerinnen, Luftschifferinnen und Fallschirmspringerinnen erhältlich. Sie stammen aus der Feder des Wiesbadener Autors Ernst Probst, zu dessen Spezialitäten Kurzbiografien berühmter Leute gehören. Er veröffentlichte 2001 eine 14-bändige Taschenbuchreihe über Superfrauen sowie die Einzeltitel „Königinnen der Lüfte“, „Königinnen des Tanzes“ und „Superfrauen aus dem Wilden Westen“.

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Elly Beinhorn. Deutschlands Meisterfliegerin

Die erste Frau, die alle fünf Erdteile mit dem Flugzeug überflog, war die deutsche Pilotin Elly Beinhorn (1907–2007), die zu den berühmtesten Fliegerinnen der Welt gehört. Während ihres legendenumwobenen Lebens erlebte sie die sportlichen Anfänge der Fliegerei mit und prägte sie. Ihr guter Ruf beruht auf zahlreichen fliegerischen Meisterleistungen. Daneben schrieb sie auch Bücher und arbeitete für Funk und Fernsehen, testete Autos, fotografierte Afrikasafaris und hielt Vorträge über Autos und Verkehrsprobleme. Das Leben dieser verdienstvollen Frau wird in der Kurzbiografie „Elly Beinhorn. Deutschlands Meisterfliegerin“ geschildert.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145125/elly-beinhorn

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Marga von Etzdorf. Die tragische deutsche Fliegerin

Die erste Frau, die einen Alleinflug von Berlin nach Tokio wagte, war die deutsche Fliegerin Marga von Etzdorf (1907–1933). Sie ist auch die erste Kopilotin bei der „Deutschen Luft Hansa“ („DLH“) und nach Thea Rasche (1899–1971) die zweite Frau gewesen, die nach dem Ersten Weltkrieg die Fluglizenz A2 erhielt. Ihr Fliegerleben endete tragisch in jungen Jahren. Das abenteuerliche Leben dieser Pilotin wird in der Kurzbiografie „Marga von Etzdorf. Die tragische deutsche Fliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst geschildert.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145178/marga-von-etzdorf

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Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin

Als erste Frau, die in Deutschland die Prüfung zum Erwerb der Pilotenlizenz ablegte, ging die gebürtige Sächsin Amelie Hedwig Boutard-Beese (1886–1925), geborene Beese, in die Geschichte der Luftfahrt ein. Besser bekannt ist sie allerdings unter ihrem Rufnamen Melli Beese. Die Kurzbiografie „Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser ungewöhnlichen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145202/melli-beese

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Käthe Paulus. Deutschlands erste Luftschifferin und Fallschirmspringerin

Deutschlands erste Luftschifferin, umjubelte Luftakrobatin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms und früheste Fallschirmspringerin war Käthe Paulus (1868–1935). Zu ihren Lebzeiten hat man alle Beteiligten an der so genannten „Leichter als Luft-Technik“, also auch Ballonfahrer, als Luftschiffer bezeichnet. Die Kurzbiografie „Käthe Paulus. Deutschlands erste Luftschifferin und Fallschirmspringerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser tüchtigen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145213/kaethe-paulus

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Liesel Bach. Deutschlands erfolgreichste Kunstfliegerin

Die erfolgreichste deutsche Kunstfliegerin in der Zeit zwischen 1930 und 1970 dürfte Liesel Bach (1905–1992) gewesen sein. Zu ihren herausragendsten fliegerischen Leistungen gehörte der erste Flug einer Frau über den Himalaja im Jahre 1951. Die Kurzbiografie „Liesel Bach. Deutschlands erfolgreichste Kunstfliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abwechslungsreiche Leben dieser Pilotin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145224/liesel-bach

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Beate Uhse. Deutschlands erste Stuntpilotin

Die erste und einzige Stuntpilotin in Deutschland war Beate Uhse (1919–2001), geborene Köstlin. Sie doubelte in Kinofilmen männliche Filmschauspieler, die Rollen als Piloten hatten. Außerdem galt sie als tüchtige Sportfliegerin, Kunstfliegerin, Einfliegerin und Überführungsfliegerin. Später machte sie auch als Gründerin des ersten Sexshops, erfolgreichste Sexartikelversenderin der Welt und als eine der tüchtigsten Unternehmerinnen Deutschlands von sich reden. Die Kurzbiografie „Beate Uhse. Deutschlands erste Stuntpilotin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben der couragierten Fliegerin und Unternehmerin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145260/beate-uhse-deutschlands-erste-stuntpilotin

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Hanna Reitsch. Die Pilotin der Weltklasse

Eine der besten, berühmtesten und erfolgreichsten Fliegerinnen der Welt war die Deutsche Hanna Reitsch (1912–1979). Ihr Ruf als Pilotin von Weltklasse beruhte auf mehr als 40 Rekorden aller Klassen und Flugzeugtypen. Unter anderem wurde sie der erste weibliche Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und unternahm den ersten Hubschrauberflug in einer Halle. Die Kurzbiografie „Hanna Reitsch. Die Pilotin der Weltklasse“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abenteuerliche Leben dieser Fliegerin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145303/hanna-reitsch

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Vera von Bissing. Eine Kunstfliegerin der 1930-er Jahre

Eine der besten und erfolgreichsten deutschen Kunstfliegerinnen in den 1930-er Jahren war Vera von Bissing (1906–2002). Sie beherrschte als erste Frau den Looping nach vorn, der als sehr anstrengende Kunstflugfigur gilt. Ihr erschien das Fliegen als „das Schönste, was es auf der Welt gibt“. Die Kurzbiografie „Vera von Bissing. Eine Kunstfliegerin der 1930-er Jahre“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser ungewöhnlichen Pilotin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145506/vera-von-bissing

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Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg. Deutsche Heldin mit Gewissensbissen

Als Patriotin bei der Verteidigung Deutschlands ging Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg (1903–1945), geborene Schiller, in die leidvolle Geschichte des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) ein. Sie setzte sich für ihre Heimat mit Leib und Leben im wehrtechnischen Bereich ein und unternahm über 2.500 Sturzflüge mit Sturzkampfflugzeugen, um Zielgeräte zu verbessern. Kurz vor Ende des Krieges starb die mutige Frau den Fliegertod. Die Kurzbiografie „Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg. Deutsche Heldin mit Gewissensbissen“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser tapferen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145718/melitta-graefin-schenk-von-stauffenberg

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Weitere Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen folgen in Kürze bei „GRIN“.

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Thea Rasche. The Flying Fräulein biografien-news(cached at February 19, 2010, 9:30 am)

TheaRasche

Thea Rasche. Foto: Deutsches Bundesarchiv

Unna (biografien-news) - Die erste deutsche Frau mit Kunstflugschein war die Journalistin Thea Rasche (1899–1971). Ihr gebührt auch die Ehre, den ersten Alleinflug einer Frau in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg unternommen zu haben. Sie galt als eine der international bekanntesten Fliegerinnen aller Zeiten. Das kleine, aber feine Taschenbuch „Thea Rasche. The Flying Fräulein“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser berühmten Fliegerin, die aus Unna in Westfalen stammt und in Essen aufwuchs.

Der Titel „Thea Rasche. The Flying Fräulein“ ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/144836/thea-rasche als gedrucktes Taschenbuch oder elektronisches E-Book im PDF-Format erhältlich. Das Taschenbuch kostet 9,99 Euro das E-Book 4,99 Euro. Das Taschenbuch wird in Kürze auch in rund 1.000 Online-Buchshops – wie Amazon, Bol.de, Buch.de und Libri – erhältlich sein.

Bei „GRIN“ erscheinen weitere Taschenbücher und E-Books von Ernst Probst über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen und Fallschirmspringerinnen wie Liesel Bach, Melli Beese, Elly Beinhorn, Vera von Bissing, Marga von Etzdorf, Luise Hoffmann, Rita Maiburg, Käthe Paulus, Wilhelmine Reichard, Hanna Reitsch, Lisl Schwab, Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg, Sabine Trube und Beate Uhse.

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Lilli Cremer-Altgeld biografien-news(cached at January 7, 2010, 2:11 pm)

Lilli Cremer-Altgeld, in Köln geboren, hat Politische Wissenschaft,
Soziologie, Psychologie, Medienwissenschaft und VWL an den Universitäten
Bonn und Köln studiert. Sie absolvierte ein Forschungspraktikum am Lehrstuhl von Prof. Dr. Erwin Scheuch, Universität Köln, in Medizin-Soziologie mit Praktika am Universitätsklinikum Köln und ist 1985 als Markt- und Sozialforscherin im Bundesverband Deutscher Markt- und Sozialforscher zugelassen worden. Sie ist Absolventin der Kommunikationsakademie/Werbeakademie Köln. Cremer-Altgeld war Universitätskuratorin an der Universität Witten/Herdecke und arbeitet heute als Coach, Journalistin und Moderatorin. Sie Expertin für Hochbegabte.

Referenzen und Kundenstimmen
* Gründerin und Geschäftsführerin der "Neue Marktforschung KG,
Köln".
* Wirtschaftsjunioren Köln (Pressearbeit, Forschung)
* Dozentin an der Fortbildungsakademie der Wirtschaft
(Institut der Deutschen Wirtschaft) in Köln, Jena, Dresden, Leipzig.
* Chefredakteurin PR von CampusRadio Bonn.
* Gründungsvorstand des Karrierenetzwerks "Bonner Forum".

Kunden: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit;
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie;
Bundespresseamt; CC Friesland, Niederlande; Continentale Versicherung;
Deutscher Bundestag; Deutsche Telekom AG; Dyckerhoff Beton GmbH; Estée
Lauder; Ford AG; Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren; Linique Cosmetic; Pfizer Pharma Deutschland; Rhenus AG; United Parcel Service; Universitäten Köln, Tübingen, Konstanz; Wirtschaftsjunioren Köln u.a.m.

Auszeichnungen und Pressestimmen
* Lilli Cremer-Altgeld wurde als eine der bekannten "70 Kölner
Persönlichkeiten" für das "Kölnische Stadtmuseum" porträtiert.
Auswahlkriterien waren: Wer "hervorragend geeignet erschien, sein Köln in
all seiner Lebendigkeit und Farbigkeit, seiner menschlichen Wärme und hohen Intellektualität zu vertreten (...)".
* Dr. Konrad Schily schreibt als Präsident der Universität
Witten/Herdecke: "Das Präsidium der Universität Witten/Herdecke dankt Frau Lilli Cremer-Altgeld für ihre engagierte Mitarbeit im Kuratorium der
Universität Witten/Herdecke in den Jahren 1990-1994. Das Kuratorium hat im besonderen Maße den Aufbau der Universität ermöglicht und begleitet."
* Der Deutsche Bildungsserver (Herausgeber: Bund/Länder):
"Lilli Cremer-Altgeld, Markt- und Sozialforscherin, gehört zu den führenden Business Coachs in Deutschland. Zu ihrem Kundenkreis zählen Präsidenten, Bundesminister, Vorstandsmitglieder, Bundestagsabgeordnete ebenso wie international bekannte Wissenschaftler/innen, Künstler/innen und Sportcoachs/Olympiasieger."
* Diplomatisches Magazin - Mit Informationen für das konsularische Corps in Deutschland: "Lilli Cremer-Altgeld zählt zu den führenden Business Coachs in Deutschland. Sie ist spezialisiert auf motivierende Karrierebegleitung und berät seit Mitte der 80er Jahre Manager aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur. (...) ".
* ELLE: "Die besten Coachs in Deutschland".
* Weitere Pressestimmen in: Bizz/Capital, Capital, Handelsblatt, Markt & Wirtschaft, Kölnische Rundschau, Kölner Stadt-Anzeiger, EXPRESS, W & V., FAZ, WDR-Hörfunk, WDR-Fernsehen, freundin, WirtschaftsBlatt (Österreich) u.a.m.

Themen
* Politik
* Hochbegabung
* Kommunikation
* Medien
* Kunst

Veröffentlichungen
* Umsetzung der Entwicklungspolitik der Bundregierung in den
Medien und Schlussfolgerungen für die Pressearbeit des BMZ, Bonn 1987.
* Informationsdienst Entwicklungspolitik (Bundesregierung)
* Fachartikel in "Arbeitgeber", Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände; Karriereführer Hochschulen; KONSENS -
Informationen des Deutschen Akademikerinnenbundes; Forum: Frau und
Gesellschaft u.a.m.

* Im Internet:

* Forum Hochbegabung - Drama oder Erfolgsstory?
http://www.xing.com/net/hochbegabung/

* Für Hochbegabte und Höchstbegabte
http://cremer-altgeld.blogspot.com/

* Hochbegabung in Wissenschaft und Forschung
http://cremeraltgeld.blogspot.com/

* Hochbegabung in Medien
http://cremeraltgeld.kulando.de/

* Kinderunis in Europa

* u.a.m.

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Die erste Puppe von Käthe Kruse bestand noch aus einer Kartoffel, die als Kopf diente, und einem mit Sand gefüllten Handtuch, das den Körper bildete. Fünf kleine Stoff-Elefanten aus Filz, mit Schafwolle ausgestopft und eigentlich als Nadelkissen für Erwachsene gedacht, bildeten die ersten Kuscheltiere von Margarete Steiff. Und eine zweiseitige Schrift über die Geburtenregelung nach der Knaus-Ogino-Lehre war der erste Sexartikel von Beate Uhse. So bescheiden begann die Erfolgsgeschichte von drei verdienstvollen deutschen Unternehmerinnen. Wer es in der Welt der Wirtschaft zu etwas bringen will, muss in der Regel hart anpacken. Der märchenhafte Aufstieg zur „Grande Dame“ des deutschen Versandhandels beispielsweise gelang Grete Schickedanz dank ihres Fleißes und ihrer Intelligenz. Das Lehrmädchen Grete arbeitete an sechs Tagen in der Woche von sieben Uhr früh am Morgen bis spät in die Nacht sowie häufig an Sonn- und Feiertagen. Nach offiziellem Geschäftsschluss brachte sie die tagsüber versandfertig gemachten Pakete mit Leiterwagen zur Post oder zur Bahn. In diesem Buch wird das Leben von zwölf Frauen aus dem Bereich Wirtschaft erzählt. Darunter befinden sich auch Frauen, die trotz allen Fleißes nicht reich geworden sind: nämlich die frühe deutsche Gewerkschafterin Emma Ihrer und die Göttinger Straßenhändlerin Charlotte Müller, die im Alter von 94 Jahren noch ihre Waren feilbot. Die 13 Biographien aus dem Bereich Verkehr handeln meistens von Frauen, die in die Luft gingen, und nur in einem Fall von einer Dame, die auf dem Boden blieb. Bei den legendären Pilotinnen handelt es sich unter anderem um Jacqueline Auriol, Elly Beinhorn, Jacqueline Cochran, Amelia Earhart, Hanna Reitsch sowie um die erste Frau im Kosmos, Valentina Tereschkova.

*

Bestellungen des Taschenbuches "Superfrauen 4 - Wirtschaft und Verkehr" bei:
http://www.grin.com/e-book/135292/superfrauen-4-wirtschaft-und-verkehr

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thePeerage.com: Informationen über Adelige biografien-news(cached at December 9, 2009, 10:09 am)

Peerage

Ngaio/Neuseeland (biografien-news) – Interessante Einblicke in die Welt des europäischen Adels erlaubt die englischsprachige Webseite "thePeerage.com" des Neuseeländers Darryl Lund. Sie ist unter der Adresse http://www.thepeerage.com im Internet zu finden. "thePeerage.com" präsentiert zahlreiche Kurzbiografien männlicher und weiblicher Adeliger aus vielen Ländern Europas. Da diese Kurzbiografien jeweils Angaben über Vater, Mutter, Geschwister und Ehepartner sowie Links zu diesen enthalten, werden Informationen in Hülle und Fülle geboten. Diese Webseite ist das Ergebnis von rund 15-jähriger Fleißarbeit. Zum Angebot gehört auch ein Forum unter der Adresse http://www.thepeerage.com/forum/index.php - Dort kann man Fragen stellen und beantworten.

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Iwanson2

Kurzbiografie von Jessica Iwanson, geboren am 21. April 1948 in Stockholm

Jessica Iwanson wird in der Presse nicht zu Unrecht als Begründerin des zeitgenössischen Tanzes in München bezeichnet. Schon in den 1970-er Jahren gründete die schwedische Choreographin in München eine heute international hochangesehene Schule und ihre eigene Company. Mit Vorstellungen in den damaligen Spielstätten Zirkus Krone, Leopoldtheater und der alten Alabamahalle aber auch mit Auftritten im Rahmen der Reihe München Kultur am Marienplatz sowie anlässlich der IGA im Westpark gewann sie einem damals hierzulande noch neuen Genre ein Publikum.

Ihrer nordischen Heimat blieb sie als Ballettdirektorin in Stockholm und Bergen sowie als Gastchoreographin stets verbunden; Stadttheater in Norwegen, Finnland, Dänemark und Schweden spielen heute ihr Repertoire.

Jessica Iwanson hat ihr künstlerisches Credo klar formuliert: „Alles, was Pose ist und als rein ästhetische Form die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, lehne ich ab. Angefangen habe ich wohl mit abstrakten Stücken. Aber jetzt gilt dieses Adjektiv für meine Choreographien nur noch, als es auch handlungslos bedeutet. Denn ich will Bewegung nicht mehr nur als rein motorische Aktion, sei sie auch noch so logisch oder optisch wirkungsvoll. Jede Bewegung muss ein Gefühl ausdrücken.“

Seit Mitte der 1990-er Jahre thematisierte sie in München mit den abendfüllenden Produktionen FLYTTFAGLAR (Zugvögel), ÖKNEN (Wüste) und SNÖ (Schnee) auf immer neue Weise das Spannungsverhältnis von Natur und Mensch.

1997 inszenierte sie für das schwedische Fernsehen NIGHTBIRDS, eine choreographische Reise in die Bilderwelt Edward Hoppers nach der Musik von Harald Weiss. NIGHTBIRDS oder auch NATTFAGLAR, wie das schwedische Original heisst, wurde inzwischen mehrmals auf ARTE und 3sat auch im deutschsprachigen Raum gesendet, zuletzt im Herbst 2000.

In jüngerer Zeit thematisierte sie die choreographische Erfahrung von Raum und Zeit: 1998 in San Diego mit CONNECTING FLIGHT, 1999 mit der Produktion ANDERE ORTE sowie mit TIME OUT mit Premiere im DEZEMBER 2000 in München.

Das Morgenmagazin von ARD/ZDF nannte Jessica Iwanson das "Bindeglied zwischen der Gründergeneration des Modern Dance und einer jungen Generation von Choreographen". In der Tat trainierte Jessica Iwanson als junge Tänzerin noch bei Legenden der Tanzgeschichte wie Martha Graham, Alvin Ailey oder Birgit Cullberg, und wirft man heute einen Blick auf die zeitgenössische Tanzszene Münchens, entdeckt man sowohl bei Tänzern als auch bei Choreographen eine ganze Generation von Absolventen der Iwanson Schule. So fliessen seit Jahren weit über 50 Prozent der Tanz-Fördermittel des Kulturreferats der Stadt München an Produktionen ehemaliger Iwanson-Studenten.

Im Frühjahr 2001 wurde Jessica Iwanson "für ihre Verdienste um den zeitgenössischen Tanz" mit der Ehrenmedaille München leuchtet in Silber ausgezeichnet. Bürgermeisterin Dr. Gertraud Burkert überreicht Jessica Iwanson die Medaille "München leuchtet - Den Freunden Münchens" in Silber. Dabei stellte sie fest: "Ihnen und Ihrer Schule ist es zu verdanken, dass München, wo der Tanz erst in jüngster Zeit die ihm gebührende Rolle unter den darstellenden Künsten eingenommen hat, auch in der Ausbildung ganz vorne mitmischt."

Im Frühjahr 2005 brachte Jessica Iwanson, 20 Jahre nach ihrem letzten Soloabend wieder eine Soloproduktion heraus. Die umjubelte Premiere im tanzspeicher Würzburg wird von der Presse begeistert besprochen: "Das ist getanztes Theater auf höchstem Niveau."

Im Herbst 2006 brachte sie im Münchner Künstlerhaus die Strindbergadaption DIE STÄRKERE heraus und begründete im April 2007 die Iwanson-Sixt-Stiftung für zeitgenössischen Tanz, die jährlich die begehrten Isadora Awards verleiht.
Um der weit grenzübergreifenden Ausrichtung ihres Ausbildungszentrums Rechnung zu tragen, wird die Schule 2009 zu Iwanson International.

Der Münchner Kulturreferent Dr. Hans Georg Küppers gratulierte ihr als der "Grande Dame des modernen Tanzes" charmant zum 60. Geburtstag und ist inzwischen als Preisverleiher des Isadora-Awards ein regelmäßiger Gast bei den Gala-Abenden von Iwanson International.

*

Jessica Iwanson - Zitate aus der Presse

Dance for You, 7/8 2008:
"Die Botschafterin des modernen Tanzes wurde 60 – ...so ist es nicht verwunderlich, dass sich das Tanzstudio der frühen 70er Jahre im Laufe der Jahrzehnte in eine der grössten und angesehendsten Schulen für zeitgenössischen Tanz verwandelt hat."

Tanzjournal, Juni 2008:
"Anfang der siebziger Jahre kam Jessica Iwanson nach München, ... Im Gepäck: Modern Dance, Aktivismus und viel Energie. Inzwischen ist sie eine Institution in der bayerischen Landeshauptstadt, hat seit langem ihre eigene Schule und rief 2007 mit ihrem Partner Stefan Sixt die Iwanso-Sixt-Stiftung ins Leben."

Münchner Merkur, 24.04.08:
"Iwanson gilt als Begründerin einer der bedeutendsten und größten Schulen für zeitgenössischen Tanz in ganz Eruopa. ... nahezu eine ganze Generation von Profitänzern weltweit rekrutiert sich aus Iwanson-Schülern ..."

APPLAUS, 4-2008:
"Der Erfolg des langen Atems – Die blonde Schwedin steht für gut 30 Jahre Tanzausbildung in München ... In diesem professionellen Bereich hat sich die Iwanson Schule hohes Ansehen erworben."

Münchner Merkur, 11.12.07:
"Heute schon die ersten Pfeiler für die Zukunft bauen – Seit 30 Jahren besteht Jessica Iwansons "Dance Center", Münchens renommierte Ausbildungsstätte für professionellen zeitgenössischen Tanz."

Passauer neue Presse, 22.11.07:
"30 Jahre Iwanson-Schule ist für Schulleiter Stefan Sixt kein Grund, sich auszuruhen. _ ... Aus (Jessica Iwansons) Studio hat sich ab 1982, vor allem durch die zielstrebig Planung von Schulleiter und Lebenspartner Stefan Sixt, eine international renommierte Ausbildungsstätte für professionellen zeitgenössischen Tanz entwickelt."

INNSIDE, OKTOBER 07:
„Seit über 30 Jahren prägt die schwedische Choreographin Jessica Iwanson nachhaltig die Tanzszene Deutschlands. Generationen von Tänzern und Choreographen haben die Ausbildung absolviert und sind international in einer Vielzahl von Produktionen zu sehen."

Dance for You Magazine 7/07.
"Fördern, helfen, motivieren... Jessica Iwanson und Stefan Sixt haben Deutschlands erste Stiftung für zeitgenössischen Tanz ins Leben gerufen."

SZ, 22. 5. 07:
"Talente fördern
Jessica Iwanson, die ein Kritiker einmal die "Duncan des Nordens" nannte, und ihr Mann Stefan Sixt – seit 25 Jahren leiten sie gemeinsam die renommierte Iwanson-schule für zeitgenössischen Tanz – haben sich einen Traum erfüllt und mit viel Elan und eigenem Startkapital von 50.000 Euro die "Iwanson-Sixt - Stiftung Zeitgenössischer Tanz" ins Leben gerufen."

dance magazine, 1-07 (zur Strindbergadaption "Die Stärkere"):
"Und die Iwanson tanzt. Tanzt wenn sie sitzt, tanzt wenn sie steht, tanzt mit zurückgenommenen, sparsamen Bewegungen. Wir sehen sie tanzen obgleich sie mit übergeschlagenen Beinen am Caféhaustisch sitzt und sich ihrer roten Pumps entledigt."

Applaus, 1-07.
"Talentschmiede Iwanson"

dance for you magazine, 11-06:
"Als Choreographin hat Jessica Iwanson Glanzlichter zeitgenössischen Tanzes geschaffen, als Performerin hat sie Kultstatus."

dance for you magazine, 7-05:
"In wenigen Sekunden zieht die Schwedin ihr Publikum in Bann. Es träumt mit ihr, fliegt mit ihr davon und gerade dannholt sie es, ,mit einer kleinen Geste, einer raschen Köperwendung zurück. Sie bricht den Bann und macht uns Lachen. Das ist getanztes Theater auf höchstem Niveau. Mit ihrer Art episodenhaften Erzählens, in dem das Wort, die darstellerische Geste und der physische Tanz gleichberechtigt nebeneinanderstehen und sich durchdringen hat Jessica Iwanson ein eigenes Genre für sich entwickelt: Ein choreographisces Kabarett, ja eine getanzte Solo-Oper."

Kulturbegegnungen:
"Jessica Iwanson ist eine international bekannte Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin. Die von ihr gegründete Schule für Tänzer und Tanzpädagogen ist eine weltweit renommierte Ausbildungsstätte."

Mainpost:
"Jessica Iwanson ist eine der wichtigsten Vertreterinnen des zeitgenössischen Tanzes."

tanz-journal ( zum Soloprogramm):
"das Ergebnis steckt voller Saft und Kraft und Lust."

ARD:
"Jessica Iwanson ist das Bindeglied zwischen der Gründergeneration des Modern Dance und der jungen Generation von Choreographen"

Landshuter Zeitung:
"Ein Stück Tanzgeschichte"

PETRA:
"Jessica Iwanson ist die Ikone der Tanzavantgarde. Ihre Schule ist deutschlands grösste für zeitgenössischen Tanz."

MÜNCHNER MERKUR;
"Jessica Iwansons Verdienste als Pionierin des Modern Dance sind gar nicht hoch genug einzuschätzen."

MADAME:
"Jessica Iwanson und ihre Schule in München sind eine Institution. Sie zählt zu den führenden in Europa."

PRINZ:
"Das Iwanson ist eine der wichtigsten Adressen für die Ausbildung in zeitgenössischem Tanz."

DEUTSCHE BÜHNE:
"Jessica Iwanson hat eine der grössten privaten Schulen für zeitgenössischen Tanz aufgezogen."

Fachzeitschrift "tanz affiche":
(Gekürzt) "Was macht die jungen Tänzer aus München so attraktiv für Choreographen und Regisseure? Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Stundentafel nicht so nachhaltig von vergleichbaren Akademien im Ausland. Eines allerdings fällt gravierend ins Auge: man setzt mit ganzem Herzen auf zeitgenössischen Tanz. Ein Konzept, das aufzugehen scheint, denn immer wieder werden Iwanson Absolventen mit Preisen ausgezeichnet. Noch eines fällt ins Auge: Schon im ersten Ausbildungsjahr beginnt der Pädagogikunterricht als fester Bestandteil des Curriculums. Für die Teilnehmer am Abendschul-Programm ist Pädagogik das Hauptthema. Dieses Intensivprogramm ist einmalig in Europa.
Wer die Iwanson Schule in München persönlich besucht, erlebt ein modernes Schulungszentrum für Tanz. Nicht nur die grossen Ausbildungsprogramme prägen den täglichen Unterrichtsbetrieb. Im Rahmen der internationalen Nachwuchsförderung schafft die Schule ein Forum für Jugendliche, die sich für die zeitgenössischen Tanzformen interessieren. Kaum ein Wochenende vergeht, an dem nicht Pädagogik Workshops speziell für Lehrer angeboten werden. Motor hinter all diesen Programmen ist die international durch ihre Tanzproduktionen bekannte schwedische Choreographin Jessica Iwanson und Stefan Sixt..."

Ernst Schubert zur Produktion ANDERE ORTE 1999, Akademietheater München:
„Poetische Reise
Nach der umstrittenen "eisfrei-Produktion" von 1997 kündigte Jessica Iwanson unter dem Titel "Andere Orte" einen choreographischen Neuaufbruch an. Mit neuem Team präsentierte sie sich an neuem Spielort, dem Akademietheater im Prinzregententheater.
Iwanson & C:ie heisst nunmehr kryptisch die Gruppe von internationalen Spitzentänzern, vier Männern und einer Frau, die physisch und dramatisch in jedem Augenblick der gut einstündigen Vorstellung begeistern.
Zwar war die im Pressetext annoncierte Magie des Raumes nur schwer auszumachen, doch nahm einen schon der erste Ton, den der Komponist Harald Weiss life seiner steeldrum entlockte gefangen und lenkte die ungeteilte Aufmerksamkeit auf ein grosses Bühnenwerk.
Jessica Iwanson hat ihre Erzähltechnik drastisch erneuert, ohne sich dabei stilistisch zu verleugnen. Ihre tänzerische Ästhetik verlangt den Darstellern, besonders in den Solis und akrobatischen Männerduetten das äusserste ab. Ihre Dramatik ist einmal von somnambuler Poesie, dann wieder valentinesk grotesk: Wenn der sensible und zerbrechlich wirkende Tommy Hakanson beispielsweise von dem als grobschlächtigen Einfaltspinsel dargestellten Petr Kolar ein ums andere mal niedergeschlagen wird und am Ende doch noch der freundschaftlich dargereichten Hand vertraut; das durch Bewegungswitz evozierte Lachen bleibt im Halse stecken, wenn der Grobian erneut zuschlägt.
Manche Szenen allerdings wirken weniger greifbar und man nickt der in der Klangkollage verborgenen Stimme des Bayern "i hab gar net gwusst was der moant" gelegentlich zu. Doch auch solchermassen überchoreographierte Passagen werden durch den stets nachvollziehbaren roten Faden und vor allen Dingen durch perfektes Timing ins Gesamtwerk integriert. Meisterlich spielt die Iwanson auf der Klaviatur der Gefühle, setzt Pointen und hält die Spannung vom ersten zum letzten Moment.“

*

Jessica Iwanson - Werke

1985 Soloabend in München; Kritikerpreis "tz-Rose"
1. Preis Chroeographiewettbewerb in Nyon, Schweiz mit "Ansikter"
1986 Einladung zum Festival de Danse Contemporaire in Montreal
1986/87 Künstlerische Leiterin für "Riksteatern" in Stockholm. Es
entsteht die Prodktion "Cafe Pingvin"
1988 Neuproduktion "Skagen" mit der Iwanson Dance Company in München
1989 Einladung zum Modern Dance Festival in Prag
1990 Neuproduktion "Nordpol" mit der Iwanson Dance Company in München
1991/92 Ballettchefin für Nye Carte Blanche in Bergen (Norwegen); es entstehen die zwei Neuproduktionen "Nora" und "Nighthawks"
1993 Gastchoreographien in Finland (Hurjaruut), Dänemark (MBT Dansteater) und Schweden (Östgötateatern)
1994 Neuproduktion "Zugvögel" mit der Iwanson Dance Company in München, Kritikerpris "tz-Rose"
1995 Tournee "Flyttfaglar" (Zugvögel), mit dem dänischen MBT Danseteater nach Gdansk, Petersburg, Riga, Helsingfors, Aarhus, Kopenhagen, Göteborg
Neuproduktion "Wüste" mit der Iwanson Dance Company in München
1996 Neuproduktion "Mörkvitt" für Norrdans, Schweden
Gastspiel mit der Münchner Company in Harare, Zimbabwe in Zusammenhang mit Begründung der Städtepartnerschaft
1997 Verfilmung von "Nattfaglar" für das schwedische Fernsehn
Neuproduktion "Schnee" mit der Iwanson Dance Company in München
1998 Neuproduktion "Skär" für Norrdans, Schweden
Gastchoreographie anlässlich der Eröffnung des Münchens Künstlerhauses
Seminartätigkeit in New York, guest artist series, Dance Space
1999 Gastchoreographie "Connecting Flight" für die Malashock Dance Company, San Diego, USA
Neuproduktion "Andere Orte" mit der Iwanson Dance Company in München
2000 Kurzgastspiel in Hannover
Neuproduktion "Time Out" mit Gastchoreographien von Andereas Abele und Katja Wachter
2001 Ehrenmedaille "München leuchtet" in Silber für Jessica Iwansons Verdienste um den zeitgenössischen Tanz
2002 Neuproduktion "Zeitfenster" mit der Iwanson Dance Company in München
Gastchoreographie "Tris för 4 dansare" für Ãlvsborgsteater (Schweden)
Gastchoreographie "Clockwork" am Stadttheater Malmö (Schweden)
Publikumspreis beim Theaterfest Gauting
Gastchoreographie "Gesichter" am Stadttheater Malmö
2005 Soloabend "...und dann?", Premiere im tanzSpeicher Würzburg
2006 DIE STÄRKERE choreographisches Kammertheater nach Strindberg
2007 ANDERE VÖGEL für das Postgraduate-Projekt SMDP
2008 ANDERE VÖGEL REMIXED - für den internationalen Tänzerwettbewerb in Seoul, Korea; getanzt von Marie Preußler und Mathias Schwarz
ANDERE VÖGEL REMIXED - für DANCE 2008 und die Aids-Gala im Gärtnerplatztheater; getanzt von Marie Preußler und Mathias Schwarz

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Wiesbaden (biografien-news) - Brigitte Bardot war als Kind beim Blick in den Spiegel weinerlich zumute. Sie fühlte sich wegen ihrer Kurzsichtigkeit, ihrer Brille und ihrer vorstehenden Zähne als ausgesprochen hässlich. Zu Beginn wurde Greta Garbo in Hollywood für zu fett gehalten, und manche Filmleute spöttelten über das „Bauernmädchen mit den großen Füßen“. Ein Freund von Sophia Loren meinte, sie habe eine zu lange Nase, einen zu großen Mund, viel zu breite Hüften und sie müsse sich „total umbauen lassen“, wenn sie eine ernsthafte Schauspielerin werden wolle. Ungeachtet aller eigener und fremder Zweifel wurden diese drei Frauen – wie man heute weiß – große Stars in der Welt des Films. Brigitte Bardot, deren Initialien „BB“ ein Markenzeichen sind, entwickelte sich zum Sexsymbol der 1950-er Jahre. Greta Garbo avancierte zur Kultfigur des Films und erhielt den Ehrentitel „die Göttliche“. Und Sophia Loren stieg zum italienischen Filmstar der 1960-er Jahre auf. Das Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film und Theater" des Wiesbadener Autors Ernst Probst präsentiert insgesamt 67 Biographien berühmter Frauen aus den Bereichen Film, Theater, Show, Kabarett und Zirkus in Wort und Bild. Der Anfang dieser späteren Stars war oft schwer, ihr künstlerischer Durchbruch manchmal vom Zufall bedingt, und sie erlitten gar nicht selten privat und beruflich Höhen und Tiefen. Trotz aller Schwierigkeiten steckten diese Frauen aber nicht auf – sicherlich ist dies eines der wichtigsten Rezepte ihres Erfolges.

Bestellungen des Taschenbuches "Superfrauen 7 - Film und Theater" bei:
http://www.grin.com/e-book/135259/superfrauen-7-film-und-theater

Leseprobe:
http://www.grin.com/e-book/135259/superfrauen-7-film-und-theater

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Inhaltsangabe des Taschenbuches "Superfrauen 5 - Wissenschaft":

Erstaunlich wenig bekannt ist immer noch, welche bedeutenden Leistungen tüchtige und kluge Frauen in Wissenschaft und Technik vollbracht haben. Dies liegt wohl daran, dass dieses Thema in Nachschlagewerken, Handbüchern und Lexika oft nicht gebührend oder gar nicht behandelt wird. Ob die zumeist männlichen Autoren dieser Werke dies unwissentlich oder absichtlich getan haben, lässt sich nicht klären. Trotzdem hat es immer wieder couragierte und geniale Frauen gegeben, denen es gelungen ist, die Schranken des von Männern beherrschten Systems zu durchbrechen und ihren mathematischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Interessen nachzugehen. Sei es die erste Mathematikerin Hypatia in Ägypten, die erste europäische Professorin Laura Bassi in Italien, die erste Programmiererin Ada Byron Countess of Lovelace in England oder die Kometenjägerin Caroline Herschel in Deutschland. Das vorliegende Taschenbuch „Superfrauen 5“ will die großen Leistungen, die Frauen in Wissenschaft und Technik zuzuschreiben sind, mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Es präsentiert 41 Lebensläufe in Wort und Bild sowie zahlreiche weitere kurze Hinweise auf verdienstvolle Forscherinnen. Es schildert, wie mühsam sich tapfere Frauen einen Platz in der Wissenschaftsgeschichte erkämpften.

*

Bestellungen bei:
http://www.grin.com/e-book/133237/superfrauen-5-wissenschaft#

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Elisabeth Ruttkay (1926 bis 2009) biografien-news(cached at March 5, 2009, 12:40 pm)

Elisabeth Ruttkay (geb. Kiss), geboren am 18. Juni 1926 in Pecs (Fünfkirchen) in Ungarn, gestorben am 25. Februar 2009 in Wien, erwarb sich große Verdienste um die Erforschung der jüngeren Steinzeit (Neolithikum) und der Bronzezeit in Österreich. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde sie 1987 mit dem "Förderungspreis Niederösterreichs" und 1988 mit dem "Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst" ausgezeichnet.

1944 legte Elisabeth Ruttkay die Matura (Abitur) ab. 1955 absolvierte sie die Lehramtsprüfung und erhielt das Diplom an der Universität Budapest. 1956 flüchtete sie nach Österreich, wo sie fortan lebte und 1961 die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt.

Von 1962 bis 1968 arbeitete Elisabeth Ruttkay am "Burgenländischen Landesmuseum Eisenstadt" und von 1968 bis 1992 an der Prähistorischen Abteilung des "Naturhistorischen Museums Wien". Dort promovierte sie 1979 zum Doktor der Philosophie.

Nach dem Tod ihres ersten Ehemanns heiratete Elisabeth Ruttkay 1983 den Philosophen Dr. Tibor Hanak, einen der Chefredakteure von "Radio Freies Europa". Seit 1992 ist Elisabeth Ruttkay im Ruhestand.

Elisabeth Ruttkay hat eine Kulturstufe der Jungsteinzeit herausgearbeitet und beschrieben (Bisamberg-Oberpullendorf-Gruppe, 1976) und zwei weitere andeutungsweise aufgestellt (Mödling-Zöbing-Gruppe, 1973, und Herzogenburg-Gruppe, 1981). Auch einer Kulturstufe der Bronzezeit, der Attersee-Gruppe, gab sie 1981 den Namen.

Außer vielen wissenschaftlichen Publikationen leistete Elisabeth Ruttkay erhebliche Beiträge zu den populärwissenschaftlichen Büchern "Deutschland in der Steinzeit" (1991) und "Deutschland in der Bronzezeit" (1996) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. In der Fachwelt war sie wegen ihres enormen Wissens und ihrer großen Hilfsbereitschaft sehr beliebt.

Kurzbiografien von Elisabeth Ruttkay sind in den Büchern "Deutschland in der Steinzeit", "Deutschland in der Bronzezeit" und "Superfrauen 5 - Wissenschaft" von Ernst Probst nachzulesen.

Eine Liste der Publikationen von Elisabeth Ruttkay findet man unter der Internetadresse
http://www.nhm-wien.ac.at/NHM/Prehist/Ruttkay/Publikationsliste_Ruttkay_G.html

Franz Xaver Mayr biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

FranzXaverMayr

Franz Xaver Mayr, geboren am 21. Februar 1887 in Pfronten/Ried, gestorben am 21. Juni 1974 in Eichstätt. Er wirkte von 1923 bis 1958 als Professor für Chemie, Biologie, Anthropologie und Geologie an der Technischen Hochschule Eichstätt. Mit den von ihm entdeckten und erworbenen Funden aus den Solnhofener Plattenkalken schuf er die Grundlage für das Jura-Museum in Eichstätt. 1973 stellte er bei der Gründungsversammlung der „Freunde des Jura-Museums Eichstätt“ die Eichstätter Archaeopteryx vor.

Hermann von Meyer biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

Hermann von Meyer, geboren am 3. September 1801 in Frankfurt, gestorben am 2. April 1869 in Frankfurt, gilt als der bedeutendste deutsche Wirbeltier-Paläontologe des 19. Jahrhunderts. Er war beim Deutschen Bundestag in Frankfurt tätig (ab 1837 als „Bundeskassen-Controleur“, ab 1863 als „Bundescassier“). Fossilien sammelte er bei Exkursionen, zum Beispiel in Solnhofen, Georgensgmünd, Eppelsheim und in Mainz-Weisenau. Er erhielt aber auch sehr viele fremde Funde zur Begutachtung.

Albert Oppel biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

AlbertOppel

Albert Oppel, geboren am 19. Dezember 1831 in Hohenheim (Württemberg), gestorben am 22. Dezember 1865 in München. Auf Reisen durch Frankreich, England, die Schweiz und Deutschland verglich er jurassische Ablagerungen. 1856/1858 führte er die Bezeichnung Malm für den Oberjura ein. 1858 wurde er Assistent am Paläontologischen Museum in München, 1860 Professor der Paläontologie und 1861 Konservator der Paläontologischen Sammlung in München. Von ihm stammt eine erste Skizze der Londoner Archaeopteryx.

Rudolf Opitz biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

RudolfOpitz

Rudolf Opitz, geboren am 3. Januar 1890 in Radebeul bei Dresden, gestorben am 16. Juli 1940 in Klobuck bei Tschenstochau in Polen. Er wurde von 1904 bis 1910 in Pirna (Sachsen) zum Lehrer ausgebildet, war von 1911 bis 1913 Hauslehrer und ab 1913 Lehrer in Fischbach im damaligen Fürstentum Birkenfeld. Kurz darauf wurde er nach Oberhosenbach versetzt. Von 1919 bis 1924 wirkte er als Lehrer in Griebelschied und von 1924 bis 1939 als Hauptlehrer in Kirschweiler bei Idar-Oberstein. Ab 1925 sammelte er Fossilien aus dem Hunsrückschiefer.

Rühle von Lilienstern biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

Lilienstern

Rühle von Lilienstern, geboren am 9. Juli 1882 in Bedheim (Thüringen), gestorben am 18. Juli 1946 in Kriegsgefangenschaft. Er war Arzt in seinem Geburtsort Bedheim bei Hildburghausen. In seiner Freizeit sammelte er fossile Pflanzen, Tierfährten und Saurierreste aus dem Buntsandstein und Keuper Thüringens und beschrieb sie meist selbst. An das verdienstvolle Wirken dieses Heimatforschers und Sammlers erinnert der Artname des thüringischen Dinosauriers Halticosaurus liliensterni.

Georg Graf zu Münster biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

GrafGeorgzuMuenster

Georg Graf zu Münster, geboren am 17. Februar 1776 in Langelage (Westfalen), gestorben am 23. Dezember 1844 in Bayreuth. Der bayerische Kammerherr und Regierungsdirektor in Bayreuth sammelte in seiner Freizeit und auf Reisen zusammen mit seinem Diener Dietrich zahlreiche Fossilien und beschrieb sie. Seine Privatsammlung war eine der umfangreichsten und bedeutendsten der damaligen Zeit. Auf seine Initiative geht die Kreissammlung in Bayreuth zurück. An ihn erinnern etliche Gattungs- und Artnamen.

Florian Heller biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

FlorianHeller

Florian Heller, geboren am 12. Juli 1905 in Nürnberg, gestorben am 22. September 1978 in Nürnberg. Er studierte in Erlangen, München und Heidelberg und promovierte 1929 in Erlangen. Ab 1929 war er am Geologischen Institut Halle/Saale tätig, ab 1930 am Geologisch-Paläontologischen Institut Gießen, ab 1936 am Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Heidelberg, ab 1951 an der Universität Erlangen. 1961 wurde er auf den neuen Lehrstuhl für Paläontologie in Erlangen berufen. Er untersuchte fossile Säugetiere.

Friedrich von Huene biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

FriedrichvonHuene

Friedrich von Huene, geboren am 22. März 1875 in Tübingen, gestorben am 4. April 1969 in Tübingen. Er studierte und promovierte an der Universität Tübingen und wurde dort zum Dozenten und Professor der Paläontologie berufen. Während der mehr als sechs Jahrzehnte, in denen er an der Universität Tübingen lehrte, verfasste er mehr als 300 Veröffentlichungen über fossile Reptilien aus verschiedenen erdgeschichtlichen Perioden und Erdteilen. Er gilt weltweit als einer der bedeutendsten Reptilienexperten.

Albrecht Penck biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

AlfredPenck

Albrecht Penck, geboren am 25. September 1858 in Berlin, gestorben am 7. März 1945 in Berlin. Er und sein Schüler Eduard Brückner erkannten im Gebiet der Alpen und in Süddeutschland geologische Spuren von vier Eiszeiten (Günz-, Mindel-, Riss-, Würm-Eiszeit) und drei dazwischenliegende Warmzeiten (Günz/Mindel-, Mindel/Riss-, Riss/Würm-Interglazial), die von ihnen nach deutschen Alpenflüssen benannt wurden. Diese Gliederung des Eiszeitalters wurde später von anderen Autoren übernommen.

Alexander von Humboldt biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

AlexandervonHumboldt

Alexander von Humboldt, geboren am 14. September 1765 in Berlin, gestorben am 6. Mai 1859 in Berlin, war Naturforscher und Geograph. Nach dem Studium in Göttingen und Freiberg (Sachsen) wurde er Oberbergmeister von Bayreuth und Ansbach in Steben im Fichtelgebirge. 1795 prägte er den Begriff Jura für die hellen Kalke von Gebirgsteilen in der Schweiz und in Süddeutschland. 1796 verließ er den Staatsdienst und widmete sich nur noch der Wissenschaft. 1799 trat er eine fünfjährige Reise nach Zentral- und Lateinamerika an.

Otto Jaekel biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

OttoJaekel

Otto Jaekel, geboren am 21. Februar 1863 in Neusalz/Oder, gestorben am 6. März 1929 in Peking. Er studierte in Breslau und promovierte 1886 in München. Von 1887 bis 1889 war er Assistent am Geologisch-Paläontologischen Institut in Straßburg, ab 1894 außerordentlicher Professor in Berlin und Kustos des Geologisch-Paläontologischen Museums und von 1906 bis 1928 außerordentlicher Professor in Greifswald (Pommern). Er arbeitete vor allem über fossile Fische und Reptilien.

Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

Koenigswald

Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald, geboren am 13. November 1902 in Berlin, gestorben am 10. Juli 1982 in Bad Homburg v. d. H., war einer der bedeutendsten Paläoanthropologen. Berühmt wurde er durch die von ihm bearbeiteten javanischen Frühmenschen-Funde. Er wirkte in München, New York, Utrecht (ab 1948 als Professor) und Frankfurt. Während seiner Münchner Zeit erforschte er fossile Säugetierfunde aus Deutschland, z. B. das krallentragende Huftier Metaschizotherium.

Georg Friedrich von Jäger biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

Jaeger

Georg Friedrich von Jäger, geboren am 25. Dezember 1785 in Stuttgart, gestorben am 10. September 1886 in Stuttgart. Er studierte in Tübingen Medizin, promovierte 1808, bereiste 1809 Frankreich und die Schweiz und wirkte danach als Arzt in Stuttgart. Von 1817 bis 1856 war er „Aufseher“ (Direktor) am Königlichen Naturalienkabinett in Stuttgart, ab 1822 Professor der Chemie und Naturwissenschaften am Oberen Gymnasium in Stuttgart, ab 1841 Obermedizinalrat. Er beschrieb Saurier und fossile Säugetiere.

Ernst Koken biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

ErnstKoken

Ernst Koken, geboren am 29. Mai 1860 in Braunschweig, gestorben am 21. November 1912 in Tübingen. Er promovierte 1884 in Berlin und arbeitete als Assistent am dortigen Museum für Naturkunde. 1888 habilitierte er sich. Von 1887 bis 1891 war er Privatdozent für Geologie und Mineralogie an der Universität Berlin, ab 1891 außerordentlicher Professor in Königsberg. 1895 folgte er einem Ruf nach Tübingen. Koken erforschte Gehörsteine fossiler Fische, Saurier der norddeutschen Kreide und Gastropoden.

Karl Friedrich Schimper biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

KarlFriedrichSchimper

Karl Friedrich Schimper, geboren am 15. Februar 1803 in Reichenschwand bei Nürnberg, gestorben am 21. Dezember 1867 in Schwetzingen. 1829 verlieh ihm die Universität Tübingen den Titel eines Doktors der Philosophie. 1837 verwendete er in einer in einem Schweizer Verlag erschienenen Ode erstmals den Begriff Eiszeit. 1843 bis 1848 lebte er in Mannheim, wo er gelegentlich Privatunterricht erteilte. 1848 wechselte er nach Schwetzingen. Dort wohnte er bis seinem Tode.

Ernst Stromer von Reichenbach biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

Ernst Stromer von Reichenbach, geboren am 12. Juni 1871 in Nürnberg, gestorben am 18. Dezember 1952 in Erlangen, machte sich um die Erforschung der Wirbeltiere verdient. Er wirkte in Leiden/Holland (1897 Konservator am Geologisch-Mineralogischen Reichsmuseum) und in München (1901 Habilitation, 1908 außerordentlicher Professor, 1920 Hauptkonservator und 1930 Abteilungsdirektor an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie, 1921 Honorarprofessor).

Josef Felix Pompeckj biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

JosefFelixPompeckj

Josef Felix Pompeckj, geboren am 10. Mai 1867 in Groß-Köllen (Kolno, Polen), gestorben am 8. Juli 1930 in Berlin. Nach dem Studium der Geologie und Paläontologie promovierte er 1890. Er wirkte in Tübingen, München (1897 Kustos und habilitiert, 1893 wurde er außerordentlicher Professor), Hohenheim, Göttingen und erneut in Tübingen, danach als Professor der Geologie und Paläontologie in Berlin, wo er gleichzeitig Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts und Museums war.

Rudolf Virchow biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

RudolfVirchow

Rudolf Virchow, geboren am 13. Oktober 1821 in Schivelbein (Pommern), gestorben am 5. September 1902 in Berlin. Er wirkte ab 1849 als Professor für Pathologie in Würzburg und ab 1856 in Berlin. Abgesehen von seinen erfolgreichen Forschungen auf dem Gebiet der Zellularpathologie gilt er auch als Gründer der neuzeitlichen Anthropologie und Ethnologie. Außerdem zählt er zu den Mitbegründern der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.

Alfred Wegener biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

AlfredWegener

Alfred Wegener, geboren am 1. November 1880 in Berlin, gestorben Ende November 1930 auf Grönland. Ab 1919 war er Abteilungsleiter an der Deutschen Seewarte und Professor in Hamburg. Von 1924 an wirkte er als Professor in Graz. Er leitete mehrere Expeditionen zum Inlandeis von Grönland (1906-1908, 1912, 1913, 1929/1930). Seine wegweisenden Theorien über die Kontinentalverschiebung und die Polverlagerung befruchteten die Paläobotanik, die Paläontologie und die Geologie.

Johannes Weigelt biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

JohannesWeigelt

Johannes Weigelt, geboren am 24. Juli 1890 in Reppen (Landkreis Oschatz), gestorben am 22. April 1948 in Klein-Gerau. Er wirkte ab 1926 als Professor für Geologie in Halle/Saale. Sein Augenmerk galt der Tektonik, den Eisenerzlagerstätten, der Flora und Fauna des Kupferschiefers (Oberperm), den Fossilfunden aus den paläozänen Spaltenfüllungen von Walbeck nordöstlich von Helmstedt und des Mitteleozän aus den Braunkohle-Tagebauen des Geiseltals bei Halle/Saale.

Franz Weidenreich biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

FranzWeidenreich

Franz Weidenreich, geboren am 7. Juni 1873 in Edenkoben in der Pfalz, gestorben am 11. Juni 1948 in New York, zählt zu den bedeutendsten Paläoanthropologen. Er wirkte in Frankfurt am Senckenberg-Museum und an der Universität, in Chicago als Gastprofessor an der Universität, am Peking Union Medical Center College und in New York am American Museum of Natural History. Vor allem beschäftigte er sich mit der menschlichen Stammesgeschichte, besonders mit dem Peking-Menschen.

Otto Schoetensack biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

OttoSchoetensack

Otto Schoetensack, geboren am 20. Juli 1850 in Stendahl, gestorben am 23. Dezember 1912 in Ospedaletti bei San Remo (Italien). Er lehrte seit 1904 als Privatdozent, ab 1909 als Professor an der Universität Heidelberg. Bekannt wurde er vor allem durch die Beschreibung des am 21. Oktober 1907 in einer Sandgrube bei Mauer an der Elsenz entdeckten Untekiefers des Heidelberg-Menschen. Außerdem erforschte er die fossile Tierwelt der Mauerer Sande aus der Zeit dieses Frühmenschen.

Samuel Thomas von Sömmering biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

Soemmering

Samuel Thomas von Sömmering, geboren am 28. Januar 1755 in Thorn, gestorben am 2. März 1830 in Frankfurt. Er war ab 1779 Dozent für Anatomie und Chirurgie am Collegium Carolinum in Kassel und ab 1784 Professor für Anatomie und Physiologie an der Universität Mainz. Ab 1795 praktizierte er in Frankfurt als Arzt. 1805 wechselte er als Leibarzt des bayerischen Kurfürsten und späteren Königs Maximilian Joseph nach München. In seiner Münchner Zeit untersuchte er Flugsaurier. Ab 1819 wieder in Frankfurt.

Ernst Friedrich von Schlotheim biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

ErnstFriedrichvonSchlotheim

Ernst Friedrich von Schlotheim, geboren am 2. April 1764 in Allmenhausen (Thüringen), gestorben am 28. März 1832 in Gotha. Er studierte in Göttingen und Freiberg (Sachsen) und stieg im Herzogtum Gotha bis zum Minister und Oberhofmarschall auf. Seine Veröffentlichungen „Beschreibungen merkwürdiger Kräuterabdrücke und Pflanzenversteinerungen“ (1804) und „Die Petrefactenkunde auf ihrem jetzigen Standpunkte“ (1820) wirkten grundlegend für die entstehende Paläontologie.

Friedrich August Quenstedt biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

Quenstedt

Friedrich August Quenstedt, geboren am 9. Juli 1809 in Eisleben (Thüringen), gestorben am 21. Dezember 1889 in Tübingen. Er studierte ab 1821 in Tübingen, promovierte dort und wurde Assistent an der Mineralogisch-Geologischen Sammlung. 1837 wurde er zum Professor der Mineralogie und Geologie an der Universität Tübingen ernannt. Er untersuchte fossile Reptilien und andere Tiere aus der Trias und dem Jura Württembergs und befasste sich mit geologischen Fragen Südwestdeutschlands.

Wilhelm von Reichenau biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

WilhelmvonReichenau

Wilhelm von Reichenau, geboren am 28. Juli 1847 in Dillenburg, gestorben am 3. Februar 1925 in Mainz. Er war Offizier, gab diesen Beruf aber wegen einer Kriegsverletzung auf. 1879 wurde er Präparator der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft in Mainz, 1888 Konservator an deren naturkundlichem Museum, 1907 Ehrendoktor der Philosophie der Universität Gießen. 1910 wurde er Direktor des neuen Naturhistorischen Museums Mainz (bis 1913) und Professor. Er erforschte die Mosbacher Sande.

Karl Georg von Raumer biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

KarlGeorgvonRaumer

Karl Georg von Raumer, geboren am 9. April 1783 in Wörlitz, gestorben am 2. Juni 1865 in Erlangen. Er wirkte ab 1811 als Professor der Mineralogie in Breslau. 1815 führte er den Begriff Kreide in die wissenschaftliche Literatur ein, der auf der Schreibkreide beruht. Ab 1819 wirkte er in Halle/Saale. Anfeindungen brachten ihn zu dem Entschluss, seine Professur niederzulegen und 1823 in Nürnberg eine Stellung an einer Privatschule anzunehmen. 1827 ging er als Professor der Naturgeschichte nach Erlangen.

Hermann Schaaffhausen biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

HermannSchaafhausen

Hermann Schaaffhausen, geboren am 19. Juli 1816 in Koblenz, gestorben am 25. Januar 1893 in Bonn, gilt als ein Pionier der Urzeitforschung im Rheinland. Er war ab 1855 Professor an der Universität Bonn und der erste wissenschaftliche Bearbeiter des 1856 entdeckten Neanderthalers. Ab 1870 grub er in Höhlen des Sauerlandes, beteiligte sich an der Untersuchung eiszeitlicher Siedlungsreste aus den Höhlen an der Lahn und führte 1883 auf dem Martinsberg von Andernach Grabungen durch.

Gustav Riek biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

GustavRiek

Gustav Riek, geboren am 23. Mai 1900 in Stuttgart, gestorben am 1. November 1976 in Feldstetten. Er studierte an den Universitäten Tübingen und Heidelberg. 1928 wurde er nach einem kurzen Aufenthalt in Halle/Saale Assistent an der Universität Tübingen. Es folgten 1929 die Promotion und 1934 die Habilitation. 1934 wurde er Dozent, 1935 außerordentlicher Professor. Bis 1965 war er Inhaber des Lehrstuhls für Urgeschichte in Tübingen. Sein spezielles Arbeitsgebiet waren eiszeitliche Kulturen.

Karl Alfred von Zittel biografien-news(cached at January 26, 2009, 6:30 am)

KarlAlfredvonZiittel

Karl Alfred von Zittel, geboren am 25. September 1839 in Bahlingen (Baden), gestorben am 5. Januar 1904 in München. Er wurde 1863 Professor an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe und 1866 ordentlicher Professor an der Universität München. 1899 ernannte man ihn zum Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und zum Generalkonservator der wissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. In der Fachwelt gilt er als Begründer der Paläontologie in Bayern.

Dick Mol: Der Mammut-Experte aus Holland biografien-news(cached at November 28, 2008, 6:42 pm)

DickMol

Dick Mol, geboren 1955 in Winterswijk (Niederlande), genießt weltweit einen guten Ruf als Mammut-Experte. In den Medien wird er international als Paläontologe oder Wissenschaftler bezeichnet, obwohl er in Wirklichkeit als Zollbeamter am Flughafen Schiphol arbeitet. Beim Zoll gilt er als Spezialist für gefälschte Markenartikel-Produkte. In dieser Funktion war er in den 1990-er Jahren in der Fernsehserie „Flughafen Schiphol“ zu sehen. Im Bereich der Wissenschaftsdisziplin Paläontologie, also der Lehre vom Leben in der Urzeit, gilt er als Koryphäe ersten Ranges für Mammute. Sein phänomenales Wissen über diese Rüsseltiere aus der Zeit vor etwa 300.000 bis 10.000 Jahren hat ihm den ehrenvollen Titel „Mister Mammoth“ eingebracht.

Mol ist ehrenamtlicher wissenschaftlicher Mitarbeiter für fossile Säugetiere am renommierten Natural History Museum Rotterdam. Er arbeitete bei zahlreichen Ausgrabungen in Europa, Asien (Sibirien) und Nordamerika (Kanada) mit, bei denen Mammute und andere Tiere aus dem Eiszeitalter (etwa 2,6 Millionen bis 11.700 Jahre) geborgen wurden. Außerdem sammelt er Funde von Eiszeittieren, die beim Fischfang in der Nordsee, die zeitweise Festland („Nordseeland“) war, ins Netz gehen, schreibt zusammen mit renommierten Forschern lesenswerte Bücher, hält hörenswerte Vorträge in seiner Heimat und im Ausland und ist oft im Fernsehen zu bewundern.

2002 erhielt Dick Mol für seine Verdienste um die Paläontologie die "Karl-Alfred-von-Zittel-Medaille" der renommierten Paläontologischen Gesellschaft.

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Weblinks:

Stars der Wissenschaft
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/stars-der-wissenschaft-knochenarbeit-im-frost_aid_184205.html

Duft aus der Eiszeit
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/urtier-duft-aus-der-eiszeit_aid_178206.html

Dick Mol (Wikipedia Niederländisch)
http://nl.wikipedia.org/wiki/Dick_Mol

Dick Mol, Mammoetjager
http://www.insinger.com/webkit/filebank/0208Kwartaalblad/Kwartaalblad-2-08-4.pdf

Video for Dick Mol - Reuters Labs
http://reuters.viewdle.com/search?q=Dick+Mol

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Bücher von Dick Mol:

Dick Mol / Christian de Marliave / Bernard Buigues: Mammutsuche in Sibirien. Roseni Verlag, ISBN 3981046927
http://www.amazon.de/Mammutsuche-Sibirien-Dick-Mol/dp/3981046927

Dick Mol / Hans van Essen: De mammoet: sporen uit de Ijstijd, BZZTôH (1992), ISBN 9062917283

Dick Mol / Christian de Maliave / Bernard Buigue: Discovering the Siberian Mammoth. CERPOLEX/Mammuthus (2004), ISBN 9080894915

Dick Mol / Arthur Oosterbaan / John de Vos: De wolharige neushoorn: een dier van de mammoetsteppe. Neushoorn Stichting Nederland (2004), ISBN 9090180133

Ralf D. Kahlke & Dick Mol: Eiszeitliche Grosssäugetiere der Sibirischen Arktis, Schweizerbarth (2005), ISBN 3510613740
http://www.schweizerbart.de/pubs/isbn/sng/senckenber-3510613740-desc.html

Dick Mol / Wilrie van Logchem / Kees van Hooijdonk / Remie Bakker: De sabeltandtijger uit de Noordzee, DrukWare (2007), ISBN 9789078707035

Dick Mol / John de Vos / Remie Bakker / Bas van Geel / Jan Glimmerveen, Hans van der Plicht & Klaas Post: Kleine encyclopedie van het leven in het Pleistoceen: mammoeten, neushoorns en andere dieren van de Noordzeebodem; met foto’s van Hans Wildschut; Veen Magazines (2008), ISBN 9789085710981

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DVD von Dirk Mol:

Raising the Mammoth
http://www.amazon.com/Raising-Mammoth-Dick-Mol/dp/6305879974

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v" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=n1u7e3wtrzQ

Beschreibung des Videoclips:

Matthijs van Nieuwkerk ontvangt als tafeldame Sophie Hilbrand en als gasten Dick Mol, de cast van 'Calimucho', Kamagurka en Frank Boeijen, Henny Vrienten & Henk Hofstede.

Vor 125 Jahren geboren: Choco Chanel biografien-news(cached at August 27, 2008, 11:57 pm)


tube
http://www.youtube.com/watch?v=Q3uoMKlSqS4

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik" von Ernst Probst:

Als „Hohepriesterin der Mode“ und „Königin der Haute Couture“ feierte man die französische Modeschöpferin Coco Chanel (1883–1971), die bürgerlich Gabrielle Chanel hieß. Weltweit bekannt wurden Cocos bortengesäumtes Chanel-Kostüm – kombiniert aus kurzem Rock, der eine Handbreit über dem Knie schwebte, Pullover und Jacke –, das „kleine Schwarze“ – ein kurzes Kleid der Charlestone-Epoche – und das herb-süße Parfüm „Chanel Nummer 5“.

Gabrielle Chanel kam am 19. August 1883 als zweite uneheliche Tochter des Hausierers Albert Chanel und seiner Geliebten Jeanne Devolle in dem Sevennen-Dorf Saumur an der Loire zur Welt. Ihr Vater heiratete ihre Mutter am 17. November 1884, als bereits das dritte Mädchen unterwegs war. 1889 und 1891 folgte jeweils ein Junge, wovon letzterer jedoch bald starb.

Nach dem frühen Tod ihrer vermutlich einer Bronchitis erlegenen Mutter am 16. Februar 1895 wurde die elf Jahre alte Gabrielle Chanel, die bis dahin beim Verkauf von Wein und Kurzwaren auf der Straße geholfen hatte, völlig verwahrlost in das Waisenhaus eines Klosters von Obasine gebracht. Da die Schwestern der „Kongregation vom Heiligen Herzen Mariens“ bereits ihr Abendessen eingenommen hatten, boten sie Gabrielle zwei schnell gekochte Eier an.

Mit knapp 18 Jahren wechselte Gabrielle Chanel in das „Pensionat Notre-Dame“ der Stiftsdamen von „Saint Augustin“ in Moulins am Allier. Dort erhielt sie zwei Jahre lang am Internat für minderbemittelte junge Mädchen Unterricht. Hierher kam seit ihrem zehnten Lebensjahr auch ihre etwa gleichaltrige Tante Adrienne Chanel.

Nach dem Verlassen des Pensionats arbeiteten die 20-jährige Gabrielle und Adrienne in der Garnisonsstadt Moulins am Allier als Verkäuferinnen in einem Spezialgeschäft für Aussteuer- und Babyartikel, wo beide bei ihrem Arbeitgeber in einem Zimmer wohnten. Außerdem führten sie für die Damen dieses Ortes Stichelarbeiten aus und fertigten Hüte an.

Zu ihrem Vornamen „Coco“ kam Gabrielle Chanel durch ihre Auftritte in der „Rotonde“ von Moulins, dem Tingeltangel der Hauptstadt des französischen Departements Allier. Dort sang sie das rührende Chanson „Qui qu’a vu Çoco dans l’ Trocadéro?“. Deswegen nannte das Publikum, zu dem schmucke Offiziere des 10. Jägerregiments von Moulins gehörten, sie bald nur noch „la petite Coco“.

Der gesellschaftliche Aufstieg von Gabrielle Chanel begann 1904, als sich Etienne Balsan (1880–1953), der Sohn eines Pariser Industriellen, der als Lehrgangsoffizier in Moulins diente, für sie interessierte. Er brachte ihr bei, wie man sich in der feinen Gesellschaft benimmt, und von ihm wurde sie schwanger, worauf sie eine Abtreibung vornehmen ließ. Coco lebte von 1906 bis 1910 mit Balsan in Royallieu zusammen.

Einem Vorschlag von Etienne Balsan folgend, fertigte Gabrielle Chanel für Freundinnen anmutige Hüte an. Die von ihr kreierten Kopfbedeckungen trugen keine Straußenfedern, Tüll, Samtschleifen oder flatternde Bänder. Diese ungewohnte Schmucklosigkeit wurde von manchen Trägerinnen als Ausdruck einer neuen exzentrischen Modelaune geschätzt.

Durch ihren Liebhaber Etienne Balsan machte Coco Chanel 1909 die Bekanntschaft des britischen Bergwerksbesitzers Arthur („Boy“) Capel (gest. 1919). Einige Tage später erwartete sie den Briten am Bahnhof von Pau. Bei einer Fahrt im Schlafwagen nach Paris wurde sie seine Geliebte. Capel bescheinigte Coco bei morgendlichen Ausritten, sie habe das Zeug zur Geschäftsfrau und gab ihr eine Bürgschaft für einen Bankkredit, mit dem sie 1911 in Paris ihr erstes Modehaus eröffnete. 1914 kam ein Hutgeschäft in Deauville dazu.

Während des Ersten Weltkrieges (1914–1918) blieben fast alle Modehäuser in Paris geschlossen, nur das von Coco Chanel nicht. Sie kaufte ballenweise Baumwolljersey und nähte daraus schlichte geradlinige Kleider ohne Rüschen, die bald die Welt der Mode revolutionieren sollten.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelang Coco der eigentliche Durchbruch. Sie kreierte für Frauen den Kurzhaarschnitt („Bubikopf“), Pullover, kurze Röcke und Hosen. In den 1920-er Jahren entwarf sie die berühmten „Cardigan-Jacketts“. Selbstbewusst sagte sie über sich: „Der Stil, das bin ich“.

In Paris mietete Coco Chanel nach dem Ersten Weltkrieg zunächst das Haus Nummer 22 in der „Rue Cambon“, später kamen die Häuser 27 bis 31 dazu. Die Geschäfte liefen bald so gut, dass sie in einem blauen „Rolls-Royce“ fahren und manche ihrer vielen Liebhaber mit Geld unterstützen konnte. Zu den wenigen Männern, die Coco Chanel wirklich geliebt hat, gehörte Hugh Richard Arthur Grosvenor, Herzog von Westminister (1879–1953), mit dem sie von 1924 bis 1933 liiert war. Der Adlige, einer der reichsten Männer Englands, hatte so manchen Spleen: Beispielsweise trank er morgens grünen Chartreuse (Kräuterlikör) und ließ sich von seinem Diener jeden Morgen die Schnürsenkel bügeln. Bei einer gemeinsamen Mittelmeerfahrt schenkte der Herzog Coco ein kostbares Halsgeschmeide, das sie zornig über Bord warf.

Der Herzog von Westminister wünschte sich von Coco Chanel sehnlichst einen Stammhalter. Aus diesem Grund testete die mittlerweile 41-Jährige mit ihrem blaublütigen Geliebten viele ausgefallene Stellungen beim Geschlechtsverkehr, die ihr eine Hebamme als besonders empfängnisfördernd empfohlen hatte. Nach jahrelangen ergebnislosen Versuchen – von Coco als „demütigende Gymnastik“ empfunden – kehrte der Herzog nach England zurück.

1939 zog sich Coco Chanel von der Bühne der Pariser Haute Couture zurück. Sie lebte damals im Pariser Hotel „Ritz“, auf dessen Dach nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen die Hakenkreuzfahne wehte. Im „Ritz“ war Coco schon vor dem Zweiten Weltkrieg der Deutsche Hans Günther von Dincklage (geb. 1896) begegnet, der ihr Geliebter wurde und dem man später die Kontrolle der französischen Textilindustrie anvertraute.

Während des Zweiten Weltkrieges war das „Modehaus Chanel“ geschlossen. Coco Chanel verdankt ihr Comeback Marie Hélène van Zylen (gest. 1995), die ihr 1953 ihr neuestes Ballkleid vorführte. Coco fand dieses schrecklich, riss den Vorhang aus tiefrotem Taft herunter und machte aus dem Fetzen ein Ersatzkleid. Als Frau van Zylen diese abgeänderte Robe auf einem Ball trug, fragte man sie mehrfach, woher sie diese wunderbare Kreation habe.

Weil die Geschäfte mit Parfüm nicht mehr gut gingen, präsentierte Coco Chanel am 5. Februar 1954 nach 15-jähriger Pause wieder eine Kollektion. Die Kritiker äußerten sich über die unverändert elegante und schlichte Linie enttäuscht, doch die Kundinnen waren hellauf begeistert.

Als der Minirock aufkam, lehnte Coco Chanel dieses Kleidungsstück ab. Sie erklärte, dies sei eine schreckliche Epoche für alle Frauen, die nicht mehr ganz jung seien. Dem später kreierten Midirock sagte sie ein baldiges Ende voraus. Coco war ein auf Erfolg fixierter Workaholic und eine Perfektionistin, die auch noch auf dem Zenit ihrer Karriere jede Naht persönlich überprüfte. Wie viele Reiche, die als Kinder hungern mussten, hatte sie eine fast krankhafte Angst vor Armut.

Am 10. Januar 1971 starb Coco Chanel im Alter von 87 Jahren im Pariser Hotel „Ritz“, wo sie seit Jahrzehnten eine Suite bewohnte. Zuvor hatte sie über Unwohlsein geklagt, worauf ein Zimmermädchen einen Arzt verständigte, der sie tot auffand.

An der Trauerfeier für Coco Chanel in der Pariser „Madelaine-Kirche“ nahmen die Modeschöpfer Yves Saint-Laurent und André Courrèges, ihre Mannequins in Chanel-Kostümen und zahlreiche reiche Kundinnen teil. Der Sarg wurde nach dem Gottesdienst nach Lausanne (Schweiz) gebracht.

Nach Coco Chanels Tod übernahm der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld die Führung des Hauses Chanel. Heute werden die exklusiven Modelle von Mademoiselle Chanel weltweit in Boutiquen verkauft. Sie sind inzwischen auch für jene Frauen erschwinglich, die zu ihren Lebzeiten von einem Chanel-Kleid allenfalls zu träumen wagten.

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Bestellungen des Taschenbuches "Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik" bei:
http://www.libri.de/shop/action/quickSearch;jsessionid=fdc-hs2lkqrdrh3.www12?searchString=Superfrauen+13

biografien-news

Wiesbaden (biografien-news) – Wer gerne etwas über das Leben berühmter Frauen liest, kommt im Weblog „biografien-news“ voll auf seine Kosten: Dort sind unter der Internetadresse http://biografien-news.blogs.de bereits nahezu 1000 Textbeiträge, bei denen es sich überwiegend um Kurzbiografien berühmter Frauen handelt, zu lesen. Die Texte sind oft mit Fotos, Zeichnungen oder sogar Videos garniert.

Betreiber von „biografien-news“ ist ein Journalist und Buchautor aus Wiesbaden, der 2001 eine 14-bändige Taschenbuchreihe über so genannte „Superfrauen“ veröffentlicht hat, deren einzelne Titel vor kurzem bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de als E-Book und Taschenbuch erschienen sind. Einzeltitel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“ können beim Buchgroßhändler „Libri“ http://www.libri.de bestellt werden.

Bei „Libri“ entdeckt man Einzeltitel der Reihe, wenn man „Superfrauen 1“, „Superfrauen 2“, „Superfrauen 3“ usw. bis "Superfrauen 14" in die Suchmaske eintippt und dann auf "finden" klickt. Jeder Titel kann einzeln bestellt werden! Man muss also nicht die ganze Reihe kaufen, wenn sich zum Beispiel nur für Biografien von frommen, seligen und heiligen Frauen in "Superfrauen 2 - Religion" interessiert.

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Superfrauen 1 – Geschichte

Ägyptens bedeutendste Königin Kleopatra trug eine Hakennase und war nicht besonders attraktiv. Die Papsttochter Lucrezia Borgia führte einen soliden Lebenswandel und nahm nicht an der von ihrem Bruder Cesare im Vatikan veranstalteten Orgie mit 50 Dirnen teil. Und die schönste Frau der Welt der 1860-er und 1870-er Jahre, nämlich die österreichische Kaiserin Elisabeth („Sissi“), hatte kariöse bräunlich-gelbe Zähne, wegen denen sie oft ihre Oberlippe darüber zog, den Mund kaum öffnete und beim Sprechen ein Taschentuch vorhielt, weswegen Fremde sie nur mit der größten Anstrengung verstanden. Solche und andere Enthüllungen sind in dem Taschenbuch „Superfrauen 1 – Geschichte“ von Ernst Probst nachzulesen.

Superfrauen 2 – Religion

Katharina von Genua schlief mit acht Jahren auf einem Brett und übte sich zeitweise im Schweigen. Maria Dominica Mazzarello opferte als Mädchen ihren Morgenschlaf, sie stand manchmal bereits um zwei Uhr auf, damit sie nach der Frühmesse pünktlich zur Arbeit im Weinberg oder auf dem Feld erscheinen konnte. Rosa von Lima ertrug tapfer die Amputation eines gequetschten Fingers ohne jeglichen Schmerzenslaut. Teresa von Àvila wollte als Kind mit ihrem Bruder bettelnd ins Maurenland ziehen, den Martertod finden und rasch ins Paradies kommen. So heroisch ging es manchmal bereits in der Kindheit und Jugendzeit von Frauen zu, die später selig oder heilig gesprochen wurden. Das Taschenbuch „Superfrauen 2 – Religion“ von Ernst Probst schildert das ungewöhnliche Leben und Werk von 52 Frauen aus dem Bereich Religion.

Superfrauen 3 – Politik

Welche Frau wurde zur ersten Regierungschefin der Welt gewählt, und wann und wo kam es zu diesem denkwürdigen Ereignis? Natürlich handelt es sich um Sirimawo Bandaranaike, die 1960 in Ceylon dieses hohe Amt erhielt. Wie heißt die erste Premierministerin Europas? Na klar: Margret Thatcher, Englands „Eiserne Lady“. Und wo und seit wann regiert die erste Ministerpräsidentin Deutschlands, und wer ist sie? In Schleswig-Holstein, seit 1993, und die „Landesmutter“ trägt den Namen Heide Simonis. Antwort auf solche und viele weitere Fragen gibt das Taschenbuch „Superfrauen 3 – Politik“ von Ernst Probst mit 75 Biografien aus den Bereichen Politik, Justiz, Militär, Spionage und Umwelt.

Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr

Die erste Puppe von Käthe Kruse bestand noch aus einer Kartoffel, die als Kopf diente, und einem mit Sand gefüllten Handtuch, das den Körper bildete. Fünf kleine Stoff-Elefanten aus Filz, mit Schafwolle ausgestopft und eigentlich als Nadelkissen für Erwachsene gedacht, bildeten die ersten Kuscheltiere von Margarete Steiff. Und eine zweiseitige Schrift über die Geburtenregelung nach der Knaus-Ogino-Lehre war der erste Sexartikel von Beate Uhse. So bescheiden begann die Erfolgsgeschichte von drei verdienstvollen deutschen Unternehmerinnen. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr“ von Ernst Probst. Es schildert das Leben von zwölf Frauen aus dem Bereich Wirtschaft und von weiteren 13 aus dem Bereich Verkehr.

Superfrauen 5 – Wissenschaft

Erstaunlich wenig bekannt ist immer noch, welche bedeutenden Leistungen tüchtige und kluge Frauen in Wissenschaft und Technik vollbracht haben. Dies liegt wohl daran, dass dieses Thema in Nachschlagewerken, Handbüchern und Lexika oft nicht gebührend oder gar nicht behandelt wird. Das Taschenbuch „Superfrauen 5 – Wissenschaft“ von Ernst Probst will die großen Leistungen, die Frauen in Wissenschaft und Technik zuzuschreiben sind, mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Es präsentiert 41 Lebensläufe in Wort und Bild sowie zahlreiche weitere kurze Hinweise auf verdienstvolle Forscherinnen. Es schildert, wie mühsam sich tapfere Frauen einen Platz in der Wissenschaftsgeschichte erkämpften. erhältlich.

Superfrauen 6 – Medizin

Die Namen von Elsa Brändström, des „Engels der Gefangenen“, der berühmten englischen Krankenpflegerin Florence Nightingale und von Mildred Scheel, der Gründerin der „Deutschen Krebshilfe“, hat fast jeder schon mal gehört. Aber wer kennt auch Aletta Jacobs, Elizabeth Blackwell, Dorothea Erxleben, Marie-Louise Bourgeois, Justine Siegmundin und Margarete Steinbach? Das Taschenbuch „Superfrauen 6 – Medizin“ von Ernst Probst will diesem Manko abhelfen: Es stellt 26 berühmte Hebammen, Ärztinnen und Stifterinnen aus der ganzen Welt in Wort und Bild vor. Die Lebensläufe der ersten Hebammen und Ärztinnen zeigen, wie schwer es diesen Frauen in einer von Männern dominierten Welt gemacht wurde, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen. Lange Zeit konnten sie nur unter größten Schwierigkeiten Medizin studieren und später praktizieren.

Superfrauen 7 – Film und Theater

Brigitte Bardot war als Kind beim Blick in den Spiegel weinerlich zumute. Sie fühlte sich wegen ihrer Kurzsichtigkeit, ihrer Brille und ihrer vorstehenden Zähne als ausgesprochen hässlich. Zu Beginn wurde Greta Garbo in Hollywood für zu fett gehalten, und manche Filmleute spöttelten über das „Bauernmädchen mit den großen Füßen“. Ein Freund von Sophia Loren meinte, sie habe eine zu lange Nase, einen zu großen Mund, viel zu breite Hüften und sie müsse sich „total umbauen lassen“, wenn sie eine ernsthafte Schauspielerin werden wolle. Ungeachtet aller eigener und fremder Zweifel wurden diese drei Frauen – wie man heute weiß – große Stars in der Welt des Films. Das Taschenbuch „Superfrauen 7 – Film und Theater“ von Ernst Probst präsentiert insgesamt 67 Biografien berühmter Frauen aus den Bereichen Film, Theater, Show, Kabarett und Zirkus in Wort und Bild.

Superfrauen 8 – Literatur

Der Vater von Vicki Baum (1888–1960) betrachtete Bücher als Schmutz und Schund. Als seine Tochter für eine kleine Geschichte einen Preis gewann, forderte er ihr heiliges Ehrenwort, sie solle niemals mehr in ihrem Leben auch nur eine Zeile schreiben. Doch die 14-Jährige folgte ihm nicht, verließ die väterliche Wohnung und wurde später eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der 1940-er und 1950-er Jahre. Verständnislos und ablehnend reagierte die Bevölkerung des Heimatdorfes von Grazia Deledda (1871–1936), der späteren ersten Nobelpreisträgerin Italiens für Literatur, auf deren frühe Abdruckerfolge. Um weiteren negativen Reaktionen ihrer Nachbarn vorzubeugen, wählte sie für einen Fortsetzungsroman in einer Tageszeitung ein Pseudonym. Die Schicksale dieser und vieler anderer Autorinnen sind in dem Taschenbuch „Superfrauen 8 – Literatur“ von Ernst Probst nachzulesen.

Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie

Warum gibt es keinen weiblichen Leonardo da Vinci, Tizian oder Poussin? Das fragte Australiens bekannteste Feministin, die Schriftstellerin, Journalistin und Historikerin Germaine Greer, in ihrem Buch „Das unterdrückte Talent“ über bedeutende Malerinnen. Sie erklärte dieses Phänomen mit der durch die männliche Dominanz gebrochenen Persönlichkeit. In Wirklichkeit traten in der Geschichte der Kunst immer wieder Malerinnen auf, die wahre Meisterwerke schufen. Dies belegt das Taschenbuch „Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie“ von Ernst Probst: Es präsentiert zahlreiche Biografien aus den Bereichen Malerei, Design, Graphik, Objektkunst, Plastik, Wachsbildnerei und Fotografie.

Superfrauen 10 – Musik und Tanz

Bei den umjubelten Auftritten der schwedischen Sopranistin Jenny Lind reagierten erwachsene Frauen und Männer in Europa und Amerika so wie heute jugendliche Besucher/innen von Rock-Konzerten: Damen fielen in Ohnmacht und Herren mussten besinnungslos aus den Opernhäusern getragen werden. Die begnadete Künstlerin machte sich unter dem Ehrentitel „schwedische Nachtigall“ in der Welt der Musik einen Namen. Grenzenlos war die Begeisterung für die österreichische Tänzerin Fanny Elßler. Während ihrer USA-Tournee musste der Kongress jeden Abend, an dem Fanny tanzte, seine Sitzung verschieben, weil die meisten seiner Mitglieder die Vorstellung sehen wollten und deswegen keine Beschlüsse mehr gefasst werden konnten. In New York spannten Fans die Pferde von Fannys Kutsche ab und zogen sie eigenhändig durch die Straßen der Stadt. Solche Geschichten erzählt das Taschenbuch „Superfrauen 10 – Musik und Tanz“ von Ernst Probst, das zahlreiche Biografien von Sängerinnen, Musikerinnen und Tänzerinnen präsentiert.

Superfrauen 11 – Feminismus und Familie

Simone de Beauvoir, Germaine Greer oder Alice Schwarzer – die Namen dieser berühmten Autorinnen und Feministinnen kennt fast jede Frau. Aber wer weiß schon Genaueres über Anita Augspurg, Gertrud Bäumer, Lily Braun, Hedwig Dohm, Hedwig Heyl, Louise Otto-Peters, Alice Salomon und Helene Stöcker? Das Taschenbuch „Superfrauen 11“ (ISBN 3-935718-03-9, 16 Euro) von Ernst Probst präsentiert Biographien von 27 Frauenrechtlerinnen aus Deutschland und dem Ausland in Wort und Bild. Es schildert den langen und schwierigen Weg der Frauen bei ihrem gerechten Kampf um die Gleichberechtigung. Am Ende des Buches stehen die Lebensläufe einiger Frauen, die sich um das Wohl der Familie, der Mütter und der Kinder verdient gemacht haben. Zu ihnen rechnet der Autor auch Barbara Stratzmann, die sage und schreibe 53 Kindern das Leben schenkte.

Superfrauen 12 – Sport

Jacqueline Cochran, eine der kühnsten Fliegerinnen Amerikas, wuchs als Findelkind in großer Armut auf und kannte weder ihren Namen noch ihr Geburtsjahr. Althea Gibson, die erste schwarze Wimbledon-Siegerin, ging während ihrer Kinderzeit statt zum Unterricht lieber auf die Straße, stahl Händlern Früchte aus den Auslagen oder besuchte Onkel und Tante, die illegal Alkohol brannten. Ulrike Meyfarth, das „Wunderkind des Hochsprungs“, war als kleines Mädchen bereits ungewöhnlich groß, deswegen besonders schüchtern und wurde oft von anderen Kindern als „langer Lulatsch“ gehänselt. Solche und andere Details schildert das Taschenbuch „Superfrauen 12 – Sport“ von Ernst Probst mit 32 Biografien von Rosemarie Ackermann bis Katarina Witt.

Superfrauen 13 – Mode und Kosmetik

Wie das Märchen von Aschenputtel klingt der Lebenslauf von Elizabeth Arden: Anfangs gründete sie mit gepumptem Geld in New York einen kleinen Schönheitssalon, gegen Ende ihres Lebens galt sie als eine der erfolgreichsten Kosmetikerinnen Amerikas und besaß ein großes Unternehmen mit 220 Schönheitssalons in aller Welt. Mit zwölf Cremedosen begann die Karriere von Helena Rubinstein. Sie schuf ein Kosmetikimperium mit 100 Niederlassungen in 14 Ländern und häufte ein Privatvermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar an. Der französische Künstler Jean Cocteau verlieh ihr den Ehrentitel „Kaiserin der Kosmetik“. Coco Chanel kam nach dem Tod ihrer Mutter mit elf völlig verwahrlost ins Waisenhaus. Später war ein Herzog, der sich jeden Morgen von seinem Diener die Schnürsenkel bügeln ließ, ihr Liebhaber, und sie entwickelte sich zur „Königin der Haute Couture“. Nachzulesen sind diese erstaunlichen Erfolgsgeschichten aus der Welt der Schönen und der Reichen in dem Taschenbuch „Superfrauen – Mode und Kosmetik“ von Ernst Probst.

Superfrauen 14 – Medien und Astrologie

Der Name von Dagmar Berghoff, der ersten Frau der „Tagesschau“, ist Millionen von Deutschen bekannt. Dasselbe gilt von Amelie Fried, der ersten deutschen Talkmasterin, Irene Koss, der ersten deutschen Fernsehansagerin, und Margarethe Schreinemakers, Deutschlands bisher erfolgreichster Fernsehmoderatorin. Weniger gut als um die vertrauten Gesichter vom Fernsehbildschirm ist es um die Popularität verdienter Damen von Presse und Rundfunk bestellt, wenn man einmal von Marion Gräfin Dönhoff, der berühmtesten deutschen Publizistin der Gegenwart, absieht. Diesem Manko soll das Taschenbuch „Superfrauen 14 – Medien und Astrologie“ von Ernst Probst abhelfen. Es stellt 17 Frauen aus dem Bereich Medien und drei weitere aus dem Bereich Astrologie in Wort und Bild vor.

Vor 60 Jahren gestorben: Alice Salomon biografien-news(cached at August 7, 2008, 11:25 pm)

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Als Gründerin der ersten deutschen „Sozialen Frauenschule“ machte sich die Volkswirtschaftlerin, Sozialpädagogin, Sozialpolitikerin und Feministin Alice Salomon (1872–1948) einen Namen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war sie in der Frauenbewegung eine der führenden Feministinnen Europas. Außerdem spielte sie als „Missionarin des sozialen Gedankens“ eine wichtige Rolle. Sie gilt als Begründerin des sozialen Frauenberufes in Deutschland.

Alice Salomon kam am 19. April 1872 als viertes Kind des jüdischen Lederhändlers Albert Salomon und seiner Frau Anna, geborene Potocky-Nelken, in Berlin zur Welt. Sie besuchte eine neunklassige „Höhere Töchterschule“ und wollte Lehrerin werden, was ihr jedoch die Eltern verweigerten. Nach dem Verlassen der Schule bildete sie sich durch Privatunterricht fort.

Mit 21 Jahren ging Alice Salomon 1893 zur Gründungsversammlung der Berliner „Mädchen- und Frauengruppe für soziale Hilfsarbeit“. Durch ihre ehrenamtliche Arbeit im sozialen Bereich lernte sie aus eigener Anschauung das Elend der Berliner Arbeiterinnen und Arbeiter kennen.

Bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in England wurde Alice Salomon 1896 mit der Idee der Settlementbewegung vertraut, die ihr weiteres soziales Engagement beeinflusste. Ab 1899 fungierte sie als Vorsitzende der „Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit“. In dieser Funktion organisierte sie den ersten Jahreskurs für Berufsausbildung in der Wohlfahrtspflege. In jenem Jahr nahm sie auch am Kongress des „Internationalen Frauenbundes“ („International Council of Women“ = ICW) in London teil.

Im Alter von 28 Jahren wurde Alice Salomon 1900 in den Vorstand der Dachorganisation der deutschen Frauenbewegung, den „Bund deutscher Frauenvereine“ (BDF), gewählt. Von 1900 bis 1920 wirkte sie als Schriftführerin und stellvertretende Vorsitzende des BDF. Ihre Wahl zur ersten Vorsitzenden dieses Verbandes scheiterte an antisemitischen Strömungen im BDF und verletzte sie sehr.

Zwischen 1902 und 1906 studierte Alice Salomon an der Berliner Universität Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie. 1904 nahm sie am Kongress des ICW in Berlin teil. In ihrer Dissertation befasste sie sich mit den „Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit“. Sie promovierte 1906 in Berlin als eine der ersten Frauen zum „Doktor der Philosophie“.

1908 hob Alice Salomon in Berlin-Schöneberg zusammen mit anderen die „Soziale Frauenschule“, die sie bis 1924 leitete, aus der Taufe. Dort unterrichteten Lehrerinnen wie Gertrud Bäumer (1873–1954), Frieda Duensing (1864–1921) und Margarete Treuge (1876–1962) und bildeten junge Mädchen und Frauen für die soziale Arbeit aus.

Beim Kongress des ICW in Toronto (Kanada) wurde Alice Salomon 1909 zur Schriftführerin gewählt. Im Alter von 42 Jahren trat sie 1914 in die evangelische Kirche ein. Von 1917 bis 1933 leitete sie als Vorsitzende die von ihr initiierte „Konferenz sozialer Frauenschulen“ in Deutschland.

1925 gründete Alice Salomon in Berlin die „Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit“, wurde deren erste Vorsitzende und Herausgeberin einer Schriften- und Forschungsreihe. Die Akademie widmete sich der Fortbildung von Führungskräften der Sozialarbeit und besaß eine eigene Forschungsabteilung. Ab 1929 bekleidete Alice das Amt der Vorsitzenden des neugegründeten „Internationalen Komitees Sozialer Schulen“.

Anlässlich ihres 60. Geburtstages 1932 erfuhr Alice Salomon hohe Ehrungen. So verlieh ihr die Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin den Ehrendoktortitel „Dr. med. h. c.“. Das Preußische Staatsministerium bedachte sie mit der „Silbernen Staatsmedaille“. Die „Soziale Frauenschule“ erhielt zur Erinnerung an sie den Namen „Alice-Salomon-Schule“. Im selben Jahr wählte man sie auch zur stellvertretenden Vorsitzenden des „Internationalen Frauenbundes“.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 verlor Alice Salomon alle ihre Ämter. Sie selbst veranlasste die Auflösung der „Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit“, um ein Eingreifen der „Geheimen Staatspolizei“ (Gestapo) zu verhindern. 1937 stellte man sie nach einem Verhör durch die Gestapo vor die Wahl, in ein Konzentrationslager (KZ) verschleppt zu werden oder innerhalb weniger Wochen zu emigrieren.

Bevor sie 1937 in die USA floh und sich in New York niederließ, schrieb Alice Salomon einen Abschiedsbrief an ihre Freundinnen: „Ich gehe in ein Leben des Kampfes um Brot – aber guten Mutes in froher Zuversicht – völlig ungebrochen in geistiger und sittlicher Kraft, in meinem Wertgefühl, das nicht von außen beeinträchtigt werden kann. Das Eine, wozu meine Kraft nicht reicht, ist zum persönlichen Abschiednehmen.“

In den USA war Alice Salomon durch Reden und Vorträge vor amerikanischen Frauen sowie sozialen Komitees und Institutionen und in den 1920-er und 1930-er Jahren bekannt. 1939 verlieh man ihr die Bronzemedaille der „Young Men’s Christian Association“. Auch als Schriftstellerin war Alice Salomon sehr aktiv: Ihr literarisches Werk umfasst etwa 15 Bücher und über 400 Aufsätze.

Am 30. August 1948 starb Alice Salomon im Alter von 76 Jahren an ihrem letzten Wohnort New York. Aus der „Sozialen Frauenschule“ ging 1971 die „Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik“ in Berlin-Schöneberg (seit 1998 als „Alice-Salomon-Fachhochschule“in Berlin-Hellersdorf) hervor. 1989 gab die „Deutsche Bundespost“ eine Briefmarke mit dem Porträt der Sozialpädagogin, Sozialpolitikerin und Frauenrechtlerin heraus.

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Bestellungen der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei:
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Bestellungen des Taschenbuches "Superfrauen 11 - Feminismus und Familie" bei:
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Wiesbaden (biografien-news) - Bescheiden angefangen hat das Weblog "biografien-news" im Sommer 2006: Im Startmonat Juni kamen 157 Besucher/innen und gab es ingesamt 369 Seitenabrufe. Im Juni 2008 dagegen wurden bereits 30968 Besucher/innen angelockt und es gab 67981 Seitenabrufe. Auch danach blieb dieses Blog weiter auf Erfolgskurs: Anfang August 2008 wurde die Schwelle von mehr als 2 Millionen Seitenaufrufen überschritten.

"biografien-news" präsentiert Biografien berühmter Leute in Wort, mit Bild und teilweise sogar mit Video. Dabei überwiegen Biografien tüchtiger Frauen, die aus der 14-bändigen Buchreihe von Ernst Probst über "Superfrauen" stammen. Alle Einzeltitel dieser Buchreihe sind im Frühjahr 2008 bei "GRIN Verlag für akademische Texte" www.grin.de erschienen und beim Buchgroßhändler "Libri" www.libri.de erhältlich:

Superfrauen 1 - Geschichte
Superfrauen 2 - Religion
Superfrauen 3 - Politik
Superfrauen 4 - Wirtschaft und Verkehr
Superfrauen 5 - Wissenschaft
Superfrauen 6 - Medizin
Superfrauen 7 - Film und Theater
Superfrauen 8 - Literatur
Superfrauen 9 - Malerei und Fotografie
Superfrauen 10 - Musik und Tanz
Superfrauen 11 - Feminismus und Familie
Superfrauen 12 - Sport
Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik
Superfrauen 14 - Medien und Astrologie

An guten Tagen lesen mehr als 1000 Besucher/innen bei "biografien-news" die Lebensläufe von "Superfrauen". Damit erfüllt dieses Blog das Kriterium für ein so genanntes A-Blog.


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Videos: "Lewis and Clark" ("Lewis-and-Clark-Expedition") von "fustymusty" bei Youtube

Wiesbaden (biografien-news) - Wenn der Begriff „Wilder Westen“ fällt, denkt man meistens an mehr oder minder tapfere Männer wie indianische Häuptlinge, Krieger, Medizinmänner oder weiße Pioniere, Farmer, Jäger, Soldaten, Sheriffs und Revolverhelden. Von tüchtigen Frauen ist in dieser Welt, in der Gewalt oft eine große und traurige Rolle spielte, weniger die Rede. Doch in Wirklichkeit haben im Wilden Westen auch zahlreiche Frauen mutig „ihren Mann gestanden“ und manchmal sogar – wie die Meisterschützin Annie Oakley – Mitglieder des angeblich „starken Geschlechts“ übertroffen. Darauf weist das Taschenbuch „Superfrauen im Wilden Westen“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst in Wort und Bild hin.

Die Biografien der „Superfrauen im Wilden Westen“ stammen mit wenigen Ausnahmen – nämlich Lozen, Mohongo und Queen Betty – aus drei Titeln der insgesamt 14-bändigen Taschenbuchreihe „Superfrauen“ von Ernst Probst. Nämlich „Superfrauen 1 –Geschichte“, „Superfrauen 2 – Religion“ und „Superfrauen 7 – Film und Theater“.

Als „Superfrauen im Wilden Westen“ werden vorgestellt: die Scharfschützin Calamity Jane, die selige Katharina Tekakwitha, die Kriegerin Lozen, der Showstar Adah Isaacs Menken, die Sachen-Ehefrau Mohongo, die Meisterschützin Annie Oakley, die Indianer-Prinzessin Pocahontas, die Anführerin Queen Betty, die indianische Volksheldin Sacajawea (einzige weibliche Teilnehmerin der legendären "Lewis-and-Clark-Expedition"), die „Banditenkönigin“ Belle Starr und die Zirkuspionierin Agnes Lake Thatcher.

Das 81-seitige Taschenbuch „Superfrauen aus dem Wilden Westen“ (ISBN 978-3-640-12522-7) ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de erschienen und beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/quickSearch;jsessionid=fdc-ffgijzsdgk8.www13?searchString=Superfrauen+aus+dem+Wilden+Westen erhältlich.


er 1, 1894" von "mrmassage" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=eAmnQvMHlRs
Vor 50 Jahren geboren: Amelie Fried biografien-news(cached at July 22, 2008, 9:46 am)

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 14 - Medien und Astrologie":

AmelieFried

Die erste Frau, die in Deutschland zusammen mit einem männlichen Partner eine Talkshow leitete, war die damals 28-jährige Journalistin und Moderatorin Amelie Fried. Mit diesem Novum machte sie in der Geschichte des Fernsehen Furore. Ab Frühjahr 1987 präsentierte sie in der „Alten Oper“ von Frankfurt am Main die Sendung „Live“ des „Zweiten Deutschen Fernsehens“ (ZDF). Anfangs wurde sie von den Medien hochgejubelt, später teilweise heftig kritisiert.

Amelie Fried kam am 6. September 1958 als Tochter des Verlegers der Tageszeitung „Südwestpresse“ in Ulm (Baden-Württemberg) zur Welt. Ihr Vater Kurt Fried (1906–1981) hatte sich vom Redakteur und kaufmännischen Angestellten zum Publizisten hochgearbeitet. Er war Autor, Herausgeber und Sammler von Büchern und besaß etwa 15000 Wälzer. Ihre Mutter Ingeborg Fried (geb. 1930), geborene Ruthardt, ist gelernte Buchhändlerin. Sie arbeitete neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter gelegentlich als Lektorin und Übersetzerin. Amelie Fried hat zwei Brüder: Rainer (geb. 1964) und Nico (geb. 1966).

Im Alter von fünf Jahren konnte Amelie Fried bereits lesen, mit zwölf wollte sie Schriftstellerin werden, und mit 16 machte sie an der Odenwaldschule in Heppenheim an der Bergstraße (Hessen) ihr Abitur. Ab 1976 studierte sie Germanistik, Theaterwissenschaft und Publizistik an der Universität München.

1977 unterbrach Amelie Fried wegen einer einjährigen Dramaturgieassistenz an der „Freien Volksbühne“ in Berlin ihr Studium. Danach arbeitete sie einige Jahre in freien Theatergruppen mit. 1983 begann sie ein weiteres Studium an der Münchener „Hochschule für Fernsehen und Film“.

Ab 1984 betätigte sich Amelie Fried drei Jahre lang als Moderatorin von Jugendsendungen wie des bayerischen Jugendmagazins „Live aus dem Alabama“ und „Gut drauf“ vom „Westdeutschen Rundfunk“ (WDR). Dafür erntete sie viel Lob und 1986 den „Telestar-Förderpreis“ des WDR. Im September 1986 stellte sie im alten Wartesaal in Köln den Zuschauern des „Ersten Deutschen Fernsehens“ der „Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands“ (ARD) ihr erstes abendfüllendes Unterhaltungsprogramm „Träume ohne Schäume“ vor.

Am 26. März 1987 traten Amelie Fried, Alt-Bundespräsident Walter Scheel und der Journalist Trutz Beckert in der „Alten Oper“ von Frankfurt am Main als Gastgeber der neuen ZDF-Talkshow „Live“ auf. Es war die erste Fernsehsendung dieser Art in Deutschland. Bereits nach der ersten Sendung verließ der sehr betulich wirkende Walter Scheel das Trio. Bald zollten die Zuschauer der erfrischend auftretenden Amelie Fried und ihrem Partner Trutz Beckert, dem Erfinder von „Live“, immer stärkeren Beifall.

Amelie Frieds Abschlussarbeit an der Münchener Filmhochschule, der Streifen „Dein ist mein ganzes Herz“, wurde am 2. September 1987 vom ZDF gesendet. Damit präsentierte sie sich erstmals als Dokumentarfilmerin und Fernsehautorin. Thema ihrer Arbeit waren Paarbeziehungen sowie die Konflikte und Probleme in „Beziehungskisten“ verschiedener Generationen.

Im Mai 1988 moderierte Amelie Fried für das ZDF die Aids-Sendung „Liebe ist Zärtlichkeit“. Wenige Tage später starb Trutz Beckert überraschend. Nach seinem Tod war „Live“ nicht mehr das, was es vorher gewesen war. Beckerts Nachfolger Harry Valérien kam nicht so gut wie sein Vorgänger an, und auch Amelie Fried selbst wurde nun immer öfter von der Presse kritisiert. 1988 verließ sie die Münchener Filmhochschule mit einem Abschluss-Diplom. In jenem Jahr erhielt sie auch den „Bambi“ des Burda-Verlages.

1989 erreichte die ZDF-Talkshow „Live“ nur noch neun Prozent der Zuschauer. Mit der Begründung „30 Sendungen sind genug“ und sie brauche nun eine Atempause, kündigte Amelie Fried im Sommer 1989 beim ZDF ihre Mitwirkung an „Live“. Die letzte „Live“-Runde traf sich am 7. Dezember 1989 – kurz nach dem Fall der Berliner Mauer. Danach wirkte Amelie Fried als Moderatorin der bayerischen Sendung „Kino, Kino“ und in Werner Herzogs Spielfilm „Schrei aus Stein“ mit.

1990 heiratete die 31-jährige Amelie Fried den Drehbuchautor Peter Probst. Aus der Ehe gingen der Sohn Leonard (geb. 1991) und die Tochter Paulina (geb. 1994) hervor. Ab April 1992 sah man Amelie Fried beim privaten Fernsehsender „Tele 5“ in der Talkshow „Klargestellt“. Ende 1992 löste sie Desirée Bethge als Günther Jauchs Co-Moderatorin des RTL-Politmagazins „stern-tv“ ab.

Im August 1995 präsentierte Amelie Fried die Pilotsendung des Elternmagazins „Kinderella“ des neuen Frauen-Fernsehsenders „TM3“. Das viel gelobte Magazin fiel später Sparmaßnahmen des Senders zum Opfer. Neben ihrer Arbeit beim Fernsehen schrieb sie für das Münchener Boulevardblatt „Abendzeitung“ sowie für die Zeitschriften „Elle“ und „Eltern“.

Aus der Feder von Amelie Fried stammen die Bücher „Die Störenfrieds, Geschichten von Leo und Paulina“ (1995), „Traumfrau mit Nebenwirkungen“ (1996), „Neues von den Störenfrieds“ (1997), „Hat Opa einen Anzug an?“ (1997), „Am Anfang war der Seitensprung“ (1998) und „Der Mann von nebenan“ (1999). Den Stoff für die Störenfried-Bücher lieferten die Kinder Leonard und Paulina, die ihre Mutter mit originellen Einfällen in Atem halten.

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Bestellungen des Taschenbuches "Superfrauen 14 - Medien und Astrologie" bei:
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Von Amelie Fried eigenhändig signierte Taschenbücher "Superfrauen 14 - Medien und Astrologie" sind erhältlich bei:
http://62.75.177.102/probst-119-Von_Amelie_Fried_sig.htm

Vor 125 Jahren geboren: Käthe Kruse biografien-news(cached at July 22, 2008, 9:46 am)

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

KaetheKruse

Deutschlands berühmteste „Puppenmutter“ war die Kunstgewerblerin Käthe Kruse (1883–1968), geborene Katharina Simon. Anfangs bastelte nur sie alleine wunderschöne Puppen für ihre eigenen Kinder. Später erfreuten die in ihren Werkstätten hergestellten kleinen „Schlenkerchen“, „Träumerchen“, „Hampelchen“, „Däumlinchen“, „Mummelchen“, „Pummelchen“ und „Dorli“ unzählige Mädchen und sogar erwachsene Frauen.

Katharina Simon, genannt Kathel, wurde am 17. September 1883 als uneheliche Tochter des städtischen Beamten Robert Rogaske und der Näherin Christiane Simon in Breslau (Schlesien) geboren. Ihre Mutter zog sie alleine auf und musste in der einzigen Stube, die beide bewohnten, viele Stunden am Tag und oft auch mehr als die halbe Nacht an der Nähmaschine sitzen, um den Lebensunterhalt zu verdienen.

Viele kleine Wünsche von Katharina scheiterten an chronischem Geldmangel. Häufig hörte sie von ihrer Mutter den Satz: „Das können wir uns nicht leisten“. Sie liebte Tiere über alles, doch sie durfte nicht einmal ein kleines Kätzchen behalten. An Puppen fand sie damals keinen Gefallen, das galt vor allem für „Perdita“, ein Geburtstagsgeschenk von Tante Paula.

Nach dem Verlassen der Mittelschule ließ sich die 16-jährige Katharina Simon mit Billigung ihrer Mutter zur Schauspielerin ausbilden. Mit 17 Jahren erhielt sie ihr erstes Engagement am Berliner Lessingtheater, wo sie in „Nora“ und „Jugend“ ihre ersten Triumphe auf der Bühne feierte. Ihre damalige Monatsgage betrug beachtliche 250 Mark.

Die junge Künstlerin wählte das Pseudonym „Hedda Somin“ und machte Karriere. In Berlin lernte sie im „Café des Westens“ den 30 Jahre älteren Bildhauer Max Kruse (1854–1942) kennen, dessen Geliebte sie wurde. 1902 brachte die 19-Jährige die uneheliche Tochter Maria zur Welt, die den Kosenamen „Mimerle“ erhielt. 1904 folgte die Tochter Sofie („Fifi“).

Zunächst lebte die unverheiratete Mutter mit ihren beiden Töchtern in einer Künstlerkolonie bei Ascona im Schweizer Kanton Tessin, während sich ihr Lebensgefährte zeitweise in seinem Atelier im fernen Berlin aufhielt. Erst im März 1909 haben Käthe Simon und Max Kruse in München die Ehe geschlossen. Insgesamt hatten beide sieben Kinder, nämlich vier Jungen und drei Mädchen.

Die Geschichte der berühmten „Puppenmutter“ begann vor Weihnachten 1905 im Tessin. Damals wünschte sich die dreijährige „Mimerle“ ein Baby, als sie beobachtete, wie liebevoll die Mutter ihre Schwester Sofie pflegte. Deswegen bat ihre Mutter den in Berlin arbeitenden Vater um eine Puppe. Als dieser vergeblich nach einer schönen Puppe suchte, gab er den Rat: „Ick koof euch keene, macht euch selber welche“.

Der erste Versuch bestand aus einer Kartoffel, die als Kopf diente, und einem mit Sand gefüllten Handtuch, das den Körper bildete, bei dem die Arme und Beine abgeknotet wurden. Dieses primitiv wirkende Produkt hielt nicht lange. Doch bald brachte es Käthe dank ihres handwerklichen Geschicks und guten Geschmacks sowie des künstlerischen Einflusses ihres Gatten zu erstaunlicher Fertigkeit im Herstellen von kunsthandwerklich gefertigten Stoffpuppen. 1910 entwickelte sie in München einen Puppenkopf, der ihr gut gefiel. Ihn überzog sie mit Stoff und goss die Hülle mit Wachs aus.

Auf Drängen eines mit ihr befreundeten Kunsthistorikers namens Fritz Stahl nahm Käthe Kruse 1910 am Preisausschreiben „Spielzeug aus eigener Hand“ des Berliner Kaufhauses Tietz teil. Bei der anschließenden Ausstellung der prämiierten Modelle sind ihre Puppen erstmals öffentlich präsentiert worden. Das Echo bei Publikum und Presse war so erfreulich, dass sie überlegte, die Puppenherstellung aufzunehmen. Den entscheidenden Anstoß für eine eigene Produktion im großen Stil gab ein Telegramm aus den USA, mit dem 150 solcher Puppen bestellt wurden.

Käthe Kruse begann 1912 in Bad Kösen an der Saale (Sachsen-Anhalt) in einer eigenen Werkstätte die Fertigung von Puppen aufzunehmen. Dort entstanden Puppen, die allmählich Deutschland und die Welt eroberten. Bei der Weltausstellung in Paris gewannen ihre Erzeugnisse den „Grand Prix“ und bescherten ihr umfangreiche Aufträge aus der ganzen Welt.

Jede Puppe von Käthe Kruse besitzt einen eigenen Charakter, zeigt einen individuellen Gesichtsausdruck. Jedes Gesichtchen wird handgemalt. Die Puppe trägt unterschiedliche handwerklich gefertigte Kleidung. Als die bekanntesten Typen gelten die Puppen „Eins“ (1911), „Das Schlenkerchen“ (1922) und das „Träumerchen“ (1925). Letzteres sollte gar kein Spielzeug, sondern ein möglichst lebensechtes Modell für Säuglingskurse sein. Ab 1928 stellte Käthe Kruse auch Schaufensterfiguren her, die so echt aussahen, dass sie die Wirklichkeit im Schaufenster inszenierten.

Während des Zweiten Weltkrieges starb Käthe Kruses Mann Max. Außerdem fielen zwei ihrer Söhne: Friedebald, der für viele Puppen Modell gestanden hatte, und Jochen. Zusammen mit ihren übrigen Kindern führte Käthe Kruse die Werkstatt in Bad Kösen weiter, bis die politischen Verhältnisse in der damaligen Ostzone die Arbeit unmöglich machten. 1950 wurde ihre Werkstatt unter Treuhänderschaft gestellt und 1954 in einen „Volkseigenen Betrieb“ umgewandelt.

Die Söhne Max und Michael sorgten nach dem Zweiten Weltkrieg für den Umzug nach Westdeutschland und bauten 1945 in Bad Pyrmont und 1947 in Donauwörth die Werkstätten wieder auf. Die Produktion in Bad Pyrmont begann um die Jahreswende 1945/1946 und bestand bis Anfang 1949.

1950 zog Käthe Kruse nach Donauwörth. Die Tochter Sophie („Fifi“) Rehbinder, eine Bildhauerin, übernahm die künstlerische Leitung der Firma in Donauwörth, während die Tochter Hanne zusammen mit ihrem Mann Hans Adler den Betrieb führte. Max Kruse, der Dichter, lebt in Penzberg (Oberbayern).

Bis zuletzt achtete Käthe Kruse sorgfältig darauf, dass keines der Puppenkinder einen „falschen Blick“ bekam. In ihrer Autobiographie „Das große Puppenspiel“ (1951) schilderte sie ihr Lebenswerk. 1956 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Zu ihrem 80. Geburtstag im September 1963 gratulierte ihr auch der damalige Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer (1876–1967) telegraphisch.

Am 19. Juli 1968 starb Käthe Kruse wenige Wochen vor ihrem 85. Geburtstag in Murnau (Bayern). Bis zuletzt wurde sie von ihrer ältesten Tochter „Mimerle“ gepflegt. Die Käthe-Kruse-Puppenwerkstätten blieben bis 1990 in Familienbesitz. Das Andenken der berühmten „Puppenmutter“ wird im Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth wachgehalten.

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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 14 - Medien und Astrologie" von Ernst Probst:

MargareteSchreinemakers

Deutschlands bisher erfolgreichste Fernsehmoderatorin ist die Journalistin Margarethe Schreinemakers. An guten Tagen verfolgten mehr als sieben Millionen Zuschauer ihre donnerstägliche Talkshow „Schreinemakers live“ beim Privatsender „Sat 1“. Auf Dauer konnte die „Quotenqueen“ jedoch diese unglaublich hohe Einschaltquote nicht halten.

Margarethe Schreinemakers kam am 27. Juli 1958 als Tochter eines aus den Niederlanden stammenden Drehermeisters in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) zur Welt und wuchs in Sankt Tönis (Nordrhein-Westfalen) auf. Die Katholikin besuchte eine von Nonnen geleitete Schule und hatte bereits als junges Mädchen den Wunsch, Journalistin oder Schauspielerin zu werden.

Nach dem Abitur begann Margarethe Schreinemakers ein Studium der Sozialwissenschaften, das sie mit einem Diplom abschloss. Neben dem Studium war sie bereits als freie Mitarbeiterin für verschiedene Tageszeitungen tätig.

Im Anschluss an das Examen begann Margarethe Schreinemakers ein Volontariat als Journalistin beim „Evangelischen Pressedienst“ (EPD). Es folgte eine Hospitanz beim „Westdeutschen Rundfunk“ (WDR).

Magarethe Schreinemakers startete ihre Fernsehkarriere 1980 als Reporterin beim WDR-Fernsehen, Programmgruppe „Aktuelles“. Damals war sie zuständig für aktuelle Berichte, Kommentare und Interviews. Es folgten Fernsehauftritte in den Sendungen „Mittwochs in Dortmund“ und „Hier und heute unterwegs“. Von 1983 bis 1987 moderierte sie insgesamt 400 Sendungen der „Aktuellen Stunde“.

Mit einer humorvollen Persiflage der Schreinemakers auf das eigene Nachrichtenmagazin „Aktuelle Stunde“ in der Karnevalszeit machte die junge Journalistin den Fernsehsender „Radio Bremen“ auf ihre Qualitäten als Entertainerin aufmerksam. Das führte dazu, dass sie ab 1985 als Co-Moderatorin in der ARD-Unterhaltungsshow „Extratour“ von „Radio Bremen“ arbeitete.

1986 heiratete Margarethe Schreinemakers den Fernsehmoderator Jürgen von der Lippe, eigentlich Hans-Jürgen Dohrenkamp. Bald gab es zwischen den beiden gravierende Meinungsunterschiede, die zur Scheidung führten. Sie wollte immer Kinder und nahm ihren Beruf nicht so wichtig, er lehnte Nachwuchs ab und liebte seinen Beruf über alles.

1987/1988 arbeitete Margarethe Schreinemakers als Moderatorin des WDR-Ratequiz „Wortschätzchen“ – ein totaler Flop. Ab 1988 war sie Talkmasterin in der „NDR-Talkshow“ und ab 1989 präsentierte sie die satirische Spielshow „Chiquita“.

1990 schloss Margarethe Schreinemakers ihre zweite Ehe mit dem Kölner Rechtsanwalt Werner Klumpe. Sie hatte ihn in einem Kölner Single-Café, in dem sie oft frühstückte, häufig gesehen. Lange Zeit signalisierten sie sich jedoch nicht gegenseitig, wie sehr sie sich einander schätzten. Aus dieser Ehe stammen die beiden Söhne Lukas (geb. 1990) und Kristoph (geb. 1996). Mit ihrem zweiten Mann arbeitet sie später auch beruflich zusammen.

Ab 29. Januar 1992 präsentierte Margarethe Schreinemakers ihre Donnerstags-Talkshow „Schreinemakers live“ beim Privatsender „Sat 1“. Die von ihr auf dem Bildschirm gezeigte Mischung aus Information und Unterhaltung kam beim Publikum hervorragend an. Bereits im Startjahr hatte sie durchschnittlich 1,7 Millionen Zuschauer. 1993 waren es schon 3,5 Millionen, und beim Auftritt des Geistheilers Eli Erich Lasch im Dezember 1993 sogar 7,72 Millionen Zuschauer.

Wie kaum eine andere ging die 1,63 Meter große, 54 Kilogramm schwere und zierliche wirkende Schreinemakers auf ihre Gäste ein. Manchmal wurde sie von den Schilderungen der zu ihrer Sendung Eingeladenen gerührt und hatte Tränen in den Augen. Nach der Sendung klönte sie oft noch bis spät in die Nacht mit ihren Gästen. Prominente, die Werbung für ihr soeben erschienenes Buch, ihren jüngsten Film oder ihr neues Lied machen wollten, interessierten sie nicht.

Journalisten trat Margarethe Schreinemakers ungewohnt aufgeschlossen entgegen. Eine Interviewerin berichtete über einen Gesprächs- und Fototermin mit ihr, die Schreinemakers sei trotz nur drei Stunden Schlaf eine fürsorgliche Gastgeberin gewesen, habe frischen Kaffee und eine Platte mit belegten Brötchen aufgetischt, zwischendurch ihren kleinen Sohn Lukas gefüttert, freundlich einen Anruf beantwortet und als die Unterhaltung länger dauerte als vorgesehen, für die Journalistin und den Fotografen zwei weitere Gedecke aufgelegt.

Die nicht in das gewohnte Schema passende Fernsehfrau hatte in den Medien ein sehr unterschiedliches Echo. Das „Hamburger Abendblatt“ etwa bezeichnete sie schon im September 1993 als „erfolgreichste deutsche TV-Moderatorin“. Dagegen kritisierte später das „FAZ-Magazin“ ihre etwas heiser und gepresst klingende Stimme. Vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ wurde sie als „Sozialdomina“ bezeichnet, von der Tageszeitung „Die Welt“ als „selbsternannte Sozialaufklärerin“ und von der Illustrierten „Bunte“ als „Mutter Teresa des Fernsehens“.

1994 schloss Margarethe Schreinemakers mit dem privaten Fernsehsender „Sat 1“ einen neuen Dreijahresvertrag ab, der ihr bis 1996 etwa 96 Millionen Mark Einnahmen als Produzentin und Moderatorin garantierte. Davon musste sie allerdings auch die Kosten für ihre etwa 30 Mitarbeiter umfassende Produktionsfirma „Telemaus Schreinemakers & Klumpe GmbH“ bestreiten. Außerdem wurde ihre Sendung von 135 auf 160 Minuten verlängert und damit zur längsten Talkshow im deutschen Fernsehen gemacht.

Nach Differenzen mit dem neuen „Sat 1“-Geschäftsführer Fred Kogel teilte Margarethe Schreinemakers im Juli 1995 ihren Wechsel zum Konkurrenzsender „RTL“ mit. Kogel hatte ihre Sendung um ein Drittel kürzen wollen, um dem Entertainer Harald Schmidt mehr Zeit für seine „Late Night Show“ zu verschaffen.

Im August 1996 erlitt das Image der populären TV-Moderatorin durch eine Steueraffäre einen Schaden, von dem sie sich später – auch nach ihrem Wechsel Anfang 1997 zu „RTL“ – nicht mehr erholen konnte. Einzelheiten hierüber wühlten wochenlang die Fernsehnation Deutschland auf.

Die Produktionsfirma von Frau Schreinemakers und ihrem Mann sollte 1996 eine Steuernachzahlung in Millionenhöhe leisten. Die TV-Moderatorin argwöhnte, dies sei eine Reaktion darauf, dass sie die von Bundesfinanzminister Theo Waigel verlassene Frau in ihrer Sendung zur Wort kommen hatte lassen. Am 2. August 1996 wollte sie in „Schreinemakers live“ in eigener Sache eine Stellungnahme zu den in Medien gegen sie erhobenen Vorwürfen abgeben. Doch „Sat 1“ schaltete – ein einmaliger Vorgang in der Geschichte des Fernsehens! – die laufende Sendung ab, als der Beitrag anlief.

Bei „RTL“ hat Margarethe Schreinemakers ihre vertraglich festgelegte Vorgabe, unter der jüngeren Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer einen Marktanteil von 18 Prozent zu erreichen, nicht erfüllt. Sie erzielte im Durchschnitt „nur“ 14,3 Prozent und konnte außerdem die erhoffte Quote von vier Millionen Zuschauern pro Sendung nicht erreichen.

Nach dem „tiefen Quotensturz“ der Talkshow „Schreinemakers TV“ stellte „RTL“ Ende 1997 die Sendung ein und ersetzte sie ab 8. Januar 1998 durch die Serie „Balko“ sowie einen anschließenden Spielfilm. Damit ging ein unvergleichlicher Höhenflug in der deutschen Fernsehgeschichte unrühmlich zu Ende.

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Vor 105 Jahren gestorben: Calamity Jane biografien-news(cached at July 22, 2008, 9:46 am)


Calamity Jane (1953)" von Youtube
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Calamity Jane: Die Scharfschützin aus dem Wilden Westen

Eine der berühmtesten Scharfschützinnen des Wilden Westens war Martha Jane Canarry (1852–1903), genannt Calamity Jane – zu deutsch: „Katastrophen-Jane“. Laut Legende erhielt sie ihren Spitznamen, weil über jeden Mann der sie beleidigte, eine Katastrophe hereingebrochen sei. Auf den ersten Blick hielt man diese Frau, die als Schützin, Reiterin und Kundschafterin einen gewissen Ruf genoss, für einen Mann. Denn sie war gekleidet wie die Cowboys, oft auf Pferden unterwegs sowie mit Lasso und Winchester-Karabiner bewaffnet.

Martha Jane Canarry wurde am 1. Mai 1852 als ältestes von sechs Kindern einer gläubigen Pioniersfamilie in Princeton (Missouri) geboren. Um 1863 zog sie mit ihrer Familie westwärts und wuchs in Goldgräberstädten des Wilden Westens auf. 1865 kam sie nach Virginia City (Montana), 1869 nach Cheyenne (Wyoming) und Abilene (Kansas).

Schon im Kindesalter musste Martha Jane kräftig mit anpacken und lernte den Umgang mit Pferden und Gewehren. 1866 starb ihre Mutter in Black Foot (Montana) und 1867 ihr Vater. Fortan hatte sie für sich selbst aufzukommen. In der Folgezeit zog sie allein mit Pferd und Waffe durch die Prärien von Wyoming, Dakota und Montana.

Die junge Frau verdiente ihren Unterhalt durch Gelegenheitsarbeiten und wurde wegen ihres Alkoholkonsums, ihrer männlichen Garderobe und ihres Tabakkauens zur Kuriosität. Zeitweise verlegte sie Eisenbahnschienen für die „Northern Pacific Railrod“, führte Siedlertrecks durch den Wilden Westen, diente als Kundschafterin für die Armee und transportierte die Post zwischen Custer in Montana und Deadwood in South Dakota.

Laut Legende war Martha Jane Canarry in den Stadtmarshal von Abilene, James Butler Hickok (1837–1876), genannt „Wild Bill Hickok“, unsterblich verliebt. Jener führte ein abenteuerliches Leben und hatte offenbar wegen einer Angstneurose einen Killerinstinkt: Wenn er fühlte, dass eine Gefahr heraufzog, zog er schnell und sicher seine Pistole und schoss.

Der Ruhm von „Wild Bill Hickok“ beruhte auf einer großen Lüge. Angeblich hatte er am 12. Juli 1861 in der Postkutschenstation Rock Creek (Nebraska) ganz allein zehn Mörder und Pferdediebe erledigt. Diese erfundene Geschichte unter der Überschrift „Wild Bill“ stand 1867 in der Februarausgabe von „Harper’s Magazine“. Knapp 15 Jahre nach der Tat enthüllte ein Abgeordneter aus Nebraska bei der Unabhängigkeitsfeier am 4. Juli 1876 die Wahrheit über diesen Vorfall, den man später völlig übertrieben als „Kampf von Rock Creek“ und „McCanles Fight“ darstellte.

Hickok erschoss in Wirklichkeit drei unbewaffnete Männer aus einem Hinterhalt. Seine Opfer waren der Farmer David McCanles und dessen zwei Begleiter. McCanles hatte die Postkutschenstation an die „Overland Stage Company“ verpachtet und wollte die längst überfällige Miete kassieren. Offenbar hatte der Posthalter Horace Wellmann das Geld unterschlagen und sein damaliger Stallbursche Hickok den lästigen Mahner erschossen. Erst 1927 erfuhr man die ganze Wahrheit im „Nebraska History Magazine“.

1869 wurde Hickok als Kurierreiter der Kavallerie bei einer Mission zwischen Fort Lyon und Wallace von Cheyenne-Indianern überfallen, wobei ihn eine Lanze in der Hüfte verwundete und er deswegen wochenlang im Lazarett liegen musste. Nach seiner Genesung arbeitete er als Sheriff von Ellis County, zu der die unruhige Grenzstadt Hays City gehörte. Als er unter fragwürdigen Umständen zwei Männer erschoss, wählte man ihn ab.

Im April 1871 wurde „Wild Bill Hickok“ Stadtmarshal von Abilene, das seit 1868 erster Verladebahnhof und Umschlagplatz für die aus dem Süden herangetriebenen Rinderherden auf ihrem Weg zu den Schlachthöfen des Nordens war. Der als mehrfacher Killer bekannte Hickok machte den Saloon „Alamo“ zu seinem Amtssitz und sorgte in Abilene für Recht und Ordnung. Im Oktober 1871 erschoss er bei einer Auseinandersetzung, die man später phantasievoll „The Texas Street Battle“ nannte, den Saloonwirt Phil Coe und versehentlich seinen eigenen Hilfssheriff Mike Williams.

In den 1870-er Jahren arbeitete Martha Jane Canarry in Männerkleidung zeitweise in Wyoming als Scout (Kundschafter) für die United States Cavalry (Kavallerie) unter General George Crook (1828–1890). Der Offizier führte viele Feldzüge gegen die Indianer und lernte dabei, seine tapferen Gegner zu achten.

Im Mai 1876 heiratete der 40-jährige und am grünen Star leidende „Wild Bill Hickok“ in Cheyenne die 50 Jahre alte Zirkus-Prinzipalin Agnes Lake Thatcher (1826–1907). Sie hatte sich schon 1871 in Abilene während eines Gastspiels für Hickok interessiert und war gerade von einer erfolgreichen Europatournee zurückgekehrt. Das Paar verbrachte seine Flitterwochen in Cincinnati.

Danach ging Hickok allein nach Deadwood in South Dakota, wo er vermutlich Calamity Jane kennen lernte, die laut Legende seine Kameradin, wenn nicht sogar seine Geliebte oder sogar seine Frau, war. Von Hickok soll angeblich Janes Tochter Janey stammen.

„Wild Bill Hickok“ starb am Nachmittag des 2. August 1876 beim Pokerspiel mit drei alten Freunden in Nuttall & Mann’s No. 10 Saloon in der Goldgräber-Town Deadwood: Ein 25-Jähriger namens Jack McCall (1851–1877) schoss ihn von hinten in den Kopf. Die Kartenkombination, die Hickok aus der Hand fiel – Pik-As, Kreuz-As, zwei schwarze Achter und Karo-Bube – hieß fortan „dead mans’ hand“. McCall wurde am 1. März 1877 wegen dieser Bluttat hingerichtet.

Ein Jahr nach dem Tod von „Wild Bill Hickok“ grassierte 1878 in Deadwood eine Pockenepidemie, während der Calamity Jane – aus heute nicht mehr eruierbaren Gründen – zur Heldin geworden sein soll. In Deadwood befindet sich auch das Grab von „Wild Bill Hickok“, vor dem sich Calamity Jane fotografieren ließ. Als Heroine und Schönheit kam sie in einem Groschenheft über den fiktiven Detektiv Deadwood Dick zu Ehren.

Im August 1885 heiratete Calamity Jane in El Paso (Texas) den Kutschenfahrer Clinton Burk. Am 28. Oktober 1887 brachte sie die Tochter Janey zur Welt. Ihr Ehegatte verließ sie bald wieder, aber sie behielt seinen Namen. Dann gab Mrs. Burk ein kurzes Gastspiel bei Buffalo Bills Wild-West-Show, wo man sie wegen ständiger Trunkenheit feuerte, und zog danach mit der „Palace Museum Show“ durch das Land. Mit Hilfe eines weiblichen Ghostwriters brachte sie ihre vor Erfindungen strotzenden Memoiren „Life and Adventures of Calamity Jane“ (1895) zu Papier.

Als Mrs. Burk wegen Trunkenheit und schlechten Benehmens auch bei der „Palace Museum Show“ ihren Job verlor, vagabundierte sie durch den Westen und verkaufte selbst ihre Memoiren. Manchmal sah man sie in einem Bordell, wo sie ihre Liebesdienste anbot, oder trinkend und fluchend in Saloons. Gar nicht selten wurde sie mit Schimpf und Schande aus einer Stadt gejagt.

Am 2. August 1903 starb Calamity Jane im Alter von 51 Jahren in einem Hotelzimmer in Terry bei Deadwood. Wie „Wild Bill Hickok“ wurde auch sie in Deadwood begraben. Ihre Tochter Janey erhielt erst Jahre nach dem Tod der Mutter deren während der Wanderschaft geschriebene Briefe. In zahlreichen Wild-West-Filmen ist Jane als Nebenfigur zu sehen, in dem Streifen „Calamity Jane“ (1953) mit Doris Day steht sie im Mittelpunkt der Handlung.

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Diese Kurzbiografie von Calamity Jane stammt aus dem Tasschenbuch "Superfrauen 1 - Geschichte" von Ernst Probst
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Vor 110 Jahren geboren: Berenice Abbott biografien-news(cached at July 22, 2008, 9:46 am)


York & Shanghai" von "BrothersCho" bei Youtube

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Abbott

Zu den bedeutendsten Fotografinnen Nordamerikas zählte Berenice Abbott (1898–1991). In den 1920-er Jahren machte sie sich in Paris mit Porträts berühmter Leute einen Namen. Während der 1930-er und 1940-er Jahre fiel sie durch brillante Stadtansichten von New York auf. Ab den 1950-er Jahren schuf sie ungewöhnliche wissenschaftliche Aufnahmen.

Berenice Abbott kam am 17. Juli 1898 in Springfield (Ohio) zur Welt. Ihre Eltern ließen sich noch während ihrer Kindheit scheiden. Danach lebte Berenice bei der Mutter, während ihre drei Brüder beim Vater wohnten. Nach der Trennung sah sie ihren Vater nie wieder. Wenn es nach der Mutter von Berenice gegangen wäre, dann hätte sie Lehrerin werden sollen, doch sie entschied sich für einen anderen Berufsweg.

Nach einem kurzen Studium der Journalistik an der Ohio State University in Columbus wechselte Berenice 1918 an die Columbia University in New York, wo sie Bildhauerei und Malerei studierte. Von 1918 bis 1921 war sie eine Schülerin des rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi (1876–1957) und des französischen Bildhauers Antoine Bourdelle (1861–1929). Danach setzte Berenice einige Zeit ihre Studien in Berlin fort. Von 1923 bis 1925 arbeitete sie als Assistentin des amerikanischen Objektkünstlers, Fotografen und Malers Man Ray (1890–1976) in Paris. Er bildete sie zur Fotografin aus.

Im Jahre 1925 eröffnete Berenice Abbott in Paris ein eigenes Atelier. In der französischen Hauptstadt wurde sie unter anderem mit Porträts des Schriftstellers James Joyce (1882–1941), des Schriftstellers André Gide (1869–1951), des Malers Marchel Duchamp (1887–1968), des Dichters, Malers, Komponisten und Filmregisseurs Jean Cocteau (1889–1963), des Malers und Bildhauers Max Ernst (1891–1976), der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim (1898–1979), der Malerin Marie Laurencin (1885–1956) sowie des Fotografen Eugène Atget (1857–1927) bekannt.

Eugène Atget, der die Kultur und den Alltag des Pariser Lebens mit mehreren Tausend Aufnahmen dokumentierte, wurde Berenice Abbotts Freund. Nach seinem Tod 1927 erwarb sie seinen Nachlass und machte sein bis dahin verkanntes Werk einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

1929 kehrte Berenice Abbott in die Vereinigten Staaten zurück und verdiente sich dort vier Jahre lang ihren Lebensunterhalt als freie Bildreporterin. 1934 übernahm sie an der „New York School for Social Research“ eine Dozentur für Fotografie. Damit war die Zeit ihrer finanziellen Sorgen beendet.

Von 1929 an dokumentierte Berenice Abbott mit ihrer auf einem Stativ montierten 8x10“ Kamera den Wolkenkratzer-Bauboom in New York (Fotos S. 78/79). Obwohl ihre Kamera sehr schwer und langsam zu handhaben war, veränderte Berenice oft die Perspektiven, was ihre Kompositionen sehr dynamisch wirken ließ. Fast ein Jahrzehnt lang zeigte sie mit brillanten Schwarz-Weiß-Fotos den rapiden Wandel des Stadtbildes auf.

Manchmal machten es die Menschen der kleinen Fotografin mit ihrer riesigen Kamera schwer, wenn sie in den Straßen von New York ihre Aufnahmen anfertigte, doch sie setzte sich stets durch. Ihre Devise lautete: „Schau von unten aus der Sicht des Wurms“. Realistische Fotos waren damals nicht modern, und Berenice erlebte während der großen Depression eine schwierige Zeit. Ihre Lage besserte sich jedoch, als das „Federal Arts Project of the Works Progress Administration“ (WPA) sie mit einem Assistenten, einem Fahrer, einem Forschungsteam und einem Salär von wöchentlich 35 US-Dollar unterstützte.

Berenice Abbotts Bildbände „Changing New York“ (1939, Neuauflage unter dem Titel „New York in the Thirties“, 1973) und „Greenwich Village today and yesterday“ (1949) gelten als moderne Klassiker des Genres. Die Texte hierfür schrieb die Kunstkritikerin Elizabeth McCausland (1899–1966). Mit dieser war Berenice ihr Leben lang eng befreundet. Dass sie nie geheiratet hatte, bereute sie nicht, weil sie das schlechte Beispiel ihrer geschiedenen Eltern vor Augen hatte. Von Berenice Abbott stammen auch zwei Ratgeber für besseres Fotografieren, nämlich „Guide to Better Photography“ (1941 und 1953) und „The View Camera Made Simple“ (1948). Außerdem schrieb sie die Bücher „The World of Atget“ (1964), „A Portrait of Maine“ (1968) und „Berenice Abbott: Photographs“ (1970).

Ab den 1950-er Jahren fertigte Berenice Abbott wissenschaftliche Aufnahmen an, die sie häufig mit Hilfe eines Mikroskopes herstellte, Auf diese Weise bannte sie Phänomene wie Magnetismus und Bewegungsabläufe auf Zelluloid. Ihre Werke wurden oft in Ausstellungen und Retrospektiven präsentiert, unter anderem im „Museum of Modern Art“ (MOMA), New York. 1958 gab Berenice Abbott ihre Dozentur für Fotografie an der „New York School for Social Research“ auf. 1968 entschied sie als Kuratorin den Verkauf des Nachlasses von Eugène Atget an das „Museum of Modern Art“ in New York. Am 9. Dezember 1991 starb Berenice Abbott im Alter von 93 Jahren auf ihrem Alterssitz in Monson (Maine).


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Vor 80 Jahren geboren: Irene Koss biografien-news(cached at July 22, 2008, 9:46 am)

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 14 - Medien und Astrologie" von Ernst Probst:

Deutschlands beliebteste Fernsehansagerin der 1950-er Jahre war Irene Koss (1928–1996). Mehr als ein Jahrzehnt lang bot sie zunächst bei Sendungen des „Nordwestdeutschen Rundfunks“ (NWDR) und später des „Norddeutschen Rundfunks“ (NDR) einen erfreulichen Anblick auf dem Bildschirm. 1962 verließ sie Hamburg, heiratete einen Kabarettisten und lebte fortan in München.

Irene Koss wurde am 3. August 1928 als Tochter eines Zigarrenhändlers und Hobbymagiers in Hamburg geboren. Ihr Kindertraum war, Schauspielerin zu werden. Als Schülerin nahm sie Ballettunterricht und wirkte bei Theateraufführungen in der Schule mit. Nach der mittleren Reife ließ sie sich zur Schauspielerin ausbilden.

1946 wurde Irene Koss von der „Landesbühne Hannover“ engagiert. Im selben Jahr feierte sie als Eve in dem Stück „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist (1777–1811) ihr Theaterdebüt. 1947 wechselte sie an das Stadttheater in Flensburg. 1948 wurde sie von Ida Ehre (1900–1988) an die „Hamburger Kammerspiele“ geholt, wo sie an der Seite von Fritz Kortner (1892–1970) und Lil Dagover (1887–1980) auftrat. Danach spielte sie im Hamburger „Theater am Besenbinderhof“.

Bei einem Gespräch im November 1950 mit ihrem Agenten riet dieser Irene Koss, die eine neue Aufgabe suchte, sie solle zum Hamburger Heiliggeistfeld gehen. Dort würde Fernsehen gemacht. Die 22-Jährige folgte dieser Empfehlung, weil ein Schauspiel-Ensemble für Fernsehspiele gesucht wurde.

Wegen Geldknappheit kamen keine Fernsehspiele zustande. Statt dessen wurde Irene Koss an Silvester 1950 erste Ansagerin des „Nordwestdeutschen Rundfunks“ in Hamburg, aus dem später der „Norddeutsche Rundfunk“ hervorging. Anfangs sendete der NWDR aus einem Bunker am Heiliggeistfeld nur drei Mal in der Woche für ein bis zwei Stunden ein Programm.

Bei ihrem ersten Auftritt saß Irene Koss bei 40 Grad Celsius in einer winzigen Kabine, in deren Mitte ein Vorhang hing. Nach einem Gongschlag teilte sich der Vorhang, wurde links und rechts hochgerafft, und Irene sagte ihren Text vor nur drei Zuschauern auf: Es handelte sich um den Programmdirektor, einen Fernsehkritiker und einen Journalisten.

Die ersten Sendungen waren auf einem Fernsehgerät zu verfolgen, das sich im Schaufenster des NWDR-Gebäudes befand. Sobald sich auf dem Bildschirm auch nur ein Schatten bewegte, versammelte sich eine Menschenmenge davor. Irene Koss kündigte für eine Gage von 20 Mark pro Abend ernste Sendungen wie Opern und Schauspiele an, ihre Kollegin Angelika Feldmann (1916–2000) dagegen Unterhaltungsendungen.

In den Anfangsjahren des deutschen Fernsehens begrüßte Irene Koss die Zuschauer und Zuschauerinnen allabendlich mit den Worten „Guten Abend, meine Damen und Herren!“. In kurzer Zeit entwickelte sie sich zum ersten Star des neuen Mediums. Sie bekam Waschkörbe voller begeisterter Zuschauerpost und reichlich Heiratsanträge.

Während der 1950-er Jahre waren jeder Versprecher, jede Frisur und jedes neue Kleid von Irene Koss sofort Tagesgespräch. Anfang 1951 gab es dann den ersten TV-Skandal, weil Irene Koss es gewagt hatte, statt mit der gewohnten stirnfreien Frisur mit einen Ponyschnitt aufzutreten. Damals existierte in Deutschland nur ein einziger Fernsehsender. Weil es oft technische Störungen gab, mussten Irene Koss und Angelika Feldkamp die Kunst der freien Rede beherrschen.

Irene Koss stieg zur ersten Chefansagerin auf. Sie schrieb das Rundfunkmärchen „Die Reise zum Vater der Tiere“ und das Kinderbuch „Schnurzelpurz“ (1959), moderierte die „ARD-Fernseh-Kinderstunde“, bearbeitete bei „Electrola“ eine Schallplattenaufzeichnung von Märchen der Gebrüder Grimm, erzählte auf deutschen Walt-Disney-Platten und kommentierte Kulturfilme.

Bei der Auftaktsendung zur Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ lernte Irene Koss den Sportreporter, Kommentator und Mitbegründer des 1956 ins Leben gerufenen Kabaretts „Münchner Lach- & Schießgesellschaft“, Sammy Drechsel (1926-1986), kennen. Der Frauenheld mit der frechen Klappe aus Berlin galt als das genaue Gegenteil der kühlen und feinen Hamburgerin.

1962 verließ Irene Koss den NDR, heiratete Sammy Drechsel und folgte ihm nach München. Im Abstand von jeweils 14 Monaten brachte Irene die Töchter Gabriele und Brigitte zur Welt, zog sie auf und nahm Abschied vom Leben auf dem Bildschirm. Ungeachtet dessen erzählte Drechsel noch Jahre später: „Mich kennt ja keiner, alle kennen nur die Irene.“

In den 1980-er Jahren agierte Irene Koss hinter den Kulissen des Kabaretts, schmierte Brote, saß an der Kasse, half im Kabarettladen und schenkte Wein aus. Nach Drechsels Tod baute sie ein Wort- und Bildarchiv aller seit 1956 gespielten Programme der „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“ auf.

Vom modernen Fernsehen hielt Irene Koss nicht viel: „Es ist alles sehr steril. Meine Kolleginnen lesen den Text perfekt vom Teleprompter ab, es passieren kaum Patzer. Das ist ein technischer Fortschritt, aber auch unpersönlich.“

Am 1. Mai 1996, einen Tag vor der 40. Premiere der „Münchner Lach & Schießgesellschaft“, starb Irene Koss nach langer Krankheit im Alter von 67 Jahren in München. Bei ihrer Beerdigung standen die Kabarettisten Klaus Havenstein (1922–1998), Hanns-Dieter Hüsch, Bruno Jonas, Horst Jüssen, Sybille Nicolai, Gerhard Polt und Werner Schneyder am Grab.

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Vor 70 Jahren geboren: Wibke Bruhns biografien-news(cached at July 22, 2008, 9:46 am)

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 14 - Medien und Astrologie" von Ernst Probst:

WibkeBruhns

Die erste Nachrichtensprecherin eines deutschen Fernsehsenders war die Journalistin und Moderatorin Wibke Bruhns, geborene Klamroth. Sie präsentierte im Mai 1971 in der Sendung „Heute“ des „Zweiten Deutschen Fernsehens“ (ZDF) sich selbst und Nachrichten aus aller Welt auf dem Bildschirm. Dieses Medienereignis wirkte damals auf die Presse und die Öffentlichkeit als Sensation.

Wibke Klamroth wurde am 8. September 1938 in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) geboren. Ihr Vater, der Kaufmann Johannes Georg Klamroth (1898–1944), ist nach dem Attentat auf Adolf Hitler (1889–1945) vom 20. Juli 1944 hingerichtet worden. Danach musste ihre Mutter mittellos und mit fünf Kindern schwere Zeiten durchstehen, ehe sie 1949 im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland eine Stelle bekam.

Wibke Klamroth wuchs zunächst in ihrer Geburtsstadt Halberstadt auf. Später lebte sie in Internaten von Timmendorfer Strand und Plön (Schleswig-Holstein) sowie in Stockholm, Berlin und London.

In Berlin machte sie 1957 an der „Malvida-von-Meysenburg-Schule“ das Abitur. Anschließend studierte sie bis 1960 Geschichte und Politik an der Universität Hamburg.

Nach dem Studium begann Wibke Klamroth 1960 ein Volontariat als Journalistin in der Hamburger Redaktion der „Bild“-Zeitung, beendete dieses jedoch nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 vorzeitig aus politischen Motiven. Danach wechselte sie als freie Mitarbeiterin zum Fernsehen des „Norddeutschen Rundfunks“ (NDR) in Hamburg. 1961 heiratete sie den Werbe-Kaufmann Peter Teichgräber. Die erste Ehe wurde 1962 geschieden.

1962 ging Wibke Klamroth als Redakteurin zum Hamburger ZDF-Studio. 1965 schloss sie ihre zweite Ehe mit dem Schauspieler Werner Bruhns (1928–1977). 1966 kam die erste Tochter Annika zur Welt. Nach der Geburt der zweiten Tochter Meike 1968 beendete sie ihre Tätigkeit beim Hamburger ZDF-Studio. Anschließend arbeitete sie als freie Journalistin unter anderem für die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“, den NDR-Hörfunk und die Sendereihe „Querschnitt“ des ZDF.

Das „Zeitalter der Nachrichtenfrauen“ in Deutschland begann am 12. Mai 1971 um 22.15 Uhr, als Wibke Bruhns mit schicker Frisur, Brille, Bluse im Safari-Look und ausgesprochen lässig in der ZDF-Sendung „Heute“ die Nachrichten der Spätausgabe vorlas. Nach der von ZDF-Chefredakteur Wolf Dietrich als großartig empfundenen Premiere registrierte die Mainzer Fernsehanstalt eine Flut von meistens begeisterten Anrufen.

Mit dem ersten Auftritt in „Heute“ von Wibke Bruhns am 12. Mai 1971 hatte das „Zweite Deutsche Fernsehen“ dem „Ersten Deutschen Fernsehen“ der „Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands“ (ARD) eindeutig die Schau gestohlen. Denn die ARD wollte damals Ann Ladiges als erste Nachrichtensprecherin auf den Bildschirm bringen. Der gelungene Blitzstart brachte Frau Bruhns den Spitznamen „Wibke Verladiges“ ein.

Noch viel mehr Wirbel beim Publikum und in der Presse löste der zweite „Heute“-Auftritt von Wibke Bruhns am 24. Mai 1971 bei der Hauptnachrichtensendung um 19.45 Uhr aus. Die Vorbereitungen hierfür sind im ZDF streng geheimgehalten worden. Sogar der Sprecher Jochen Breiter glaubte an diesem Abend noch, er – statt Frau Bruhns – würde die Nachrichten präsentieren. Für den Job bei „Heute“ war Wibke Bruhns von ZDF-Moderator Hanns Joachim Friedrichs (1927–1995) entdeckt worden.

Schlagzeilen machte Wibke Bruhns auch durch ihre Mitarbeit in der „Sozialdemokratischen Wählerinitiative“ für Willy Brandt (1913–1992) anlässlich der Bundestagswahl 1972. Damals forderte der Chef der „Christlich-Demokratischen Union“ (CDU) in Niedersachsen, Wilfried Hasselmann, sie für Wochen vor der Wahl vom Bildschirm zu verbannen.

Allmählich fand Wibke Bruhns „es ein bisschen doof, nur Sachen vorzulesen“. Deswegen verließ sie nach 380 Nachrichtensendungen – die letzte davon am 12. Dezember 1972 – das ZDF und moderierte danach unter anderem „TM“, das „Tagesmagazin“ im dritten Programm des „Westdeutschen Rundfunks“ (WDR 3). Im Mai 1973 sah man ihren ersten Beitrag für das Magazin „Panorama“ (NDR), der kritisch über Zustände in einem Altersheim von Baden-Baden berichtete.

Ab 1974 arbeitete Wibke Bruhns als Autorin für die Hamburger Illustrierte „stern“ und weiterhin als Reporterin, unter anderem für das Unterhaltungsmagazin „Treffpunkt“ des „Südwestfunks“ (SWF). 1977 starb ihr Mann Werner Bruhns, der mehrfach in der ARD-Krimireihe „Tatort“ zu sehen war und auch als Autor und Regisseur in Erscheinung trat.

1979 schickte der „stern“ Wibke Bruhns als Nahostkorrespondentin nach Jerusalem. Ihre dortigen Eindrücke und Erlebnisse schlugen sich in dem Buch „Mein Jerusalem“ (1982) nieder.

Von 1984 bis 1988 war Wibke Bruhns für den „stern“ in Washington im Einsatz. Damals brachte sie ihre im Magazin „Geo“ erschienene Reportage über das Vietnam-Denkmal in der amerikanischen Hauptstadt mit dem Titel „Die Mauer der Versöhnung – das Vietnam Veteran’s Memorial“ zu Papier. Für jene „Beschreibung des Krieges als endlose Reihe persönlicher Opfer“ erhielt sie 1989 den „Egon-Erwin-Kisch-Preis“.

Nach dem Einsatz als „stern“-Korrespondentin in Washington arbeitete Wibke Bruhns als freie Journalistin mit Wohnsitz im Elsass. Es folgten zahlreiche Auftritte in verschiedenen Sendungen. Unter anderem moderierte sie für vier Jahre – zusammen mit Gisela Marx – die politische Talkshow „Drei vor Mitternacht“ (WDR 3) und in derselben Zeit das „Mittagsmagazin“ (WDR Hörfunk). Ab Januar 1993 war sie „Anchorwoman“ beim privaten Kölner Fernsehsender „Vox“, wo sie abwechselnd mit Martina Sagurna die Hauptnachrichtensendung „Weltvox“ präsentierte.

Von 1995 bis 1998 fungierte Wibke Bruhns als Hauptabteilungsleiterin Kultur des „Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg“. Anschließend wirkte sie als Beraterin für politische Talkshows der Produktionsfirma AVE („Talk im Turm“, „Spät am Abend“, „Der grüne Salon“, „Vorsicht Friedmann“).

Ab Januar 1999 betätigte sich Wibke Bruhns wieder freiberuflich, und ab Februar 2000 präsentierte sie als Sprecherin der „EXPO 2000“ in Hannover die Weltausstellung in der Öffentlichkeit.

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Schurmann

Als Sprachgenie, Gelehrte und Vorkämpferin für das Studium der Frauen eroberte sich die aus Deutschland stammende Anna Maria von Schurmann (1607–1678) einen ehrenvollen Platz in der Geschichte der Wissenschaft. Mit ihr korrespondierten Gelehrte, und sogar Fürstinnen schätzten sie sehr. Zeitgenossen rühmten sie als „Wunder ihres Zeitalters“ und europäisches Universalgenie.

Anna Maria von Schurmann wurde 1607 in Köln geboren. Ihre Familie stammte aus Antwerpen und hatte wegen ihrer reformierten Konfession die 1585 von den Spaniern eroberte Heimatstadt verlassen. Zusammen mit ihren beiden älteren Brüdern erhielt Anna Maria Privatunterricht von ihrem Vater und einem Hauslehrer. Dabei zeigte sich früh ihre außerordentliche Begabung.

1615 zog Anna Maria mit ihren Eltern nach Utrecht in die Niederlande. Der Dichter und spätere Staatsmann Jacob Cats (1577–1660) machte der noch nicht 14-Jährigen einen Heiratsantrag, den sie aber ausschlug. Damit folgte sie einem Rat ihres Vaters, den Ablenkungen eines weltlichen Lebens zu entgehen. Nach dem Tod des Vaters 1623 lebte Anna Maria mit ihrer Mutter und zwei Tanten in Utrecht.

Auf Anregung befreundeter Gelehrter veröffentliche Anna Maria von Schurmann ab 1636 einzelne Gedichte, Briefe und kleine Abhandlungen. Sie verfügte über hervorragende Sprachkenntnisse und publizierte ihre Werke in Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch, Griechisch, Hebräisch, Syrisch, Chaldäisch, Arabisch und Äthiopisch. Außerdem beherrschte sie die Stickerei, Glasmalerei, das Zeichnen, die Bossierkunst, Musik und Malerei.

Im Alter von 30 Jahren feierte Anna Maria von Schurmann die Einweihung der 1636 gegründeten Universität Utrecht mit lateinischen Versen. In der Folgezeit setzte sie sich energisch für die Zulassung der Frauen zum Studium ein. Bald verehrte man sie als „Stern von Utrecht“, „holländische Sappho“ und „holländische Minerva“.

Aufgrund einer Sonderregelung durfte Anna Maria von Schurmann als einzige Frau an den Vorlesungen des französischen Theologen André Rivet (1572–1651) im Hörsaal der Universität Leiden teilnehmen. Damit der ungewohnte Anblick einer Frau in der Alma mater die Studenten nicht ablenkte, musste sie sich in einer Nische hinter dem Vorhang verbergen.

André Rivet wirkte als Hofkaplan bei Friedrich Heinrich von Oranien (1584–1647) in Den Haag und als Erzieher dessen Sohnes Wilhelm II. von Oranien (1626–1650) sowie als Kurator der „Illustre School“ in Breda und einflussreicher orthodoxer Calvinist. Anna Maria von Schurmann und Rivet pflegten einen regen Briefwechsel, der bereits 1638 veröffentlicht wurde.

Anna Maria von Schurmann vertrat die Auffassung, einer christlichen Frau stehe das Studium der Wissenschaft zu. Sie erklärte: „Was immer den menschlichen Verstand verbessert und schmückt, schickt sich auch für eine christliche Frau. Alles, was den menschlichen Geist mit ungewöhnlichen und ehrenhaften Vergnügen erfüllt, steht auch einer christlichen Frau“.

Gegen Ende des „Dreißigjährigen Krieges“ (1618–1648) erschien in Leiden die erste Sammlung der von Anna Maria von Schurmann geschaffenen Gedichte in lateinischer, hebräischer und griechischer Sprache. Innerhalb von drei Jahren erreichten diese vier Auflagen.

Anna Maria von Schurmann korrespondierte mit zahlreichen bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit, wie dem Physiker Christiaan Huygens (1629–1695), dem Philosophen René Descartes (1596–1650), dem Kardinal Richelieu (1585–1642) sowie der Schriftstellerin und Übersetzerin Marie LeJars de Gournay (1565–1645), die eine Schrift über „Die Gleichheit von Männern und Frauen“ verfasst hatte. Zu ihren Besucherinnen zählte auch Königin Christine von Schweden (1626–1689).

Um 1666 gab Anna Maria von Schurmann ihre Kunst, ihre wissenschaftlichen Studien und ihren kalvinistischen Glauben auf und schloss sich Jean de Labadie (1610–1674) an. Dieser galt als Hauptvertreter der mystischen Spiritualisten französischer Sprache und wollte die Kirche nach dem Vorbild des Urchristentums wiederherstellen. Als er eine „urchristliche“ Separation aus der Taufe hob, wies ihn der Stadtrat von Genf aus.

1670 zog Jean de Labadie auf Vermittlung seiner Schülerin Anna Maria von Schurmann in das Stift Herford in Westfalen. Dort gewährte die Fürstäbtissin Elisabeth (1618–1680), Kurfürstin von der Pfalz, die Tochter der „Winterkönigin“ Elisabeth Stuart (1596–1662), den Labadisten eine Zeitlang Zuflucht. Danach gingen die Labadisten in die damals dänische Stadt Altona bei Hamburg.

Nach dem Tod von Labadie 1674 führte Anna Maria von Schurmann die Labadisten an, die sie nach Schloss Waltha bei Wiewerd (Friesland) führte. Dort begegnete sie der Botanikerin und Insektenforscherin Maria Sibylla Merian (1647–1717). Anna Maria Schurmann galt als die „Mama“ der frommen Gemeinschaft.

In ihrer Autobiographie „Eucleria, seu melioris partis electio“ („Eukleria oder die Erwähnung des besseren Teils“), die 1673 in Altona erschien und 1684/1685 in Amsterdam fortgesetzt wurde, schilderte Anna Maria von Schurmann ihre innere Entwicklung, die sie zu den Labadisten geführt hatte. Sie starb 1678 in Wiewerd.

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Bönnigheim (biografien-news) - Die kinderreichste Mutter Deutschlands war zweifellos Barbara Stratzmann (um 1448-1503), geborene Schmotzer, aus Bönnigheim im Kreis Ludwigsburg (Baden-Württemberg). Diese Frau, die man wegen ihres Mädchennamens "Schmotzerin" nannte, schenkte ihrem Mann Adam Stratzmann (gest. 1504) sage und schreibe insgesamt 53 Kinder, die jedoch alle früh starben.

Das "Kinderwunder von Bönnigheim" ist nachzulesen auf der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Der Titel gehört zu einer 14-bändigen Reihe über berühmte Frauen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Das "Kinderwunder von Bönnigheim" ist durch schriftliche Dokumente belegt. Am St. Thomastag anno 1498 protokollierte der Notar Friedrich Deumling aus Wimpfen die "wahrhaftige Historia" des Kinderreichtums der "Schmotzerin": "Bekenn mich hiermit mit meiner handschrift, dass Ich solches von dieser Frawen alles selbs hab gehört, Undt also auch geschrieben".

Im Protokoll von 1498 erzählte die "Schmotzerin", wie sich die Zahl ihrer 53 Kinder zusammengesetzt hat: Demnach war sie 29 Mal schwanger und gebar 18 Einlinge, fünf Zwillinge, vier Drillinge und jeweils einmal Sechs- und Siebenlinge.

Irgendwann zwischen 1500 und 1525 entstand das spätgotische Gemälde in der evangelischen Stadtkirche von Bönnigheim, das unter der Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem die "Schmotzerin" und ihren Gatten mit ihren insgesamt 53 Kindern darstellt. Links vom Betrachter aus knien der Vater und die 38 Söhne, rechts die Mutter und die 15 Töchter. Spruchbänder nennen das Todesjahr von Adam Stratzmann und Barbara "Schmotzerin", und ein Gedicht preist den Kinderreichtum.

1509 forderte Kaiser Maximilian (1459–1519), der sich damals in Vaihingen an der Enz und in Stuttgart aufhielt, von der Stadt "Binickheim" (Bönnigheim) einen Bericht über den Kindersegen der "Schmotzerin" an, über den ihn jemand informiert hatte. Er erhielt am 29. Juni jenes Jahres die gewünschte Antwort, deren Wortlaut in der heute etwas schwer verständlichen Sprache des Mittelalters bekannt ist.

Über Barbara Schmotzer berichtete zwischen 1600 und 1631 auch ein gewisser Neidhard von Gemmingen in seiner Familienchronik.

Trotz ihrer 53 Kinder gilt Barbara Schmotzer nicht als die kinderreichste Frau der Welt. Denn eine russische Bäuerin (1707–1782) gebar 69 und eine Frau in Chile, die in den 1990-er Jahren noch lebte, 55 Kinder. Im Vergleich dazu wirken die zwölf Kinder der Großmutter des Autors Ernst Probst bescheiden.

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

CassandraFedele

Zu den berühmtesten Wissenschaftlerinnen des 16. Jahrhunderts in Italien zählte die Gelehrte Cassandra Fedele (1465–1558). Der italienische Dichter und Humanist Angelo Poliziano (1454–1494) nannte sie eine „Zierde Italiens“. Auch andere renommierte Zeitgenossen waren voll des Lobes über sie. Ungeachtet dessen musste sie zeitweise in großer Armut leben.

Cassandra Fedele wurde 1465 in Venedig geboren. Ihre männlichen Verwandten bekleideten wichtige Ämter in der Verwaltung des venezianischen Staates. Ihr Vater ließ sie von dem Mönch und Humanisten Casparino Borro in Latein und Griechisch unterrichten. Beide Sprachen beherrschte sie bereits als Elfjährige. Außerdem lernte sie Rhetorik, Geschichte und Philosophie.

Auch das poetische und musikalische Talent von Cassandra Fedele war berühmt. Es sind aber keine Gedichte, sondern nur Briefe und Reden von ihr der Nachwelt überliefert.

Die Universität Padua bat Cassandra Fedele 1487, bei einer Promotionsfeier eine Rede zum Lob der Wissenschaften zu halten. Ihre gelungene „Oratio“ wurde bald gedruckt und verbreitete dank einer Ausgabe in Nürnberg 1489 das Wunder weiblicher Gelehrsamkeit bis nach Deutschland.

Dank ihrer Fähigkeiten trat Cassandra Fedele öffentlich als Rezitatorin vor der Universität Padua, vor dem Volk von Venedig und vor dem venezianischen Dogen Agostino Barbarigo (1468–1501) auf. Das Mädchen und sein Vater nahmen an Banketten des Dogen teil, wo Cassandra unter Bürgern, Schriftstellern und Dichtern glänzen konnte.

Der Ruhm Cassandra Fedeles war so groß, dass Königin Isabella von Aragon (1451–1504) sie an ihren Hof in Neapel einlud. Der Senat von Venedig erließ jedoch ein Dekret, das ihr die Ausreise untersagte. Offenbar geschah dies, um die 26-jährige internationale Berühmtheit im Lande zu behalten.

In ihren zahlreichen Briefen mit Gelehrten sowie hohen geistlichen und weltlichen Würdenträgern pries Cassandra Fedele die Wissenschaften, die Tugenden, tüchtige Leistungen und bedeutende Adressaten. Die von ihr angeschriebenen Personen antworteten ihr in wohlwollender Weise. Auf diese Weise schwoll der Briefwechsel immer mehr an.

Die französische Dichterin Cathérine des Roches (1550–1587) lobte Cassandra Fedele als Vorbild. Der deutsche Jurist, Diplomat und Kunstschriftsteller Christoph Scheurl (1481–1542) feierte sie und die Äbtissin Charitas Pirckheimer (1466–1532). Der deutsche Humanist Willibald Pirckheimer (1470–1530) widmete ihr seine lateinische Übersetzung der Werke des Plutarch. Und der deutsche Humanist Konrad Celtis (1459–1508) schickte ihr eine Druckausgabe der Schriften der Nonne Hroswitha (Roswitha) von Gandersheim (um 935–975).

Um 1500 heiratete Cassandra Fedele einen Arzt aus Vicenza, womit ihre Studienzeit zu Ende ging. Mit ihrem Gatten verbrachte sie einige Jahre auf der Mittelmeerinsel Kreta. Auf der Rückreise verlor das Paar seine ganze Habe bei einem Schiffbruch. Als Cassandras Mann am 1. Mai 1521 starb, nahm sie ihr Studium wieder auf. Da ihr Gatte sein Erbteil durch das Schiffsunglück auf hoher See verloren hatte, lebte Cassandra in großer Armut. Von ihrer Familie wurde sie wenig unterstützt.

In ihrer Not bat Cassandra Fedele den Papst Leo X. (1475–1521) erfolglos um eine kleine Unterstützung. Im Alter von 82 Jahren ersuchte sie Papst Paul III. (1468–1549) um Hilfe. Dieser bewirkte beim Senat von Venedig ihre Ernennung zur Priorin des Waisenhauses, das der Kirche „San Domenico di Castello“ angeschlossen war.

Als 90-Jährige hielt Cassandra Fedele zur Begrüßung der polnischen Königinmutter Bona Sforza (1494–1557), die als Staatsgast in Venedig weilte, eine lateinische Willkommensrede. 1558 starb Cassandra in Venedig. Man hat sie – wie einen bedeutenden Gelehrten – durch Feierlichkeiten und ein Grabmonument geehrt.

Das Schicksal von Cassandra Fedele spiegelt den Glanz und das Elend einer gelehrten Frau zur Zeit der Renaissance in Italien wider. Damals wurden tüchtige weibliche Gelehrte als Zeichen kulturellen Fortschritts enthusiastisch begrüßt, doch ihr Wirken blieb auf die Demonstration ihrer Kenntnisse beschränkt. Man bot ihnen keine Chance, in der Männerwelt der wissenschaftlichen Institutionen Fuß zu fassen.

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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 12 - Sport" von Ernst Probst:

Jüngste Fecht-Weltmeisterin und beste Fechterin aller Zeiten wurde Anja Fichtel-Mauritz, geborene Fichtel. Sie gewann zwischen 1986 und 1996 insgesamt zehn „Deutsche Meisterschaften“, zwei olympische Goldmedaillen (Einzel und Mannschaft) sowie fünf Weltmeistertitel (zwei Mal Einzel und drei Mal Mannschaft).

Anja Fichtel kam am 17. August 1968 in Tauberbischofsheim (Baden-Württemberg) zur Welt. Ihr Bruder Claus begeisterte sie bereits als Zehnjährige für das Fechten. Nach dem Verlassen der Schule absolvierte sie in Tauberbischofsheim eine Lehre als Bürokauffrau.

Den sportlichen Durchbruch schaffte Anja Fichtel 1985: In jenem Jahr wurde sie Siegerin beim Junioren-Weltcup, Weltmeisterin der Junioren sowie mit dem A-Nationalteam Mannschafts-Weltmeisterin und Sechste im Einzel. Nach diesen Erfolgen wählte man sie zur „Junior-Sportlerin des Jahres“.

In der Saison 1986 gewann Anja Fichtel bei der Weltmeisterschaft im Einzel 8:3 gegen ihre Vereinskameradin Sabine Bau. Damit ging sie als jüngste Weltmeisterin in die Geschichte des Fechtsports ein. Während der Saison 1987 hatte sie ein sportliches Tief, das sie erst gegen Jahresende mit dem Sieg beim Masters in ihrem Geburtsort überwand.

Anfang April 1988 holte Anja Fichtel in den USA ihren zweiten WM-Titel in der Juniorenklasse. Im Oktober 1988 gewann sie bei den „Olympischen Spielen“ je eine Goldmedaille im Einzel und mit der Mannschaft. Danach nervte sie der Rummel um ihre Person sehr. Bei der Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ erreichte sie hinter der Tennisspielerin Steffi Graf den zweiten Platz.

Im November 1988 trennte sich Anja Fichtel von ihrem langjährigen Trainer Alexander Pusch. Dessen Nachfolger, der frühere Florett-Weltmeister Harald Hein, brachte ihr einen variantenreicheren Fechtstil bei.

Bei der Weltmeisterschaft 1989 in Denver (Colorado) verlor Anja Fichtel im Einzel gegen die Sowjetrussin Olga Welitschko, wurde hinter dieser Zweite und erhielt die Silbermedaille. Mit der Mannschaft dagegen gewann sie damals Gold. 1990 ist sie im Einzel – nach einem Sieg gegen die Italienerin Giovanna Trillini – Weltmeisterin geworden.

1990 zog Anja Fichtel-Mauritz zu ihrem Lebensgefährten Merten Mauritz in die österreichische Hauptstadt Wien um. In der Donaumetropole wurde sie von Georg Seomloi betreut und trainierte meistens mit männlichen Partnern. 1991 gewann sie hintereinander fünf Weltcupturniere sowie das Masters und erkämpfte bei der WM mit der deutschen Mannschaft Bronze.

Am 24. April 1992 heiratete Anja Fichtel ihren Lebensgefährten Merten Mauritz. In jenem Jahr lag sie bis zum sechsten Schwangerschaftsmonat auf Platz 1 der deutschen Rangliste. Bei den „Olympischen Spielen 1992“ in Barcelona (Spanien) holte Anja Fichtel-Mauritz – nur sieben Wochen nach der am 12. Juni 1992 erfolgten Geburt ihres Sohnes Laurin – mit der Mannschaft die Silbermedaille.

1993 gewann Anja Fichtel-Mauritz bei den Weltmeisterschaften in Essen die dritte Goldmedaille mit der Mannschaft. Im Einzel landete sie auf Platz 5. In Linz (Oberösterreich) gewann sie im Herbst 1993 das Finale der Europameisterschaften. Gegenüber den Medien erklärte sie: „Ich fechte viel defensiver, fechte mehr auf Zeit“.

Nach ihrer achten deutschen Meisterschaft im Januar 1994 erlebte Anja Fichtel-Mauritz bei der Weltmeisterschaft in der griechischen Hauptstadt Athen eine große Enttäuschung. Sie schied im Einzel früh aus und verlor mit der Mannschaft den Kampf um Bronze. Tief enttäuscht sagte sie: „Ich bin noch nie ohne Medaille von einer WM nach Hause gefahren.“ Bei den „Europameisterschaften 1994“ in Krakau (Polen) erfocht sie Bronze.

Unter ihrem neuen Trainer Sven Todt stieß Anja Fichtel-Mauritz 1995 wieder zur Weltspitze vor. Sie gewann zum fünften Mal das Masters und verpasste bei der Weltmeisterschaft in Den Haag (Niederlande) nur knapp eine Medaille. Zuvor hatte sie so hart wie nie zuvor trainiert.

Nach der zehnten deutschen Meisterschaft Anfang 1996 bereitete sich Anja Fichtel-Mauritz unter ihrem früheren Trainer Alexander Pusch auf die „Olympischen Spiele“ in Atlanta (Georgia) vor. Dort holte sie mit der Mannschaft eine Bronzemedaille. Bei den Europameisterschaften Ende jenes Jahres heimste sie ebenfalls Bronze ein. Damals dachte sie darüber nach, die österreichische Staatsbürgerschaft anzunehmen, um zum Ausklang der Karriere „ohne Konkurrenzdruck und negativen Stress“ fechten zu können.

Ende 1996 bereitete Anja Fichtel-Mauritz eine seltene Stoffwechselkrankheit, die Störungen im Magen- und Darmbereich bewirkt, starke gesundheitliche Probleme. Im März 1997 erklärte sie am Rand des Degen-Weltcupturniers in Tauberbischofsheim ihren Rücktritt. Am 4. Oktober 1997 brachte sie ihr zweites Kind Chiara zur Welt. Mitte Juni 1998 nahm das Jahrhundert-Talent des Fechtsports beim Sieben-Nationen-Turnier der Degenfechterinnen in Tauberbischofsheim für immer Abschied von der Planche.

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Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Als tollkühne Ballonfahrerin begeisterte die Französin Madeleine Sophie Blanchard (1778-1819), geborene Madeleine Sophie Armant, in Frankreich, Belgien, Italien und Deutschland die Massen. Zuerst trat sie mit ihrem Mann und später alleine auf. Die erste professionelle Luftschifferin und 'kaiserliche Aeronautin' Napoléons I. stürzte über Paris bei ihrer 67. Ballonfahrt in den Tod.

Madeleine Sophie Armant wurde 1778 in Trois-Canons im französischen Département Charente Maritime geboren. 1804 heiratete sie mit 26 Jahren den berühmten Ballonfahrer Jean-Pierre Blanchard (1750-1809). Dieser hatte am 7. Januar 1785 zusammen mit dem aus Boston (Massachusetts) stammenden amerikanischen Physiker Dr. John Jeffries (1744-1819) erstmals mit einem gasgefüllten Ballon von Dover aus den Ärmelkanal überquert.

Auch die junge Frau begeisterte sich für die Luftfahrt: Zusammen mit ihrem Mann schwebte sie von Dover innerhalb von zweieinhalb Stunden nach Calais. Bald unternahm sie alleine Ballonfahrten. Außerdem sah man das Ehepaar Blanchard bei Ballonaufstiegen in vielen europäischen Großstädten.

1809 erlitt Jean-Pierre Blanchard während einer Ballonfahrt über dem niederländischen Den Haag eine Herzattacke und stürzte aus etwa 30 Meter Höhe ab. Da er sich von diesem Unglück nie mehr völlig erholte, betrieb seine robuste Frau danach alleine ihre Ballonfahrten.

Abenteuerlich verlief eine Ballonfahrt von Madeleine Sophie Blanchard am 16. September 1810 in Frankfurt am Main. Sie startete ohne Gondel auf einem Seil sitzend, wurde in den Taunus abgetrieben und landete dort mit starken Erfrierungen.

Bei ihren Auftritten mit dem Ballon zeigte Madeleine Sophie Blanchard gewagte Kunststücke außerhalb der Gondel, die sie mit einem Feuerwerk beleuchtete. Solche Schauspiele wurde von Tausenden von Zuschauern bejubelt. In Frankreich gab es bald kein großes offizielles Fest mehr, bei dem Sophie nicht zu bewundern war.

Kaiser Napoléon I. (1769-1821) ernannte Sophie Blanchard zur 'kaiserlichen Aeronautin'. Bei seiner zweiten Hochzeit 1810 mit Erzherzogin Marie Louise von Österreich (1791-1847) war sie auf dem Pariser Marsfeld und 1811 bei den Feiern zur Geburt seines Sohnes Louis (1811-1832) in Saint-Cloud die große Attraktion.

Am 7. Juli 1819 fand Madeleine Sophie Blanchard im Alter von nur 41 Jahren bei einer nächtlichen Ballonfahrt über dem Pariser Vergnügungspark 'Tivoli' den Tod. Beim Feuerwerk ging ihr Ballon in Flammen auf, stürzte aus etwa 300 Meter Höhe ab, und die Gondel durchschlug ein Hausdach.

Bei der Beerdigung von Madeleine Sophie Blanchard auf dem Pariser Friedhof 'Père Lachaise' nahm eine unübersehbare Menschenmenge von der berühmten Ballonfahrerin bewegt Abschied. Noch heute erinnert dort ein großes Monument, das mit Spenden der Bevölkerung errichtet wurde, an die mutige Frau.

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AugusteSchmidt

Eine der bedeutendsten bürgerlichen Frauenrechtlerinnen Deutschlands war die Lehrerin, Feministin und Schriftstellerin Auguste Schmidt (1833–1902). Die couragierte und redegewandte Schlesierin gehörte zu den Gründerinnen des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“, des „Vereins deutscher Lehrerinnen und Erzieherinnen“, des „Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen-Vereins“ sowie des „Bundes Deutscher Frauenvereine“.

Auguste Schmidt wurde am 3. August 1833 als Tochter eines preußischen Artilleriehauptmanns in der schlesischen Metropole Breslau geboren. Ihr Vater ermöglichte seinen drei Töchtern eine gute Berufsausbildung. Eine Schwester machte später eine künstlerische Karriere als Konzertsängerin, Auguste und eine andere Schwester besuchten in Posen erfolgreich ein Lehrerinnenseminar.

Nach ihrem bestandenen Abschlussexamen im Alter von 17 Jahren arbeitete Auguste Schmidt zunächst als Lehrerin in Posen und anschließend an einer Privatschule in Oberschlesien. Danach erhielt sie an der städtischen höheren Magdalenenschule in Breslau eine Anstellung als einzige wissenschaftliche Lehrerin.

Mit 28 Jahren stieg Auguste Schmidt, die inzwischen das Schulvorsteherinnenexamen absolviert hatte, zur Direktorin der „Latzelschen höheren Privattöchterschule“ in Leipzig auf. Ihr Unterricht gefiel später der Leiterin des „Steyberschen Erziehungsinstituts“ so gut, dass diese sie als Lehrerin für Literatur und Ästhetik einstellte. Zu ihren Schülerinnen gehörte Clara Zetkin (1857–1933), die sich später als Politikerin einen Namen machte.

Bei ihrer pädagogischen Arbeit wurde Auguste Schmidt von ihren verwitweten Schwestern unterstützt, mit denen sie zusammenlebte. Ab 1864 besuchte die Journalistin und Schriftstellerin Louise Otto-Peters (1819–1895) jeden Freitag das Haus von Auguste Schmidt.

1865 gründeten Auguste Schmidt, Louise Otto-Peters und Henriette Goldschmidt (1825–1920) den „Leipziger Frauenbildungsverein“. Beim ersten deutschen Frauenkongress in Leipzig im Oktober 1865 hob Auguste Schmidt zusammen mit ihren Mitstreiterinnen Helene Lange (1848–1930) und Marie Löper-Houselle (1837–1916) den „Allgemeinen Deutschen Frauenverein“ (ADF) aus der Taufe.

Bei der Gründungsversammlung des ADF hielt Auguste Schmidt eine Rede, in der sie die Auffassung vertrat, die Frauenbewegung müsse weniger den Widerstand egoistischer Männer als vielmehr die Teilnahmslosigkeit von Frauen fürchten, die sich in dem Zustand ewiger Kindheit und Unterordnung glücklich und zufrieden fühlten. Sie meinte, das Problem der Frauen läge vor allem im Nichterkennen der eigenen Situation. Von 1866 bis 1920 gab sie zusammen mit Louise Otto-Peters die Zeitschrift des ADF mit dem Titel „Neue Bahnen“ heraus.

1869 beteiligte sich Auguste Schmidt zusammen mit der Lehrerin Marie Calm (1831–1887) aus Kassel an der Gründung des „Vereins deutscher Lehrerinnen und Erzieherinnen“. 1890 hob sie in Friedrichroda zusammen mit Helene Lange den „Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen-Verein“ (ADLV) mit aus der Taufe. Von 1894 bis 1899 fungierte sie als Vorsitzende des „Bundes Deutscher Frauenvereine“ (BDF), zu dessen Gründerinnen sie ebenfalls gehörte.

Ihr Engagement in der Frauenbewegung ließ Auguste Schmidt wenig Zeit, um ihr Talent zur Schriftstellerei zu beweisen. Zu ihren literarischen Werken gehören die Novellen „Tausendschön“ und „Veilchen“, die beide 1868 erschienen, sowie die Erzählung „Aus schwerer Zeit“, die 1895 herauskam. Ab 1895 zeichnete sie für die Zeitschrift „Neue Bahnen“ alleine verantwortlich. Im Alter von 66 Jahren zog sie sich 1900 aus dem öffentlichen Leben zurück.

Auguste Schmidts Engagement galt vor allem der Mädchenbildung und der Gleichberechtigung der Frauen. Sie starb am 10. Juni 1902 im Alter von 68 Jahren in Leipzig. Nach ihrem Tod sind die Bücher „Auguste Schmidt als Frauenrechtlerin“ (1904) und „Auguste Schmidt“ (1933) erschienen.

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EllyBeinhorn

Wiesbaden (medien-news) – Jacqueline Auriol (1917-2000) startete im Juli 1949 als einzige Frau unter 20 männlichen Kunstfliegern, erhielt nach ihrem Auftritt als tollkühne Luftakrobatin den Spitznamen „La Lionne“ (die Löwin), erlitt bei einem Absturz in die Seine schwere Gesichtsverletzungen und verbrachte fast anderthalb Jahre in Kliniken.
Maryse Bastié (1898-1952) erwarb 1928 als erste Französin den Führerschein für Passagierflugzeuge, stellte in den 1930-er Jahren acht Weltrekorde auf und kam 1952 bei einem Flugmeeting auf tragische Weise ums Leben.

Elly Beinhorn (1907-2007) wurde als junge Pilotin von einem deutschen Fliegeridol gewarnt: „Wenn du so weitermachst, fällst du bald anständig auf die Schnauze“, als sie wenige Wochen später abstürzte schickte sie ein Telegramm: „Vorausgesagter Bruch hat planmäßig stattgefunden“.
Jacqueline Cochran (19065-1908) wuchs als Findelkind in großer Armut bei Pflegeeltern auf, wählte angeblich ihren Namen aus dem Telefonbuch, wurde später eine der bekanntesten und kühnsten Fliegerinnen Amerikas und galt zeitweise als „schnellste Frau der Welt“.

Hanna Reitsch (1912-1979) war der erste deutsche weibliche Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber, unternahm den ersten Hubschrauberflug in einer Halle und stellte 40 Rekorde aller Klassen und Flugzeugtypen auf.

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Königinnen der Lüfte“ (ISBN 3638934152) des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Es ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de erschienen und beim Buchgroßhändler „Libri“ für 14,99 Euro unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7363306/ernst_probst_koeniginnen_der_luefte_3638934152.html

Seattle-Daumenkino

Wer war Häuptling Seattle? Das Idol der Ökologie-Bewegung

Wiesbaden (biografien-news) - „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“ Diese oft zitierten Worte werden dem weisen Indianerhäuptling Seattle (um 1786–1866) zugeschrieben, der um 1855 eine engagierte Rede gehalten haben soll, welche die Weißen zur Achtung der Natur ermahnte. In Wirklichkeit stammt der eingangs erwähnte Satz aus einer Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree.

Seattle wurde zu einem der großen Idole der Ökologie-Bewegung des 20. und 21. Jahrhunderts. Obwohl heute mehr denn je unklar ist, ob der Häuptling die berühmte Rede überhaupt und – wenn ja – so gehalten hat, werden seine Weisheiten tausendfach in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, im Film, Fernsehen und Internet verbreitet.

Wer aber war dieser Mann, der bereits zu seinen Lebzeiten „der Große“ oder „Sokrates des Nordwestens“ genannt wurde und dessen Worte – mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod – immer noch so viel Eindruck auf die Menschen in aller Welt machen? War er tatsächlich ein tapferer Krieger, ein bedeutender Häuptling, ein weiser Seher, ein charismatischer Prophet?

Seattle kam an einem nicht mehr eruierbaren Tag um 1786 zur Welt. Gegenüber weißen Siedlern erwähnte er später, er sei auf Blake Island im zentralen Puget Sound (auch Pugetsund genannt) zur Welt gekommen. Der etwa 150 Kilometer lange, stark verzweigte und inselreiche Puget Sound, etwa 200 Kilometer südlich der kanadischen Grenze, ist eine Bucht an der Pazifikküste des heutigen Bundesstaates Washington.

Die Geburt von Seattle fiel in eine für die Geschichte seines Volkes apokalyptische Zeit. Damals dezimierten verheerende Seuchen die indianische Bevölkerung. Außerdem trugen neuartige Waren und Schusswaffen zur Unruhe bei.

Seattles Vater Schweabe fungierte als Häuptling der Suquamish-Indianer, die auf Bainbridge Island jenseits des Puget Sound lebten, wo die Duwamish-Indianer an einem Fluss lagerten. Seine Mutter Scholitza war die Tochter eines Häuptlings der Duwamish-Indianer. Da die Abstammung bei diesen Indianern immer der weiblichen Linie folgte, galt Seattle als ein Angehöriger der Duwamish.

Der Name Seattle wurde von den Indianern auf verschiedene Weise ausgesprochen. Eine Variante war „See-at-la“, die andere „See-alth“.

Im Alter von etwa sechs Jahren sah Seattle die ersten im Puget Sound ankommenden Engländer: Am 20. Mai 1792 landete dort Kapitän George Vancouver (1758–1798) mit seinem Schiff „H. M. S. Discovery“. Er ging auf Bainbridge Island vor Anker und schrieb in sein Logbuch, das Dorf sei das „schäbigste seiner Art“. Sogar die besten Hütten seien „arm und erbärmlich“. Seattle zeigte sich von dem Schiff und den Kanonen der Engländer sehr beeindruckt.

Bereits in jungen Jahren genoss Seattle unter den Indianern ein hohes Ansehen. Während einer Fragestunde über seine Zukunft wurde dem Jugendlichen großer Wohlstand prophezeit. Tatsächlich schätzte man ihn später als Stammesführer. Er brachte sechs lokale Stämme unter seine Kontrolle.

Die erste Ehefrau von Seattle starb gleich nach der Geburt der Tochter Angeline. Seine zweite Gattin schenkte ihm Söhne und Töchter. Die Ehefrauen stammten aus Tola’ltu am Westufer von Elliot Bay. Seattle verfügte über acht Sklaven, was als Zeichen für Reichtum und Status galt.

Bei einem Angriff der mächtigen Cowichans-Indianer von Vancouver Island tat sich Seattle als Krieger hervor. Während der Phase, in der sein berühmter Onkel Kitsap ein Bündnis von Kriegern gegen die Cowichans anführte, stellte Seattle einer Gruppe der Angreifer, die mit Kanus den Green River herunterfuhren, erfolgreich einen Hinterhalt.

Außerdem griff Seattle die S’Klallam, ein einflussreiches indianisches Volk an der Nordküste der Olympic Peninsula, an. Zudem soll er an Angriffen am oberen Snoqualmie River teilgenommen haben.

1833 gründete die „Hudson’s Bay Company“ am Puget Sound das „Fort Nisqually“. Francis Herron, der Chefhändler der Company, hielt Seattle für einen bedeutenden und gefährlichen Indianer. Deswegen bat er ihn um Unterzeichnung eines Vertrages, der Mord unter Eid verneinte. Das Personal der Company verlieh dem ungefähr 1,80 Meter großen Seattle den Spitznamen „Le Gros“ („der Große“).

Durch die Ermordung eines Medizinmannes der Skyomish-Indianer verursachte Seattle 1837 so viel Ärger, dass William Kittson von der „Hudson’s Bay Company“ hoffte, die Suquamish würden diesen töten. Doch jene wussten seine Führung zu schätzen.

Aus Rache für den Mord an einem Gefolgsmann überfiel Seattle 1841 das Dorf Yila’lgos am Zusammenfluss von Green River und White River. Sechs Jahre später unterstützte er die Suquamish bei einem Überfall auf den Hauptsitz der Chemakum-Indianer, wobei diese rivalisierende Gruppe ausgelöscht wurde.

Der Tod eines seiner Söhne erschütterte Seattle so sehr, dass er den katholischen Glauben annahm und sich auf den Namen „Noah“ taufen ließ. Die Taufe erfolgte vermutlich in der „St. Joseph of Newmarket Mission“. Auch Seattles Kinder wurden getauft und christlich erzogen.

Der Übertritt zum katholischen Glauben markierte das Ende der kämpferischen Zeit von Seattle. Nun entwickelte er sich zum Anführer, der nach Zusammenarbeit mit den ankommenden weißen Siedlern strebte. Mit den Weißen führte er nie Krieg.

Die Stimme von Seattle war angeblich so gewaltig, dass man ihn eine halbe Meile weit hörte. Es hieß, von seinen Lippen seien gewichtige Sätze gekommen wie der unaufhörliche Donner von Wasserfällen, die von unerschöpflichen Quellen gespeist würden.

1846 erreichten weiße Siedler den Puget-Sound. Die herzliche Begrüßung und die Hilfe, die Seattle ihnen zuteil werden ließ, brachten ihm den Ruf eines Freundes der Weißen ein. In einer Rede, mit der Seattle die Besucher Isaac N. Ebey und B. F. Shaw im Sommer 1850 begrüßte, bat er sie, sich unter seinem Volk anzusiedeln. Diese Rede wurde von Shaw aufgezeichnet, bald danach im „Oregon Spectator“ veröffentlicht und ermutigte zur Besiedlung im Tal des Duwamish-Flusses.

Seattle suchte gezielt Siedler aus, mit denen er Geschäfte machen konnte. Um solche Kontakte zu pflegen, wählte er einen Wohnsitz bei Olympia. Im Sommer 1851 organisierte er zusammen mit dem Kaufmann Charles Fay aus San Francisco einen Fischfang im Elliott Bay.

Als Charles Fay im Herbst 1851 abreiste, konnte Seattle Dr. David („Doc“) Maynard (1808–1873) dafür gewinnen, den Platz von Fay einzunehmen. Im Frühling 1852 organisierten Maynard und Seattle einen weiteren Fischfang bei Dzidzula’lich, einem Indianerdorf am Ostufer der Bucht.

Im Sommer 1852 gründete David („Doc“) Maynard einen Handelsposten am Ufer des Duwamish-Flusses. Seattle und Maynard wurden so gute Freunde, dass der Doktor die neue Siedlung nach dem Häuptling benannte.

Da die Weißen die Namen „See-at-la“ oder „See-alth“ nicht gut aussprechen konnten, sagten sie „Seattle“. Darüber war der Häuptling aber nicht sehr erfreut. Er meinte, er werde sich nach seinem Tod jedes Mal, wenn Seattle gesagt würde, im Grab umdrehen.

Seattles Bemühungen, an der Entwicklung der nach ihm benannten Siedlung nachhaltig teilzunehmen und die Zukunft seines Volkes mit dem der Siedler zu vermischen, scheiterten aus zwei Gründen: wegen des Hungers nach Land und dem Wunsch vieler einflussreicher Weißen, ihre Leute getrennt von den Indianern zu halten. Dies minderte jedoch Seattles Freundschaft und Loyalität nicht.

Ab 1854 kaufte Isaac Stevens (1818–1862), der Gouverneur des Territoriums Washington, das Land der Indianer auf oder beschlagnahmte es. Im Januar 1854 besuchte der Gouverneur Elliot Bay und kündigte Vertragsverhandlungen an, was Seattle begrüßte.

Während der Vertragsverhandlungen vom 27. Dezember 1854 bis zum 9. Januar 1855 diente Seattle als Sprecher der Indianer. Der alte Häuptling beklagte, die Tage der Indianer gingen vorüber und die Zukunft gehöre dem weißen Mann. Von Seattles Rede machte sich Dr. Henry Smith (1830–1915), ein Chirurg und Schriftsteller mit dem Pseudonym „Paul Garland“ und einem Hang für blumige viktorianische Dichtung, angeblich Notizen.

Obwohl Seattle bezweifelte, dass sein Volk Geld für sein Land erhalten werde, setzte er als Erster sein Zeichen unter das mit Gouverneur Stevens vereinbarte Vertragsdokument. Damit wurde der juristische Anspruch auf etwa 2,5 Millionen Acres Land (ein Acre = 4047 Quadratmeter) abgetreten und ein Reservat für die Suquamish garantiert, aber keines für die Duwamish.

Aus Unzufriedenheit mit den Verträgen und Ärger über die Arroganz der Weißen erkannten viele Duwamish die Führerschaft von Seattle nicht mehr an. Dies führte schließlich zum so genannten „Yakima Indianer Krieg“ von 1855 bis 1857.

Spätere Vorwürfe von Seiten der Indianer bezüglich Seattles Doppelzüngigkeit während dieses Konflikts deuteten an, dass der Häuptling einerseits versuchte, mit allen indianischen Gruppen östlich und westlich der Berge Kontakt zu halten, andererseits aber ein treuer Verbündeter der Weißen blieb, die durch seine Kontakte geheime Informationen erhielten.

Nach der Niederlage der Indianer in diesem Konflikt bemühte sich Seattle, seinem Volk zu helfen. Er bat – allerdings erfolglos – um Nachsicht für den indianischen Anführer Leschi (1808–1858), den Häuptling der Nisqually, der am 19. Februar 1858 gehenkt wurde. Außerdem ersuchte er den Gouverneur um die baldige Ratifizierung eines Vertrages.

Im „Fort Kidsap Reservat“ wollte Seattle den Einfluss von Whisky-Verkäufern einschränken und die Ritualmorde an Sklaven verhindern. Wie im Vertrag gefordert, gab Seattle seine eigenen Sklaven frei. Außerhalb des Reservats beteiligte er sich an Treffen, um Zwistigkeiten der Indianer zu lösen.

Seattle unterhielt gute Beziehungen zu William De Shaw, einem Indianer-Vertreter und Eigentümer eines Handelspostens am Agate Pass, sowie zu George Meigs, in dessen alkoholfreier Firmenstadt indianische Arbeiter einen Ort fanden, wo sie vor räuberischen Whisky-Verkäufern sicher waren.

Der mittlerweile alte und verarmte Seattle fragte 1858 in einer Rede, warum der Vertrag von 1855 nicht vom Kongress der Vereinigten Staaten unterzeichnet worden sei. Er beklagte: „Ich war den ganzen Winter sehr arm und hungrig und bin nun sehr krank. Bald werde ich sterben. Wenn dies geschieht, wird mein Volk sehr arm sein. Sie werden nichts besitzen, keinen Häuptling haben und niemanden, der für sie sprechen wird.“

1864 erhielt Seattle das heilige Sakrament der Firmung, womit er seinen christlichen Glauben bestätigte. Führer der indianisch-katholischen Gemeinde war damals nicht Seattle, sondern ein Suquamish-Anführer namens Jacob.

Eine Verordnung der Stadt Seattle von 1865 untersagte Indianern, einen ständigen Wohnsitz innerhalb der Stadtgrenzen zu haben. Dies zwang den Häuptling, den Ort zu räumen, an dem er – wie erwähnt – die Siedler Shaw und Ebey 1850 begrüßt und zur Ansiedlung eingeladen hatte.

In der Folgezeit lebte Seattle im „Port Madison Reservat“ und vermutlich nördlich der Stadtgrenzen, wo Angeline, die Tochter seiner ersten Frau, wohnte. Oft kam er in die Stadt, besuchte Freunde, kümmerte sich um Leute, die in Seattle arbeiteten, und hielt sich in zeitweiligen Zeltplätzen im Hafenviertel auf.

Von Häuptling Seattle existiert ein historisches Foto, das 1865 im hohen Alter – im Jahre vor seinem Tod – entstand und von E. M. Sammis angefertigt wurde. Dieses Bild befindet sich in der „University of Washington Special Collection“.

Am 7. Juni 1866 starb Seattle im Alter von ungefähr 80 Jahren gegen 13 Uhr in einem Altersheim. Er wurde in Suquamish im US-Bundesstaat Washington begraben. Von seinem Grab aus bietet sich ein herrlicher Blick auf den Puget Sound, und in der Ferne kann man gerade noch die Stadt Seattle erkennen.

Nach Ansicht von Historikern überstanden die rund 14000 Indianer des Territoriums Washington – die Suquamish, Duwamish, Nisqually, Puyallup, Makahs, S’Klallams, Quinaielts, Quilehutes, Yakamas, Chehalis, Colville, Spokanes, Couer d’Alène, Hohs und Quits – dank des Einflusses von Häuptling Seattle die Reservationspolitik der USA verhältnismäßig ungeschoren.

Bis zu den 1970-er Jahren war die Geschichte von Häuptling Seattle nur mit dem Namen der Stadt, die seinen Namen trägt, eng verbunden. Doch mit der Umweltbewegung rückte die Rede von Seattle vor Gouverneur Isaac Stevens wieder ins Bewusstsein vieler Amerikaner.

Die Redegewalt und philosophische Aussagekraft von Seattle erinnerte einige Amerikaner an große Griechen des Altertums. Bereits zu Lebzeiten bezeichneten man ihn als den „Sokrates des Nordwestens“. Mit der Rede von Seattle befassten sich unzählige Artikel in Zeitungen und Zeitschriften, Beiträge im Rundfunk, Fernsehen und Internet sowie Bücher und Filme.

Moderne Versionen der Rede von Seattle beziehen sich auf Dinge, die der Häuptling nie gesehen und von denen er auch nichts gewusst haben kann. Zum Beispiel die Eisenbahn oder die Abschlachtung der Büffel, die erst nach seinem Tod stattfand. Teilweise widersprechen sich Passagen der verschiedenen Redeversionen sogar.

Seattles älteste Tochter Angeline lebte im hohen Alter in einer Hütte nördlich der Stadtgrenze von Seattle. Sie wurde von den Weißen als „Prinzessin Angeline“ bezeichnet. Ein Fotograf namens Edward S. Curtis (1868–1952) machte von ihr Aufnahmen und zahlte ihr für jedes Foto einen Dollar. Er entwickelte sich zu einem der berühmtesten Fotografen amerikanischer Indianer.

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Die Autoren Sonja Probst und Ernst Probst schildern in ihrem Taschenbuch „Meine Worte sind wie die Sterne“ (ISBN 3638957438) die Entstehungsgeschichte der Rede des Häuptlings Seattle. Das bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienene Taschenbuch ist beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7514475/sonja_probst_ernst_probst_hrsg_meine_worte_sind_wie_die_sterne_die_rede_des_haeuptlings_seattle_und_andere_indianische_weisheiten_3638957438.html zum Preis von 14,99 Euro erhältlich.

SchwarzerPeter

Wiesbaden (biografien-news) - Das vor allem bei Kindern beliebte Kartenspiel "Schwarzer Peter" wurde im 19. Jahrhundert von dem berüchtigten Räuber Johann Peter Petri im Zuchthaus von Bicétre bei Paris erfunden. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wiesbadener Autor Ernst Probst in seinem Taschenbuch "Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald" hin. Das Taschenbuch ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7487489/ernst_probst_der_schwarze_peter_ein_raeuber_im_hunsrueck_und_odenwald_3638951421.html zum Preis von 17,99 Euro erhältlich.

Der 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet geborene schwarzhaarige Holzfäller und Köhler Peter Petri alias "Schwarzer Peter" war einer der Lehrmeister und Komplizen des legendären "Schinderhannes", der 1803 in Mainz zusammen mit 19 Kumpanen unter dem Fallbeil seinen Kopf verlor. Am 5. Mai 1811 nahm man den "Schwarzen Peter" nach dem Überfall der Bande des Räubers "Hölzerlips" auf eine Postkutsche im Odenwald fest, an dem er gar nicht beteiligt gewesen war. Wegen anderer Verbrechen im Hunsrück lieferte man ihn am 11. November 1811 ins damals zu Frankreich gehörende Mainz aus, wo er 1812 zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt wurde.

Der "Schwarze Peter" starb vermutlich zu einem unbekannten Zeitpunkt im Säuferwahn hinter Gittern. Außer seinem Kartenspiel erinnert heute die Redewendung "den schwarzen Peter zuschieben" an ihn. Zwei seiner Söhne machten ebenfalls als Räuber Furore. Der Sohn Peter ("junger Schwarzer Peter") erhielt 1803 im Mainzer Schinderhannes-Prozess 15 Jahren Kettenstrafe. Dessen jüngerer Bruder Andreas ("Köhler-Andres") und sein Freund Sebastian Lutz ("Basti") entgingen 1812 nur um Haaresbreite der Hinrichtung in Heidelberg, weil der Großherzog von Baden die beiden bereits zum Tode verurteilten jungen Leute zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe begnadigte. Vier andere Räuber dagegen mussten damals in Heidelberg unter dem Schwert des Scharfrichters sterben.

Schwarzpeter

Wiesbaden (biografien-news) – Der Begriff "Schwarzer Peter", der oft verwendet wird, wenn es darum geht, jemand die Schuld für einen Fehler zuzuschieben, erinnert an den Räuber Peter Petri, der im 18. und 19. Jahrhundert im Hunsrück und Odenwald sein Unwesen trieb. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch "Der Schwarze Peter“ (ISBN 3638951421) hin.

Der 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet geborene, schwarzhaarige Holzfäller, Köhler und Räuber war ein Lehrmeister und Komplize des 25 Jahre jüngeren Schinderhannes (1777-1803), der als Deutschlands berühmtester Räuber gilt. Peter Petri kam auf die schiefe Bahn, nachdem französische Soldaten 1792 seine Hütte in der Holzfällerkolonie Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück angezündet hatten.

1812 verurteilte man Peter Petri im damals zu Frankreich gehörenden Mainz wegen seiner Verbrechen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, die er in Bicetre bei Paris absitzen sollte. Er erfand hinter Gittern das Kartenspiel "Schwarzer Peter", bevor er zu einem heute nicht mehr bekannten Zeitpunkt im Säuferwahn starb. Sowohl der Name des Kartenspiels als auch der Begriff "Schwarzer Peter" gehen laut Ernst Probst auf den zu Lebzeiten gefürchteten Räuber zurück.

Das Taschenbuch "Der Schwarze Peter" ist bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen und kann beim Buchgroßhändler "Libri" www.libri.de sowie in rund 100 Online-Buchhandlungen bestellt werden.

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Bestellungen in rund 100 Online-Buchhandlungen wie zum Beispiel:
http://www.buecher.de/shop/Buecher/Der-Schwarze-Peter-Ein-Raeuber-im-Hunsrueck-und-Odenwald/Probst-Ernst/products_products/detail/prod_id/24005593/

AdolphusBusch

Mainz-Kastel (biografien-news) - Adolphus Busch (1857–1913) aus Mainz-Kastel gelang in den USA ein kometenhafter Aufstieg zum Chef der größten Bierbrauerei der Welt. Er wurde am 10. Juli 1839 als jüngstes von 21 Kindern der Familie Busch in Kastel geboren, wanderte 1857 als kaum 18-Jähriger aus und betrat in St. Louis amerikanischen Boden. Er trat als „Soldier Busch“ in die Unionsarmee der Nordstaaten ein und schlug sich mit Indianern und Pferdedieben herum. Ein Indianerhäuptling der Shosonen schenkte ihm eine Friedenspfeife, als er einer Gruppe von Indianern trotz eines Überfalls das Leben rettete. Diese Friedenspfeife wird heute im „Museum Castellum“ in Mainz-Kostheim in der Reduit aufbewahrt. Nachdem er seinen Dienst bei der Armee quittiert hatte und ihm sein elterliches Erbe ausbezahlt worden war, gründete Busch 1859 eine Großhandelsfirma. Dann lernte er die aus Bad Kreuznach stammende Lilly Anheuser kennen, deren Eltern in St. Louis eine kleine Brauerei besaßen. 1861 heiratete Adolphus Busch die 17-jährige Lilly. Bald danach bot sein Schwiegervater ihm an, in die Geschäftsleitung der Brauerei Anheuser einzutreten. Innerhalb eines Jahrzehnts machte er aus der Brauerei Anheuser-Busch die größte Bierproduktion Amerikas. Adolphus Busch hat seinen Geburtsort Kastel nie vergessen. Nach einem verheerenden Hochwasser des Rheins im Jahre 1862, unter dem auch die Kasteler zu leiden hatten, spendete er viel Geld für die Notleidenden. 1902 ließ er die Quelle des Ochsenbrunnens in der Gemarkung Kastel fassen und mit einem eindruckvollen Gewölbe ausbauen. Adolphus Busch war weltweit mit bedeutenden Persönlichkeiten befreundet. Er verreist in einem Salonwagen, der sogar bei Schiffsreisen mitgenommen und dann auf Eisenbahnschienen gesetzt wurde. Im Sommer lebte er mit seiner Frau in der nach dieser benannten „Villa Lilly“, in der er am 10. Oktober 1913 starb. Sein Sarg wurde auf dem Schiff und mit der Bahn im Salonwagen nach St. Louis transportiert, wo man ihn beisetzte.

Weblink:
http://mainz-kastel.blogspot.com

Schwarzpeter

Wiesbaden (biografien-news) - Das vor allem bei Kindern beliebte Kartenspiel "Schwarzer Peter" wurde im 19. Jahrhundert von dem berüchtigten Räuber Johann Peter Petri im Zuchthaus von Bicétre bei Paris erfunden. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wiesbadener Autor Ernst Probst in seinem E-Book "Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald" hin. Das E-Book ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und unter der Internetadresse http://www.grin.com/de/preview/91751.html zum Preis von 11,99 Euro erhältlich.

Der 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet geborene schwarzhaarige Holzfäller und Köhler Peter Petri alias "Schwarzer Peter" war einer der Lehrmeister und Komplizen des legendären "Schinderhannes", der 1803 in Mainz zusammen mit 19 Kumpanen unter dem Fallbeil seinen Kopf verlor. Am 5. Mai 1811 nahm man den "Schwarzen Peter" nach dem Überfall der Bande des Räubers "Hölzerlips" auf eine Postkutsche im Odenwald fest, an dem er gar nicht beteiligt gewesen war. Wegen anderer Verbrechen im Hunsrück lieferte man ihn am 11. November 1811 ins damals zu Frankreich gehörende Mainz aus, wo er 1812 zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt wurde.

Der "Schwarze Peter" starb vermutlich zu einem unbekannten Zeitpunkt im Säuferwahn hinter Gittern. Außer seinem Kartenspiel erinnert heute die Redewendung "den schwarzen Peter zuschieben" an ihn. Zwei seiner Söhne machten ebenfalls als Räuber Furore. Der Sohn Peter ("junger Schwarzer Peter") erhielt 1803 im Mainzer Schinderhannes-Prozess 15 Jahren Kettenstrafe. Dessen jüngerer Bruder Andreas ("Köhler-Andres") und sein Freund Sebastian Lutz ("Basti") entgingen 1812 nur um Haaresbreite der Hinrichtung in Heidelberg, weil der Großherzog von Baden die beiden bereits zum Tode verurteilten jungen Leute zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe begnadigte. Vier andere Räuber dagegen mussten damals in Heidelberg unter dem Schwert des Scharfrichters sterben.

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Juliana von Lüttich

Einen Ehrenplatz in der Geschichte der katholischen Kirche eroberte sich die heilige Juliana von Lüttich (um 1192–1258) als Initiatorin des Fronleichnamstages. Noch zu ihren Lebzeiten wurde 1246 das Fronleichnamsfest erstmals in Lüttich begangen. Sechs Jahre nach Julianas Tod ist Fronleichnam 1264 in das Kirchenjahr eingeführt worden. Den Gedenktag der Heiligen begeht man am 5. April.

Juliana wurde um 1192 in Rétinne bei Lüttich (Belgien) geboren. Ihren Vornamen dürfte sie nach der frühchristlichen Märtyrerin Juliana aus Nikomedien erhalten haben. Bereits im Alter von fünf Jahren verlor sie die Mutter und den Vater. Danach gab man sie in die Obhut des Klosters der Augustinerchorfrauen am Mont Cornillon (Kornelienberg), wo eine Schwester auf dem Wirtschaftshof sie betreute.

Das Mädchen erhielt keinen regelmäßigen Unterricht, zeigte sich jedoch sehr interessiert und suchte oft die Klosterbibliothek auf, um dort alte Pergamentbände zu studieren. Mit großem Fleiß lernte Juliana das Lesen und Schreiben und sogar die lateinische Sprache. Ihre Lieblingslektüre waren die Schriften des heiligen Augustinus und des heiligen Bernhard.

Die Schwestern im Kloster am Mont Cornillon nahmen die lernbegierige Juliana bald als Nonne in ihre Gemeinschaft auf. Sie war vom heiligen Sakrament der Eucharistie (heilige Kommunion) fasziniert und kniete oft stundenlang vor dem Tabernakel, in dem das Allerheiligste aufbewahrt wurde, wobei die ganze Welt um sie versank.

Jeden Tag nahm Juliana aus Ehrfurcht vor dem Sakrament der Eucharistie mit Erlaubnis ihrer Oberin bis zum Abendbrot keine Nahrung zu sich. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie nur von der heiligen Hostie gelebt, doch dies wurde ihr verboten. Dank ihrer mystischen Verbundenheit mit Christus spürte sie sofort, ob in einer Kirche das Allerheiligste vorhanden war oder nicht.

Im Alter von 16 Jahren hatte Juliana vor dem Tabernakel eine Vision, bei der sie mehrfach hintereinander einen leuchtenden Mond sah, der am Rand eine dunkle Stelle aufwies. Laut der Überlieferung hat Christus ihr offenbart, der Mond stelle das Kirchenjahr dar und die dunkle Stelle symbolisiere, dass noch ein Dank- und Sühnefest fehle, nämlich ein besonderes Fest zu Ehren des heiligsten Altarsakraments. Sie sei dazu auserkoren, das Kirchenjahr um dieses Fest zu bereichern.

Jahrelang hütete Juliana das Geheimnis ihrer Vision. Erst als man sie 1230 zur Oberin des Klosters wählte, berichtete sie von ihrem göttlichen Auftrag. Dabei erntete sie sofort starken Widerspruch. Die kirchlichen Behörden reagierten abwartend, die Bevölkerung betrachtete sie als schwärmerische Betschwester. Das abschätzige Gerede über sie und böswillige Anschuldigungen machten ihr schwer zu schaffen.

Als Juliana wegen ihrer Strenge als Oberin von ihren Mitschwestern vertrieben wurde, verließ sie mit wenigen Getreuen das Kloster und führte fortan als Verbannte ein unstetes Wanderleben. Manchmal fand sie in anderen Klöstern Aufnahme, doch auch dort vertrieb man sie nach Nachstellungen ihrer Gegner.

Lediglich ihr Beichtvater und der Lütticher Erzdiakon Jakob von Troyes, der spätere Papst Urban IV. (um 1200–1264), hielten treu zu Juliana. Ab 1248 lebte sie als Reklusin in einer Klause an der Kirche in Fosses bei Namur. Als Reklusin gilt ein Mensch, der sich für eine bestimmte Zeit in eine Zelle einschließt oder einmauern lässt, um fortan nur noch Gott zu dienen.

Am 5. April 1258 starb Juliana von Lüttich in Fosses bei Namur. Man beerdigte sie in der ehemaligen Zisterzienserabtei Villers-en-Brabant zwischen Brüssel und Namur.

Sechs Jahre nach Julianas von Lüttich Tod wurde 1264 das Fronleichnamsfest von Papst Urban IV. als Bestandteil des Kirchenjahres festgelegt. Fronleichnam (Fron = Herren, Leichnam = lebender Leib) sollte das Abendmahlsgedächtnis des Gründonnerstags unter österlich-freudigem Vorzeichen wiederaufgreifen. Deshalb wurde es auf den ersten freien Donnerstag nach Abschluss der 50-tägigen Osterfeier, das heißt am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest, angesetzt.

Beim Fronleichnamsfest wird die „in Fleisch und Blut Jesu“ verwandelte Hostie in einer Monstranz feierlich unter Gesang und Gebet durch die Straßen getragen. An vier Stationen („Altären) hält man an, verliest das Evangelium, spricht Fürbitten und spendet den Segen.

An die Initiatorin des Fronleichnamsfestes erinnert der Name der Genossenschaft der „Apostolinnen des heiligsten Altarsakramentes“ in Belgien, die sich auch als „Damen von der heiligen Juliana“ bezeichnen. Auf Kunstwerken wird Juliana als Augustinerin oder Zisterzienserin abgebildet. Zahlreiche Darstellungen zeigen sie in Anbetung vor dem Altarsakrament und nehmen auf das Fronleichnamsfest Bezug.

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DorotheaErxleben

Wiesbaden (biografien-news) - Berühmte Hebammen, Ärztinnen, Krankenschwestern und Stifterinnen aus aller Welt werden in dem Taschenbuch Superfrauen 6 - Medizin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst in Wort und Bild vorgestellt. Das Taschenbuch ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de erschienen und beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/quickSearch;jsessionid=fdc-str2ab998v5.www13?searchString=Superfrauen+6 zum Preis von 15,99 Euro erhältlich.

Nachfolgend jeweils der erste Absatz der Biografien von „Superfrauen 6 - Medizin“ als kurze Leseprobe:

Die erste Frau, die in den USA erfolgreich das Doktorexamen ablegte, war die aus England stammende Elizabeth Blackwell (1821–1910). Zu ihren Lebzeiten herrschte die Ansicht vor, nur Männer könnten Mediziner werden. Allen Schwierigkeiten zum Trotz verwirklichte sie ihren Berufwunsch. Amerikas erste Ärztin prägte den in der Krankheitsvorsorge berühmten Satz „Vorbeugen ist besser als Heilen“.

Zu den bekanntesten Hebammen des 17. Jahrhunderts in Europa gehörte die Französin Marie-Louise Bourgeois (1563–1636). Zu ihrem Ruhm trug vor allem das von ihr verfasste Hebammenbuch bei, das 1608 in französischer und 1626 in deutscher Sprache erschien. Zahlreiche Ärzte bestätigten ihr nach der Lektüre dieses Werkes brieflich, sie hätten daraus großen Nutzen gezogen.

Große Verdienste bei der Versorgung deutscher und österreichischer Kriegsgefangener in Russland und bei ihrer Rückführung in die Heimat erwarb sich von 1914 bis 1920 die schwedische Abgeordnete des „Roten Kreuzes“, Elsa Brändström (1888–1948). Während ihrer segensreichen Arbeit kam sie in Lagern, Gefängnissen, Bergwerken und Lazaretten mit etwa 700000 Gefangenen in Verbindung. Ihre dankbaren Schützlinge verliehen ihr den Ehrentitel „Engel von Sibirien“.

Zu den bedeutendsten Kinder- und Jugendpsychologinnen der Welt zählte die aus Deutschland stammende Charlotte Bühler (1893–1974), geborene Malachowski. Sie beschäftigte sich mit dem Lebenslauf und mit den Lebenszielen des Menschen und gilt als Wegbereiterin für die humanistische Psychologie. Nach ihr wurde der von ihr entwickelte „Bühlersche Welt-Spiel-Test“ benannt, mit dem sie das Seelenleben von Kindern und Jugendlichen erforschte.

Als Mitbegründerin der „Karl und Veronica-Carstens-Stiftung“ (1981) und der Fördergemeinschaft für Erfahrungsheilkunde „NATUR und MEDIZIN“ (1983) tat sich die Internistin und „First Lady“ der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Veronica Carstens, geborene Prior, hervor. Die von der Präsidentengattin und ihrem Mann aus der Taufe gehobenen Organisationen unterstützen wissenschaftliche Arbeiten zur Erforschung von Präparaten und Methoden der Naturheilkunde und Homöopathie.

Die erste Frau, die den „Nobelpreis für Medizin“ entgegennehmen konnte, war die aus der Tschechoslowakei stammende amerikanische Ärztin Gerty Cori (1896–1957), geborene Gerty Theresa Radnitz. Sie erhielt diese hohe Auszeichnung zusammen mit ihrem Mann, dem deutsch-amerikanischen Mediziner und Physiologen Carl Ferdinand Cori, und dem argentinischen Mediziner Bernardo Alberto Houssay.

Als Pionierin der Psychoanalyse ist die aus Galizien stammende Helene Deutsch (1884–1982), geborene Rosenbach, in die Annalen der Wissenschaft eingegangen. Ihre Spezialität waren die Psychologie der Frau und die weibliche Sexualität. 1925 verfasste sie das erste psychoanalytische Buch zur weiblichen Sexualität.

Amerikas bedeutendste Pharmakologin und Biochemikerin war Gertrude Belle Elion (1918–1999). Für ihre Verdienste bei der Entwicklung von pharmakologischen Klassikern und für ihre langjährige Kreativität in der Arzneimittelforschung wurde ihr den „Nobelpreis für Medizin“ verliehen.

Die Ehre, Deutschlands erste Ärztin gewesen zu sein, gebührt Dorothea Erxleben (1715–1762), geborene Leporin. Sie erwarb als erste deutsche Frau an einer deutschen Universität den medizinischen Doktorgrad: Die Mutter von vier Kindern legte 1754 im Alter von 38 Jahren erfolgreich ihre schriftliche und mündliche Prüfung in Halle (Saale) ab.

Als führende Psychoanalytikerin des 20. Jahrhunderts und als Begründerin der Kinderpsychoanalyse gilt die britische Wissenschaftlerin österreichischer Herkunft Anna Freud (1895–1982). In Großbritannien hob sie ein kinderanalytisches Ausbildungszentrum und Behandlungszentrum aus der Taufe. Ihr besonderes Interesse galt den Problemen der Ich-Psychologie, der Pubertätsentwicklung und der Therapie kindlicher Neurosen.

Mit dem Ehrennamen „Engel von Dien Bien Phu“ würdigten in den 1950-er Jahren französische Soldaten in Indochina die bewundernswerten Leistungen ihrer Landsmännin und Krankenschwester Geneviève de Galard Terraube. Noch während der Kampfhandlungen verlieh der Kommandant der Dschungelfestung, General de Castries, ihr die Tapferkeitsauszeichnung „Croix de Guerre“ mit Palmen. Außerdem erhielt sie das „Kreuz der Ehrenlegion“.

Um die Linderung der Leiden von Mukoviszidose-Kranken hat sich die frühere deutsche Präsidentengattin Christiane Herzog (1936–2000), geborene Krauß, große Verdienste erworben. Sie gründete 1986 die „Mukoviszidose-Hilfe e. V.“, die sie 1997 in die Christiane Herzog Stiftung umwandelte. Außerdem engagierte sich die „First Lady“ in anderen sozialen Organisationen.

Zu den bedeutendsten Frauenrechtlerinnen der Niederlande gehörte die Ärztin, Feministin und Pazifistin Aletta Jacobs (1854–1929). Seit ihrer frühesten Jugend kämpfte sie für die Rechte und Freiheit der Frau. Sie war die erste Studentin und Ärztin in Holland sowie eine der Gründerinnen der „Vereinigung für das Frauenwahlrecht“ und des „Weltbundes für das Frauenwahlrecht“.

Zu den „First Ladys“ und tüchtigen Politikerfrauen, die in Deutschland etwas im Bereich der Medizin bewegt haben, gehörte Hannelore Kohl (1933–2001), geborene Renner, die Ehegattin Helmut Kohls, der von 1982 bis 1998 Bundeskanzler war. Sie setzt sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert tatkräftig für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems ein. 1983 gründete sie das „Kuratorium für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems“ (ZNS) und 1993 die „Hannelore-Kohl-Stiftung“, die sich um die Rehabilitation von Hirnverletzten kümmern.

Als berühmteste Sterbeforscherin der Welt gilt die aus der Schweiz stammende amerikanische Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross (1926-2004), geborene Kübler. Die Wissenschaftlerin befasste sich mehr als drei Jahrzehnte lang mit dem Sterben und dem Leben danach. Durch ihre therapeutische Arbeit mit Sterbenden trug sie dazu bei, eine der größten Ängste der Menschheit zu lindern: die Furcht vor dem Tod.

Amerikas bedeutendste Embryologin ist die aus Italien stammende Neurobiologin Rita Levi-Montalcini. Die kleine energiegeladene Frau, der die Kraft eines Vulkans nachgesagt wird, wirkt seit nahezu sechs Jahrzehnten unermüdlich für die Wissenschaft. Für ihre Pionierarbeit in der Nervenforschung erhielt sie im Alter von 77 Jahren den „Nobelpreis für Chemie“.

Durch die Gründung der Charité als Krankenhaus und Pflegeanstalt für Bedürftige ging die französische Königin Maria von Medici (1573–1642) in die Geschichte der Medizin ein. Der französische Begriff „Charité“ ist von dem lateinischen Wort „caritas“ (deutsch: „Barmherzigkeit“) abgeleitet. Damit bezeichnete man früher Kranken- und Pflegeanstalten, in denen die ärmere Bevölkerung kostenlos ärztlich behandelt wurde.

Eine der bedeutendsten Psychoanalytikerinnen Deutschlands ist die aus Dänemark stammende Dr. med. Margarete Mitscherlich-Nielsen, geborene Nielsen. Ihr Interesse an der Psychoanalyse ist durch ihren Mann Alexander Mitscherlich (1908–1982) aktiviert worden. Die Wissenschaflerin machte sich auch als kompetente Frauenrechtlerin einen Namen. Sie kämpft gegen „falsche Friedfertigkeit“ von Frauen. „Emanzipation ist etwas, was ich durchsetzen wollte“, sagte sie.

Italiens erste Ärztin und bedeutendste Pädagogin war Maria Montessori (1870–1952). Ihr Ruhm basiert auf der Entdeckung des nach ihr benannten „Montessori-Phänomens“. Darunter versteht man die Konzentration von Kleinkindern bei manuellen Aufgaben, bei denen sie die Dinge im wahrsten Sinne des Wortes „be-greifen“. In den 1950-er Jahren galt die zierliche Pädagogin als Anwärterin auf den Friedensnobelpreis.

Die berühmteste Krankenpflegerin Großbritanniens war Florence Nightingale (1820–1910). Ihrem selbstlosen Einsatz und großen Organisationstalent ist es zu verdanken, dass die während des Krimkrieges (1853–1856) verwundeten und erkrankten englischen Soldaten bessere Überlebenschancen hatten. Anfangs musste sie gegen die Feindseligkeit und das Unverständnis der Militärbehörden kämpfen, die sich beharrlich weigerten, das britische Sanitätswesen zu reformieren.

Die erste deutsche Forscherin, die den „Nobelpreis für Medizin“ erhielt, war 1995 die Biologin Christiane Nüsslein-Volhard, geborene Volhard, aus Tübingen (Baden-Württemberg). Mit dieser hohen Auszeichnung würdigte man ihre epochemachende Entdeckung über die grundlegenden genetischen Steuerungsmechanismen der Embryonalentwicklung. Der Nobelpreis wurde ihr zusammen mit den amerikanischen Entwicklungsbiologen Edward B. Lewis und Eric Wieschaus zugesprochen.

Als Initiatorin und Präsidentin der „Deutschen Krebshilfe“ hat sich die deutsche Röntgenfachärztin und Präsidentengattin Mildred Scheel (1932–1985), geborene Wirtz, große Verdienste erworben. Tragischerweise ist sie im Alter von 53 Jahren ausgerechnet an jener tückischen Krankheit gestorben, die sie jahrelang energisch bekämpfte. Ihr „viertes Kind“, die „Deutsche Krebshilfe“, erhielt bis 1994 etwa 700 Millionen Mark an Spendengeldern.

Deutschlands berühmteste Hebamme des 17. Jahrhunderts war Justine Siegmund (1636–1705), geborene Dittrich, auch Justine Siegemundin genannt. Die „Wehemutter“ erfand den „gedoppelten Handgriff“, mit dem bei einer Querlage des Kindes eine Wendung auf den Fuß vorgenommen und damit die Geburt ermöglicht wird. Sie wirkte als „Hof-Wehemutter“ in Berlin und verfasste ein Lehrbuch, das zu den bedeutendsten Dokumenten der Medizingeschichte zählt.

Eine Vorkämpferin der evangelischen weiblichen Diakonie wurde die deutsche Krankenpflegerin Amalie Sieveking (1794–1859). Sie tat sich als Gründerin eines Vereins zur Armen- und Krankenpflege sowie als Schriftstellerin hervor. Der von ihr aus der Taufe gehobene Verein gilt als erste Organisation der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland.

Älteste praktizierende Ärztin der Welt und zugleich eine der bekanntesten Homöopathinnen Deutschlands war die Sanitätsrätin Dr. med. Margarete Steinbach (1897–1994) aus Chemnitz in Sachsen. Sie praktizierte nahezu sieben Jahrzehnte lang bis zu ihrem Tod im Alter von 96 Jahren. Ehemalige Patienten schrieben ihr über Jahrzehnte hinweg Berge von Briefen und Karten.

Als Begründerin der Herzheilkunde für Kinder ging die amerikanische Ärztin Helen Brooke Taussig (1898–1986) in die Geschichte der Medizin ein. Die „First Lady der Cardiologie“ entwickelte eine Operation, die zahlreichen Kindern mit angeborenen Herzfehlern das Leben rettete. Dafür wurde ihr große Anerkennung und Dankbarkeit zuteil.

Zu den bedeutendsten Physikerinnen und Medizinerinnen der Welt gehört die amerikanische Wissenschaftlerin Rosalyn Sussman Yalow, geborene Sussman. Sie erhielt 1977 zweite Frau – nach der Amerikanerin Gerty Cori (1896–1957) – den „Nobelpreis für Medizin“. Diese hohe Auszeichnung wurde ihr für die Entwicklung der als Radioimmunoassay bezeichneten Indikatormethode zur Bestimmung der Peptidhormone zugesprochen.

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Wiesbaden (biografien-news) – Das Weblog "Superfrauen" mit der Internetadresse http://superfrauen.blogspot.com informiert über die 14-bändige Taschenbuchreihe "Superfrauen", die 2001 erstmals im Verlag Ernst Probst erschienen und nach dessen Schließung von Dezember 2006 bis zum Frühjahr 2008 vorübergehend nicht mehr im Handel war. Die jetzt in einem anderen Verlag wieder erhältliche "Superfrauen"-Reihe stellt Hunderte von berühmten Frauen aus aller Welt auf insgesamt mehr als 2200 Seiten in Wort und Bild vor.

Im Frühjahr 2008 erschien die „Superfrauen“-Reihe als unveränderter Nachdruck bei "GRIN Verlag für akademische Texte" http://www.grin.de und ist seitdem beim Buchgroßhändler „Libri“ http://www.libri.de sowie bei Buchhandlungen, die ihre Bücher bei "Libri" beziehen, erhältlich. Die Biografen der "Superfrauen" stammen aus den Themenbereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus, Sport, Mode und Kosmetik, Medien und Astrologie.

Für diese 14 Taschenbücher recherchierte, telefonierte und schrieb der Wiesbadener Journalist und Autor Ernst Probst fünf Jahre lang und korrespondierte und telefonierte mit Klosterschwestern, Politikerinnen, Juristinnen, Unternehmerinnen, Wissenschaftlerinnen, Medizinerinnen, Schauspielerinnen, Schriftstellerinnen, Sängerinnen, Musikerinnen, Sportlerinnen, Modeschöpferinnen und Journalistinnen.

"Superfrauen 1 - Geschichte" enthüllt zum Beispiel, dass die ägyptische Königin Kleopatra nicht schön war. "Superfrauen 5 - Wissenschaft" berichtet unter anderem von einer amerikanischen Nobelpreisträgerin, die in jungen Jahren bei einer Prüfung ihren eigenen Namen vergaß. "Superfrauen 11 - Feminismus und Familie" stellt unter anderem die "Frau, die 53 Kinder gebar" vor.

Die Buchreihe "Superfrauen" ist auch auf einer preisgünstigen CD-ROM mit dem Titel "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" für 18 Euro erschienen. Diese CD-ROM kann nur beim "Buch-Shop-Mainz" http://www.buch-shop-mainz.de und bei "Amazon" bestellt werden.

Ernst Probst hat sich vor allem mit prähistorischen Themen wie "Deutschland in der Urzeit", "Deutschland in der Steinzeit" und Deutschland in der Bronzezeit" einen Namen gemacht. Seine Standardwerke über die Steinzeit und Bronzezeit werden in mehreren Bänden des ZEIT-Lexikon erwähnt. Im dem von ihm 2001 gegründeten Verlag Ernst Probst erschien auch die 10-bändige Taschenbuchreihe "Weisheiten und Torheiten" von Doris Probst. Sie befassen sich mit dem Alter, der Arbeit, Ehe, Frauen, Fußball, Kindern, Liebe, Männern, Medien und Müttern. Auch diese Reihe ist bei "GRIN" im Frühjahr 2008 erschienen und seitdem bei "Libri" erhältlich.

DorotheaErxleben

Wiesbaden (biografien-news) - Eine evangelische Pfarrersfrau mit neun Kindern war Deutschlands erste Ärztin: Dorothea Erxleben (1715-1762) aus Quedlinburg erwarb 1754 an der Universität Halle (Saale) den medizinischen Doktorgrad. Ihr Vater hatte sie zusammen mit ihrem Bruder auf das Medizinstudium vorbereitet und sie zu Hausbesuchen mit Patienten mitgenommen. Ihre Geschichte und die ihrer Kolleginnen beschreibt der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch "Superfrauen 6 - Medizin", das beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7363292/ernst_probst_superfrauen_6_medizin_3638934667.html erhältlich ist.

Obwohl Dorothea Erxleben den Pfarrhaushalt sowie vier eigene Kinder und fünf weitere aus der Ehe ihres Mannes zu versorgen hatte, kümmerte sie sich um Kranke in Quedlinburg. Als sich drei Ärzte über die unliebsame Konkurrenz beschwerten, verbot man ihr das Kurieren innerer Krankheiten und forderte sie auf, sich zur Prüfung an der Medizinischen Fakultät der Universität Halle zu melden. Das Examen bestand sie mühelos.

Auch die älteste praktizierende Ärztin der Welt hat in Mitteldeutschland gelebt: Die Sanitätsrätin Margarete Steinbach (1897 bis 1994) aus Chemnitz in Sachsen praktizierte sieben Jahrzehnte lang bis zu ihrem Tod im Alter von 96 Jahren. Dankbare Patienten schrieben ihr Berge von Briefen und Postkarten. Sogar in den letzten zwei Wochen ihres Lebens, als sie bereits bettlägerig war, praktizierte sie per Telefon vom Bett aus.

Aus dem Inhalt des Taschenbuches „Superfrauen 6 – Medizin“:

Elizabeth Blackwell
Amerikas erste Ärztin

Marie-Louise Bourgeois
Frankreichs berühmteste Hebamme

Elsa Brändström
Der „Engel von Sibirien“

Charlotte Bühler
Die Wegbereiterin der humanistischen Psychologie

Veronica Carstens
Die Förderin der Naturheilkunde

Gerty Cori
Die erste Medizinnobelpreisträgerin

Helene Deutsch
Die Kennerin der Frauenpsyche

Gertrude Belle Elion
Die Entwicklerin pharmakologischer Klassiker

Dorothea Erxleben
Die erste Deutsche, die Ärztin wurde

Anna Freud
Die Begründerin der Kinderpsychoanalyse

Geneviève de Galard Terraube
Der „Engel von Dien Bien Phu“

Christiane Herzog
Die Gründerin der Christiane Herzog Stiftung

Aletta Jacobs
Hollands erste Ärztin

Hannelore Kohl
Die Fürsprecherin der Hirnverletzten

Elisabeth Kübler-Ross
Sie linderte die Furcht vor dem Tod

Rita Levi-Montalcini
Die erfolgreichste amerikanische Embryologin

Maria von Medici
Die Gründerin der Charité

Margarete Mitscherlich
Deutschlands renommierteste Psychoanalytikerin

Maria Montessori
Die Entdeckerin des „Montessori-Phänomens“

Florence Nightingale
Englands verdienstvolle Krankenpflegerin

Christiane Nüsslein-Volhard
Die erste deutsche Medizin-Nobelpreisträgerin

Mildred Scheel
Die Gründerin der „Deutschen Krebshilfe“

Justine Siegemundin
Brandenburgs berühmte Hebamme

Amalie Sieveking
Die Vorkämpferin der Diakonie

Margarete Steinbach:
Die älteste aktive Homöopathin

Helen Brooke Taussig
Die "First Lady" der Cardiologie

Rosalyn Sussmann Yalow
Die Physikerin und Nuklearmedizinerin von Weltrang

RosaFlesch

Trier (biografien-news) - Mutter Rosa Flesch (1826-1906), die Gründerin der "Waldbreitbacher Franziskanerinnen von der allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln", ist am Sonntag, 4. Mai 2008, im Trierer Dom seliggesprochen worden. In der Begründung aus dem Vatikan heißt es, sie habe ihr Leben eingesetzt, in der Liebe zu den Ärmsten, den Leidenden und Verlassenen.

Diese erste Seligsprechung im Trierer Dom wurde von Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln und damit Metropolitanbischof von Trier, als Delegat des Papstes vorgenommen. Der Gedenktag von Mutter Rosa wird alljährlich am 19. Juni, dem Jahrestag ihrer Ewigen Ordensprofess, gefeiert.

Margaretha Flesch - so ihr eigentlicher Name - kam am 24. Februar 1826 in Schönstatt bei Vallendar zur Welt. Ihre Mutter starb bereits 1832. Ihr Vater war ab 1838 Pächter einer Mühle im Fockenbachtal bei Niederbreitbach, litt aber stets unter Existenznöten, weil sich mehrere Müller in dieser Gegend gegenseitig Konkurrenz machten. Margaretha hatte zwei leibliche jüngere Geschwister und drei Halbgeschwister.

Als der Vater 1842 starb, trug die 16-jährige Margaretha entscheidend zum Überleben ihrer Familie bei. Sie sammelte Heilkräuter und produzierte daraus Tee, den sie an eine Apotheke verkaufte. Damals machte sie auch wertvolle Erfahrungen in der Krankenpflege.

1851 zog Margaretha aus ihrem Elterhaus aus und wohnte mit ihrer Schwester Maria Anna in einer unbeheizten Eremitenwohnlung in der Kreuzkapelle an der Wied zwischen Waldbreitbach und Hausen. Von 1852 bis 1863 lebte sie von Handarbeitsunterricht in verschiedenen Schulen, erledigte Näh- und Flickarbeiten, arbeitete in der ambulanten Krankenpflege und betreute Waisenkinder.

1860 verließ Margaretha zusammen mit ihrer kranken Schwester und einigen Gefährtinnen, die sich ihr angeschlossen hatten, die Eremitenwohnung in der Kreuzkapelle. Sie machte damit Franziskaner-Brüdern Platz und zog in eine kleinere Wohnung ein.

Mit Unterstützung ihres Stiefbruders Ägidius errichtete Margaretha ein Wohnhaus mit Krankenabteilung auf dem Kapellenberg, auf dem sie 1857 für wenig Geld felsiges Land gekauft hatte. Dies war die Keimzelle des heutigen Klosters Marienhaus bei Waldbreitbach. 1863 durfte Margaretha das Ordensgelübde ablegen.

Unter dem Namen "Mutter Rosa" leitete sie ohne Statuten die von ihr gegründete Gemeinschaft. Am 21. Oktober 1869 wurde eine Satzung verabschiedet und "Mutter Rosa" nahezu einstimmig zur ersten Generaloberin gewählt. 1878 musste sie gemäß den Ordens-Statuten nach drei Wahlen für eine 3-Jahres-Periode ihr Amt abgeben. Danach hatte sie keine leitende Funktion mehr und lebte bis zu ihrem Tod am 25. März 1906 im Kloster Marienhaus als einfache Schwester.

Die von "Mutter Rosa" aus der Taufe gehobene Kongregation zählt heute etwa 350 Schwestern in Deutschland, den USA, Miederlanden und Brasilien. Die Marienhaus GmbH betreibt mehr als 50 Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Hospize und Kinderheime.

JacquelineCochran

Wiesbaden (biografien-news) – Beim Buchgroßhändler „Libri“ www.libri.de sind jetzt alle 14 Titel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“ mit Biografien berühmter Frauen aus aller Welt erhältlich. Diese Buchreihe wurde 2001 von dem Wiesbadener Autor Ernst Probst veröffentlicht und war nach der Schließung des kleinen Verlages, im dem die Reihe erschienen war, ab Dezember 2006 nicht mehr im Handel. Bei „Libri“ entdeckt man Einzeltitel der Reihe, wenn man „Superfrauen 1“, „Superfrauen 2“, „Superfrauen 3“ usw. bis "Superfrauen 14" in die Suchmaske eintippt und dann auf "finden" klickt. Jeder Titel kann einzeln bestellt werden! Man muss also nicht die ganze Reihe kaufen, wenn sich zum Beispiel nur für Biografien von frommen, seligen und heiligen Frauen in "Superfrauen 2 - Religion" interessiert.

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Superfrauen 1 – Geschichte

Ägyptens bedeutendste Königin Kleopatra trug eine Hakennase und war nicht besonders attraktiv. Die Papsttochter Lucrezia Borgia führte einen soliden Lebenswandel und nahm nicht an der von ihrem Bruder Cesare im Vatikan veranstalteten Orgie mit 50 Dirnen teil. Und die schönste Frau der Welt der 1860-er und 1870-er Jahre, nämlich die österreichische Kaiserin Elisabeth („Sissi“), hatte kariöse bräunlich-gelbe Zähne, wegen denen sie oft ihre Oberlippe darüber zog, den Mund kaum öffnete und beim Sprechen ein Taschentuch vorhielt, weswegen Fremde sie nur mit der größten Anstrengung verstanden. Solche und andere Enthüllungen sind in dem Taschenbuch „Superfrauen 1 – Geschichte“ von Ernst Probst nachzulesen.

Superfrauen 2 – Religion

Katharina von Genua schlief mit acht Jahren auf einem Brett und übte sich zeitweise im Schweigen. Maria Dominica Mazzarello opferte als Mädchen ihren Morgenschlaf, sie stand manchmal bereits um zwei Uhr auf, damit sie nach der Frühmesse pünktlich zur Arbeit im Weinberg oder auf dem Feld erscheinen konnte. Rosa von Lima ertrug tapfer die Amputation eines gequetschten Fingers ohne jeglichen Schmerzenslaut. Teresa von Àvila wollte als Kind mit ihrem Bruder bettelnd ins Maurenland ziehen, den Martertod finden und rasch ins Paradies kommen. So heroisch ging es manchmal bereits in der Kindheit und Jugendzeit von Frauen zu, die später selig oder heilig gesprochen wurden. Das Taschenbuch „Superfrauen 2 – Religion“ von Ernst Probst schildert das ungewöhnliche Leben und Werk von 52 Frauen aus dem Bereich Religion.

Superfrauen 3 – Politik

Welche Frau wurde zur ersten Regierungschefin der Welt gewählt, und wann und wo kam es zu diesem denkwürdigen Ereignis? Natürlich handelt es sich um Sirimawo Bandaranaike, die 1960 in Ceylon dieses hohe Amt erhielt. Wie heißt die erste Premierministerin Europas? Na klar: Margret Thatcher, Englands „Eiserne Lady“. Und wo und seit wann regiert die erste Ministerpräsidentin Deutschlands, und wer ist sie? In Schleswig-Holstein, seit 1993, und die „Landesmutter“ trägt den Namen Heide Simonis. Antwort auf solche und viele weitere Fragen gibt das Taschenbuch „Superfrauen 3 – Politik“ von Ernst Probst mit 75 Biographien aus den Bereichen Politik, Justiz, Militär, Spionage und Umwelt.

Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr

Die erste Puppe von Käthe Kruse bestand noch aus einer Kartoffel, die als Kopf diente, und einem mit Sand gefüllten Handtuch, das den Körper bildete. Fünf kleine Stoff-Elefanten aus Filz, mit Schafwolle ausgestopft und eigentlich als Nadelkissen für Erwachsene gedacht, bildeten die ersten Kuscheltiere von Margarete Steiff. Und eine zweiseitige Schrift über die Geburtenregelung nach der Knaus-Ogino-Lehre war der erste Sexartikel von Beate Uhse. So bescheiden begann die Erfolgsgeschichte von drei verdienstvollen deutschen Unternehmerinnen. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr“ von Ernst Probst. Es schildert das Leben von zwölf Frauen aus dem Bereich Wirtschaft und von weiteren 13 aus dem Bereich Verkehr.

Superfrauen 5 – Wissenschaft

Erstaunlich wenig bekannt ist immer noch, welche bedeutenden Leistungen tüchtige und kluge Frauen in Wissenschaft und Technik vollbracht haben. Dies liegt wohl daran, dass dieses Thema in Nachschlagewerken, Handbüchern und Lexika oft nicht gebührend oder gar nicht behandelt wird. Das Taschenbuch „Superfrauen 5 – Wissenschaft“ von Ernst Probst will die großen Leistungen, die Frauen in Wissenschaft und Technik zuzuschreiben sind, mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Es präsentiert 41 Lebensläufe in Wort und Bild sowie zahlreiche weitere kurze Hinweise auf verdienstvolle Forscherinnen. Es schildert, wie mühsam sich tapfere Frauen einen Platz in der Wissenschaftsgeschichte erkämpften. erhältlich.

Superfrauen 6 – Medizin

Die Namen von Elsa Brändström, des „Engels der Gefangenen“, der berühmten englischen Krankenpflegerin Florence Nightingale und von Mildred Scheel, der Gründerin der „Deutschen Krebshilfe“, hat fast jeder schon mal gehört. Aber wer kennt auch Aletta Jacobs, Elizabeth Blackwell, Dorothea Erxleben, Marie-Louise Bourgeois, Justine Siegmundin und Margarete Steinbach? Das Taschenbuch „Superfrauen 6 – Medizin“ von Ernst Probst will diesem Manko abhelfen: Es stellt 26 berühmte Hebammen, Ärztinnen und Stifterinnen aus der ganzen Welt in Wort und Bild vor. Die Lebensläufe der ersten Hebammen und Ärztinnen zeigen, wie schwer es diesen Frauen in einer von Männern dominierten Welt gemacht wurde, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen. Lange Zeit konnten sie nur unter größten Schwierigkeiten Medizin studieren und später praktizieren.

Superfrauen 7 – Film und Theater

Brigitte Bardot war als Kind beim Blick in den Spiegel weinerlich zumute. Sie fühlte sich wegen ihrer Kurzsichtigkeit, ihrer Brille und ihrer vorstehenden Zähne als ausgesprochen hässlich. Zu Beginn wurde Greta Garbo in Hollywood für zu fett gehalten, und manche Filmleute spöttelten über das „Bauernmädchen mit den großen Füßen“. Ein Freund von Sophia Loren meinte, sie habe eine zu lange Nase, einen zu großen Mund, viel zu breite Hüften und sie müsse sich „total umbauen lassen“, wenn sie eine ernsthafte Schauspielerin werden wolle. Ungeachtet aller eigener und fremder Zweifel wurden diese drei Frauen – wie man heute weiß – große Stars in der Welt des Films. Das Taschenbuch „Superfrauen 7 – Film und Theater“ von Ernst Probst präsentiert insgesamt 67 Biographien berühmter Frauen aus den Bereichen Film, Theater, Show, Kabarett und Zirkus in Wort und Bild.

Superfrauen 8 – Literatur

Der Vater von Vicki Baum (1888–1960) betrachtete Bücher als Schmutz und Schund. Als seine Tochter für eine kleine Geschichte einen Preis gewann, forderte er ihr heiliges Ehrenwort, sie solle niemals mehr in ihrem Leben auch nur eine Zeile schreiben. Doch die 14-Jährige folgte ihm nicht, verließ die väterliche Wohnung und wurde später eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der 1940-er und 1950-er Jahre. Verständnislos und ablehnend reagierte die Bevölkerung des Heimatdorfes von Grazia Deledda (1871–1936), der späteren ersten Nobelpreisträgerin Italiens für Literatur, auf deren frühe Abdruckerfolge. Um weiteren negativen Reaktionen ihrer Nachbarn vorzubeugen, wählte sie für einen Fortsetzungsroman in einer Tageszeitung ein Pseudonym. Die Schicksale dieser und vieler anderer Autorinnen sind in dem Taschenbuch „Superfrauen 8 – Literatur“ von Ernst Probst nachzulesen.

Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie

Warum gibt es keinen weiblichen Leonardo da Vinci, Tizian oder Poussin? Das fragte Australiens bekannteste Feministin, die Schriftstellerin, Journalistin und Historikerin Germaine Greer, in ihrem Buch „Das unterdrückte Talent“ über bedeutende Malerinnen. Sie erklärte dieses Phänomen mit der durch die männliche Dominanz gebrochenen Persönlichkeit. In Wirklichkeit traten in der Geschichte der Kunst immer wieder Malerinnen auf, die wahre Meisterwerke schufen. Dies belegt das Taschenbuch „Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie“ von Ernst Probst: Es präsentiert zahlreiche Biographien aus den Bereichen Malerei, Design, Graphik, Objektkunst, Plastik, Wachsbildnerei und Fotografie.

Superfrauen 10 – Musik und Tanz

Bei den umjubelten Auftritten der schwedischen Sopranistin Jenny Lind reagierten erwachsene Frauen und Männer in Europa und Amerika so wie heute jugendliche Besucher/innen von Rock-Konzerten: Damen fielen in Ohnmacht und Herren mussten besinnungslos aus den Opernhäusern getragen werden. Die begnadete Künstlerin machte sich unter dem Ehrentitel „schwedische Nachtigall“ in der Welt der Musik einen Namen. Grenzenlos war die Begeisterung für die österreichische Tänzerin Fanny Elßler. Während ihrer USA-Tournee musste der Kongress jeden Abend, an dem Fanny tanzte, seine Sitzung verschieben, weil die meisten seiner Mitglieder die Vorstellung sehen wollten und deswegen keine Beschlüsse mehr gefasst werden konnten. In New York spannten Fans die Pferde von Fannys Kutsche ab und zogen sie eigenhändig durch die Straßen der Stadt.
Solche Geschichten erzählt das Taschenbuch „Superfrauen 10 – Musik und Tanz“ von Ernst Probst, das zahlreiche Biographien von Sängerinnen, Musikerinnen und Tänzerinnen präsentiert.

Superfrauen 11 – Feminismus und Familie

Simone de Beauvoir, Germaine Greer oder Alice Schwarzer – die Namen dieser berühmten Autorinnen und Feministinnen kennt fast jede Frau. Aber wer weiß schon Genaueres über Anita Augspurg, Gertrud Bäumer, Lily Braun, Hedwig Dohm, Hedwig Heyl, Louise Otto-Peters, Alice Salomon und Helene Stöcker? Das Taschenbuch „Superfrauen 11“ (ISBN 3-935718-03-9, 16 Euro) von Ernst Probst präsentiert Biographien von 27 Frauenrechtlerinnen aus Deutschland und dem Ausland in Wort und Bild. Es schildert den langen und schwierigen Weg der Frauen bei ihrem gerechten Kampf um die Gleichberechtigung. Am Ende des Buches stehen die Lebensläufe einiger Frauen, die sich um das Wohl der Familie, der Mütter und der Kinder verdient gemacht haben. Zu ihnen rechnet der Autor auch Barbara Stratzmann, die sage und schreibe 53 Kindern das Leben schenkte. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, 2278 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

Superfrauen 12 – Sport

Jacqueline Cochran, eine der kühnsten Fliegerinnen Amerikas, wuchs als Findelkind in großer Armut auf und kannte weder ihren Namen noch ihr Geburtsjahr. Althea Gibson, die erste schwarze Wimbledon-Siegerin, ging während ihrer Kinderzeit statt zum Unterricht lieber auf die Straße, stahl Händlern Früchte aus den Auslagen oder besuchte Onkel und Tante, die illegal Alkohol brannten. Ulrike Meyfarth, das „Wunderkind des Hochsprungs“, war als kleines Mädchen bereits ungewöhnlich groß, deswegen besonders schüchtern und wurde oft von anderen Kindern als „langer Lulatsch“ gehänselt. Solche und andere Details schildert das Taschenbuch „Superfrauen 12 – Sport“ von Ernst Probst mit 32 Biographien von Rosemarie Ackermann bis Katarina Witt.

Superfrauen 13 – Mode und Kosmetik

Wie das Märchen von Aschenputtel klingt der Lebenslauf von Elizabeth Arden: Anfangs gründete sie mit gepumptem Geld in New York einen kleinen Schönheitssalon, gegen Ende ihres Lebens galt sie als eine der erfolgreichsten Kosmetikerinnen Amerikas und besaß ein großes Unternehmen mit 220 Schönheitssalons in aller Welt. Mit zwölf Cremedosen begann die Karriere von Helena Rubinstein. Sie schuf ein Kosmetikimperium mit 100 Niederlassungen in 14 Ländern und häufte ein Privatvermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar an. Der französische Künstler Jean Cocteau verlieh ihr den Ehrentitel „Kaiserin der Kosmetik“. Coco Chanel kam nach dem Tod ihrer Mutter mit elf völlig verwahrlost ins Waisenhaus. Später war ein Herzog, der sich jeden Morgen von seinem Diener die Schnürsenkel bügeln ließ, ihr Liebhaber, und sie entwickelte sich zur „Königin der Haute Couture“. Nachzulesen sind diese erstaunlichen Erfolgsgeschichten aus der Welt der Schönen und der Reichen in dem Taschenbuch „Superfrauen – Mode und Kosmetik“ von Ernst Probst.

Superfrauen 14 – Medien und Astrologie

Der Name von Dagmar Berghoff, der ersten Frau der „Tagesschau“, ist Millionen von Deutschen bekannt. Dasselbe gilt von Amelie Fried, der ersten deutschen Talkmasterin, Irene Koss, der ersten deutschen Fernsehansagerin, und Margarethe Schreinemakers, Deutschlands bisher erfolgreichster Fernsehmoderatorin. Weniger gut als um die vertrauten Gesichter vom Fernsehbildschirm ist es um die Popularität verdienter Damen von Presse und Rundfunk bestellt, wenn man einmal von Marion Gräfin Dönhoff, der berühmtesten deutschen Publizistin der Gegenwart, absieht. Diesem Manko soll das Taschenbuch „Superfrauen 14 – Medien und Astrologie“ von Ernst Probst abhelfen. Es stellt 17 Frauen aus dem Bereich Medien und drei weitere aus dem Bereich Astrologie in Wort und Bild vor.

Flugzeug10

Wiesbaden (biografien-news) - Welche Deutsche wurde der erste weibliche Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und stellte mehr als 40 Rekorde aller Klassen und Flugzeugtypen auf? Die Antwort lautet: Hanna Reitsch (1912-1979). Sie ist eine der zahlreichen "Königinnen der Lüfte", die in dem gleichnamigen Taschenbuch des Wiesbadener Autors Ernst Probst in Wort und Bild vorgestellt werden.

Der Titel "Königinnen der Lüfte" ist zum Preis von 14,99 Euro bei "Libri" unter der Adresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7363306/ernst_probst_koeniginnen_der_luefte_3638934152.html oder in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Hanna Reitsch wollte im Alter von vier Jahren mit ausgebreiteten Armen vom Balkon des Elternhauses springen. Als ihre Mutter dies verhinderte und sagte: "Kind – dann wärst du ja tot", fragte Hanna: "Wär ich dann beim lieben Gott? Tät er mich dann fragen: "Hanna, woll'n wir's hageln lassen?" Damals imponierte ihr nichts mehr als ein starker Hagel.

Tollkühn war auch die deutsche Fliegerin Elly Beinhorn (1907-2007), die ein legendenumwobenes Leben führte und die sportlichen Anfänge der Fliegerei prägte. Früh wurde sie von dem deutschen Fliegeridol Ernst Udet (1896-1941) gewarnt: "Liebes Kind, wenn du so weitermachst, fällst du bald anständig auf die Schnauze". Wenige Wochen später blieb nach einem Absturz von ihrem ersten kleinen Flugzeug nur noch ein Trümmerhaufen übrig und Elly telegraphierte an Udet: "Vorausgesagter Bruch hat planmäßig stattgefunden".

Zu den "Königinnen der Lüfte" zählt Ernst Probst auch die Französin Jacqueline Auriol (1917-2000), die als erste Frau schneller als der Schall flog. Sie und die Amerikanerin Jacqueline Cochran – ein Findelkind, dessen genaues Alter und richtiger Name nicht bekannt sind - erkämpften sich abwechselnd den Ruf, die "schnellste Frau der Welt" zu sein. Furore in der Fliegerwelt machten auch Florence "Pancho" Barnes (1901-1975) als erste amerikanische Stuntpilotin, Melli Beese-Boutard (1886-1925) als erste deutsche Pilotin, Anne Morrow-Lindberg (1906-2001) als erste amerikanische Segelfliegerin, Katherine Stinson (1891-1977) als erste Himmelsschreiberin, Käthe Paulus (1868-1935) als erste deutsche Fallschirmspringerin und Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg (1903-1945) als deutsche Testpilotin.

Nicht wenige "Königinnen der Lüfte" kamen bei Flugzeugabstürzen ums Leben. Manche von ihnen - wie die Amerikanerin Amelia Earhart (1897-1937), die erste Frau, die zwei Mal den Atlantik überflog, und die britische Prinzessin Anne Löwenstein-Wertheim (1864-1927) - wurden nach ihrem letzten Flug nie gefunden.

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Wiesbaden (biografien-news) - Ägyptens bedeutendste Königin Kleopatra trug eine Hakennase und war nicht besonders attraktiv. Die Papsttochter Lucrezia Borgia führte einen soliden Lebenswandel und nahm nicht an der von ihrem Bruder Cesare im Vatikan veranstalteten Orgie mit 50 Dirnen teil. Und die schönste Frau der Welt der 1860-er und 1870-er Jahre, nämlich die österreichische Kaiserin Elisabeth („Sisi“), hatte kariöse bräunlich-gelbe Zähne, wegen denen sie oft ihre Oberlippe darüber zog, den Mund kaum öffnete und beim Sprechen ein Taschentuch vorhielt, weswegen Fremde sie nur mit der größten Anstrengung verstanden. Solche und andere Enthüllungen sind in dem Taschenbuch „Superfrauen 1 – Geschichte“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst nachzulesen. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (2278 Seiten, 18 Euro) nur bei http://www.buch-shop-mainz.de erhältlich. Das gedruckte Taschenbuch „Superfrauen 1 – Geschichte“ gibt es bei http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7363287/ernst_probst_superfrauen_1_geschichte_3638934624.html

Wiesbaden (medien-news) - Katharina von Genua schlief mit acht Jahren auf einem Brett und übte sich zeitweise im Schweigen. Maria Dominica Mazzarello opferte als Mädchen ihren Morgenschlaf, sie stand manchmal bereits um zwei Uhr auf, damit sie nach der Frühmesse pünktlich zur Arbeit im Weinberg oder auf dem Feld erscheinen konnte. Rosa von Lima ertrug tapfer die Amputation eines gequetschten Fingers ohne jeglichen Schmerzenslaut. Teresa von Àvila wollte als Kind mit ihrem Bruder bettelnd ins Maurenland ziehen, den Martertod finden und rasch ins Paradies kommen. So heroisch ging es manchmal bereits in der Kindheit und Jugendzeit von Frauen zu, die später selig oder heilig gesprochen wurden. Das Taschenbuch „Superfrauen 2 – Religion“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das ungewöhnliche Leben und Werk von 52 Frauen aus dem Bereich Religion. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (2278 Seiten, 18 Euro) nur bei http://www.buch-shop-mainz.de erhältlich. Das gedruckte Taschenbuch „Superfrauen 2 – Religion“ gibt es bei http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7363290/ernst_probst_superfrauen_2_religion_3638933709.html

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

MelittaBentz

Als Erfinderin einer Methode, die die Kaffeezubereitung revolutionierte, und als Gründerin eines bedeutenden Unternehmens ging die sächsische Hausfrau Melitta Bentz (1873–1950), geborene Liebscher, in die Wirtschaftsgeschichte ein. Sie kam 1908 auf die Idee, mit Hilfe eines Papierfilters den Kaffeesatz in den Tassen zu vermeiden, und meldete diese Erfindung beim Kaiserlichen Patentamt an. Einige Monate später gründete sie eine kleine Firma, aus der sich im Laufe der Zeit eine große Unternehmensgruppe entwickelte.

Der Kaffee wurde in Europa im 17. Jahrhundert bekannt und beliebt. Man bereitete ihn durch fünfminütiges Kochen von Wasser, das man durch ein Sieb mit gemahlenem Kaffeepulver goss, zu. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert benutzte man Keramik- oder Metallsiebe zum Filtern, die den Nachteil hatten, dass bei zu großen Filterlöchern der Kaffeesatz den Genuss trübte, und bei kleinen häufig die Löcher verstopften.

Als der am 31. Januar 1873 in Dresden geborenen Melitta Bentz ihre bahnbrechende Erfindung gelang, war sie 34 Jahre alt, mit Hugo Bentz (1873–1946) verheiratet, Hausfrau und Mutter zweier Kinder. Sie hatte sich schon lange über den unbekömmlichen Bodensatz ihres Kaffees geärgert, ehe ihr Abhilfe einfiel. Mit Hammer und Nagel schlug sie etliche Löcher in einen Messingtopf, legte ein Löschblatt aus dem Schulheft ihres ältesten Sohnes auf den Boden des siebartigen Gefäßes und erfand auf diese Weise den ersten Kaffeefilter, der satzfreien Kaffee lieferte. Bei einem Kaffeekränzchen mit Freundinnen wurde die Erfindung erprobt und begeistert aufgenommen.

Weil das anfangs verwendete Löschpapier zu langsam filterte, suchten Melitta Bentz und ihr Mann Hugo nach einer anderen Papiersorte, die das Wasser schneller durchließ. Außerdem ersetzten sie den Messingtopf durch einen aus Messing zusammengeschweißten, 13 Zentimeter hohen zylindrischen Filterapparat mit einem Wasserverteiler und einzulegendem Rundfilterpapier.

Die segensreiche Erfindung von Melitta Bentz wurde am 8. Juli 1908 auf Seite 1145 der Patentblätter des Kaiserlichen Patentamtes zu Berlin registriert. Damals erhielt sie für ihren „Kaffeefilter mit auf der Unterseite gewölbtem und mit Vertiefung versehenen Boden sowie mit schräg gerichteten Durchflußlöchern“ und dazugehörigem „Filtrierpapier“ Gebrauchsmusterschutz.

Am 15. Dezember 1908 erfolgte die Eintragung der Firma M. Bentz, Marschallstraße 31, in das Dresdner Handelsregister. Als Startkapital standen außer der Erfindung noch 73 Reichspfennige und ein 40 Quadratmeter großes Zimmer der Dresdner Fünf-Zimmer-Wohnung des Ehepaares Bentz in der Marschallstraße 31 zur Verfügung.

Die Produktion der ersten Filter erfolgte in Handarbeit, später wurden sie in Auftrag gegeben. Hugo Bentz gab seine Stellung in einem Kaufhaus auf und engagierte sich nur noch in dem jungen Unternehmen. Die minderjährigen Söhne Horst und Willi übernahmen kleine Handreichungen und den Vertrieb. Sie karrten die anfangs kleinen Sendungen zum Fachhandel.

1910 verliehen der sächsische Gastwirteverein und das Kuratorium der internationalen Hygieneausstellung dem „Melitta“-Filtrierapparat goldene und silberne Medaillen. 1915 zog die Firma in die Dresdner Wilder-Mann-Straße 15 um, wo den 15 Mitarbeitern bereits 200 Quadratmeter Produktionsfläche zur Verfügung standen. 1920 wechselte das Unternehmen in die Wilder-Mann-Straße 11–13, wo man auf 800 Quadratmeter Fläche produzierte, die bald aber nicht mehr ausreichten. 1924 errichtete man einen Anbau.

Ab 1919 lieferte Melitta außer Filtern aus Aluminium auch solche aus Porzellan und Steingut, die von Fremdfirmen hergestellt wurden. Bis Mitte der 1920-er Jahre hatte man bereits 100000 Filter produziert. Zum Schutz vor Nachahmern markierte Melitta ab 1925 die Filterpapierpackungen in der heute noch üblichen rot-grünen Farbkombination. 1927 platzte das Fabrikgelände aus allen Nähten, die 80 Beschäftigten arbeiteten in Doppelschichten. Da die Suche nach neuen und größeren Produktionsstätten in Dresden erfolglos verlief, siedelte das Unternehmen 1929 nach Minden/Westfalen um.

1937 erhielten die Filter und die Filtertüte von „Melitta“ ihre heute noch übliche Form. Seit dieser Zeit läuft der Filter unten schlitzförmig zu, womit die perfekte Form für Filterkaffee gefunden wurde: Die Filtrationszeit stimmte, und das Aroma konnte sich nun optimal entfalten, ohne dass zu viele Bitterstoffe gelöst wurden. Außerdem sparte man Kaffee dabei.

Melitta Bentz starb am 29. Juni 1950 im Alter von 77 Jahren in Holzhausen/Porta Westfalica (Niedersachsen). Der Name „Melitta“ steht heute für eine Unternehmensgruppe international tätiger Markenartikelunternehmen. Sie erzielen mit etwa 4450 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Mark. Am Stammsitz in Minden sind ca. 1400 Mitarbeiter beschäftigt. Geführt wird das Unternehmen von Melittas Enkeln Jörg, Thomas und Stephan Bentz.

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Vor 75 Jahren geboren: Montserrat Caballé biografien-news(cached at April 14, 2008, 11:06 am)


ngs Il Pirata" von Youtube

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Eine der letzten großen Primadonnen des 20. Jahrhunderts ist die spanische Sängerin Montserrat Caballé. Wegen ihres vielseitigen Repertoires, ihrer ausgefeilten Technik, ihrer unnachahmlich leisen Töne und der Dramatik ihres Vortrags rühmt man sie häufig als Nachfolgerin der legendären Maria Callas (1933–1977), die als beste Sopranistin der Welt gilt.

Montserrat Caballé wurde am 12. April 1933 als Tochter einer armen Arbeiterfamilie in Barcelona geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren sang sie Kantaten des deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach (1865–1750). Ab 1942 konnte sie mit einem Stipendium am „Conservatorio di Liceo“ in Barcelona Gesang studieren und später ihre Ausbildung am „Conservatorio Superior de Musica“ in Barcelona fortsetzen.

Für ihre Studienerfolge wurde die 20-jährige Montserrat Caballé mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ihre Bühnenausbildung schloss sie in Mailand ab. Ihr erstes Engagement hatte sie am „Stadttheater Basel“, wo sie 1956 ihr Debüt feierte. Von 1959 bis 1962 arbeitete sie am „Stadttheater Bremen“. Diesen Engagements verdankt sie ihre fließende deutsche Sprache. Im Oktober 1961 brach sie auf der Bühne in Bremen zusammen. Ein Arzt diagnostizierte zu wenig Blutzucker.

1962/1963 unternahm Montserrat Caballé eine erste einjährige Konzerttournee durch Mexiko. 1963 gab sie ein Gastspiel in ihrer spanischen Heimatstadt Barcelona, wo das Publikum sie feierte. Ab dieser Zeit arbeitete ihr Bruder Carlos Caballé erfolgreich als ihr Manager.

Bei einer Aufführung von „Madame Butterfly“ lernte Montserrat Caballé den Tenor Bernabé Marti kennen, der sie zunächst ignorierte, bis er vom Theaterfriseur erfuhr, Caballé habe sich über seinen zu wenig feurigen Kuss beschwert. Am 14. August 1964 heirateten beide am Berg Montserrat, nach dessen Kloster Caballé benannt ist. Bei der Fahrt zur Trauzeremonie blieb das Brautauto in strömendem Regen am Berg liegen. Um doch noch zur Kirche zu gelangen, musste Caballé in einem stinkenden und schmutzigen Viehwagen weiterfahren.

Aus der Ehe von Montserrat Caballé und Bernabé Marti gingen die Kinder Barnabé und Montserrat hervor. Die Familie wohnt – zwischen den Konzertreisen – in einem Landhaus bei Barcelona.

Ohne vorherige Probe sprang die vorher nahezu unbekannte Montserrat Caballé in New York für die schwangere Marilyn Horne in der Aufführung „Lucrezia Borgia“ ein und erntete

25 Minuten lang tosenden Beifall. Ebenfalls 1965 trat sie erfolgreich in der New Yorker „Metropolitan Opera“ („Met“) als „Marguerite“ („Gretchen“) im „Faust“ auf, was ihr den Ruf als eine der brillantesten Belcanto-Sängerinnen der Welt einbrachte. 1965 triumphierte sie auch beim „Glyndebourne Festival“ als „Marschallin“ im „Rosenkavalier“.

Montserrat Caballé gastierte an allen großen Opernhäusern der Welt. Der große spanische Tenor José Carreras verdankt ihr seine Entdeckung. Sie hörte ihn am 11. Januar 1970 auf der Bühne des „Liceo“ in Barcelona in einer Aufführung, in der sie die Norma sang und der 23-jährige Carreras in der Nebenrolle des Flavio sein offizielles Bühnendebüt gab, zum ersten Mal.

1985 erlitt Montserrat Caballé in New York einen Herzinfarkt. Danach rieten ihr die Ärzte von strapaziösen Opernrollen ab. Seitdem gastierte sie fast ausschließlich im Konzertsaal. 1992 sang Montserrat Caballé zusammen mit dem Popstar Freddie Mercury (1946–1991) den „Barcelona“-Song für die „Olympischen Spiele“. Ihren größten Auftritt für die Olympiahymne in Barcelona vor rund zwei Milliarden Fernsehzuschauern bestritt sie alleine, da Mercury ein halbes Jahr zuvor gestorben ist.

1994 ernannte der Generaldirektor der „United Nations Educational Scientific and Cultural Organization“ (UNESCO), Federico Major, Montserrat Caballé zur „Botschafterin des guten Willens“. In Spanien gründete sie eine Stiftung für sozial benachteiligte Kinder. Ab Mitte der 1990-er Jahre gab sie oft gemeinsame Konzerte mit ihrer Tochter Montserrat, deren künstlerische Karriere als Sopranistin sie aktiv förderte. 1996 nahm sie ein Album „Caballé and Friends“ mit verschiedenen Größen der Rockmusik auf. Im selben Jahr musste sie sich auch einer Darmoperation unterziehen.

Dank ihrer stimmlichen Qualität sowie ihres humorvollen und herzlichen Auftretens ohne Starallüren entwickelte sich Montserrat Caballé zum Liebling des Publikums. Ihr Repertoire umfasst 90 Opernrollen und 800 Lieder. Zu ihren großen Partien gehören neben „Lucrezia Borgia“, „Marguerite“ und der „Marschallin“ auch „Violetta“ in „Traviata“ (1967), „Norma“ (1972), „Maria Stuart“ (1973), „Adriana Lecouvreur“ (1979) und „Tosca“.

Die sympathische Künstlerin erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Titel „Commandeur des arts des lettres“ (1986), den Schallplattenpreis „Echo Klassik“ der Deutschen Phonoakademie (1996) und den „Bambi Klassik“ (1998).

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Superfrauen14CD

Wiesbaden (biografien-news) - Nicht nur Normalbürgern fällt manchmal ein Name oder eine Telefonnummer nicht ein, das kann auch einem Genie passieren. Die bedeutendste Genetikerin der Welt und Nobelpreisträgerin für Medizin von 1983, die amerikanische Wissenschaftlerin Barbara McClintock (1902-1992), vergaß als Studentin einmal sogar ihren eigenen Namen. Bei einem Examen in ihrem Lieblingsfach Geologie löste sie zwar schnell alle Fragen, doch als sie auf das blaue Übungsheft ihren Namen schreiben wollte, konnte sie sich daran nicht mehr erinnern. Weil sie sich nicht blamieren wollte, fragte sie niemand, wie sie heißt und wurde immer nervöser, ehe ihr nach etwa 20 Minuten doch noch ihr Name einfiel.

Dies enthüllt die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" (ISBN 3-935718-82-9) des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Barbara McClintock schaffte sich übrigens erst nach der Nobelpreisverleihung im Alter von mehr als 80 Jahren ein Telefon an. Sie vertrat die Auffassung, wer mit ihr sprechen wolle, solle ihr schreiben. Bis kurz vor ihrem Tod arbeitete sie sieben Tage in der Woche täglich bis zu zwölf Stunden in ihrem Forschungslabor.

Sehr vergesslich war auch die geniale Kosmetikerin Helena Rubinstein um (1870-1965). Sie konnte sich keinen Namen merken und redete deswegen über Mitmenschen oft mit Verzicht auf deren Familiennamen. Statt dessen sprach sie von "dem Mann, dem die Frau starb" oder von "dem, der immer mit dem Schirm kommt". Die Kurzbiografie von Helene Rubinstein ist ebenfalls auf der „Superfrauen“-CD-ROM nachzulesen.

Dass auch Männer sehr zerstreut und vergesslich sein können, belegt die Biografie von Eleanor Roosevelt (1884-1962), der ersten Vorsitzenden der Kommission des "United Nations" (UN) für Menschenrechte und Ehefrau des 32. US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt (1882-1945). Bei einem der seltenen Spaziergänge mit ihrem Vater und seinen Hunden ging der Vater unterwegs in seinen Club und sagte Eleanor, sie solle auf ihn warten. Nach sechs(!) Stunden kam der Pförtner des Clubs und brachte Eleanor und die Hunde heim. Das Mädchen verzieh dem Vater diesen unangenehmen Vorfall.

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Info über die CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“:

Die CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ von Ernst Probst stellt Hunderte berühmte Frauen in Wort und Bild auf mehr als 2200 Seiten vor. Die Scheibe zum Preis von 18 Euro enthält die 14 Titel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“. Gegenüber der gedruckten Ausgabe mit einem Gesamtpreis von 234 Euro ist die elektronische Version 216 Euro billiger!

Die Frauenbiografien stammen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Die Texte und teilweise sogar farbigen Bilder im PDF-Format auf der CD-ROM sind auf jedem PC oder Mac lesbar. Wer mit dem Laptop unterwegs ist, verfügt dank der CD-ROM „Superfrauen“ über reichlich Lesestoff. Die Texte sind gut lesbar, weil die Schrift stark vergrößert dargestellt werden kann. Bestimmte Begriffe im Text lassen sich mit der Suchmaske schnell finden. Alle Texte können beliebig oft ausgedruckt werden.

Vor 100 Jahren geboren: Bette Davis biografien-news(cached at April 8, 2008, 12:36 am)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Einer der größten weiblichen Hollywood-Stars war die amerikanische Schauspielerin Bette Davis (1908–1989), geborene Ruth Elizabeth Davis. Der großäugige und oft Zigaretten rauchende Star drehte innerhalb von fast sechs Jahrzehnten rund 100 Filme. Davon sind die besten überwiegend in den 1930-er und 1940-er Jahren entstanden. Bette erhielt zwei „Oscars“ als beste Schauspielerin und wurde acht Mal für diesen Preis nominiert.

Ruth Elizabeth Davis erblickte am 5. April 1908 als Tochter eines Rechtsanwalts in Lowell (Massachusetts) das Licht der Welt. Nach der Scheidung ihrer Eltern, die sie als Siebenjährige erlebte, wuchs sie bei ihrer Mutter Ruthie auf, die ihren Lebensunterhalt für sich und ihre beiden Töchter als Fotografin verdiente. Bette besuchte die „Cushing Academy“ in Ashburnham, die „Mariarden School of Dancing“ und eine höhere Schule in Newton (Massachusetts).

Den Vornamen „Bette“ wählte Ruth Elizabeth Davis nach der Lektüre des Romans „La Cousine Bette“ des französischen Dichters Honoré de Balzac (1799–1850). Ihren Hang zur Welt der Bühne entdeckte Bette Davis in einer Tanzschule von Peterborough. Öffentlich aufgetreten ist sie erstmals bei einer Weihnachtsfeier.

Bei der ersten Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule fiel Bette Davis durch, doch danach schaffte sie die Aufnahme an der „John Murray Anderson Dramatic School“ in New York, wo die Tänzpädagogin Martha Graham (1894–1991) ihre Lehrerin war. Das erste Engagement an einer Bühne feierte sie in Rochester bei dem Regisseur George Cukor (1899–1983), der die ehrgeizige und eigenwillige Bette später hinauswarf. Danach arbeitete sie zeitweise als Platzanweiserin in einem Provinztheater.

1929 erlebte Bette Davis in dem Stück „The Lady from the Sea“ ihr erfolgreiches Debüt am Broadway in New York. Das „Universal Filmstudio“ holte sie 1930 nach Hollywood (Kalifornien). Nach dem Flop „Bad Sister“ (1930/1931) an der Seite von Humphrey Bogart (1899–1957) wurde sie entlassen und wechselte 1931 zum Filmstudio „Warner Brothers.“ für das sie bis 1949 vor der Kamera stand. Dort ging es bald aufwärts.

Als Anfängerin huschte Bette Davis, die sich standhaft weigerte, den ihr vorgeschlagenen wohlklingenden Künstlernamen „Bettina Dawes“ anzunehmen, noch verschüchtert durch ihre ersten Filme. Gelegentlich kam es zum Streit wegen der Auswahl der Rollen zwischen dem Studio und ihr. Sie verlor einen Prozess, in dem sie forderte, aus ihrem Vertrag entlassen zu werden, der ihr vorschrieb, jede noch so seichte, ihrem Talent nicht angemessene Rolle spielen zu müssen.

1941 wurde Bette Davis als erste Frau zur Präsidentin der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ gewählt. Während des Zweiten Weltkrieges leitete sie als Präsidentin die „Hollywood Canteen Foundation“. Diesem Club gehörten Filmstars an, die die kämpfenden amerikanischen Soldaten unterhielten. 1946 gründete sie die Filmgesellschaft „Bette Davis, Inc.“.

Zu Bette Davis besten frühen Filmen gehören „Of Human Bondage“ („Der Menschen Hörigkeit“, 1934), mit dem sie den großen Durchbruch schaffte, „Dark Victory“ („Opfer einer großen Liebe“, 1939), „The Letter“ („Das Geheimnis von Malampur“, 1940), „The Little Foxes“ („Die kleinen Füchse“, 1941), „Mr. Skeffington“ („Das Leben der Mrs. Skeffington“, 1944 und „The Corn Is Green“ („Das grüne Korn“, 1945).

Für ihre Prachtrollen in „Dangerous“ („Gefährlich“, 1935) und „Jezebel“ („Jezebel – Die boshafte Lady“, 1938) erhielt Bette Davis je einen „Oscar“ als beste Schauspielerin. Außerdem nominierte man sie acht Mal für den „Oscar“. Nach ihrem zweiten „Oscar“ erhielt sie ein Mitspracherecht bei der Themenauswahl ihrer Filme.

Besonders überzeugend spielte Bette Davis komplizierte, neurotische, macht- und geldhungrige, mörderische, willensstarke und ehrgeizige Frauen. Auf dem Plakat für den Film „Beyond the Forest“ (1949) hieß es deshalb treffend: „Keine ist so gut wie Bette Davis, wenn sie schlecht ist!“

Als weitere Glanztaten des filmischen Schaffens von Bette Davis gelten „All About Eve“ („Alles über Eva“, 1950) und „Whatever Happened to Baby Jane? („Was geschah wirklich mit Baby Jane?“, 1962). In letzterem Streifen spielte sie zusammen mit ihrer Intimfeindin Joan Crawford (1908–1977), die sie ihr Leben lang hasste.

1960 verklagte Bette Davis ein Filmmagazin, das angedeutet hatte, ihre Karriere als Schauspielerin sei beendet, auf Schadenersatz in Höhe von einer Million US-Dollar. 1962 erregte sie mit einem Stellungsgesuch großes Aufsehen. Die von ihr aufgegebene Anzeige lautete: „Mutter von drei Kindern – 10, 11 und 15 –, geschieden, Amerikanerin. Dreißig Jahre Erfahrung als Filmschauspielerin. Möchte ständige Beschäftigung in Hollywood.“

Die Memoiren von Bette Davis erschienen unter dem Titel „The Lonely Life: An Autobiography“ (1962). Zusammen mit Michael Herskowitz schrieb sie das Buch „This’n That“ (1987) und zusammen mit Whitney Stine den Band „I’d Love to Kiss You: Conversations with Bette Davis“ (1990).

1973 spielte Bette Davis in einer eigenen Fernsehserie eine herrschsüchtige Mutter und erhielt hierfür einen „Emmy“. 1977 wurde ihr als erster Frau der Preis des amerikanischen Filminstituts für ihr Lebenswerk verliehen. Trotz schwerer Krankheiten – wie Herzinfarkt, später Brustkrebs, Schlaganfall und Hüftbruch – war sie in „The Whale of August“ („Wale im August“, 1987) auf der Leinwand zu sehen. Sie pflegte einen extravaganten Schauspielstil, wirkte wie ein Energiebündel, war aber in Wirklichkeit auch verletzlich.

Erster Ehemann von Bette Davis war von 1932 bis 1939 der Trompeter Oscar Harmon Nelson. Die 1940 geschlossene zweite Ehe mit dem Gastwirt Arthur Farnsworth endete 1943 durch den Tod des Gatten. Aus ihrer dritten Ehe von 1945 bis 1950 mit dem Boxer, Maler und Physiotherapeuten William Grant Sherry stammt die Tochter Barbara Davis. Während der vierten Ehe von 1950 bis 1960 mit dem Schauspieler Gary Merrill (1915–1990), der an Lungenkrebs starb, adoptierte sie das Mädchen Margot und den Jungen Michael. Die leibliche Tochter Barbara Davis Hyman veröffentliche unter dem Titel „My Mother’s Keeper“ (1985) ein sehr kritisches Buch über die Beziehung zu ihrer Mutter.

Als 80-Jährige gab Bette Davis unumwunden zu: „Ich war ein Terror, unleidlich, ungezogen mit schrecklichen Manieren, nur auf den Erfolg und meine Karriere bedacht. Ich hatte nie Zeit für Freundlichkeiten. Ich habe stets nur gesagt, was ich dachte, und das war keineswegs immer druckreif“. Der amerikanische Filmemacher Joseph L. Mankiewicz (1909–1993) sagte über sie: „Bette, wenn du einmal stirbst, sollte man nur einen Satz auf deinen Grabstein schreiben: Sie ging immer den dornigen Weg“.

Bette Davis erlag am 6. Oktober 1989 im Alter von 81 Jahren im „Amerikanischen Krankenhaus“ von Paris-Neuilly einem Brustkrebsleiden. Man hatte sie in die Klinik eingeliefert, weil sich ihr Zustand erheblich verschlechterte. Sie war aus Spanien gekommen, wo sie in San Sebastián ein Filmfestival besucht und einen Ehrenpreis entgegengenommen hatte. Dabei hatte sie den ersten öffentlichen Hinweis auf ihre schwere Krankheit gegeben: „Wenn Sie ein bißchen länger gewartet hätten, wäre ich nicht mehr in der Lage gewesen, ihn entgegenzunehmen.“

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

HeleneStoecker

Als Gründerin des „Bundes für Mutterschutz und Sexualreform“ machte sich die deutsche Frauenrechtlerin, Publizistin und Pazifistin Helene Stöcker (1869–1943) verdient. Außerdem hob sie die „Deutsche Friedensgesellschaft“, den „Verband fortschrittlicher Frauenvereine“, den deutschen „Verein für Frauenstimmrecht“ und die „Internationale der Kriegsgegner“ mit aus der Taufe. Sie setzte sich vehement für eine „neue Ethik“, das Frauenstimmrecht und den Frieden ein.

Hulda Caroline Emilie Helene Stöcker kam am 13. November 1869 in Elberfeld (heute ein Stadtteil von Wuppertal) als ältestes von acht Kindern der Eheleute Peter Heinrich Ludwig Stöcker und Hulda Stöcker, geborene Bergmann, zur Welt. Ihr Vater wäre gerne Missionar geworden, betrieb ein Posamentiergeschäft mit Werkstube und verspekulierte durch Grundstückskäufe sein Vermögen. Drei Kinder der Familie sind früh gestorben.

Im frommen Elternhaus von Helene Stöcker wurde jeden Tag eine Hausandacht gehalten, welche die Grundlage ihrer christlichen Ethik legte, die ihr Lebenswerk stark beeinflusste. Der Besuch des Theaters galt in ihrer Umgebung als verpönt.

Nach der Ausbildung zur Lehrerin bei Helene Lange (1848–1930) in Berlin setzte Helene Stöcker bei ihren Eltern ein Studium der Nationalökonomie, Germanistik und Philosophie in Berlin, Glasgow und Bern durch. 1901/1902 promovierte sie in Bern mit der Dissertation „Von Winckelmann bis Wackenroder, zum Kunstverständnis der Romantik“ zum „Doktor der Philosophie“. Mit den Romantikern und ihrer Einstellung zu Liebe und Ehe beschäftigte sie sich auch später immer wieder publizistisch.

Im Alter von 24 Jahren veröffentlichte Helene Stöcker ihren ersten Aufsatz über „Die moderne Frau“, in dem sie die Auffassung vertrat, pekuniäre Unabhängigkeit sei die erste Vorbedingung für jede Art von Freiheit. Außerdem meinte sie, es müsse die Frage gelöst werden, wie die in der Ehe durch Küche und Kinderstube belastete Frau diese Freiheit nicht wieder verliert.

Wenige Jahre später erschien Helene Stöckers Aufsatz „Die Männerbewegung“, in dem sie eine grundsätzlich andere Haltung der Männer gegenüber modernen Frauen forderte. Sie trat für die Anerkennung des Anspruchs der Frauen auf Entwicklung einer freien Persönlichkeit auch innerhalb der Ehe ein. Dieser und andere Aufsätze aus den Jahren 1893 bis 1904 – wie „Umwertung der Werte“ (1897) und „Nietzsches Frauenfeindschaft“ (1901) – erschienen unter dem Titel „Die Liebe und die Frauen“ (1905).

1892 gehörte Helene Stöcker zu den Gründerinnen und Gründern der „Deutschen Friedensgesellschaft“. 1898 beteiligte sie sich an der Gründung des „Verbandes fortschrittlicher Frauenvereine“, der im Gegensatz zum konservativen „Bund deutscher Frauenvereine“ von Helene Lange stand.

Mit anderen radikalen Frauen der Frauenbewegung – wie Anita Augspurg (1857–1943), Lida Gustava Heymann (1868–1943) und Minna Cauer (1842–1922) – gründete Helene Stöcker 1902 den „Deutschen Verein für Frauenstimmrecht“. Ihre Stimmrechtsbemühungen dauerten bis zum Ersten Weltkrieg.

Zusammen mit dem Historiker und Politiker Ludwig Quidde (1858–1941), dem 1927 der Friedensnobelpreis verliehen wurde, verurteilte Helene Stö-cker 1902 öffentlich in München den Burenkrieg. Bei dieser Gelegenheit kritisierte sie auch die von den Engländern errichteten Konzentrationslager.

1905 hob Helene Stöcker gemeinsam mit der Politikerin Lily Braun (1865–1916), der Frauenrechtlerin Henriette Fürth (1861–1938), dem Nationalökonom und Soziologen Werner Sombarth (1863–1941) und dem Sozialökonom, Wirtschaftshistoriker und Soziologen Max Weber (1864–1920) in Berlin den „Bund für Mutterschutz und Sexualreform“ aus der Taufe, den sie lange als Vorsitzende leitete. Dieser Bund richtete Heime für unverheiratete Mütter und ihre Kinder ein und forderte die rechtliche Gleichstellung unehelicher Kinder. Außerdem engagierte sich der Bund für die frühzeitige sexuelle Aufklärung von Jugendlichen und für die Abschaffung des Paragraphen 218, der die Strafbarkeit des Schwangerschaftsabbruchs betraf.

Von 1905 bis 1932 redigierte Helene Stöcker die Zeitschrift „Die neue Generation“ des „Bundes für Mutterschutz und Sexualreform“. Diese Publikation wirkte aufklärend auf allen Gebieten der Sexualmoral. Schon 1908 verlangte Helene Straffreiheit für die Homosexualität, wie sie 1969 im Strafrecht der Bundesrepublik Deutschland verankert worden ist.

Helene Stöcker veröffentlichte auch Artikel in der „Frauenbewegung“, dem Organ des radikalen Flügels der Frauenbewegung. Sie entwickelte die „neue Ethik“ und vertrat die Auffassung, erst wenn beide Geschlechter emanzipiert seien, werde eine Beziehung in „vollkommener Einheit allen Wollens, Fühlens, Denkens möglich“. Dazu sei kein Trauschein nötig, war ihr Standpunkt. Außerdem forderte Helene Stöcker ein neues Familienrecht, Abtreibungsrecht und Recht für das uneheliche Kind gleich dem ehelichen. In ihrem Roman „Liebe“ schlug sich ihre Auffassung von der „neuen Ethik" nieder. Sie unternahm mehrere Vortragsreisen, auch ins Ausland, sogar nach Rußland.

Weil sie seit 1905 ohne standesamtliche Trauung mit dem Rechtsanwalt und Notar Dr. Brunold Springer (1873–1931) zusammenlebte, wurde Helene Stöcker 1910 von einigen ihrer Mitarbeiterinnen in der Öffentlichkeit heftig angegriffen. Man erhob gegen sie den Vorwurf, der Kampf für eine Reform der Geschlechtsmoral werde entwertet, wenn man selbst davon profitiere. Die Verbindung mit Springer, die zu Helenes Leidwesen kinderlos blieb, währte bis zum Tod ihres Lebensgefährten.

Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914–1918) wurde Helene Stöcker, die fest an den Fortschritt der Menschheit und an eine Entwicklung zu höherer Kultur und Sittlichkeit geglaubt hatte, tief erschüttert. 1915 trat sie aus der Kirche aus, weil sie deren Haltung zum Krieg missbilligte. Im selben Jahr nahm sie am „Internationalen Frauen-Friedens-Kongreß“ in Den Haag (Niederlande) teil.

Während des Ersten Weltkrieges veröffentlichte Helene Stöcker verschiedene Antikriegsschriften und schloss sich dem „Bund Neues Vaterland“ an, aus dem sich später die „Liga für Menschenrechte“ entwickelte. Sie erklärte die Friedenssicherung zur Aufgabe der Frauen und forderte, ausgehend von der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, „Nicht mitzuhassen, mitzulieben sind wir da!“ 1919 beteiligte sie sich an der Gründung des „Bundes der Kriegsgegner“ und propagierte die Pflicht zur Kriegsdienstverweigerung.

Ostern 1921 gründete Helene Stöcker in Bilthoven (Niederlande) zusammen mit dem Holländer Cornelis (Kees) Boeke (1884–1966), dem Deutschen Friedrich August Wolf und dem Briten Wilfred Wellock (1879–1972) die „Internationale der Kriegsdienstgegner“. In der Folgezeit nahm sie an zahlreichen Friedenskongressen teil und reiste in Europa und in die USA. In den 1920-er Jahren schloss sie sich der „Liga gegen den Imperialismus“ und der „Gruppe revolutionärer Pazifisten“ an, die die Arbeit für den Frieden mit der sozialen Revolution verbinden wollten. Ab 1925 fungierte sie als Schriftführerin der „Deutschen Friedensgesellschaft“.

1925/1926 setzte sich Helene Stöcker zusammen mit anderen Frauen – wie der Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867–1945) – für einen Volksentscheid ein, der die entschädigungslose Enteignung der Fürsten forderte. Den Anlass dazu bot der Entwurf eines Abfindungsgesetzes für die Hohenzollern, das von der sozialdemokratisch geführten Preußenregierung im Herbst 1925 vorgelegt wurde.

Dem Gesetzentwurf zufolge hätte der 1918 abgedankte Kaiser Wilhelm II. (1859–1941), der bereits eine Jahresrente von 600000 Mark bezog, mit seiner Familie 185 Millionen Mark erhalten sollen. Bei der Novemberrevolution 1918 waren die Vermögen der Fürsten einzogen worden. Die Massenkampagne unter dem Motto „Kein Pfennig den Fürsten“ gipfelte 1926 in einem Volksentscheid, bei dem etwa 14,5 Millionen Deutsche für die entschädigungslose Enteignung stimmten. Trotzdem konnte diese Forderung nicht durchgesetzt werden.

Auch beim Volksbegehren gegen den Bau neuer Panzerkreuzer im Oktober 1928 war Helene Stöcker beteiligt. Sie stand mit an der Spitze des Reichsausschusses für den Volksentscheid gegen den Panzerkreuzerbau, in dem sich die „Kommunistische Partei Deutschlands“ (KPD) und 32 kleinere Organisationen zusammengeschlossen hatten.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland konnte Helene Stöcker nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren. Sie emigrierte 1933 zunächst in die Schweiz, 1938 nach England und Schweden und schließlich 1941 über die Sowjetunion in die USA. Soweit es ihr möglich war, engagierte sie sich schriftlich für Emigranten.

Am 24. Februar 1943 starb Helene Stöcker im Alter von 73 Jahren verarmt in New York. Sie hatte an einem schweren Herzleiden und Lungenkrebs gelitten. Ihr umfangreicher schriftlicher Nachlass, zu dem eine in Stockholm verfasste unvollendete Autobiographie gehört, befindet sich im „Swarthmore College Paece Collection“ in Swarthmore (Pennsylvania) in den USA.

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Rahel Varnhagen
geborene Levin
deutsche Schriftstellerin
und Frauenrechtlerin
geboren am 19. Mai 1771
in Berlin
gestorben am 7. März 1833
in Berlin

Rahel Varnhagen, die Tochter eines jüdischen Kaufmanns in Berlin, übernahm nach dem Tod ihres Vaters 1790 die Erziehung der Geschwister. Bereits damals etablierte sie im Elternhaus ihren ersten Salon. Ab 1806 wechselte sie häufig den Wohnsitz und lebte in Paris, Frankfurt am Main, Hamburg und Prag. Als der ihr nahe stehende Alexander von der Marwitz 1814 im Kampf gegen Napoléon I. fiel, trat sie zum Christentum über und heiratete den merklich jüngeren Schriftsteller und Politiker Karl August Varnhagen von Ense (1785–1858). Der um 1820 eingerichtete Salon des Paares in Berlin entwickelte sich zu einem Mittelpunkt von Dichtern und Gelehrten der Spätromantik. Rahel hatte großen Anteil am deutschen Geistesleben ihrer Zeit und spielte auch in der Geschichte der Frauenbewegung eine Rolle. Nach ihrem Tod veröffentlichte ihr Ehemann ihren umfangreichen schriftlichen Nachlass.

Vor 160 Jahren geboren: Helene Lange biografien-news(cached at March 12, 2008, 6:49 pm)

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst

Als geistige Führerin der deutschen Frauenbewegung gilt die Lehrerin Helene Lange (1848–1930). Sie tat sich als Kämpferin für die höhere Bildung von Mädchen und für ihre Zulassung zum Hochschulstudium, für die Professionalisierung der Oberlehrerinnen, Gründerin des „Bundes deutscher Frauenvereine“ und als Mitbegründerin des „Allgemeinen deutschen Lehrerinnen-Vereins“ hervor. Außerdem kämpfte sie dafür, durch gleiche Bildungschancen den Frauen bessere Perspektiven im Beruf, in Politik und Gesellschaft zu verschaffen.

Helene Lange erblickte am 9. April 1848 als Tochter des Kaufmanns Carl Theodor Lange in der Achternstraße von Oldenburg (Niedersachsen) das Licht der Welt. Zunächst besuchte sie wie ihre Brüder Otto und Theodor die Elementarschule von Tante Wöbcken, dann die Krusesche Mädchenschule. Mit sieben Jahren erlebte sie den frühen Tod ihrer Mutter. Als Kind las sie viel mit Leidenschaft.

In der Höheren Töchterschule wurde Helene Lange standesgemäß in Nadelarbeit, Literatur und Kunstästhetik unterwiesen. Sie hasste die Handarbeitsstunden und schrieb später darüber: „Es gehört zu den allgemein geglaubten Theorien, dass man kleine Mädchen gar nicht früh genug an die Handarbeit herankriegen könne“.

Nach dem Tod ihres Vaters 1864 verbrachte die 16-Jährige im Haus des Pastors Carl Maximilian Eifert (1808–1888) und seiner Ehefrau im süddeutschen Eningen das damals übliche „Pensionsjahr“ für höhere Töchter. Im evangelischen Pfarrhaus hatte Helene Lange ihre Geburtsstunde als Frauenrechtlerin. Bei Geselligkeiten fand sie schnell heraus, dass intelligente Frauen bei Debatten beharrlich schwiegen, weil Diskussionen Männersache waren. Außerdem beneidete sie den Sohn des Pfarrers um sein Studium. Von da an war es für sie beschlossene Sache, das eigene Wissen zu vervollkommnen.

Als Helene Lange Lehrerin werden wollte, erlaubte ihr Vormund dies nicht, weil das noch niemand im Oldenburger Land getan habe. Daraufhin bildete sie sich – als Lehrerin und Schülerin zugleich – in einem elsässischen Mädchenpensionat autodidaktisch weiter. 1870 wurde sie volljährig, zog mit einer kleinen Erbschaft versehen nach Berlin und legte 1872 in einem kurzen Anlauf das Lehrerinnenexamen ab. Sie lehrte am dortigen Seminar, einer der wenigen Stätten, wo sich Frauen damals geistig weiterbilden konnten, und erkannte, dass Gleichberechtigung und gesellschaftliche Selbständigkeit der Frauen nur durch eine Neuordnung des Mädchenschulwesens zu erreichen sei.

1876 erhielt Helene Lange eine feste Anstellung an den privaten Bildungsanstalten von Lucie Crain, an denen sie bis 1891 unterrichtete. Gemeinsam mit anderen Frauen – unter ihnen Henriette Schrader-Breymann (1827–1899) – forderte sie 1887 vom Berliner Kultusministerium die gleichberechtigte Beteiligung der Frauen am wissenschaftlichen Unterricht in den Oberklassen der höheren Mädchenschulen und die Gründung von staatlichen Anstalten zur Ausbildung von wissenschaftlichen Lehrerinnen.

Begleitet wurde die Petition der Gruppe von einer Denkschrift, die man später wegen ihres Umschlages als „Gelbe Broschüre“ bezeichnete. Darin forderte Helene Lange, die Frau müsse um ihrer selbst willen und nicht zwecks anspruchsvoller Dekoration des Mannes gebildet werden. In den intellektuellen Kreisen Berlins löste die Eingabe starke Diskussionen aus. Die Presse stimmte zu, Pädagogen dagegen äußerten sich kritisch. Im „Deutschen Reichstag“ schwieg man zu diesem Thema.

Zusammen mit Minna Cauer (1841–1922), der Vorsitzenden des Berliner Vereins „Frauenwohl“, und Franziska Tiburtius (1843–1927), der ersten praktizierenden Ärztin Berlins, ersuchte Helene Lange 1888 und 1889 den „Wissenschaftlichen Zentralverein“ in Berlin, die Einrichtung von „Realkursen zum Zweck der Vertiefung bzw. Ergänzung der allgemeinen Bildung, sowie zur Vorbildung für eine etwaige höhere gewerbliche oder wissenschaftliche Tätigkeit“ zu übernehmen.

Die ersten von Helene Lange geleiteten „Realkurse für Frauen“ wurden 1889 in Berlin eingerichtet. Sie ermöglichten es Mädchen, erstmals auch Mathematik, Naturwissenschaften, Latein und die Grundzüge der Volkswirtschaft zu lernen. 1893 wurden die Realkurse in „Gymnasialkurse“ umgewandelt. Die Absolventinnen konnten nun als Externe die Reifeprüfung an preußischen Gymnasien ablegen. Im selben Jahr forderte eine Petition des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“ mit 60000 Unterschriften die Freigabe des Studiums für Frauen.

Auf diese Aktivitäten von Helene Lange reagierte die Öffentlichkeit zunächst überwiegend negativ. Doch die Kurse erwiesen sich bald als großer Erfolg. 1896 absolvierten die ersten sechs Frauen in Deutschland ihr Abitur und gingen zum Studium ins Ausland, denn erst 1908 erhielten auch Frauen in Preußen Zugang zu den Universitäten.

Seit 1893 gab Helene Lange zusammen mit ihrer 25 Jahre jüngeren Lebensgefährtin, der Lehrerin, Politikerin und Schriftstellerin Gertrud Bäumer (1873–1954), die Monatszeitschrift „Die Frau“ heraus, die Sprachrohr der bürgerlichen Frauenbewegung wurde und bis 1944 existierte. Beide Frauen fungierten auch als Herausgeberinnen des Handbuchs „Die Frauenbewegung“ (1901–1906).

Helene Lange entwickelte sich zur geistigen Führerin der deutschen Frauenbewegung. Sie war 1890 Mitbegründerin des „Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen-Vereins“, den sie 31 Jahre lang leitete, ab 1892 Vorsitzende des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“ (ADF) sowie 1894 eine der Gründerinnen und Vorstandsmitglied des „Bundes Deutscher Frauenvereine“.

Als 1908 den Frauen die Mitarbeit in politischen Parteien zugestanden wurde, trat Helene Lange der „Deutschen Demokratischen Partei“ (DDP) bei. Damals wurde Luise Zietz (1865–1922) als erste Frau in den Vorstand der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD) gewählt.

1908 erschien Helene Langes Publikation „Die Frauenbewegung in ihren modernen Problemen“. Von 1917 bis 1920 unterrichtete sie an der „Sozialen Frauenschule“ in Hamburg, die von Gertrud Bäumer geleitet wurde. 1919 zog sie als Abgeordnete in die Hamburger Bürgerschaft ein. 1921 brachte sie ihre „Lebenserinnerungen“ heraus und 1928 ihre Aufsätze in „Kampfzeiten“.

Von ihrer Heimatstadt Oldenburg wurde Helene Lange anlässlich ihres 80. Geburtstages 1928 zur Ehrenbürgerin ernannt. Am 13. Mai 1930 starb sie im Alter von 82 Jahren in Berlin. In Oldenburg erinnern eine 1954 nach ihr benannte Straße und eine Büste am Cäcilienplatz an sie. Über die Wegbereiterin der Emanzipation sind mehrere Bücher erschienen. Heute weiß kaum noch jemand, dass sie es war, die den Begriff „Männerstaat“ geprägt hat. Nach Helene Lange sind zahlreiche Schulen in Deutschland und sogar Züge der Bundesbahn benannt.

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Vor 175 Jahren gestorben: Clara Zetkin biografien-news(cached at March 12, 2008, 6:49 pm)


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Zetkin

Zu den bedeutendsten Sozialdemokratinnen und Kommunistinnen Deutschlands zählte die Politikerin Clara Zetkin (1857–1933), geborene Eißner. Anfangs gehörte sie der SPD an und förderte die proletarische Frauenbewegung. Später hob sie den „Spartakusbund“ und die „Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (USPD) mit aus der Taufe und hatte in der „Kommunistischen Partei Deutschlands“ (KPD) wichtige Funktionen. Außerdem tat sie sich als engagierte Pazifistin hervor.

Clara Eißner kam am 5. Juli 1857 als Tochter eines Dorfschullehrers und einer Hausfrau in Wiederau bei Rochlitz (Sachsen) zur Welt. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in einem vom Christentum und Humanismus geprägten Elternhaus. Bereits als kleines Mädchen war sie so wissbegierig, dass ihr der Vater zusätzlich Unterricht gab. Schon während ihrer Schulzeit wurde sie mit dem sozialen Elend konfrontiert und engagierte sie sich für den unterprivilegierten Teil der Gesellschaft.

1872 zogen die Eltern nach Leipzig um, wo Clara Eißner das von der Pädagogin und Frauenrechtlerin Auguste Schmidt (1833–1902) geführte Lehrerinnenseminar besuchte. Zu Beginn ihres Berufslebens arbeitete sie als Hauslehrerin. 1878 schloss sie sich der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD) an und kam früh mit den Führern der deutschen sozialistischen Bewegung, Wilhelm Liebknecht (1871–1919) und August Bebel (1840–1913), zusammen.

1882 verliebte sich Clara Eißner in den aus Odessa (Ukraine) stammenden jüdischen Schriftsetzer und Revolutionär Ossip Zetkin (1853–1889). Mit ihm lebte sie ab 1883 in Paris, wo sie noch im selben Jahr ihren Sohn Maxim gebar. Von da an nannte sich, obwohl sie unverheiratet blieb, Clara Zetkin. 1885 kam der Sohn Konstantin („Kostja“) zur Welt.

Im Juli 1889 tat Clara Zetkin beim Gründungskongress der „Zweiten Internationale“ in Paris erstmals ihre Ansichten zur proletarischen Frauenbewegung öffentlich kund. Sie erklärte: „Wie der Arbeiter vom Kapitalisten unterjocht wird, so die Frau vom Manne; und sie wird unterjocht bleiben, solange sie nicht wirtschaftlich unabhängig dasteht.“ Auf ihre Initiative fasste man den Beschluss, die Frauen als gleichberechtigte Mitglieder in die sozialistischen Organisationen aufzunehmen.

Nach dem frühen Tod ihres Lebensgefährten Ossip Zetkin 1889 und der Aufhebung des Sozialistengesetzes 1890 zog Clara Zetkin mit ihren zwei Söhnen nach Stuttgart. Damals arbeitete sie als Anzeigenwerberin, da ihr selbst August Bebel keine Stelle in der SPD verschaffen konnte. Ab 1890 organisierte sie die sozialdemokratische Frauenbewegung in Deutschland. Von 1891 bis 1913 fungierte sie als Herausgeberin der sozialistischen Frauenzeitschrift, die ab 1891 den Titel „Die Arbeiterin“ trug und ab 1892 „Die Gleichheit“ hieß.

Von 1895 bis 1913 war Clara Zetkin Mitglied der Kontrollkommission der SPD. Auf dem „Internationalen Arbeiterkongress“ 1898 forderte Clara Zetkin in ihrer Rede „Für die Befreiung der Frau“ das Recht der Frau auf uneingeschränkte Erwerbstätigkeit als notwendige Voraussetzung für die Emanzipation.

In Stuttgart heiratete Clara Zetkin 1899 den 18 Jahre jüngeren Meisterschüler an der Kunstschule, Georg Friedrich Zundel (1875–1958). Trotzdem trug sie weiterhin den Familiennamen „Zetkin“.

1907 nahm Clara Zetkin an der „Ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz“ teil und wurde deren Sekretärin. Auf der „Zweiten Internationalen Frauenkonferenz“ in Kopenhagen 1910 wurde der von ihr eingereichte Antrag, den 8. März in allen Ländern als „Tag der Frau“ zu feiern, angenommen.

Der französische Schriftsteller Louis Aragon (1897–1982) hörte 1912 beim „Internationalen Sozialistenkongress“ in Basel (Schweiz) die Rede mit dem Titel „Wir erheben uns gegen den imperialistischen Krieg“ von Clara Zetkin. Weil ihn ihre Worte tief beeindruckten, schrieb er ihr zu Ehren das Buch „Die Glocken von Basel“, das 1946 auch in deutscher Sprache erschien.

In der SPD musste Clara Zetkin häufig aufreibende Konflikte mit konkurrierenden bürgerlichen Parteigenossinnen durchstehen. Um die Jahrhundertwende setzte sie sich – mit Unterstützung der Mehrheit des Parteivorstandes – gegen die SPD-Politikerin Lily Braun (1865–1916) durch, die in der deutschen Frauenbewegung führend tätig war. Später erwuchsen ihr in der SPD neue Konkurrentinnen. Dazu gehörte ab 1913/1914 vor allem Luise Zietz (1865–1922), die als erste Frau 1909 in den Parteivorstand der SPD gewählt und von den meisten Genossen unterstützt wurde.

Durch die teilweise heftig geführten Auseindersetzungen stand Clara Zetkin, die ein Herzleiden hatte, ständig unter Druck und war sie stets überarbeitet. Wegen zeitgleicher gesundheitlicher Probleme – sie drohte zu erblinden – zog sie sich allmählich von ihren Funktionen in der SPD zurück. Ihre Ämter wurden von Luise Zietz übernommen, die später ebenfalls aus der SPD verdrängt wurde, als sie sich gegen deren militaristische Ausrichtung wandte.

Eine von Clara Zetkins besten Freundinnen war die Politikerin Rosa Luxemburg (1870–1919), mit der sie vor allem vor dem Ersten Weltkrieges politisch eng zusammenarbeitete. Ungeachtet ihrer Freundschaft kritisierte Rosa einmal Clara, diese sei intellektuell ein „leerer Schlauch“, den ihr jeweils letzter Gesprächspartner leicht füllte. Clara könne Ideen aufnehmen, aber nicht hervorbringen und habe nie eine eigene Meinung.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges bekämpfte Clara Zetkin die Politik des „Burgfriedens“ der Fraktionen des „Deutschen Reichstages“. 1915 organisierte sie die „Erste internationale Frauenkonferenz“ in Bern (Schweiz). In einem im wesentlichen von ihr verfassten Manifest riefen die Frauen die Arbeiterinnen aller Länder zu Sabotageakten für den Frieden auf. Dies brachte ihr eine Anklage des Hochverrats und eine Haftstrafe wegen versuchten Landesverrates ein, die sie wegen einer lebensbedrohenden Krankheit jedoch nur von Juli bis Oktober 1915 absaß.

Die zum äußersten linken Flügel der SPD gehörende Clara Zetkin wurde durch ihre antimilitaristische Haltung immer mehr in ihrer Partei isoliert und ihrer Funktionen enthoben. Während der ersten Tage der russischen Oktoberrevolution 1917 agierte sie als enge Mitarbeiterin des Politikers Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924).

1917 zählte Clara Zetkin mit Rosa Luxemburg zu den Gründern der „Spartakusgruppe“ (später „Spartakusbund“) und der „Unabhängigen SPD“. 1918 gründeten „Spartakusbund“ und Bremer Linksradikale die „Kommunistische Partei Deutschlands“

(KPD). In der KPD, der sie 1919 nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beitrat, war Clara Zetkin von 1919 bis 1924 und von 1927 bis 1929 Mitglied der Zentrale und von 1917 bis 1929 des Zentralkomitees (ZK). Ab Mai 1919 gab sie die Zeitschrift „Die Kommunistin“ heraus.

Von 1920 bis 1933 gehörte Clara Zetkin als Abgeordnete der KPD dem Deutschen Reichstag in Berlin und von 1921 bis 1933 auch dem Exekutivkomitee der Komintern an. Als Leiterin des „Westeuropäischen Internationalen Frauensekretariats“ publizierte sie von 1921 bis 1915 die „Kommunistische Fraueninternationale“.

Obwohl Clara Zetkin während der ganzen Dauer der Weimarer Republik dem Deutschen Reichstag angehörte, lebte sie seit 1924 in Moskau, wo sie das Frauensekretariat der „Dritten Internationale“ leitete. 1925 war sie Vorsitzende der „Roten Hilfe Deutschlands“ (RHD). Diese Massenorganisation der KPD zur Unterstützung politischer Gefangener ist 1924 gegründet worden. 1928 haben sich Clara Zetkin und ihr Mann Georg Friedrich Zundel getrennt.

Von 1929 bis 1932 lebte Clara Zetkin in einem Haus in Birkenwerder, das ihr Sohn Konstantin für sie 1929 erworben hatte. Ihrem älteren Sohn Maxim beschrieb sie das Gebäude als „ein Haus mit sonnigen Zimmern und einem größeren, abgeschlossenen Garten“, in dem sie spazieren humpeln und eingepackt liegen könne.

Neben ihrer Tätigkeit im Deutschen Reichstag war Clara Zetkin vor allem in Moskau als Leiterin der „Internationalen Gesellschaft zur Unterstützung von Revolutionären“ aktiv. Damals lenkte bereits der Diktator Josef Stalin (1879–1953) die Geschicke der Sowjetunion und sie lernte den Widerspruch zwischen den Taten Worten und Taten des „roten Zaren“ und seiner Führungsmannschaft kennen.

Beim „Internationalen Antikriegskongress“ am 27. und 28. August 1932 wurde Clara Zetkin zusammen mit dem Schriftsteller Heinrich Mann (1871–1950) und dem Physiker Albert Einstein (1879–1955) in das „Weltkomitee gegen den imperialistischen Krieg“ gewählt.

Am 30. August 1932 eröffnete die 75-jährige Clara Zetkin als Alterspräsidentin den „Deutschen Reichstag“ in Berlin. In ihrer Eröffnungsrede forderte die fast blinde und sehr geschwächte Politikerin die Einheitsfront aller Werktätigen im Kampf gegen die Nationalsozialisten, die nach den 6. Reichstagswahlen die stärkste Fraktion bildeten. Damals wurde sie von dem nationalsozialistischen Politiker Joseph Goebbels (1897–1945) beschimpft und verleumdet. Ebenfalls 1932 warnte sie vor dem kommenden Krieg, der Deutschland mit Tod und Verderben übersäen werde.

1933 flüchtete Clara Zetkin vor den Nationalsozialisten in die „Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“ (UdSSR). Eine ihrer letzten Handlungen war die Aufdeckung einer geheimen Ministerliste, die unter anderem Walter Ulbricht (1893–1973), Wilhelm Florin (1894–1944) und Fritz Heckert (1884–1936) im „Fall einer siegreichen Revolution“ in Deutschland persönliche Machtpositionen sichern sollte. Dies kommentierte sie mit den Worten: „Diese Trottel denken nur an sich und nicht an die Arbeiter“.

Am 20. Juni 1933 starb Clara Zetkin im Alter von 76 Jahren auf Schloss Archangelskoje in der Nähe von Moskau. An ihrem Trauerzug beteiligten sich mehr als 600000 Arbeiterinnen, Arbeiter, Studentinnen und Studenten sowie Soldaten der Roten Armee. Man bestattete ihre Urne an der Kremlmauer in Moskau.

Die „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“ (SED) übertrug 1949 das ehemalige Wohnhaus von Clara Zetkin in Birkenwerder deren aus der Sowjetunion zurückgekehrtem Sohn Maxim. Auf dessen Initiative wurde zum 100. Geburtstag seiner Mutter 1957 in dem Haus eine Gedenkstätte eingerichtet.

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JacquelineCochran

Zu den bekanntesten und kühnsten Fliegerinnen Amerikas gehörte Jacqueline Cochran (1906–1980), verheiratete Odlum. Die aus einfachen Verhältnissen stammende Pilotin stellte insgesamt 58 Flugrekorde auf und galt mehrfach als „schnellste Frau der Welt“. Außerdem wählte man sie als erste Frau zur Präsidentin der „Fédération Aeronautique Internationale“ (FAI).

Jacqueline Cochran kam zwischen 1906 und 1910 in der Gegend von Pensacola (Florida) zur Welt. Sie wuchs als Findelkind in großer Armut bei Pflegeeltern auf. Ihren Namen soll sie aus dem Telefonbuch gewählt haben. Bis zu ihrem achten Lebensjahr musste sie barfuß laufen, weil sie keine Strümpfe und Schuhe besaß. Ein Strohsack diente ihr als Bett, ein ehemaliger Mehlsack bildete ihr einziges Kleidungsstück. Wenn sie Hunger hatte, suchte sie oft im Wald etwas Essbares.

Schon als Achtjährige musste Jacqueline die Schule verlassen. Zunächst arbeitete sie als Dienstmädchen bei einem Nachbarn und später als Laufmädchen in einer Wollspinnerei. Im Alter von elf Jahren wurde sie Dienstmädchen bei einer Familie, die einen Schönheitssalon besaß. Dort musste sie manchmal aushelfen und frisieren lernen.

Mit 14 Jahren arbeitete Jacqueline Cochran im Schönheitssalon eines Warenhauses. Bald gab sie diesen Beruf auf und begann eine dreijährige Ausbildung zur Krankenpflegerin. Anschließend war sie in der Praxis eines Landarztes in Florida beschäftigt. Mit 19 Jahren wurde sie Mitinhaberin eines Schönheitssalons.

Danach unterrichtete Jacqueline Cochran in einer Kosmetikschule in Philadelphia und trat in den renommierten New Yorker Frisiersalon „Antoine“ ein. Eine Hälfte des Jahres jobbte sie in New York, die andere in Miami (Florida).

In einem Luxusrestaurant von Miami Beach, wo Jacqueline arbeitete, wurde der Präsident der amerikanischen Atlas-Flugzeug-Werke, Floyd Odlum (1892–1976), auf die junge Frau aufmerksam. Er verschaffte ihr einen Job als Vertreterin, riet ihr aber, sie müsse mit dem Flugzeug reisen, wenn sie konkurrenzfähig sein wolle.

Bereits nach der ersten Flugstunde auf dem „Roosevelt Field“ von Long Island war Jacqueline Cochran von der Fliegerei begeistert und erwarb 1932 nach dreiwöchigem Unterricht den Pilotenschein. Hinterher absolvierte sie einen Jahresflugkurs in Kalifornien und trainierte bei den amerikanischen Marinefliegern. Dank dieser Ausbildung konnte sie außer Zivil- und Verkehrsflugzeugen auch Bomber und Jagdflugzeuge steuern.

1934 beteiligte sich Jacqueline Cochran als erste Frau am „MacRobertson-Wettflug“ von London (England) nach Melbourne (Australien). In den folgenden Jahren siegte sie bei vielen Weltflügen und stellte zahlreiche Rekorde auf. 1935 beteiligte sie sich als erste Pilotin am „Bendix Transcontinental Air Race“, einem Nonstop-Flug von Los Angeles (Kalifornien) nach Cleveland (Ohio). Im selben Jahr gründete sie ein eigenes Unternehmen, in dem sie bis 1963 arbeitete. 1936 heiratete sie Floyd Odlum.

Im Langstreckenjäger-Prototyp „Severksy AP-7“ mit 1200 PS und Zusatztanks in den Tragflächen gewann Jacqueline Cochran 1938 als erste Frau das „Bendix Transcontinental Race“. Für die 3286 Kilometer von Los Angeles nach Cleveland benötigte sie 8 Stunden, 10 Minuten und 31 Sekunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 400 km/h entspricht. 1939 stellte sie einen Höhenweltrekord für Frauen auf und machte als erste Frau eine Instrumentenlandung.

Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg 1941 meldete sich Jacqueline Cochran zum Flugzeugüberführungskommando, das schwere Bomber nach England zu schaffen hatte. Doch man wies sie ab, weil ihre männlichen Kollegen keine Frau unter sich haben wollten. Aber sie ließ nicht locker und überführte im Juni 1941 als erste Frau einen Bomber über den Atlantik nach Großbritannien. Insgesamt überquerte sie während des Zweiten Weltkrieges für die amerikanischen Streitkräfte mehr als hundert Mal den Atlantik.

Im Herbst 1942 entstand in den USA unter Aufsicht der Lufttransportkommandos der Heeresluftwaffe eine Überführungsabteilung von amerikanischen Pilotinnen, die so genannte „Women’s Auxilliary Ferrying Squadron“. Im Juli 1943 wurde diese Organisation mit der Bezeichnung „Women Airforce Service Pilots“ (WASP) der neuen Direktorin Jacqueline Cochran unterstellt.

Von den 1830 Frauen, die zu den WASP-Lehrgängen zugelassen wurden, schlossen 1074 mit Erfolg ihre Ausbildung ab. Sie überführten 12650 Flugzeuge von 77 verschiedenen Typen. Insgesamt legten die Pilotinnen 100 Millionen Kilometer bei diesen und anderen Einsätzen zurück. 38 verloren bei der Ausübung ihres Dienstes ihr Leben. Im Sommer 1945 stand Jacqueline Cochran auf den Philippinen bei der Unterzeichnung der japanischen Kapitulationsurkunde an der Seite von General Douglas MacArthur (1880–1964).

Am 4. Juni 1953 erreichte Jacqueline Cochran mit einem Düsenjäger des Typs „F-86 Sabre“ eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 1042,5 km/h und durchbrach dabei in Sturzflügen aus 14000 Meter Höhe als erste Frau zwei Mal die Schallgrenze (Mach 1). Sie übertraf den Geschwindigkeitsrekord für Frauen, den vorher Jacqueline Auriol (1917–2000), die Schwiegertochter des französischen Staatspräsidenten Vincent Auriol (1884–1966), hielt, und zugleich den von einem Mann gehaltenen Geschwindigkeitsrekord für Düsenflugzeuge auf einer 100-Kilometer-Strecke.

Mit 1356 km/h brach Jacqueline Cochran 1961 erneut einen zuvor von Jacqueline Auriol aufgestellten Weltrekord. Den miteinander befreundeten Pilotinnen Cochran und Auriol wurde damals abwechselnd der Ehrentitel „schnellste Frau der Welt“ verliehen. Am 22. Juni 1962 übertrumpfte Auriol mit 1849 km/h wieder Cochran und noch im selben Jahr Cochran mit 1937,15 km/h Auriol.

1964 verbesserte Jacqueline Cochran ihren bis dahin bestehenden absoluten Geschwindigkeitsrekord von 2048 Kilometern in der Stunde um 252 km/h. Sie blieb bis zu ihrem Tod die „schnellste Frau der Welt“.
1956 wurde Jacqueline Cochran zur Vizepräsidentin und 1958 zur Präsidentin der „Fédéral Aeronautique Internationale“ gewählt. 1971 nahm man sie als erste Frau in die „Aviation Hall of Fame“ in Dayton (Ohio) auf. Damals machte sie auf dem Pariser Luftfahrtsalon ihren letzten Flug. Ihre fliegerische Karriere wurde durch einen Herzschrittmacher beendet.

Jacqueline Cochran erzählte ihre Lebensgeschichte in ihrem Buch „The Stars at Noon“ (1954, „Mein Weg zu den Sternen“). Sie brachte keine eigenen Kinder zur Welt, sondern adoptierte fünf Waisenkinder. Am 9. August 1980 starb sie im Alter von 74 Jahren in Palm Springs (Kalifornien).

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Vor 75 Jahren geboren: Hannelore Kohl biografien-news(cached at March 12, 2008, 6:49 pm)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Zu den „First Ladys“ und tüchtigen Politikerfrauen, die in Deutschland etwas im Bereich der Medizin bewegt haben, gehörte Hannelore Kohl (1933–2001), geborene Renner, die Ehegattin Helmut Kohls, der von 1982 bis 1998 Bundeskanzler war. Sie setzt sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert tatkräftig für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems ein. 1983 gründete sie das „Kuratorium für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems“ (ZNS) und 1993 die „Hannelore-Kohl-Stiftung“, die sich um die Rehabilitation von Hirnverletzten kümmern.

Hannelore Renner kam am 7. März 1933 als einziges Kind des Ingenieurs Wilhelm Renner (1890–1952) und dessen Frau Irene (1897–1979), geborene Merling, in Berlin zur Welt. Ab 1934 wuchs sie in Leipzig auf, wo ihr Vater als Betriebsdirektor und Oberingenieur arbeitete, besuchte von 1939 an die Volksschule und ab 1944 ein Mädchengymnasium. In der Endphase des Zweiten Weltkrieges zog die Mutter mit ihrer Tochter aus dem bombardierten Leipzig nach Döbeln an der Mulde. Dort ging Hannelore in eine Oberrealschule für Jungen mit drei Mädchen in der Klasse.

Während des letzten Kriegswinters 1944/1945 erlebte die Elfjährige beim Bahnhofsdienst, den sie jede zweite Woche leisten musste, erschütternde Szenen: Nach Döbeln kamen Züge mit Verwundeten von der russischen Front, denen Hannelore und andere Schüler die Verbände wechselten. Das Mädchen half beim Bergen von Toten und bei der Versorgung von Flüchtlingen, die teilweise wochenlang bei klirrender Kälte in offenen Waggons unterwegs und deren Säuglinge manchmal erfroren waren. Hinzu kamen Bombenangriffe mit verheerenden Folgen.

Anfang Mai 1945 marschierten Mutter und Tochter von Döbeln zu Fuß unter abenteuerlichen Umständen nach Leipzig und trafen sich dort wieder mit dem Vater. Nachdem die Amerikaner am 1. Juli 1945 aus Westsachsen und Thüringen abzogen, um den Russen Platz zu machen, flüchtete die Familie nach Mutterstadt in der Pfalz, wo die Eltern des Vaters lebten. Als sie ankamen, standen sie vor den Trümmern des Hauses von Hannelores Großeltern. Anfangs wohnte die Familie Renner in einer Waschküche, später zog sie mehrfach um.

1948 lernte die 15-Jährige in der Tanzstunde den drei Jahre älteren Helmut Kohl kennen, der bereits 1946 in Ludwigshafen die „Junge Union“ mit aus der Taufe gehoben hatte und 1947 in die „Christlich-Demokratische Union“ (CDU) eingetreten war. Nach dem Abitur mit 18 wollte Hannelore gerne Mathematik und Physik studieren und träumte davon, Bauingenieur, Statiker oder Architekt zu werden. Doch als wenig später ihr Vater starb, war eine langjährige Ausbildung nicht mehr möglich. Statt dessen studierte sie am Spracheninstitut der Universität Mainz in Germersheim Englisch und Französisch und finanzierte als Au-pair-Mädchen ein kurzes Studium in Paris.

Im Alter von 21 Jahren trat Hannelore Renner 1953 eine Stelle als Auslandskorrespondentin in der „Badischen Anilin- & Sodafabrik“ (BASF) in Ludwigshafen an. Diesen Beruf gab sie auf, als sie 1960 ihren früheren Tanzstunden-Partner Helmut Kohl heiratete. 1963 brachte Hannelore Kohl ihren Sohn Walter zur Welt, 1965 folgte der Sohn Peter.

Helmut Kohl machte in der Politik eine steile Karriere: zunächst als Stadtrat von Ludwigshafen (1960–1966), dann als Landtagsabgeordneter (1959–1976) und CDU-Fraktionsvorsitzender (1963–1969). Er arbeitete als Referent des „Industrieverbandes Chemie“ und wurde 1969 zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt.

Als Gattin des Landeschefs in Mainz übernahm Hannelore Kohl bereits 1971 die Schirmherrschaft der „Neurologischen Klinik Vallendar“ des „Bundes Deutscher Hirnbeschädigter“. Auch nach der Wahl ihres Mannes am 1. Oktober 1982 zum Bundeskanzler engagierte sie sich weiter für die Hirnverletzten. Dies führte am 21. Dezember 1983 zur Gründung des „Kuratoriums für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems“ (ZNS) sowie 1993 zu Gründung der „Hannelore-Kohl-Stiftung“.

„Jährlich erleiden in Deutschland rund 300000 Personen Kopfverletzungen bei Unfällen. Das kann jedem von uns passieren, auf der Straße, bei der Arbeit und in der Wohnung“, erklärte Hannelore Kohl. Bei etwa einem Drittel der Verletzten werde eine schwere Hirnverletzung diagnostiziert. Viele von ihnen leiden unter lang anhaltenden oder andauernden Schäden. Um die Not dieser Kranken zu mildern, sammelte Frau Kohl bis 1998 mehr als 31 Millionen Mark, mit denen 60 Kliniken unterstützt sowie Forschung und Behandlung in allen Bundesländern gefördert wurden.

1995 verlieh die Medizinische Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Hannelore Kohl in Würdigung ihrer „engagierten Leistungen zur Förderung der Neurowissenschaften, insbesondere der Forschung im Bereich der Rehabilitation Hirnverletzter“, die Würde eines Doktors der Medizin ehrenhalber. 1971 erhielt sie von der „Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie“ die „Goldene Ehrennadel“, die höchste Auszeichnung für Nichtmitglieder der Gesellschaft,

Die Gattin des Bundeskanzlers sorgte mit vielen eigenen Ideen dafür, dass Geld für die Hilfsmaßnahmen in die Kasse kam. Dafür mühte sie sich selbst bei Kleinveranstaltungen mit Kindern und Vereinen ab. Als treue Verbündete haben sich Firmen-Sponsoren, der „Mitteldeutsche Rundfunk“ (MDR), Verlage und Organisationen erwiesen.

1987 verlieh die amerikanische „First Lady“ Nancy Reagan der deutschen Kanzlergattin den „USO-Award“, eine Auszeichnung der „United Services Organisation“. Damit wurde Hannelore Kohls Engagement für die Familien der in Deutschland stationierten US-Soldaten gewürdigt. 1988 hat man Hannelore Kohl mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Obwohl sie den Platz auf dem Podium ihrem Mann überließ, war Hannelore Kohl nicht öffentlichkeitsscheu. Als Frau des Bundeskanzlers begegnete sie Kaisern, Königen, Staatspräsidenten, vielen bedeutenden Politikern und anderen Persönlichkeiten. Politische Beobachter meinten, nie habe eine Frau die ehrenamtliche Aufgabe an der Seite eines Regierungschefs besser erfüllt als Frau Kohl. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Münchener Illustrierten „Bunte“, die im Februar 1998 veröffentlicht wurde, ergab, dass die meisten Deutschen Hannelore Kohl sympathisch fanden.

Bei ihren inzwischen rund 30 Auftritten im Fernsehen – darunter „Boulevard Bio“ und „Wetten dass ...?“ – machte Hannelore Kohl stets eine gute Figur. Sie präsentierte sich schlagfertig und als sympathische Anwältin für die Anliegen des „Kuratoriums für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems“. Den Durchbruch auf dem Bildschirm schaffte sie am 23. April 1986 in der TV-Sendung „Ich stelle mich“ im 3. Programm des „Westdeutschen Rundfunks“ (WDR 3).

Auch was ihre Hobbys anbelangte, war Hannelore Kohl eine ungewöhnlich vielseitige Frau. Sie las Biographien und Romane mit zeitgeschichtlichem Hintergrund, schaute sich gerne Fernsehsendungen über Zeitgeschichte, Kultur, Wissenschaft und Natur an und interessierte sich für Malerei, Musik und Fußball. Im Februar 1999 wurde sie von Bundespräsident Roman Herzog „für ihren Einsatz für hirnverletzte Unfallopfer“ mit dem „Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet.

Seit 1993 litt Hannelore Kohl an einer äußerst seltenen, medizinisch kaum erforschten, unheilbaren schmerzhaften Lichtallergie. Diese Krankheit zwang sie nach einem Rückschlag, die letzten 15 Monate ihres Lebens im Privathaus der Familie in Ludwigshafen ohne jedes Tageslicht zu verbringen. Jeder Sonnenstrahl bereitete ihr Schmerzen. Nur nach Eintritt völliger Dunkelheit konnte sie das Haus verlassen. Zuletzt musste sie immer stärkere Schmerzen und eine zunehmende körperliche Schwäche ertragen sowie starke Schmerzmittel einnehmen.

Am 5. Juli 2001 gegen 11.15 Uhr wurde Hannelore Kohl tot in ihrem Wohnhaus im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim gefunden. Aus Abschiedsbriefen an ihren Mann und ihre Söhne ging hervor, dass sie wegen ihrer hoffnungslosen gesundheitlichen Lage freiwillig aus dem Leben geschieden war.

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AnnemarieRenger

Bonn (biografien-news) - Annemarie Renger (1919-2008), die erste Frau und erste Sozialdemokratin an der Spitze des Deutschen Bundestages, ist in der Nacht zum Montag, 3. März 2007, nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren in ihrem Haus in der Gemeinde Oberwinter bei Bonn gestorben. Sie wurde kurz vor ihrem Tod von einer Klinik nach Hause gebracht.

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Zur bekanntesten deutschen Politikerin der 1970-er Jahre stieg dank ihres Talents die ehemalige Verlagsangestellte und enge Mitarbeiterin des ersten SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher (1895–1952), Annemarie Renger, geborene Wildung, auf. Sie war von 1972 bis 1976 die erste Präsidentin des Deutschen Bundestages in Bonn. Über alle Parteigrenzen hinweg gilt sie als „grande Dame“ des Parlaments.

Annemarie Wildung kam am 7. Oktober 1919 als Tochter eines gelernten Tischlers sowie späteren Redakteurs und Stadtrats in Leipzig zur Welt. Ihr Vater wurde 1924 Geschäftsführer der „Zentralkommission für Arbeitersport“, was den Umzug der Familie nach Berlin erforderlich machte. Annemarie besuchte die Staatliche Augusta-Schule, die sie wegen der politischen Verfolgung ihres Vaters vorzeitig verlassen musste. Der Vater einer Schulfreundin gab ihr eine Lehrstelle zum Verlagskaufmann, die sie mit einer Kaufmannsgehilfenprüfung abschloss.

1938 heiratete die 19-jährige Annemarie Wildung in erster Ehe den Werbeleiter Emil Renger, der 1944 im Frankreichfeldzug gefallen ist. Der Sohn Rolf (1938–1998) stammt aus dieser Ehe. Aus dem Zweiten Weltkrieg kehrten von Annemaries vier Brüdern zwei nicht mehr zurück; der älteste starb 1946 an den Folgen eines Straßenbaueinsatzes.

Ab 1945 arbeitete Annemarie Renger im Zentralbüro der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD) in Hannover. Dort erkannte der Politiker Dr. Kurt Schumacher, der 1945 mit dem Wiederaufbau der SPD begann und 1946 SPD-Vorsitzender wurde, ihr organisatorisches und politisches Talent. Er machte sie zu seiner engsten Mitarbeiterin in Hannover, später auch in Bonn, und sie begleitete den behinderten Mann bis zu seinem Tod 1952. Unvergesslich sind die Bilder, wie sie den arm- und beinamputierten Schumacher in den Plenarsaal des Bundestages oder zu Veranstaltungen führte.

Nach Kurt Schumachers Tod trat Annemarie Renger selbst aktiv in die Politik ein. Im September 1953 wurde sie mit 33 Jahren in den Deutschen Bundestag gewählt, dem sie bis 1990 angehörte. 1965 schloss sie ihre zweite Ehe mit dem Diplom-Volkswirt Aleksandar Loncarevic (gest. 1973), der bis 1957 Wirtschaftsattaché der Jugoslawischen Botschaft in Bonn war und nach der Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft selbständiger Kaufmann gewesen ist.

Von 1969 bis 1972 war Annemarie Renger eine der vier Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD: auch in dieser Aufgabe die erste Frau. 1973 galt die erste Bundestagspräsidentin als die bekannteste Politikerin der Bundesrepublik. 1974 wurde sie mit dem „Großen Verdienstkreuz“ der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Die attraktive und charmante Annemarie Renger war aber auch das Ziel von Angriffen. Tierschützer regten sich darüber auf, als sie bei ihrem ersten Besuch als Präsidentin in Berlin einen Leopardenmantel trug. Frau Renger nahm diesen Protest ernst und trug diesen Mantel nie mehr. So genannte Linksintellektuelle griffen sie an, weil sie ihnen unter anderem in der Frage der Notgesetzgebung zu „rechts“ war.

Ungeachtet dessen wurde Annemarie Renger zum Sinnbild der Frau im Parlament. Sie nahm sich der Gleichberechtigung der Frauen an, jedoch nicht mit emanzipatorischer Ettitüde.

Nach der Bundestagswahl im Oktober 1976, aus der die CDU/CSU als stärkste Fraktion hervorging, wurde der CDU-Politiker Carl Carstens (1914–1992) neuer Bundespräsident und Annemarie Renger Vizepräsidentin. Im Mai 1979 nominierte ihre Partei sie als Gegenkandidatin in aussichtsloser Position zu Karl Carstens für das Amt des Bundespräsidenten.

Anfang der 1980-er Jahre kam es zwischen Annemarie Renger und dem Establishment der SPD zum Konflikt, als sie unter Zustimmung einiger Persönlichkeiten aus Partei und Gewerkschaften die Thesen des renommierten Professors Richard Löwenthal „Zur Identität der Sozialdemokratie“ bejahte und öffentlich gegen einen Linksruck der SPD Front machte. Danach wurde sie im Wahlkreis Neuss nicht mehr direkt aufgestellt und erhielt nur einen Listenplatz.

Nach 37-jähriger Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag kandidierte Annemarie Renger bei den ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen am 2. Dezember 1990 nicht mehr. Mit der deutschen Einheit hatte sie ihr politisches Ziel erreicht.

Aber auch nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag gab Annemarie Renger ihre politische Arbeit nicht auf. Im Dezember 1990 wurde sie Präsidentin des „Deutschen Rates der Europäischen Bewegung“, der sich für eine Weiterentwicklung der „Europäischen Gemeinschaft“ einsetzt.

Annemarie Renger war auch Gründerin und Vorsitzende des „Deutschen Helsinki-Menschenrechtskomitees“, Präsidentin des Arbeiter-Samariter-Bundes, Vorsitzende der 1985 gegründeten Kurt-Schumacher-Gesellschaft und des „Zentralverbandes demokratischer Widerstandskämpfer und Verfolgtenorganisationen“ (ZdWV).

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Von Annemarie Renger eigenhändig signierte Taschenbücher "Superfrauen 3 - Politik" sind erhältlich bei:
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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

HannaReitsch

Eine der besten, berühmtesten und erfolgreichsten Fliegerinnen der Welt war die Deutsche Hanna Reitsch (1912–1979). Ihr Ruf als Pilotin von Weltklasse beruhte auf mehr als 40 Rekorden aller Klassen und Flugzeugtypen. Unter anderem wurde sie der erste weibliche Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und unternahm den ersten Hubschrauberflug in einer Halle.

Hanna Reitsch kam am 29. März 1912 als zweites von drei Kindern des Augenarztes Willy Reitsch und seiner Frau Emy Helff-Hibler von Alpenheim in Hirschberg im Riesengebirge (Schlesien) zur Welt. Ihr Vater leitete eine Augenklinik, die als Privatklinik dem dortigen Diakonissenhaus angegliedert war. Ihr älterer Bruder hieß Kurt (geb. 1908), ihre jüngere Schwester Heidi (geb. 1916).

Im Alter von vier Jahren wollte Hanna mit ausgebreiteten Armen vom Balkon des Elternhauses springen. Als ihre Mutter dies verhinderte und sagte „Kind – dann wärst du ja tot“, fragte Hanna: „Wär ich dann beim lieben Gott? Tät er mich dann fragen: Hannerl, woll’n wir’s hageln lassen?“ Damals imponierte ihr nichts mehr als ein starker Hagel.

Obwohl Hanna gern und leicht lernte, blieb sie eine durchschnittliche Schülerin. Ihr Übermut brachte ihr manchen Verweis ins Klassenbuch ein. Einmal löste sie während des Unterrichts die Jagd auf eine Maus im Klassenzimmer aus, obwohl dort gar keine war. Hausaufgaben erledigte die sportliche und schwindelfreie Hanna oft in der Krone eines Baumes.

Bereits mit 13 oder 14 Jahren wünschte sich Hanna, fliegende Missionsärztin zu werden. Der Traum, fliegen zu können, ließ sie fortan nicht mehr los. In ihrer Freizeit radelte sie oft heimlich nach Grunau/Riesengebirge und sah den Segelflugschülern auf dem Galgenberg zu. 1931 legte die 19-Jährige am Realgymnasium in Hirschberg ihr Abitur ab. 1931/1932 besuchte die 1,54 Meter große und zierliche Hanna die „Koloniale Frauenschule“ in Rendsburg.

Ab 1932 studierte Hanna Reitsch Medizin in Berlin und Kiel, weil sie fliegende Ärztin in Afrika werden wollte. Nebenher erwarb sie 1932 die Flugzeugführerscheine für den Segelflug und für den Motorflug in Grunau/Riesengebirge und Berlin-Staaken. Im selben Jahr gelang ihr der erste Dauer-Segelflugrekord für Frauen, der fünfeinhalb Stunden dauerte.

1933 unterbrach Hanna Reitsch ihr Studium und begleitete den Segelflugpionier, Wolfram („Wolf“) Hirth (1900–1959), als Fluglehrerin an die neue Segelfliegerschule auf dem Hornberg bei Schwäbisch Gmünd. 1933 und 1934 nahm sie an einer Segelflug-Forschungsexpedition in Brasilien und Argentinien teil, verschrieb sich ganz der Fliegerei und beendete nach vier Semestern Medizin ihr Studium.

Im Juni 1934 trat Hanna Reitsch als Forschungs- und Testpilotin in die „Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug“ in Darmstadt ein, der sie bis 1945 als Zivilangestellte angehörte. 1936 glückte ihr der Strecken-Segelflugweltrekord für Frauen über 305 Kilometer.

General Ernst Udet (1896–1941) berief Hanna Reitsch 1937 als Versuchspilotin an die „Flugerprobungsschule der Luftwaffe“ nach Rechlin am Müritzsee (Mecklenburg), wo sie Stukas, Bomber und Jäger testete. Udet ernannte 1937 die 25-Jährige als erste Frau der Welt zum „Flugkapitän“, nachdem sie ihm neue Sturzflugbremsen vorführte. Im Oktober jenes Jahres verlieh man auch Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg (1903–1945), geborene Schiller, den Titel „Flugkapitän“.

Als erste Pilotin der Welt überquerte Hanna Reitsch 1937 im Segelflug die Alpen. Zudem flog sie damals als erste Frau den von Professor Heinrich Focke (1890–1979) konstruierten Hubschrauber „Focke Wulf 61“. In der riesigen Berliner „Deutschlandhalle“ wagte sie 1938 mit dem Hubschrauber den ersten Hallenflug der Welt. Im selben Jahr siegte sie beim „Deutschen Segelflug-Strecken-Wettbewerb“ von der Nordseeinsel Sylt nach Breslau (Schlesien).

1939 stellte Hanna Reitsch den Frauen-Segelflugweltrekord im Zielflug auf. Im selben Jahr flog sie den Großsegler „DFS 230“ ein, der für die Luftlandetruppen der Wehrmacht bestimmt war. Außerdem führte sie mit der „DO 17“ und mit der „HE 111“ etwa 150 Ballonseilkappversuche durch. Dabei ging es darum, Stahlseile britischer Ballonsperren mit einem vor dem Bug angebrachten Gerät zu zerschneiden.

Im Oktober 1942 flog Hanna Reitsch in Augsburg bei Messerschmitt das erste Raketenflugzeug der Welt, die „ME 163 A“, und später die „ME 163 B“. Diese von dem Flugzeugkonstrukteur Aleander Lippisch (1894–1976) entwickelte Maschine erreichten bei einem Steigwinkel von 60 bis 70 Grad in anderthalb Minuten etwa 10000 Meter Höhe. Auch an der Erprobung der „V1“, die im August 1943 zu einer unbemannten Rakete umgebaut wurde, wirkte sie mit.

Als Testpilotin war Hanna Reitsch furchtloser und tollkühner als viele ihrer männlichen Kollegen. Für ihre Leistungen als Testpilotin, bei denen sie einige schwere Verletzungen erlitt, erhielt sie während des Zweiten Weltkrieges hohe Auszeichnungen. Man verlieh ihr das „Eiserne Kreuz II“ („EK II“) und das „EK I“ – Letzteres nahm sie als erste und einzige Frau der deutschen Geschichte entgegen – sowie das „Goldene Militärfliegerabzeichen mit Diamanten“.

Am 26 April 1945 flog Hanna Reitsch zusammen mit Generaloberst Robert Ritter von Greim (1892–1945) in das von den Russen eingeschlossene Berlin. Der Grund für dieses gefährliche Unternehmen war, dass der nationalsozialistische Diktator Adolf Hitler (1889–1945) darauf bestanden hatte, Greims Ernennung zum Nachfolger von Hermann Göring (1893–1946) als Oberbefehlshaber der Luftwaffe persönlich vorzunehmen.

In der Nacht bat der „Führer“ in der Reichskanzlei Hanna Reitsch zu sich und erklärte, die große Sache, für die er gelebt und gekämpft habe, scheine nun verloren, sofern nicht die Armee des General Wenck, die schon nahe sei, den Ring der Belagerer durchbreche und Entsatz schaffe. Er gab der Fliegerin eine Phiole mit Gift. Nur mit Mühe kam Hanna Reitsch aus Berlin wieder heil heraus. Hitler beging am 30. April 1945 Selbstmord.

Hanna Reitsch geriet mit dem „Stab Kesselring“ in Zell am See (Österreich) in Gefangenschaft. Von Mai 1945 bis November 1946 war sie amerikanische Kriegsgefangene in Deutschland.

1952 errang Hanna Reitsch als einzige teilnehmende Frau bei den Segelflug-Weltmeisterschaften in Spanien unter den besten 40 Fliegern der Welt den dritten Preis. Ab 1954 arbeitete sie als Forschungspilotin bei der „Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt“ (DVL) in Darmstadt.

1955 wurde Hanna Reitsch bei den nationalen deutschen Segelflugmeisterschaften deutscher Segelflugmeister. 1956 stellte sie im freien Streckenflug mit 370 Kilometern den deutschen Frauen-Segelflugrekord auf. 1957 gelang ihr mit 6848 Metern der deutsche „Frauen-Höhensegelflugrekord“ und gewann sie den „1. Diamanten“ („Höhen-Diamanten“) zur „Gold-C“. 1958 konnte sie nicht an den Segelflugweltmeisterschaften in Polen teilnehmen, weil ihr das Visum für die Einreise verweigert wurde.

1959 baute Hanna Reitsch den Leistungssegelflug in Indien auf. Sie war persönlicher Gast von Premierminister Jawaharlal (Pandit) Nehru (1889–1964) und ist mit ihm gesegelt. 1960 erflog sie im 300 Kilometer-Dreiecksflug den „2. Diamanten“ zur „Gold-C“. 1961 lud man sie in die USA ein, wo Präsident John F. Kennedy (1917–1963) sie im „Weißen Haus“ empfing.

1962 errichtete Hanna Reitsch mit zwei Fliegerkameraden eine Segelflugschule in Ghana, die sie bis 1966 leitete. 1970 gelangen ihr ein neuer deutscher Frauen-Segelflugrekord, der Gewinn des „3. Diamanten“ (500 Kilometer Strecke) zur „Gold-C“ und der Sieg in der Damenklasse im „Deutschen Segelflug-Wettbewerb“. Im September 1971 war sie bei den ersten „Hubschrauber-Weltmeisterschaften“ Erste in der Damenklasse.

Im Mai 1972 stellte Hanna Reitsch im Geschwindigkeitsflug über die 300 Kilometer-Dreiecksstrecke einen deutschen Frauen-Segelflugrekord auf, 1977 einen weiteren deutschen Frauen-Segelflugrekord (Ziel–Rückkehr über 644 Kilometer) und 1978 den Frauen-Segelflug-Weltrekord. Im September 1972 ernannte die „Society of Experimental Test Pilots“ in Kalifornien Hanna Reitsch zum Ehrenmitglied. Einen Monat später wurde sie in Arizona vom „International Order of Characters“ zum „Pilot des Jahres 1971“ gewählt. 1975 verlieh man ihr die „Internationale Kette der „Windrose“.

Von Hanna Reitsch stammen die Bücher „Fliegen – Mein Leben“ (1951), „Ich flog für Kwame Nkrumah“ (1968), „Das Unzerstörbare in meinem Leben“ (1975) und „Höhen und Tiefen – 1945 bis zur Gegenwart“ (1978). Bei Vorträgen sprach sie selten in der Ich-Form, sondern redete von „wir“ und meinte damit die Flieger aller Nationen. Als sie 1978 gefragt wurde, wie lange sie noch fliegen wolle, antwortete sie „so lange ich lebe“. Und dies tat sie auch.

Am 24. August 1979 starb Hanna Reitsch nach kurzer Krankheit im Alter von 67 Jahren in Frankfurt am Main an akutem Herzversagen. Ihrem Wunsch entsprechend, wurde sie in aller Stille auf einem Friedhof in Salzburg an der Seite von ihrem Vater und ihrer Mutter bestattet.

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Leseprobe aus der CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ von Ernst Probst:

Als Amerikas legendärste Fliegerin gilt Amelia Earhart (1897–1937). Sie wurde 1932 im Alter von 34 Jahren als der erste Mensch berühmt, der zwei Atlantikflüge unternommen hatte. Ihr großes Vorbild war ihr Landsmann Charles A. Lindbergh (1902–1974), der 1927 als erster den Atlantik überflogen hatte. Da sie ihm auch äußerlich ähnelte, nannte man sie „Miss Lindy“. 1937 kehrte sie von einem Flug, wie ihn zuvor noch niemand gewagt hatte, nicht mehr zurück.

Amelia Earhart erblickte am 24. Juli 1897 als Tochter des Advokaten Edward Earhart (1865–1930) und seiner Frau Amelia Otis (1869–1937) in Atchinson (Kansas) das Licht der Welt. Dort verbrachte sie ihre Kindheit überwiegend im Haus ihrer Großeltern. Schon als Mädchen wollte sie all das tun, was Jungs machten, nur besser. So raste sie einmal im Winter zum Entsetzen von Zuschauern mit einem Schlitten unter einer die Straße entlangfahrenden Pferdekutsche hindurch.

Im Winter 1917 begegnete die angehende Studentin bei einem Besuch ihrer Schwester in Toronto schwerverletzten britischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, die sich in Kanada erholen sollten. Nach diesem Erlebnis wurde sie sofort Krankenschwester und überzeugte Pazifistin. Später übte sie in Los Angeles (Kalifornien) verschiedene Berufstätigkeiten aus.

Entscheidend für Amelia Earharts weiteren Lebensweg war, dass sie in ihrer Freizeit auf dem Flugplatz „Kinner Field“ die Fliegerin Neta Snook kennen lernte, von der sie sich Flugunterricht geben ließ. Von nun an beherrschte die Fliegerei ihr Leben.

Um das kostspielige Hobby finanzieren zu können, nahm Amelia Earhart in den folgenden Jahren 28 verschiedene Jobs – von der Telefonistin bis zur Würstchenverkäuferin auf Volksfesten – an. Auch als sie nach Boston (Massachusetts) umzog und dort im „Denison House“ als Sozialarbeiterin die Kinder von Einwanderern betreute, verbrachte sie ihre Freizeit meistens auf dem Flugplatz.

1928 flog Amelia Earhart zusammen mit dem Piloten Wilmer Stultz und dem Mechaniker Louis Gordon – ein Jahr nach Charles A. Lindberghs triumphalem Nonstop-Flug von New York nach Paris – als erste Frau an Bord mit über den Atlantik. Nach der Rückkehr in die USA erlebte Amelia einen wochenlangen Triumphzug, während die männlichen Besatzungsmitglieder weitgehend unbeachtet blieben.

Ursprünglich hatte die junge Frau des Millionärs Frederick Guest – angeregt durch Lindberghs Flug – geplant, sich in der von ihr gekauften dreimotorigen Fokker als Passagier nach Europa fliegen zu lassen. Doch nach heftigem Streit im Familienkreis sollte an ihrer Stelle eine andere Frau mitfliegen. Bei der Suche nach einer geeigneten Kandidatin stieß der New Yorker Verleger George Palmer Putnam (1887–1950), ein Freund des Millionärs Guest, auf Amelia Earhart. Im Februar 1931 erhörte Amelia den sechsten Heiratsantrag von George Palmer Putnam.

Am 20. Februar 1932 flog Amelia Earthart als erste Frau mit ihrer einmotorigen „Lookheed Vega“ in 14 Stunden und 56 Minuten von Harbor Grace in Neufundland – über mehr als 4000 Kilometer Wasserwüste des Atlantik und zuletzt einem Unwetter trotzend – bis fast nach Londonderry in Nordirland. Damit war sie der erste Mensch, der zwei Mal in der Luft den Atlantik überquert hatte: einmal als Passagier und einmal als Pilotin.

Nach diesem Rekordflug wurde Amelia Earhart in London von Hunderttausenden umjubelt. Zwei Wochen später bereitete man ihr in New York einen triumphalen Empfang.

Anfang 1935 glückte Amelia Earhart der erste Flug von Hawaii zum amerikanischen Festland. Diese Route ist länger als die Strecke von den USA nach Europa. Amelia war der erste Mensch, dem dieses gefährliche Unternehmen gelang. Im März 1937 startete sie zu einem Weltflug. Doch schon auf Hawaii wurde ihre Maschine durch einen Brand so schwer beschädigt, dass sie in die amerikanische Hauptstadt Washington zurückkehrte.

Am 20. Mai 1937 erhob sich Amelia Earhart in Miama (Florida) mit ihrer zweimotorigen roten „Lockhead Elektra“ erneut zu einer Erdumrundung, wie sie zuvor noch kein Pilot gewagt hatte. Die Rückkehr in Amerika war für den 4. Juli 1937, den Unabhängigkeitstag der USA, geplant, doch es kam ganz anders.

Nach Landungen in Brasilien, Westafrika, Kalkutta, Rangon und Neuguinea nahm Amelia Earhart am 2. Juli 1937 vollaufgetankt die gefährlichste Etappe ihres Abenteuers in Angriff: den Flug von Lae auf Nordguinea zur kleinen Insel Howland nördlich von Samoa. Etwa 20 Stunden nach dem Start in Lae hörten die Funker britischer und amerikanischer Schiffe SOS-Signale ihrer Maschine, mit denen Benzinmangel gemeldet wurde.

Offenbar hatten die nach vierwöchigen Strapazen völlig erschöpfte Amelia Earhart und ihr Navigator Fred Noonan das nur drei Kilometer lange und weniger als einen Kilometer breite Atoll in den Weiten des Pazifik nicht gefunden. Bei der Suchaktion, an der sich 64 Flugzeuge und acht Kriegsschiffe beteiligten, entdeckte man nicht die geringste Spur von Maschine und Besatzung. Auf der Howlandinsel erinnert ein Leuchtturm, der ihren Namen erhielt, an die unvergessene Fliegerin.

Um das Verschwinden von Amelia Earhart ranken sich verschiedene Legenden. Laut einer Version sollen 1944 amerikanische Flieger auf einer einsamen Insel im Stillen Ozean eine Frau angetroffen haben, die ihren Namen nicht nannte und der Verschollenen ähnlich sah. Einer anderen Version zufolge, soll Amelia Earhart im Auftrag des US-Nachrichtendienstes „planmäßig“ verschwunden sein, um den Amerikanern einen plausiblen Vorwand zu verschaffen, japanische Befestigungen auf den Südseeinseln auszuspionieren.

Nach einer weiteren Variante sollen im Sommer 1945 amerikanische Besatzungssoldaten auf den Marshallinseln Hinweise dafür entdeckt haben, dass 1937 eine Fliegerin nahe der Ritainsel notgelandet und von den Japanern gefangengenommen worden sei. Untersuchungen ergaben jedoch, dass es keinen Grund gibt, anzunehmem, Amelia Earhart und ihr Begleiter Fred Noonan wären jemals aufgefunden worden oder seien noch am Leben.

Amelia Earharts Mann gab 1937 das Buch „Last Flight“ heraus. 1939 folgte die von ihm verfasste Biographie „Soaring Wings“.

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Leseprobe aus der CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ von Ernst Probst:

Mit dem Ehrentitel „Seherin von Lourdes“ ging die heilige Bernadette Soubirous (1844–1879) in die Geschichte der katholischen Kirche ein. Ihr wurde 1858 innerhalb von fünf Monaten die Gnade von 18 Begegnungen mit der Muttergottes zuteil. Dem einfachen Mädchen vom Lande verdankt die bekannteste Marienwallfahrtsstätte der Welt, Lourdes in Südfrankreich nahe der spanischen Grenze, ihren Weltruhm.

Bernadette Soubirous kam am 7. Januar 1844, einem kalten Wintertag, als ältestes von sechs Kindern eines armen Müllers in der heruntergekommenen Boly-Mühle bei Lourdes im Departement Hautes Pyrénées zur Welt. Ihre Eltern hatten oft nicht einmal das Notwendigste zum Leben. Bernadette litt bereits als Kind unter starken Asthmaanfällen und führte ein frommes Leben. Bevor sie ab Jahresanfang 1858 die Schule besuchte, hütete sie Schafe.

Am 11. Februar 1858 erlebte die 14-jährige Bernadette ihre erste Marienerscheinung, als sie mit zwei Geschwistern an den Ufern des Gave bei Lourdes angeschwemmtes Holz sammelte. Dabei blieb Bernadette ein wenig zurück, zog ihre Schuhe und Strümpfe aus, um durch das eiskalte Wasser zu warten, hörte plötzlich ein gewaltiges Rauschen, erschrak deswegen sehr und sah, wie sich vor der nahen „Grotte Massabielle“ die Büsche heftig bewegten.

In der Grotte erschien in einer goldschimmernden Wolke eine wunderschöne junge Frau, die ein langes, weißes Gewand mit einem blauen Gürtel und eine gelbe Rose auf jedem Fuß trug und in den Händen einen Rosenkranz hielt. Innerhalb der folgenden fünf Monate erblickte das Mädchen am selben Ort 17 weitere himmlische Erscheinungen.

Die weibliche Gestalt – von Bernadette als „Dame“ bezeichnet – gab sich später als „Que soy èra Immaculado Councepciou“ („die unbefleckte Empfängnis“) zu erkennen. Sie versprach Bernadette, sie im Jenseits glücklich zu machen, verlangte von ihr, für die Sünder beten und forderte, der Pfarrer von Lourdes solle am Ort der Erscheinung eine Kirche errichten lassen, zu der man in Prozessionen Wallfahrten unternehmen solle.

Am 15. Februar 1858 forderte die „Dame“, Bernadette solle an die Quelle gehen, daraus trinken und sich darin waschen. Obwohl sie keine Quelle erblickte, kratzte Bernadette in der „Grotte Massabielle“ etwas Erde weg, woraufhin an dieser Stelle klares Wasser sprudelte, dessen Strahl immer stärker wurde.

Nachdem ein erblindeter Mann seine Augen mit dem Quellwasser aus der „Grotte Massabielle“ benetzte und daraufhin wieder sehen konnte, sorgte die Nachricht von der Heilkraft des Wassers weltweit für Aufsehen. Zahlreiche unheilbar Kranke sollen später an der Quelle auf wundersame Weise gesund geworden sein.

Wegen der Erscheinungen an der „Grotte Massabielle“ erlebte Bernadette eine schwere Zeit. Sie wurde von der Polizei vernommen; man erwog, sie ins Irrenhaus zu stecken; Kritiker beschimpften sie „Hysterikerin“ und „Angeberin“. In die Verleumdungskampagne schalteten sich auch die Presse und sogar der französische Schriftsteller Émile Zola (1840–1902) ein.

Nach der letzten Erscheinung am 16. Juli 1858 führte Bernadette Soubirous wieder ein ganz normales Leben. Sie sprach nie wieder über ihre ungewöhnlichen Erlebnisse. 1862 wurden ihre Marienvisionen – nach vierjähriger strenger Prüfung durch eine bischöfliche Untersuchungskommission – kirchenamtlich bestätigt. Der Bischof von Tarbes bestätigte im Januar jenes Jahres im großen Hirtenbrief ihre Visionen.

Auf Wunsch des Bischofs trat Bernadette Soubirous am 7. Juli 1866 in das Kloster der Kranken- und Schulschwestern von Saint-Gildard in Nevers-sur-Loire (Zentralfrankreich) ein. An ihrem ersten Tag hieß man sie zusammen mit zwei anderen Postulantinnen herzlich willkommen.

Als Schwester trug Bernadette Soubirous den Namen „Marie-Bernard“. Sie pflegte aufopferungsvoll Kranke und wurde selbst oft von Schmerzen gepeinigt. Zu ihren Mitschwestern sagte sie, es sei ihre Aufgabe, krank zu sein, was bei diesen auf Unverständnis stieß. Im Kloster schob man die Ablegung ihres Gelübdes immer wieder hinaus, um die „Seherin von Lourdes“ vor Hochmut zu bewahren.

Kurz vor ihrem Tod fragte man Schwester Marie-Bernard noch einmal über ihre Marienerscheinungen. Ihre Antwort lautete: „Sehen Sie, meine Geschichte ist ganz einfach: Die Jungfrau hat sich meiner bedient und dann hat man mich in die Ecke gestellt. Dort ist mein Platz, dort bin ich glücklich, und dort bleibe ich“.

Am 16. April 1879 starb die unter Atemnot und Herzbeklemmungen leidende Bernadette völlig erschöpft im Alter von nur 35 Jahren in Nevers-sur-Loire. Ihre letzten Worte waren: „Heilige Maria, Muttergottes, bitte für mich arme Sünderin“.

Vier Jahrzehnte nach Bernadettes Ableben wurde anlässlich ihrer Seligsprechung am 14. Juni 1925 ihr Grab geöffnet. Dabei fand man ihren Leichnam unverwest vor, während ihr Leichentuch vermodert und ihr Sterbekreuz verrostet war. Heute ruht der unverweste Leichnam von Bernadette in einem kostbaren Glasschrein der Kirche des Klosters Saint-Gildard von Nevers-sur-Loire.

Papst Pius XI. (1857–1939) sprach Bernadette Soubirous am 8. Dezember 1933 heilig. Man gedenkt ihrer jeweils am 16. April (ihr Todestag). Bernadette wird meistens als Bauernmädchen oder als Nonne vor der Grotte oder vor der heiligen Maria kniend und mit dem Rosenkranz in der Hand dargestellt. Im Museum von Lourdes befindet sich das so genannte „blaue Porträt“, das Bernadette mit einem blauen Kopftuch zeigt.

Über der „Grotte Massabielle“ erhebt sich die bereits erwähnte Basilika, daneben steht die Kirche „Notre Dame du Rosaire“. Zu den beiden Gotteshäusern führt von der Brücke über den Gave her die „Esplanade des Processions“. Unter den Anlagen wurde 1958 eine dritte unterirdische Pilgerkirche eingeweiht. Nach Lourdes pilgern alljährlich etwa zwei Millionen Menschen, darunter mehr als 25000 Heilung suchende Kranke. Ein ständiges Ärztebüro untersucht die Heilungen, die nach einem Bad in der Quelle auftreten. Die katholische Kirche erkannte zahlreiche Heilungen als Wunder an.

Das Leben der Heiligen wurde in dem Film „The Song of Bernadette“ („Das Lied von Bernadette“, 1943) dargestellt. Für die Hauptrolle als Bernadette erhielt die amerikanische Schauspielerin Jennifer Jones den „Oscar“.

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Großbritanniens bekannteste Komödiantin der 1960-er Jahre war die Schauspielerin Margaret Rutherford (1892–1972). Ihren größten internationalen Erfolg auf der Leinwand feierte sie als Amateurdetektivin „Miss Marple“ in vier Filmen nach Kriminalromanen der britischen Schriftstellerin Agatha Christie (1890–1976).

Margaret Rutherford kam am 11. Mai 1892 in London zur Welt. Nach dem Besuch der „Wimbledon Hill School“ erhielt sie zunächst Sprach- und Klavierunterricht sowie später Schauspielunterricht an der renommierten Londoner „Old Vic School“. 1925 debütierte die Schauspielerin mit dem markanten Kinn und der rauen Stimme auf der Bühne. Während der späten 1930-er Jahre avancierte sie zum Theaterstar. Damals stellte sie zahlreiche Größen der britischen Komödie in den Schatten.

Margaret Rutherford spezialisierte sich auf die Darstellung exzentrischer ältlicher englischer Jungfrauen, einen Typ, den sie auch auf der Leinwand verkörperte. Als 46-Jährige feierte sie als raffiniertes Mitglied einer Fälscherbande in „Dusty Ermine“ (1936) ihr Filmdebüt. Danach begeisterte sie unter anderem in „Blithe Spirit“ („Geisterkomödie“, 1944/1945) und „The Importance of Being Earnest“ („Ernst sein ist alles“, 1952).

Internationalen Erfolg hatte Margaret Rutherford von 1961 bis 1965 als Amateurdetektivin „Miss Marple“ in vier Verfilmungen der Kriminalromane von Agatha Christie: „Murder She Sad“ („16 Uhr 50 ab Paddington“, 1961), „Murder at the Gallop“ („Der Wachsblumenstrauß“, 1963/1964), „Murder Ahoi“ („Mörder ahoi!“, 1964), „The Alphabet Murders“ („Die Morde des Herrn ABC“, 1965).

Für ihre Rolle als unkonventionelle Herzogin von Brighton in dem Streifen „The V.I.P.s“ („Hotel International“, 1963) gewann Margaret Rutherford einen „Oscar“ als beste Nebendarstellerin. Der Film handelte von Flugpassagieren, die wegen Nebels auf dem Londonder Flughafen eine Nacht im Hotel verbringen müssen. 1966 brillierte sie als „Mistress Quickley“ in „Falstaff“ von und mit Orson Welles (1915–1985).

Margaret Rutherfords Ehemann war der Schauspieler Stringer Davis (1896–1973), eigentlich James Buckley Stringer Davis, mit dem sie in zahlreichen Filmen auftrat. 1967 ist sie von Königin Elizabeth II. zur „Dame of the British Empire“ ernannt worden. Ihre Autobiographie „Margaret Rutherford“ erschien 1972. Am 22. Mai 1972 starb sie im Alter von 79 Jahren in Chalfont Saint Peter(Buckinghamshire/Großbritannien).

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RosaMayreder

Berlin (biografien-news) - Über die österreichische Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Essayistin, Philosophin und Malerin Rosa Mayreder (1858-1938) informiert die Webseite www.rosa-mayreder.de umfassend in Wort und Bild. Zum Angebot dieser sehr lesenswerten Seite gehören: Lebenstafel, Biographie, Bibliographie, Lieferbare Werke, Texte, Termine, Meine Info, Links und Fotos. Außerdem findet man interessante Informationen über den Schriftsteller, Lyriker, Essayisten und Dramatiker Felix Braun (1885-1973), den Schriftsteller, Philosophen, Essayisten, Dostojewski-, Gandhi- und Shakespeare-Forscher Hans Prager (1887-1940) und die Schriftstellerin, Lyrikerin, Essayistin und Malerin Käthe Braun-Prager (1888-1967). Die Webseite wird von Tatjana M. Popovic betrieben, die den Nachlass von Rosa Mayreder, Felix Braun, Käthe Braun-Prager und Hans Prager verwaltet. Unter der Adresse http://www.rosa-mayreder.de/lieferbarewerke.htm können Werke von Rosa Mayreder bestellt werden.

Weblinks:

Felix Braun
http://www.braun-prager.de/fb.htm

Käthe Braun-Prager
http://www.braun-prager.de/kbp.htm

Hans Prager
http://www.braun-prager.de/hp.htm

Vor 100 Jahren geboren: Simone de Beauvoir biografien-news(cached at January 11, 2008, 8:22 am)

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

SimonedeBeauvoir

Die bedeutendste Theoretikerin der neuen Frauenbewegung war die französische Schriftstellerin, Existenzialistin und Marxistin Simone de Beauvoir (1908–1986). Sie deutete die traditionell passive Rolle der Frau in der Gesellschaft als Ergebnis einer Entwicklung patriarchalischer Strukturen und forderte deren Veränderung mit dem Ziel einer Selbstverwirklichung der Frau. Außer in der Frauenbewegung engagierte sie sich auch gegen die Kriege in Algerien und Vietnam.

Simone de Beauvoir kam am 9. Januar 1908 als Tochter eines Anwalts und einer Bibliothekarin in Paris zur Welt. In der französischen Hauptstadt besuchte das wohlbehütete Mädchen die private höhere Mädchenschule „Institut normal catholique Adelina-Desir“. Später wurde sie in Neuilly-sur-Seine an der „Institution Sainte-Marie“ unterrichtet. Mit 15 Jahren schrieb sie einer Freundin ins Poesie-Album: „Ich will eine berühmte Schriftstellerin werden“.

Ab 1925 studierte Simone de Beauvoir Philosophie an der „Faculté des lettres“ der Pariser Sorbonne. Seit dieser Zeit begann sie sich „gegen die hohlen Worte und die heuchlerische Moral“ ihrer Gesellschaftskreise aufzulehnen. 1929 legte sie an der Sorbonne ihr Diplom als „Agrégée der Philosophie“ (Staatsexamen für den höheren Schuldienst) und als „Licenciée dés lettres“ (Lehrbefugnis für Collège) ab.

Die 21-jährige Simone de Beauvoir lernte 1929 den französischen Philosophen und Schriftsteller Jean-Paul Sartre (1905–1980) kennen. Sie war fasziniert von seinem Ruf, er würde nie aufhören zu denken, und wurde seine Schülerin und Lebensgefährtin. Später verriet sie, er sei der erste Mann gewesen, mit dem sie schlief. Doch sexuell habe dies – vor allem seinetwegen – wenig gebracht. Sartre sei ein „hitziger, quicklebendiger Mann –, überall, außer im Bett“, gewesen.

1931/1932 arbeitete Simone de Beauvoir als Lehrerin am „Lyzée Montgrand“ in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille. Von 1933 bis 1937 unterrichtete sie am „Lyzée Jeanne d’Arc“ in Rouen und von 1938 bis 1943 in Paris am „Lyzeé Molière“ und am „Lycée Camille-Sée“. Zur Zeit der Vichy-Regierung wurde sie 1943 als Lehrerin entlassen und schriftstellerisch aktiv.

Simone de Beauvoirs Leben und ihre Schriftstellerei sind entscheidend durch Jean-Paul Sartre geprägt worden. In ihrem ersten Memoirenband „Mémoires d’une jeune fille rangée“ (1958, deutsch: „Memoiren einer Tochter aus gutem Hause“, 1960) schilderte sie ihre Entwicklung bis zur Zeit der Begegnung mit Sartre. Demnach fühlte sie lange Zeit nirgends Verständnis für ihre Ablehnung jeder „mittelmäßigen Existenz“. Erst mit Aufnahme ihrer Lehrtätigkeit fand sie Sicherheit.

Nach Ansicht von Kritikern entwickelte sich Simone de Beauvoir durch ihre schriftstellerischen Arbeiten zu einer der führenden Repräsentantinnen des französischen Existentialisten-Kreises. Dieser Tatsache verdankt sie den Ehrentitel „Hohepriesterin des Existenzialismus“.

In den 1940-er Jahren verfasste Simone de Beauvoir unter anderem die Romane „L’Invitée“ („Sie kam und blieb“, 1943), „Le Sang des autres“ („Das Blut der anderen“, 1944), „Der Gast“ (1945), „Alle Menschen sind sterblich“ (1947), die philosophischen Schriften „Pyrrhus und Cinéas“ (1944) und die „Moral der Zweideutigkeiten“ (1947) sowie das Schauspiel „Les Bouches inutiles“ (1945, deutsch: „Unnütze Mäuler“).

1945 gründete Jean-Paul Sartre die Zeitschrift „Les temps modernes“. Die einzige Frau in der Redaktion war Simone de Beauvoir. Am Schreiben von Artikeln für diese Zeitschrift schätzte sie besonders, dass man dabei im Gegensatz zu einem Buch „die Aktualität im Flug fangen“ konnte. Fast nebenbei stieß sie auf das Thema „Unterdrückung der Frau“.

Bei ihrer ersten Tournee in den USA begegnete die 39-jährige Simone de Beauvoir 1947 dem ein Jahr jüngeren und einen Kopf größeren amerikanischen Schriftsteller Nelson Algren (1909–1981). Ihm verdankte sie, wie sie später ihrer Biographin Deirde Bair anvertraute, den ersten Orgasmus ihres Lebens. Von der Liebe der Feministin zu dem Macho zeugen 304 Briefe Simones, die 1997 in dem Buch „Lettres á Nelson Algren. Un amour transatlantique 1947–1964“ veröffentlicht wurden.

Simone de Beauvoir versprach ihrem Geliebten Nelson Algren, mit dem sie drei Jahre auf Reisen persönlich und insgesamt 17 Jahre brieflich verkehrte, treu zu sein wie eine Frau, den Boden zu wischen und Essen zu kochen und zehn Mal in der Nacht und ebenso oft am Tag mit ihm Liebe zu machen. Damals verfasste sie gerade das Manuskript für die „Jahrhundertanalyse zur Benennung und Befreiung der Frauen“ mit dem Titel „Das andere Geschlecht“.

Nach einer der vielen Reisen Simone de Beauvoirs ist ihr Buch „L’Amerique au jour le jour“ (1947, deutsch: „Amerika Tag und Nacht“, 1948) entstanden. Dieser Titel erregte in den USA wegen seiner marxistischen und antiamerikanischen Note erhebliches Aufsehen. Das Werk hatte sie dem Amerikaner Richard Wright (1908–1960), der als einer der profiliertesten schwarzen Autoren des 20. Jahrhunderts gilt, gewidmet.

Die Bücher „Le deuxième Sexe“ (1949, deutsch: „Das andere Geschlecht“, 1951) und „Les Mandarins“ (1954, deutsch: „Die Mandarine von Paris“, 1955) aus der Feder Simone de Beauvoirs wurden von der katholischen Kirche auf den Index gesetzt.

In dem Werk „Le deuxième Sexe“ zog Simone de Beauvoir zwei Schlussfolgerungen: Einerseits vertrat sie die Auffassung, in der patriarchalischen Gesellschaft werde die Frau als das „Andere“ definiert, während der Mann die Norm sei, an der sich die Frau zu messen habe. Anderseits meinte sie, Weiblichkeit sei keine angeborene Wesensqualität. Man komme nicht als Frau zur Welt, sondern werde es.

In „Les Mandarins“ gab Simone de Beauvoir ein Sittenbild der linkssozialistischen Kreise um Sartre und Albert Camus (1913–1960) sowie ihrer Desillusionierung nach dem Zweiten Weltkrieg. 1953 vertrat sie auch „offiziell“ marxistische Positionen.

Nach einer Chinareise mit Jean-Paul Sartre im Herbst 1956 schrieb Simone de Beauvoir das Buch „La Longue Marche“ (1967, deutsch: „China, das weitgesteckte Ziel“, 1959), das zwar umstritten blieb, aber wegen seines mitreißenden Stils gelobt wurde. Bei ihren Reisen wurde sie zum Teil von Claude Lanzmann begleitet, mit dem sie einige Jahre liiert war.

Der zweite Memoirenband Simone de Beauvoirs hieß „La Force de l’âge“ (1960, deutsch: „In den besten Jahren“, 1961), und ihr dritter hatte den Titel „La Force des choses“ (1963, deutsch: „Der Lauf der Dinge“, 1966). Eine detaillierte und grausame Schilderung über das Sterben ihrer Mutter lieferte sie in „Une mort trés douce“ (1964, deutsch: „Ein sanfter Tod“, 1965). Schonungslos und ehrlich waren auch ihre Bücher „Eine gebrochene Frau“ (1968) und „La Vieillesse“ (1972, deutsch: „Das Alter“). 1972 kam ihrer vierter Memoirenband „Tout Compte fait“ („Alles in allem“) heraus, in dem sie über ihre politischen Enttäuschungen mit kommunistischen Ländern berichtet.

Von 1970 an engagierte sich Simone de Beauvoir in der Frauenbewegung. Im Frühjahr 1971 beteiligte sie sich an der Aktion „J’ai avortee“ (deutsch: „Ich habe abgetrieben“), die von 343 Frauen unterschrieben und im „Nouvel Observateur“ veröffentlicht wurde. Zusammen mit einer kleinen Frauengruppe redigierte sie die Frauenseite der Zeitschrift „Les temps modernes“ und betreute die Rubrik „sexismus ordinaire“ („der alltägliche Sexismus“).

Simone de Beauvoir lehnte jeglichen Glauben an eine „Natur der Frau“ kategorisch ab und warnte immer wieder vor der „Falle der Ehe und Mutterschaft“. Nach ihrer Ansicht klammerten sich Frauen viel zu sehr an ihre Mütterlichkeit. Sie meinte, jede Frau sei ein bißchen homosexuell, weil Frauen begehrenswerter seien als Männer. Nach der Gründung der „Liga für Frauenrechte“ 1974 leitete sie diese als Präsidentin.

Am 14. April 1986 starb Simone de Beauvoir im Alter von 78 Jahren in Paris. Kurz vor ihrem Tod hatte sie noch der „Sozialistischen Partei“ beim Wahlkampf ihre Unterstützung versprochen.

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Wiesbaden (biografien-news) - Über mehr als 1,5 Millionen Seitenabrufe innerhalb von rund zweieinhalb Jahren konnte sich der Betreiber des im Juni 2005 gegründeten Weblogs http://biografien-news.blog.de Anfang Januar 2008 freuen. Jeden Tag von 2007 lasen rund 1000 bis 2000 Besucher/innen die dort veröffentlichten Biografien.

Bei "biografien-news" werden vor allem Leseproben aus der 14-bändigen Taschenbuchreihe "Superfrauen" des Wiesbadener Autors Ernst Probst publiziert. Dabei handelt es sich um Kurzbiografien berühmter Frauen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie. In den Kurzbiografien werden nicht nur die großen Leistungen der "Superfrauen", sondern auch deren Privatleben mit all seinen Höhen und Tiefen geschildert.

Viele der bei "biografien-news" veröffentlichten Frauenbiografien bieten mehr als nur Text und Bild: Sie wurden auch mit Videoclips versehen, auf denen man die jeweilige "Superfrau" in Action sehen sowie sprechend oder singend hören kann.

Die einzelnen Titel der Taschenbuchreihe "Superfrauen" werden in Kürze vergriffen sein. Danach ist nur noch die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" erhältlich, die alle 14 Titel im PDF-Format präsentiert. Diese CD-ROM mit ingesamt mehr als 2.200 Seiten zum Preis von 18 Euro ist gegenüber der Taschenbuchausgabe um 216 Euro billiger und im "Buch-Shop Mainz" unter der Internetadresse www.buch-shop-mainz.de sowie bei "Amazon" unter der Adresse www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919 bestellbar. Im "Buch-Shop Mainz" werden auch von berühmten Frauen signierte Einzelexemplare der Taschenbuchreihe "Superfrauen" angeboten.

Von Juni 2005 bis Anfang Januar 2008 wurden bei "biografien-news" nahezu 1.000 Beiträge veröffentlicht. Die Kurzbiografien berühmter Frauen im Weblog "biografien-news" können auch bei einigen renommierten deutschsprachigen Nachrichtenseiten gesucht und gelesen werden. Zum Beispiel bei www.web.de, www.newsexpress.de und http://www.redtram.de

Buch "Der Schwarze Peter" kostenlos lesbar biografien-news(cached at December 12, 2007, 9:04 pm)


ift kann (mit dem Schieberegler oben) verkleinert oder vergrößert werden. Der Text lässt sich scrollen (am rechten Rand) und drucken (Druckersymbol oben rechts).

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Wiesbaden (biografien-news) – Der Begriff "Schwarzer Peter", der oft verwendet wird, wenn es darum geht, jemand die Schuld für einen Fehler zuzuschieben, erinnert an den Räuber Peter Petri, der im 18. und 19. Jahrhundert im Hunsrück und Odenwald sein Unwesen trieb. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wiesbadener Autor Ernst Probst in seinem inzwischen vergriffenen Taschenbuch "Der Schwarze Peter" (3-936326-39-8) hin.

Der 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet geborene, schwarzhaarige Holzfäller, Köhler und Räuber war ein Lehrmeister und Komplize des 25 Jahre jüngeren Schinderhannes (1777-1803), der als Deutschlands berühmtester Räuber gilt. Peter Petri kam auf die schiefe Bahn, nachdem französische Soldaten 1792 seine Hütte in der Holzfällerkolonie Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück angezündet hatten.

1812 verurteilte man Peter Petri im damals zu Frankreich gehörenden Mainz wegen seiner Verbrechen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, die er in Bicetre bei Paris absitzen sollte. Er erfand hinter Gittern das Kartenspiel "Schwarzer Peter", bevor er zu einem heute nicht mehr bekannten Zeitpunkt im Säuferwahn starb. Sowohl der Name des Kartenspiels als auch der Begriff "Schwarzer Peter" gehen laut Ernst Probst auf den zu Lebzeiten gefürchteten Räuber zurück.

Der Journalist und Wissenschaftsautor Ernst Probst hat 2001 den Verlag Ernst Probst gegründet, der sich auf Bücher aus den Bereichen Biografien, Geschichte, Natur, Wissenschaft und Aphorismen spezialisiert hat. Im Verlag Ernst Probst sind auch die Bücher "Schinderhannes-Chronik" und "Schinderhannes-Ortslexikon" des Mainzer Historikers Dr. Peter Bayerlein erschienen.

Ernst Probst hat sich durch seine Bücher "Deutschland in der Urzeit", "Deutschland in der Steinzeit" und "Deutschland in der Bronzezeit" einen Namen gemacht. Seine Standardwerke über die Urzeit, Steinzeit und Bronzezeit stehen in vielen europäischen Bibliotheken, werden oft in der Fachliteratur und in den Medien zitiert und sogar in renommierten Lexika erwähnt.

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Bestellungen der CD-ROM "Der Schwarze Peter" bei:
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Von Shere Hite signierte Bücher zu verkaufen biografien-news(cached at December 10, 2007, 12:49 pm)

Zu verkaufen: Von der Feministin und Sexualforscherin Shere Hite signierte Taschenbücher mit dem Titel "Superfrauen 5 - Wissenschaft" von Ernst Probst, das eine Kurzbiografie von ihr enthält. Neuware mit Widmung! Preis je Exemplar: 25 Euro, zuzüglich 2 Euro Versandkosten. Privatverkauf ohne Mehrwertsteuer mit Rückgaberecht innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware. Bestellung bei: www.buch-shop-mainz.de unter: Signierte Bücher

Die aus Amerika stammende deutsche Wissenschaftlerin und Autorin Shere Hite, geborene Shirley Diana Gregory, gehört zu den bekanntesten Sexualforscherinnen und Feministinnen der Welt. Sie wurde vor allem durch Reports zur Sexualität und über die Familien bekannt, die wegen ihrer teilweise überraschenden Ergebnisse und umstrittenen Methoden nicht nur in den USA heftige Diskussionen auslösten. Aber diese Methoden schienen gute Resultate aufzuzeigen.

Fliegerlegende Elly Beinhorn ist tot biografien-news(cached at December 2, 2007, 4:00 am)

Ottobrunn bei München (biografien-news) - Die Luftfahrtpionierin Elly Beinhorn ist am Mittwoch, 28. November 2007, im Alter von 100 Jahren gestorben. Sie lebte zuletzt in einem Seniorenheim in Ottobrunn (Landkreis München), wo sie gegen 3.00 Uhr früh friedlich einschlief. Die Trauerfeier fand im engsten Familienkreis statt.

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Zu den berühmtesten Fliegerinnen der Welt gehört die deutsche Pilotin Elly Beinhorn. Während ihres legendenumwobenen Lebens erlebte sie die sportlichen Anfänge der Fliegerei mit und prägte sie. Ihr guter Ruf beruht auf zahlreichen fliegerischen Meisterleistungen. Daneben schrieb sie auch Bücher und arbeitete für Funk und Fernsehen, testete Autos, fotografierte Afrikasafaris und hielt Vorträge über Autos und Verkehrsprobleme.

Elly Beinhorn kam am 30. Mai 1907 als Tochter des Kaufmanns Henry Beinhorn in Hannover zur Welt. In ihrem Geburtsort besuchte sie drei Jahre lang die Stadttöchterschule und anschließend das Schillerlyceum bis zur ersten Klasse. Nach einem Vortrag des deutschen Flugpioniers Hermann Köhl (1888–1938), der am 12./13. April 1928 in einer einmotorigen „Junkers W33“ als erster den Nordatlantik von Osten nach Westen überquerte, begeisterte sie sich für die Fliegerei.

Im Frühjahr 1929 erwarb Elly Beinhorn auf der Sportfliegerschule der „Deutschen Luftfahrt AG“ in Berlin-Staaken zunächst den Sportfliegerschein und kurz darauf den Kunstflugschein an der Fliegerschule Würzburg (Bayern). Später machte sie noch den A1-Schein für Seeflug, den B1-Schein und ließ sich im Blindflug ausbilden. Einer ihrer Fluglehrer meinte scherzhaft, von ihm aus könne sie nach Afrika fliegen und sich da in der Luft austoben, was sie später wirklich tat.

Das deutsche Fliegeridol Ernst Udet (1896–1941) warnte die junge Pilotin: „Liebes Kind, wenn du so weitermachst, fällst du bald anständig auf die Schnauze“. Wenige Wochen später – im Juni 1929 – blieb nach einem Absturz von ihrem ersten kleinen Flugzeug nur noch ein Trümmerhaufen übrig. Ihr Telegramm an Ernst Udet wurde berühmt: „Vorausgesagter Bruch hat planmäßig stattgefunden“.

Erstes großes Aufsehen erregte Elly Beinhorn im Januar 1931 durch ihren Alleinflug nach Afrika mit einem Flugzeug der Firma Klemm mit 60 PS starkem „Argus“-Motor. Damals erreichte sie beim Hinflug über eine Strecke von 7000 Kilometern ihr Ziel Bolama im heutigen Guinea-Bissau innerhalb von 70 Flugstunden Während des Rückflugs musste sie wegen eines Ölrohrbruchs notlanden und konnte Timbuktu (Mali) erst nach einem schätzungsweise 50 Kilometer langen, viertägigen Fußmarsch durch die Wüste erreichen.

Am 4. Dezember 1931 unternahm Elly Beinhorn – wieder mit ihrem Flugzeug der Firma Klemm – einen Weltflug über Vorderasien, Kalkutta, den Himalaja, Bangkok, Bali bis nach Port Darwin in Australien, wo sie am 19. März 1932 landete. Danach überquerte sie per Schiff den Stillen Ozean, startete in Panama zum Flug über die Kordilleren und traf am 23. Juli 1932 nach dem insgesamt rund 31000 Kilometer langen Flug und drei Notlandungen in Buenos Aires (Argentinien) ein.

Reichspräsident Paul Hindenburg (1847–1934) überreichte Elly Beinhorn Anfang April 1933 als Anerkennung für ihre fliegerischen Leistungen den Hindenburg-Pokal. Im Sommer 1933 flog sie in die ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika und 1934/1935 durch Mittel- und Südamerika.

Eine weitere Spitzenleistung gelang Elly Beinhorn am 13. August 1935. Damals wagte sie mit der weltberühmten Messerschmitt Me 108 „Taifun“ innerhalb eines Tages einen Flug von Gleiwitz (Oberschlesien) über Skutari am Bosporus nach Berlin. Dabei legte sie insgesamt mehr als 3570 Kilometer innerhalb von dreizehneinhalb Stunden zurück.

Am 13. Juli 1936 heiratete Elly Beinhorn den deutschen Automobilrennfahrer und mehrfachen Grand-Prix-Sieger Bernd Rosemeyer (1909–1938). Die 13 wurde kurz darauf für den jungen Mann zur Glückszahl: Er gewann 13 Tage nach der Hochzeit den „Großen Preis von Deutschland“. Elly stellte bald danach mit einem Flug von Berlin über Damaskus, Kairo, Athen, Budapest und zurück nach Berlin einen neuen Rekord auf. Aus der Ehe mit Rosemeyer ging 1937 der Sohn Bernd hervor.


the 1937 Coppa Acerbo & Donington Grand Prix" von Youtube

Am 28. Januar 1938, kurz vor zwölf Uhr mittags, fuhr Bernd Rosemeyer bei Weltrekordversuchen auf der Autobahn A 5 von Frankfurt am Main nach Darmstadt bei Mörfelden mit Tempo 450 in den Tod. Sein Auto-Union-Bolide war bei Kilometer 9,2 – heute Autobahnkilometer 508 – von einer Windbö erfasst und von der Fahrbahn geworfen worden. Rosemeyers Konkurrent, der deutsche Rennfahrer Rudolf Caracciola (1901–1959), hatte am frühen Morgen desselben Tages „nur“ 432 km/h geschafft. Eine ausführliche Analyse des Unfallherganges ist unter www.kolumbus.fi/leif.snellman/zana.htm nachzulesen.

Mit Elly Beinhorn trauerte damals ganz Deutschland um den verunglückten Bernd Rosemeyer, der so etwas wie der Michael Schumacher („Schumi“) jener Zeit war. Noch Jahrzehnte später erklärte Elly Beinhorn immer wieder über ihre Zeit an der Seite von Rosemeyer: „Es waren die schönsten und tiefsten Jahre meines Lebens“.

1939 unternahm Elly Beinhorn eine mehrmonatige Flugreise nach Indien, Burma, Thailand und Iran. 1942 ehelichte sie den Industriekaufmann Dr. Karl Wittmann (1904–1949). Aus dieser Verbindung stammt die 1942 geborene Tochter Steffi.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es für alle deutschen Staatsbürger – und somit auch für Elly Beinhorn – ein Flugverbot. Dank der Einladung eines französischen Segelfliegerlagers konnte sie erstmals wieder einen Segelflug unternehmen. 1951 erwarb sie in der Schweiz ihren Flugschein und flog als Reporterin allein nach Nordafrika, Finnland und in andere Länder.

1956 wurde Elly Beinhorn beim Deutschlandflug Siegerin der Klasse 3 und zweite im Gesamtklassement. 1957 erhielt sie wieder den Kunstflugschein. 1959 nahm sie erfolgreich am transkontinentalen Frauenluftrennen in den USA teil und bekam eine Goldmedaille im europäischen Sternflug. 1963 siegte sie in der internationalen Damenklasse beim Alpen-Sternflug. In der Folgezeit beteiligte sie sich erfolgreich an Sportflugwettbewerben und unternahm privat Sport-, Überland- und Fotoflüge.

Die bekanntesten Bücher Elly Beinhorns heißen „Ein Mädchen fliegt allein“ (1932), „Mein Mann, der Rennfahrer“ (1938, Neuauflage 1987), „Ich fliege um die Welt“ (1952), „Madlen wird Stewardess“ (1954), „Ein Mädchen und 5 Kontinente“ (1956), „...so waren diese Flieger“ (1966) und „Alleinflug“ (1979). Davon war „Mein Mann, der Rennfahrer“ mit einer Gesamtauflage von 300000 Exemplaren am erfolgreichsten. In ihrem Buch „Fünf Zimmer höchstens“ schilderte sie humorvoll die Nöte eines privaten Bauherren.

Im Alter von 72 Jahren gab Elly Beinhorn 1979 nach schätzungsweise 5500 Flugstunden ihren Pilotenschein zurück. Sie meinte: „Da war es ja an der Zeit. Aber bis dahin bin ich 51 Jahre mit Anstand geflogen, ohne Probleme. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören unter anderem die „Goldene Nadel“ des „Aero-Clubs Deutschland“ (1953), das „Goldene Abzeichen“ des „Bayerischen Luftsportverbandes“ (1970), die „Pionierkette der Windrose“ (1975) und die Ehrenmitgliedschaft des „Aero-Clubs Deutschland“.

Trotz ihrer fliegerischen Pioniertaten ist Elly Beinhorn immer bescheiden geblieben. Sie wehrte sich gegen alle Versuche, als Heldin abgestempelt zu werden. „Es gibt heute so viele tüchtige Fliegerinnen, die genau soviel und noch mehr können, als ich einst gekonnt habe“, erklärte sie. „Nur hatte ich das große Glück, in einer Zeit fliegen zu dürfen, als das wirklich noch ein Abenteuer war.“

Elly Beinhorns Sohn Bernd aus der ersten Ehe mit Rosemeyer wurde später Orthopädieprofessor. Ihre Tochter Steffi aus der zweiten Ehe wählte den Beruf einer Krankengymnastin. Als Elly Beinhorn ihren 85. Geburtstag feierte, strahlte sie über einen ihrer Enkel: „Es gibt heute schon einen dritten Bernd Rosemeyer“.

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TanzBuch

Wiesbaden (biografien-news) - Gekrönte Häupter, Politiker und Zuschauer lagen einst berühmten Tänzerinnen zu Füßen. In Barbara Campanini verliebte sich der Preußenkönig Friedrich II. der Große. Aus Fanny Elßlers Ballettschuhen tranken amerikanische Kongressmitglieder. Margot Fonteyn musste nach ihrem ersten gemeinsamen Auftritt mit Rudolf Nurejew 23 Mal vor den Vorhang. Anna Pawlowas Auftritte begeisterten Millionen und sie erwarb sich den Status eines Superstars.

Diesen und anderen "Königinnen des Tanzes" - wie Pina Bausch, Isadora Duncan, Martha Graham, Carlotta Grisi, Alice und Ellen Kessler, Bronislawa Nijinska, Marie Taglioni, Ninette de Valois und Mary Wigman - ist das gleichnamige Taschenbuch von Ernst Probst gewidmet. Von ihm stammt auch die 14-bändige Taschenbuchreihe "Superfrauen" mit Biografien berühmter Frauen.

Das gedruckte Taschenbuch "Königinnen des Tanzes" ist inzwischen vergriffen und nicht mehr lieferbar. Der Verlag Ernst Probst, in dem dieser Titel erschienen war, wurde im Dezember 2006 aus Altersgründen geschlossen.

"Königinnen des Tanzes" wird jetzt unter der Internetadresse http://biografien-news.blog.de/2007/11/16/buch_koniginnen_des_tanzes_kostenlos_les~3306362 als E-Book im PDF-Format präsentiert. Dieses E-Book kann kostenlos gelesen und sogar x-beliebig ausgedruckt werden.

Video :"Das wahre Leben des Münchhausen" biografien-news(cached at December 2, 2007, 4:00 am)


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Video: "Das wahre Leben des Münchhausen" von "Vogler-DVD" bei Sevenload
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Superfrauen 8: Literatur biografien-news(cached at November 8, 2007, 1:19 am)


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Superfrauen 10: Musik und Tanz biografien-news(cached at November 8, 2007, 1:19 am)


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Vor 100 Jahren geboren: Astrid Lindgren biografien-news(cached at November 3, 2007, 8:37 am)


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www.youtube.com/watch?v=7R2KUHLczP0

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Als bekannteste Kinderbuchautorin der Welt gilt die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren (1907–2002), geborene Astrid Anna Emilia Ericsson. Die „geistige Mutter“ von „Pippi Langstrumpf“ schrieb mehr als 80 Kinderbücher sowie Drehbücher und Theaterstücke. Ihre Werke wurden in 78 Sprachen übersetzt und in mehr als 100 Millionen Exemplaren weltweit verbreitet. Auf ihren Büchern basieren 43 Filme und Fernsehserien.

Astrid Anna Emilia Ericsson wurde am 14. November 1907 als zweites von vier Kindern des Pfarrhofpächters Samuel August Ericsson und dessen Frau Hanna in Näs bei Vimmerby in Småland geboren. Dort wuchs sie zusammen mit ihrem älteren Bruder Gunnar (geb. 1906) und ihren jüngeren Schwestern Stina (geb. 1911) und Ingegerd (geb. 1916) auf. Um die Erziehung kümmerte sich hauptsächlich die Mutter.

Auf dem elterlichen Hof musste Astrid zwar mitarbeiten, aber es gab viel Freiraum zu phantasievollem Spiel, und Astrid verbrachte eine überaus glückliche Kindheit auf Näs, die sie auch oft in ihren Büchern verarbeitet hat.

Von 1914 bis 1924 besuchte sie in der nahen Kleinstadt Vimmerby die Schule. Bereits in ihren Schulaufsätzen blitzte ihre schriftstellerische Begabung auf. Deswegen bezeichnete man sie schon damals scherzhaft als „Selma Lagerlöf von Vimmerby“, was Astrid nicht behagte. Die schwedische Autorin Selma Lagerlöf (1858–1940) war die erste weibliche Nobelpreisträgerin für Literatur.

Nach dem Schulabschluss arbeitete Astrid Ericsson ab 1924 bei einer Zeitung in Vimmerby. Während der Tätigkeit bei der Zeitung wurde sie schwanger und ging deswegen nach Stockholm, da es zu dieser Zeit recht ungebührlich war, als Ledige ein Kind zu bekommen. In der schwedischen Hauptstadt machte sie die Bekanntschaft einer Advokatin und Frauenrechtlerin, die sich unter anderem für die Rechte junger Frauen einsetzte. Durch deren Vermittlung konnte Astrid ihr Kind in einer Klinik in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen bekommen. Es war die einzige Klinik in Skandinavien, die damals keine offiziellen Meldungen über Geburten weitergab. Mit Hilfe der Advokatin wurde auch für Astrids Sohn Lars (1926–1986) eine Pflegefamilie ausgesucht. Astrids Eltern standen in dieser schwierigen Zeit zu ihrer Tochter und holten das Kind wenige Jahre später zu sich nach Vimmerby.

1926 begann Astrid Ericsson in Stockholm eine Ausbildung als Sekrektärin, nach der sie beim „Königlichen Automobil-Club“ arbeitete. 1931 heiratete Astrid den Direktor des „Königlichen Automobil-Clubs“, Sture Lindgren (1898–1952). Danach nahm sie ihren Sohn Lars zu sich nach Stockholm. Aus ihrer Ehe ging 1934 die Tochter Karin hervor. Seit 1941 lebte die Schriftstellerin immer in derselben Mietwohnung in der Dalagata von Stockholm.

Im Alter von 37 Jahren gewann Astrid Lindgren mit ihrem ersten Werk „Britt-Mari erleichtert ihr Herz“ (1944) den zweiten Preis im Wettbewerb des Verlages „Rabén & Sjögren“ um das beste Mädchenbuch. Ein Jahr später erhielt sie beim Wettbewerb für Kinderbücher den ersten Preis für „Pippi Langstrumpf“, ihr berühmtestes Kinderbuch, das – 1968 verfilmt und zu einer Fernsehserie verarbeitet – die Grundlage für ihren Welterfolg als Kinderbuchautorin wurde.

Der lustige Name „Pippi Langstrumpf“ kam Astrid Lindgrens Tochter Karin 1941 als Siebenjährige zufällig in den Sinn. Als sie wegen einer Lungenentzündung das Bett hüten musste, bat sie ihre Mutter, ihr eine Geschichte über ein Mädchen namens „Pippi Langstrumpf“ zu erzählen. Die Story über das Mädchen, das stärker als ein Bär und die Tochter eines Kapitäns und Neger-Königs war, hörten nicht nur Tochter Karin, sondern auch deren Freunde gern.

Dass die Geschichten von „Pippi Langstrumpf“ veröffentlicht wurden, ist einem winterlichen Ausrutscher von Astrid Lindgren auf frisch gefallenem Schnee zu verdanken, bei dem sie sich einen Fuß verstauchte. Astrid nutzte die Zwangspause dazu, ein Manuskript über „Pippi Langstrumpf“ zu verfassen, das sie nach Fertigstellung an Schwedens renommiertestes Verlagshaus, den „Albert Bonniers Buchverlag“, schickte. Das Manuskript kam bald mit einem höflichen, jedoch ablehnenden Begleitbrief zurück.

Die Absage dürfte die größte Fehlentscheidung der schwedischen Verlagsgeschichte gewesen sein. Denn die später von einem anderen Verlag veröffentlichten Erlebnisse des schlagfertigen, rothaarigen Mädchens, das in seinem eigenen Haus („Villa Kunterbunt“) allein mit einem Pferd und einem Affen lebt, wurden ein Welterfolg. Bis heute wurde dieser Stoff in 51 Sprachen übersetzt. Die Gesamtauflage der drei „Pippi-Langstrumpf“-Bücher beträgt gut 20 Millionen Exemplare.

Zu Berühmheit gelangten neben „Pippi Langstrumpf“ auch „Meisterdetektiv Blomquist“ (1946), „Wir Kinder aus Bullerbü“ (1947), „Mio, mein Mio“ (1954), „Karlsson vom Dach“ (1955), „Rasmus und der Landstreicher“ (1956), „Ferien auf Saltkrokan“ (1965), „Die Brüder Löwenherz“ (1973) und „Ronja Räubertochter“ (1981).

Im Herbst 1949 erschien die deutsche Ausgabe von „Pippi Langstrumpf“ im Hamburger „Oetinger Verlag“. Dies war das Ergebnis eines Treffens in Stockholm zwischen dem Verleger Friedrich Oetinger (1907–1986) und der Schriftstellerin Astrid Lindgren.

1958 erhielt Astrid Lindgren den „Internationalen Jugendbuchpreis“, die „Hans-Christian-Andersen-Medaille“, 1965 den „Schwedischen Staatspreis für Literatur“ für ihr Gesamtwerk. Von der Universität Linköping wurde sie 1973 zum „Ehrendoktor der Philosophie“ ernannt.

Aus Protest gegen das schwedische Steuersystem verließ die renommierte Autorin 1976 die „Sozialdemokratische Partei Schwedens“. In ihrer Fabel „Pomperipossa in Monismanien“ auf der Kulturseite einer überregionalen Abendzeitung rechnete sie vor, dass ihre Bücher 1975 etwa 2 Millionen Kronen (umgerechnet 1,2 Millionen Mark) Honorar einbrächten und sie dafür aber 2,002 Millionen Kronen Steuer zahlen müsste. Damals konnte es in Schweden durch Höchststeuersätze vorkommen, dass die Abgaben zusammen mit der Sozialversicherung 100 Prozent überstiegen.

Als erste Kinderbuchautorin nahm Astrid Lindgren 1978 den „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels“ entgegen. Aus diesem Anlass hielt sie die vielbeachtete Rede „Niemals Gewalt“. Die Universität Leicester ernannte sie im selben Jahr zum Ehrendoktor.

Zwischen 1985 und 1989 setzte sich Astrid Lindgren zusammen mit der Tierärztin Kristina Forslund für den Tierschutz ein. Sie stritt heftig mit Ministern und wichtigen Vertretern aus der Landwirtschaft, forderte die Abschaffung der katastrophalen Missstände in der Massentierhaltung und löste damit in Schweden Diskussionen über den Tierschutz aus.

1986 nahm Astrid Lindgren den „Selma-Lagerlöf-Literaturpreis“ entgegen. Mit ihrem Preisgeld gründete sie damals die Stiftung „Solkatten“ („Sonnenkatze“) für behinderte Kinder. Im selben Jahr zeichnete der „Schwedische Tierschutzverein“ sie mit einer Goldmedaille aus. 1989 wurde sie von der Universität Warschau zum Ehrendoktor ernannt, am 1. Juli des selben Jahres weihte die Kinderbuchautorin in Vimmerby den Freizeitpark „Astrid Lindgrens Welt“ ein.

Im Frühjahr 1992 verkündete die fast erblindete Schriftstellerin nach Fertigstellung einer Weihnachtsgeschichte, sie werde keine Bücher mehr schreiben.

1994 zeichnete die Stiftung „Right Livelihood Award“ („Stiftung für Richtiges Leben“) Astrid Lindgren mit dem „Alternativen Nobelpreis“ aus. Im Mai 1996 erschien in Schweden die erste Briefmarke mit ihrem Porträt. 1997 kürte man sie zur „Schwedin des Jahres“ und 1999 zur „Schwedin des Jahrhunderts“. Bis heute sind mehr als 40 schwedische und 140 deutsche Schulen nach ihr benannt.

Am 28. Januar 2002 starb Astrid Lindgren im Alter von 94 Jahren. An ihrer Trauerfeier nahm auch das schwedische Königspaar teil.

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Code Bloggeramt biografien-news(cached at October 29, 2007, 5:42 am)


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http://www.youtube.com/watch?v=xzIPBRnYHQk

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Als Gründerin der Kongregation „Missionarinnen der Nächstenliebe“ mit Sitz in Kalkutta (Indien) und als „Engel der Armen“ erwarb sich die Ordensschwester Mutter Teresa (1910–1997) die Sympathien der ganzen Welt. Die „Mutter der Armen“, die eigentlich Agnes („Gonxha“) Bojaxhiu hieß, und ihre zahlreichen Helferinnen haben Tausenden von Hungernden, Kranken und Sterbenden geholfen. Ihr bewundernswertes Werk wurde bereits zu ihren Lebzeiten mit höchsten Auszeichnungen bedacht.

Agnes Bojaxhiu kam am 26. August 1910 als drittes und letztes Kind des albanischen Bauunternehmers Kolë Bojaxhiu in Skopje zur Welt. Ihr Geburtsort gehörte damals noch zum Osmanischen Reich, heute ist er die Hauptstadt der Republik Mazedonien. Sie wuchs zusammen mit ihrer Schwester Aga und dem Bruder Lazar auf. Agnes wurde von ihrer Mutter Drana streng katholisch erzogen und zu Hause „Gonxha“ („Knospe“) gerufen. Ihr Vater starb, als sie acht Jahre alt war.

Nach dem Abitur verließ Agnes am 25. September 1928 im Alter von 18 Jahren ihr Elternhaus und trat in den irischen „Loreto-Orden“ in Rathfarnham bei Dublin ein, wo sie unter anderem die englische Sprache lernte. Noch 1928 verließ sie Irland, traf am 6. Januar 1929 in Kalkutta (Indien) ein und machte sich von dort auf den Weg zum Noviziat der „Loreto-Schwestern“ im Gebirgsort Darjeeling zu Füßen des Kanchenjunga, in das sie am 23. Mai 1929 eintrat.

Am 24. Mai 1931 legte Agnes Bojaxhiu in Kalkutta ihre ersten Gelübde der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams als „Loreto-Schwester“ ab und nahm den Namen „Teresa vom Kinde Jesu“ an. Dies geschah aus Verehrung für die heilige Theresa von Lisieux (1873–1897). Bald danach wurde sie in das Kolleg für höhere in-dische Töchter nach Entally bei Kalkutta versetzt und unterrichtete zusätzlich an der „St. Mary’s School“ und in der „St. Teresa School“ in Kalkutta.

1937 legte Teresa ihre „Ewigen Gelübde“ ab. 1944 stieg sie zur Leiterin der Missionsschule „St. Mary“ in Kalkutta auf. Während ihrer Schultätigkeit wuchs ihr Gefühl, dass Gott sie zu einem Leben für die Armen gerufen habe, denn die Menschen, deretwegen sie eigentlich nach Indien gekommen war und denen sie helfen wollte, vegetierten außerhalb des eisernen Tores der Eliteschule. Als in Bengalen eine Hungersnot ausbrach, sah sie, wie draußen die Armen zu Tausenden starben, und fühlte sich dabei nutzlos.

Am 10. September 1946 bekam Teresa in einem Zug, mit dem sie zur spirituellen Einkehr nach Darjeeling fahren wollte, die Eingebung von Gott, eine neue religiöse Gemeinschaft zu gründen, in die Slums von Kalkutta zu gehen und den Ärmsten der Armen zu dienen. Mitte August 1948 legte die 38-Jährige ihre Ordensgewänder ab, verließ das Kloster in Entally und trug fortan wie die Armen in Bengalen den weißen Sari mit der blauen Borte. Sie besuchte drei Monate lang im Krankenhaus der „Medical Missions Sisters“ in Patna-Bihar einen medizinischen Kurs. Ab 21. Dezember 1948 benutzte sie eine Hütte im Armenviertel von Kalkutta und brachte Kindern das Alphabet und Grundbegriffe der Hygiene bei. Bald kümmerte sie sich auch um die Kranken, Notleidenden und Sterbenden.

Im Oktober 1949 konnte Teresa mit einer Gruppe ihrer ehemaligen Schülerinnen die neue Kongregation „Missionarinnen der Nächstenliebe“ bilden, die 1950 von Papst Pius XII. (1876–1958) anerkannt und dem Erzbischof von Kalkutta unterstellt wurde. Im Februar 1953 bezogen sie ein dreistöckiges Haus, das fortan als Mutterhaus ihres Ordens diente.

Seit 1952 besaß Teresa auch die Erlaubnis der Stadtverwaltung von Kalkutta, den verlassenen Pilgerschlafsaal des Kali-Tempels im Stadtteil Kalighat als Sterbehaus zu nutzen. Die „Mutter der Armen“, andere Schwestern und freiwillige Helfer sammelten täglich ab 7 Uhr Halbverhungerte, Malaria- und Leprakranke, Sterbende und ausgesetzte Säuglinge ein und verteilten Brot an die Hungernden.

Mutter Teresa’s „Imperium der Barmherzigkeit“ wuchs im Laufe der Zeit beachtlich. Außer dem erwähnten Sterbehaus in Kalighat gab es bald noch ein Waisenhaus, eine Lepra-Kolonie bei Kalkutta, eine Tuberkuloseklinik, ein Heim für ledige Mütter und zahlreiche Slum-Schulen. 1965 gründete Mutter Teresa das erste Haus außerhalb von Indien in Venezuela. Auf der ganzen Erde gehören heute mehr als 3600 Schwestern und – seit 1963 auch – 400 Brüder der von ihr gegründeten Gemeinschaft an. Die Kongregation besaß 1997 insgesamt 585 Heime in 120 Ländern.

1971 wurde Mutter Teresa von Papst Paul VI. (1897–1978) als erste Frau mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. 1979 erhielt sie als sechste Frau den Friedensnobelpreis, 1983 den Verdienstorden Großbritanniens und 1992 den Friedenspreis der „United Nations Educational Scientific and Cultural Organization“ (UNESCO).

Den Friedensnobelpreis in Oslo nahm sie persönlich, aber stellvertretend an für die „Nackten, Hungrigen, Verkrüppelten, Blinden und Armen sowie für alle Menschen, die ausgestoßen sind.“ Bei dieser Gelegenheit bat sie darum, auf das übliche umgerechnet 12000 Mark teure Festbankett zu verzichten und den Betrag auf das Ordenskonto zu überweisen. Dank dieses Geldes und spontaner Spenden in Höhe von weiteren 50000 US-Dollar konnte die Nobelpreisträgerin ein Weihnachtsfest für 2000 arme Inder veranstalten und insgesamt 15000 Menschen eine warme Mahlzeit anbieten.

Der „Engel der Armen“ leitete sein imposantes Werk der Nächstenliebe in einem kleinen Büro des Mutterhauses in Kalkutta. Besucher wunderten sich darüber, dass es dort keine Aktenschränke und keinen Computer gab und nur ein einziges Telefon zur Verfügung stand. Seit einer schweren Herzerkrankung 1989 trug Mutter Teresa einen Herzschrittmacher und hatte immer wieder Herzprobleme. Im März 1997 gab sie aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz ihres Ordens in jüngere Hände an Schwester Nirmala, eine Inderin nepalesischer Herkunft, ab.

Mutter Teresa erlag am 5. September 1997 im Alter von 87 Jahren in Kalkutta ihrem Herzleiden. Indien ehrte den „Engel der Armen“ am 13. September 1997 mit einem Staatsbegräbnis. Daran nahmen drei Königinnen, 12000 Ehrengäste und 1,5 Millionen Menschen teil.

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Österreichische Superfrauen auf einer CD-ROM biografien-news(cached at September 4, 2007, 10:11 am)

Wien / Wiesbaden (biografien-news) - Waltraud Klasnic, die erste Landeshauptfrau der Steiermark, Grete Rehor, Österreichs erster weiblicher Minister, und Bertha von Suttner, die erste Friedensnobelpreisträgerin, kamen gemeinsam zu literarischen Ehren: Sie gehören zu den zahlreichen berühmten weiblichen Persönlichkeiten, die in Wort und Bild auf der CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst vorgestellt werden.

Die Scheibe zum Preis von 18 Euro enthält die 14 Titel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“ mit insgesamt mehr als 2.200 Seiten. Die Frauenbiografien stammen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Auf der CD-ROM sind auch viele weitere "Superfrauen" aus Österreich vertreten. Zum Beispiel die Kaiserinnen Elisabeth und Maria Theresia, die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, die Tänzerin Fanny Elßler, die Schauspielerin Hedwig Bleibtreu-Paulsen, die Psychoanalytikerin Anna Freud, die heilige Hemma von Gurk, die Schauspielerin und Sängerin Lotte Lenya und die Atomphysikerin Lise Meitner.

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Leseproben:
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Gisela Schlüter: „Lady Schnatterly“ biografien-news(cached at September 2, 2007, 1:35 am)

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM:

Als Deutschlands bekannteste „Quasselstrippe“ eroberte sich die Kabarettistin und Schauspielerin Gisela Schlüter (1914–1995) durch ihre Schlagfertigkeit und Blödeleien ab 1963 einen festen Platz im deutschen Unterhaltungsfernsehen. Man sagte ihr einmal nach, sie hätte bis zu 482 Silben pro Minute sprechen können. Dieser ungewöhnlichen Fähigkeit verdankte sie ihren Spitznamen „Lady Schnatterly“.

Die Tochter eines Berufsoffiziers und einer Tschechin kam am 6. Juni 1914 in Berlin zur Welt. Sie wuchs in Dresden auf, wo sie das katholische Fräulein-Stift besuchte und die mittlere Reife erwarb. Ursprünglich hatte sie vor, Tänzerin zu werden, weswegen sie eine Ausbildung hierzu begann, aber mit 1,76 Metern war sie für diesen Beruf zu groß. Daraufhin nahm sie Schauspielunterricht.

Zu Beginn der 1940-er Jahre stellte sich Gisela Schlüter als ernsthafte Schauspielerin in der Rolle der „Iphigenie“ bei dem Dresdner Schauspieler Erich Ponto (1884–1957) vor, der sie auch als Schülerin annahm, jedoch als „geborene Komikerin“. Ihre ersten Auftritte als Schauspielerin hatte sie an Berliner Theatern. Den Durchbruch schaffte sie in der Berliner „Komödie“ am Kurfürstendamm in dem Boulevard-Stück „Vorsicht, Brigítte“, bei dem ihre erstaunliche Zungenfertigkeit die Zuschauer begeisterte.

In der Folgezeit trat Gisela Schlüter in Revuen, im Rundfunk und in Spielfilmen auf. Auf der Leinwand sah man sie in „Eine Nacht im Mai“, „Der Tiger von Eschnapur“, „Das Indische Grabmal“, „Narren im Schnee“ (alle 1938), „Der Gasmann“ (1941), „13 unter einem Hut“ (1950), „Mikosch, der Stolz der Kompagnie“ (1958), „Peter schießt den Vogel ab“ (1959), „Die lustigen Vier von der Tankstelle“ (1972) und „Unsere Tante ist das Letzte“ (1973).

Nach dem Zweiten Weltkrieg unternahm Gisela Schlüter viele Tourneen, gastierte bis 1947 verschiedentlich am Berliner „Kabarett der Komiker“ von Willi Schaeffers (1884–1962) und moderierte Quizsendungen im Rundfunk. 1958 erlebte sie in der Vico-Torriani-Show „Gruezi Vico“ ihren ersten Auftritt im Fernsehen als witzige und respektlose „Quasselstrippe“. Von 1967 bis 1982 erreichten die 35 Folgen ihrer eigenen Fernsehshow „Zwischenmahlzeit“, in der sie selbstironisch klatschenden Damen den Spiegel vorhielt, traumhafte Einschaltquoten bis zu 44 Prozent.

In den 1970-er Jahren war Gisela Schlüter in zahlreichen großen Fernsehshows mit Vico Torriani, Peter Alexander und Paul Kuhn zu sehen und vor allem nicht zu überhören. 1984 begann ihre Fernsehserie „Schnatterbox“, die sich nicht mehr so erfolgreich wie „Zwischenmahlzeit“ erwies. Gisela Schlüter besaß nicht nur eine spitze Zunge, sondern auch eine spitze Feder: Sie schrieb die Bücher „Schnattern gehört zum Handwerk“ (1968) und „Lassen Sie mich auch mal zu Wort kommen“ (1983 sowie Klatsch-Kolumnen für die Zeitschrift „Funkuhr“.

Gisela Schlüters erste Ehe wurde nach drei Jahren geschieden. Sie selbst bezeichnete sich als „geborene Junggesellin“, lebte aber 28 Jahre lang mit dem Fernsehautor Hans Hubberten (1930–1988) zusammen. Nach dessen Tod zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Die letzten Jahre ihres Lebens blieb Gisela Schlüter nach mehreren Klinikaufenthalten an den Rollstuhl gefesselt. Sie wurde von ihrer Freundin in ihrem Haus in Mittenwald (Bayern) gepflegt, wo sie am 28. Oktober 1995 im Alter von 81 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls erlag.

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Vicki Baum: Die vielgelesene Autorin biografien-news(cached at September 2, 2007, 1:35 am)

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 8 - Literatur" von Ernst Probst:

Eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der 1940-er und 1950-er Jahre war die aus Österreich stammende Autorin Vicki Baum (1888–1960). Ihre Bücher gehörten zu den am meisten gelesenen und übersetzten in ihrer Zeit. Das Geheimnis ihres Erfolges beschrieb sie so: „Mein Ausgangspunkt ist eine Frage. Die gleiche Frage, die ich mir seit meinem zwölften Lebensjahr immer wieder stelle: Ich betrachte eine Person, und ich frage mich, was der Kern ihres Lebens ist.“

Vicki Baum kam am 24. Januar 1888 als Tochter eines jüdischen Beamten in Wien zur Welt. Dort besuchte sie das Pädagogium und die Hochschule für Musik und begann eine musikalische Laufbahn als Harfenistin. Bereits als Achtjährige fragte sie alle möglichen Leute, ob sie gerne Briefe bekämen. Wenn sie bejahten, erhielten sie am nächsten Tag von ihr ein Schreiben.

Als Zwölfjährige trat Vicki Baum erstmals in einem Konzert als Harfenistin auf. Mit 14 Jahren erlebte sie den ersten Abdruck einer Geschichte in der satirischen Zeitschrift „Die Muskete“, wofür sie 50 Kronen erhielt, die sie vor ihren Eltern verheimlichte. Außerdem gewann sie eine Tafel Schokolade, weil sie mit dem 17-jährigen Sohn eines Redakteurs gewettet hatte, sie könne etwas schreiben, das gedruckt werde.

In ihren Erinnerungen „Es war alles ganz anders“ (1962), die erst nach ihrem Tod erschienen, schilderte Vicki Baum ungeschminkt ihre schwierige Kindheit. Ihr Vater erschien ihr als der einzige Feind, den sie je hatte, und als die unbeholfenste Person, die sie kannte. Ihre Mutter litt ab 1902 an einer Geisteskrankheit und später an einer unheilbaren Krebsgeschwulst.

Vickis Vater war ein Hypochonder, er verabscheute Blumen als Kuhfutter, betrachtete Bücher als Schund und Schmutz, wertete Musik als unangenehmen Lärm und verbot seiner Tochter jegliche Freundschaften. Außerdem ließ er sich die Socken anziehen, sein Hemd zuknöpfen und die Schnürsenkel binden. An seinem Platz am Esstisch trug das weiße Tischtuch zahlreiche Flecken von Suppen, Soßen und Gemüsen.

Einmal erfuhr Vickis Vater, dass seine Tochter für eine kleine Geschichte in einer Münchener Zeitschrift den ersten Preis erhalten hatte. Nach einer erregten Auseinandersetzung forderte er ihr heiliges Ehrenwort, niemals mehr in ihrem Leben auch nur eine Zeile zu schreiben. Nach dieser Auseinandersetzung verließ sie die väterliche Wohnung.

1908 schloss Vicki Baum ihre erste Ehe mit dem Wiener Journalisten Max Prels (1878–1926). Er hatte sich ihrem Vater und ihren Verwandten als gutbezahlter Herausgeber einer Abendzeitung vorgestellt, war jedoch in Wirklichkeit nur freier Mitarbeiter ohne festes Gehalt mit bescheidenen Einkünften. Als ihr Gatte von einer deutschen Monatszeitschrift den Auftrag für sechs Kurzgeschichten erhielt und ihm partout nichts einfiel, schrieb Vicki die Texte, die unter dem Namen ihres Mannes erschienen.

Bald darauf gab Vickis Mann eine Zeitschrift heraus, die sein Freund Gotfried finanzierte. Als das Geld hierfür fast aufgebraucht war, schrieb Vicki Baum unter zahlreichen Pseudonymen fast alle Beiträge allein. Bei der Zusammenarbeit des Trios entwickelte sich eine Affäre zwischen Vicki und Gotfried. 1910 willigte Vickis Gatte in die Scheidung ein. Weniger als ein Jahr danach kühlten jedoch Vickis Gefühle für Gotfried ab.

Im August 1912 siedelte Vicki Baum nach Darmstadt (Hessen) über, wo sie einen Vertrag als Großherzogliche Hof- und Kammermusikerin unterschrieben hatte. Dort ermunterte sie ein Schauspieler, sie solle die Geschichten, die sie ihm erzähle, aufschreiben. Daraufhin gab sie ihm das bereits fertige Manuskript über ihre frühe Kindheit, das sie nach einer Krankheit zu Papier gebracht hatte, zum Lesen.

Der Schauspielerkollege schickte das Manuskript ohne Wissen Vicki Baums an den Verleger Erich Reiß, der sich bereit erklärte, den Text zu drucken, wenn die österreichische Mundart darin ausgemerzt würde. Daraus entstand Vickis erstes Buch „Frühe Schatten. Die Geschichte einer Kindheit“ (1914). Der Verleger sandte ihr nach dem Erscheinen ein Exemplar und schrieb, im Krieg ließe sich ein solches Buch kaum verkaufen, sie solle sich mit dem Honorar bis zu Friedenszeiten gedulden.

1916 heiratete Vicki Baum in zweiter Ehe den österreichischen Dirigenten Richard Lert (1885–1980), den sie in Darmstadt kennen gelernt hatte und mit dem sie damals nach Kiel ging. Fortan verzichtete sie auf öffentliche Auftritte als Musikerin. Aus der Ehe gingen die zwei Söhne Wolfgang und Peter hervor. Vicky begleitete ihren Mann auf beruflichen Reisen durch Deutschland, bis sie 1926 nach Berlin zog, wo sie Redakteurin im Ullstein-Verlag wurde und dies bis 1931 blieb.

Vicki Baum fesselte in ihren Werken durch eine packende Handlung, eine lebhafte Erzählweise und einen flüssigen Stil ihre Leser. Ihre Romane und Novellen sind häufig vor der Buchveröffentlichung in Ullstein-Blättern abgedruckt worden.

Besonders erfolgreich waren unter anderem die Romane „Frühe Schatten“ (1919), „Der Eingang zur Bühne“ (1920), „Die Tänze der Ina Raffay“ (1921), „Welt ohne Sünde“ (1922), „Ulle, der Zwerg“ (1924), „Ferne“ (1926), „Hell in Frauensee“ (1927), „Zwischenfall in Lohwinkel“ (1930), „Leben ohne Geheimnis“ (1932) sowie die Novellen „Schlosstheater“ (1920), „Die andern Tage“ (1922), „Bubenreise“ (1923), „Der Weg“ (1925), „Tanzpause“ (1926) und „Miniaturen“ (1926).

Über Nacht berühmt wurde sie mit dem Roman „stud. chem. Helene Willführ“ (1929), den sie danach für einen Film umschrieb. Bevor sie ihren Roman „Menschen im Hotel“ (1929) zu Papier brachte, arbeitete sie vier Wochen lang als Stubenmädchen und betrieb Milieustudien über die Gäste, das Personal und die Atmosphäre eines internationalen Hotels. Letzterer Stoff diente später als Handlung für ein Theaterstück, einen Film mit Greta Garbo (1905–1990) und ein Musical.

1931 wanderte Vicki Baum in die USA aus, wo sie 1938 eingebürgert wurde. Von dort aus unternahm sie Reisen nach Japan, China, Indochina und auf die Inseln im Stillen Ozean. In den Vereinigten Staaten entwickelte sie sich zu einer der führenden Drehbuchautorinnen und feierte weiterhin Erfolge als Romanautorin.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen weitere Romane wie „Schicksalsflug“ (1947), „Clarinda“ (1949), „Grand Opéra“ (1950), „Cahuchu“ (1952), „Vor Rehen wird gewarnt“ (1952), „Kristall im Lehm, „Flut und Flamme“ (1956), „Einsamer Weg“ 1958), „Die goldenen Schuhe“ (1958) und die Novelle „Die Strandwache“ (1953).

Vicki Baum starb am 29. August 1960 im Alter von 72 Jahren in Hollywood (Kalifornien). Kurz vor ihrem Tod verbrannte sie sich in der Küche am Arm, wodurch ihre schleichende Leukämie in ein akutes Stadium überging. Wegen dieser Krankheit hatte sie schon 1945 einen Brief an ihre Kinder mit ihren „Letzten Wünschen“ geschrieben. Sie wollte kein Begräbnis, keine Blumen, keine Gedächtnisreden und keine öffentlichen Tränen.

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y Diana" von Youtube
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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Diana

Als „Prinzessin des Volkes“ und „Königin der Herzen“ bleibt Prinzessin Diana von Wales (1961–1997), geborene Diana Frances Spencer, unvergessen. An ihrem Schicksal nahmen weltweit mehr Menschen Anteil, als es jemals bei einem anderen Mitglied des britischen Königshauses der Fall war. Die glanzvolle Hochzeit von „Lady Di“ mit dem Thronfolger Prinz Charles, ihre gescheiterte Ehe, ihr tragisches Ende in Paris und die eindrucksvolle Trauerfeier bewegten Millionen. Den Titel „Königin der Herzen“ verdankte sie vor allem ihrem Einsatz für Arme und Schwache.

Diana

Stimme von Prinzessin Diana

Diana Frances Spencer erblickte am 1. Juli 1961 als dritte Tochter des Adligen Edward John Spencer (1924–1992) und seiner zwölf Jahre jüngeren Frau Frances Roche in Sandringham (Grafschaft Norfolk) das Licht der Welt. Die Spencers stammen von König Karl II. (1630–1685) und der Tochter des ersten Herzogs von Marlborough ab. Dianas Vater diente als Stallmeister der königlichen Familie. Ihre Mutter war die Tochter des vierten Barons Fermoy. Dianas ältere Schwestern heißen Sarah (geb. 1955) und Jane (geb. 1953), ihr jüngerer Bruder Charles (geb. 1964).

Die drei Schwestern Sarah, Jane und Diana sowie ihr Bruder Charles (später der neunte Earl Spencer) wuchsen in Nachbarschaft der in Schloss Sandringham lebenden königlichen Familie auf. Diana spielte damals oft mit Prinz Andrew. Häufig wurden die Spencer-Kinder auf das königliche Gut eingeladen.

1967 trennten sich Dianas Eltern, und 1968 erhielt der Vater das Sorgerecht für die Kinder. Ab 1968 besuchte Diana die private Tagesschule Silfield. Die Mutter heiratete 1969 den Tapeten-Millionär Peter Shand-Kydd. Von 1970 bis 1973 war Diana an der Internatsschule „Riddesworth Hall Prep Diss Norfolk“ und von 1973 bis 1977 am Internat „West Heath Sevenoaks“ (Grafschaft Kent).

1975 wurde der Vater achter Earl Spencer, und Diana trug fortan den Namen „Lady Diana Spencer“. Am 14. Juli 1976 heiratete der Vater die geschiedene Gräfin Raine von Dartmouth, eine Tochter der britischen Schriftstellerin Barbara Cartland.

1977/1978 verbrachte Diana sechs Wochen im Mädchenpensionat Ins-titut „Alpin Videmanette in Rougemont“ (Schweiz), bevor sie vom Heimweh geplagt nach England zurückkehrte. Zwischen 1979 und 1981 arbeitete Diana in einem Kindergarten in Pimlico. In dieser Zeit wohnte sie mit drei Freundinnen in einem Apartment. Ihre Schwester Sarah stand damals mit Prinz Charles freundschaftlich in Kontakt, und ihre Schwester Jane heiratete den stellvertretenden Privatsekretär von Königin Elizabeth II., Robert Fellows.

Im Juli 1980 kamen sich die 19-jährige Lady Diana und der 32 Jahre alte Prinz Charles nach einem Grillfest auf Schloss Balmoral näher. Einige Monate später – am 24. Februar 1981 – gaben beide offiziell ihre Verlobung bekannt.

Etwa 750 Millionen Fernsehzuschauer in aller Welt verfolgten am 29. Juli 1981 gerührt die feierliche Hochzeit von Diana und Prinz Charles in der Londoner „St. Paul’s Cathedral“. Die Braut war seit 300 Jahren die erste Britin an der Seite eines englischen Thronfolgers. Es folgten Reisen des Paares nach Australien, Neuseeland und Kanada, zahlreiche öffentliche Auftritte der zur Prinzessin von Wales ernannten Diana und viele soziale Aktivitäten, unter anderem für benachteiligte und behinderte Kinder sowie für AIDS-Kranke.

Anfangs wirkte „Lady Di“ in der Öffentlichkeit oft noch gehemmt, doch bald gewann sie durch ihr freundliches Wesen unzählige Sympathien. Am 21. Juni 1982 brachte sie Prinz William und am 15. September 1984 Prinz Henry zur Welt. Niemand ahnte, dass drei Jahre nach der Traumhochzeit die Beziehung zwischen den beiden Eheleuten bereits erkaltet war. Charles tröstete sich mit seiner Jugendfreundin Camilla Parker Bowles. Diana litt an Bulimie, einem gestörten Essverhalten mit Heißhunger, Fresssucht und Erbrechen, nahm sich einen Liebhaber und versuchte, Selbstmord zu begehen: Sie stürzte sich die Treppe hinunter und in eine Vitrine und wollte sich später mit einem Obstmesser erstechen.

Erste Spekulationen über Eheprobleme von Diana und Charles gab es 1988. Immer schlimmere Nachrichten gingen 1990 durch die Welt. Als Anzeichen dafür galten getrennt verbrachte Urlaube, unterschiedliche Interessen des Paares und ein verweigerter Kuss nach einem Polospiel für Charles. Die unendliche Geschichte über die zerrüttete Ehe des einstigen Traumpaares nahm im Juni 1992 ihren Lauf, als der Hofberichterstatter und Autor Andrew Morton in seinem Buch „Diana: Her True Story“ mit zahlreichen delikaten Enthüllungen aufwartete.

Am 9. Dezember 1992 verkündete der britische Premierminister John Major vor dem Unterhaus in London, Diana und Charles wollten sich trennen. Damit erlebte das Haus Windsor nach der zerbrochenen Ehe von Prinz Andrew und Sarah Ferguson („Fergie“) innerhalb eines Jahres die zweite gescheiterte Verbindung eines Mitgliedes der Königsfamilie. In Großbritannien stellten sich daraufhin viele Anhänger der „Royals“ die bange Frage, wie es künftig mit der Monarchie in Großbritannien weitergehen solle.

Bei einem Fernsehinterview am 29. Juni 1994 gab Prinz Charles öffentlich seine Untreue zu. Im Herbst jenes Jahres verriet er in der Biographie „The Prince of Wales“, dass sein Vater Prinz Philipp ihn zur Hochzeit gedrängt habe und er Diana bereits 1982 zum Psychiater schicken habe wollen. Anfang Oktober 1994 berichtete die Autorin Anna Pasternak in ihrem Buch „Princess in Love“ von einer fünfjährigen Affäre Dianas mit ihrem Reitlehrer James Hewitt.

Diana schilderte am 20. November 1995 bei einem Fernsehinterview mit dem Magazin „Panorama“ des Senders „British Broadcasting Corporation“ (BBC) ihre Version der Ereignisse. Dabei gestand sie eigene Fehler und Ehebruch ein.

Im Dezember 1995 drängte Königin Elizabeth II. auf ein baldiges Ende der Ehetragödie. Diana stimmte Ende Februar 1996 nach 15-jähriger Ehe einer Scheidung von Prinz Charles zu und diktierte selbst die Bedingungen für die Trennung. Sie forderte uneingeschränktes Mitspracherecht bei der Erziehung der beiden Söhne, Hausrecht im Londoner Kensington-Palast, Arbeitsräume im St.-James-Palast und die Beibehaltung des Titels „Princess of Wales“. Das meiste wurde ihr gewährt, sie musste lediglich auf die Arbeitsräume im St.-James-Palast und auf den Titel „Her Royal Highness“ („Ihre königliche Hoheit“) verzichten.

Ein Londoner Familiengericht sprach am 15. Juli 1996 die vorläufige Scheidung („Decree nisi“) von Charles und Diana aus. Nach britischem Recht wurde diese nach sechs Wochen am 28. August 1996 rechtskräftig, weil kein Widerspruch erfolgte.

Am frühen Morgen des 31. August 1997 fand die 36-jährige Diana in Paris auf tragische Weise den Tod. Bei einer Verfolgungsjagd mit Pressefotografen schleuderte die von einem betrunkenen Chauffeur gesteuerte Luxuslimosine, in der Diana, ihr Geliebter Dodi al Fayed und ein Leibwächter saßen, mit knapp Tempo 200 gegen den Pfeiler eines Tunnels. Diana und der Fahrer waren auf der Stelle tot. Diana starb um 3.57 Uhr im Krankenhaus „La Pitiè-Salpetriére“.

2,5 Milliarden Fernsehzuschauer in 187 Ländern der Erde nahmen am 6. September 1997 am Bildschirm bei der Übertragung der Trauerfeier in London von Diana Abschied. Ein solches Trauerfest wie dieses hatte es zuvor noch nie in der Geschichte der Menschheit gegeben. Besonders ergreifend war dabei das von dem britischen Popstar Elton John gesungene Lied „Candle in the wind“, in dem es hieß: „Auf Wiedersehen, Englands Rose, Du wirst immer in unserem Herzen blühen.“ Die Beisetzung erfolgte auf der Insel des Spencerschen Landsitzes Althorp in Great Brington.

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Diese CD-ROM präsentiert nur Texte und Bilder, keine Töne!

Film "Anna Pavlova" (1983) biografien-news(cached at August 21, 2007, 4:32 pm)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Als beste russische Ballett-Tänzerin gilt Anna Pawlowa (1881–1931), eigentlich Anna Matwejewna Pawlowa. Zu Weltruhm gelangte sie mit dem dreiminütigen Solo „Der sterbende Schwan“, der später von vielen anderen großen Tänzerinnen getanzt wurde. Der Erfolg der Pawlowa beruhte auf ihrer besonderen Grazie und ihrer ausdrucksvollen Gestaltungskraft, die das Publikum in ihren Bann zog.

Anna Pawlowa kam am 12. Februar 1881 in Sankt Petersburg (Russland) zur Welt. Ihre Mutter war die Waschfrau Ljubov Fjodorova Pawlowa, ihr Vater vielleicht der jüdische Bankier Lazar Poliakoff. Der Reservesoldat Matwej Pawlow, den ihre Mutter heiratete, ist nur ihr Stiefvater gewesen.

Die junge Anna trug nicht – was korrekt gewesen wäre – den Namen „Anna Matwejewna Pawlowa“, sondern nannte sich „Anna Pawlowna Pawlowa“. Letzterer Name erinnerte an einen mysteriösen „Pawel“, den Anna irrtümlich für den ersten Mann ihrer Mutter hielt und der angeblich gestorben sein soll, als sie erst zwei Jahre alt war.

Bereits in jungen Jahren träumte Anna von einer Zukunft als Tänzerin. Ihre Mutter schickte sie mit acht Jahren auf die „Kaiserliche Ballettschule“ in Sankt Petersburg, wo sie bald die Aufmerksamkeit ihrer Lehrer Pavel Gerdt (1844–1917) und Ekaterina Vazem (1848–1937) sowie des französischen Ballettmeisters Marius Petipa (1818–1910) am „Marijinski-Theater“ („Marientheater“) erregte. Seit ihren Schultagen wurde sie von dem Adligen Victor Dandré (1870–1944) gefördert.

Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung an der „Kaiserlichen Ballettschule 1899 trat Anna Pawlowa in das „Kaiserliche Ballett“ am „Marientheater“ in Sankt Petersburg ein. Am 19. September 1899 feierte sie in „La Fille Male Gardée“ ihr Debüt. Schon während der Saison 1901/1902 erwarb sie sich einen guten Ruf. 1906 stieg die 23-Jährige zur Primaballerina des „Marientheaters“ auf.

Im Mai 1907 ging Anna Pawlowa auf die erste Tournee mit einer kleinen Truppe, die von dem russischen Tänzer und Choreographen Michel Fokine (1880–1942) geleitet wurde. Im selben Jahr choreographierte Fokine für Anna das Solo „Der sterbende Schwan“, das am 22. Dezember 1907 bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Sankt Petersburg uraufgeführt wurde. Mit diesem Solo war fortan der Name von Anna Pawlowna verknüpft. Die Musik hierzu schrieb der französische Komponist Charles-Camille Saint-Saëns (1835–1921).

Einflussreiche Freunde Anna Pawlowas überredeten 1908 die Leitung des „Marientheaters“ dazu, dieser eine Tournee nach Helsinki, Stockholm, Kopenhagen, Prag, Dresden, Leipzig und Berlin zu erlauben. Der Erfolg dabei war überwältigend und wiederholte sich im darauf folgenden Jahr.

Nach ihrer Tournee von 1909 verließ Anna Pawlowa das „Marientheater“ in Sankt Petersburg, reiste nach Paris und schloss sich dem „Ballets Russes“ an, wo sie bis 1911 als Solistin und Partnerin des russischen Tänzers und Choreographen Vaclav Nijinski (1890–1950), der 1919 in geistige Umnachtung fiel, arbeitete.

Das „Ballets Russes“ wurde von dem russischen Theaterschaffenden Sergej Diaghilew (1872–1929) gegründet, kam 1909 nach Paris und leitete mit Aufsehen erregenden Inszenierungen – wie „Les Sylphides“, „Feuervogel“, „Daphne und Cloe“ – eine Renaissance des klassischen Balletts ein. Die Bühnenbilder für das „Ballets Russes“ sind von den Malern Pablo Picasso (1881–1973) und Henri Matisse (1869–1954) entworfen worden. Die Musik stammt von den Komponisten Joseph Maurice Ravel (1875–1937), Claude Debussy (1862–1918), Eric Satie (1866–1925), Igor Strawinski (1882–1971) und Sergej Sergejewitsch Prokofjew (1891–1953).

Die triumphalen Erfolge des „Ballets Russes“ erregten auch in London und in den USA großes Aufsehen. In der britischen Hauptstadt tanzte Anna Pawlowa sogar vor dem König und seiner Gemahlin. 1910 schloss die 28-jährige Tänzerin einen Vertrag mit dem „Marientheater“ in Sankt Petersburg. 1909/1911 unternahm sie eine Tournee nach Großbritannien und in die USA.

Zu jener Zeit gab es in Sankt Petersburg einen Skandal: Victor Dandré, der Gönner von Anna Pawlowa, wurde beschuldigt, Regierungsgelder unterschlagen zu haben. Nach Annas Rückkehr kam Dandré zwar frei, durfte aber die Stadt nicht verlassen. Einige Wochen später, als Anna wieder in London auftrat, flüchtete Dandré 1912 aus Russland zu ihr.

Man weiß nicht, ob Anna Pawlowa in die Unterschlagungen Dandrés verwickelt war oder ob sie nur zu ihrem alten Geliebten und Gönner hielt. Womöglich war Dandré regelrecht vernarrt in Anna, während diese ihn lediglich als ihren Schirmherrn schätzte. Wie dem auch sei, Anna hielt zu ihm und blieb in Großbritannien. 1914 sollen Anna und Dandré geheiratet haben, was beide jedoch jahrelang geheim hielten.

Anna Pawlowa und Dandré mieteten im Londoner Stadtteil Hampstead ein Haus in der „The North End Road“, das sie später kauften und das „Ivy House“ („Efeu-Haus“) hieß. Die Pawlowa gründete eine eigene Truppe, ging mit dieser auf Welttournee und gastierte teilweise in Städten, die noch nie zuvor klassisches Ballett gesehen hatten. Millionen von Menschen sahen ihre Auftritte, und sie erwarb sich den Status eines Superstars. 1928 erschien unter dem Namen von Anna Pawlowa das Buch „Tanzende Füße. Der Weg meines Lebens“, das sie als Fälschung betrachtete.

Nach zwei Jahrzehnten, in denen sie fast ständig unterwegs war, fühlte sich Anna Pawlowa wie ausgebrannt. Im Januar 1931 verunglückte der Zug, mit dem die Kranke von Cannes nach Paris fuhr. Die Pawlowa blieb dabei zwar unverletzt, erkältete sich aber stark während der zwölf Stunden, in denen die Wagen ungeheizt blieben.

Bei der kurz danach gestarteten Abschiedstournee in den Niederlanden litt Anna Pawlowa an einer schweren Lungenentzündung. Die begnadete Tänzerin starb in den frühen Morgenstunden des 23. Januar 1931 im Alter von nur 49 Jahren in einem Zimmer des „Hôtel des Indes“ in Den Haag. Die Urne mit ihrer Asche wurde auf dem Friedhof „Golders Green Cemetery“ nahe ihres geliebten „Ivy House“ bestattet.

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ChiefGall

Wiesbaden (biografien-news) - Der in Süddakota geborene Gall (1840-1894) wird von manchen Historikern als der imposanteste Sioux-Häuptling bezeichnet. Er hatte bei seinen Stammesgenossen großes Ansehen als tapferer und erfolgreicher Krieger und war Kriegshäuptling der Hunkpapa-Sioux.

Der herrschsüchtige Gall glaubte fest daran, dass man ihn zum neuen Oberhäuptling wählen würde. Doch stattdessen wurde Sitting Bull (1834-1890) vom Rat der Ältesten zum Oberhäuptling auserkoren und Gall fühlte sich übergangen. Sitting Bull behandelte ihn freundlich und vertraute ihm, was Galls Ärger etwas minderte.

Am 18. August 1862 beteiligte sich Gall in Minnesota zusammen mit Little Crow am Aufstand der östlichen Sioux-Stämme. An jenem Tag wurden mehr als 1000 weiße Farmer Opfer der Gewalt. Beim Angriff auf Fort Ridgeley schlug General Henry Hastings Sibley den Aufstand der Sioux nieder.

Gall überlebte die Niederlage und kehrte zu seinem Stamm zurück. Als die Weißen bei der Suche nach Gold immer mehr in das Gebiet der Black Hills eindrangen, setzte sich Gall ihnen entgegen. Er war ein unversöhnlicher Gegner der Weißen. Von ihm stammt der Ausspruch: "Man kann nicht geld-, macht- und geltungsgierig und gleichzeitig ehrenhaft und anständig sein. Die Weißen sind ein übles Volk."

Am 25. Juni 1876 kämpfte Gall mit Sitting Bull und Crazy Horse in der Schlacht am Little Big Horn gegen die US-Armee. Mit seinen 1500 Kriegern schlug er einen Teil der 7. Kompanie unter Major Reno zurück und versperrte einem anderen Teil unter General Custer den Weg. Custer wollte mit seinen Männern auf die höchste Erhebung einer Hügelkette fliehen, wo er aber bereits von Crazy Horse und weiteren 1000 Kriegern erwartet wurde.

Nach der gewonnenen Schlacht flüchtete Gall mit Sitting Bull nach Kanada, kehrte aber vor diesem wieder zurück, nachdem er ihn einen Feigling und Lügner genannt hatte. Am 1. Januar 1881 ergab sich Gall der US-Armee und arrangierte sich mit den Weißen.

Ab 1889 fungierte Gall als Oberrichter am Gerichtshof für indianische Vergehen der Standing Rock Reservation. Am 5. Dezember 1894 starb Gall an den Folgen schwerer Verletzungen, die ihm US-Soldaten mit Bayonetten zugefügt hatten, als sie ihn verhaften wollten.

Cochise: Häuptling der Chiricahua-Apachen biografien-news(cached at August 13, 2007, 2:59 pm)

Cochise

Wiesbaden (biografien-news) - Cochise war ein berühmter Anführer und Häuptling der Chokonen-Apachen (auch Chiricahua-Apachen genannt). Neben den Chokonen gehörten die Bedonkohe, Chihenne und Nednhi zu den Chiricahua, obwohl sie unabhängig voneinander lebten. Der Name Chiricahua fußt auf dem Gebiet, in dem sich dieser Indianerstamm aufhielt, nämlich der Chiricahua-Bergkette im südöstlichen Arizona.

Cochise kam irgendwann zwischen 1810 und 1823 zur Welt. 1848 fielen nach dem amerikanisch-mexikanischen Krieg im Frieden von Guadelupe Hidalgo die nördlichen Provinzen Mexikos an die USA. Anfangs betrachteten die Chiricahua unter Häuptling Cochise die US-Amerikaner als Freunde und Verbündete gegen die verhassten Mexikaner. Doch als man in Arizona Edelmetallerz entdeckte und ein Run der US-Amerikaner auf Gold und Silber begann, kam es zu Spannungen. Die Kämpfe wurden nur durch kurze Friedensphasen unterbrochen, die meistens von den Amerikanern gebrochen wurden.

1861 begann der letzte Krieg von Cochise gegen die US-Armee, dieser war die Folge der so genannten Bascom-Affäre. Der karrieresüchtige US-Leutnant George Bascom bezichtigte Cochise wegen Viehdiebstahl und Entführung eines Jungen. Doch Cochise konnte der Gefangennahme durch eine dramatische Flucht entgehen. Als ein Teil seiner Familie in Geiselhaft kam, nahm Cochise einige Weiße als Gefangene. Weil Leutnant Bascom sich weigerte, Familienmitglieder von Cochise im Austausch gegen weiße Gefangene herauszugeben, töteten die Apachen ihre Geiseln. Daraufhin ließ Bascom drei männliche Verwandte von Cochise hängen. Diese dramatischen Vorfälle lösten neue Kämpfe zwischen den Chokonen und den US-Amerikanern aus.

Als der Häuptling Mangas Coloradas (1797-1863) im Gefängnis ermordet wurde, stieg Cochise zum einflussreichsten Anführer der Chiricahua-Apachen auf. Nach mehr als 10 Jahren weiteren erbitterten Kampfes kam es dank der Vermittlung von Tom Jeffords, einem weißen Postreiter und ehemaligen US-Scout, mit dem Cochise befreundet war, 1872 zu Friedensverhandlungen mit dem fairen Bürgerkriegsveteran General Oliver Otis Howard. Dabei vereinbarte man einen Friedensvertrag, bei dem den Bedonkohe eine eigene Reservation zugesagt wurde.

Cochise überlebte den Friedensschluss nicht sehr lange: Er starb am 8. Juni 1874 in Arizona. Er hatte bei Freund und Feind als geschickter Kriegstaktiker und aufrichtiger Indianer gegolten, der sein Wort immer einhielt.

Biografien tapferer und weiser Indianer biografien-news(cached at August 13, 2007, 2:59 pm)


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Wiesbaden (biografien-news) - Das abenteuerliche Leben vieler berühmter Ureinwohner Amerikas wird im Weblog "Welt der Indianer" in Wort und Bild erzählt. Unter der Internetadresse http://welt-der-indianer.blospot.com sind Biografien tapferer und weiser Krieger und Häuptlinge sowie tüchtiger Indianerinnen nachzulesen. Außerdem präsentiert dieses Weblog zahlreiche Indianerweisheiten und -sagen sowie Videclips mit Indianermusik.

Bisher sind im Weblog "Welt der Indianer" unter anderem Biografien folgender Indianer/innen vorhanden:

Chato, Anführer der Chiricahua-Apachen
Chief Joseph, Häuptling der Nez Perce
Chief Seattle, Häuptling und Idol der Ökologie-Bewegung
Cochise, Häuptling der Chiricahua-Apachen
Crazy Horse, Häuptling der Oglala-Lakota
Gall, Kriegshäuptling der Hunkpapa-Sioux
Geronimo, Kriegshäuptling der Bedonkohe-Apachen
Sitting Bull, Oberhäuptling der Hunkpapa-Sioux
Tecumseh, Anführer vom Volk der Shawnee

Kateri Tekakwitha, die erste selige Indianerin
Lozen, Kriegerin der Apachen
Pocahontas, Indianerprinzessin aus Virginia
Queeen Anne, Sachem des Pamunkey-Volkes
Sacajawea, indianische Volksheldin

Geronimo: Der "letzte freie Krieger" biografien-news(cached at August 13, 2007, 2:59 pm)

Geronimo

Wiesbaden (biografien-news) - Als einer der berühmtesten nordamerikanischen Indianer gilt Geronimo (1823/1829-1909), der Kriegshäuptling und Schamane einer Gruppe der Bedonkohe-Apachen. Die Bedonkohe waren eine der vier Gruppen der Chiricahua-Apachen. Geronimo wird von den Indianern als "letzter freier Krieger" verehrt.

Das Geburtsdatum von Geronimo ist nicht genau bekannt. In der Literatur werden das Jahr 1823 oder der 16. Juni 1829 erwähnt. Geronimo ist die mexikanische Form des ursprünglichen Namens Gokhlayeh "Einer, der gähnt". Diesen Namen gab ihm sein Vater, weil Geronimo als Junge immer sehr müde war und oft gähnte.

1858 töteten die mexikanischen Truppen des Militärgouverneurs des Bundesstaats Sonora, General Jose Maria Carrasco, Geronimos Mutter, Frau und drei Kinder. Daraufhin schwor Geronimo Rache und verbündete sich mit Cochise, einem Häuptling der Ché-ko-nen-Apachen, einer der Gruppen der Chiricahua.

Bei der ersten Schlacht der Chiricuhua gegen die Stadt Sonora verloren viele mexikanische Soldaten ihr Leben. Es folgten weitere Angriffe der Indianer auf mexikanische Städte. Nach dem Tod von Cochise wurde Geronimo von dessen Sohn Naiche und anderen wichtigen Stammesmitgliedern zum Kriegshäuptling gewählt.

1876 erfolgte die Einweisung von Geronimo in die San-Carlos-Reservation. Diese lag direkt in der Wüste, es gab kein Wasser und keine Nahrung. Die in der Reservation lebenden Indianer waren von unregelmäßigen Lebensmittellieferungen der Armee abhängig. Im ersten Jahr starben hunderte von Apachen an Unterernährung oder Krankheit, im zweiten Jahr waren es nicht weniger.

Aus Sorge um sein schwer leidendes Volk beschloss Geronimo, mit den Überlebenden aus der Reservation auszubrechen. Er zog mit ihnen auf die mexikanische Seite der Sierra-Madre-Berge, die ihre eigentliche Heimat waren.

In der Folgezeit lebte Geronimo zeitweise in Mexiko und in der San-Carlos-Reservation. Aus der verhassten Reservation brach er immer wieder aus. Er und seine Stammesgenossen griffen kleine Dörfer und Farmen an, wo sie Vorräte und Pferde stahlen. Deswegen wurde er von der US-Armee und von den Mexikanern gejagt.

1884 brach Geronimo ein letztes Mal aus der Reservation aus, nachdem er fast Opfer eines Mordanschlages geworden war. Mit einer kleinen Kriegerschar führte er einen Guerillakrieg gegen verfolgende Truppen und entzog sich immer wieder geschickt, indem er die Grenze passierte, da die feindlichen Truppen dorthin nicht folgen durften. Die meiste Zeit hielt er sich mit seinen Männern in der Sierra Madre versteckt.

Nachdem ein Kopfgeld von mehr als 2.000 Dollar auf Geronimo ausgesetzt wurde, stellte er sich am 4. September 1886 mit noch 36 von ursprünglich 500 Kriegern den Amerikanern unter dem Kommando von General Nelson A. Miles, die ihn jahrelang vergeblich mit 5.000 Soldaten und 250 Indianer-Scouts gejagt hatten. Anschließend verbrachte er drei Jahre im Gefängnis.

Zunächst schickte man Geronimo nach Fort Pickens (Florida), in die Verbannung, dann nach Fort Marion (Alabama) und 1894 nach Fort Sill in Oklahoma ins Indianerterritorium, ohne dass er seine Sippe jemals wiedersehen konnte. 1903 konvertierte er zum Christentum, wurde Methodist und besuchte regelmäßig den Gottesdienst. In der Reservation erhielt Geronimo ein Stück Land, auf dem er ein Haus baute und Landwirtschaft betrieb.

Im hohen Alter erzählte Geronimo seine Lebensgeschichte einem weißen Autor. Dieses Werk konnte aber erst erscheinen, nachdem Präsident Roosevelt seine Genehmigung zur Veröffentlichung gab. In dem Werk wurden viele Passagen überarbeitet. Es handelt sich nicht um die Originalgeschichte von Geronimo.

Geronimo starb am 17. Februar 1909 an einer Lungenentzündung und wurde auf dem Friedhof von Fort Sill bestattet. Laut einer Legende der Apachen sang der "letzte freie Krieger" auf dem Totenlager die Worte "O Ha Le a" (zu deutsch: "Ich warte"). Manche Indianer deuteten diese Worte als "Ich warte auf die Wende des Schicksals".

ChiefJoseph

Wiesbaden (biografien-news) - Chief Joseph (1840-1904), eigentlich Hinmaton-yalatkit (deutsch: Donner-der-über-das-Land-rollt), war einer der Häuptlinge der Nez Percé-Indianer aus dem Wallowa-Flusstal im Nordosten von Oregon. Bei seinen Stammesgenossen galt der intelligente Häuptling nicht als besonders tapferer Krieger. Gegen Ende der Indianerkriege machte er sich einen Namen als kluger Taktiker. Heute bezeichnet man ihn mitunter als "indianischen Napoleon".

Zu Lebzeiten von Chief Joseph - in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts - drangen immer mehr weiße Siedler in die Heimat der Nez Percé ein. Dies bewog die US-Regierung, die Nez Percé umzusiedeln und ihr fruchtbares Land für Weiße freizugeben.

Zum Zeitpunkt der geplanten Umsiedlung 1877 gab es neben Chief Joseph weitere Häuptlinge im Wallowa-Tal wie White Bird, Tulhulhulsote und Looking Glass. Insgesamt handelte es sich um rund 1000 Indianer mit mehr als 200 Kriegern.

Die Nez Percé wehrten sich gegen die bevorstehende Umsiedlung und wollten unter Führung von Chief Joseph nach Kanada fliehen. Am 6. Juni 1877 erfolgte der Aufbruch. Während der Flucht kam es oft zu Kämpfen mit der US-Armee, die etliche Niederlagen erlitt.

Die abenteuerliche Flucht der Nez Percé zog sich über vier Monate und rund 2600 Kilometer quer durch die Bundesstaaten Oregon, Washington, Idaho und Montana dahin. 123 weiße Soldaten und 55 Zivilisten verloren dabei ihr Leben. Die Nez Percé mussten etwa 100 bis 120 Tote beklagen, darunter Josephs Bruder Ollokot sowie die Häuptlinge Tulhulhulsote und Looking Glass.

Rund 40 Meilen von der kanadischen Grenze entfernt, was etwa ein bis zwei Tagesritten entsprach, ergab sich Chief Joseph am 5. Oktober 1877 Colonel Miles am Snake Creek. Seine Krieger hätten nur unter Zurücklassung der Verwundeten, alten Frauen und Kinder fliehen können.

Etwa 430 Nez Percé gingen in Gefangenschaft. Rund 50 Indianer entkamen in der Nacht vor der Kapitulation nach Kanada, vor allem White Bird, der das Verhalten von Chief Joseph ablehnte. Insgesamt fanden etwa 200 Nez Percé bei den Lakota von Häuptling Sitting Bull im kanadischen Exil Zuflucht.

In der Folgezeit kam es zu mehreren Teilungen der Gruppe und zur Zusammenführung mit den aus Kanada zurückkehrenden Nez Percé. Nach der Ansiedlung im Indianerterritorium von Oklahoma 1878/1879 starben etwa 130 Nez Percé vor allem an Malaria. Chief Joseph verhandelte wegen einer Rückkehr in den Norden - 1879 auch vor dem Kongress -, erreichte aber nichts.

Erst 1885 wurde ein Teil der Nez Percé an den Columbia-Fluss in Idaho verlegt, der andere Teil nach Colville in Washington. Dort starb Chief Joseph am 21. September 1904 - nach Aussage seines Arztes - an gebrochenem Herzen.

Chato

Wiesbaden (biografien-news) - Chato (um 1860-1934), auch Mahtank, Alfred Chato oder Chatto genannt, hieß ein berühmter Anführer der Chiricahua-Apachen. 1881 verließ der junge Chato aus Ärger über die US-Politik zusammen mit dem wesentlich älteren Geronimo (1823/1829-1909) die San-Carlos-Reservation im heutigen New Mexico und wechselte in die Sierra-Madre-Region nach Mexiko. Chato und Geronimo kehrten zeitweise in die USA zurück und unternahmen dort Raubzüge. Auf dem Rückweg nach Mexiko im März 1883 töteten die Apachen unter Chato und Benito mehrere Amerikaner.

Im Februar 1884 zwang man Chato mit rund 60 Indianern, sich zu ergeben. Einen Monat später ergab sich auch Geromino. 1885 verließ Geronimo erneut die San-Carlos-Reservation. Chato folgte Geronimo und versuchte vergeblich, ihn zur Rückkehr zu bewegen. Ab 1886 diente Chato als Späher unter General George Crook in der US-Armee. Dabei tat er sich beim Aufspüren von Geronimo hervor, wurde aber später zusammen mit Apachen, die er selbst aufgespürt hatte, in Fort Marion (Florida) ins Gefängnis gesperrt. Man zwang Chatos Kinder, in die Carlisle-Indianer-Schule zu gehen, wo sie bald darauf starben. Ab 1913 lebte Chato in der Mescalero-Apache-Reservation in New Mexico. Dort starb er 1934 bei einem Autounfall.


charfschützin aus dem Wilden Westen

Eine der berühmtesten Scharfschützinnen des Wilden Westens war Martha Jane Canarry (1852–1903), genannt Calamity Jane – zu deutsch: „Katastrophen-Jane“. Laut Legende erhielt sie ihren Spitznamen, weil über jeden Mann der sie beleidigte, eine Katastrophe hereingebrochen sei. Auf den ersten Blick hielt man diese Frau, die als Schützin, Reiterin und Kundschafterin einen gewissen Ruf genoss, für einen Mann. Denn sie war gekleidet wie die Cowboys, oft auf Pferden unterwegs sowie mit Lasso und Winchester-Karabiner bewaffnet.

Martha Jane Canarry wurde am 1. Mai 1852 als ältestes von sechs Kindern einer gläubigen Pioniersfamilie in Princeton (Missouri) geboren. Um 1863 zog sie mit ihrer Familie westwärts und wuchs in Goldgräberstädten des Wilden Westens auf. 1865 kam sie nach Virginia City (Montana), 1869 nach Cheyenne (Wyoming) und Abilene (Kansas).

Schon im Kindesalter musste Martha Jane kräftig mit anpacken und lernte den Umgang mit Pferden und Gewehren. 1866 starb ihre Mutter in Black Foot (Montana) und 1867 ihr Vater. Fortan hatte sie für sich selbst aufzukommen. In der Folgezeit zog sie allein mit Pferd und Waffe durch die Prärien von Wyoming, Dakota und Montana.

Die junge Frau verdiente ihren Unterhalt durch Gelegenheitsarbeiten und wurde wegen ihres Alkoholkonsums, ihrer männlichen Garderobe und ihres Tabakkauens zur Kuriosität. Zeitweise verlegte sie Eisenbahnschienen für die „Northern Pacific Railrod“, führte Siedlertrecks durch den Wilden Westen, diente als Kundschafterin für die Armee und transportierte die Post zwischen Custer in Montana und Deadwood in South Dakota.

Laut Legende war Martha Jane Canarry in den Stadtmarshal von Abilene, James Butler Hickok (1837–1876), genannt „Wild Bill Hickok“, unsterblich verliebt. Jener führte ein abenteuerliches Leben und hatte offenbar wegen einer Angstneurose einen Killerinstinkt: Wenn er fühlte, dass eine Gefahr heraufzog, zog er schnell und sicher seine Pistole und schoss.

Der Ruhm von „Wild Bill Hickok“ beruhte auf einer großen Lüge. Angeblich hatte er am 12. Juli 1861 in der Postkutschenstation Rock Creek (Nebraska) ganz allein zehn Mörder und Pferdediebe erledigt. Diese erfundene Geschichte unter der Überschrift „Wild Bill“ stand 1867 in der Februarausgabe von „Harper’s Magazine“. Knapp 15 Jahre nach der Tat enthüllte ein Abgeordneter aus Nebraska bei der Unabhängigkeitsfeier am 4. Juli 1876 die Wahrheit über diesen Vorfall, den man später völlig übertrieben als „Kampf von Rock Creek“ und „McCanles Fight“ darstellte.

Hickok erschoss in Wirklichkeit drei unbewaffnete Männer aus einem Hinterhalt. Seine Opfer waren der Farmer David McCanles und dessen zwei Begleiter. McCanles hatte die Postkutschenstation an die „Overland Stage Company“ verpachtet und wollte die längst überfällige Miete kassieren. Offenbar hatte der Posthalter Horace Wellmann das Geld unterschlagen und sein damaliger Stallbursche Hickok den lästigen Mahner erschossen. Erst 1927 erfuhr man die ganze Wahrheit im „Nebraska History Magazine“.

1869 wurde Hickok als Kurierreiter der Kavallerie bei einer Mission zwischen Fort Lyon und Wallace von Cheyenne-Indianern überfallen, wobei ihn eine Lanze in der Hüfte verwundete und er deswegen wochenlang im Lazarett liegen musste. Nach seiner Genesung arbeitete er als Sheriff von Ellis County, zu der die unruhige Grenzstadt Hays City gehörte. Als er unter fragwürdigen Umständen zwei Männer erschoss, wählte man ihn ab.

Im April 1871 wurde „Wild Bill Hickok“ Stadtmarshal von Abilene, das seit 1868 erster Verladebahnhof und Umschlagplatz für die aus dem Süden herangetriebenen Rinderherden auf ihrem Weg zu den Schlachthöfen des Nordens war. Der als mehrfacher Killer bekannte Hickok machte den Saloon „Alamo“ zu seinem Amtssitz und sorgte in Abilene für Recht und Ordnung. Im Oktober 1871 erschoss er bei einer Auseinandersetzung, die man später phantasievoll „The Texas Street Battle“ nannte, den Saloonwirt Phil Coe und versehentlich seinen eigenen Hilfssheriff Mike Williams.

In den 1870-er Jahren arbeitete Martha Jane Canarry in Männerkleidung zeitweise in Wyoming als Scout (Kundschafter) für die United States Cavalry (Kavallerie) unter General George Crook (1828–1890). Der Offizier führte viele Feldzüge gegen die Indianer und lernte dabei, seine tapferen Gegner zu achten.

Im Mai 1876 heiratete der 40-jährige und am grünen Star leidende „Wild Bill Hickok“ in Cheyenne die 50 Jahre alte Zirkus-Prinzipalin Agnes Lake Thatcher (1826–1907). Sie hatte sich schon 1871 in Abilene während eines Gastspiels für Hickok interessiert und war gerade von einer erfolgreichen Europatournee zurückgekehrt. Das Paar verbrachte seine Flitterwochen in Cincinnati.

Danach ging Hickok allein nach Deadwood in South Dakota, wo er vermutlich Calamity Jane kennen lernte, die laut Legende seine Kameradin, wenn nicht sogar seine Geliebte oder sogar seine Frau, war. Von Hickok soll angeblich Janes Tochter Janey stammen.

„Wild Bill Hickok“ starb am Nachmittag des 2. August 1876 beim Pokerspiel mit drei alten Freunden in Nuttall & Mann’s No. 10 Saloon in der Goldgräber-Town Deadwood: Ein 25-Jähriger namens Jack McCall (1851–1877) schoss ihn von hinten in den Kopf. Die Kartenkombination, die Hickok aus der Hand fiel – Pik-As, Kreuz-As, zwei schwarze Achter und Karo-Bube – hieß fortan „dead mans’ hand“. McCall wurde am 1. März 1877 wegen dieser Bluttat hingerichtet.

Ein Jahr nach dem Tod von „Wild Bill Hickok“ grassierte 1878 in Deadwood eine Pockenepidemie, während der Calamity Jane – aus heute nicht mehr eruierbaren Gründen – zur Heldin geworden sein soll. In Deadwood befindet sich auch das Grab von „Wild Bill Hickok“, vor dem sich Calamity Jane fotografieren ließ. Als Heroine und Schönheit kam sie in einem Groschenheft über den fiktiven Detektiv Deadwood Dick zu Ehren.

Im August 1885 heiratete Calamity Jane in El Paso (Texas) den Kutschenfahrer Clinton Burk. Am 28. Oktober 1887 brachte sie die Tochter Janey zur Welt. Ihr Ehegatte verließ sie bald wieder, aber sie behielt seinen Namen. Dann gab Mrs. Burk ein kurzes Gastspiel bei Buffalo Bills Wild-West-Show, wo man sie wegen ständiger Trunkenheit feuerte, und zog danach mit der „Palace Museum Show“ durch das Land. Mit Hilfe eines weiblichen Ghostwriters brachte sie ihre vor Erfindungen strotzenden Memoiren „Life and Adventures of Calamity Jane“ (1895) zu Papier.

Als Mrs. Burk wegen Trunkenheit und schlechten Benehmens auch bei der „Palace Museum Show“ ihren Job verlor, vagabundierte sie durch den Westen und verkaufte selbst ihre Memoiren. Manchmal sah man sie in einem Bordell, wo sie ihre Liebesdienste anbot, oder trinkend und fluchend in Saloons. Gar nicht selten wurde sie mit Schimpf und Schande aus einer Stadt gejagt.

Am 2. August 1903 starb Calamity Jane im Alter von 51 Jahren in einem Hotelzimmer in Terry bei Deadwood. Wie „Wild Bill Hickok“ wurde auch sie in Deadwood begraben. Ihre Tochter Janey erhielt erst Jahre nach dem Tod der Mutter deren während der Wanderschaft geschriebene Briefe. In zahlreichen Wild-West-Filmen ist Jane als Nebenfigur zu sehen, in dem Streifen „Calamity Jane“ (1953) mit Doris Day steht sie im Mittelpunkt der Handlung.


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Ruf genießt der amerikanische Revolverheld James Butler Hickok (1837–1876), genannt „Wild Bill Hickok“: Er führte ein abenteuerliches Leben und hatte offenbar wegen einer Angstneurose einen so genannten Killerinstinkt: Wenn er fühlte, dass eine Gefahr heraufzog, zog er schnell und sicher seine Pistole und schoss.

Der Ruhm von „Wild Bill Hickok“ beruhte auf einer großen Lüge. Angeblich hatte er am 12. Juli 1861 in der Postkutschenstation Rock Creek (Nebraska) ganz allein zehn Mörder und Pferdediebe erledigt. Diese erfundene Geschichte unter der Überschrift „Wild Bill“ stand 1867 in der Februarausgabe von „Harper’s Magazine“. Knapp 15 Jahre nach der Tat enthüllte ein Abgeordneter aus Nebraska bei der Unabhängigkeitsfeier am 4. Juli 1876 die Wahrheit über diesen Vorfall, den man später völlig übertrieben als „Kampf von Rock Creek“ und „McCanles Fight“ darstellte.

Hickok erschoss in Wirklichkeit drei unbewaffnete Männer aus einem Hinterhalt. Seine Opfer waren der Farmer David McCanles und dessen zwei Begleiter. McCanles hatte die Postkutschenstation an die „Overland Stage Company“ verpachtet und wollte die längst überfällige Miete kassieren. Offenbar hatte der Posthalter Horace Wellmann das Geld unterschlagen und sein damaliger Stallbursche Hickok den lästigen Mahner erschossen. Erst 1927 erfuhr man die ganze Wahrheit im „Nebraska History Magazine“.

1869 wurde Hickok als Kurierreiter der Kavallerie bei einer Mission zwischen Fort Lyon und Wallace von Cheyenne-Indianern überfallen, wobei ihn eine Lanze in der Hüfte verwundete und er deswegen wochenlang im Lazarett liegen musste. Nach seiner Genesung arbeitete er als Sheriff von Ellis County, zu der die unruhige Grenzstadt Hays City gehörte. Als er unter fragwürdigen Umständen zwei Männer erschoss, wählte man ihn ab.

Im April 1871 wurde „Wild Bill Hickok“ Stadtmarshal von Abilene, das seit 1868 erster Verladebahnhof und Umschlagplatz für die aus dem Süden herangetriebenen Rinderherden auf ihrem Weg zu den Schlachthöfen des Nordens war. Der als mehrfacher Killer bekannte Hickok machte den Saloon „Alamo“ zu seinem Amtssitz und sorgte in Abilene für Recht und Ordnung. Im Oktober 1871 erschoss er bei einer Auseinandersetzung, die man später phantasievoll „The Texas Street Battle“ nannte, den Saloonwirt Phil Coe und versehentlich seinen eigenen Hilfssheriff Mike Williams.

Im Mai 1876 heiratete der 40-jährige und am grünen Star leidende „Wild Bill Hickok“ in Cheyenne die 50 Jahre alte Zirkus-Prinzipalin Agnes Lake Thatcher (1826–1907). Sie hatte sich schon 1871 in Abilene während eines Gastspiels für Hickok interessiert und war gerade von einer erfolgreichen Europatournee zurückgekehrt. Das Paar verbrachte seine Flitterwochen in Cincinnati.

Danach ging Hickok allein nach Deadwood in South Dakota, wo er vermutlich die Scharfschützin Calamity Jane (1852-1903) kennen lernte, die laut Legende seine Kameradin, wenn nicht sogar seine Geliebte oder sogar seine Frau, war. Von Hickok soll angeblich Janes Tochter Janey stammen.

„Wild Bill Hickok“ starb am Nachmittag des 2. August 1876 beim Pokerspiel mit drei alten Freunden in Nuttall & Mann’s No. 10 Saloon in der Goldgräber-Town Deadwood: Ein 25-Jähriger namens Jack McCall (1851–1877) schoss ihn von hinten in den Kopf. Die Kartenkombination, die Hickok aus der Hand fiel – Pik-As, Kreuz-As, zwei schwarze Achter und Karo-Bube – hieß fortan „dead mans’ hand“. McCall wurde am 1. März 1877 wegen dieser Bluttat hingerichtet.

Ein Jahr nach dem Tod von „Wild Bill Hickok“ grassierte 1878 in Deadwood eine Pockenepidemie, während der Calamity Jane – aus heute nicht mehr eruierbaren Gründen – zur Heldin geworden sein soll. In Deadwood befindet sich auch das Grab von „Wild Bill Hickok“, vor dem sich Calamity Jane fotografieren ließ.

Tecumseh, Häuptling der Shawnee biografien-news(cached at August 13, 2007, 2:59 pm)

Tecumseh

Wiesbaden (biografien-news) - Tecumseh (1768-1813), eigentlich Tecumtha oder Tikamthi (deutsch: der sich niederduckende Berglöwe), so hieß ein berühmter indianischer Anführer vom Volk der Shawnee in Nordamerika. Er genoss bereits zu Lebzeiten ein sehr hohes Ansehen. Heute noch gilt er für viele Indianer als ein großes Vorbild. Sein ganzes Leben lang träumte er davon, eine große indianische Allianz zu bilden, die stark genug sein sollte, um den Weißen die Stirn zu bieten und sie zum Frieden zu zwingen.

Tecumseh kam 1768 im Dorf Old Piqua am Mad River zur Welt. Als junger Mann zog er mit in eine Schlacht gegen rund 1400 Soldaten, die unter General Arthur St. Clair in das Ohio-Tal vorgedrungen waren. Der damalige Häuptling Little Turtle bewies damals, wie man mit einer Allianz aus verschiedenen Stämmen die US-Armee besiegen konnte. Etwa 900 US-Soldaten verloren bei dieser Schlacht ihr Leben. Seitdem war Tecumseh davon überzeugt, dass man den weißen Eindringlingen nur durch die Vereinigung mehrerer Stämme erfolgreich entgegentreten konnte.

Als Tecumseh Häuptling seines Stammes war, bemühte er sich um ein Bündnis möglichst vieler Indianerstämme gegen die Weißen. Er wollte gegen die "Weiße Union" eine "Indianische Union" schaffen. Sieben Jahre lang durchreiste Tecumseh das Gebiet zwischen der kanadischen Grenze und dem Golf von Mexiko und traf sich mit zahlreichen Indianerstämmen, um diese für seinen Plan zu gewinnen. Dank seiner Beredtsamkeit gelang ihm die Vereinigung der Shawnee, Miami, Delawaren Chippewas und Potawatomis.

Als Tecumseh im Frühjahr 1811 auch die Stämme des Südostens von Nordamerika - nämlich die Cherokee, Chickasaws, Choctaws, Creek und Seminolen - von seinem Plan überzeugen wollte, scheiterte er am Einspruch von Pushmatahas, dem Häuptling der Choctaws und Chickasaws. Dieser wollte keine blutige Auseinandersetzung mit den Weißen.

Während der Abwesenheit von Häuptling Tecumseh fungierte dessen Zwillingsbruder Tenskwatawa als Stellvertreter. Tenskwatawa war ein Medizinmann und Prophet, der zwar von Tecumsehs Plan überzeugt war, dessen Verwirklichung aber nach seiner Auffassung nur durch Zauber und eine übernatürlichen Macht möglich sein würde.

Als am 7. November 1811 die US-Armee unter General Jusiah Harrison in Tecumsehs Stammesgebiet einfiel, führte Tenskwatawa einen Teil von Tecumsehs Streitmacht viel zu früh und unvorbereitet in die Schlacht. Dies tat er entgegen der ausdrücklichen Anweisung seines Bruders. Tenskwatawa glaubte, dass eine höhere Macht für den Sieg der Indianer sorgen würde.

Die Folge war: General Harrison besiegte die indianische Streitmacht, vernichtete danach das gesamte Waffenarsenal und legte die Hauptstadt Teppecanoe in Schutt und Asche.

Nach dieser verheerenden Niederlage wandten sich viele Stämme von dem Bündnis ab. Tecumseh flüchtete nach Kanada und kämpfte dort im englisch-amerikanischen Krieg an der Seite der Engländer. Wegen seiner taktischen Fähigkeiten beförderte man ihn zum Brigadegeneral. Am 5. Oktober 1813 fiel Tecumseh auf dem Schlachtfeld als einfacher indianischer Krieger.

Superfrauen aus dem Wilden Westen biografien-news(cached at August 13, 2007, 2:59 pm)

Leseproben aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

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Calamity Jane: Die Scharfschützin aus dem Wilden Westen

Eine der berühmtesten Scharfschützinnen des Wilden Westens war Martha Jane Canarry (1852–1903), genannt Calamity Jane – zu deutsch: „Katastrophen-Jane“. Laut Legende erhielt sie ihren Spitznamen, weil über jeden Mann der sie beleidigte, eine Katastrophe hereingebrochen sei. Auf den ersten Blick hielt man diese Frau, die als Schützin, Reiterin und Kundschafterin einen gewissen Ruf genoss, für einen Mann. Denn sie war gekleidet wie die Cowboys, oft auf Pferden unterwegs sowie mit Lasso und Winchester-Karabiner bewaffnet.

Martha Jane Canarry wurde am 1. Mai 1852 als ältestes von sechs Kindern einer gläubigen Pioniersfamilie in Princeton (Missouri) geboren. Um 1863 zog sie mit ihrer Familie westwärts und wuchs in Goldgräberstädten des Wilden Westens auf. 1865 kam sie nach Virginia City (Montana), 1869 nach Cheyenne (Wyoming) und Abilene (Kansas).

Schon im Kindesalter musste Martha Jane kräftig mit anpacken und lernte den Umgang mit Pferden und Gewehren. 1866 starb ihre Mutter in Black Foot (Montana) und 1867 ihr Vater. Fortan hatte sie für sich selbst aufzukommen. In der Folgezeit zog sie allein mit Pferd und Waffe durch die Prärien von Wyoming, Dakota und Montana.

Die junge Frau verdiente ihren Unterhalt durch Gelegenheitsarbeiten und wurde wegen ihres Alkoholkonsums, ihrer männlichen Garderobe und ihres Tabakkauens zur Kuriosität. Zeitweise verlegte sie Eisenbahnschienen für die „Northern Pacific Railrod“, führte Siedlertrecks durch den Wilden Westen, diente als Kundschafterin für die Armee und transportierte die Post zwischen Custer in Montana und Deadwood in South Dakota.

Laut Legende war Martha Jane Canarry in den Stadtmarshal von Abilene, James Butler Hickok (1837–1876), genannt „Wild Bill Hickok“, unsterblich verliebt. Jener führte ein abenteuerliches Leben und hatte offenbar wegen einer Angstneurose einen Killerinstinkt: Wenn er fühlte, dass eine Gefahr heraufzog, zog er schnell und sicher seine Pistole und schoss.

Der Ruhm von „Wild Bill Hickok“ beruhte auf einer großen Lüge. Angeblich hatte er am 12. Juli 1861 in der Postkutschenstation Rock Creek (Nebraska) ganz allein zehn Mörder und Pferdediebe erledigt. Diese erfundene Geschichte unter der Überschrift „Wild Bill“ stand 1867 in der Februarausgabe von „Harper’s Magazine“. Knapp 15 Jahre nach der Tat enthüllte ein Abgeordneter aus Nebraska bei der Unabhängigkeitsfeier am 4. Juli 1876 die Wahrheit über diesen Vorfall, den man später völlig übertrieben als „Kampf von Rock Creek“ und „McCanles Fight“ darstellte.

Hickok erschoss in Wirklichkeit drei unbewaffnete Männer aus einem Hinterhalt. Seine Opfer waren der Farmer David McCanles und dessen zwei Begleiter. McCanles hatte die Postkutschenstation an die „Overland Stage Company“ verpachtet und wollte die längst überfällige Miete kassieren. Offenbar hatte der Posthalter Horace Wellmann das Geld unterschlagen und sein damaliger Stallbursche Hickok den lästigen Mahner erschossen. Erst 1927 erfuhr man die ganze Wahrheit im „Nebraska History Magazine“.

1869 wurde Hickok als Kurierreiter der Kavallerie bei einer Mission zwischen Fort Lyon und Wallace von Cheyenne-Indianern überfallen, wobei ihn eine Lanze in der Hüfte verwundete und er deswegen wochenlang im Lazarett liegen musste. Nach seiner Genesung arbeitete er als Sheriff von Ellis County, zu der die unruhige Grenzstadt Hays City gehörte. Als er unter fragwürdigen Umständen zwei Männer erschoss, wählte man ihn ab.

Im April 1871 wurde „Wild Bill Hickok“ Stadtmarshal von Abilene, das seit 1868 erster Verladebahnhof und Umschlagplatz für die aus dem Süden herangetriebenen Rinderherden auf ihrem Weg zu den Schlachthöfen des Nordens war. Der als mehrfacher Killer bekannte Hickok machte den Saloon „Alamo“ zu seinem Amtssitz und sorgte in Abilene für Recht und Ordnung. Im Oktober 1871 erschoss er bei einer Auseinandersetzung, die man später phantasievoll „The Texas Street Battle“ nannte, den Saloonwirt Phil Coe und versehentlich seinen eigenen Hilfssheriff Mike Williams.

In den 1870-er Jahren arbeitete Martha Jane Canarry in Männerkleidung zeitweise in Wyoming als Scout (Kundschafter) für die United States Cavalry (Kavallerie) unter General George Crook (1828–1890). Der Offizier führte viele Feldzüge gegen die Indianer und lernte dabei, seine tapferen Gegner zu achten.

Im Mai 1876 heiratete der 40-jährige und am grünen Star leidende „Wild Bill Hickok“ in Cheyenne die 50 Jahre alte Zirkus-Prinzipalin Agnes Lake Thatcher (1826–1907). Sie hatte sich schon 1871 in Abilene während eines Gastspiels für Hickok interessiert und war gerade von einer erfolgreichen Europatournee zurückgekehrt. Das Paar verbrachte seine Flitterwochen in Cincinnati.

Danach ging Hickok allein nach Deadwood in South Dakota, wo er vermutlich Calamity Jane kennen lernte, die laut Legende seine Kameradin, wenn nicht sogar seine Geliebte oder sogar seine Frau, war. Von Hickok soll angeblich Janes Tochter Janey stammen.

„Wild Bill Hickok“ starb am Nachmittag des 2. August 1876 beim Pokerspiel mit drei alten Freunden in Nuttall & Mann’s No. 10 Saloon in der Goldgräber-Town Deadwood: Ein 25-Jähriger namens Jack McCall (1851–1877) schoss ihn von hinten in den Kopf. Die Kartenkombination, die Hickok aus der Hand fiel – Pik-As, Kreuz-As, zwei schwarze Achter und Karo-Bube – hieß fortan „dead mans’ hand“. McCall wurde am 1. März 1877 wegen dieser Bluttat hingerichtet.

Ein Jahr nach dem Tod von „Wild Bill Hickok“ grassierte 1878 in Deadwood eine Pockenepidemie, während der Calamity Jane – aus heute nicht mehr eruierbaren Gründen – zur Heldin geworden sein soll. In Deadwood befindet sich auch das Grab von „Wild Bill Hickok“, vor dem sich Calamity Jane fotografieren ließ. Als Heroine und Schönheit kam sie in einem Groschenheft über den fiktiven Detektiv Deadwood Dick zu Ehren.

Im August 1885 heiratete Calamity Jane in El Paso (Texas) den Kutschenfahrer Clinton Burk. Am 28. Oktober 1887 brachte sie die Tochter Janey zur Welt. Ihr Ehegatte verließ sie bald wieder, aber sie behielt seinen Namen. Dann gab Mrs. Burk ein kurzes Gastspiel bei Buffalo Bills Wild-West-Show, wo man sie wegen ständiger Trunkenheit feuerte, und zog danach mit der „Palace Museum Show“ durch das Land. Mit Hilfe eines weiblichen Ghostwriters brachte sie ihre vor Erfindungen strotzenden Memoiren „Life and Adventures of Calamity Jane“ (1895) zu Papier.

Als Mrs. Burk wegen Trunkenheit und schlechten Benehmens auch bei der „Palace Museum Show“ ihren Job verlor, vagabundierte sie durch den Westen und verkaufte selbst ihre Memoiren. Manchmal sah man sie in einem Bordell, wo sie ihre Liebesdienste anbot, oder trinkend und fluchend in Saloons. Gar nicht selten wurde sie mit Schimpf und Schande aus einer Stadt gejagt.

Am 2. August 1903 starb Calamity Jane im Alter von 51 Jahren in einem Hotelzimmer in Terry bei Deadwood. Wie „Wild Bill Hickok“ wurde auch sie in Deadwood begraben. Ihre Tochter Janey erhielt erst Jahre nach dem Tod der Mutter deren während der Wanderschaft geschriebene Briefe. In zahlreichen Wild-West-Filmen ist Jane als Nebenfigur zu sehen, in dem Streifen „Calamity Jane“ (1953) mit Doris Day steht sie im Mittelpunkt der Handlung.

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Annie Oakley: Die Meisterschützin des Wilden Westens

Eine der besten Schützen des Wilden Westens war eine Frau: nämlich Annie Oakley (1860–1926), geborene Phoebe Ann Moses, die später den Familiennamen in Mozee abänderte. Bereits als Neunjährige ging sie auf die Kaninchen- und Wachteljagd. Mit 16 war sie schon eine solch tüchtige Jägerin, dass sie mit den Erlösen ihrer Wildbeute die Hypotheken der Familienfarm abzahlen konnte. Später verdiente sie durch Auftritte als Kunstschützin ihren Lebensunterhalt.

Phoebe Ann Moses wurde am 13. August 1860 als fünfte Tochter des Quäker-Ehepaares Jacob und Susan Moses auf einer Farm in Darke County (Ohio) geboren. Nachdem ihr Vater 1866 an Lungenentzündung starb, half Annie ihrer Familie bei Arbeiten im Haushalt und in der Landwirtschaft sowie beim Fallenstellen.

Als 19-Jährige besiegte Phoebe Ann Moses bei einem Schießwettbewerb im Coliseum-Theater von Cincinnati den Jahrmarkts-Kunstschützen Frank Butler (1839–1926). Ein Jahr später – 1880 – heiratete sie den viel älteren Butler.

Butler brachte Annie das Lesen bei und ging mit ihr als „Butler and Oakley“ auf Tournee. Das Pseudonym Oakley ist von dem Namen eines Vororts von Cincinnati abgeleitet. Butler trat bald nicht mehr an der Seite von Annie als Kunstschütze auf, da diese die bessere Schützin war und das größere Showtalent besaß, und fungierte nur noch als ihr Manager.

1885 schlossen sich Frank Butler und Annie Oakley der Wild-West-Show des ehemaligen Bisonjägers Buffalo Bill (1846–1917) an, die durch die USA und Kanada reiste. Mitwirkender der Show war damals der Häuptling der Hunkpapa-Sioux, Sitting Bull (um 1831–1890), der am 25. Juni 1876 zusammen mit dem Häuptling der Ogalala-Sioux, Crazy Horse (um 1840–1877), die Schlacht gegen General George Armstrong Custer (1839–1876) am Little Bighorn River gewonnen hatte.

Sitting Bull – indianischer Name: Tatanka Yotanka – wurde ein Freund von Annie, sein Stamm adoptierte die Kunstschützin sogar. Der Häuptling verschenkte fast sein ganzes Honorar an zerlumpte, hungrige Kinder, denen er bei den Tourneen begegnete. Zu Annie Oakley sagte er einmal, er könne nicht verstehen, wie der weiße Mann so gedankenlos mit seinen eigenen Armen umgehe. „Der weiße Mann weiß, wie man alles macht, aber er weiß nicht, wie man es verteilt“, meinte der Indianer.

Während der 16 Jahre, in denen die Kunstschützin Annie Oakley eine der Hauptattraktionen der Wild-West-Show von Buffalo Bill war, ist keiner ihrer zahlreichen Auftritte missglückt. Ihre Schießkunststücke waren unglaublich: Mit einem einzigen Schuss konnte sie aus 30 Fuß Entfernung – umgerechnet etwa zehn Meter – eine Spielkarte spalten, eine in die Luft geworfene Zehn-Cent-Münze oder Spielkarte treffen oder eine Zigarette aus den Lippen ihres Mannes schießen.

1887 trat Annie Oakley bei einer Europatournee vor der britischen Königin Viktoria (1819–1901) auf. Bei der zweiten Europatournee der Wild-West-Show Buffalo Bills empfing 1889 Papst Leo XIII. (1810–1903) in Rom die Showleute, unter denen sich auch Annie Oakley befand. Im Jahr darauf – 1890 – ließ sich während eines Auftritts in Berlin der deutsche Kronprinz Wilhelm (1882–1951) von Annie Oakley eine Zigarette aus dem Mund schießen.

Nach einem Zugunglück im Jahre 1901 wurde Annie Oakley schwer verletzt, vorübergehend gelähmt und konnte einige Zeit nicht als Kunstschützin auftreten. Doch sie erholte sich von dem Unfall wieder und zeigte einige Jahre weiterhin verblüffende Schießkunststücke. Seit 1922 war sie nach einem Autounfall ans Bett gefesselt und schrieb ihre Erinnerungen.

Am 3. November 1926 starb Annie Oakley im Alter von 66 Jahren in Pinehurst (North Carolina). In dem Film „Annie Oakley“ (1936) wurde die Meisterschützin von der amerikanischen Schauspielerin Barbara Stanwyck (1907–1990) dargestellt, in „Buffalo Bill and the Indians“ (1976) von Geraldine Chaplin. Annie Oakley war auch die Titelheldin des Musicals „Annie Get Your Gun“ (1946) von Irving Berlin (1888–1989)

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Adah Isaacs Menken: Der Showstar aus dem Wilden Westen

Einer der größten Stars in der Showzeit des Wilden Westens war die amerikanische Schauspielerin und Dichterin Adah Isaacs Menken (1835–1868), geborene Dolores Adios Fuertos. Ihr Gastspiel in Virginia City von 1863 geriet zum Höhepunkt der Theatergeschichte des amerikanischen Westens. Durch das Spektakel vergaß man zeitweise sogar den „Amerikanischen Bürgerkrieg“ (1861–1865) und den Goldrausch in Montana, dem Virginia City seine Entstehung verdankte.

Dolores Adios Fuertos wurde am 15. Juni 1835 vermutlich als Tochter des „freien“ Schwarzen Auguste Theodore und einer französischen Kreolin in Chartrain (heute Milneburg), einer Vorstadt von New Orleans (Lousiana), geboren. Anderen Angaben zufolge soll ihr Vater ein Indianer gewesen sein. Als ihr Geburtsort werden auch New York, Havanna und ein halbes Dutzend andere Plätze genannt.

Der Vater starb früh 1837, als Dolores erst zwei Jahre alt war. Danach heiratete ihre mittellose Mutter einen Mann namens Joseph, von dem sie zwei weitere Kinder bekam, bevor er 1853 starb. Im selben Jahr feierten Dolores und ihre Schwester Josephine ihr Debüt als Tänzerinnen im „French Opera House“ in New Orleans. Nach einer erfolgreichen Tour mit ihrer Schwester besuchte Dolores eine Privatschule und lernte Französisch, Deutsch, Spanisch und Hebräisch. 1856 erschien ihr erster Gedichtband „Memories“ unter dem Pseudonym „Indigena“.

Mit 22 Jahren heiratete Dolores Adios Fuertes am 3. April 1856 in Galveston (Texas) den Sohn einer prominenten jüdischen Familie aus Cincinnati, Alexander Isaac Menken, der ein Orchester leitete. Von da ab trug sie den Künstlernamen „Adah Isaacs Menken“. Sie trat zum jüdischen Glauben über, behielt diesen ihr Leben lang, schlief mit einer hebräischen Bibel unter dem Kissen und trat nie am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, auf.

Adahs Mann wünschte sich ein Heim und eine Familie, doch sie war an diesen Dingen nicht interessiert, liebte die Bühne, kehrte dorthin zurück und machte ihren Gatten zu ihrem Manager. Die junge Künstlerin genoss die Schmeicheleien des Publikums und die Verehrung junger Männer, die ihr prächtige Rosensträuße schenkten. Ihr Gatte unterdrückte seine Eifersucht, so lange er konnte, aber als Adah darauf beharrte, in der Öffentlichkeit Zigaretten zu rauchen, was damals als sehr unschicklich galt, wurde es ihm zuviel: Er verließ Adah, und diese zog fortan weiter von Stadt zu Stadt.

1857 trat Adah Isaacs Menken im Theater von Shreveport (Louisiana) in dem Stück „The Lady of Lyons“ auf und debütierte noch im selben Jahr in New Orleans in dem Stück „Fazio“. Bereits damals hatte sie Freude daran, Verse zu schmieden. Zwischen 1857 und 1859 erschienen mehrere ihrer Gedichte in der Gazette „Cincinnati Israelite“ sowie 1860/1861 in „New York Sunday Mercury“.

Im März 1859 stand Adad in New York in dem Stück „The Soldier’s Daughter“ auf der Bühne. Dort begegnete sie dem amerikanischen Boxchampion John C. Heanan (1826–1865), der nach seinem kalifornischen Geburtsort als „Benicia Boy“ bezeichnet wurde. Adah war von dem großen und kräftigen Sportler fasziniert und heiratete ihn noch 1859. Doch bereits nach einem Monat waren die Flitterwochen vorbei: Heanan schlug Adah täglich, und sie trennte sich von ihm.

Vor ihrer zweiten Ehe mit Heanan hatte Ada es versäumt, sich von ihrem ersten Mann Alexander Isaac Menken scheiden zu lassen. Deswegen wurde sie von Klatschbasen als Bigamistin beschimpft. Menken hörte davon, benahm sich wie ein Gentleman und ließ sich von Adah scheiden. Der Sohn aus der Verbindung Adahs mit Heanan starb schon bei der Geburt.

Adahs zweiter Ehemann John C. Heanan boxte am 17. April 1860 in Farnborough (Großbritannien) im „Kampf des Jahrhunderts“ gegen den „Champion of England“, Tom Sayers (1826–1865). Als Heanan nach zwei Stunden und 20 Minuten in der 42. Runde zu gewinnen schien, stürmten Zuschauer den Ring und forderten, dass der Kampf unentschieden gewertet werden sollte. Sowohl Großbritannien als auch die USA reklamierten danach den Weltmeister für sich.

Im Juni 1861 sah man Adah in Albany im US-Bundesstaat New York erstmals in der vulgären Bühnenversion des Versepos „Mazeppa“ des britischen Dichters Lord Byron (1788–1824). Das Besondere an ihrem Auftritt: Sie spielte eine Szene, die sonst auf der Bühne nur durch eine Attrappe dargestellt wurde. Adah galoppierte rücklings auf ein Pferd gebunden, umweht von einem Nacktheit vortäuschenden Schleiergewand, durch eine Kulissen-Berglandschaft. 1862 schloss sie ihre dritte Ehe mit dem Journalisten Robert Henry Newell (1836–1901).

Mit dem Stück „Mazeppa, or The Wild Horse of Tartary“ trat Adah Isaacs Menken auch in New York auf, wo sich die Begeisterung des verwöhnten Publikums allerdings in Grenzen hielt. In San Francisco (Kalifornien) dagegen, wo sie am 24. August 1863 erstmals diese Rolle im „Maguire’s Opera House“ verkörperte, feierte Adah wahre Triumphe. Dort applaudierten ihr mit Diamanten geschmückte Damen und vornehm gewandete Herren.

Bei der ungewöhnlichen Rittszene brüllten 1863 auch in Virginia City in der allabendlichen Vorstellung die männlichen Zuschauer wie am Spieß. Die örtliche Feuerwehr spielte Adah zu Ehren muntere Ständchen, Goldsucher schenkten ihr einen Goldbarren im Wert von 2000 US-Dollar und Anteilscheine an einer Mine, und man benannte sogar eine Straße nach ihr.

Adah Isaacs Menken förderte ihre Karriere durch allerlei Legenden. Sie gab sich als frühere Geliebte oder zumindest als Adoptivtochter von Sam Houston (1803–1863) aus. Dieser war der Anführer der Texaner im Kampf gegen die Mexikaner und später der erste Präsident der unabhängigen Republik Texas sowie nach dem Anschluss von Texas an die USA Gouverneur von Texas. Außerdem erfand Adah eine Gefangenschaft bei wilden Indianern, aus der sie angeblich von „Texas Rangers“ gerettet wurde.

Adahs Ruhm reichte bald bis nach London, wo sie 1864 im „Astley’s Theatre“ in dem Stück „Mazeppa“ auftrat. In der britischen Hauptstadt erhielt sie pro Auftritt 500 Pfund, die höchste Gage, die bis dahin jemals für eine Schauspielerin bezahlt wurde. Die Schriftsteller Charles Dickens (1812–1870) und Algernon Swinburne (1837–1909) sowie der Maler Dante Gabriel Rosetti (1828–1882) gehörten zu ihrem Freundeskreis. Nach der Scheidung ihrer Ehe mit Newell kehrte Adah 1865 in die USA zurück.

Vierter Ehemann wurde ein Mann namens James Barkley (gest. 1878), über den wenig bekannt ist. Ihn verließ Adah bereits nach drei Tagen und kehrte nach Europa zurück. Sie begeisterte das Publikum in Paris und Wien und 1867 auch wieder in London. In Paris brachte sie einen Sohn zur Welt, den sie Louis Dudevant Victor Emanuel Barkley nannte. Im Mai 1868 gab sie ihre letzte Vorstellung im „Sadler’s Wells Theatre“ in London.

Am 10. August 1868 starb Adah Isaacs Menken im Alter von nur 33 Jahren in Paris an Tuberkulose. Sie wurde auf dem jüdischen Teil des Friedhofs von Montparnasse begraben. Acht Tage nach ihrem Tod erschien in London ihre Gedichtsammlung „Infelicia“, die Charles Dickens gewidmet ist, der einer ihrer vielen Liebhaber war.

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Wiesbaden (biografien-news) - Elisabeth Noelle-Neumann, die erste deutsche Meinungsforscherin“, tut oft das Zweitwichtigste zuerst, weil sonst die Gefahr besteht, dass dieses nicht erledigt wird. Auf ihrem Nachttisch liegen ein Notizblock und ein Bleistift, damit sie, wenn sie nachts aufwacht und einen guten Gedanken hat, diesen sofort notieren kann.

Nachzulesen ist dies auf der CD-ROM „Superfrauen. 14 Bücher auf einer CD-ROM“ des Wiesbadener Sachbuchautors Ernst Probst. Sie enthält alle 14 Titel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“ mit Biografien berühmter Frauen. Nachfolgend weitere interessante Fakten aus dieser CD-ROM:

Mary Anning, Entdeckerin mehrerer Saurier und berühmteste Fossiliensammlerin Englands, wurde angeblich im Alter von einem Jahr von einem Blitz getroffen. Danach war das bis dahin teilnahmslose Kind angeblich lebhaft und intelligent und wuchs prächtig.

Barbara McClintock, das „Genie der Genetik“, beantwortete bei einem Examen schnell alle Fragen, doch als sie auf das Prüfungsheft ihren Namen schreiben sollte, hatte sie diesen vergessen; erst nach bangen 20 Minuten fiel ihr wieder ein, wie sie heißt.

Elisabeth („Sissi“), Kaiserin von Österreich und zu ihren Lebzeiten eine der schönsten Frauen der Welt, hatte kariöse bräunlich-gelbe Zähne, wegen denen sie oft ihre Oberlippe darüber zog, den Mund kaum öffnete und beim Sprechen ein Taschentuch vorhielt, weswegen Fremde sie nur mit der größten Anstrengung verstanden.

Annie Oakley, die Meisterschützin aus dem Wilden Westen, konnte einem Menschen aus 10 Meter Entfernung mit einem Gewehr eine Zigarette aus den Lippen schießen.

Viktoria, Königin von England, ließ auch nach dem Tod ihres Gatten Albert jede Nacht dessen Bett aufschlagen und jeden Morgen dessen unbenutzten Nachttopf reinigen.

Teresa von Àvila, Spaniens Nationalheilige, größte Mystikerin der katholische Kirche und erste Kirchenlehrerin, verließ als kleines Kind mit ihrem Bruder das Elternhaus, um bettelnd ins Maurenland zu ziehen, den Martertod zu finden und rasch ins Paradies zu kommen, wurde aber bald gefunden.

Eva („Evita“) Perón, Argentiniens legendäre Politikerin, Sängerin, Rundfunksprecherin, Filmschauspielerin und Präsidentengattin, versprach schon im Alter von zwölf Jahren ihrer Schwester: „Ich werde Schauspielerin oder Präsidentin“, sah sich im Kino drei Filme hintereinander an, schnitt aus Zeitschriften Storys über Stars aus und aß wenig, weil sie nicht so dick wie ihre mollige Mutter werden wollte.

Grete Schickedanz, Chefin des größten Versandhauses in Europa und „First Lady der deutschen Wirtschaft“, band Managern auf Geschäftsreisen wärmende Schals um und versorgte ihre Jet-Piloten mit Butterbroten.

Mildred Scheel, „First Lady“ und Gründerin der „Deutschen Krebshilfe“, rief sogar weit nach Mitternacht ihre Freundinnen an und riss diese aus dem Tiefschlaf, wenn ihr etwas einfiel, was sie unbedingt gleich loswerden wollte.

Sarah Bernhardt, eine der berühmtesten Theaterschauspielerinnen in Frankreich, träumte einmal, sie werde im Ausland sterben, und führte fortan bei allen Auslandstourneen einen Sarg aus Rosenholz mit sich, der in einer großen Kiste verpackt war.

Marilyn Monroe, Amerikas Filmstar Nummer 1, schrie bei ihrer Rückkehr in ihr Haus, als wäre sie verwundet, weil ein Gärtner während ihrer Abwesenheit den Rasen gemäht hatte, und steckte die geköpften Blumen in die Erde zurück, damit sie weiterleben könnten.

Leni Riefenstahl, die legendäre deutsche Filmschauspielerin, Regisseurin und Fotografin, trat als Tänzerin auf, obwohl ihr Vater erklärte, er werde ausspucken, wenn er jemals ihren Namen an einer Litfasssäule lesen sollte.

Vicki Baum, die österreichische Bestsellerautorin, fragte bereits als Achtjährige alle möglichen Leute, ob sie gerne Briefe bekämen; wenn sie bejahten, erhielten sie am nächsten Tag von ihr ein Schreiben.

Jenny Lind, die „schwedische Nachtigall“, sang so hinreißend, dass Frauen und Männer in Opernhäusern ohnmächtig wurden.

Barbara Stratzmann, eine Frau aus dem Mittelalter in Süddeutschland, gebar sage und schreibe 53 Jungen und Mädchen, was als „Kinderwunder von Bönnigheim“ in die Geschichte einging.

Jacqueline Cochran, amerikanische Pilotin, mehrfach „schnellste Frau der Welt“ und Gattin eines Millionärs, war ein Findelkind, bettelarm, besaß bis zum achten Lebensjahr keine Schuhe und Strümpfe und wählte angeblich ihren Namen aus dem Telefonbuch.

Hanna Reitsch, eine der besten Fliegerinnen der Welt, wollte als Kind im Alter von vier Jahren mit ausgebreiteten Armen vom Balkon ihres Elternhauses springen und fliegen, wovon ihre Mutter sie aber abhalten konnte.

Coco Chanel, die berühmte Modeschöpferin, hatte einen adeligen Geliebten, der sich jeden Morgen von seinem Diener die Schnürsenkel bügeln ließ.

Helena Rubinstein, die „Kaiserin der Kosmetik“, benutzte zur Körperpflege nur Wasser und Seife und konnte sich nur schlecht Namen von Personen merken.

Therese Huber, deutsche Schriftstellerin und Redakteurin, erste Frau, die eine Zeitung leitete und „Urmutter der Journalistinnen“, las schon als Kind zu Hause sehr viel und durfte dort – wie Ohrenzeugen meinten – „über alles schwatzen“.

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Die CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ von Ernst Probst ist erhältlich bei:

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Gegenüber der gedruckten Ausgabe mit einem Gesamtpreis von 234 Euro ist die elektronische Version um 216 Euro billiger! Die Frauenbiografien stammen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Die Texte und teilweise sogar farbigen Bilder im PDF-Format auf der CD-ROM sind auf jedem PC oder Mac lesbar. Für diejenigen, die noch keinen Acrobat Reader auf ihrer Festplatte installiert haben, ist dieses Programm auf der Scheibe enthalten. Wer mit dem Laptop unterwegs ist, verfügt dank der CD-ROM „Superfrauen“ über reichlich Lesestoff. Die Texte sind gut lesbar, weil die Schrift stark vergrößert dargestellt werden kann. Bestimmte Begriffe im Text lassen sich mit der Suchmaske schnell finden. Alle Texte können beliebig oft ausgedruckt werden.

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Weblinks:
http://biografien-news.blog.de
http://userblogs.free-radio.de/index.php/superfrauen
http://frauenbiografien.blogspot.com

Bob Dylan (Time Magazine Interview) biografien-news(cached at August 13, 2007, 2:59 pm)


m 24. Mai 1941 in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota als Robert Allen Zimmerman, ist ein amerikanischer Folk- und Rockmusiker sowie Sänger und Dichter. Er singt, spielt Gitarre, Mundharmonika und Klavier und gilt als einer der einflussreichsten Musiker und Sänger des 20. Jahrhunderts.


perfrauen" von Youtube

Wiesbaden (biografien-news) - Über mehr als eine Million Seitenabrufe innerhalb von rund 2 Jahren konnte sich der Betreiber des im Juni 2005 gegründeten Weblogs http://biografien-news.blog.de Ende Juni 2007 freuen. Und im Folgemonat ging es erfreulich weiter: Allein am 2. Juli 2007 gab es 2.255 Besucher und 4.020 Seitenabrufe.

Im Weblog "biografien-news" werden vor allem Leseproben aus der 14-bändigen Taschenbuchreihe "Superfrauen" des Wiesbadener Autors Ernst Probst publiziert. Dabei handelt es sich um Kurzbiografien berühmter Frauen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie. In den Kurzbiografien werden nicht nur die großen Leistungen der "Superfrauen", sondern auch deren Privatleben mit all seinen Höhen und Tiefen geschildert.

Viele der bei "biografien-news" veröffentlichten Frauenbiografien bieten mehr als nur Text und Bild: Sie wurden auch mit Videoclips versehen, auf denen man die jeweilige "Superfrau" in Action sehen sowie sprechend oder singend hören kann.

Die einzelnen Titel der Taschenbuchreihe "Superfrauen" werden in Kürze vergriffen sein. Danach ist nur noch die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" erhältlich, die alle 14 Titel im PDF-Format präsentiert. Diese CD-ROM mit ingesamt mehr als 2.200 Seiten zum Preis von 18 Euro ist gegenüber der Taschenbuchausgabe um 216 Euro billiger und im "Buch-Shop Mainz" unter der Internetadresse www.buch-shop-mainz.de sowie bei "Amazon" unter der Adresse www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919 bestellbar. Im "Buch-Shop Mainz" werden auch von berühmten Frauen signierte Einzelexemplare der Taschenbuchreihe "Superfrauen" angeboten.

Von Juni 2005 bis Juni 2007 wurden bei "biografien-news" mehr als 1.000 Beiträge veröffentlicht. Die Kurzbiografien berühmter Frauen im Weblog "biografien-news" können auch bei einigen renommierten deutschsprachigen Nachrichtenseiten gelesen werden. Zum Beispiel bei www.web.de, www.newsexpress.de und http://www.redtram.de

Vor 140 Jahren geboren: Käthe Kollwitz biografien-news(cached at July 12, 2007, 6:19 am)

KaetheKollwitz

Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Deutschlands bedeutendste Graphikerin und Bildhauerin war Käthe Kollwitz (1867–1945), geborene Schmidt. Sie schuf meisterhafte Graphiken, unter anderem Holzschnitte, Lithographien und Handzeichnungen, sowie bildhauerische Werke. Kennzeichnend für ihre Motive sind Formvereinfachung und Verzicht auf sentimentale Effekte. Ihre künstlerische Maxime hieß: mitweinen, mitfühlen, mitkämpfen.

Käthe Schmidt wurde am 8. Juli 1867 als fünftes Kind des Baumeisters Carl Schmidt (1825–1898) und seiner Frau Katharina (1837–1925), geborene Rupp, in Königsberg (Ostpreußen) geboren. Die beiden ältesten Geschwister sind früh gestorben. Käthe wuchs mit dem Bruder Konrad (1863–1932) sowie den Schwestern Julie (1865–1917) und Lisbeth (1870–1963) auf.

Ersten Zeichenunterricht erhielt Käthe bei dem Kupferstecher Rudolf Mauer (1845–1905) in Königsberg. 1884 unternahm sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester Lisbeth eine Reise in das Engadin im schweizerischen Kanton Graubünden. Als sie in Berlin Station machten, lernte sie den deutschen Dichter Gerhart Hauptmann (1862–1946) kennen. Bei einem Zwischenaufenthalt in München war sie in der „Alten Pinakothek“ stark von Gemälden des flämischen Künstlers Peter Paul Rubens (1577–1640) beeindruckt.

1885/1886 wurde Käthe Schmidt an der Berliner Künstlerinnenschule von dem Schweizer Maler und Radierer Karl Stauffer-Bern (1857–1891) ausgebildet. 1887 nahm sie bei Emil Neide (1843–1908) in ihrer Heimatstadt Königsberg Unterricht. 1888/1889 folgte ein Studienaufenthalt in München, wo sie bei Ludwig Herterich (1856–1932) Unterricht nahm. 1890 schuf sie erste Radierungen.

Am 13. Juni 1891 heiratete Käthe Kollwitz den Mediziner Dr. Karl Kollwitz (1863–1940), der sich als Kassenarzt im Norden Berlins in der Weißenburger Straße 25 (heute: Käthe-Kollwitz-Straße) niederließ. Durch ihn und seine Arbeit gewann sie Einblicke in das Leben und die Nöte der Arbeiter. Ihr soziales Engagement schlug sich in der Sozialkritik als dem Hauptthema ihres graphischen Werkes nieder. Am 14. Mai 1892 brachte sie ihren Sohn Hans zur Welt.

1893 beteiligte sich Käthe Kollwitz mit zwei Pastellen und einer Radierung an der „Freien Kunstausstellung“ in Berlin. Im selben Jahr erlebte sie die Uraufführung von Gerhart Hauptmanns mitreißendem Stück „Ein Weberaufstand. Von 1893 bis 1898 arbeitete Käthe an dem Radierzyklus „Ein Weberaufstand“. 1896 schenkte sie ihrem Sohn Peter das Leben.

In der „Großen Berliner Kunstausstellung“ wurde 1898 das Werk „Ein Weberaufstand“ von Käthe Kollwitz gezeigt. Der Maler und Lithograph Adolph Menzel (1815–1905) schlug sie damals für die „Goldene Medaille“ vor, doch Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) lehnte dies ab, weil ihm die „Rinnstein-Kunst“ der Kollwitz nicht gefiel. Ebenfalls 1898 trat Käthe Kollwitz in die Berliner „Freie Secession“ ein. Zwischen 1898 und 1903 wirkte sie als Lehrerin an der Künstlerinnenschule in Berlin.

Max Lehrs (1855–1938) erwarb 1899 das Werk „Ein Weberaufstand“ für das „Dresdner Kupferstichkabinett“. Außerdem wurde Käthe Kollwitz die „Goldene Medaille“ auf der „Deutschen Kunstausstellung“ in Dresden verliehen. Zwischen 1903 und 1908 arbeitete sie an dem Radierzyklus „Der Bauernkrieg“.

1904 hielt sich Käthe Kollwitz in Paris auf, wo sie in der Klasse für Plastik der „Académie Julian“ arbeitete. Während dieses Aufenthaltes in Frankreich besuchte sie auch den Bildhauer Auguste Rodin (1840–1917) sowie den Zeichner und Graphiker Théophile Alexandre Steinlen (1859–1923).

Im Jahre 1906 wurde Käthe Kollwitzs erste Arbeit für ein Plakat, die Lithographie für die „Deutsche Heimarbeitausstellung“ in Berlin, auf Wunsch der Kaiserin Auguste Victoria (1881–1921) von allen Litfasssäulen entfernt. Sie weigerte sich, die Ausstellung zu betreten, solange das Plakat, das eine ausgemergelte Heimarbeiterin zeigte, noch hing.

1907 erhielt Käthe Kollwitz den von dem Maler, Graphiker und Bildhauer Max Klinger (1857–1920) gestifteten „Villa-Romana-Preis“, der ihr einen Aufenthalt in Italien, vor allem in Florenz, ermöglichte. 1909 begann sie mit eigener bildhauerischer Tätigkeit.

Wenige Monate nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges fiel Käthe Kollwitzs 18-jähriger Sohn Peter, der sich freiwillig gemeldet hatte, in der Nacht vom 22. zum 23. Oktober 1914 in Flandern. Über dieses „sinnlose Opfer“ für einen „hirnverbrannten Krieg“ kam die Mutter nie hinweg. Bereits im Dezember 1914 plante sie ein Denkmal für Peter.

Zum 50. Geburtstag von Käthe Kollwitz veranstaltete die Berliner „Freie Secession“ 1917 eine Jubiläums-Ausstellung im Kunstsalon des Kunsthändlers und Verlegers Paul Cassirer (1871–1926) in Berlin. Es war die wichtigste Ausstellung ihres Lebens.

Die Zeitung „Vorwärts“ druckte am 28. Oktober 1918 die Entgegnung von Käthe Kollwitz auf den Aufruf des Dichters Richard Dehmel (1863–1920) zum letzten Widerstand. Sie erklärte: „Es ist genug gestorben! Keiner darf mehr fallen. Ich berufe mich gegen Richard Dehmel auf einen Größeren (Goethe), welcher sagt: ,Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden‘“.

Am 24. Januar 1919 wurde Käthe Kollwitz in Berlin zum ersten weiblichen Mitglied der „Preußischen Akademie der Künste“ ernannt und gleichzeitig als Professorin berufen. Im selben Jahr schuf sie ihre ersten Holzschnitte „Gedenkblatt für Karl Liebknecht“ und „Zwei Tote“. 1920 engagierte sie sich für die „Internationale Arbeiter-Hilfe“ (IAH) und schuf das Plakat „Wien stirbt! Rettet seine Kinder“ und drei Flugblätter gegen den Wucher.

1922/1923 entstand Käthe Kollwitzs Holzschnittfolge „Der Krieg“. Damals betonte sie: „Ich bin einverstanden damit, dass meine Kunst Zwecke hat. Ich will wirken in einer Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind.“ 1925 folgte die Holzschnittserie „Proletariat“. 1927 reiste die Künstlerin auf Einladung der russischen Regierung in die Sowjetunion.

Im Jahre 1928 betraute man Käthe Kollwitz mit der Leitung des „Meisterateliers für Graphik“ an der „Preußischen Akademie der Künste“ zu Berlin. 1929 erhielt sie den Orden „Pour le mérite“ der „Friedensklasse für Wissenschaften und Künste“. Bei der Eröffnung der Akademieausstellung am 22. April 1931 präsentierte man ihre plastischen Gestalten „Vater und Mutter“.

1932 wurde auf dem Soldatenfriedhof in Roggevelde-Eessen bei Dikmuide das Mahnmal „Die Eltern“ aufgestellt, das Käthe Kollwitz zur Erinnerung an ihren 1914 in Flandern gefallenen Sohn Peter entworfen hatte. Anlässlich ihres 65. Geburtstages wurden 1932 in Moskau und Leningrad zahlreiche Werke von ihr präsentiert.

Angesichts der bevorstehenden Reichstagswahlen unterschrieb Käthe Kollwitz im Juli 1932 – ebenso wie der Physiker Albert Einstein (1879–1955) sowie die Schriftsteller Arnold Zweig (1887–1968) und Heinrich Mann (1871–1950) – einen Aufruf zur Einigung der Linksparteien gegen die faschistische Gefahr. Im Februar 1933 unterzeichneten sie und ihr Mann den „Dringenden Appell“ für einen Zusammenschluss der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD) und der „Kommunistischen Partei Deutschlands“ (KPD).

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 trat Käthe Kollwitz am 15. Februar desselben Jahres gezwungenermaßen aus der „Preußischen Akademie der Künste“ aus. Außerdem verlor sie in jenem Jahr ihr Amt als Leiterin der Meisterklasse für Graphik.

1934/1935 stellte Käthe Kollwitz die acht Lithographien umfassende Folge „Tod“ her. Damals entstand auch ihr Grabrelief „Ruht im Frieden seiner Hände“. 1936 verhängte man gegen sie ein inoffizielles Ausstellungsverbot und entfernte ihre Arbeiten in deutschen Ausstellungen. Dagegen waren Werke von ihr 1938 auf der „Exhibition of 20th Century German Art“ in London zu sehen.

Der Mann von Käthe Kollwitz starb am 19. Juli 1940, am 22. September 1942 fiel ihr Enkel Peter in Russland. Bis 1943 lebte Käthe Kollwitz in Berlin, ab 3. August 1943 wohnte sie bei der Bildhauerin Margret Böning (1911–1995) in Nordhausen (Thüringen). Ihre Berliner Wohnung in der Weißenburger Straße wurde am 23. November 1943 durch Bomben zerstört, wobei viele wertvolle Drucke und Platten verlorengingen.

Am 20. Juli 1944 zog Käthe Kollwitz nach Moritzburg bei Dresden, wo sie wenige Tage vor Kriegsende am 22. April 1945 im Alter von 77 Jahren im „Rüdenhof“ starb. Ihrem letzten Wunsch gemäß wurde im September 1945 die Urne mit ihrer Asche nach Berlin überführt und auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde im Osten der Stadt beigesetzt.

In den 1980-er Jahren entstanden in Deutschland zwei Käthe-Kollwitz-Museen in Köln und Berlin. Das Kölner Museum, als erstes 1985 gegründet, umfasst die international größte Sammlung von Zeichnungen, Druckgraphik und Skulpturen der Künstlerin.

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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film und Theater" von Ernst Probst:

Italiens populärste Filmschauspielerin der 1950-er Jahre war Gina Lollobrigida, geborene Luigina Mercuri. In ihrer Glanzzeit galt die „Lollo“ als „die schönste Frau der Welt“. Man bezeichnete sie auch als „die Mona Lisa des 20. Jahrhunderts“. Ihr Stern verblasste in den 1960-er Jahren, als ihre Landsmännin und sieben Jahre jüngere Intimfeindin Sophia Loren ihr auf der Leinwand und in den Medien immer mehr die Schau stahl.

Luigina Mercuri wurde am 4. Juli 1927 als eines von vier Kindern des Möbelfabrikanten Giovanni Mercuri und seiner Frau Guiseppina in Subacio in den Abruzzen geboren. Sie selbst bezeichnete später 1932 als ihr Geburtsjahr, vermutlich weil sie sich jünger machen wollte. Ihre Schwestern heißen Guliana, Maria und Fernanda. Bereits als Dreijährige kürte man sie zum „schönsten Kleinkind Italiens“.

1935 feierte Luigina als kleiner Matrose mit einer Gruppe von Amateurschauspielern ihr Debüt auf der Bühne. Außer einem schulfreien Tag hatte dieser Auftritt keine weiteren Folgen. Die Eltern ließen Luigina privat in Gesang, Tanz, Zeichnen und Sprachen unterrichten.

Die Familie Mercuri verließ 1944 Subacio, nachdem ihr Haus und ihre kleine Fabrik bei Kriegsende zerstört worden waren, und fand zunächst in Todi und 1945 in Rom eine neue Heimat. In der italienischen Hauptstadt war der Vater arbeitslos, und die Familie lebte unter bescheidenen Verhältnissen. Damals zeichnete Luigina für ein paar Lire Karikaturen und Porträts von amerikanischen Soldaten, während ihre Schwestern Guliana und Maria als Platzanweiserinnen in einem Kino arbeiteten.

1946 besserte sich die Lage der Familie Mercuri, die nun in ein Apartment in der Via Montebello einzog. Dank eines Stipendiums konnte Luigina an der römischen Kunsthochschule „Liceo artistico“ Bildhauerei und Malerei studieren und sich als Sängerin ausbilden lassen.

Eines Tages fragte der Regisseur Stefano Canzio die attraktive Luigina auf der Straße, ob sie in einem Film mitspielen wolle, und diese willigte ein. 1946 spielte Luigina in den Streifen „Aquila Nera“ („Schwarzer Adler“), „Lucia Lammermoor“ und 1947 in „L’elisir d’amore“ kleine Statistenrollen. Der italienische Produzent Mario Costa engagierte sie 1947 für den Film „Follie per l’opera“ („Der Opernrausch“).

Vom 3. Mai bis 5. Oktober 1947 sah man Luigina unter dem Pseudonym „Diana Loris“ in 22 Episoden des Fotoromans „In fondo al cuore“ im Magazin „Mio Sogno“. Im Sommer jenes Jahres erreichte sie bei der Wahl der „Miss Roma“ den zweiten und bei der Wahl der „Miss Italia“ den dritten Platz. 1948 trat die „Lollo“ in Costas Film „I pagliacci“ („Bajazzo“) auf.

1949 heiratete Gina Lollobrigida den emigrierten jugoslawischen Arzt Dr. Milko Skofic, der bald darauf seine Praxis schloss und seine Frau jahrelang als Manager betreute. Der erste entscheidende künstlerische Erfolg stellte sich mit dem Streifen „Campane e martello“ („Sturmglocken“, 1949) ein. Danach lehnte sie ein Angebot der „J. A. Rank-Film“ in Großbritannien ab. 1950 folgten die Filme „Cuori senza frontiere“ („Herzen kennen keine Grenzen“ und „Miss Italia“.

Der amerikanische Filmregisseur und Milliardär Howard Hughes (1905–1976) war von Gina Lollobrigidas Streifen „Miss Italia“ beeindruckt und lud sie nach Hollywood ein. Auf Anraten ihres Mannes ging die Schauspielerin nach Amerika, fühlte sich aber in der Atmosphäre von Hollywood nicht wohl. Hughes bot der „Lollo“ einen Langzeitvertrag an und drängte sie zur Scheidung von ihrem Mann Milco Scofic, worauf sie verärgert nach Italien zurückkehrte.

Der Aufstieg der „Lollo“ zur „Gina nazionale“ und zum Weltruhm begann mit dem Film „Fanfan la tulipe” („Fanfan der Husar“, 1951) an der Seite des französischen Schauspielers Gérard Philipe (1922–1959) und mit dem Streifen „Les belles-denuit“ („Die Schönen der Nacht“, 1952). Danach weigerte sie sich, „Die Dame ohne Kamelie“ zu spielen. Mitte der 1950-er Jahre empfing man sie bereits am britischen Königshof in London und im „Weißen Haus“ in Washington. Ab dieser Zeit stand sie auch für amerikanische und britische Filme vor der Kamera.

Die „Lollo“ avancierte zur beliebtesten und bestbezahlten Schauspielerin. Zwischen 1947 und 1990 war sie in mehr als 60 Filmen zu sehen. In Hollywood zahlte man ihr angeblich allein für Zigaretten täglich 500 US-Dollar. Mitte der 1960-er Jahre konnten ihre Filme – wie „Woman of Straw“ („Die Strohpuppe“) und „Monsignor Cupido“ („Die Puppen“) – immer noch das Publikum begeistern, aber bald geriet sie zunehmend in den Schatten von Sophia Loren.

1968 trennte sich Gina Lollobrigida von ihrem Mann Milko Skofic, dem sie 1957 den Sohn Milko geboren hatte. 1969 heiratete sie George Kaufmann.

Anfang der 1970-er Jahre begann Gina Lollobrigida als Fotografin zu arbeiten. Von ihr ließen sich im Laufe der Zeit Fidel Castro, Tito (1892–1980), Henry Kissinger, Paul Newman, Robert Redford, Indira Gandhi (1917–1984), Christiaan Barnard, Ronald Reagan, Salvador Dalí (1904–1989) und die deutsche Fußballnationalelf ablichten. Außerdem publizierte sie Bildbände über Italien („Italia mia“, 1973) und die Philippinen („Le Filippine“), drehte einen Fernsehfilm über Fidel Castro, der 1974 gesendet wurde, und war als Modefotografin für die Zeitschrift „Vogue“ tätig.

Ein Wiedersehen mit Gina Lollobrigida auf der Leinwand gab es in den Filmen „Him, Her, Male and Female“ (1984) und „The Bocce Showdown“ (1990). Bald darauf beklagte sie sich darüber, es gäbe für sie keine interessanten Rollen mehr.

Gina Lollobrigida erhielt vier Mal den „Bambi“ des Burda-Verlages als beliebteste ausländische Filmschauspielerin und zahlreiche ausländische Auszeichnungen. 1961 verlieh man ihr den „Golden Globe“, und 1985 nahm sie aus der Hand des französischen Kulturministers Jack Lang das „Offizierskreuz für Kunst und Wissenschaft“ entgegen.

1990 lernte Gina Lollobrigida bei Giacomo Manzù die Bildhauerei. Bald schuf bald eigene Kunstwerke wie die riesige Plastik „Fliegende Putte“, die 1992 bei der Weltausstellung in Sevilla im italienischen Pavillon gezeigt wurde und negative Schlagzeilen machte. Politiker meinten, diese Plastik habe auf einer renommierten Schau nichts zu suchen. 1994 erschien ihr Bildband „Wonder of Innocence“.

Die künstlerische Laufbahn von Gina Lollobrigida erfuhr 1997 durch die Aufnahme in die 1563 gegründete Kunstakademie von Florenz ihre Krönung. Zu ihrem 70. Geburtstag wurde sie in die Enzyklopädie berühmter Italiener aufgenommen. Ihre Popularität ging ihr eher auf die Nerven: „Diejenigen, die mir gratulieren wollen, sind so zahlreich, dass ich am liebsten verschwände“, sagte sie.

Vom gegenwärtigen Kino hält Gina Lollobrigida nicht viel. Sie erkärte: „Heute brauchen die Regisseure reichlich Blut, Special Effects und Gewalt. Ich bevorzuge es, die alten Filme im Fernsehen zu sehen als neue im Kino.“

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Lozen: Eine Kriegerin der Apachen biografien-news(cached at July 5, 2007, 6:17 am)

lozen

Wiesbaden (biografien-news) - Zu den wenigen Frauen der Apachen, die sich als Kriegerinnen hervortaten, gehörte Lozen (zu deutsch: geschickte Pferdediebin). Sie kam in den späten 1840-er Jahren zur Welt und starb zu einem heute nicht mehr bekannten Zeitpunkt.

Lozen war Stammesmitglied der Chi-hen-ne-Apachen und die jüngere Schwester von Häuptling Victorio. Die Chi-hen-ne mit den Bedonkohe, Cho-ko-nen und Nednhi werden häufig zusammenfassend als Chiricahua bezeichnet, agierten aber vollständig unabhängig von den anderen Gruppen.

Viele Krieger wollten die junge Lozen als Squaw gewinnen, doch sie erhörte keinen von ihnen. Als sie etwa 16 Jahre alt war, kam ein Fremder in ihr Dorf, in den sie sich verliebte. Doch der Fremde verließ das Dorf wieder und die enttäuschte Lozen schwor, nie zu heiraten.

Lozen war beim Umgang mit Pferden, Lassowerfen und Pferdestehlen vielen Kriegern überlegen. Außer ihrem kriegerischen Talent soll sie angeblich Fähigkeiten besessen haben, den Standort von Feinden vorherzusagen und Kranke zu heilen. Bei den Apachen wurde sie als heilige Frau verehrt und in den Rat der Krieger aufgenommen.

Nach erbitterten Kämpfen gegen US-Truppen zogen die Chi-hen-ne-Apachen 1871 in die San-Carlos-Reservation. Von dort flüchteten sie 1880 halb verhungert mit Pferden, die Lozen gestohlen haben soll. Noch im Sommer 1880 erlitten die Chi-hen-ne bei einem Kampf mit weißen Soldaten starke Verluste und Victorio wurde dabei tödlich verletzt.

Lozen kämpfte anschließend zeitweise zusammen mit dem Bedonkohe-Schamanen Geronimo und dessen Gefährten gegen die weißen Soldaten. Im September 1886 mussten sich die Indianer ergeben. Lozen wurde mit anderen Apachen-Kriegern nach Florida verbannt. Über ihr weiteres Schicksal weiß man nichts.

Theodora von Byzanz (Kaiserin) biografien-news(cached at June 20, 2007, 11:53 pm)

Theodora von Byzanz
byzanthinische Kaiserin
geboren um 500 in Konstantinopel
gestorben am 28. Juni 548 in Konstantinopel

Theodora war Schauspielerin und bis zu ihrem 22. Lebensjahr angeblich Prostituierte, bevor sie auf einer „Liebesfahrt“ in Alexandria vom Patriarchen Timotheus bekehrt wurde. Als sich der 40-jährige byzanthinische Kronprinz Justinian (482–565) in sie verliebte, hob dessen Onkel Kaiser Justin I. (um 450–527) das Gesetz auf, das unstandesgemäße Heiraten verbot. Das ungewöhnliche Paar wurde in der Hagia Sophia vermählt und im Zirkus dem Volk vorgestellt. Beim so genannten Nikaaufstand 532 erlebte die mutige Kaisergattin ihre größte Stunde: Als der Pöbel die Stadt angezündet hatte und der Kaiser die Flucht ergreifen wollte, hielt Theodora eine flammende Rede vor dem Kriegsrat, die Justinian den Thron und das Reich rettete. Danach verließ sich der Kaiser nur noch auf seinen Feldherrn Narses (um 480–574) und Theodora.

Theudelinde (Königin) biografien-news(cached at June 20, 2007, 11:53 pm)

Theudelinde
(auch Theodelinde)
langobardische Königin und Selige
geboren um 570/575
gestorben am 22. Januar 627 in Modena

Theudelinde war die Tochter des bayerischen Herzogs Garibald I. (554–um 593/594) und seiner Frau Waltrada, einer Tochter des langobardischen Königs Wacho (gest. um 540). Nach der gescheiterten Ehe mit dem fränkischen König Childebert II. (gest. 596) heiratete sie am 15. Mai 589 in Verona den Langobardenkönig Authari. Als ihr Gatte im September 590 plötzlich und unerwartet starb, vermählte sie sich noch im selben Jahr mit ihrem Schwager Agilulf, dem Herzog von Turin, der im Mai 591 zum König gewählt wurde. Aus der Ehe gingen der Sohn Adaloald und die Tochter Gundberga hervor. Dank der Fürsprache der katholischen Theodelinde konnten die Spannungen zwischen den Arianern und Katholiken entschärft werden. Auf ihr Betreiben schloss Agilulf mit Papst Gregor I. dem Großen (590–604) Frieden. Nach dem Tod Agilulfs 616 regierte seine Witwe bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes Adaloald (geb. 602), der nach seiner Taufe als erster katholischer König der Langobarden herrschte.

Teje (Königin) biografien-news(cached at June 20, 2007, 11:53 pm)

Teje
ägyptische Königin
um 1370 vor Chr.

Teje wurde vermutlich als Tochter nubischer Eltern ohne Adelstitel geboren. Ein Altarbild aus Eibenholz lässt deutlich negroide Züge erkennen. Teje besaß während der Regierungszeit ihres Gatten Amenophis III. von 1402 bis 1364 v. Chr. sowie seines Sohnes und Nachfolgers Amenophis IV. (gest. um 1348) starken Einfluss auf die Staatsgeschäfte. Ihr Name erscheint erstmalig neben dem Königsnamen in der offiziellen Überschrift der königlichen Urkunden, Erlasse und Gesetze. Tejes Sohn Amenophis erhob die „Sonnenscheibe“ (Aton) zum einzigen Gott, legte seinen Namen, der den des verhassten Reichsgottes Amun enthielt, ab und nannte sich Echnaton („der dem Aton wohlgefällig ist“). Angeblich erschien er in der Öffentlichkeit nur in Begleitung seiner Mutter. Zur göttlichen Verehrung von Teje wurde in Sedheinga in Nubuen ein Tempel geweiht.

Theophanu (Kaiserin) biografien-news(cached at June 20, 2007, 11:53 pm)

Theophanu
(auch Theophano)
römische Kaiserin
geboren um 955
gestorben am 15. Juni 991 in Nimwegen

Theophanu, eine Nichte des byzanthinischen Kaisers Johannes I. Tsimiskes (um 924–976), heiratete am 14. April 972 in Rom den deutschen Kaiser Otto II. (955–983). Nach dem Tod ihres Gatten am 7. Dezember 983 bereitete sie mit Hilfe des Mainzer Erzbischofs Willigis (gest. 1011) ihren dreijährigen Sohn Otto III. (980–1002) auf das Kaisertum vor. Als sie 991 starb, fungierte die Großmutter Adelheid (um 931–999) als Vormund für Otto. Historiker bezeichnen die damalige Zeit abfällig als „Weiberwirtschaft“, weil damals neben Thephanu auch die Witwe Ottos des Großen, Adelheid, und die Äbtissin Mathilde von Quedlinburg (955–999) eine bedeutende Rolle spielten.

Thusnelda (Fürstin) biografien-news(cached at June 20, 2007, 11:53 pm)

Thusnelda
germanische Fürstin
1. Jahrhundert n. Chr.

Thusnelda war die Tochter des cheruskischen Gaufürsten Segestes (gest. nach 15 n. Chr.) – auch Segimer oder Sigigast genannt. Ihr Vater und ihr Onkel Sigmar, ebenfalls ein cheruskischer Gaufürst, einigten sich früh darauf, dass ihre Kinder Thusnelda und Armin (um 16 v. Chr.–um 21 n. Chr.) füreinander bestimmt seien. Während des sechsjährigen Krieges zwischen Römern und Germanen kämpfte Sigmar für die Unabhängigkeit seines kleinen Landes, während Segestes auf die Seite der Feinde trat. Dies führte dazu, dass Segestes für seine Tochter einen anderen Gemahl bestimmte. Aber Thusnelda liebte Armin (auch Arminius, verdeutscht Hermann) und weigerte sich, dem vom Vater auserkorenen Bräutigam die Hand zu reichen. Im Jahre 4 n. Chr. musste sich Sigmar der Übermacht der Römer ergeben. Armin befehligte später cheruskische Hilfstruppen im römischen Heer – zuerst während des pannonischen Aufstandes 7–8 n. Chr., danach in Germamen. Als der römische Statthalter in Germanien, Publius Quintilius Varus (um 46–9 n.Chr.), dort römisches Recht und Steuerwesen einführen wollte, wurde Armin zum Gegner der Römer. Der germanische Aufstand begann vermutlich als Truppenrevolte, wurde aber von Armin durch die Bildung einer Koalition der Cherusker mit benachbarten Stämmen ausgeweitet. Im September 9 n. Christus vernichtete Armin im Teutoburger Wald das drei Legionen umfassende Heer des Varus in der so genannten Varusschlacht. Vor der Varusschlacht hatte Segestes die Römer vor den Verschwörern unter Armin gewarnt. Armin raubte seine Jugendliebe Thusnelda vom väterlichen Herd weg und lebte mit ihr bis 14 n. Chr. glücklich zusammen. Die Rachefeldzüge von Tiberius (42 v. Chr.–37 n. Chr.) und Germanicus (15 v. Chr.–19 n. Chr.) von 14 bis 16 n. Chr. konnten die römische Herrschaft im rechtsrheinischen Germanien nicht wieder herstellen und bildeten das Ende der Offensive. 15 n. Chr. überfiel Segestes den vereinsamten Hof seines Schwiegersohnes Armin, der mit seinem Heer gegen die Römer zog, und entführte seine Tochter Thusnelda auf seine Burg. Als Armin davon erfuhr, eilte er zurück, belagerte die Burg von Segestes, musste jedoch wegen der ebenfalls dort auftretenden römischen Übermacht das Feld räumen. Danach öffnete sich das Tor zur Burg, viele edle Frauen, darunter die schwangere Thusnelda, schritten stolz und aufrecht hinaus und gerieten in die Gewalt der Römer. Thusnelda vergoss keine Träne und äußerte keine Bitte. 17 n. Chr. musste die tapfere Cheruskerin mit ihrem kleinen Sohn auf dem Arm – hinter dem Prunkwagen des Triumphators Tiberius und begafft durch johlenden Pöbel am Straßenrand – als Gefangene durch Rom schreiten. Ihr Vater Segestes sah ihr dabei auf der Tribüne zu. Über das weitere Schicksal von Thusnelda ist nichts bekannt. Nach dem Sieg über den mit Rom verbündeten Markomannenkönig Marbod 19 n. Chr. unterlag Armin bei einer Erhebung des Adels und wurde von Verwandten, denen er zu mächtig wurde, umgebracht. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus rühmte ihn in seinen „Annalen“ als Befreier Germaniens.

Viktoria von Preußen (Königin) biografien-news(cached at June 20, 2007, 11:53 pm)

Viktoria von Preußen
preußische Königin und Kaiserin
geboren am 21. November 1840 in London
gestorben am 5. August 1901 auf Schloss Friedrichsruhe
bei Kronberg

Viktoria war die älteste Tochter der britischen Königin Viktoria (1819–1901) und ihres Gatten Albert Prinz von Sachsen-Coburg-Gotha (1819–1861). Sie heiratete 1858 den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (1831–1888), der 1888 Kaiser wurde. Mit ihm teilte sie die Vorliebe für liberal-konstitionelle Staatsformen nach britischem Vorbild und die Ablehnung preußischer Militär- und Machttraditionen. Nach dem Tod ihres Gemahls, der nach nur 99-tägiger Regierung als Kaiser an Krebs starb, nannte sie sich „Kaiserin Friedrich“.

Wu Chao (Kaiserin) biografien-news(cached at June 20, 2007, 11:53 pm)

Wu Chao
chinesische Kaiserin
gestorben 705

Wu Chao, die attraktive Tochter eines Offiziers, wurde 637 von Kaiser Tang Tai-tsung in sein Frauenhaus aufgenommen. Nach dem Tod des alten Kaisers 649 ging sie in ein Kloster, aus dem sie der in sie verliebte Kronprinz holte, der 650 Kaiser als Kao-tsung (gest. 683) den Thron bestieg. Der junge Kaiser machte sie zu seiner Nebenfrau, und sie verdrängte bald die legitime Kaiserin. Als Kao-tsung später erkrankte, führte Wu Chao immer mehr die Staatsgeschäfte. Nach dem Tod von Kao-tsung ließ Wu Chao seinen Thronfolger, ihren eigenen Sohn Chung-tsung, verhaften und durch den jüngeren und gefügigeren Sohn Jui-tsung ersetzen. Ab 690 hatte sie alle Macht in ihren Händen und regierte unumschränkt. Als sie alt und krank war, nahm man sie bei einer Verschwörung ihrer Günstlinge gefangen. Fortan regierte der verbannte Kaisersohn Chung-tsung. Wu Chao war die einzige Frau in der Geschichte Chinas, die offiziell als regierende Kaiserin amtierte.

Veleda (Seherin) biografien-news(cached at June 20, 2007, 11:53 pm)

Veleda
germanische Seherin
um 70 nach Chr.

Veleda, „die Jungfrau aus dem Turm“, ließ dem Volk und den Feldherrn ihre Weissagungen durch Diener überbringen. Als sich um 69/70 nach Chr. ganz Gallien auf Anstiftung des Batavers Gaius Iulius Civilis gegen Rom erhob, prophezeite sie den Römern ihren Untergang. Tatsächlich besiegte Civilis das römische Heer unter Iulius Classicus. Später sandte Kaiser Vespasian (9–79) den Feldherrn Quintilius Petilius Cerelis, der nach einigen Siegen die Seherin um Friedensvermittlung bat. Veleda kam diesem Wunsch nach. Vermutlich gegen den Willen Veladas kam es einige Jahre später erneut zu einem Aufstand der gallisch-germanischen Völker. Veleda wurde von Rutilius Gallicus gefangen nach Rom geführt.

Maria II. da Gloria (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Maria II. da Gloria
Königin von Portugal
geboren am 4. April 1819
in Rio de Janeiro
gestorben am 15. November 1853
in Lissabon

Maria II. da Gloria war die älteste Tochter des Prinzen von Brasilien (1798-1834), der 1807 mit seinem Vater, König Johann VI. von Portugal, vor den Franzosen nach Brasilien geflüchtet war und 1822 als Peter I. zum Kaiser von Brasilien gekrönt wurde. Nach dem Tod Johanns VI. am 10. März 1826 nahm ihr Vater zunächst den Titel des Königs von Portugal an, trat aber bereits am 5. Mai jenes Jahres zugunsten seiner minderjährigen Tochter Maria II. da Gloria zurück, für die sein Bruder Michael (1802-1866) als Regent fungierte. 1831 dankte der unpopuläre Peter I. zugunsten seines fünfjährigen Sohnes Peter II. (1825-1891) ab und ging als Herzog von Bragança nach Frankreich. 1828 ließ sich Michael zum König von Portugal ausrufen. 1832 eroberte Peter mit britischer Hilfe Porto und 1833 Lissabon. 1834 musste Michael alle Ansprüche auf den Thron aufgeben und Portugal verlassen. 1836 heiratete Maria II. da Glória Ferdinand II. aus dem Haus Sachsen-Coburg-Saalfeld.

Margarete von Parma (Statthalterin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Margarete von Parma
Statthalterin der Niederlande
geboren Ende Juli 1522
in Pamel (heute zu Oudenaarde)
gestorben am 18. Januar 1586
in Ortona

Margarete von Parma war die illegitime Tochter von Kaiser Karl V. (1500-1558) und Johanna von der Gheynst. Sie heiratete 1536 Alessandro von Medici, Herzog von Florenz (1511/1512-1537), den sein Freund Lorenzo von Medici (1514-1547) ermordete. Nach dem Tod ihres ersten Gatten vermählte sich Margarete 1538 mit Ottavio Farnese, Herzog von Parma und Piacenza (1527-1598). König Philipp II. von Spanien (1527-1598) setzte sie 1559 als Statthalterin der Niederlande ein, wo sie den Aufstand nicht verhindern konnte. Die Entsendung des Herzogs von Alba (1507-1582), der sie als Generalkapitän mit seinem Heer stützen sollte, bewog sie 1567 zum Rücktritt.

Margarete von Österreich
Statthalterin der Niederlande
geboren am 10. Januar 1480
in Brüssel
gestorben am 1. Dezember 1530
in Mecheln

Margarete von Österreich war die Tochter des Kaisers Maximilian I. (1459-1519) und seiner Frau Maria von Burgund (1457-1482). Im Alter von drei Jahren wurde sie als Braut für den französischen Thronfolger Karl VIII. (1470-1498) vorgesehen und am französischen Hof in Amboise erzogen. Doch ihr Bräutigam heiratete am 6. Dezember 1491 überraschend Anne von Bretagne (1477-1514), worauf der erzürnte Kaiser Maximilian I. dem untreuen Karl VIII. den Krieg erklärte und ihm Flandern, Artois und Burgund abnahm. Am 5. Oktober 1497 vermählten sich in Burgos in einer glanzvollen Doppelhochheit zwei der Kinder von Maximilian mit Kindern der katholischen Könige Ferdinand II. von Aragonien (1452-1516) und Isabella von Kastilien (1451-1504): Philipp der Schöne (1478-1506) nahm Johanna die Wahnsinnige (1479-1555) zur Frau, und Margarete von Österreich (1480-1530) wurde die Gemahlin des Thronfolgers Juan von Kastilien. Bereits fünf Monate später war die 17-jährige Margarete Witwe. Am 11. Dezember 1501 heiratete sie Herzog Philibert II. von Savoyen, der 1504 starb. Nach dem Tod ihres Bruders in Burgos berief ihr Vater sie 1507 zur Statthalterin der Niederlande und Erzieherin ihrer Neffen Karl sowie ihrer Nichten Eleonore, Isabella und Maria. 1529 schloss Margarete als Verhandlungsführerin auf habsburgischer Seite den so genannten "Damenfrieden von Cambrai", in dem Frankreich auf seine Souveränitätsrechte über Artois und Flandern verzichtete. 1530 wurde ihr Neffe als Kaiser Karl V. (1500-1558) inthronisiert.

Margarete von Anjou (Königinnen) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Margarete von Anjou
englische Königin
geboren am 23. März 1429
in Pont-à-Mousson bei Nancy
gestorben am 25. April 1482
in Dampierre-sur-Loire bei Saumur

Margarete von Anjou war die Tochter von René I., Herzog von Anjou (1409-1480), der von 1435 bis 1442 als König von Neapel regierte. 1445 heiratete sie König Heinrich VI. von England (1421-1471). Sie hatte großen Einfluss auf den seit 1453 geistig umnachteten König und versuchte, die Thronfolge ihres Sohnes Eduard gegen die Ansprüche des in den Rosenkriegen 1460/1461 siegreichen Hauses York zu sichern. Ihr Versuch Eduard IV. (1442-1483) vom Thron zu verdrängen, endete mit dem Tod ihres Sohnes Eduard in der Schlacht von Tewkesbury 1471 und der Absetzung ihres Gatten. Margarete geriet in Gefangenschaft, wurde aber 1475 durch Vermittlung des französischen Königs Ludwig XI. (1423-1483) nach Frankreich freigelassen.

Margarete von Navarra (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Margarete von Navarra
Königin von Navarra
(auch Margarete von Augoulême)
geboren am 11. April 1492
in Agoulême
gestorben am 21. Dezember 1549
in Odos bei Tarbes

Margarethe von Navarra war die Schwester des französischen Königs Franz I. (1494-1547). Sie heiratete 1509 Herzog Karl IV. von Alençon (gest. 1525) und 1527 Heinrich von Albret, König von Navarra (gest. 1555). Ohne selbst ihren katholischen Glauben zu wechseln, förderte sie die Reformiertenkreise und gewährte an ihrem Hof in Nérac und Alençon Glaubensflüchtlingen Asyl. Durch ihre Tochter Johanna von Albret (1528-1572) wurde sie die Großmutter des Königs Heinrich III. von Navarra, des späteren Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610). Sie verfasste die Novellensammlung "Das Heptaméron" (1559).

Maria von Bayern (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Maria von Bayern
Königin von Bayern
geboren am 15. Oktober 1825
in Berlin
gestorben 1889
auf Schloss Hohenschwangau bei Füssen

Maria Friederike, die Tochter des Prinzen Wilhelm von Preussen (1797-1888) und der Prinzessin Marianne von Hessen-Homburg, heiratete 1842 den bayerischen Kronprinzen Maximilian (1811-1864). Nach einer Fehlgeburt brachte sie am 25. August 1845 den Erbprinzen Ludwig (1845-1886) zur Welt. Ihr Mann wurde 1848 König von Bayern. Am 27. April 1848 gebar Maria den zweiten Sohn Prinz Otto (1848-1916). Im März 1864 wurde die knapp 39-jährige Marie zur Witwe. Ihr 18-jähriger Sohn, König Ludwig II., verlieh ihr 1864 den Ehrentitel "Königinmutter". 1869 gründeten Maria und Ludwig II. das "Bayerische Rote Kreuz". Schwere Zeiten erlebte Maria, als ihr Sohn Otto 1872 geisteskrank wurde und ihr exzentrischer Sohn Ludwig II. am 13. Juni 1886 im Starnberger See ertrank.

Maria von Burgund (Herzogin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Maria von Burgund
Herzogin von Kastilien
geboren am 13. Februar 1457
in Brüssel
gestorben am 27. März 1482
in Brügge

Maria von Burgund war die Erbtochter des Herzogs Karl der Kühne von Burgund (1433-1477). Gegen den Willen der Stände, denen sie das "Große Privileg" zugestehen musste, heiratete sie 1477 den späteren Kaiser Maximilian I. (1459-1519). Maria bestimmte ihren Gatten zum Vormund und Regenten für ihre Kinder Philipp I. der Schöne von Kastilien (1478-1506) und Margarete von Österreich (1480-1530). Maximilian verteidigte 1479 das Erbe seiner Gattin bei Guingate gegen den französischen König Ludwig XI. der Grausame (1423-1483). Nach Marias frühem Tod fiel ihr burgundisches Erbe an das Haus Österreich.

Maria von Ungarn (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Maria von Ungarn
Königin von Ungarn und Böhmen
geboren am 17. September 1505
in Brüssel
gestorben am 18. Oktober 1558
in Cigales (Provinz Valladolid)

Maria von Ungarn war die Tochter Philipps des Schönen von Burgund (1478-1506) und Johannas der Wahnsinnigen (1479-1555) sowie die Schwester des Kaisers Karl V. (1500-1558). 1522 heiratete sie König Ludwig II. von Ungarn und Böhmen (1506-1526). Nach dem Tod ihres Gemahls setzte ihr kaiserlicher Bruder sie 1530 als Statthalterin der Niederlande ein, was sie bis 1556 blieb.

Maria I. von Portugal (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Maria I. von Portugal
Königin von Portugal
geboren am 17. Dezember 1734
in Lissabon
gestorben am 20. März 1816
in Rio de Janeiro

Maria I., die Tochter des Königs Joseph I. von Portugal (gest. 1777), heiratete 1760 ihren Onkel Peter (gest. 1786). Nach dem Tod ihres Vater trat sie 1777 die Regierung an, entließ den Ersten Minister Marquis von Pombal (1699-1782) und hob dessen fortschrittliche Gesetzgebung auf. Ab 1792 war sie geisteskrank, und ab 1799 führte ihr zweiter Sohn Johann VI. (gest. 1826) die Regentschaft.

Maria von Medici
Königin und Regentin
geboren am 26. April 1573
in Florenz
gestorben am 3. Juli 1642
in Köln

Maria von Medici war die Tochter des Großherzogs Franz von Medici, Herzog der Toskana (1541-1587). 1600 heiratete sie König Heinrich IV. von Frankreich (1533-1610), der sich zuvor von Margarete von Valois (1533-1615) getrennt hatte. Nach der Ermordung ihres Gatten am 14. Mai 1610 wurde sie Regentin für ihren unmündigen Sohn Ludwig XIII. (1601-1643), der sie nach der Ermordung ihres Hauptratgebers, des Marquis Cosme-Jean-Baptiste Ancre (1575-1617), entmachtete und nach Blois verwies. 1622 kehrte sie in den königlichen Rat zurück, wo sie vergeblich den Staatsmann und Kardinal Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu (1585-1642), bekämpfte, gegen den sie die Opposition des Hochadels führte. 1631 flüchtete sie aus der Haft ins Ausland.

Margarete Maultasch
Herzogin von Kärnten, Gräfin von Tirol
geboren 1318
auf Schloss Maultasch bei Terlan
gestorben am 3. Oktober 1369
in Wien

Margarete Maultasch war die erste der beiden Töchter des Herzogs Heinrich VI. von Kärnten und Grafen von Tirol (um 1270-1335), von 1307 bis 1310 auch König von Böhmen, und seiner Frau Adelheid von Braunschweig, die früh starb. 1330 heiratete die minderjährige Margarete den vier Jahre jüngeren Johann Heinrich (1322-1375), den Sohn des Königs Karl IV. der Blinde von Böhmen (1316-1378), der 1355 Kaiser wurde. Nach dem Tod ihres Vaters 1335 erbte die 17-Jährige die Grafschaft Tirol. Im November 1341 vertrieben die Tiroler Landstände Margaretes unbeliebten ersten Ehemann, der viele Günstlinge aus seiner Heimat mitgebracht hatte. Ohne kirchliche Trennung ihrer ersten Ehe heiratete Margarete am 10. Februar 1342 in zweiter Ehe den Markgrafen Ludwig den Älteren von Brandenburg (1315-1361), einen Sohn des Kaisers Ludwigs IV. der Bayer (um 1283-1347). Gegen das Paar wurde daraufhin der päpstliche Bann verhängt, was zur Folge hatte, dass in Tirol keine Messen mehr gelesen und die Toten in ungeweihter Erde bestattet werden mussten. Erst nach der 1350 noch einmal vollzogenen Trauung ließ sich die Kirche besänftigen. Aus der Ehe von Margarete und Ludwig gingen vier Kinder hervor, von denen aber nur der Sohn Meinhard überlebte. 1363 übergab Margarete nach dem Tod Meinhards im Januar Tirol an Herzog Rudolf IV. von Österreich (1339-1365), führte aber in dessen Namen formell die Regierungsgeschäfte weiter.

Maria von Guise (Regentin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Maria von Guise
schottische Regentin
geboren am 22. November 1515
in Bar-le-Duc
gestorben am 11. Juni 1560
in Edinburgh

Maria von Guise war die Tochter von Claude I. de Lorraine, Herzog von Guise (1496-1550). 1538 heiratete sie den König Jakob V. von Schottland (1512-1542). Sie brachte zwei Söhne zur Welt, die aber in jungen Jahren starben. Am 8. Dezember 1542 gebar sie in Linlithgow (Schottland) ihre Tochter Maria Stuart (1542-1587). König Jakob V. starb einige Tage später am 13. Dezember 1542 im Alter von 31 Jahren in Falkland (Schottland). Er erlag den Folgen schwerer Verletzungen, die er in der verlorenen Schlacht bei Solvey Moss gegen die Engländer erlitten hatte. Ab 1554 herrschte Maria von Guise für ihre minderjährige Tochter Maria Stuart als Regentin in Schottland. Anfangs bemühte sie sich um protestantische Unterstützung für die Thronfolge ihrer Tochter Maria Stuart. Beim Regierungsantritt der Königin Elisabeth I. Tudor von England (1533-1603) im Jahre 1558 gab sie ihre tolerante religionspolitische Haltung auf.

Katharina von Medici (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Katharina von Medici
französische Königin und Regentin
geboren am 13. April 1519
in Florenz
gestorben am 5. Januar 1589
in Blois

Katharina von Medici stammte aus dem Patriziergeschlecht, das seit 1434 die Regierung der Stadtrepublik Florenz führte. 1533 heiratete sie den französischen Königssohn Heinrich II. (1519-1559), der 1547 König wurde. Ab 1536 war Diane de Poitiers (1499-1566) die Geliebte ihres Gemahls. Nachdem Heinrich II. bei einem Turnier tödlich verunglückte, übte Katharina von Medici als Mutter der drei letzten Valois-Könige Franz II. (1544-1560), Karl IX. (1550-1574) und Heinrich III. (1551-1589) großen Einfluss aus. Sie versuchte, den Valois die Krone zu erhalten und - trotz der Hugenottenkriege - die Einheit des Staates zu wahren. Zunächst suchte sie einen Weg zwischen den Konfessionsparteien, näherte sich zeitweise dem Führer der französischen Protestanten (Hugenotten), Gaspar de Coligny (1519-1589), arrangierte sich aber auch mit dem katholischen König Philipp II. von Spanien (1527-1598). Schließlich verbündete sie sich mit Henri I. de Lorrainie, Herzog von Guise (1550-1588), genannt "der Narbige", und trug die Verantwortung für die Bartholomäusnacht: Nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf Coligny gab sie mit Zustimmung ihres Sohnes Karls IX. den Befehl zum Überfall auf die anlässlich der Hochzeit ihrer katholischen Tochter Margarete von Valois (1553-1615) mit dem protestantischen König Heinrich III. von Navarra (1553-1610) in Paris versammelten Anführer des hugenottischen Adels. Dabei wurden in der Nacht zum 24. August 1572 in Paris mindestens 3000 und auf dem Land wohl 10000 Hugenotten ermordet.

Katharina von Valois (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Katharina von Valois
englische Königin
geboren am 27. Oktober 1401
in Paris
gestorben am 3. Januar 1437
in Bermondsey Abbey (London)

Katharina von Valois war die Tochter des französischen Königs Karl VI. der Wahnsinnige (1368-1422). Sie heiratete 1420 König Heinrich V. von England (gest. 1422), dem nach dem Tod ihres Vaters die französische Krone zufallen sollte. Durch ihre heimliche Heirat mit Owen Tudor (gest. 1461) um 1428 wurde sie die Großmutter von Heinrich VII. (1457-1509) und die Stammmutter des Hauses Tudor.

Katharina von Bora
Ehefrau des Reformators Martin Luther
geboren 1499
gestorben 1552

Katharina von Bora war die Tochter des sächsischen Adligen Jan von Bora. Im Alter von elf Jahren wurde sie von ihrem Vater nach dessen zweiter Heirat in das Zisterzienserkloster Nimbschen bei Grimma (Sachsen) gesteckt. Katharina hasste das Leben im Kloster, das ihr wie ein lebenslängliches Gefängnis erschien. Die 40 Nonnen in Nimbschen durften untereinander keine Freundschaften haben und mussten ein striktes Schweigegebot einhalten. In der Nacht vom 4. auf den 5. April 1523 floh Katharina mit acht anderen Nonnen aus dem Kloster. Obwohl Herzog Georg von Sachsen (gest. 1539) die Entführung von Nonnen mit der Todesstrafe bedrohte, beschafften der Torgauer Pfarrer und drei Bürger den Nonnen einen Wagen mit einer großen Plandecke. Die neun Frauen und vier Männer waren erst in Torgau in Sicherheit, weil diese Stadt dem Kurfürsten Friedrich dem Weisen (gest. 1525) gehörte. Nach weiteren Tagesreisen trafen die Nonnen in Wittenberg ein, wo Katharina von Bora als Magd bei dem Maler Lukas Cranach dem Älteren (1472-1553) und seiner Frau Barbara diente. Seit ihrer Ankunft kümmerte sich der ehemalige Augustinerchorherr Martin Luther, der mit seinem 95-Thesen-Anschlag an die Wittenberger Schlosskirche 1517 für großes Aufsehen gesorgt hatte, um das Wohl der entflohenen Nonnen. Luther schlug Katharina den Pfarrer Glatz aus Orlamünde als Heiratskandidaten vor, doch sie lehnte dies ab. Statt dessen erklärte Katharina, sie wolle nur Nikolaus von Amsdorf oder Luther selbst heiraten. Am 13. Juni 1525 vermählten sich die 26 Jahre alte Katharina von Bora und der 42-jährige Martin Luther. Katharina, die im Kloster lange schweigen hatte müssen, nervte Luther anfangs mit ihrer Redesucht und mit ihrer Angewohnheit bei ihm sitzen zu bleiben, wenn er studieren wollte. Doch bald schätzte Luther die sehr fleißige, sparsame, nicht anspruchsvolle, umsichtige, energische und mundfertige Katharina sehr. Zum Glück für ihre Beziehung war sie nicht besonders intelligent, denn Luther konnte kluge Frauen nicht ausstehen. Bald entwickelte sich aus der anfänglichen Vernunftehe eine herzliche Liebesbeziehung. Die junge Ehefrau richtete ihren oft depressiven Gatten seelisch wieder auf und pflegte den an Nieren- und Blasensteinen sowie Gicht und Kreislaufstörungen Leidenden liebevoll. Aus der Ehe gingen 1527 die Tochter Elisabeth, 1529 die Tochter Magdalena, 1531 der Sohn Martin, 1533 der Sohn Paul und 1534 die Tochter Margarethe hervor. Martin Luther starb am 18. Februar 1546 an Angina pectoris. 1552 brach in Wittenberg die Pest aus und Katharina flüchtete nach Torgau. Während der Fahrt stürzte ihr Wagen um, wobei sie verletzt wurde. Bald darauf erlag sie einer Lungenentzündung.

Julia Domna (Kaisergattin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Julia Domna
römische Kaisergattin
geboren 170
in Emesa (heute Homs, Syrien)
gestorben 217
in Antiochia

Julia Domna war die zweite Gattin des römischen Kaisers Septimius Severus (146-211) und die Mutter der beiden Kronprinzen Caracalla (186-217) und Geta (189-212). Sie begleitete ihren Gemahl auf allen Kriegszügen und stand in ständigem Konflikt mit dem ehrgeizigen Gardepräfekten Plautanius, den Caracalla 205 töten ließ. Nach dem Tod von Septimius Severus 211 in Eboracum (York) übernahmen die Brüder Caracalla und Geta die Herrschaft und verfeindeten sich. Julia Domna sträubte sich gegen eine Reichsteilung. 211 ließ Caracalla in ihrem Haus seinen Bruder Geta überfallen und töten, obwohl sich dieser zu seiner Mutter geflüchtet hatte. Als Caracalla 217 ermordet wurde, hungerte sie sich zu Tode.

Marie Antoinette (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Marie Antoinette
französische Königin
geboren am 2. November 1755
in Wien
hingerichtet am 16. Oktober 1793
in Paris

Marie Antoinette war die Tochter der österreichischen Herrscherin Maria Theresia (1717-1780) und deren Gemahls Franz Stephan von Lothringen (1708-1765). 1770 heiratete sie den französischen König Ludwig XVI. (1754-1793). Die lebensfrohe und vergnügungssüchtige Maria Antoinette hatte als Gegnerin einer Reformpolitik einen teilweise verhängnisvollen politischen Einfluss. An der so genannten Halsbandaffäre, die 1785/1786 das Ansehen des Königtums in Frankreich erschütterte, trug sie allerdings keine Schuld: Jeanne de Valois, Gräfin de La Motte, spiegelte dem bei Hof in Ungnade gefallenen Kardinal Louis René Édouard Fürst von Rohan (1734-1803) durch gefälschte Briefe vor, er könne die Gunst der Königin Marie Antoinette wieder erlangen, wenn er dieser beim Erwerb eines Diamanthalsbandes behilflich sei. Rohan übernahm eine Bürgschaft für 1,6 Millionen Livres und übergab das Halsband der Gräfin, welche die Diamanten einzeln nach England verkaufte. Nach der Entdeckung des Betruges wurden in einem Aufsehen erregenden Prozess Rohan und dessen Vertrauter Alessandro Graf von Cagliostro freigesprochen und die Gräfin zu lebenslangem Kerker verurteilt. Als die "Französische Revolution" (1789-1799) ausbrach, richtete sich der Volkszorn auf die "Autrichienne" (Österreicherin), der es nicht gelang, die Symphathien gemäßigter Revolutionäre zu nutzen. Nach dem Sturm auf die Tuillerien am 10. August 1792 wurden sie und ihr Gemahl verhaftet. Ludwig XVI. wurde am 21. Januar 1793 hingerichtet. Danach machte man Marie Antoinette als "Witwe Capet" den Prozess, verurteilte sie am 14. Oktober 1793 zum Tode und richtete sie am 16. Oktober 1793 hin.

Katharina von Westfalen (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Katharina von Westfalen
geborene Prinzessin von Württemberg
Königin von Westfalen
geboren am 21. Februar 1783
in Petersburg
gestorben am 29. November 1835
in Lausanne

Katharina war die Tochter des Königs Friedrich I. von Württemberg (1754-1816). Die Prinzessin heiratete 1807 Jerôme Bonaparte (1784-1860), einen Bruder des französischen Kaisers Napoléon I. (1769-1821). Ihr Ehemann regierte von 1807 bis 1813 als König von Westfalen. Katharina war die zweite Ehefrau von Jerôme. 1812 übernahm sie während der Vorbereitungen zum Rußlandfeldzug Napoléons I. für ihren Gatten die Regentschaft. Nach dem Sturz Napoléons missachtete sie die Forderung ihres Vaters, sich von Jerôme zu trennen und lebte mit ihm bis zu seinem Tod im Exil.

Konstanze von Sizilien
deutsche Kaiserin und Königin von Sizilien
geboren 1154 in Palermo
gestorben am 27. November 1198
in Palermo

Konstanze kam nach dem Tod ihres Vaters, König Roger II. von Sizilien (1095-1154), in Palermo zur Welt. Im Herbst 1184 verlobte sie sich mit dem deutschen Thronfolger Heinrich VI. (1165-1197). Die Hochzeit fand am 27. Januar 1186 in Mailand statt. Nach dem Tod des Königs Wilhelm II. von Sizilien (gest. 1189), ihres kinderlosen Neffen, war die deutsche Königin Konstanze die einzige legitime Erbin. Ungeachtet dessen krönte man am 18. Januar 1190 in Palermo Tankred von Lecce (1130/1134-1194), einen Enkel König Rogers II., zum König von Sizilien. Ostern 1191 nahm Papst Coelestin III. (gest. 1198) die Kaiserkrönung Heinrichs VI. in Rom vor. Der Feldzug Heinrichs VI. im Anschluss daran scheiterte wegen einer verheerenden Seuche im Belagerungsheer von Neapel. Der schwer erkrankte Kaiser ließ sich ins Kloster Montecassino bringen und kehrte nach seiner Genesung nach Deutschland zurück. Seine Gattin Konstanze geriet während der Kampfhandlungen durch Verrat der Bürger von Salerno in die Gewalt des Königs Tankred. Im Sommer 1192 sollte Kaiserin Konstanze auf Intervention des Papstes an die römische Kurie ausgeliefert werden, doch auf dem Weg nach Rom wurde sie von einer bewaffneten kaisertreuen Schar um den Abt von Montecassino befreit. Im Mai 1194 begann der zweite und diesmal erfolgreiche Feldzug zur Eroberung Siziliens. Konstanze gebar am zweiten Weihnachtstag 1194 in Jesi ihr einziges Kind, den späteren Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Der kleine Friedrich verbrachte seine ersten Lebensjahre unter der Obhut des Herzogs von Spoleto. Im Frühjahr 1195 zog Konstanze nach Palermo und führte dort als Königin von Sizilien die Regierungsgeschäfte, während ihr Ehemann nach Deutschland zurückkehrte. Erst zwei Jahre später sah sie ihren Gatten wieder, als er während eines Kreuzzuges nach Sizilien zurückkehrte. Wenige Monate später starb der erst 31 Jahre alte Kaiser am 28. September 1197 an den Folgen einer Ruhrinfektion. Anfang 1198 ließ Konstanze ihren knapp vierjährigen Sohn nach Palermo bringen, dort an Pfingsten zum König von Sizilien krönen und bestimmte Papst Innozenz III. (1160/1161-1216) zu seinem Vormund. Am 28. November 1198 starb die deutsche Kaiserin und Königin von Sizilien. Der italienische Dichter Dante Alighieri (1265-1321) war von ihrem Schicksal so beeindruckt, dass er sie als "Gran Constanza" in seiner "Göttlichen Kömödie" verewigte.

Luise Ulrike von Schweden (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Luise Ulrike von Schweden
schwedische Königin
geboren am 24. Juli 1720
in Berlin
gestorben am 16. Juli 1782
auf Gut Svartsjö auf der Insel Svartsjö

Luise Ulrike war die Schwester des preußischen Königs Friedrich II. der Große (1712-1786). Sie heiratete 1744 den Herzog Adolf Friedrich von Holstein-Gottdorf (1710-1771), der 1751 König von Schweden wurde. 1753 gründete sie in Stockholm die "Akademie der schönen Literatur und Geschichte". Sie unterstützte zahlreiche Gelehrte und Dichter.

Ludmilla von Böhmen
(auch Ludmila, Lidmila)
Herzogin von Böhmen und Heilige
geboren um 860
gestorben am 15. September 921
in Tetin bei Beroun

Ludmilla heiratete 874 in Velehrad den böhmischen Herzog Borivoj I., der sich ihretwegen zuvor taufen ließ. Aus ihrer Ehe gingen die Söhne Spitignew I. (gest. um 915) und Wratislaw (gest. um 921) hervor. Nach dem Tod ihres Gatten um 894 und der Regierungsübernahme durch ihren Sohn Wratislav I. zog sich Ludmila vom Hof zurück und widmete sich Werken christlicher Nächstenliebe. Als Wratislav I. früh starb, entschloss sich Ludmila, die Führung Böhmens für ihren Enkel Wenzeslaus, den späteren Wenzel I. den Heiligen (um 903-um 935), zu übernehmen. Wratislavs Witwe Drahomira zog einen Teil des Adels auf ihre Seite und stiftete zwei Gefolgsleute an, Ludmila zu ermorden. Als Tatwaffe diente Ludmilas eigener Schleier.

Livia Drusilla (Kaiserin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Livia Drusilla
römische Kaiserin
Gemahlin des Augustus
geboren 58 v. Chr.
gestorben 29 n. Chr.

Livia Drusilla heiratete 43 v. Chr. Tiberius Claudius Nero (63-33 v. Chr.). Aus dieser Ehe gingen die Söhne Tiberius (42-37 n. Chr.) und Drusus (38-9 v. Chr.) hervor. Nach ihrer Scheidung von Tiberius Claudius Nero vermählte sie sich 38. v. Chr. mit Gajus Octavius, dem späteren Kaiser Augustus (63 v. Chr.-14 n. Chr.), der sich zuvor von seiner Frau Scribonia scheiden hatte lassen. Livia Drusilla besaß repräsentative Würde und altrömische Schlichtheit und hatte großen Einfluss auf ihren Gatten, von dem sie testamentarisch adoptiert wurde und von da ab Iulia Augusta hieß. Kaiser Claudius (10 v. Chr.-54 n. Chr.) erklärte sie 42 n. Christus zur Göttin.

Kunigunde (Kaiserin und Heilige) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Kunigunde
Kaiserin und Heilige
geboren um 980
gestorben am 3. März 1033
in Kaufungen bei Kassel

Kunigunde war das sechste Kind des Grafen Siegfried I. von Lützelburg (Luxemburg) und seiner Frau Hadwig, einer Tochter des Markgrafen Berthold von Schweinfurt. 999 heiratete sie den Herzog Heinrich IV. von Bayern (973-1024), den man nach dem Tod von Otto III. (980-1002) als Heinrich II. zum deutschen König wählte. Am 14. Februar 1014 krönte Papst Benedikt VIII. (gest. 1024) in Rom König Heinrich II. zum Kaiser und Kunigunde zur Kaiserin. Heinrich II. ging als "heiliger Kaiser" in die Geschichte ein. Kunigunde stattete das Bistum Bamberg großzügig aus und gründete nach Genesung von einer schweren Krankheit 1017/1018 das Kloster Kaufungen bei Kassel, in das sie ein Jahr nach dem Tod ihres Gatten als Nonne eintrat. Kunigunde wurde 1200 heilig gesprochen.

Luise von Savoyen (Herzogin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Luise von Savoyen
Herzogin von Angoulême
geboren am 11. September 1476
in Pont-d'Ain (Ain)
gestorben am 22. September 1531
in Grez-sur-Loing (Seine-et-Marne)

Luise von Savoyen heiratete 1487 Karl von Orléans, Graf von Angoulême (1459/1460-1496), und gebar die Tochter Margarete von Navarra (1492-1549) und den Sohn Franz I. von Frankreich (1494-1547). Als König errichtete Franz I. für sie 1505 das Herzogtum Angoulême. 1515/1516 und 1525/1526 herrschte Luise als Regentin für Franz I. 1526 bereitete sie den Abschluss der "Liga von Cognac" vor, in der Franz I. von Frankreich mit Papst Klemens VII. (1478-1534), Mailand, Florenz und Venedig ein Bündnis zur Wiederaufnahme des Kampfes gegen den römischen König und späteren Kaiser Karl V. (1500-1558) schloss. Zusammen mit Margarete von Österreich (1480-1530) handelte sie 1529 den so genannten "Damenfrieden von Cambrai" aus: Frankreich verzichtete neben der Lehnshoheit über Flandern und Artois auf alle Ansprüche in Italien, erhielt aber das Herzogtum Burgund zurück.

Margarete von Valois (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Margarete von Valois
genannt "La Reine Margot"
Königin von Navarra und Frankreich
geboren am 14. Mai 1533
in Saint-Germain-en-Laye
gestorben am 27. März 1615
in Paris

Margarete von Valois kam als Tochter Heinrichs II. von Frankreich (1519-1559) und der Katharina von Medici (1519-1589) zur Welt. Die katholische Königstochter heiratete 1572 den protestantischen König Heinrich III. von Navarra, den späteren König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610). Dieses Ereignis wurde in der Nacht zum 24. August 1572 von der so genannten "Bartholomäusnacht" ("Pariser Bluthochzeit") überschattet, in der die Anführer des hugenottischen Adels, die anlässlich der Hochzeit in Paris versammelt waren, mit Tausenden von Glaubensgenossen ermordet wurden. Allein in Paris kamen mindestens 3000 Menschen und auf dem Land wohl weitere 10000 ums Leben. Die Königinmutter Katharina von Medici hatte nach einem misslungenen Anschlag auf Admiral Gaspar Coligny (1519-1572), den Anführer der französischen Protestanten (Hugenotten), mit Zustimmung ihres Sohnes Karls IX. (1550-1574) den Überfall befohlen. Heinrich III. von Navarra war bis zu seiner Flucht 1576 ein Gefangener des Hofes. Nach dem Tod des französischen Königs Heinrich III. (1551-1589) forderte er die Krone, die er erst 1594 nach langen Auseinandersetzungen mit der "Heiligen Liga von Péronne" und nach seinem Übertritt 1593 zum katholischen Glauben erhielt. Von ihm stammt der Ausspruch "Paris ist eine Messe wert". Heinrich IV. von Frankreich ließ sich 1599 von Margarete von Valois scheiden. Er wurde am 14. Mai 1610 von dem Fanatiker François Ravaillac (1578-1610) ermordet.

Richenza (Kaiserin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Richenza
römische Kaiserin
geboren 1086/1087
gestorben am 10. Juni 1141

Richenza, die Erbtochter der Northeimer und Brunonen, heiratete 1100 den späteren Kaiser Lothar III. (1075-1137), dem sie reichen Besitz um Göttingen und Braunschweig bescherte. Sie wurde am 4. Juni 1133 im Lateran zur Kaiserin gekrönt. Von 1139 bis 1141 vertrat sie für ihren unmündigen Enkel Heinrich den Löwen (um 1129-1195) die welfischen Belange gegen die Staufer. Nach dem Tod ihres Gemahls und ihres Schwiegersohnes Heinrich der Stolze (um 1108-1139) führte sie die welfische Seite.

Roxelane (Sultanin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Roxelane
osmanische Sultanin
geboren um 1507
in Russland
gestorben am 3. April 1558

Roxelane wurde im Kindesalter von Ibrahim Pascha (1493-1536), dem Freund des osmanischen Sultans Süleiman II. (1494-1566), als Sklavin gekauft. Der aus Griechenland stammende Ibraham Pascha war in jungen Jahren als Gefangener Süleiman II. als Sklave geschenkt worden und hatte durch seinen Humor die Gunst des oft depressiven Sultans gewonnen. 1520 wurde Ibrahim Pascha von Süleiman II. zum Kammerherrn ernannt. Außerdem ließ er für ihn auf dem Hippodrom einen Palast errichten. Aus Dankbarkeit schenkte der Kammerherr dem Sultan die junge Russin Roxelane. Im rund 300 Sklavinnen umfassenden Harem des Sultans erhielt die schlanke, intelligente, lebhafte, heitere und rothaarige Roxelane den Beinamen "die Lachende" oder "Khurrem". Schon nach kurzer Zeit erregte sie die Aufmerksamkeit des Sultans, wurde eine seiner Konkubinen und verständnisvolle Freudin. Bald suchte Suleiman II. nur noch Roxelane auf und vernachlässigte seine Hauptfrau Gulbehar (gest. 1580), die ihm vier Kinder geschenkt hatte, die - mit Ausnahme des Sohnes Mustafa - früh starben. 1522 gebar Roxelane den Sohn Mahomet, um 1523 die Tochter Giangir, dessen Rücken Verwachsungen aufwies, und 1526 die Tochter Mirmah, die ihres Vaters Liebling wurde. Als Gulbehar bei einem Streit Roxelane heftig an den Haaren zog und deren Gesicht zerkratzte, verbannte der Sultan seinen ältesten Sohn Mustafa als Statthalter nach Manisa in die westliche Türkei, und seine Mutter musste ihn gemäß dem osmanischen Protokoll begleiten. In der Folgezeit hatte Süleiman II. nur noch mit Roxelane Geschlechtsverkehr. 1530 heiratete der Sultan die ehemalige Sklavin in einer prachtvollen Hochzeit. Das türkische Volk glaubte, Roxelane habe Süleiman II. durch Liebestränke und Zauberkünste verhext, bezeichnete sie als Hexe und hasste sie. 1531 brachte Roxelane den Sohn Selim und 1532 den Sohn Bajazet zur Welt. 1536 ließ der Sultan seinen ehemaligen Freund Ibrahim Pascha, den er zum Großwesir und Großgouverneur des Balkans ernannt hatte, hinrichten, weil dieser sich anmaßte, bedeutender als Suleiman II. zu sein und jener einen Umsturz befürchtete. 1543 starb Roxelanes erster Sohn Mahomet, der als Thronfolger vorgesehen war. Als 1553 Suleimans II. ältester Sohn Mustafa angeblich einen Umsturz plante, ließ ihn sein Vater als Hochverräter mit einer seidenen Bogensehne erdrosseln. Noch im selben Jahr erlag Roxelanes zweiter Sohn Giangir einem Nervenfieber. Durch ihren Tod am 3. April 1558 blieb es Roxelane erspart, zu erleben, dass ihr machtbesessener Sohn Bajazet sich 1559 beim Kampf gegen seinen Bruder Selim auch mit dem Vater überwarf und einen Aufstand gegen diesen wagte. Nach dem gescheiterten Umsturzversuch flüchtete Bajazet mit seinen vier Söhnen im November 1559 zum persischen Schah Tahmasp, der ihn zunächst wohlwollend aufnahm, aber nach einer Zahlung Suleimans II. von 400000 Goldmünzen an dessen Bruder Selim übergab, der Bajazet und dessen Söhne am 25. September 1561 erdrosseln ließ. Der Sultan blieb Roxelane bis zu seinem Ableben während seines letzten Ungarnfeldzuges im September 1566 treu.

Renata von Frankreich (Königstochter) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Renata von Frankreich
(auch Renee von Frankreich)
geboren 1510
gestorben 1575

Renata war die Tochter des Königs Ludwig XII. von Frankreich (1477-1514) und seiner Frau Anna von Bretagne (1477-1514). Sie heiratete Ercole II. von Ferrara (1508-1559), einen Sohn der Fürstin Lucrezia Borgia (1480-1519). Ihre Hochzeitsfeierlichkeiten wurden durch den Feuertod von 80 französischen Protestanten (Hugenotten) überschattet, dem Beginn des Religions-Bürgerkrieges in Frankreich. Renata brachte fünf Kinder zur Welt und half flüchtenden Lutheranern und Kalvinisten. Ihr Gatte war von ihrer religiösen Toleranz wenig begeistert, ließ sie zeitweilig im alten Schlossturm einsperren und ihre kalvinistischen Bücher verbrennen. Nach dem Tod ihres Mannes trat Renata offen zum Kalvinismus über und musste einen Prozess der Inquisition ertragen. Ignatius von Loyola (1491-1556) brachte sie zur römisch-katholischen Kirche zurück, trotzdem brachen ihre Verbindungen zu Protestanten nicht ab. Während ihrer letzten Lebensjahre lebte sie in Frankreich und erlebte dort 1572 die Bartholomäusnacht, bei der Tausende von Hugenotten ermordet wurden.

Aelia Pulcheria (Regentin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Aelia Pulcheria
oströmische Regentin
geboren am 19. Januar 399
in Konstantinopel
gestorben am 18. Februar 453
in Konstantinopel

Aelia Pulcheria, die Tochter des oströmischen Kaisers Arkadius (377-408) und seiner Ehefrau Aelia Eudokia (gest. 404), wurde 414 zur "Augusta" (Kaiserin) ausgerufen und fungierte bis 416 als Vormund für ihren jüngeren Bruder Theodosius II. (401-450). Ihr Regierungsstil war geprägt durch ein imponierendes Auftreten. Früh gelobte sie Jungfräulichkeit und ließ viele Kirchen errichten. 421 vermählte sie Theodosius mit Athenais (um 400-460), der Tochter des heidnischen Gelehrten Leontos, die nach der Taufe Eudokia hieß und sich zu einer bedeutenden Frauengestalt der Frühkirche entwickelte. Nach Meinungsverschiedenheiten mit Eudokia und dem Minister Chrysaphios musste Pulcheria um 447 den byzanthinischen Hof verlassen. Fortan lebte sie in klösterlicher Einsamkeit im Palast Hebdomon. Einige Jahre später kehrte sie nach dem Fall des Chrysaphios an den Hof zurück, ihr Bruder bat sie um Verzeihung und sie übernahm erneut die Staatsgeschäfte. Als Theodosius am 28. Juli 450 an den Folgen eines Jagdunfalls starb, sollte Pulcheria die Regierung übernehmen. Weil dies nur möglich, wenn sie eine Ehe einging, vermählte sie sich im Sommer 450 mit dem verwitweten Offizier Marcianus (um 392-457), der am 25. August 450 zum Kaiser des oströmischen Reiches erhoben wurde. Wegen ihres Jungfräulichkeitsgelübdes führte Pulcheria eine so genannte Josephsehe. Marcianus besiegte in Dalmatien das Heer der Hunnen von König Attila (gest. 453). Fortan verweigerte Pulcheria den Hunnen die Tributzahlungen. Ihr Ehemann baute die verwüsteten Provinzen wieder auf, und sie legte die Fundamente des neuen Oströmisches Reiches, während Westrom zerfiel. Pulcheria und Marcianus werden in der römischen und griechischen Kirche als Heilige verehrt.

Poppaea Sabina (Kaiserin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Poppaea Sabina
römische Kaiserin
geboren um 31
gestorben um 65

Poppaea Sabina war die Tochter des Titus Ollius und dessen Ehefrau Poppaea Sabina, die den selben Namen wie sie trug. Ihren Vater richtete man als Anhänger des Prätorianerpräfekten Seianus (20 v. Chr.-31 n. Chr.) nach dessen Sturz hin. Ihre Mutter wurde 47 n. Chr. von Valeria Messina in den Selbstmord getrieben. Poppaea Sabina hatte den Namen ihres angesehenen Großvaters mütterlicherseits, Poppaeus Sabinus (gest. 35 n. Chr.) angenommen, der der das Amt des Konsuls und des Statthalters in den Provinzen Moesia, Achaia und Macedonia bekleidet hatte. Sie heiratete zunächst den ehemaligen Prätorianerpräfekten Rufrius Crispinus, dem sie einen Sohn gebar, der nach seinem Vater benannt wurde. 58 n. Chr. ehelichte sie den römischen Statthalter Marcus Salvius Otho (32-69), der Nero (37-68) bei seinen nächtlichen Ausschweifungen und Trinkorgien begleitete. Otho äußerte sich gegenüber Nero so überschwänglich über die Schönheit seiner Gattin, dass dieser auf sie aufmerksam wurde. Nach der ersten Begegnung mit der außergewöhnlich attraktiven rotblonden und fünf Jahre älteren Poppaea Sabina war der damals mit Octavia (um 40-62) verheiratete Nero ihr hörig. Bald wollte Poppaea Sabina nicht nur Neros Geliebte sein, sondern seine Gemahlin und Kaiserin des römischen Reiches werden. Angeblich stiftete sie Nero zur Ermordung seiner Mutter Agrippina der Jüngeren (15-59) und seiner ersten Gattin Octavia an. In die drei Jahre ihrer Ehe fällt der Brand Roms. Poppaea starb an einem Fußtritt des jähzornigen Nero, als sie ihr drittes Kind erwartete.

Sophie Alexejewna (Regentin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Sophie Alexejewna
russische Regentin
geboren am 27. September 1657
in Moskau
gestorben am 14. Juli 1704
in Moskau

Sophie Alexejewna war die Tochter des russischen Zaren Alexei Michailowitsch (1629-1676). Mit Unterstützung ihres Günstlings, Fürst Wassili Wassiljewitsch Golizyn (1643-1714), setzte sie 1682 durch, dass ihr Halbbruder Peter I. der Große (1672-1714) zum Zaren erhoben wurde. Golizyn fungierte von 1682 bis 1689 als Außenminister. Unter dem Druck von Peter I. musste sich Sophie Alexejewna 1689 in ein Kloster zurückziehen. Fürst Golizyn wurde 1689 von Peter I. verbannt.

Sophie Charlotte von Preußen
preußische Königin
geboren am 30. Oktober 1668
in Iburg
geboren am 1. Februar 1705
in Hannover

Sophie Charlotte war die Tochter des Kurfürsten Ernst August I. von Hannover (1629-1698) und seiner Frau Sophie von der Pfalz (1630-1714). 1684 heiratete sie den Kurprinzen Friedrich von Brandenburg und späteren König Friedrich I. von Preußen (1657-1713). 1695 erhielt sie im Austausch gegen Caputh das Dorf Lietzow, wo sie ein Lustschloss errichten ließ, das nach ihrem Tod den Namen "Charlottenburg" erhielt. Sophie Charlotte stand in enger Verbindung mit dem deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646-1716) und veranlasste mit ihm 1700 die Gründung der "Kurfürstlich-Brandenburgischen Societät der Wissenschaft".

Marie Christine von Bourbon (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Marie Christine von Bourbon
spanische Königin und Regentin
geboren am 27. April 1806
in Neapel
gestorben am 23. August 1878
in Sainte-Adresse bei Le Havre

Marie Christine von Bourbon, die Tochter von Franz I. von Sizilien, wurde 1829 die vierte Frau des Königs Ferdinand VII. von Spanien (1784-1833). Nach dem Tod ihres Gatten herrschte sie von 1833 bis 1840 als Regentin für ihre minderjährige Tochter Isabella II. (1830-1904). Don Carlos (1788-1855), der jüngste Bruder des verstorbenen Königs Ferdinand VII., erkannte die weibliche Erbfolge nicht an und ließ sich als Karl V. zum Gegenkönig ausrufen. Der folgende blutige Bürgerkrieg, der so genannte "erste Karlistenkrieg" von 1833 bis 1839, entschied den Thronstreit zugunsten von Isabella II. Dieser Krieg mobilisierte jedoch dynastische und tiefgreifende regionalistische, verfassungs- und kirchenpolitische Gegensätze, die während der ganzen Regierungszeit von Isabella II. die staatliche Ordnung bedrohten. 1840 wurde Marie Christinie durch Joaquín Baldomero Fernández Áldarez Espartero, Herzog von Victoria (1792-1879), zum Rücktritt gezwungen. Ab 1854 lebte sie im Exil.

Agnes Sorel (Mätresse) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Agnes Sorel
französische Mätresse
geboren um 1422 in Fromenteau
(Saint-Martin-du-Mont, Côte-d'Or)
gestorben am 9. Februar 1450
in Anneville-sur-Seine
(Seine-Maritime)

Agnes Sorel besaß ab 1444 als offizielle Mätresse ("maitresse de titre") starken Einfluss auf König Karl VII. von Frankreich (1403-1461). Ihr Geliebter schenkte ihr unter anderem die Seigneurie Beauté-sur-Marne, der sie den Namen "Dame de Beauté" verdankt.

Sophie von der Pfalz (Kurfürstin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Sophie von der Pfalz
Kurfürstin
geboren am 14. Oktober 1630
in Den Haag
gestorben am 8. Juni 1714
in Herrenhausen (Hannover)

Sophie von der Pfalz war die Tochter von Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und die Enkelin des Königs Jakob I. von England (1566-1625). 1701 wurde sie vom englischen Parlament zur Erbin des Thrones von England erklärt. Sie übertrug ihre Rechte auf ihren am 7. Juni 1660 in Hannover geborenen Sohn Georg Ludwig, der 1714 als Georg I. (1660-1727) König von Großbritannien und Irland wurde. Mit Georg Ludwig begann die Personalunion von Großbritannien und Hannover.

Sophie Dorothea (Kurprinzessin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Sophie Dorothea
genannt "Prinzessin von Ahlden"
Kurprinzessin
geboren am 15. September 1666
in Celle
gestorben am 23. November 1726
auf Schloss Ahlden

Sophie Dorothea war die Erbtochter des Herzogs Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1624-1705) und seiner Frau Eleonore Desmier d'Olbreuse (1639-1722). Sie heiratete 1682 ihren Vetter Georg Ludwig, den späteren britischen König Georg I. (1660-1727). 1694 flog ihr durch einen Briefwechsel dokumentiertes Liebesverhältnis mit Philipp Christoph Graf von Königsmarck (1665-1694) und die geplante Flucht auf. Ihr Geliebter wurde vermutlich ermordet und die Ehe noch im selben Jahr geschieden. 1695 verbannte man Sophie Dorothea auf Schloss Ahlden.

Olga (Fürstin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Olga
altrussische Fürstin
geboren um 890
gestorben 969 in Kiew

Olga heiratete den Großfürsten Igor von Kiew (877-945). Nach dessen Tod regierte sie für ihren minderjährigen Sohn Swjatoslaw und später während dessen Kriegszügen. Ihr Versuch, nach ihrer Taufe in Konstantinopel das Kiewer Reich zu christianisieren schlug wegen mangelnder Unterstützung aus Byzanz fehl. Olga war die erste Christin auf dem Thron des Kiewer Reiches.

Stephanie von Baden (Großherzogin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Stephanie von Baden
geborene Stéphanie de Beauharnais
Großherzogin von Baden
geboren am 28. August 1789
in Paris
gestorben am 29. Januar 1860
in Nizza

Stéphanie de Beauharnais, die Tochter des Grafen Claude de Beauharnais (1753-1819), war die Nichte der französischen Kaiserin Joséphine (1763-1814). Sie wurde 1806 von Kaiser Napoléon I. (1769-1821) adoptiert und mit dem späteren Großherzog Karl Ludwig Friedrich von Baden (1786-1818) vermählt. Aus der Ehe ging vielleicht ein Sohn hervor, welcher der geheimnisumwitterte Kaspar Hauser (1812-1833) gewesen sein soll. Hauser tauchte 1828 in Nürnberg auf und behauptete, er sei in aller Verborgenheit in einem dunklen Raum aufgewachsen. Um das Findelkind, desen geistige Entwicklung begrenzt war, nahm sich der Jurist P. J. A. von Feuerbach an. Er gab Hauser nach zwei unaufgeklärten Attentatsversuchen 1829 und 1831 in die Obhut des Volksschullehrers J. G. Meyer nach Ansbach. Am 17. Dezember 1833 erlag Hauser einer Stichwunde, die ihm drei Tage zuvor zugefügt wurde. Man vermutete, Hauser sei ein von der Gräfin Luise von Hochberg zur Sicherung der Erbfolge ihrer Linie beseitigter Erbprinz von Baden gewesen, was auch Stéphanie glaubte, jedoch nicht gesichert ist.

Marozia (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Marozia
italienische Königin
geboren um 892
gestorben nach 932

Marozia, die Tochter des Konsuls und Senators Theophylakt (gest. um 925) und seiner Frau Theodora, heiratete um 905 den Herzog Alberich I. von Spoleto und 925 den Markgrafen Guido von Tuszien, der 929/930 starb. 932 vermählte sie sich mit König Hugo von Italien (gest. 947). Mit ihrer Familie beherrschte sie als "Senatrix" und "Patricia" Rom und das Papsttum und ernannte mehrere Päpste. 932 wurde sie zusammen mit ihrem von ihr 931 zum Papst erhobenen Sohn Johannes XI. durch ihren Sohn Alberich II. (gest. 954) aus erster Ehe gestürzt. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

Mathilde von Tuszien (Markgräfin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Mathilde von Tuszien
Markgräfin
geboren 1046
in Bondeno (Provinz Ferrara)
gestorben am 10. September 1167
in Rouen

Mathilde, die Tochter des Markgrafen Bonifaz und dessen zweiter Frau Beatrix von Lothringen, wurde als Elfjährige mit ihrem Stiefbruder Gottfried III. von Niederlothringen verlobt, der den Beinamen "der Bucklige" trug. Nach der Geburt eines Sohnes 1071 verließ sie ihren Gatten und kehrte in ihre Heimat zurück. Die Ehe stand noch bis zum Sterbejahr 1076 ihres Mannes auf dem Papier. Als 43-Jährige vermählte sich Mathilde mit dem 17-jährigen Herzog Welf von Bayern (um 1073-1120). Ihre Ehe hielt bis 1095. Nach dem Ausbruch des so genannten Investiturstreites zwischen Papst Gregor VII. (1019/1030-1085) und Kaiser Heinrich IV. (1050-1106) im Dezember 1075 unterstützte Mathilde den Papst. Als der Papst den Kaiser mit dem Bannfluch belegte, zog Heinrich IV. im Winter 1077 nach Italien und demütigte sich beim Kniefall von Canossa vor Mathilde, dem Papst und dem Abt Hugo von Cluny (1024-1109). Um 1079 vermachte sie ihre Besitzungen, die "Mathildischen Güter", dem Heiligen Stuhl.

Maria Louise von Bourbon (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Maria Louise von Bourbon
spanische Königin
geboren am 9. Dezember 1751
in Parma
gestorben am 2. Januar 1819
in Rom

Maria Louise von Bourbon war die Tochter Herzog Philipps von Parma. 1765 heiratete sie Karl IV. (1748-1819), der 1788 König von Spanien wurde. Ihr Gatte überließ ihr und ihrem Geliebten Manuel de Godoy (1767-1851), dem Herzog von Alcudiam und Grande von Spanien, das Regieren. Godoy fungierte von 1792 bis 1798 und von 1801 bis 1808 als leitender Minister. Die Besetzung Spaniens durch den französischen Kaiser Napoléon I. (1769-1821) führte 1808 zum Aufstand von Aranjuez, bei dem Ferdinand VII. (1784-1833), der Sohn Karls IV., zum König ausgerufen wurde.

Marie Louise (Kaiserin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Marie Louise
französische Kaiserin
geboren am 12. Dezember 1791
in Wien
gestorben am 17. Dezember 1847
in Parma

Marie Louise wurde 1810 die zweite Gattin des französischen Kaisers Napoléon I. (1769-1821). Am 20. März 1811 brachte sie in Paris den Sohn Napoléolon François Bonaparte (1811-1832) zur Welt, der bei seiner Geburt als "König von Rom" proklamiert wurde. Nach Kaiser Napoléons I. Absetzung ging sie mit ihrem Sohn Napoléon nach Schönbrunn bei Wien. 1816 übernahm sie die Regierung der ihr 1815 übertragenen Herzogtümer Parma, Piacenza und Guastalle. Ihr Sohn Napoléon verlor 1817 seine Erbansprüche und erhielt 1818 die böhmische Herrschaft Reichstadt, die zum Herzogtum erhoben wurde. 1822 vermählte sich Marie Louise mit Adam Albert Graf von Neipperg (1775-1829), der seit 1814 ihr Begleiter und später ihr Oberhofmeister war. Nach seinem Tod schloss sie 1834 mit Karl Graf Bombelles die Ehe.

Eleonore Desmier d' Olbreuse (Herzogin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Eleonore Desmier d' Olbreuse
Herzogin von Braunschweig-Lüneburg
geboren am 16. Januar 1639
auf Schloss Olbreuse (Deux-Sèvres)
gestorben am 5. Februar 1722
in Celle

Eleonore Desmier d' Olbreuse wurde die Geliebte von Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1624-1705). 1666 brachte sie die Tochter Sophie Dorothea, die spätere "Prinzessin Ahlden", zur Welt. 1676 erkannte man sie als rechtmäßige Gemahlin des Herzogs und als Herzogin an. 1689 erwarb ihr Gatte nach Erbauseinandersetzungen mit dem Dänenkönig Christian V. (gest. 1699) das Herzogtum Sachsen-Lauenburg. Eleonore war die Stammmutter der britischen und hannoverschen Könige.

Valeria Messalina (Kaiserin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Valeria Messalina
römische Kaiserin
geboren um 25
gestorben 48

Valeria Messalina war die Tochter von Domitia Lepida und Marcus Valerius Claudius. Um 39 n. Chr. heiratete die blutjunge herbe Schönheit den fast 50 Jahre alten kränkelnden Claudius (10 v. Chr.-54 n. Chr.). Sie hatte ihren Gatten über den despotischen Kaiser Caligula (12-41) kennen gelernt, der den als verblödet geltenden Claudius nur am Leben ließ, um sich über ihn lustig zu machen. Messalina gebar die Tochter Octavia (um 40-62) und den Sohn Britannicus (41-55). Nach einem Staatsstreich im Januar 41 stieg Claudius zum römischen Kaiser auf. Die launische und impulsive Kaiserin gab Bankette und Feste, die bald zu Orgien ausuferten und betrog und belog ihren kaiserlichen Gemahl. Viele Menschen mussten ihretwegen - zum Teil aus nichtigen Gründen - das Leben lassen. Nachts ging Messalina unter dem Namen "Licisca" heimlich der Prostitution nach. Ihrem Ehemann schickte sie ihre Sklavinnen zu Liebesdiensten. Durch einen Trick gelang es Messalina sogar, dass sie ihren Geliebten Gaius Silius, den "schönsten Mann Roms", heiraten konnte. Sie redete Claudius ein, sie habe geträumt, ihr Ehemann würde sterben. Deswegen müsste sie sich scheiden lassen und einen Anderen heiraten, der dann als ihr Gatte stürbe. Während eines Aufenthaltes in Ostia erfuhr Claudius von einem durch Messalina und Silius gegen ihn geplanten Mordanschlag, eilte nach Rom zurück und ließ die Teilnehmer der Hochzeit bei einem Fest verhaften. Silius und andere wurden sofort zum Tod verurteilt, Messalina dagegen sollte noch einmal von Claudius angehört werden. Weil die Gefahr bestand, dass Messalina vom Kaiser noch einmal verziehen würde, ließ der griechische Freigelassene Narcissus sie angeblich auf Befehl von Claudius töten. Als der Kaiser von Messalinas Tod erfuhr, sah er nicht einmal von seinem Essen auf.

Mathilde (Thronerbin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Mathilde
englische Thronerbin
geboren 1102 in London
gestorben am 10. September 1167
in Rouen

Mathilde war die Tochter des Königs Heinrich I. von England (1068-1135). Ihre erste Ehe schloss sie 1114 mit Kaiser Heinrich V. (1086-1125), ihre zweite 1128 mit dem Grafen Gottfried V. von Anjou (1113-1151), genannt Plantagenet. Der Beiname Plantagenet beruht auf dessen Helmzier, einem Ginsterbusch (lateinisch: "Planta genista"). Obwohl sie englische Thronerbin war, konnte sie sich nicht gegen Stephan I. von Blois (um 1097-1154), einen Neffen Heinrichs I., behaupten, der 1135 König von England wurde. 1153 sicherte sie ihrem Sohn Heinrich II. Kurzmantel (1133-1189), dem Gatten Eleonores von Aquitanien (um 1122-1204), die Thronfolge.

Marquise de Montespan biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Marquise de Montespan
(eigentlich Françoise Athénaïs
de Rochechouart)
geboren am 5. Oktober 1641
auf Schloss Tonnay-Charente
(Charente-Maritime)
gestorben am 27. oder 28. Mai 1707
in Bourbon-l'Archambault
bei Moulins (Allier)

Die Marquise de Montespan wurde 1660 Hofdame der französischen Königin Maria Theresia von Österreich (1638-1683), die in jenem Jahr Ludwig XIV. (1638-1715), genannt "Sonnenkönig" (Roi Solei") geheiratet hatte. Ab 1668 hatte sie eine enge Beziehung zu Ludwig XIV., aus der sieben Kinder hervorgingen. Seit 1669 erzog Françoise d'Aubigne (1635-1719) die Kinder Ludwigs XIV. und der Marquise de Montespan. Diese gewann allmählich die Gunst des Königs und wurde 1674 zur Marquise des Maintenon ernannt. Nach dem Tod der Königin Maria Theresia 1683 ließ sich Ludwig XIV. 1684 heimlich mit der Marquise de Maintenon trauen. 1691 zog sich die Marquise de Montespan in ein Kloster zurück.

Octavia (Kaisertochter) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Octavia
römische Kaisertochter
geboren um 40
gestorben 62

Octavia war die Tochter des römischen Kaisers Claudius (10 v. Chr.-54 n. Chr.) und seiner verrufenen Frau Valeria Messalina (um 25-48). Sie heiratete im Jahre 53 den von ihrem Vater adoptierten Nero (37-68), der im Jahr darauf Kaiser wurde. Nero ließ sich 62 von ihr scheiden, um sich mit Poppäa Sabina (um 34-65) vermählen zu können. Octavia wurde zunächst nach Kampanien und später auf die Insel Pandateria verbannt und kurz darauf getötet.

Nofretete (Königin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Nofretete
(auch Nofretari oder Nefertari)
ägyptische Königin
14. Jahrhundert v. Chr.

Nofretete - altägyptisch "die Schöne ist gekommen" - stammte vermutlich aus dem Ausland. Sie wurde die Gemahlin des "Ketzerkönigs" Amenophis IV. (gest. um 1348 v. Chr.), eines Sohnes des Pharaos Amenophis III. und der Teje. Amenophis bestieg etwa 1364 v. Chr. den Thron, erhob die "Sonnenscheibe" (Aton) zum alleinigen Gott und änderte seinen Namen in Echnaton ("der dem Aton wohlgefällig ist") um. Um 1360 v. Chr. zog Echnaton mit seinen Anhängern nach Armarna, das er "Achet Aton" ("Lichtberg Atons") nannte. Nofretete brachte sechs Töchter zur Welt und trat im öffentlichen Leben stark hervor. Ihr Anteil an der religiösen Reform ihres Gatten ist umstritten. Über das Ende von Nofretete und Echnaton gibt es nur Vermutungen. Bereits vor dem Tod ihres Mannes wurde Nofretete in Inschriften nicht mehr erwähnt. Manche Forscher nehmen an, hierfür sei ein Zerwürfnis zwischen dem Königspaar die Ursache gewesen. Andere Experten glauben, dass Nofretete einige Jahre vor ihrem Gemahl starb. Echnaton wurde vielleicht ermordet. 1912 entdeckten deutsche Ausgräber in Amarna eine farbige Kalksteinbüste von Nofretete, die in Berlin-Charlottenburg in der Altägyptischen Sammlung aufbewahrt wird, sowie weitere Bildnisse der Königin, ihrer Töchter und Reliefs der königlichen Familie.

Octavia (Triumvirngattin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Octavia
römische Triumvirngattin
geboren um 70 v. Chr.
gestorben 11 v. Chr.

Octavia war in zweiter Ehe von 40 bis 32 v. Chr. mit Marcus Antonius (um 82-30 v. Chr.) verheiratet. Die anlässlich ihrer Eheschließung geprägte Münze zeigt zum ersten Mal das Abbild einer Römerin auf einem Geldstück. Octavias Bruder Octavian (63-14 n. Chr.) erhielt 40 v. Chr. den Westen des römischen Reiches, ihr Ehemann Marcus Antonius den Osten und Lepidus (um 90-13/12 v. Chr.) Afrika. Octavia und Marcus Antonius hatten eine Stellung wie hellenistische Herrscherpaare inne. Mehrfach versuchte Octavia, im Streit zwischen ihrem Bruder Octavian und ihrem Gemahl Marcus Antonius diplomatisch zu vermitteln. Sie beschaffte ihrem Gatten auch dringend benötigte Truppen und Geldmittel. Ungeachtet dessen wuchs der Einfluss der ägyptischen Königin Kleopatra (69-30 v. Chr.) auf Marcus Antonius. Nach der Heirat von Marcus Antonius und Kleopatra 32 v. Chr. erhielt Octavia den Scheidebrief. Danach widmete sie sich der Erziehung ihrer Kinder. Ihr früherer Gatte Marcus Antonius und seine Geliebte Kleopatra begingen nach Octavians Seesieg von Aktium und der Einnahme von Alexandria im Jahre 30 v. Chr. Selbstmord. Danach wurde Octavian römischer Kaiser und führte ab 27 v. Chr. den vom Senat verliehenen Titel "Augustus" (lateinisch: "der Erhabene").

Sophonisbe (Fürstin) biografien-news(cached at June 19, 2007, 2:08 pm)

Sophonisbe
(Sophoniba, Saphanbaal)
numidische Fürstin
gestorben 203 v. Chr.

Sophonisbe war die Tochter des karthagischen Feldherrn Hasdrubal (gest. 221 v. Chr.). Man verlobte sie zunächst mit dem numidischen Königs Masinissa (um 240-148 v. Chr.), vermählte sie aber später aus politischen Gründen 206 v. Chr. mit Syphax (gest. um 201), den Fürsten eines westnumidischen Stammes, der mit Karthago sympathisierte. Gegen Ende des "2. Punischen Krieges" zwischen Römern und Karthagern (Punier) trat Masinissa zu Rom über. 203 v. Chr. besiegte der römische Feldherr Scipio Africanus der Ältere (236/235-184/183 v. Chr.) den Fürsten Syphax, der gefangen genommen wurde und bald darauf starb. Masinissa erhielt von den Römern das Gebiet seines früheren Gegners Syphax und nahm Sophonisbe zur Frau. Als Scipio Africanus der Ältere die Auslieferung von Sophonisbe an die Römer forderte, vergiftete Masinissa sie.

Caterina Sforza (Fürstin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Caterina Sforza
italienische Fürstin
Herrin von Imola und Forli
geboren 1463
gestorben 1509

Caterina Sforza war das zweite uneheliche Kind von Galeazzo Maria Sforza (1444–1476), des Herzogs von Mailand und seiner verheirateten Geliebten Lucrezia Landriano. Ihr Vater, ein hemmungsloser Tyrann, verlobte sie als Zehnjährige mit dem drei Mal so alten Girolamo Riario, dessen Onkel Papst Sixtus IV. (1414–1484) ihn zum Grafen und päpstlichen Vikar erhob. Weihnachten 1476 starb ihr Vater nach einem Attentat, wenige Wochen später heiratete die 13-Jährige ihren Verlobten, den Herrn von Imola. Im März 1478 brachte Caterina die Tochter Bianca zur Welt, 1479 den Sohn Ottaviano und 1480 den Sohn Cesare. Ihr Gatte erhielt im August 1480 auch die Herrschaft über Forli und wurde Generalkapitän der Kirche. Nach dem Tod von Papst Sixtus IV. stürmte 1484 eine wütende Volksmenge die römische Stadtwohnung der Riarios und den Palast Girolamas und richtete verheerende Schäden an. Weil die Gefahr bestand, dass der neue Papst ihrem Gemahl alle Rechte nehmen würde, besetzte die im siebten Monat schwangere Caterina die Engelsburg und verhinderte die Papstwahl. Erst als die Kardinäle Girolamo die volle Entschädigung für sein zerstörtes Besitztum in Rom und die erneute Belehnung mit Imola und Forli zusicherten, zog Caterina ab und lebte fortan in Forli. 1484 gebar Caterina den Sohn Giovanni Livio, 1485 den Sohn Galeazzo Maria und 1487 den Sohn Francesco („Sforzino“). Nach der Ermordung ihres Gemahls am 14. April 1488 wurde Caterina mit ihrer Familie gefangen genommen und in der Festung San Pietro interniert, konnte jedoch durch eine List fliehen. Zwei Wochen nach ihrer Festnahme stand das von Caterina zu Hilfe gerufene mailändisch-bolognesische Heer mit 12000 Mann vor Forli. Nach ihrem Sieg residierte Caterina in Forli und ihr ältester Sohn Ottaviano in Imola. 1490 verliebte sich die „Tigerin Madonna von Forli“, wie Caterina in Venedig genannt wurde, in den sieben Jahre jüngeren Giacomo Feo, dem sie den Sohn Carlo gebar, bevor sie ihn heimlich heiratete. Am 27. August 1495 fiel Caterinas zweiter Gatte einem Attentat zum Opfer. Daraufhin ließ die Witwe aus Rache nahezu 50 Menschen, die mit den Tätern verwandt waren, niedermetzeln. Im August 1496 verliebte sich Caterina in den vier Jahre jüngeren Adligen Giovanni von Medici, von dem sie im August 1497 schwanger wurde und den sie im September 1497 heimlich heiratete. 1498 schenkte sie ihrem letzten Kind und Lieblingssohn, den sie zunächst Lodovico nannte, das Leben. Nach dem Tod ihres Ehemannes am 14. September 1498 gab sie Lodovico den Namen seines Vaters Giovanni. Erneut Mut bewies Caterina, als Venedig von ihr freien Durchzug für seine gegen Florenz aufgebotenen Truppen forderte und sie sich dagegen weigerte. 1499 erklärte Papst Alexander VI. (1431–1503) Caterina und ihre Söhne als Herrscher wegen Säumigkeit beim Zahlen des Lehenszinses für abgesetzt und erhob seinen Sohn Cesare Borgia (1475–1507) zum Herrn über Forli und Imola. Cesare besiegte am 12. Januar 1500 Caterina, die ihm verwundet übergeben und angeblich mehrfach von ihm vergewaltigt wurde. Erst am 30. Juni 1501 unterzeichnete die „Tigerin“ die gewünschten Abdankungsurkunden. Am 28. Mai 1509 hauchte Caterina Sforza ihr Leben aus. Ihr Lieblingssohn wurde als Giovanni delle Bande Nere das Idol Italiens und der letzte große Condottiere (Söldnerführer).

Chadidscha biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Chadidscha
erste Ehefrau des Propheten Mohammed
geboren um 560
gestorben um 619 in Mekka

Chadidscha war die vermögende Witwe eines Kaufmanns. Sie bot dem rund 20 Jahre jüngeren Mohammed (um 570–632), dem Stifter des Islam, von sich aus die Heirat an, gebar ihm mehrere Kinder, darunter die Tochter Fatima (um 606–632). Chadidscha gilt als die Erste, die an Mohammeds prophetische Sendung glaubte.

Inês de Castro biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Inês de Castro
galicische Adlige
geboren um 1320
ermordet 1355 in Coimbra

Inês de Castro war die Hofdame der ersten Gattin des Infanten Dom Pedro von Portugal (1320–1367), der sie 1354 nach dem Tod seiner Ehefrau heimlich heiratete. König Alfons IV. (gest. 1357) lehnte diese Verbindung aus politischen Gründen ab und ließ Inês ermorden. Dom Pedro rächte sich nach seiner Thronbesteigung 1357 als König Peter I. von Portugal an den Mördern und ließ der Leiche der Ermordeten königliche Ehren zuteil werden. Das Leben von Inês de Castro wurde literarisch in etwa 200 Werken behandelt.

Brunhilde (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Brunhilde
(auch Brunichilde)
fränkische Königin
geboren um 550
ermordet 613

Brunhilde, die Tochter des westgotischen Königs Athanagild, heiratete um 566/567 Sigibert I. von Austrien (gest. 575). Als ihre Schwester Galswintha 567 durch deren Ehemann Chilperich I. von Neustrien (539–584), den Bruder Sigiberts I., ermordet wurde, und dieser seine Nebenfrau Fredegunde heiratete, kam es zwischen den Königen von Austrien und Neustrien zum Bruderkrieg. Bei dem Streit war Brunhilde mit ihren Rachegefühlen die treibende Kraft. Nach der Ermordung ihres Gatten Sigibert I. regierte sie ab 575 für ihren unmündigen Sohn Childebert II. und nach dessen Tod 596 für ihre Enkel in Austrasien und Burgund. Mutig trat sie für die Rechte des Königtums gegenüber dem Adel ein, wurde jedoch gestürzt und zu Tode geschleift. Ihr Name lebt vielleicht im „Nibelungenlied“ fort, in dem sie als Gattin des Burgunderkönigs Gunther erwähnt wird.

Boudicca (Fürstin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Boudicca
(auch Baudicea oder Boadicea)
britannische Fürstin
gestorben 61 oder 62 n. Chr.

Boudicca war die Frau des Königs Prasutagus (gest. 60 n. Chr.), des Herrschers der damals in Norfolk heimischen keltischen Icener. Prasutagus vermachte sein Reich zu gleichen Teilen an seine Töchter und den römischen Kaiser Nero (37–68), um seinen Nachlass und seine Familie vor den Römern zu schützen. Ungeachtet dessen misshandelten römische Soldaten nach dem Tod von Prasutagus seine Witwe, vergewaltigten seine Töchter und raubten das Land aus. Als der römische Statthalter Suetonius Paullinus im Jahre 61 mit einem Teil seines Heeres auf einer Expedition zur Insel Mona unterwegs war, nutzte Boudicca diese günstige Gelegenheit zu einem Aufstand gegen die römischen Invasoren. Bald konnte sie Camulodunum (Colchester), Londinum (London) und Verulamium (Saint Albans) erobern. Daraufhin floh der römische Prokurator Catus nach Gallien, aber der römische Statthalter Suetonius Paullinus eilte zurück und stellte sich trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit zum Kampf. Vor der Entscheidungsschlacht hielt die mutige Königin Boudicca eine Rede und fuhr danach mit ihren beiden Töchtern im Kampfwagen gegen die Römer und lenkte die Schlacht. Doch das Kriegsglück stand auf der Seite der Römer. Laut Angaben des römischen Historikers Tacitus (um 56–120) starben 70000 Römer und Bundesgenossen und nach manchen Berichten etwa 80000 Britannier bei der Schlacht. Nach ihrer Niederlage nahm sich Boudicca mit Gift das Leben, um der Gefangenschaft und Schande zu entgehen.

Laetizia Bonaparte biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Laetizia Bonaparte
(auch Laeticia)
geborene Ramolino
Mutter von Kaiser Napoléon I.
geboren am 24. August 1750 in Ajaccio
gestorben am 2. Februar 1836 in Rom

Laetizia Ramolino heiratete 1764 den korsischen Advokaten Charles Maria Bonaparte (1746–1785) und brachte am 15. August 1769 Napoléon Bonaparte – eigentlich Napoleone Buonaparte – zur Welt. 1773 ernannte man ihren Gatten zum königlichen Rat. 1804 wurde ihr Sohn als Napoléon I. französischer Kaiser. Damals erhielt sie den Titel „Kaiserliche Hoheit“ – man nannte sie auch „Madam Mere“. 1815 wurde Napoléon I. bei Waterloo vernichtend geschlagen und nach der Niederlage verbannt. Ab jenem Jahr lebte Laetizia Bonaparte in Rom. Ihr Sohn Napoléon Bonaparte starb am 5. Mai 1821 in Longwood (Sankt Helena).

Cornelia (Vestalin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Cornelia
römische Vestalin
gestorben um 91 n. Chr.

Cornelia war die Vorsteherin der „Vestalischen Jungfrauen“ (Vestalinnen). Als Vestalinnen bezeichnete man jungfräuliche, aus vornehmen römischen Familien stammende Dienerinnen der Göttin Vesta, die das Staatsfeuer im Tempel der Vesta bewahrten. Sie mussten sich zu 30-jährigem Dienst verpflichten, besaßen Ehrenrechte und trugen den Ehrentitel „Virginia sanctae“ („heilige Jungfrauen“). Wenn sie ihre Jungfräulichkeit verloren, wurden sie lebendig eingemauert. Der römische Kaiser Domitian (51–96) verurteilte Cornelia 91 n. Chr. feierlich wegen Unzucht. Daraufhin wurde sie lebendig eingemauert. In einem vorangegangenen Prozess, bei dem zwei oder vier andere Vestalinnen verurteilt wurden, war sie noch freigesprochen worden.

Elisa Bonaparte biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elisa Bonaparte
geborene Maria Anna Bonaparte,
genannt Elisa
verheiratete Maria Anna Bacciochi
älteste Schwester von Napoléon I. und Großherzogin
geboren am 3. Januar 1777 in Ajaccio
gestorben am 6. August 1820
auf Schloss Sant’Andrea bei Triest

Maria Anna Bonaparte, die älteste Schwester des französischen Kaisers Napoléon I. (1769–1821), wurde 1805 Fürstin von Piombino und Lucca, 1806 Herzogin von Massa-Carrara und 1809 Großherzogin von Toskana. Sie heiratete 1797 Felice Pasquale Bacciocchi (1762–1841), der durch die Ehe die Titel, aber nicht die Herrschaftsrechte erhielt.

Cornelia (Patrizierin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Cornelia
altrömische Patrizierin
gestorben nach 121 v. Chr.

Cornelia war die Tochter des römischen Politikers und Feldherrn Scipio Africanus des Älteren (um 236/235–184/183 v. Chr.). Sie heiratete den Konsul Tiberius Sempronius Gracchus (gest. 153 v. Chr.) und gebar die Tochter Sempronia sowie die Söhne Tiberius und Gajus Gracchus. Sempronia wurde später die Gattin des Politikers und Feldherrn Scipio Africanus des Jüngeren (185/184–129 v. Chr.). Die Söhne Tiberius (162–133 v. Chr.) und Gajus Gracchus (153–121 v. Chr.) stiegen zu Volkstribunen auf. 153 v. Chr. wurde Cornelia Witwe. Der spätere König von Ägypten, Ptolemaios VIII. Euergetes (um 180–116 v. Chr.), der Wohltäter oder Dickbauch genannt, warb vergeblich um sie. Ihr Sohn Tiberius wurde erschlagen, ihr Sohn Gajus Gracchus ließ sich nach einem misslungenen Aufruhr von einem Sklaven töten.

Christine von Schweden (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Christine von Schweden
schwedische Königin
geboren am 17. Dezember 1626 in Stockholm
gestorben am 19. April 1689 in Rom

Christine war die Tochter des schwedischen Königs Gustav II. Adolf (1594–1632) und seiner Gattin Marie Eleonore von Brandenburg. Nach dem Tod ihres Vaters in der Schlacht bei Lützen regierte Christine von 1632 bis 1644 unter der Führung des Reichskanzlers Axel Gustavsson Oxenstierna (1583–1654). Als 18-Jährige trat sie selbst die Regierung an. Bis 1646 folgte sie den Ratschlägen des Reichskanzlers Oxenstierna, dem sie danach Gabriel de la Gardie vorzog. Am 6. Juni 1654 dankte sie zugunsten ihres Vetters Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken (1622–1660) ab, konvertierte am 3. November 1655 in Innsbruck zum katholischen Glauben und ritt am Weihnachtstag jenes Jahres in Rom ein. Wegen ihrer Vorliebe für Alexander den Großen (356–323 v. Chr.) gab ihr Papst Alexander der Große (1610–1691) bei der Firmung den Namen Alessandra. Christine lebte zunächst in Rom und später zwei Jahre in Paris, wo man sie nach der Vergiftung eines ihrer vielen Liebhaber, des Oberstallmeisters Marchese Giovanni, hinauskomplimentierte. Ihre große Liebe wurde der Kurienkardinal Decio Azzolino, der sie nach ihrem Tod im Petersdom beisetzen ließ. Man nannte sie „Sybille des Nordens“, „Zehnte Muse“ und „schwedische Pallas“.

Sophie Chotek biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Sophie Chotek
geborene Sophie Chotek
von Chotkowa und Wrognin
Gräfin und Herzogin
geboren am 1. März 1868 in Stuttgart
ermordet am 28. Juni 1914 in Sarajevo

Sophie Gräfin Chotek, die Hofdame der Erzherzogin Isabella, heiratete 1900 den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand (1863–1914). Ihr Gatte war der älteste Sohn des Erzherzogs Karl Ludwig und seiner Frau Maria Annunciata von Neapel-Sizilien und seit dem Freitod des Kronprinzen Rudolf (1858–1889) habsburgischer Thronfolger. Die Hochzeit erfolgte unter Verzicht auf den Thronanspruch seiner Nachkommen, da die Verbindung nicht standesgemäß galt. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. 1909 ernannte man Sophie zur Herzogin von Hohenberg. Sophie und ihr Gemahl wurden am 28. Juni 1914 durch von dem serbischen Nationalisten Gavrilo Princip (1894–1918) in Sarajevo erschossen, was den Anlass für den Ausbruch des Ersten Weltkrieg (1914–1918) gab.

Charlotte von Mexiko (Kaiserin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Charlotte von Mexiko
Kaiserin von Mexiko
geboren am 7. Juni 1840 in Laeken (Brüssel)
gestorben am 19. Januar 1927 in Bouchoute bei Brüssel

Charlotte, die Tochter des Königs Leopold von Belgien (1790–1865), heiratete 1857 den österreichischen Erzherzog Ferdinand Maximilian (1832–1867), einen Bruder des Kaisers Franz Joseph I. (1830–1916). Ihr Gatte verwaltete von 1857 bis 1859 das Königreich Lombardo-Venetien. Auf Wunsch des französischen Kaisers Napoléon III. (1809–1873), der ihm militärische Unterstützung zusicherte, nahm Ferdinand Maximilian im Oktober 1863 die mexikanische Kaiserkrone an und vertrieb mit Hilfe französischer Truppen den mexikanischen Präsidenten Benito Juárez García (1806–1872). Als die USA nach Ende des Sezessionskrieges (1861–1865) den Abzug der französischen Truppen forderten, verließ Ferdinand Maximilian nicht das Land. Nachdem er in Querétaro eingeschlossen wurde, ergab er sich am 14. Mai 1867 Benito Juárez García. Ein Kriegsgericht verurteilte ihn zum Tod, und er wurde am 19. Juni 1867 erschossen. Charlotte verfiel bereits 1866 in geistige Umnachtung.

Beatrix von Ungarn biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Beatrix von Ungarn
(auch Beatrice)
ungarische Königin
geboren am 14. November 1457in Neapel
gestorben am 13. September 1508 auf Ischia

Beatrix, die Tochter des Königs Ferdinand I. von Neapel und Aragonien (1423–1494), wurde 1475 mit dem König Matthias I. Corvinus von Ungarn und Böhmen (um 1440–1490) – auch Matthias Hunyadi genannt – vermählt. Sie förderte die Ausbreitung der italienischen Renaissance-Kultur am ungarischen Hof. Nach dem Tod ihres Gatten heiratete Beatrix den böhmischen König Wladislaw II. (1456–1516), der bereits nach seiner Krönung 1490 zum König von Ungarn die Scheidung betrieb. Beatrix starb verlassen in einem Kloster auf der Insel Ischia.

Auguste Victoria (Kaiserin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Auguste Victoria
letzte deutsche Kaiserin und preußische Königin
geboren am 22. Oktober 1858 in Dolzig (Niedersachsen)
gestorben am 11. April 1921 in Schloss Doorn (Niederlande)

Auguste Victoria war die Tochter des Herzogs Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1829–1880) und dessen Frau Adelheid, geborene Prinzessin zu Hohenlohe Langenburg. Sie heiratete 1881 den Prinzen Wilhelm (1859–1941), den ältesten Sohn des damaligen preußischen Königs Friedrich III. (1831–1888), der 1888 zum Kaiser Friedrich aufstieg, jedoch nach nur 99-tägiger Regierung an Krebs starb. Ihr Gatte Wilhelm II. war von 1888 bis 1918 deutscher Kaiser und König von Preußen. Auguste Viktoria betätigte sich vor allem auf kirchlich-sozialem Gebiet. Nach ihrem Tod heiratete der 1918 abgedankte Kaiser 1922 die verwitwete Prinzessin Hermine von Schönaich-Carolath (1887–1947).

Augusta von Preußen (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Augusta von Preußen
preußische Königin und deutsche Kaiserin
geboren am 30. September 1811in Weimar
gestorben am 7. Januar 1890 in Berlin

Augusta, die Tochter des Großherzogs Karl Friedrich von Sachsen-Weimar und der Großfürstin Maria Pawlowna, heiratete am 11. Juni 1829 den Prinzen Wilhelm (1797–1888), den zweiten Sohn des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. (1770–1840). Ihr Gatte wurde 1861 König von Preußen und 1871 als Wilhelm I. deutscher Kaiser. Zunächst übte Augusta starken Einfluss auf ihren Gemahl zugunsten einer liberal-konservativen und pro-britischen Politik aus. Nachdem der preußisch-deutsche Staatsmann Otto von Bismarck (1815–1898) sie von politischer Einflussnahme ausschaltete, widmete sich sie vor allem wohltätigen Zwecken.

Artemisia (Fürstin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Artemisia
karische Fürstin
viertes Jahrhundert v. Chr.

Artemisia war die Tochter des Fürsten Hekatomnos von Mylasa (Karien) sowie die Schwester und Gattin des karischen Herrschers (Königs) Mausolos (gest. 353 v. Chr.). Nach dem Tod ihres Mannes herrschte sie von 353 bis 351 v. Chr. über Karien und Rhodos. Artemisia vollendete den von Mausolos begonnenen monumentalen Grabbau: das Mausoleum von Halikarnassos, eines der „Sieben Weltwunder“. Dazu holte sie Künstler aus ganz Hellas. Die Gesamthöhe des Mausoleums von 50 Metern entfiel zu gleichen Teilen auf einen Quadersockel und ein Hauptgeschoss, das von 36 Säulen umgeben wurde und eine 24-stufige Pyramide als Dach hatte. Das Mausoleum wurde später völlig abgetragen. Reste der Skulpturen befinden sich heute im „Britischen Museum“ in London.

Anna Constanze von Cosel biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Anna Constanze
von Cosel
(auch Cossel, Cossell)
Reichsgräfin
geboren am 17. Oktober 1680 in Depenau (heute zu Stolpe)
gestorben am 31. März 1765 in Stolpen bei Pirna

Anna Constance Gräfin von Cosel, die Tochter des dänischen Obersten J. von Brockdorff, ließ sich 1699 vom sächsischen Kabinettsminister Adolf von Hoym scheiden, um die Geliebte von August II. dem Starken (1670–1733) zu werden, der seit 1694 Kurfürst von Sachsen sowie von 1697 bis 1706 und von 1709 bis zu seinem Tod König von Polen war. Fast ein Jahrzehnt lang stand sie als königliche Mätresse im Mittelpunkt des Hofes. 1707 wurde sie zur Reichsgräfin erhoben. Vom König erreichte sie die geheime schriftliche Zusage, ihre Kinder seien erbberechtigt. Als sie sich in die Politik einmischte und ihre Kinder als legitime Erben durchsetzen wollte, fiel sie 1712 in Ungnade. August forderte die Herausgabe der Geheimschrift, was ihm jedoch verweigert wurde. 1716 nahm man die Reichsgräfin gefangen und hielt sie bis zu ihrem Tod auf Schloss Stolpen in Haft. 1724 wurden ihre Kinder in den polnischen Grafenstand erhoben.

Beatrix von Burgund biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Beatrix von Burgund
deutsche Kaiserin
geboren um 1144
gestorben am 15. November 1184

Beatrix von Burgund, die Alleinerbin der Grafschaft Burgund, heiratete im Sommer 1156 in Würzburg den deutschen Kaiser Friedrich I. (1122–1190), wegen seines roten Bartes „Barbarossa“ genannt. In Burgund regierte sie zeitweise selbstständig. Sie hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Kultur in Burgund. Mit Barbarossa, dem volkstümlichsten deutschen Kaiser des deutschen Mittelalters, führte sie eine harmonische Ehe. Der Kaiser ertrank auf dem dritten Kreuzzug im Fluss Salef (Göksu nehri).

Begga biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Begga
fränkische Adlige und Heilige
gestorben am 17. Dezember 693 oder 695 in Andenne

Begga war die Tochter von Pippin I. dem Älteren (um 580–um 640) – auch Pippin von Landen genannt. Ihr Vater fungierte als Hausmeier und Berater der fränkischen Könige Dagobert I. (um 605/610–639) und dessen Sohnes Sigibert III. von Austrien (629–656). Als Hausmeier bezeichnete man ursprünglich bei den germanischen Völkern den Vorsteher des königlichen Hauswesens und später ab etwa 600 im Fränkischen Reich den Führer des kriegerischen Gefolges. Unter Austrien (auch Astrasien oder Auster) versteht man den östlichen Teil des merowingischen Frankenreiches, als Neustrien den westlichen. Begga heiratete den fränkischen Herzog Ansegisel, den Sohn Arnulfs von Metz (um 580–um 640), der 632 Hausmeier von Sigibert III. von Austrien wurde. Um 640 brachte sie Pippin II. den Mittleren (um 640–714) zur Welt. Beggas Gatte Ansegisel starb 685. Nach Rückkehr von einer Wallfahrt nach Rom gründete Begga die sieben Kapellen von Andenne an der Maas, die den sieben Hauptkirchen Roms entsprechen. Angeblich sollen ihr Vögel im Traum den Platz gezeigt haben. Man sprach sie heilig.

Barbara Blomberg biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Barbara Blomberg
(auch Blumberger, Plumberger)
geboren um 1528 in Regensburg
gestorben am 18. Dezember 1597 in Ambrosero (Spanien)

Barbara Blomberg, die erste Tochter des Handwerkers Wolfgang Blomberg und seiner Frau Sybilla, wurde die Geliebte von Kaiser Karl V. (1500–1558), der während der Reichstage in Regensburg im Gasthof „Goldenes Kreuz“ wohnte. Aus dieser Verbindung stammt der am 24. Februar 1547 unehelich geborene Sohn Hieronymus, der mit zwölf Jahren offiziell als Sohn des Kaisers anerkannt wurde und fortan Don Juan de Austria (1547–1578) hieß. Nach der Geburt zeigte der Kaiser kein Interesse mehr an Barbara Blomberg, die den kaiserlichen Offizier Hieronymus Kegel heiratete und mit ihm drei weitere Kinder hatte. Don Juan de Austria galt seit seinem Sieg 1571 über die Türken in der Seeschlacht bei Lepanto als „Retter des Abendlandes“ und „größter Held der Christenheit“ und wurde 1576 Generalstatthalter der Niederlande. Auf Drängen von Don Juan verließ Barbara Blomberg die Niederlande und ließ sich 1577 in Spanien nieder. Kurz vor seinem Tod am 1. Oktober 1578 setzte sich Don Juan bei seinem Halbbruder König Philipp II. (1527–1598) dafür ein, dass seine Mutter jährlich 3000 Dukaten erhielt. Die gebürtige Regensburgerin starb im Alter von etwa 70 Jahren in Spanien.

Bertrada die Jüngere (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Bertrada die Jüngere
fränkische Königin
gestorben 783

Bertrada die Jüngere war die Gattin des Königs Pippin III. der Jüngere (um 714–768) sowie die Mutter von Karl dem Großen (747–814) und Karlmann (um 751–771). Als Witwe des Königs versuchte sie, bei den Streitigkeiten zwischen ihren Söhnen zu vermitteln. 770 startete sie eine Friedensaktion. Sie erreichte einen Ausgleich mit Tassilo III. von Bayern (um 741–nach 794) und dem Langobardenkönig Desiderius (gest. 774). Ihre Heiratspläne scheiterten. Der Tod ihres Sohnes Karlmann beendete den Bruderzwist und ihre politische Rolle. Karl der Große heiratete zwar 770 Desiderata, die Tochter des Langobardenkönigs, trennte sich aber bald wieder von ihr. Er vermählte sich 771 mit der Alemannin Hildegard (gest. 783), die ihm vier Söhne und fünf Töchter gebar, 783 mit der Fränkin Fastrada (gest. 794), die ihm zwei Töchter schenkte, und 796 mit der Alemannin Liutgard (gest. 800). Zudem hatte er aus sechs so genannten Friedelehen sieben Kinder.

Bertha biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Bertha
fränkische Königstochter
geboren um 780
gestorben nach 829

Bertha war die Tochter des Königs der Franken und Langobarden und späteren Kaisers Karl der Große (747–814). Sie wurde die Geliebte des fränkischen Abtes Angilbert (um 745–814), der meistens am Hofe Karls des Großen lebte und dem sie zwei Söhne gebar. Einer ihrer Söhne war der Chronist Nithard (gest. 844). Vermutlich fußt die Sage von „Eginhard und Emma“ auf Bertha.

Agnes Bernauer biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Agnes Bernauer
(auch Pernauer, Perner, Berner)
gestorben am 12. Oktober 1435 in Straubing

Agnes Bernauer, die Tochter eines Augsburger Baders, heiratete 1432 den Herzog Albrecht III. von Bayern-München (1401–1460), genannt der Fromme. Ihr Schwiegervater Herzog Ernst (1373–1438) lehnte die unstandesgemäße Heirat aus staatsrechtlichen Gründen ab und schloss sich 1435 mit seinem Cousin, Herzog Heinrich VI. dem Reichen von Bayern-Landshut (1386–1450), und dem Münchener Bürgermeister Liegsalz zusammen, um die unerwünschte Schwiegertochter loszuwerden. Herzog Heinrich der Reiche lud den nichts ahnenden Albrecht III. zu einem Jagdvergnügen ein, damit die sich allein im Straubinger Schloss aufhaltende Agnes verhaftet werden konnte. Als sich die auf baldige Rückkehr ihres Gemahls hoffende Agnes trotz der Androhung von Folter weigerte, ihr Eheverlöbnis zu widerrufen, klagte man sie in einem Schnellverfahren des Liebes- und Schadenzaubers an. Ihr Schwiegervater verurteilte sie zum Tod durch Ertränken. Man befestigte die rechte Hand von Agnes an ihre linke große Zehe und die linke Hand an die rechte große Zehe, damit sie sich nicht bewegen konnte, und warf sie noch am Tag ihrer Verhaftung in die Donau. Als Albrecht III. von dieser ruchlosen Tat erfuhr, verbündete er sich mit dem Herzog von Bayern-Ingolstadt, Ludwig der Bärtige (1368–1447), dem schärfsten Gegner seines Vaters, und es kam zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn. Erst nach Vermittlung des Stiftsdekans von Indersdorf, Johannes Prunner, und des Kaisers Sigismund (gest. 1437) versöhnte sich Albrecht III. mit dem Vater, wogegen er dem Herzog Heinrich dem Reichen von Bayern-Landshut nie verzieh. Albrecht III. vermählte sich später mit Anna von Braunschweig-Grubenhagen. 1440 lehnte er die ihm angebotene böhmische Krone ab.

Caroline Bonaparte (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Caroline Bonaparte
geborene Marie-Annonciade Bonaparte
jüngste Schwester Napoléons und Königin von Neapel
geboren am 25. März 1782 in Ajaccio
gestorben am 15. Mai 1839 in Florenz

Caroline Bonaparte heiratete 1800 den französischen Divisionsgeneral Joachim Murat (1767–1815), der 1804 Marschall und 1805 „Kaiserlicher Prinz“ wurde. An seiner Seite war sie von 1806 bis 1808 Großherzogin von Kleve und Berg sowie von 1808 bis 1814 Königin von Neapel. 1814 verbündete sich Murat mit Österreich, schloss sich aber während der „Hundert Tage“ 1815 wieder Napoléon I. (1769–1821) an. Beim Versuch, das wieder bourbonische Neapel zurückzuerobern, geriet er in Gefangenschaft und wurde standrechtlich erschossen.

Désirée Eugenie Bernardine (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Désirée Eugenie Bernardine
geborene Clary
schwedische Königin
geboren am 8. November 1777 in Marseille
gestorben am 17. Dezember 1860 in Stockholm

Désirée Eugenie Bernardine Clary war die Tochter eines Seidenhändlers. Sie verlobte sich zunächst mit Napoléon Bonaparte (1769–1821), dem späteren französischen Kaiser Napoléon I., heiratete aber 1798 Jean-Baptiste Bernadotte, der 1818 als Karl XIV. Johann (1763–1844) König von Schweden wurde. Erst ab 1823 lebte sie ständig in Schweden.

Hadwig von Schwaben (Herzogin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Hadwig von Schwaben
(auch Hadewig, Hedwig)
Herzogin von Schwaben
geboren um 940
gestorben am 26. August 994

Hadwig war die Tochter des Herzogs Heinrich I. von Bayern (919/920–955). Ursprünglich sollte sie einen byzanthinischen Prinzen heiraten und wurde von griechischen Lehrern und Geistlichen unterrichtet. Doch um 955 heiratete sie Burchard II. von Schwaben (gest. 973). Mit ihrem Mann gründete sie das Kloster Hohentwiel. Nach dem Tod ihres Gatten residierte sie in Hohentwiel und übte unter dem Titel „dux“ Herzogsgewalt aus, obwohl neben ihr nacheinander zwei von Kaiser Otto II. (955–983) eingesetzte Herzöge von Schwaben regierten.

Hatschepsut (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Hatschepsut
ägyptische Königin
Regierungszeit 1490–1468 v. Chr.

Hatschepsut war die Tochter des ägyptischen Pharaos Tutmosis I. und dessen Halbschwester Ahmes. Sie vermählte sich mit ihrem Halbbruder Tutmosis II., dem Sohn einer Nebenfrau, der sich durch diese Heirat als Herrscher legitimierte. Nach dem Tod ihres Gatten blieb außer Töchtern nur der minderjährige Stiefsohn Tutmosis III., der ebenfalls von einer Nebenfrau stammte und noch zu jung war, um die Regentschaft zu übernehmen. Tutmosis III. heiratete Hatschepsut, die die Macht ergriff und behauptete. Bald verschwand der Name ihres Stiefsohnes, der bis 1467 ihr Prinzgemahl war, aus den königlichen Dokumenten. Mit Ausnahme des Beinamens „Mächtiger Stier“ eignete sich Hatschepsut alle Titel an, die einem Pharao zustanden, und erklärte sich zur Tochter des Gottes Amun. Ihre Regierungszeit gilt als Höhepunkt der Machtentfaltung des „Neuen Reiches“. Während dieser Zeit erfolgte die Handelsexpedition nach Punt (Ostafrika). Berühmt ist der von Hatschepsut errichtete Terrassentempel bei Deir el-Bahri, der als eines der größten Meisterwerke ägyptischer Baukunst gilt. Später wurde Hatschepsut durch den herangewachsenen Tutmosis III. entmachtet.

Gisela (Kaiserin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Gisela
römische Kaiserin
geboren um 990
gestorben am 15. Februar 1043 in Goslar

Gisela war die Tochter des Herzog Hermann II. von Schwaben (gest. 1003) und seiner Frau Gerberga von Burgund, einer Schwester des Königs Rudolf II. von Hochburgund (gest. 937). Um 1013 heiratete sie den Grafen Bruno von Braunschweig und 1015 den Herzog Ernst I. von Schwaben. Vermutlich 1017 vermählte sie sich mit dem späteren König und Kaiser Konrad II. (um 990–1039). Sie war die Mutter von Herzog Ernst II. von Schwaben (um 1010–1030) und des späteren Kaisers Heinrich III. (1017–1056).

Galla Placida (Kaiserin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Galla Placida
weströmische Kaiserin
geboren um 390 in Konstantinopel
gestorben am 27. November 450 in Rom

Galla Placida, die Tochter des römischen Kaisers Theodosius I. der Große (347–395) und seiner Frau Gallas, kam nach dem frühen Tod ihrer Eltern in die Obhut von Serena, einer Nichte ihres Vaters, die mit Stilicho (um 365–408), dem germanischen Heermeister, verheiratet war. Nach Stilichos Hinrichtung in Ravenna hielt sich Placida mit Serena in Rom auf, wo sie um 408 als Geisel in die Gewalt der Westgoten geriet, deren König Athaulf sie 414 heiratete, jedoch schon 415 starb. Auf Wunsch ihres Stiefbruders, des weströmischen Kaisers Honorius (384–423), vermählte sich Galla Placida 417 mit dem Heermeister und späteren weströmischen Kaiser Konstantius III., der sie 421 zur „Augusta“ (Kaiserin) erhob. Bereits am 2. September 421 wurde sie erneut Witwe und mit ihren Kindern Honorius und Valentinian nach Konstantinopel verbannt. Als der weströmische Kaiser Honorius starb, kehrte sie nach Rom zurück und sicherte 425 ihrem Sohn Valentinian III. (419–455), für den sie bis 437 die Regierung führte, den Thron.

Fredegunde (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Fredegunde
fränkische Königin
geboren um 550
gestorben 597

Fredegunde war die unfrei geborene Nebenfrau des fränkischen Königs Chilperich I. von Neustrien (539–584). Ihretwegen verstieß Chilperich I. seine Gattin Königin Galswinda, die Tochter des Westgotenkönigs Athanagild und Schwester von Brunhilde (um 550–613), ließ sie 567 ermorden und heiratete Fredegunde. Als man Chilperich 584 ermordete, übernahm Fredegunde die Regentschaft für ihren Sohn Chlotar II. (um 500–561).

Hedwig von Polen (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Hedwig von Polen
(auch Jadwiga)
polnische Königin
geboren um 1374
gestorben am 17. Juli 1399 in Krakau

Hedwig war die jüngste Tochter Ludwigs I. des Großen von Ungarn (1326-1382) und dessen Gattin Elisabeth von Bosnien. Nach dem Tod ihres Vaters, der seit 1370 auch König von Polen war, wurde sie zur polnischen Thronerbin bestimmt. Gemäß dem polnisch-litauischen Unionsvertrag von Krewo 1385 heiratete sie 1386 den gleichzeitig römisch-katholisch getauften und zum polnischen König gewählten Großfürsten von Litauen, Jagiello (um 1351–1434).

Flavia Julia Helena biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Flavia Julia Helena
Mutter von Kaiser Konstantin und Heilige
geboren 257
in Drepanon (Bithnien)
gestorben um 336 in Rom oder Nikomedia (Izmit)

Flavia Julia Helena, die Tochter eines heidnischen Schankwirts, war von etwa 270 bis 285 die Geliebte des späteren römischen Kaisers Konstantius I. Chlorus, der Blasse (um 250–306). Aus dieser Verbindung ging der spätere Kaiser Konstantin der Große (280–337) hervor. Konstantius I. Chlorus verstieß Flavia Julia Helena, um Theodora, die Tochter des römischen Kaiser Maximian (um 240–310), zu heiraten. 305 erhob man Konstantius zum „Augustus“ (Kaiser). Er starb im Jahr darauf während eines Feldzuges gegen Pikten und Skoten in Eburacum (heute York). 306 wurde Konstantin vom Heer zum „Augustus“ ausgerufen. Von da ab lebte Helena am Hof ihres kaiserlichen Sohnes. 312 wurde sie Christin und machte sich durch karitative Tätigkeiten verdient. 325 ernannte ihr Sohn sie zur „Augusta“ (Kaiserin). Bei einer Wallfahrt in das „Heilige Land“ soll Flavia Julia Helena laut Legende das Kreuz Christi entdeckt haben. Auch die Überführung des „Heiligen Rocks“ und der Gebeine des Apostels Matthias nach Trier, der kaiserlichen Residenz, schreibt man ihr laut Legende zu.

Anna Hyde (Herzogin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Anna Hyde
Herzogin von York
geboren am 12. März 1637 in Windsor
gestorben am 31. März 1671

Anna Hyde war die Tochter von Edward Hyde (1609–1674), der 1660 zum Lordkanzler des in jenem Jahr gekrönten Königs Karl II. (1630–1685) und 1661 zum 1. Earl of Clarendon ernannt wurde. Sie heiratete 1660 den Herzog von York, der von 1685 bis 1689 als Jakob II. (1633–1701) König von England und als Jakob VII. König von Schottland war. Aus der Ehe stammen die englischen Königinnen Maria II. (1662–1694) und Anna (1665–1714). 1670 trat Anna Hyde zum katholischen Glauben über.

Hortense (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Hortense
niederländische Königin
geboren am 10. April 1783 in Paris
gestorben am 3. Oktober 1837 in Arenenberg (Thurgau)

Hortense war die Tochter des französischen Generals Alexandre Vicomte de Beauharnais (1760–1794) und seiner Gattin Marie-Joséphe-Rose Tascher de la Pagerie (1763–1814). Ihr Vater wurde am 23. Juli 1794 hingerichtet, weil er als Kommandant der Rheinarmee 1793 angeblich die Übergabe von Mainz verschuldet hatte. Ihre Mutter heiratete 1796 den General Napoléon Bonaparte (1769–1821) und nannte sich fortan Joséphine. Auf Wunsch ihrer Mutter und ihres Stiefvaters heiratete Hortense im Januar 1802 gegen ihren Willen Napoléons jüngsten Bruder Louis Bonaparte (1778–1846), der im Juni 1806 zum König von Holland ernannt wurde. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor, von denen der älteste, Napoléon Charles, der Erbe des 1804 zum französischen Kaiser aufgestiegenen Napoléon I. werden sollte, aber im Alter von viereinhalb Jahren starb. Louis Bonaparte verzichtete im Juli 1810 auf den holländischen Thron und ging nach Italien, Hortense kehrte mit ihren Söhnen Louis und Louis Napoléon nach Paris zurück und begann eine Liaison mit dem Grafen Charles de Flahaut, aus der ein Sohn hervorging. Nach dem Zusammenbruch des französischen Kaiserreiches 1815 lebte Hortense in Augsburg und später auf Schloss Arenenberg in der Schweiz. Ihr Sohn Louis Napoléon wurde 1852 als Napoléon III. (1809–1873) zum Kaiser gekrönt.

Henriette Maria (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Henriette Maria
englische Königin
geboren am 25. November 1609 in Paris
gestorben am 10. September 1669 auf Schloss Colombes bei Paris

Henriette Maria war die Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553–1610) und seiner Frau Maria von Medici (1573–1642). 1625 heiratete sie König Karl I. von England (1600–1649). 1644 ging sie nach Frankreich, von 1660 bis 1665 lebte sie in England. Ihr Gemahl Karl I. wurde 1648 vom englischen Heer gefangen genommen und 1649 auf Betreiben des Heerführers Oliver Cromwell (1599–1658) verurteilt und hingerichtet.

Henriette Anna (Herzogin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Henriette Anna
Herzogin von Orléans
geboren am 16. Juni 1644 in Exeter
gestorben am 30. Juni 1670 in Saint-Cloud

Henriette Anna war die Tochter des Königs Karl I. von England (1600–1649) und seiner Gattin Henrietta Maria (1609–1669). Sie wuchs in Frankreich auf, wo sie 1661 Philipp von Orléans (1640–1701), den einzigen Bruder von König Ludwig XIV. (1638–1715), genannt „Sonnenkönig“, heiratete. Sie leitete auf französischer Seite die Geheimverhandlungen mit ihrem Bruder Karl II. von England (1630–1685), die zum Geheimvertrag von Dover führten. Henriette Anna wurde vielleicht vergiftet.

Fatima biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Fatima
Tochter des Propheten Mohammed
geboren um 606
gestorben 632 in Medina

Fatima war die vierte und jüngste Tochter des Propheten Mohammed (um 570–632), des Stifters des Islam, aus dessen erster Ehe mit der Kaufmannswitwe Chadidscha (um 560–619). Sie heiratete den Vetter ihres Vaters, den späteren vierten Kalifen Ali Ibn Abi Talib (um 600–661). Fatima brachte die Söhne Hasan (625–669) und Hussein (gest. 680) sowie den schon als Kind gestorbenen Sohn Muhassin und zwei Töchter zur Welt. Hasan und Hussein sind die einzigen männlichen Nachkommen des Propheten, die so genannten Fatimiden. Die Schiiten verehren Fatima wie eine Heilige. Im Bürgerkrieg von 660 machte der Statthalter von Syrien, Muawija (um 605–680), Ali Ibn Abi Talib die Kalifenwürde streitig. Ali Ibn Talib starb am 24. Januar 661 an den Folgen eines Attentats in Al Kufa. Danach war Muawija Kalif und einigte das Reich.

Flavia Maxima Fausta (Kaiserin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Flavia Maxima Fausta (Kaiserin)
römische Kaiserin
geboren um 298
ermordet 326 in Trier

Flavia Maxima Fausta, die Tochter des römischen Kaisers Maximian (um 240–310) und der Syrerin Eutropia, heiratete 307 den römischen Kaiser Konstantin den Großen (280–337). Aus ihrer Ehe gingen die Söhne Konstantin II. (316/317–340), Konstantius II. (317–361) und Konstans (320–350) hervor. Flavia Maxima Fausta soll 326 durch falsche Anschuldigungen die Hinrichtung ihres Stiefsohnes Crispus 326 erreicht haben. Auf Befehl ihres Gatten wurde auch sie kurz danach getötet.

Elisabeth (Pfalzgräfin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elisabeth
Pfalzgräfin bei Rhein und Fürstäbtissin
geboren am 26. Dezember 1618 in Heidelberg
gestorben am 8. Februar 1680 in Herford

Elisabeth, Pfalzgräfin bei Rhein, war die älteste Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596–1632), des so genannten „Winterkönigs“. Ab 1627 lebte sie in den Niederlanden. 1641 wurde sie eine Schülerin des französischen Philosophen René Descartes (1596–1650), der ihr sein Werk „Principia philosophiae“ (1644) widmete. Mehrfach schlug sie Heiratspläne aus – unter anderem mit König Wadlislaw IV. von Polen (1595–1648). Auf Wunsch ihres Cousins, des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620–1688), wählte man sie 1661 zur Koadjutorin der Äbtissin von Herford und inthronisierte sie 1667 zu deren Nachfolgerin. Die Fürstäbtissin von Herford galt als eine der gelehrtesten Frauen ihrer Zeit.

Elisabeth Charlotte von der Pfalz biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elisabeth Charlotte von der Pfalz
(genannt Liselotte von der Pfalz)
geboren am 27. Mai 1652 in Heidelberg
gestorben am 8. Dezember 1722 in Saint-Cloud

Elisabeth Charlotte von der Pfalz war die Tochter des Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz (1618–1680) und seiner Gattin Charlotte von Hessen-Kassel. Nach der Trennung ihrer Eltern schickte man die siebenjährige Liselotte zu Sophie von Hannover, ihrer Tante väterlicherseits, von der sie fortan erzogen wurde. 1663 kehrte sie an den Hof ihres Vaters nach Heidelberg zurück. Auf Wunsch des Vaters heiratete sie am 16. November 1671 in Metz den verwitweten Herzog Philipp I. von Orléans (1640–1701), dessen erste Frau Henriette Maria (1644–1670) ein Jahr zuvor gestorben war. Ihr Gatte war der jüngere und einzige Bruder des französischen Königs Ludwig XIV. (1638–1715), genannt „Sonnenkönig“. Nach der Geburt des dritten Kindes 1676 lebte das Paar getrennt. Bekannt wurde Liselotte vor allem durch ihre mehr als 4000 erhaltenen urwüchsigen Briefe über das Leben am französischen Hof. Nach dem Tod ihres kinderlosen Bruders, Kurfürst Karl, 1685 führten die von Ludwig XIV. in ihrem Namen erhobenen Erbansprüche auf pfälzische Gebiete zum „Pfälzischen Erbfolgekrieg“, bei dem französische Truppen Liselottes Heimat verwüsteten.

Eleonore von Portugal (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Eleonore von Portugal
Königin von Portugal und Frankreich
geboren am 15. November 1498 in Brüssel
gestorben am 25. Februar 1558

Eleonore kam als erstes Kind Philipps des Schönen von Burgund (1478–1506) und seiner spanischen Frau Johanna der Wahnsinnigen (1479–1555) zur Welt. Sie wuchs zusammen mit ihren Geschwistern Karl V. (1500–1559), Isabella (geb. 1501) und Maria (geb. 1505) bei ihrer Tante Margarete von Österreich (1480–1530) in Mecheln auf. Ihr Großvater Kaiser Maximilian (1459–1519) wollte sie im Alter von 15 Jahren mit seinem Hauptgegner Ludwig XII. von Frankreich (1462–
1515) vermählen, doch dieser heiratete Maria von England, eine Schwester des Königs Heinrich VIII. (1491–1547). 1516/1517 verliebten sich Eleonore und der Pfalzgraf Friedrich von Heidelberg, der seit 1513 Karl V. erzog. Doch Karl V. verbot eine Heirat der beiden. 1518 begleitete Eleonore ihren Bruder Karl V. in sein Königreich Spanien. 1519 musste die 20-Jährige mit dem 50 Jahre alten und buckligen König Manuel I. von Portugal (1469–1521), genannt der Glückliche, die Ehe schließen, der zuvor mit zwei Schwestern ihrer Mutter, nämlich Isabella (gest. 1498) und Maria (gest. 1517) verheiratet gewesen war. Aus dieser Verbindung gingen der Sohn Karl (1520–1521) und 1521 die Tochter Maria (1521–1577) hervor. Zwei Jahre nach dem Tod ihres Gatten wurde Eleonore 1523 von ihrem Bruder Karl V. dem Herzog Charles de Bourbon versprochen. Doch nachdem er den französischen König Franz I. (1494–1547) gefangen genommen hatte, wollte er diesen 1525 mit Eleonore vermählen. Franz I. erklärte sich zur Heirat bereit, wurde freigelassen, widerrief aber nach der Rückkehr in Frankreich sein Versprechen mit der Begründung, die Abmachungen des Friedens von Madrid 1526 seien ungültig, weil sie erzwungen seien. Am 7. Juli 1530 kam die Heirat von Eleonore und Franz I. doch zustande. Eleonore wurde am 5. März 1531 in St. Denis zur Königin von Frankreich gekrönt. Ihre 16 Jahre währende Ehe blieb kinderlos. Der oft untreue Franz I. starb am 31. März 1547 an den Folgen einer Geschlechtskrankheit (Gonorrhoe oder Syphillis). Danach zog Eleonore zu ihrer Schwester Maria nach Brüssel. Zusammen mit ihrem 1555 abgedankten Bruder Karl V. und ihrer Schwester Maria verbrachte sie ihren Lebensabend in Spanien.

Eleonore von Aquitanien (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elonore von Aquitanien
(auch Eleonore von Guyenne,
Eleonore von Poitou)
Königin von England und Frankreich
geboren um 1122
gestorben am 1. April 1204 in Fontevrault-l’Abbe

Eleonore, die Enkelin und Erbtochter des Herzogs Wilhelm X. von Aquitanien (1099–1137), heiratete am 15. Juli 1137 den französischen Thronerben Ludwig VII. (1120–1180) und wurde nach dem Tod ihres Schwiegervaters Ludwig VI. (1081–1137) bereits am 8. August 1137 Königin von Frankreich. 1147 begleitete Eleonore ihren Gatten bei einem Kreuzzug ins Heilige Land. Elenores Onkel, Fürst Raimund, der die Kreuzfahrer in Antiochia herzlich begrüßte, wurde von König Ludwig VII. bald des Ehebruches mit seiner Frau bezichtigt. Nach der Rückkehr in Frankreich ließ das Königspaar im Frühjahr 1152 wegen angeblicher zu naher Verwandtschaft die Ehe annullieren. Zwei Monate später vermählte sich Eleonore mit dem zehn Jahre jüngeren Heinrich Plantagênet, einem Sohn von Geoffrey le Bel, Graf von Anjou und Herzog der Normandie, der dadurch große Teile von Frankreich erwarb. Ihr zweiter Gemahl war der Anwärter auf den Thron Englands, den beide am 19. Dezember 1154 bestiegen. Außer ihrer beiden Töchtern aus der ersten Ehe brachte Eleonore acht weitere Kinder zur Welt. Nachdem ihr zweiter Mann, der englische König Heinrich II. Kurzmantel (1133–1189), sich Rosamunde Clifford zuwandte, unterstützte Eleonore den Aufstand ihrer Söhne Heinrich der Jüngere, Richard I. Löwenherz und Gottfried von der Bretagne gegen deren Vater. Eleonore wurde eingesperrt, durfte England nicht verlassen, erlangte aber 1189 nach dem Tod ihres zweiten Gemahls erneut Autorität. Am 3. September 1189 wurde ihr Lieblingsohn Richard Plantagênet, genannt Richard Löwenherz (1157–1199), in London zum König gekrönt. 1192 unterdrückte sie während der Kreuzfahrt von Richard Löwenherz die Rebellion ihres Sohnes Johann I. ohne Land (1167–1216) und führte für Richard die Regentschaft. Am 2. Februar 1194 erreichte Eleonore bei einem Treffen mit Kaiser Heinrich VI. (1165–1197) in Mainz, dass der während der Rückkehr von einem Kreuzzug gefangen genommene Richard Löwenherz wieder freigelassen wurde. Nach dem Tod Richards am 6. April 1199 setzte sie den letzten ihrer fünf Söhne, Johann ohne Land, als Nachfolger ein.

Diane de Poitiers (Herzogin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Diane de Poitiers
französische Herzogin
geboren am 3. September 1499
gestorben am 22. April 1566 auf Schloss Anet (Eure-et-Loir)

Diane de Poitiers war seit 1536 die Mätresse des späteren Königs Heinrich II. von Frankreich (1519–1559). Sie hatte einen starken Einfluss auf ihren Geliebten, bestärkte ihn bei der Verfolgung der französischen Protestanten (Hugenotten) und begünstigte die Partei der katholischen Guisen. 1547 ernannte man sie zur Herzogin von Valentinois. Nach dem Tod Heinrichs II. am 10. Juli 1559 wurde sie von dessen Witwe Königin Katharina von Medici (1519–1589) vom Hof verwiesen.

Elisabeth Farnese (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elisabeth Farnese
spanische Königin
geboren am 25. Oktober 1692 in Parma
gestorben am 11. Juli 1766 in Aranjuez

Elisabeth Farnese, Prinzessin von Parma, heiratete 1714 König Philipp V. von Spanien (1683–1746), dessen erste Frau, Maria Louise von Savoyen (1688–1714), kurz zuvor gestorben war. Sie begünstigte den Aufstieg von Julio Alberoni (1664–1752), der ihre Heirat arrangiert hatte. Alberoni wurde danach Kardinal, Ratgeber der Königin und leitender Minister. 1719 enthob man Alberoni aller Ämter und verbannte ihn, nachdem seine spanischen Rückeroberungspläne für Italien gescheitert waren. Elisabeth gilt als Begründerin der Linien in Neapel-Sizilien und Parma-Piacenza.

Elisabeth Petrowna (Zarin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elisabeth Petrowna
(Jelisaweta Petrowna)
russische Zarin und Kaiserin
geboren am 29. Dezember 1709 in Kolomenskoje bei Moskau
gestorben am 5. Januar 1762 in Petersburg

Elisabeth Petrowna war die Tochter des Zaren Peter der Große (1672–1725) und von Katharina I. (1684–1727), einer ehemaligen Bauernmagd. Am 6. Dezember 1741 setzte sie ihren Thronanspruch mit einem Staatsstreich durch. 1743 beendete sie den Krieg mit Schweden. Im „Österreichischen Erbfolgekrieg“ (1740–1748) und im „Siebenjährigen Krieg“ (1756–1763) verbündete sie sich mit Preußen. 1755 gründete sie die erste russische Universität und 1758 die „Akademie der Künste“ in St. Petersburg. Sie war heimlich mit ihrem Günstling Alexei Rassumowski verheiratet.

Eugénie (Kaiserin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Eugénie
französische Kaiserin
geboren am 5. Mai 1826 in Granada
gestorben am 11. Juli 1920 in Madrid

Eugénie, die Tochter des spanischen Grafen von Montijo, wurde vor allem in Großbritannien und Frankreich erzogen. Nach dem Tod ihres Vaters lebte sie mit ihrer aus einem schottisch-spanischen Adelsgeschlecht stammenden Mutter in Paris. 1853 heiratete sie den französischen Kaiser Napoléon III. (1809–1873). 1856 kam der Thronfolger Louis zur Welt. In den Jahren 1859, 1865 und 1870 fungierte sie als Regentin. Nach der militärischen Niederlage von 1870 und der Proklamation der 3. Republik musste sie aus Paris fliehen. Als „Gräfin von Pierrefonds“ lebte sie in Großbritannien, der Schweiz und an der Rivieria im Exil.

Elisabeth von Valois (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elisabeth von Valois
Königin von Spanien
geboren am 22. November 1545 in Fontainebleau
gestorben am 3. Oktober 1568 in Aranjuez

Elisabeth von Valois war die Tochter des französischen Königs Heinrich II. (1519–1559) und seiner Frau Katharina von Medici (1519–1589). 1559 heiratete sie König Philipp II. von Spanien (1527–1598). Sie war nach der Infantin Maria von Portugal (gest. 1545) und Maria I. Tudor (1616–1558), genannt „die Katholische“, die dritte Ehefrau Philipps II. Ihr Liebesverhältnis mit Don Carlos (1545–1568), Philipps Sohn aus erster Ehe, ist eine Legende.

Elisabeth von Thüringen biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elisabeth von Thüringen
Landgräfin und Heilige
geboren 1207
auf der Burg Sàros-Patak (Ungarn)
gestorben am 17. November 1231 in Marburg

Elisabeth war die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. (um 1176–1235) und dessen erster Ehefrau, Gertrud von Andechs-Meranien (gest. 1213). Sie wurde 1211 im Alter von vier Jahren mit dem thüringischen Landgrafensohn Hermann verlobt und am Hof von dessen Vater Hermann (um 1155–1217) auf der Wartburg in Thüringen übergeben. Statt ihres früh gestorbenen Verlobten heiratete sie 1221 mit 14 Jahren dessen 20 Jahre alten Bruder, Ludwig IV. den Heiligen (1200–1227), und gebar drei Kinder. Nach dem Tod ihres Gatten 1227 zu Beginn eines Kreuzzuges in Otranto (Apulien) verließ Elisabeth die Wartburg, trat 1228 dem Franziskanerorden bei und widmete ihr Leben nur noch der Nächstenliebe. 1228/1229 gründete sie in Marburg das Franziskushospital. Im Alter von nur 24 Jahren starb sie aufgezehrt von der Sorge und dem Mitleid für andere. Papst Gregor IX. (um 1170–1241) sprach Elisabeth bereits 1235 heilig.

Elisabeth von Böhmen (Königin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Elisabeth von Böhmen
Königin von Böhmen
geboren am 19. August 1596 in Falkland Castle
gestorben am 13. Februar 1662 in London

Elisabeth war die Tochter des König Jakob I. von England (1566–1625). Sie heiratete 1613 den Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596–1632), der bis 1614 unter der Vormundschaft von Johann II., Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Zweibrücken (1584–1635) stand. Ihr Gatte ließ sich 1619 als Haupt der protestantischen Union zum König Friedrich I. von Böhmen wählen, wurde aber am 8. November 1620 von den Truppen Kaiser Ferdinands II. (1578–1637) und der katholischen Liga am „Weißen Berg“ östlich von Prag besiegt und danach geächtet. Wegen seiner kurzen Regierungszeit nannte man ihn „der Winterkönig“. Seine pfälzische Kurwürde fiel an Bayern. Elisabeth floh 1620 ins Exil in die Niederlande. Ab 1661 lebte sie in England.

Irene (Kaiserin) biografien-news(cached at June 15, 2007, 9:13 am)

Irene
byzanthinische Kaiserin
geboren 752 in Athen
gestorben am 9. August 803 auf Lesbos

Irene war die Gattin des byzanthinischen Kaisers Leon IV. (gest. 780) und nach dessen Tod Regentin für ihren Sohn Konstantin VI., den sie 797 blenden ließ und entthronte. 787 berief sie das 7. ökumenische Konzil in Nizäa ein, das die Bilderverehrung erlaubte. Sie musste innen- und außenpolitisch Konzessionen machen. Den Frieden mit Bulgaren und Arabern erkaufte sie durch Tributleistungen. In der Finanzpolitik begünstigte sie die großen Städte durch Steuer- und Zollerleichterungen. Am 31. Oktober 802 wurde Irene gestürzt und verbannt.


n-news) - Videoclips über berühmte Frauen - so genannte Superfrauen - sind in der Group "Frauenbilder" auf der Videoplattforum "YouTube" zu sehen. Dabei handelt es sich um Frauen, die auf der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" in Wort und Bild vorgestellt werden.

Unter der Internetadresse http://www.youtube.com/group/frauenbilder findet man bisher folgende Videoclips über "Superfrauen":

Bilder berühmter Liebespaare
http://www.youtube.com/watch?v=Xp8WL0WNVTU

Bilder von Superfrauen
http://www.youtube.com/watch?v=YIl4XnmqIP4

Die Rede der Politikerin Marie Juchacz
http://www.youtube.com/watch?v=aPph39-04WA

Fromme, selige und heilige Frauen
http://www.youtube.com/watch?v=L-4ESwHoiVk

Heldinnen, Heilige und Herrscherinnen
http://www.youtube.com/watch?v=WQpHJgxsRJQ

Hunderte berühmte Frauen in Wort und Bild auf mehr als 2200 Seiten präsentiert die CD-ROM "Superfrauen" des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Die Scheibe zum Preis von 18 Euro enthält die 14 Titel der Taschenbuchreihe "Superfrauen". Gegenüber der gedruckten Ausgabe mit einem Gesamtpreis von 234 Euro ist die elektronische Version 216 Euro billiger!

Die Frauenbiografien stammen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Die Texte und teilweise sogar farbigen Bilder im PDF-Format auf der CD-ROM sind auf jedem PC oder Mac lesbar. Für diejenigen, die noch keinen Acrobat Reader auf ihrer Festplatte installiert haben, ist dieses Programm auf der Scheibe enthalten. Wer mit dem Laptop unterwegs ist, verfügt dank der CD-ROM „Superfrauen“ über reichlich Lesestoff. Die Texte sind gut lesbar, weil die Schrift stark vergrößert dargestellt werden kann. Bestimmte Begriffe im Text lassen sich mit der Suchmaske schnell finden. Alle Texte können beliebig oft ausgedruckt werden.

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(Frauen in der Kunst" von Youtube
500 Jahre Porträts von Frauen in der Kunst

Wiesbaden (biografien-news) - Warum gibt es keinen weiblichen Leonardo da Vinci, Tizian oder Poussin? Das fragte Australiens bekannteste Feministin, die Schriftstellerin, Journalistin und Historikerin Germaine Greer, in ihrem Buch "Das unterdrückte Talent" über bedeutende Malerinnen. Sie erklärte dieses Phänomen mit der durch die männliche Dominanz gebrochenen Persönlichkeit.

In Wirklichkeit traten in der Geschichte der Kunst immer wieder Malerinnen auf, die wahre Meisterwerke schufen: Man denke nur an die Italienerin Sofonisba Angouissola, die Mexikanerin Frida Kahlo, die Schweizerin Angelica Kauffmann, die Deutsche Paula Modersohn-Becker, die Französin Séraphine oder die Russin Marianne Wladimirovna von Werefekin.

Die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" des Wiesbadener Autors Ernst Probst präsentiert auch zahlreiche Biografien aus den Bereichen Malerei, Design, Graphik, Objektkunst, Plastik, Wachsbildnerei und Fotografie. Andere Frauenbiografien stammen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" im PDF-Format für PC und Mac umfasst mehr als 2.200 Seiten und kostet 18 Euro. Preisersparnis gegenüber der Taschenbuchausgabe: 216 Euro!

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Vor 125 Jahren geboren: Karl Valentin biografien-news(cached at June 5, 2007, 1:38 pm)


neue Schreibtisch


Zettel


lustigen Vagabunden


Feuerwerk

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Spritzbrunnenaufdreher

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Zufall

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Karl Valentin war ein bayerischer Volksschauspieler, Kabarettist und unvergessener "Linksdenker". Er wurde am 4. Juni 1882 in München als Valentin Ludwig Fey geboren, gestorben ist er am 9. Februar 1948. Bereits als Siebenjähriger trat er erstmals als Clown auf. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Schreinerlehre, verkaufte nach dem Tod seines Vaters dessen Möbelspedition und machte danach eine Karriere als begnadeter Komiker, über den man noch heute lachen kann. In München erinnert das "Karl-Valentin-Museum" an ihn.

Vor 25 Jahren gestorben: Romy Schneider biografien-news(cached at May 29, 2007, 12:00 pm)



http://www.youtube.com/watch?v=G65i5aMMAK8

Leseprobe aus der CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ von Ernst Probst

Schneider

Ein unvergessenes Filmidol der 1950-er Jahre war die österreichische Schauspielerin Romy Schneider (1938–1982), eigentlich Rosemarie Magdalene Albach. Zu ihrem Ruhm trugen vor allem drei romantische „Sissi“-Filme über die österreichische Kaiserin und ungarische Königin Elisabeth (1837–1898) bei. Ihr von Kummer, Schicksalsschlägen, Tabletten und Alkohol getrübtes Leben endete bereits mit 43 Jahren.

Rosemarie Magdalene Albach erblickte am 23. September 1938 um 21.45 Uhr als erstes Kind des Schauspielerehepaares Wolf Albach-Retty (1906–1967) und Magda Schneider (1909–1996) in Wien das Licht der Welt. Im Oktober jenes Jahres zog die Familie von Wien nach Schönau bei Berchtesgaden um. Dort wuchs Rosemarie unter der Obhut der Großmutter mütterlicherseits, Maria Schneider, auf. Großmutter väterlicherseits war die Burgschauspielerin Rosa Albach-Retty.

1941 wurde Rosemaries Bruder Wolfdieter Albach geboren. Ab September 1944 ging Rosemarie in Berchtesgaden zur Schule. 1945 ließen sich die Eltern scheiden. Vom 1. Juli 1949 bis zum 12. Juli 1953 besuchte Rosemarie das Internat auf Schloss Golderstein bei Salzburg. 1952 schrieb die 14-Jährige in ihr Tagebuch: „Wenn es nach mir ginge, würde ich sofort Schauspielerin werden. So wie Mammi“. 1953 heiratete die Mutter den Hotelier Hans Herbert Blatzheim (gest. 1968).

Am 16. Juli 1953 wurde Rosemarie Schneider für den Film entdeckt. Zusammen mit ihrer Mutter stand sie für den Streifen „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ (1953) erstmals vor der Kamera. Nach ihrem gelungenen Debüt verließ Romy Schneider die Schule.

Ohne Schauspielunterricht entwickelte sich Romy innerhalb weniger Jahre zu einem der beliebtesten Filmstars. Es folgten die Kassen füllenden Filme „Feuerwerk“ (1954), „Die Mädchenjahre einer Königin“ (1954), „Die Deutschmeister“ (1955) und „Der letzte Mann“ (1955).

Besonders berühmt wurde Romy durch die Hauptrolle in den drei Filmen „Sissi“ (1955), „Sissi, die junge Kaiserin“ (1956) und „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“ (1957). Wenn im deutschsprachigen Raum ihr Name fällt, wird sofort die Erinnerung an „Sissi“ wach. Romy klagte darüber später: „Die Sissy klebt an mir wie Griesbrei“.

Romys Karriere wurde von ihrem Stiefvater Hans-Herbert („Daddy“) Blatzheim vermarktet. Erst später wurde publik, dass „Daddy“ ihr damals nachstellte. Bei öffentlichen Auftritten stand ihre Mutter hinter ihr und flüsterte ihr zu, wenn sie lächeln sollte.

Romy rebellierte vergeblich gegen ihre süßlichen „Sissy“-Rollen. Nach den Filmen „Kitty und die große Welt“ (1956), „Robinson soll nicht sterben“ (1956), „Mompti“ (1957), „Scampolo“ (1958), „Mädchen in Uniform“ (1958), „Christine“ (1958) und „Die Halbzarte“ (1959) fiel sie in der Beliebtheitsskala deutscher Kinos vom ersten auf den 20. Platz zurück.

Der Streifen „Christine“ war Romy Schneiders erste ausländische Produktion gewesen. Dabei hatte sie an der Seite des französischen Schauspielers Alain Delon vor der Kamera gestanden. Sie verliebte sich in ihn, zog 1959 nach Paris, wo sie sich am 22. März 1959 verlobte und einen neuen künstlerischen Anfang wagte. Es folgten Filme mit renommierten Regisseuren aus Frankreich, Großbritannien, Italien und Amerika.

1961 stand Romy zusammen mit Alain Delon in „Schade, dass sie eine Dirne ist“ auf der Bühne des „Théâtre de Paris“. Regie bei diesem Stück hatte Luchina Visconti (1906–1976). Im selben Jahr drehte Visconti, der Romy für „eine der genialsten Schauspielerinnen Europas“ hielt, mit ihr den Film „Boccacio 70“. 1962 ging Romy nach Hollywood.

1963 wirkte Romy als Leni in dem Streifen „Der Prozeß“ nach dem Roman von Franz Kafka (1883–1924) mit, bei dem Orson Welles (1915–1985) Regie führte. Dafür erhielt sie den Preis als beste ausländische Darstellerin und schaffte den künstlerischen Durchbruch in Frankreich. Ihr Streifen „Das Mädchen und der Kommissar“ wurde 1971 in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

Bei den Filmfestspielen in Taormina auf Sizilien ehrte man Romy für ihre Rolle in „L’important c’est d’aimer“ („Nachtblende“, 1974) als „beste Schauspielerin“. 1976 verlieh man ihr für dieselbe Rolle den erstmals vergebenen „französischen Oscar“, den „Cesar“. Für „Gruppenbild mit Dame“ bekam sie 1977 den „Bundesfilmpreis in Gold“. 1979 sprach man ihr den zweiten „Cesar“ und den „David-de-Donatello-Preis“, die höchste Auszeichnung des italienischen Films, zu.

Romys Privatleben war immer wieder von Tragik überschattet. Nach der Trennung von dem Franzosen Alain Delon am 18. Dezember 1963 heiratete sie am 15. Juli 1966 den deutschen Schauspieler Harry Meyen (1924–1979). Aus dieser Ehe ging 1966 der Sohn David hervor. Am 5. Juli 1975 ließen sich Romy Schneider und Harry Meyen scheiden, letzterer beging später Selbstmord.

Am 18. Dezember 1975 ehelichte Romy ihren früheren Privatsekretär Daniel Biasini. Aus dieser Verbindung stammt die am 21. Juli 1977 geborene Tochter Sarah Magdalena. 1981 wurde auch diese Ehe geschieden. Im Juni 1981 musste sich Romy einer schweren Nierenoperation unterziehen. Am 5. Juli 1981 stürzte ihr Sohn David in das Gitter eines eisernen Gartenzaunes vor ihrem Haus und starb bei diesem Unfall. Nach der Trennung von Biasini 1981 lebte Romy mit dem französischen Produzenten Laurent Petin zusammen.

Bis zuletzt hatte Romy ein vulkanisches Temperament, sie stand ständig unter Hochdruck, traf chaotische Entschlüsse, und ihre Gefühle kochten immer wieder siedend heiß auf. Regelmäßig nahm sie starke, schmerzstillende, das Herz belastende Nierenmittel und starke Schlafmittel ein. Außerdem trank sie gerne Rotwein und andere alkoholische Getränke.

Romys Großmutter Rosa Albach-Retty (1874–1980) meinte, wer sich wie ihre Enkelin so hemmungslos von seinen Emotionen, Leidenschaften und Begierden treiben lasse, denke sicher nicht daran, dass eine Kerze, die man an beiden Ende anzünde, auch schneller abbrenne... Die Ahnungen der Großmutter trogen nicht.

Am Freitagabend, 28. Mai 1982, ging Romy mit ihrem Lebensgefährten Laurent Petin und dem Drehbuchautor Jacques Kirchner in Paris spät zum Essen, wobei viel getrunken wurde. Als das Paar nach Mitternacht zurückkehrte, fühlte Romy sich nicht gut, sah nach ihrer schlafenden Tochter und legte sich im Salon auf die Couch. Dort fand Petin sie tot vor, als er am Samstagmorgen, 29. Mai 1982, gegen 7.45 Uhr im Schlafzimmer erwachte, den Platz neben sich leer sah und nach ihr suchte. In der Hand hielt Romy einen Kugelschreiber, mit dem sie gerade notiert hatte, man möge eine Verabredung am Samstagmorgen mit einem Kollegen absagen, bevor ihr Herz zu schlagen aufhörte.

Auf Romys Sterbeurkunde stand als Todesursache „natürliches Ableben durch Herzinfarkt“. Ihre Mutter meinte hierzu: „Was um Himmels willen ist natürlich am Tod einer schönen Frau von 43 Jahren?“

*

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Fernsehmoderator Kai Pflaume 40 biografien-news(cached at May 28, 2007, 12:03 am)


ws) - Am Pfingstsonntag 2007 konnte Kai Pflaume, geboren am 27. Mai 1967 in Halle (Saale), einer der beliebtesten deutschen Fernsehmoderatoren, seinen 40. Geburtstag feiern. Herzliche Gratulation!

1968 zog Pflaume zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder Ralph von Leuna (Sachsen-Anhalt) nach Leipzig (Sachsen). Nach dem Abitur in Leipzig leistete er von 1985 bis 1987 seinen Wehrdienst auf der Ostseeinsel Rügen ab. Danach studierte er Informatik in Magdeburg. Im Frühjahr 1989 wurde Pflaume zum "Mister Informatik" gewählt.

Im Herbst 1989 verließ Pflaume noch vor dem Fall der Mauer über Budapest (Ungarn) die DDR. Danach ließ er sich in Frankfurt am Main zum Wertpapierkaufmann ausbilden, machte sich anschließend selbstständig, organisierte und moderierte Veranstaltungen.

1991 trat Pflaume als Kandidat in der Fernsehsendung "Herzblatt" ("Das Erste") auf, wobei ihn Rudi Carrell entdeckte. 1993 wurde Pflaume Moderator der RTL-Show "Nur die Liebe zählt. Ab 1995 arbeitete er bei "Sat.1".

Kai Pflaume gilt als "Traum vieler Schwiegermütter". Aber er ist seit dem 10. August 1996 verheiratet und hat mit seiner Frau Ilke zwei Söhne namens Marvin und Leon.

Seit 2005 moderiert der vielseitige Kai Pflaume "Die Comedy-Falle" und "Stars am Limit" bei "Sat.1". Nachdem "Sat.1" die Übertragungsrechte für den UEFA-Pokal 2006/2007 erwarb, wurde er in den UEFA-CUP-Liveübertragungen als Moderator eingesetzt.

Seit 1999 ist Pflaume Gesellschafter der Firma "Promikativ GmbH" in Offenbach. Das Unternehmen vermarktet und vermittelt Prominente für die Werbung. 2003 erhielt Pflaume einen "Bambi". Am 26. Mai 2007 ging seine neue Quiz-Gameshow "Rich List" an den Start.

Vor 100 Jahren geboren John Wayne biografien-news(cached at May 26, 2007, 10:04 pm)


n Youtube

Wiesbaden (biografien-news) - Vor 100 Jahren wurde Hollywoods größter Kino-Held geboren. John Wayne, eigentlich Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion Michael Morrison, kam am 26. Mai 1907 in Winterset (Iowa, USA) zur Welt. Er starb am 11. Juni 1979 in Los Angeles (Kaliforninen).

John Wayne trat während seiner 50-jährigen Filmkarriere kontinuierlich als Hauptdarsteller von Westernfilmen auf. Wie kein anderer mimte er raubeinige Westernhelden.

Wayne spielte in Klassikern wie "Ringo" (1939) oder "Rio Bravo" (1959) sowie oft in Kriegs- und Abenteuerfilmen. Als Schauspieler und Privatperson verkörperte er traditionelle Wertvorstellungen der Pionierzeit und entwickelte sich zu einer prägenden Figur der amerikanischen Filmgeschichte.

John Wayne war drei Mal verheiratet und siebenfacher Vater. In den USA trug er den Spitznamen "The Duke" ("Der Herzog"). So hieß ein Hund, den er als Kind besaß.

Agnodike biografien-news(cached at May 17, 2007, 5:03 am)

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

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Agnodike
griechische Ärztin
lebte um 300 v. Chr. in Athen

Agnodike studierte in Männerkleidung bei dem griechischen Arzt Herophilos Medizin und Geburtsheilkunde, weil dies Frauen nicht möglich war. Sie praktizierte danach in männlicher Garderobe so erfolgreich in Athen, dass Neider den vermeintlichen Arzt anklagten, er verführe die Patientinnen. Daraufhin gab sich Agnodike als Frau zu erkennen, worauf ihr Vorspiegelung falscher Tatsachen und Praktizieren als Frau vorgeworfen wurde. Einer Verurteilung zum Tode entging sie nur deshalb, weil sich zahlreiche Frauen auf ihre Seite stellten und ihren Männern im Fall einer Verurteilung Agnodikes drohten, sie zu verlassen. Die Folge war: Agnodike durfte weiter praktizieren und eine Gesetzänderung erlaubte, dass frei geborene Frauen Medizin studieren und praktizieren durften. Ihnen war es aber nur erlaubt, Patientinnen zu untersuchen und zu behandeln.

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Lou Andreas-Salomé biografien-news(cached at May 17, 2007, 5:03 am)

LouAndreas-Salome

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Lou Andreas-Salomé
Psychoanalytikerin und Schriftstellerin
geboren am 12. Februar 1861 in St. Petersburg (Russland)
gestorben am 5. Februar 1937 in Göttingen

Lou Andreas-Salomé war das sechste Kind und die einzige Tochter des deutsch-baltischen Generals Gustav von Salomé und seiner Frau Louise Wilm. 1880 verließ sie in Begleitung ihrer Mutter St. Petersburg und studierte in Zürich Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte. Ein Jahr später riet man ihr wegen ihres beginnenden Lungenleidens zu Kuraufenthalten. Sie reiste mit ihrer Mutter nach Rom und lernte dort die Schriftstellerin Malwida von Meysenburg (1816–1903) sowie die deutschen Philosophen Paul Rée (1849–1901) und Friedrich Nietzsche (1844–1900) kennen. Lou, Rée und Nietzsche planten die Errichtung einer „Wohn- und Studiergemeinschaft“ in Berlin, die jedoch scheiterte, als die junge Frau die Heiratsanträge der beiden Männer ablehnte. Danach schlug Nietzsches Sympathie in Hass um. In der Folgezeit bereiste Lou mit Rée europäische Großstädte und verfasste psychologische und religionsphilosophische Schriften, Rezensionen, Essays, Erzählungen und Romane. Ihr Pseudonym hieß „Henri Loo“. Ein Wendepunkt in ihrem Leben trat ein, als sie 1911 beim Weimarer Kongress der „Internationalen Psychoanalytischen Gesellschaft“ zum Wiener Kreis der Psychoanalytiker stieß und die Psychoanalyse des österreichischen Nervenarztes Sigmund Freud (1856–1939) kennen lernte. Ab 1903 lebte Lou Andreas-Salomé zusammen mit ihrem Mann, dem Orientalisten Carl Friedrich Andreas (1846–1930), in Göttingen, wo sie 1915 eine psychoanalytische Praxis eröffnete, in der sie bis zu ihrer schweren Krebsoperation 1935 erfolgreich als psychoanalytische Therapeutin wirkte.

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28. 2. 1758:
Geburt des Johann (bzw. Johannes) Bückler (Vater des Schinderhannes) in Merzweiler als Sohn des Scharfrichters und Wasenmeisters Otto Philipp Bückler (auch Bickeler, Bickler, Pückler oder Böckeler geschrieben).

Um 1773:
Nachdem Johann Bückler (wohl als Vierzehn- oder Fünfzehnjähriger das elterliche Haus verlassen hatte, diente er für vier oder fünf Jahre auf der rechten Rheinseite als Abdeckerknecht. Zuletzt arbeitete er als Knecht beim Wasenmeister Johannes Busch in Nastätten im Hintertaunus. Der Vater des Schinderhannes war somit nie Wasenmeister oder gar Scharfrichter, wie manchmal behauptet wird. Während seiner Zeit bei Johannes Busch lernte er die um drei Jahre ältere Bauerntochter Anna Maria Schmidt in Miehlen kennen.

25. 7. 1777:
Heirat von Johann Bückler mit Anna Maria Schmidt in Miehlen. Nach seiner Heirat als Neunzehnjähriger war Johann Bückler nie mehr im Abdeckergewerbe tätig.

1777–1783:
Durch die Hochzeit mit Anna Maria, die etwas Land mit in die Ehe einbrachte, wurde Johann Bückler zum Heppenhauer mit eigenem Haus in Miehlen. In die Zeit zwischen 1777 und 1783 fiel die Geburt von (mindestens) zwei Söhnen, darunter war auch der spätere Schinderhannes, der vermutlich 1777 zur Welt kam.

1783/1784:
Nach einem entdeckten Diebstahl der Mutter des Schinderhannes floh die Familie aus Miehlen (angeblich wollte Johann Bückler nach Polen auswandern). Das Haus der Bücklers wurde nach der Flucht der Familie von Amts wegen zwangsversteigert.

11. 6. 1784:
Während der Flucht verpflichtete sich der Vater des Schinderhannes für ein Werbegeld von 35 Gulden zum Eintritt in das kaiserliche Heer für sechs Jahre. Die Anwerbung erfolgte an einem unbekannten Ort „im Reich“ (d. h. wohl irgendwo in Süddeutschland). Johann Bückler wurde dem kaiserlichen Infanterieregiment Nr. 8 „Hildburghausen“ zugeteilt, das damals in Mähren stationiert war.

1785:
Der Vater des Schinderhannes ist in Olmütz stationiert; wie damals üblich, folgte ihm seine ganze Familie an diesen Standort. In Olmütz wurde ein weiterer Sohn namens Joseph geboren (Joseph wurde am 4. August 1785 in Olmütz getauft und 1798 in Veitsrodt konfirmiert; 1798 wird er als Bauernknecht bezeichnet, sein weiteres Schicksal ist unbekannt).

Ca. 1786/1787:
Brünn in Mähren wird neue Garnisonstadt des Vaters des Schinderhannes; seine ganze Familie folgte ihm auch an diesen Standort. Dort kam am 21. Januar 1787 ein weiteres Kind zur Welt, das auf den Namen Aloysia Agnes getauft wird. In den erhaltenen Musterlisten des k. k. Infanterieregiments Nr. 8 wird u. a. vermerkt, daß zur Familie ein neunjähriger Sohn gehört, der auf den Namen Johannes hört.

Anfang 1787:
Der Vater des Schinderhannes wurde zum „Grenz Cordons-Commando“ (d. h. Grenzkommando bzw. Grenzwache) an die schlesische Grenze abkommandiert.

21. 8. 1787:
Der Vater des Schinderhannes desertierte über die Grenze nach dem preußischen Schlesien und traf sich dort mit seiner Familie, die ihm über die Grenze nachgefolgt war (Österreich stand damals kurz davor, in den Krieg zwischen Rußland und dem Osmanischen Reich verwickelt zu werden; außerdem war es kurz zuvor zu einem Aufstand in den österreichischen Niederlanden gekommen und es wurden gerade Truppen in diese Provinz verlegt). Die preußischen Behörden schickten den Deserteur, den sie bereitwillig mit neuen Pässen versahen, in seine Heimat zurück. Nach einem langen Fußmarsch kam die Familie an den Rhein zurück.

Ab 1788:
Nach der Rückkehr in die alte Heimat wohnte Johann Bückler mit seiner Familie zunächst in seinem Geburtsort Merzweiler; bis zu seiner Verhaftung war Johann Bückler dann hauptsächlich als Tagelöhner und Feldschütz tätig.

Ca. 1788/1789:
Der Vater des Schinderhannes arbeitete als Feldschütz in "Hommerich" (wohl Homberg bei Lauterecken); am 24. Juli 1789 wird dort die Geburt des Sohnes Johann Peter (oder Johannes Peter) in das Geburtsregister eingetragen.

Etwa 1790:
Der Vater des Schinderhannes war als Feldschütz in Langweiler bei Lauterecken beschäftigt.

Wohl 1792:
Im Kirchspiel Kappeln (bei Langweiler) wird der Schinderhannes konfirmiert.

Zwischen 1792 und 1794:
Für einige Wochen oder Monate wird auch Kirchenbollenbach Aufenthaltsort der Familie Bückler; dort wohnen sie im Haus einer Witwe Gimbel.

Ca. 1793:
Die Familie Bückler wohnt in Iben bei Fürfeld.

1793/1794:
Der Vater des Schinderhannes wohnt mit Familie für einige Zeit in Hoppstädten (bei Lauterecken), wo er als Feldschütz tätig ist. In dieser Zeit wird die jüngste Tochter, Maria Catharina, geboren.

Etwa 1794:
Als Wohnort der Familie wird erneut "Hommerich" angegeben (Homberg bei Lauterecken oder Hommerich bei Oberstein).

1795(?):
Wegen der Kriegswirren wohnen der Vater des Schinderhannes und seine Familie noch einmal(?) in Iben bei Fürfeld.

Etwa 1794/1795:
Kurzzeitig wird Idar (Idar-Oberstein) der Wohnort der Familie.

Etwa 1794:
Arbeit des Schinderhannes als Tagelöhner in preußischen Magazinen in Oberstein

Um 1795(?):
Der Schinderhannes arbeitete als Abdeckerknecht beim Scharfrichter Nagel in Bärenbach. In dieser Zeit kam es vermutlich zu einem Felldiebstahl des Schinderhannes.

1795(?):
Erste Flucht(?) des Schinderhannes aus Bärenbach

1795(?):
Erste Verhaftung des Schinderhannes, kurzer Prozeß durch den Bürgermeister von Kirn, Verurteilung zu 25 Stockhieben?

Mitte/Ende 1795?:
Der Schinderhannes arbeitete beim Wasenmeister Bückler in Sobernheim.

Wohl Oktober/November 1795(?):
Vorfall auf Hof Iben, Diebstahl von Lebensmitteln aus französischen Proviantwagen(?); kurze Verhaftung durch die Franzosen(?)

Ab 1796/1797:
Der Vater des Schinderhannes ist Feldschütz und Tagelöhner in Veitsrodt.

(Frühjahr bis Spätherbst 1796?), sicher: Herbst 1796:
Der Schinderhannes arbeitete erneut als Abdeckerknecht beim Scharfrichter Nagel in Bärenbach, der ihn wieder bei sich aufnahm, weil der Schinderhannes ihm sagte, er sei auf der Flucht vor den Franzosen und – was wohl ein noch gewichtigerer Grund gewesen sein dürfte – weil er eben sein Verwandter war

(Ab Sommer?) Herbst 1796:
Während der zweiten Zeit in Bärenbach stahl der Schinderhannes mehrfach Schafe in der Gegend um Bärenbach und Kirn in Gemeinschaft mit dem Abdeckerknecht Johann Nikolaus Nagel von Weiden. Sie verkauften die Tiere an den Metzger Andres in Kirn.

Spätherbst 1796:
Entdeckung der Diebstähle durch den Wasenmeister und ihre Anzeige bei den Behörden

10. Dezember 1796:
(Zweite) Verhaftung in Kirn

11. Dezember 1796:
Flucht aus dem Gefängnis von Kirn

14. Dezember 1796:
Steckbrief des „kürzlich aus dem Gefängnis entwichenen Johannes Pückler“

Dezember 1796:
Aufenthalt des Schinderhannes auf dem Eigner Hof beim Schwarzen Peter (Peter Petri) und dessen Familie

Ende 1796 / Anfang 1797:
Mit Jakob Fink erstmals nach Liebshausen – erste Kontakte zu den Hunsrück-Räubern um Philipp Mosebach

Herbst 1799:
Aufenthalt des Schinderhannes hauptsächlich in Sonnschied und Umgebung

24./25. November 1799:
Einbruch des Schinderhannes in Offenbach am Glan (Witwe Frenger)

17. Dezember 1799:
Raubüberfall auf der Landstraße beim Birkenhof

5. Januar 1800:
Raubüberfall auf eine Kutsche bei Waldböckelheim (Opfer: Dr. Kannstadt, Gebrüder Reinach)

10. Januar 1800:
Raubüberfall auf die Antesmühle (Michel Horbach) bei Schmidthachenbach

10./11. Januar 1800:
Raubüberfall in Otzweiler, Ermordung von Peter Riegel

12. Januar 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Henau

Januar 1800:
Erste Flucht auf das rechte Rheinufer

Februar 1800:
Rückkehr aus dem Taunus in den Hunsrück in Begleitung von Katharina Pfeifer

Frühjahr 1800:
Mordversuch(?) an dem Müller Jakob Römer von der Römermühle

12. März 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Bergen

13. März 1800:
Mehrere Raubüberfälle auf der Landstraße in der Winterhauch südlich von Oberstein

16. März 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Neubrücke in Gemeinschaft mit Jakob Benedum von der „Birkenfelder Bande“

27. März 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße beim Steinerten Hof und Ermordung des Händlers Samuel Ely (zusammen mit Karl Benzel)

12. April 1800:
Verhaftung von Karl Benzel auf dem Eigner Hof durch den Gendarmen Adam; Schinderhannes gelang die Flucht durch das Fenster (seine Geliebte Katharina Pfeifer blieb ebenfalls auf dem Hof zurück).

13. April 1800:
Johannes Bückler lernte Margarethe und Juliane Bläsius - www.julchenblasius.de.vu. - aus Weierbach bei einer Tanzveranstaltung auf dem Wicken Hof kennen.

April 1800:
Erpressung der jüdischen Gemeinde in Hundsbach

21. April 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Fischbach

April 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Wiesweiler

Anfang Mai 1800:
Johannes Bückler ließ Margarethe und Juliane Bläsius in den Dollbach-Wald beim Reidenbacher Hof bitten; Beginn der Beziehung mit Juliane Bläsius

Mai 1800:
Erpresserbrief in Argenschwang (von Johannes Bückler bestritten)

15. Mai 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Rheinböllen

Sommer 1800:
Johannes Bückler wohnte zusammen mit Julia Bläsius mehrere Wochen in der Schmidtburg.

Sommer 1800:
Treffen mit lokalen Honoratioren auf der Hotten-Mühle bei Lettweiler

Mai/Juni 1800:
Flintenkauf in Otzweiler

3. Juni 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Niederhausen

Juni/Juli 1800:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Schloßböckelheim

Juli 1800:
Raubüberfall bzw. mehrfache Schutzgelderpressung auf der Asbacher Hütte

Sommer 1800:
Mehrfach Schutzgelderpressung bei Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Hottenbach

Sommer 1800:
Mehrfach Schutzgelderpressung bei Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Weierbach

Sommer/Herbst 1800:
Mehrfach Erpressung der jüdischen Gemeinde in Merxheim

12./13. August 1800:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Hottenbach (Wolf Wiener)

Mitte/Ende August 1800:
Längerer Unterschlupf auf dem Kallenfelser Hof; der Schinderhannes ließ für sich und seine Geliebte neue Kleider anfertigen.

September 1800:
Räuberball in Griebelschied

Spätsommer/Herbst 1800:
Mehrfach Schutzgelderpressung bei Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Meddersheim

November 1800:
Eichhörnchenjagd beim Eigner Hof (Flucht vor den Gendarmen)

November 1800:
(Mehrfach versuchte) Schutzgelderpressung auf der Gräfenbacher Hütte (von Philipp Peter Chelius, dem Verwalter der Hütte)

November 1800:
(Versuchter) Raubüberfall in Kirchenbollenbach (wohl versuchte Schutzgelderpressung?)

13. November 1800:
(Aus Schutzgelderpressung sich entwickelnder) Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Weierbach (Isaak Sender)

Winter 1800/1801:
Mehrwöchiger Aufenthalt in der Hasenmühle im Taunus

10. Januar 1801:
Raubüberfall auf die Posthalterei in Würges

Januar 1801:
Rückfahrt, den Rhein abwärts von Klein-Rohrheim nach Bingen

28. Januar 1801:
(Aus Schutzgelderpressung sich entwickelnder) Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Merxheim (Jakob Bär)

Frühjahr 1801:
Nach dem Überfall in Merxheim erneut Flucht über den Rhein

April 1801:
In Klein-Rohrheim trat zu Ostern Eva Maria Berg in den Dienst von Frau Krämerin Ofenloch (alias Julia Bläsius); in Klein-Rohrheim den Überfall in Laufersweiler geplant; Rückkehr über den Rhein

13. April 1801:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Laufersweiler (Isaak Moses)

Mai 1801:
Raubüberfall bei Boos und Odernheim

Mai/Juni 1801:
Wieder Flucht über den Rhein

Mai 1801:
Wirtshausschlägerei in Klein-Rohrheim; Tod des Mainzer Korporals Franz Kleb

Juni 1801:
Versuchter Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Illingen

29. Juni 1801:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Ulmet

Juni/Juli 1801:
Flucht über den Rhein; Aufenthalt im Neckarraum und im Kraichgau

Juni/Juli 1801:
Juliane Bläsius brachte in einem Wald bei Bruchsal im Kraichgau ein Mädchen zur Welt, das jedoch bald starb.

Juli 1801:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Baiertal

Juli und August 1801:
„Die große Flucht von Baiertal“

August 1801:
Rückkehr an die Nahe

August 1801:
Raubüberfall auf der Landstraße bei Kirchenbollenbach

4. September 1801:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Sötern und die Ermordung des Mendel Löw

15. September 1801:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Staudernheim (Jekuf und Seckel Löw)

September/Oktober 1801:
Flucht über den Rhein

1. November 1801:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Erbes-Büdesheim (Salomon Benedict)

November 1801:
Unmittelbar nach dem Überfall Flucht über den Rhein, aber nach kurzem Aufenthalt wieder zurück an den Glan

15. November 1801:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Obermoschel (Elias Joel)

November/Dezember 1801:
Während eines kurzen Streifzugs über den Rhein: Pferdediebstahl in Limbach

November/Dezember 1801:
Wieder Flucht über den Rhein und ein längeres Winterquartier in Münster

Dezember 1801/Januar 1802:
Pferdediebstahl auf der Hahnmühle, Flucht zurück über den Rhein bei Hamm

14./15. Januar 1802:
Rückkehr an die Nahe, längerer Aufenthalt in Lettweiler, Raubüberfall auf ein Wohnhaus, Kratzmühle bei Merxheim (Adam Kratzmann)

16. Januar 1802:
Raubüberfall (Erpressung) auf ein Wohnhaus in Raumbach (Friedrich G. Müller)

Januar/Februar 1802:
Pferdediebstahl in Sonnschied (Die Pferde wurden bei Hamm über den Rhein gebracht)

10. Februar 1802:
Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Waldgrehweiler (Valentin Bernhard)

12. Februar 1802:
Raubüberfall (bzw. Erpressung) auf dem Neudorfer Hof (Heinrich Zürcher)

18. Februar 1802:
Raubüberfall (bzw. Erpressung) in Rehborn (Jakob Schweizer)

Februar 1802:
Nach den Gelderpressungen wieder Flucht über den Rhein

20. März 1802:
Raubüberfall (bzw. Erpressung) auf dem Montforter Hof (Jakob Schowalter)

März 1802:
Nach dieser Gelderpressung erneut Flucht über den Rhein

April 1802:
Die letzte Rückkehr in den Hunsrück (aus Furcht vor der Gendarmerie gelang aber kein einziger Raubüberfall mehr)

April (und Mai) 1802:
Vergebliche Rettungsversuche des Salineninspektors Lichtenberger

April 1802:
Die Räuberparade in Offenbach an der Nahe

April 1802:
Pferdediebstahl in Hundsbach

April/Mai 1802:
Gleich nach dem Pferdediebstahl erfolgte die letzte Flucht über den Rhein

Mai 1802:
Die letzte Fahrt des Händlers Ofenloch und Gattin an die Lahn

Mai 1802:
Zweimal Verhaftung in Wolfenhausen

Mai 1802:
Der Schinderhannes wurde kaiserlicher Soldat.

Mai/Juni 1802:
Denunziation und endgültige Verhaftung; erste Vernehmungen in Frankfurt am Main

15. Juni 1802:
Auslieferung von kaiserlicher Militär-Direktion und der Reichsstadt Frankfurt am Main an Frankreich

Juni 1802 – November 1803:
Haft in Mainz, Vernehmungen (Gefangenschaft im Mainzer Holzturm)

1. Oktober 1802:
Während ihrer Gefangenschaft im Mainzer Holzturm gebar Julchen Blasius, die Geliebte des Schinderhannes, einen Sohn, der Franz Wilhelm getauft wurde.

24. Oktober 1802:
Der Strafprozeß im ehemaligen kurfürstlichen Schloß begann.

20. November 1803:
Das Gericht in Mainz verurteilte den Schinderhannes und 19 seiner Komplize zum Tod.

21. November 1803:
Hinrichtung des Schinderhannes und 19 seiner Komplizen vor den Toren von Mainz

3. Juli 1851:
Julchen Blasius, die Geliebte des Schinderhannes, starb in ihrem Heimatort Weierbach an Wassersucht.

*

LITERATUR

BAYERLEIN, Peter: Schinderhannes-Chronik, 23 Euro
BAYERLEIN, Peter: Schinderhannes-Ortslexikon, 29 Euro

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Schinderhannes-Chronik oder
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jeweils unter Bücher Biografien

Frauenbiografien bei biografien-news biografien-news(cached at May 15, 2007, 9:53 pm)

Wiesbaden (biografien-news) - Vor allem Biografien berühmter Frauen - so genannter "Superfrauen" - sind im Weblog "biografien-news" unter der Internetadresse http://biografien-news.blog.de zu finden. Dabei handelt es sich um Leseproben aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" des Wiesbadener Autors Ernst Probst (Auswahl):

A

Aasland, Aaslaug
Abbott, Berenice
Achmatowa, Anna
Ackermann, Rosemarie
Addams, Jane
Agnesi, Maria Gaetana
Albright, Madeleine
Allende, Isabel
Almsick, Franziska van
Andersen, Lale
Anderson, Marian
Angela Merici, Heilige
d’Angeville, Henriette
Anguissola, Sofonisba
Anna Boleyn, Königin von England
Anna von Kleve, Königin von England
Anna von Sachsen
Anning, Mary
Anthony, Susan Brownell
Aquino, Corazón Cojuangco
Arbour, Louise
Arden, Elizabeth
Argerich, Martha
Argula von Stauff
Arnim, Bettina
Ashrawi, Hanan
Assia, Lys
Augspurg, Anita
Auriol, Jacqueline
Aussem, Cilly

*

B

Bachmann, Ingeborg
Baez, Joan
Baker, Josephine
Balch, Emily Greene
Ball, Lucille
Bandaranaike, Sirimawo
Bara, Theda
Barbara, Agatha
Bardot, Brigitte
Barrymore, Drew
Bassi, Laura
Bastié, Maryse
Baum, Vicky
Bäumer, Gertrud
Bausch, Pina
Beauvoir, Simone de
Beecher-Stowe, Harriet
Behle, Petra (Petra Schaaf)
Beinhorn, Elly
Bellion, Uta
Bentz, Melitta
Berghoff, Dagmar
Bergman, Ingrid
Bernadette Soubirous
Bernauer, Agnes
Bernhardt, Sarah
Bhutto, Benazir
Biagiotti, Laura
Bilhildis, Heilige
Binsenstock, Elsbeth
Blanchard, Madeleine Sophie
Bleibtreu-Paulsen, Hedwig
Blixen, Tania
Bohley, Bärbel
Birgitta von Schweden, Heilige
Blackwell, Elizabeth
Blyton, Enid
Blasius, Juliana
Bora, Katharina von
Borgia, Lucrezia
Bourgeois, Marie-Louise
Brändström, Elsa
Braun, Lily
Brigitta von Kildaire, Heilige
Brontë, Anne
Brontë, Charlotte
Brontë, Jane
Brückner, Christine
Bruhns, Wibke
Brundtland, Gro Harlem
Buchela, Madame
Buck, Pearl S.
Bühler, Charlotte
Burda, Aenne

*

C

Caballé, Montserrat
Calamity Jane
Callas, Maria
Cameron, Julia Margaret
Campanini, Barbara
Campbell, Kim
Campbell, Naomi
Carmen Sylva
Carra, Raffaele
Carreño, Teresa
Carson, Rachel
Carstens, Veronica
Carter, Betty
Cartland, Barbara
Castle, Barbara
Castro de Murgia, Rosalia
Chamorro, Violeta
Chanel, Coco
Charlotte von Luxemburg, Großherzogin
Châtelet, Emilie du
Christie, Agatha
Christina von Dänemark
Çiller, Tansu
Claudel, Camille
Cochran, Jacqueline
Colbert, Claudette
Cori, Gerty
Cornwell, Patricia
Corrigan, Mairead
Courths-Mahler, Hedwig
Crawford, Cindy
Crawford, Joan
Cresson, Edith
Cruz, Juana Inés de la
Curie, Marie

*

D

Dalida
Danella, Utta
Davis, Bette
Day, Doris
Delaunay-Terk, Sonia
Deledda, Gracia
Della Casa-Debeljevic, Lisa
Deng Yingchao
Deutsch, Helene
Devlin, Bernadette
Diana Prinzessin von Wales
Diba, Fara
Dickinson, Emily
Dietrich, Amalie
Dietrich, Marlene
Dixon, Jeane
Dohm, Hedwig
Dönhoff, Marion Gräfin
Doi, Takako
Dreifuss, Ruth
Dubarry, Marie Jéanne Gräfin
Duby-Blom, Gertrude
Dulles, Eleanor
Du Maurier, Daphne
Duncan, Isadora
Duse, Eleonora

*

E

Eames, Ray
Earhart, Amelia
Ebner-Eschenbach, Marie von
Ederle, Gertrud
Edith Stein, Heilige
Einem, Gerta-Luise von
Eleonore, Königin von Frankreich und Portugal
Eliot, George
Elisabeth Ann Baylaey Seton, Heilige
Elisabeth („Sissi“), Kaiserin von Österreich
Elisabeth I. Tudor, Königin von England
Elisabeth von Thüringen, Heilige
Ellion, Gertrude Belle
Elßler, Fanny
Erxleben, Dorothea
d’Este, Isabella
Evangelista, Linda

*

F

Fedele, Cassandra
Fichtel-Mauritz, Anja
Fields, Gracie
Fink, Agnes
Finnbogadóttir, Vigdís
Fischer, Leni
Fitzgerald, Ella
Flagstad, Kirsten
Fleming, Joy
Flickenschildt, Elisabeth
Fonteyn, Margot
Fossey, Dian
Foster, Jodie
Francesca da Rimini
Franco, Veronica
Frank, Anne
Franziska von Rom, Heilige
Franziska Schervier, Selige
Franziska Streitel
Freeman, Cathy
Freud, Anna
Fried, Amelie
Friedan, Betty
Frodien, Waltraud
Fugger, Anna Jabobäa
Fry, Elizabeth
Furzewa, Jekaterina

*

G

Galard Terraube, Geneviéve de
Galdikas, Biruté
Gandhi, Indira
Garbo, Greta
Gardner, Ava
Garland, Judy
Garrod, Dorothy
Gaynor, Janet
Genoveva, Heilige
Gertrud von Helfta, Heilige
Gertrud von Nivelles, Heilige
Gibson, Althea
Giehse, Therese
Gilbreth, Lillian Moller
Glas, Uschi
Goeppert-Mayer, Maria
Goodall, Jane
Gordimer, Nadine
Gottsched, Luise Adelgunde
Gouges, Olympe de
Grable, Betty
Graf, Steffi
Graham, Martha
Gréco, Juliette
Greer, Germaine
Griefahn, Monika
Griffith-Joyner, Florence
Grisi, Carlotta
Gyllembourg, Thomasine

*

H

Hagenbeck, Caroline
Hainisch, Marianne
Halmich, Regina
argreaves, Alison
Hari, Mata
Harlow, Jean
Hayworth, Rita
Hedwig, Heilige
Hemma von Gurk, Heilige
Heni, Sonja
Hepburn, Katharina
Herschel, Caroline
Herzog, Christiane
Heuss-Knapp, Elly
Heyl, Hedwig
Hildegard von Bingen
Hingis, Martina
Hite, Shere
Hodgkin, Dorothy
Hoffmann, Ottilie
Hoffmanowa, Klementyna
Höhler, Gertrud
Holiday, Billie
Holper, Barbara
Houston, Whitney
Huber, Therese
Hypatia

*

I

Ibárruri, Dolores
Ihrer, Emma
Isabeau von Bayern
Isabel Clara Eugenia
Isabella I., Königin von Spanien

*

J

Jackson, Mahalia
Jacobs, Aletta
Jarvis, Anne
Jeanne d’Arc
Jellinek, Mercedes
Jepsen, Maria
Jewett, Sarah Orne
Johanna die Wahnsinnige
Johanna Franziska von Chantal
Joliot-Curie, Irène
Joplin, Janis
Juchaz, Marie
Juliana von Lüttich

*

K

Kahlo, Frida
Karoline Gerhardinger
Karoline Henriette von Hessen-Darmstadt
Karsch, Anna Luise
Katharina de’Medici
Katharina II. die Große, Kaiserin von Rußland
Katharina Parr, Königin von England
Katharina Tekakwitha, Selige
Katharina von Aragón, Königin von England
Katharina von Genua, Heilige
Katharina von Siena
Kauffmann, Angelica
Keller, Helen
Kelly, Grace
Kelly, Petra
Kennedy, Jacqueline
Kenyon, Kathleen
Kessler, Alice und Ellen
Klara Fey, Selige
Klara von Assisi, Heilige
Klarsfeld, Beate
Klasnic, Waltraud
Kleopatra VII. die Große
Knef, Hildegard
Kohl, Hannelore
Kollontai, Alexandra
Kollwitz, Käthe
Koss, Irene
Kowalewskaja, Sofja
Krone-Schmalz, Gabriele
Krupskaja, Nadeshda
Kruse, Käthe
Kübler-Ross, Elisabeth
Kulthum, Umm
Kumbernuss, Astrid
Kunigunde, Heilige

*

L

La Fayette, Marie-Madeleine
Lagerlöf, Selma
Laminit, Anna
Lange, Helene
Langer, Felicia
Larmore, Jennifer
La Roche, Sophie
Leakey, Elisabeth
Leander, Zarah
Leigh, Vivien
Lenya, Lotte
Leuwerik, Ruth
Levi-Montalcini, Ruth
Lind, Jenny
Linden, Maria Gräfin von
Lindgren, Astrid
Lioba, Heilige
Limbach, Jutta
Lollobrigida, Gina
Loren, Sophia
Lorentz, Lore
Louise de Marillac, Heilige
Lovelace, Ada Byron Countess of
Ludmilla, Heilige
Luise, Königin von Preußen
Luxemburg, Rosa

*

M

Machbuba
Madonna
Magdalena Sophie Barat, Heilige
Magnani, Anna
Magnani, Franca
Maiburg, Rita
Malinche
Mansfield, Katharine
Marenholtz-Bülow, Bertha von
Margareta Marie Alacoque
Margareta von Schottland
Margarete von Österreich
Marguerite d’Angouléme
Marguerite von Valois
Maria Dominica Mazzarello, Heilige
Maria Goretti, Heilige
Maria Magdalena Postel, Heilige
Maria Magdalena von Pazzi, Heilige
Maria Rosa Julie Billiart, Heilige
Maria Stuart, Königin von Schottland
Maria Theresia, Erzherzogin
Maria Tudor, Königin von England
Maria von Ungarn
Masina, Guiletta
Mathilde, Heilige
McAuliffe, Christa
McClintock, Barbara
Mead, Margaret
Medici, Maria von
Meir, Golda
Meitner, Lise
Melba, Nelly
Menchú, Rigoberta
Menken, Adah Isaacs
Mercouri, Melina
Merian, Maria Sybilla
Merkel, Angela
Mestorf, Johanna
Meter, Victoria (Vicki) van
Meysel, Inge
Michaëlis, Karin
Midler, Bette
Mistinguett
Mistral, Gabriela
Mitscherlich, Margarete
Modersohn-Becker, Paula
Moholy, Lucia
Monroe, Marilyn
Montessori, Maria
Montez, Lola
Moreau, Jeanne
Morrison, Tony
Mouidi-Pétignat, Nicole
Müller, Charlotte
Mumtaz Mahal
Mutter, Anne-Sophie
Myrdal, Alva

*

N

Nasse-Meyfarth, Ulrike
Navratilova, Martina
Negri, Pola
Neid, Silvia
Nemcová, Bozena
Neuber, Friederike Caroline
Ney, Elly
Nielsen, Asta
Niemann-Stirnemann, Gunda
Nightingale, Florence
Nijinska, Bronislawa
Noelle-Neumann, Elisabeth
Nolte, Claudia
Nüsslein-Volhard, Christiane

*

O

Odilia, Heilige
Oakley, Annie
Olympia Fulvia Morata
Otto-Peters, Luise
Onassis, Christina (Tina)

*

P

Pankhurst, Emmeline
Paretti, Sandra
Pauline von Mallinckrodt, Selige
Pawlowa, Anna
Perón, Eva (Evita)
Perón, Isabel
Pfeiffer, Ida
Piaf, Edith
Pickford, Mary
Pippig, Uta
Pisan, Christine de
Pivetti, Irene
Pocahontas
Polgar, Judit
Pompadour, Marquise de

*

Q

Qing, Jiang

*

R

Read Mary
Regina Protmann, Selige
Rehor, Grete
Reitsch, Hanna
Riefenstahl, Leni
Roberts, Julia
Robinson, Mary
Rogers, Ginger
Roosevelt, Anna Eleanor
Rosa von Lima, Heilige
Rosenblatt, Wibrandis
Roxelane, Sultanin
Rubinstein, Helena
Rudolph, Wilma
Russel, Jane
Rutherford, Margaret

*

S

Sacajawea
Sachs, Nelly
Saint-Phalle, Niki
Salomon, Alice
Sand, George
Sander, Jil
Sandrock, Adele
Sappho
Scheel, Mildred
Schiaparelli, Elsa
Schiffer, Claudia
Schlegel, Caroline von
Schneider, Romy
Scholl, Sophie
Schimmel, Annemarie
Schlüter, Gisela
Schmidt, Auguste
Schreinemakers, Margarete
Schroeder, Louise
Schröder-Devrient, Wilhelmine
Schumann, Clara
Schurmann, Anna Maria von
Schwarzer, Alice
Schygulla, Hanna
Semiramis, Königin
Schickedanz, Grete
Seghers, Anna
Seizinger, Katja
Seles, Monica
Serao, Matilde
Séraphine
Sexton, Anne
Sforza, Bianca Maria
Sforza, Caterina
Shelley, Mary
Shipley, Jenny
Sidonie von Braunschweig-Kalenberg
Siegemundin, Justine
Sieveking, Amalie
Signoret, Simone
Simonis, Heide
Sitwell, Edit
Smith, Bessie
Södergran, Edit
Spyri, Johanna
Stanton, Elizabeth Cady
Starr, Belle
Stauffenberg, Melitta Gräfin Schenk von
Staël, Madame de
Steiff, Margarete
Stein, Gertrude
Steinbach, Margarete
Stöcker, Helene
Stratzmann, Barbara
Streep, Meryl
Suchocka, Hanna
Supremes, The
Suttner, Berta von
Suu Kyi, Aung San
Swanson, Gloria

*

T

Taglioni, Marie
Taussig, Helene Brooke
Taylor, Elizabeth (Liz)
Teissier, Elisabeth
Temple, Shirley
Teresa von Àvila, Heilige
Teresa, Mutter
Tereschkova, Valentina
Thatcher, Agnes Lake
Thatcher, Margret
Theodelinde, Selige
Therese von Wüllenweber, Selige
Theresia von Lisieux, Heilige
Theroigne de Méricourt, Anne-Josèphe
Thompson, Dorothy
Trube, Sabine
Truth, Sojourner
Tschiburdanidse, Maja
Turner, Lana
Tussaud, Marie
Twiggy

*

U

Uhse, Beate
Ullmann, Liv
Undset, Sigrid
Unruh, Gertrud (Trude)
Ury Else

*

V

Valois, Ninette de
Vaughan, Sarah Lois
Veil, Simone
Viktoria, Königin von England

*

W

Wagner, Cosima
Walburga, Heilige
Ward, Maria
Wedekind, Beate
Weiser, Grethe
Welser, Philippine
Werefkin, Marianne Wladimirovna von
Wessel, Helene
West, Mae
Westwood, Vivienne
Weymarn, Verena von
Wigman, Mary
Wilhelmine Markgräfin von Bayreuth
Williams, Bette
Wimmer, Maria
Wimschneider, Anna
Witt, Katarina
Wollstonecraft, Mary
Woolf, Virginia
Wulf-Mathies, Monika

*

Y

Yalow, Rosalynn Sussman
Yourcenar, Marguerite

*

Z

Zenobia, Fürstin von Palmyra
Zetkin, Clara
Zwetajewa, Marina

*

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KarolineHenriette

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Bereits zu ihren Lebzeiten bezeichnete Karoline Henriette von Hessen-Darmstadt (1721–1774) respektvoll als „Große Landgräfin“. Mit diesem Ehrentitel verewigte der Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) sie in seinem Werk „Dichtung und Wahrheit“ (1811–1814). Die Landgräfin verwandelte den Darmstädter Hof in einen wahren Musenhof, der bedeutende Künstler anzog.

Karoline Henriette kam am 9. März 1721 als Tochter des Pfalzgrafen Christian III. von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1674–1735) und der Gräfin Karoline von Nassau-Zweibrücken (1704–1774) in Straßburg (Elsaß) zur Welt. Während ihrer Kindheit und Jugendzeit lebte sie zusammen mit drei Geschwistern im Elsaß und in der südlichen Pfalz.

Am 12. August 1741 heiratete die Pfalzgräfin in Zweibrücken den Erbprinzen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (1719–1790), damals bereits Regent der elsässisch-pfälzischen Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Die Eheleute hatten grundverschiedene Charaktere, was bald zu Differenzen zwischen beiden führte: Sie war literarisch und musisch interessiert, er diktatorisch veranlagt und für das Militär begeistert.

Karoline Henriette lebte in der kleinen Residenz Buchsweiler. Ludwig richtete sich in Pirmasens eine Soldatenkolonie ein, übernahm aber bereits 1743 als Generalmajor ein preußisches Regiment. Aus der Ehe gingen die drei Söhne Ludwig (1753–1830), Friedrich (1759–1802) und Christian (1763–1830) sowie die fünf Töchter Karoline (1746–1821), Friederike (1751–1805), Amalie (1754–1832), Wilhelmine (1755–1776) und Luise (1757–1830) hervor.

1750 folgte Karoline Henriette ihrem Mann in seine preußische Garnison Prenzlau in der Uckermark, wo sie sich sechs Jahre lang – unterbrochen von gelegentlichen Besuchen in Potsdam und Berlin – aufhielt. Zunächst stand sie dem preußischen Militärwesen und der Politik des preußischen Königs Friedrich des Großen (1712–1786) kritisch gegenüber, doch nach einer persönlichen Begegnung mit Friedrich wuchs ihre Sympathie für ihn. Karoline Henriette und Friedrich der Große begannen einen intensiven Briefwechsel.

Der Ausbruch des „Siebenjährigen Krieges“ (1756–1763) zwang Karoline Henriettes Gatten Ludwig zum Auscheiden aus dem preußischen Dienst, da Hanau-Lichtenberg von Preußens Gegner Frankreich lehnsabhängig war. Ludwig ging nach Pirmasens zurück und blieb dort, auch als er nach dem Tod des Vaters, Landgraf Ludwig VIII. (1691–1768), die Regierung der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt übernahm.

Karoline Henriette war zunächst nach Buchsweiler zurückgekehrt, dann aber schon vor dem Tod des Schwiegervaters mit ihren Töchtern ins Darmstädter Schloss übergesiedelt. Die von Ludwig IX. nach dem Regierungswechsel verfügten drakonischen Sparmaßnamen, die unter anderem die Schließung des Darmstädter Theaters erzwangen, setzten dem von Karoline Henriette entwickelten Musenhof enge Grenzen. Auch die von der Landgräfin gerne betriebene Parforcejagd wurde abgeschafft.

Zu den Gästen des Darmstädter Kreises der „Empfindsamen“, dessen führender Kopf der Kriegsrat, Schriftsteller und Publizist Johann Heinrich Merck (1741–1791) war, zählten unter anderem der junge Johann Wolfgang Goethe und Johann Gottfried Herder (1744–1803), die beide damals noch nicht geadelt waren. Herder weilte nur wenige Tage in Darmstadt, heiratete aber eine der Hofdamen aus Karoline Henriettes Kreis.

König Friedrich der Große von Preußen und andere Prominente verehrten Karoline Henriette von Hessen-Darmstadt in ihren Briefwechseln als „Große Landgräfin“. Die „musische“ Fürstin war nicht nur eine begeisterte Reiterin und Jägerin, sondern auch eine tüchtige Geschäftsfrau: Zur Aufbesserung ihrer knappen Finanzen ließ sie in Pfungstadt eine Krappfabrik einrichten, die der Verarbeitung der gleichzeitig neueingeführten Krapppflanze (Rubia tinctorum) zu einem damals begehrten Farbstoff, dem „Krapprot“, diente.

1772 war Karoline Henriette an der Berufung des Staatstheoretikers Friedrich Karl Freiherr von Moser (1723–1798) beteiligt, der bis 1780 in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt als allgewaltiger Minister bis 1780 versuchte, die bankrotte Landgrafschaft zu sanieren. Moser verfasste viel gelesene Schriften, in denen er Despotie und Sittenlosigkeit an den Höfen und Korruption bei den Beamten anprangerte. Aus seiner Feder stammte der Fürstenspiegel „Der Herr und sein Diener, geschildert mit patriotischer Freiheit“ (1759).

Fünf Monate vor ihrem Tod erlebte Karoline Henriette am 10. Oktober 1773 in Sankt Petersburg (Russland) die mit Prunk und Pomp gefeierte Hochzeit ihrer Tochter Wilhelmine mit dem künftigen Zaren, Großfürst Paul Petrowitsch (1754–1801). Die Verbindung war durch die Vermittlung von Friedrich dem Großen zustande gekommen. Dieser hatte als junger König schon bei der Ehe von Pauls Eltern, aber auch bei der Verheiratung seines Thronfolgers mit Karolines Tochter Friederike, als „Kuppler“ gewirkt. Wilhelmine wurde durch die Verlobung Großfürstin und hieß fortan Nathalia.

Am 30. März 1774 starb die „Große Landgräfin“ im Alter von nur 53 Jahren in Darmstadt. Ihr Grab befindet sich im südlichen Teil des von ihr zum englischen Park umgestalteten Herrngartens, wo man sie auf ihren eigenen Wunsch bestattete. Die von Friedrich dem Großen gestiftete Marmorurne auf ihrem Grab trägt die Aufschrift: „Femina Sexu, Ingenio Vir“ („von Geschlecht eine Frau, von Geist ein Mann“).

Ihr Tod bewahrte Karoline Henriette vor schlimmen Nachrichten über ihre Tochter in Sankt Petersburg. Der Zarewitsch Paul und die Zarewna Nathalia ließen sich auf den Plan der Thronfolger-Partei ein, die Zarin Katharina II. die Große (1729–1796) abzusetzen, in die Peter- und Paul-Festung zu sperren und Paul auf den Thron zu bringen. Das Komplott wurde entdeckt, aber Katharina lachte nur leise, als sie auf der Liste der Verschwörer die Namen ihres Sohnes und ihrer Schwiegertochter las, warf das belastende Papier in den Kachelofen und verzieh den beiden.

Bald danach hörte Katharina II. die Große das Gerücht, der Fürst Andreas Rasumowski (1752–1836) sei Liebhaber ihrer 18-jährigen Schwiegertochter. Als die Zarin deswegen Nathalia Vorhaltungen machte, erfuhr sie, diese würde bald einen Thronfolger zur Welt bringen. Nun konnte man sie schlecht wieder nach Hause schicken, egal von wem das Kind stammte.

Kurz nach der Geburt sind das Kind und die junge Mutter gestorben. Zarewitsch Paul wollte nicht glauben, dass seine Gattin tot ist, er tobte, zerschlug alles in seinem Gemach, wollte sich aus dem Fenster stürzen und schien fast den Verstand zu verlieren. Erst als er unter den Papieren der Toten Briefe von Rasumowski fand, die ihm die Augen über die Untreue Nathalias öffneten, wurde er still.

Bei der gezielt betriebenen Verheiratung auch der übrigen Töchter war die „Große Landgräfin“ erfolgreicher als bei der zunächst so glanzvoll scheinenden russischen Hochzeit. Karoline heiratete 1768 Friedrich V. Landgraf von Hessen-Homburg (1748–1820) und Friederike 1769 den Prinzen Friedrich Wilhelm II. König von Preußen (1744–1797). Amalie vermählte sich 1774 mit Karl Ludwig Erbprinz von Baden (1755–1801) und Luise 1775 mit Karl August Großherzog von Sachsen-Weimar (1757–1828).

Der älteste Sohn Ludwig X. (1753–1830) regierte ab 1790 für seinen verstorbenen Vater. Er wurde 1806 der erste Großherzog von Hessen-Darmstadt.

*

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Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Eine der erfolgreichsten Schlagersängerinnen Europas war die Künstlerin Dalida (1933–1987), die eigentlich Yolanda Christina Gigliotti hieß. Insgesamt sollen von ihr weltweit schätzungsweise 40 bis 60 Millionen Schallplatten verkauft worden sein. Für ihre zahlreichen Hits erhielt sie „Goldene Schallplatten“, Platinplatten und sogar eine „Diamantene Schallplatte“. In ihrem Leben wechselten sich glanzvolle Erfolge mit privaten Tragödien ab.

Die Eltern von Yolanda Christina Gigliotti waren Nachfahren kalabrischer Einwanderer und sind in Ägypten zur Welt gekommen. Yolanda Christina wurde am 17. Januar 1933 in Kairo geboren. Ihr Vater Pietro Gigliotti musizierte als Konzertgeiger an der Oper der ägyptischen Hauptstadt. Während des Zweiten Weltkrieges internierten die Engländer ihren Vater wegen seiner italienischen Nationalität.

Yolanda Christina wuchs in Kairo auf, ging dort zur Schule und hatte zwei Brüder namens Bruno und Orlando. Während ihrer Kindheit musste sie zwei Augenoperationen ertragen. Als kleines Mädchen fand sie sich hässlich. Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahre 1945 verdiente die Mutter als Näherin ihren Lebensunterhalt. Yolanda Christinas Liebe zur Schauspielerei zeigte sich bereits bei Aufführungen in der Schule.

Durch ihren Onkel Eugenio, der in Kairo als Filmvorführer arbeitete, begeisterte sich Yolanda Christina Gigliotti für den Film. Zwischen 1951 und 1954 arbeitete sie als Sekretärin bei einer Export-Import-Firma.

1954 nahm die 21-jährige Yolanda Christina Gigliotti spaßeshalber an einem Schönheitswettbewerb teil und wurde zu ihrer großen Überraschung als „Miss Ägypten“ gewählt. Hinterher vertraute sie Freunden an, sie hätte sich eigentlich wenig Chancen ausgerechnet, weil sie keine grünen Augen habe. 1954 wirkte sie in den Filmen „Joseph et ses frères“, „The Mask of Toutankhamon“ und „A Drink and a Cigarette“ mit.

Allein und ohne Geld flog Yolanda Christina Gigliotti am 25. Dezember 1954 nach Paris, wo sie zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee erblickte. In der französischen Hauptstadt hetzte sie von einem Vorstellungsgespräch zum anderen, konnte aber in der Filmbranche nicht richtig Fuß fassen. 1955 spielte sie in zwei trivialen Krimis mit, die sie schnell vergessen wollte.

Dalidas Laufbahn als Sängerin begann 1956, als sie sich an einem Chanson-Nachwuchswettbewerb in der Pariser Music-Hall „Olympia“ beteiligte. Dabei fiel sie dem Chef des Hauses, Bruno Coquatrix, dem Plattenproduzenten Eddie Barclay und dem Programmdirektor des Senders „Europe 1“, Lucien Morisse (1929–1970), auf. Coquatrix lobte sie: „Ihre wandlungsfähige Stimme hat alles, was Männer mögen: Zärtlichkeit, Sinnlichkeit, Erotik.“

Bereits die erste Schallplatte „Bambino“ (1956) von Dalida entwickelte sich zum Superhit und brachte ihr die erste „Goldene Schallplatte“ ein. Fortan erschien ihr Name häufig in den internationalen Hitparaden. 1958 wählte man Dalida zur „Sängerin des Jahres“ und zeichnete sie zusammen mit dem Franzosen Yves Montand mit dem „Music Hall Bravo“ aus.

Weitere „Goldene Schallplatten“ heimste Dalida 1959 mit „Ciao Ciao Bambina“, „Guitar et Tambourine“ und „Am Tag als der Regen kam“ ein. Mit dem Schlechtwetterlied erreichte sie Platz 1 der Hitparade und behauptete sich ein halbes Jahr lang unter den zehn erfolgreichsten Schlagern. Damals galt sie als „Königin der Jukebox“. Allein 1960 verdiente sie sich fünf „Goldene Schallplatten“ mit „Romantica“, „Je t’aime follement“, „Les enfants des Pireé“, „Itsi-Bitsi-Teeni“ und „Milord“.

Am 18. April 1961 heiratete die „Schlagerkönigin“ Dalida auf dem Standesamt des XVI. Arrondissements in Paris ihren Entdecker Lucien Morisse. Die Ehe mit dem schüchternen und scheuen Mann scheiterte schon einige Monate später: Die 28-jährige Dalida verliebte sich in den vier Jahre jüngeren polnischen Maler Jean Sobieski und zog mit ihm zusammen.

Künstlerisch war auch 1961 für Dalida ein erfolgreiches Jahr. Damals überreichte man ihr „Goldene Schallplatten“ für „Last Waltz“, „Papa achet mor un jukebox“ und „Garde moi la derniere“. Im Dezember 1961 bezog Dalida auf dem Montmartre in Paris ein Märchenschloss. Nach dem Bruch mit Jean Sobieski begann für sie eine Zeit der Trauer.

1964 begleitete Dalida für den Rundfunksender „Europe 1“ die „Tour de France“. Jeden Abend trat sie nach dem Rennen auf der Bühne auf. Sie fuhr durch ganz Frankreich und sang fast 3000 Lieder. Im September 1964 nahm Dalida für mehr als zehn Millionen verkaufte Schallplatten ihre erste Platinplatte entgegen. 1967 ehrte man sie in Italien als populärste Sängerin mit dem „Oscar Canzonissima“.

Tragisch endete die Teilnahme von Dalida und ihrem Freund, dem italienischen Komponisten und Sänger Luigi Tenco (1940–1967), am Festival in San Remo. Am 25. Januar 1967 sangen erst Tenco und dann Dalida das Chanson „Ciao amore, ciao“. Vom Lampenfieber gelähmt, versagte ihm die Stimme, Dalida dagegen wurde bejubelt.

Als die Jury um 1 Uhr morgens entschied, dass beide Künstler nicht am Finale teilnehmen durften, schrieb Tenco im Hotel „Savoy“ einen Abschiedsbrief, in dem er die kommerzielle Entscheidung der Jura anprangerte, und tötete sich durch einen Schuss in den Kopf. Dalida, die ihren Geliebten tot aufgefunden hatte, musste von zwei Männern vom Leichnam getrennt werden.

Nach dieser Tragödie war Dalida innerlich wie tot und plante heimlich, Tenco, den sie im April 1967 heiraten hatte wollen, in den Tod zu folgen.

Die von Depressionen geplagte Dalida schrieb ihr Testament, gab ihrer Mutter Geld, stieg in dem Hotel ab, in dem sie mit Tenco die Zeit ihrer Liebe verbracht hatte, und versuchte vergeblich, sich mit einer Überdosis Schlaftabletten zu vergiften. Nach fünf Tagen wachte sie wieder aus dem Koma auf.

Dalida überwand die damalige Krise mit Hilfe der Psychoanalyse. „Wer sich selbst nicht versteht, versteht auch die anderen nicht“, sagte sie. Der Schriftsteller Arnaud Desjardins, der sein Leben fernöstlichen Religionen gewidmet hatte, wurde ihr neuer Freund. Sie begleitete ihn nach Indien und reiste drei Jahre lang alleine dorthin, um sich in die Obhut eines geistlichen Führers zu begeben.

1968 überreichte man Dalida für ihre Verdienste um das französische Chanson die Medaille des Präsidenten Charles de Gaulle (1890–1970). Das „Maison des Intellectuels“ erhob sie zum „Commandeur des Arts, Sciences et Lettres“ und verlieh ihr das „Ehrenkreuz von Vermeil“. Außerdem nahm sie für „Les temps des fleurs“, „Gigi“ und „J’attendrai“ weitere „Goldene Schallplatten“ entgegen.

Nach etwa 15-jähriger Zusammenarbeit mit der Firma „Barclay“ übernahm Dalida 1970 selbst die Produktion ihrer Schallplatten und stellte ihren älteren Bruder Orlando Gigliotti als Produzent und Manager ein. Im September jenes Jahres beging ihr früherer Mann Lucien Morisse mit 41 Jahren Selbstmord.

Im November 1971 hörte man Dalida nach vierjähriger Pause mit einem neuen Repertoire wieder im „Olympia“ in Paris. Da man nicht an ihr Comeback glaubte, musste sie selbst die Saalmiete tragen. Doch ihr Auftritt in einem strahlend weißen Kleid wurde ein Riesenerfolg.

1973 wurde der Maler und Sänger Richard Chamsray (1940–1983) der neue Lebensgefährte von Dalida. Mit ihm lebte sie auf der Mittelmeerinsel Korsika. 1974 tauchte sie mit „Gigi l’amoroso“ („Gigi der Geliebte“) und „Il venait d’avoir 18 ans“ („Er war gerade 18 Jahr“) erneut an der Spitze der Hitparade auf. 1974 bekam sie zum zweiten Mal den „World Oscar for the Hit-Record of the Year“. „Gigi l’amoroso“ wurde 1975 mit einer Platinplatte belohnt.

1977 trat Dalida zum ersten Mal in der berühmten New Yorker „Carnegie-Hall“ auf. Im selben Jahr feierte sie auch ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum im Pariser „Olympia“. Mit 45 Jahren wandte sie sich der Show zu. 1978 sah man sie in dem Film „Disco Superstar“. Mit dem Lied „Monday, Tuesday“ war sie 1979 auch in der Disco-Welle erfolgreich.

1980 gastierte Dalida als Revue-Star im Pariser „Palais des Sports“ und wirkte in dem Film „Killer stellen sich nicht vor“ mit. Im selben Jahr überreichte man ihr anlässlich ihres 25-jährigen Künstlerjubiläums die seltene „Diamantene Schallplatte“. Mit 48 Jahren nahm sie Tanzunterricht. An der Schwelle zu ihrem 50. Geburtstag überfiel sie eine große Müdigkeit. Bis dahin hatte sie bereits Arbeit für ein ganzes Jahrhundert geleistet. Im Juli 1983 erfuhr Dalida vom Selbstmord ihres früheren Lebensgefährten Richard Chamsray.

Während der letzten Jahre ihres Lebens sah man den Namen von Dalida nicht mehr in den internationalen Hitparaden. 1986 feierte man sie stürmisch bei der Uraufführung des Films „Le 6eme jour“ („Der sechste Tag“) in ihrer Geburtsstadt Kairo. In dem Streifen spielte sie die Hauptrolle und sang das Titellied.

Am Sonntag, dem 3. Mai 1987, gegen 18 Uhr wurde Dalida in ihrem Pariser Haus auf dem Montmarte von einer Hausangestellten tot aufgefunden. Die Polizei teilte mit, sie sei an einer Überdosis Schlaftabletten gestorben. Im Abschiedsbrief der 53-Jährigen stand nur der Satz: „Das Leben ist mir unerträglich geworden – vergebt mir.“ Mit ihr ging die Epoche der Vinyl-Schallplatte und der großen Varietéshows im Fernsehen zu Ende. Der ehemalige französische Kulturminister Jack Lang bezeichnete ihr Werk als „Hymne an das Leben“.

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Pioniere der Urzeitforschung biografien-news(cached at May 1, 2007, 9:35 pm)

FriedrichAugustvonAlberti

Friedrich August von Alberti, geboren am 4. September 1795 in Stuttgart, gestorben am 12. September 1878 in Heilbronn. Er war 1815 Beamter an der Saline Sulz, 1820 Salineninspektor in Friedrichshall und 1828 Verwalter der Saline Wilhelmshall. 1836 erhielt er den Titel Bergrat. Von 1852 bis 1870 wirkte er als Salinenverwalter in Friedrichshall. Seine wissenschaftlich bedeutendste Leistung: 1834 gliederte er die Trias in drei Abschnitte: Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper.

JohannJacobBaier

Johann Jacob Baier, geboren am 14. Juni 1677 in Jena, gestorben am 14. Juli 1735 in Altdorf bei Nürnberg. Er studierte in Jena und Halle/Saale Medizin und unternahm Reisen. 1700 kehrte er nach Jena zurück, wo er Magister der Philosophie und Doktor der Medizin wurde. Nach einem kurzen Aufenthalt in Halle zog er 1701 nach Nürnberg und praktizierte dort als Arzt. Danach wurde er Stadtarzt in Regensburg. Ab 1704 wirkte er als Professor für Medizin in Altdorf. Ab dieser Zeit sammelte er Fossilien.

FritzBerckhemer

Fritz Berckhemer, geboren am 25. Mai 1890 in Stuttgart, gestorben am 2. September 1954 in Stuttgart. Er promovierte 1913 in Tübingen und ging als Kurator für Paläontologie an die Columbia-Universität in New York. 1919 trat er als Assistent in das Stuttgarter Naturalienkabinett ein, wurde 1921 zweiter Konservator und 1925 Direktor. Seit 1930 wirkte er als Dozent für Paläontologie an der Technischen Hochschule in Stuttgart. 1934 beschrieb er den Steinheimer Ur-Menschen-Schädel. 1949 wurde er Professor.

HeinrichErnstBeyrich

Heinrich Ernst Beyrich, geboren am 31. August 1815 in Berlin, gestorben am 9. Juli 1896 in Berlin. Er promovierte 1837 in Berlin und wurde Assistent am Mineralogischen Museum. Ab 1857 leitete er die Paläontologische Sammlung in Berlin. Er wirkte als Privatdozent, außerordentlicher und schließlich ab 1865 als ordentlicher Professor der Geologie und Paläontologie an der Universität und Bergakademie. 1873 wurde er wissenschaftlicher Direktor der Preußischen Geologischen Landesanstalt in Berlin.

Blumenbach

Johann Friedrich Blumenbach, geboren am 11. Mai 1752 in Gotha, gestorben am 28. Januar 1840 in Göttingen. Er war ab 1778 Professor der Medizin in Göttingen. Verdienste erwarb er sich vor allem um die vergleichende Anatomie und die Anthropologie. 1786 entdeckte er vor Goethe das Os intermaxillare (Zwischenkiefer). Er beschrieb als erster das Fellnashorn Coelodonta antiquitatis und das Mammut Mammuthus primigenius. Auf seine Sammlung gehen die Anfänge des geowissenschaftlichen Museums in Göttingen zurück.

HeinrichGeorgBronn

Heinrich Georg Bronn, geboren am 3. März 1800 in Ziegelhausen bei Heidelberg, gestorben am 5. Juli 1862 in Heidelberg. Er habilitierte sich 1821 in Heidelberg und wurde dort 1828 zum Professor der Zoologie und Geowissenschaften ernannt. Von 1830 bis 1862 gab er zusammen mit Prof. Gustav Leonhard das Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie und Petrefaktenkunde heraus. Viele Sammler und Wissenschaftler informierten ihn brieflich über ihre neuen Fossilfunde.

LeopoldvonBuch

Leopold von Buch, geboren am 26. April 1774 auf Schloß Stolpe bei Angermünde, gestorben am 4. März 1852 in Berlin. 1790 studierte er an der Bergschule in Freiberg (Sachsen), wo er sich mit Alexander von Humboldt und Johann Karl Freiesleben anfreundete. 1793 bis 1796 studierte er in Halle/Saale und Göttingen. 1796 wurde er Bergreferendar in Schlesien. Noch 1796 schied er aus dem Staatsdienst aus und widmete sich völlig der Wissenschaft. Eine seiner wichtigsten Abhandlungen über den Jura in Deutschland erschien 1838.

GeorgesCuvier

Georges Cuvier, geboren am 23. August 1769 als Georg Küfer im damals württembergischen Mömpelgard (Montbéliard), gestorben am 13. Mai 1832 in Paris. Er besuchte von 1784 bis 1788 die Hohe Carls-Schule in Stuttgart, war danach Hauslehrer, ging 1795 nach Paris, wo er Stellvertreter des Professors für vergleichende Anatomie am Jardin des Plantes wurde. 1800 wählte man ihn zum Präsidenten des Institut National. 1819 wurde er Baron. Cuvier verglich zahlreiche Skelettreste ausgestorbener Wirbeltiere mit denen heute lebender Tiere.

BartholomaeusEberl

Bartholomäus Eberl, geboren am 2. November 1883 in Benediktbeuern, gestorben am 12./13. Februar 1960 in Gröbenzell. Er war ab 1908 katholischer Kaplan in Schwabmünchen, ab 1911 Benefiziat in Obergünzburg. 1929 erschien sein Werk „Die Eiszeitenfolge im nördlichen Alpenvorlande – Ihr Ablauf, ihre Chronologie aufgrund der Aufnahmen im Bereich des Lech- und Illergletschers“. 1930 wurde er als Heimatpfleger für Schwaben berufen. Eberl betätigte sich auch als Archäologe und Historiker.

EberhardFraas

Eberhard Fraas, geboren am 26. Juni 1862 in Stuttgart, gestorben am 6. März 1915 in Stuttgart. Er studierte in Leipzig und München und promovierte 1886 in München. Nach der Habilitation für Geologie und Paläontologie trat er 1894 die Nachfolge seines Vaters Oskar Fraas als Direktor am Naturalienkabinett in Stuttgart an. Sein besonderes Interesse galt den württembergischen Sauriern der Trias und des Jura. Er begründete eine der bedeutendsten Sammlungen fossiler Wirbeltiere in Deutschland.

OskarFraas

Oskar Fraas, geboren am 17. Januar 1821 in Lorch (Württemberg), gestorben am 22. November 1897 in Stuttgart. Er studierte in Tübingen Theologie und Geologie, legte 1845 das Pfarramtsexamen ab, wurde 1851 promoviert und wirkte ab 1850 als Pfarrer in Laufen an der Eyach. 1854 wurde er an das Königliche Naturalienkabinett in Stuttgart berufen, dessen Direktor er von 1856 bis 1894 war. 1856 erhielt er den Professorentitel. Er erforschte vor allem fossile Reptilien und Säugetiere aus Württemberg.

KarlvonFritsch

Karl von Fritsch, geboren am 11. November 1838 in Weimar, gestorben am 9. Januar 1906 in Groß-Goddelau bei Bad Dürrenberg. Er promovierte 1862 an der Universität Göttingen, habilitierte sich später an der Hochschule Zürich. Ab 1866 hatte er den Lehrstuhl für Geologie der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt inne. 1873 ging er als Professor für Geologie nach Halle/Saale. Er erforschte den Vulkanismus und die Geologie, Flora und Fauna Thüringens und Sachsens.

Fuhlrott

Johann Carl Fuhlrott, geboren am 31. Dezember 1803 in Leinefelde im Eichsfeld, gestorben am 17. Oktober 1877 in Wuppertal-Elberfeld. 1828 erhielt er in Münster die Befähigung zum Lehramt. Es folgten ein Probejahr und eine Anstellung als Hilfslehrer in Heiligenstadt. Ab 1830 unterrichtete er in Wuppertal-Elberfeld. Die Universität Tübingen verlieh ihm 1835 die Doktorwürde. Er erkannte als erster, dass die 1856 im Neandertal entdeckten Skelettreste von einem fossilen Menschen stammten. Ab 1862 war er Professor.

WilhelmGieseler

Wilhelm Gieseler, geboren am 11. Oktober 1900 in Hannover, gestorben am 26. September 1976 in Terracina (Italien). Er studierte Medizin und Naturwissenschaften in Göttingen, Freiburg und München. 1930 wurde er mit der Gründung des Anthropologischen Instituts in Tübingen beauftragt, das unter seiner Führung bald Weltruf erlangte. Ab 1934 war er außerordentlicher und ab 1938 ordentlicher Professor für Anthropologie. Er untersuchte Schädelfunde aus der Vogelherdhöhle und aus dem Hohlenstein.

GeorgAugustGoldfuss

Georg August Goldfuss, geboren am 18. April 1782 in Thurnau bei Bayreuth, gestorben am 2. Oktober 1848 in Bonn. Er studierte in Berlin und Erlangen, wo er 1805 Doktor der Medizin wurde. Es folgten Anstellungen als Mitdirektor des Naturhistorischen Museums in Erlangen, als Redakteur und als Hauslehrer. Um 1810 war er Arzt in Erlangen. 1811 übertrug man ihm provisorisch die Professur für Naturgeschichte und Botanik in Erlangen. Ab 1818 war er Professor in Bonn. Er entdeckte und beschrieb ca. 200 Fossilien.

CarlFriedrichHaeberlein

Carl Friedrich Häberlein, geboren am 28. Oktober 1787 in Solnhofen, gestorben am 20. Februar 1871 in Pappenheim, ging als Verkäufer des 1861 gefundenen Urvogels (Londoner Exemplar) in die Geschichte der Paläontologie ein. Die Rolle des Kreisarztes aus Pappenheim beim Verkauf der „Londoner Archaeopteryx“ wird in der Literatur oft zu negativ geschildert. Sein Verdienst war es, als erster die Bedeutung des Fundes erkannt und ihn an eine öffentliche Institution verkauft zu haben.

ErnstOttoHaeberlein

Ernst Otto Häberlein, geboren am 3. Juli 1819 in Pappenheim als Sohn von Carl Friedrich Häberlein, zeitweise in Weidenbach bei Ansbach (Mittelfranken) lebend, gestorben am 18. Februar 1896 in Pappenheim, ist der Verkäufer des 1876 entdeckten Urvogels (Berliner Exemplar). Er erwarb diesen Fund, präparierte ihn und bemerkte als erster die Federabdrücke an dem Fossil, das der Steinbruchbesitzer Johann Dörr für einen Flugsaurier gehalten hatte. Häberlein verkauft den Fund an Dr. Werner von Siemens.

ErnstHaeckel

Ernst Haeckel, geboren am 16. Februar 1834 in Potsdam, gestorben am 9. August 1919 in Jena. Er wirkte von 1862 bis 1909 als Professor der Zoologie in Jena. Als erster deutscher Wissenschaftler trat er für die damals in der Wissenschaft heftig umstrittene Abstammungslehre von Charles Darwin ein und entwarf den ersten Stammbaum des Pflanzenreiches. Viel diskutiert wurden seine Gedanken über die Entstehung und den Stammbaum des Menschen. Er prägte den Begriff „Affenmensch“ (Pithecanthropus).

DanielHartmann

Daniel Hartmann, geboren am 5. November 1854 in Mauer, gestorben am 21. Januar 1952 in Mauer. Der Sandgrubenarbeiter entdeckte am 21. Oktober 1907 in der Sandgrube Rösch bei Mauer an der Elsenz unweit von Heidelberg den Unterkiefer des Heidelberg-Menschen Homo erectus heidelbergensis. Dieses Fossil gilt als der älteste menschliche Knochenrest in Mitteleuropa. 1948 wurde Hartmann für seine Entdeckung von der Gemeinde Mauer mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet.

BernhardHaufff

Eberhard Hauff, geboren am 4. Juli 1866 in Holzmaden, gestorben am 10. Juli 1950 in Holzmaden. Der Sohn eines Steinbruchbesitzers barg viele interessante Funde aus dem Posidonienschiefer im Raum Holzmaden und erregte durch ihre sorgfältige Präparation Aufsehen in der paläontologischen Fachwelt. Die Universität Tübingen verlieh ihm für seine Verdienste als „Sammler und Präparator von Weltruf“ den Titel eines Ehrendoktors der Naturwissenschaften. Er gründete das Museum Hauff in Holzmaden.

OscarHaupt

Oscar Haupt, geboren am 7. Mai 1878 in Kassel, gestorben am 3. August 1939 in Darmstadt. Er wurde 1905 als Kustos der Geologisch-Mineralogischen Abteilung des Großherzoglichen Landesmuseums in Darmstadt berufen und hatte diese Stellung bis zu seinem Tode inne. Durch eigene Aufsammlungen und Ankäufe vermehrte er die Darmstädter Sammlungen. Von ihm stammen beispielsweise wertvolle Pflanzenfossilien aus dem Blättersandstein von Münzenberg unweit von Gießen. Vor allem aber untersuchte er Funde aus Messel.

FlorianHeller

Florian Heller, geboren am 12. Juli 1905 in Nürnberg, gestorben am 22. September 1978 in Nürnberg. Er studierte in Erlangen, München und Heidelberg und promovierte 1929 in Erlangen. Ab 1929 war er am Geologischen Institut Halle/Saale tätig, ab 1930 am Geologisch-Paläontologischen Institut Gießen, ab 1936 am Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Heidelberg, ab 1951 an der Universität Erlangen. 1961 wurde er auf den neuen Lehrstuhl für Paläontologie in Erlangen berufen. Er untersuchte fossile Säugetiere.

FriedrichvonHuene

Friedrich von Huene, geboren am 22. März 1875 in Tübingen, gestorben am 4. April 1969 in Tübingen. Er studierte und promovierte an der Universität Tübingen und wurde dort zum Dozenten und Professor der Paläontologie berufen. Während der mehr als sechs Jahrzehnte, in denen er an der Universität Tübingen lehrte, verfasste er mehr als 300 Veröffentlichungen über fossile Reptilien aus verschiedenen erdgeschichtlichen Perioden und Erdteilen. Er gilt weltweit als einer der bedeutendsten Reptilienexperten.

AlexandervonHumboldt

Alexander von Humboldt, geboren am 14. September 1765 in Berlin, gestorben am 6. Mai 1859 in Berlin, war Naturforscher und Geograph. Nach dem Studium in Göttingen und Freiberg (Sachsen) wurde er Oberbergmeister von Bayreuth und Ansbach in Steben im Fichtelgebirge. 1795 prägte er den Begriff Jura für die hellen Kalke von Gebirgsteilen in der Schweiz und in Süddeutschland. 1796 verließ er den Staatsdienst und widmete sich nur noch der Wissenschaft. 1799 trat er eine fünfjährige Reise nach Zentral- und Lateinamerika an.

OttoJaekel

Otto Jaekel, geboren am 21. Februar 1863 in Neusalz/Oder, gestorben am 6. März 1929 in Peking. Er studierte in Breslau und promovierte 1886 in München. Von 1887 bis 1889 war er Assistent am Geologisch-Paläontologischen Institut in Straßburg, ab 1894 außerordentlicher Professor in Berlin und Kustos des Geologisch-Paläontologischen Museums und von 1906 bis 1928 außerordentlicher Professor in Greifswald (Pommern). Er arbeitete vor allem über fossile Fische und Reptilien.

Jaeger

Georg Friedrich von Jäger, geboren am 25. Dezember 1785 in Stuttgart, gestorben am 10. September 1886 in Stuttgart. Er studierte in Tübingen Medizin, promovierte 1808, bereiste 1809 Frankreich und die Schweiz und wirkte danach als Arzt in Stuttgart. Von 1817 bis 1856 war er „Aufseher“ (Direktor) am Königlichen Naturalienkabinett in Stuttgart, ab 1822 Professor der Chemie und Naturwissenschaften am Oberen Gymnasium in Stuttgart, ab 1841 Obermedizinalrat. Er beschrieb Saurier und fossile Säugetiere.

Johann Jakob Kaup, geboren am 20. April 1803 in Darmstadt, gestorben am 4. Juli 1873 in Darmstadt. Nach Studien in Göttingen und Heidelberg arbeitete er am Rijks Museum van Naturlijke Historie in Leiden (Holland), kehrte aber bald nach Darmstadt zurück, wo er fünf Jahre lang als Privatgelehrter wirkte. 1828 wurde er am Naturalienkabinett in Darmstadt angestellt, 1831 Doktor der Philosophie, 1837 „wirklicher Inspektor“ am Naturalienkabinett und 1858 Professor. Kaup beschrieb zahlreiche Fossilfunde.

Koenigswald

Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald, geboren am 13. November 1902 in Berlin, gestorben am 10. Juli 1982 in Bad Homburg v. d. H., war einer der bedeutendsten Paläoanthropologen. Berühmt wurde er durch die von ihm bearbeiteten javanischen Frühmenschen-Funde. Er wirkte in München, New York, Utrecht (ab 1948 als Professor) und Frankfurt. Während seiner Münchner Zeit erforschte er fossile Säugetierfunde aus Deutschland, z. B. das krallentragende Huftier Metaschizotherium.

ErnstKoken

Ernst Koken, geboren am 29. Mai 1860 in Braunschweig, gestorben am 21. November 1912 in Tübingen. Er promovierte 1884 in Berlin und arbeitete als Assistent am dortigen Museum für Naturkunde. 1888 habilitierte er sich. Von 1887 bis 1891 war er Privatdozent für Geologie und Mineralogie an der Universität Berlin, ab 1891 außerordentlicher Professor in Königsberg. 1895 folgte er einem Ruf nach Tübingen. Koken erforschte Gehörsteine fossiler Fische, Saurier der norddeutschen Kreide und Gastropoden.

Lilienstern

Rühle von Lilienstern, geboren am 9. Juli 1882 in Bedheim (Thüringen), gestorben am 18. Juli 1946 in Kriegsgefangenschaft. Er war Arzt in seinem Geburtsort Bedheim bei Hildburghausen. In seiner Freizeit sammelte er fossile Pflanzen, Tierfährten und Saurierreste aus dem Buntsandstein und Keuper Thüringens und beschrieb sie meist selbst. An das verdienstvolle Wirken dieses Heimatforschers und Sammlers erinnert der Artname des thüringischen Dinosauriers Halticosaurus liliensterni.

FranzXaverMayr

Franz Xaver Mayr, geboren am 21. Februar 1887 in Pfronten/Ried, gestorben am 21. Juni 1974 in Eichstätt. Er wirkte von 1923 bis 1958 als Professor für Chemie, Biologie, Anthropologie und Geologie an der Technischen Hochschule Eichstätt. Mit den von ihm entdeckten und erworbenen Funden aus den Solnhofener Plattenkalken schuf er die Grundlage für das Jura-Museum in Eichstätt. 1973 stellte er bei der Gründungsversammlung der „Freunde des Jura-Museums Eichstätt“ die Eichstätter Archaeopteryx vor.

Hermann von Meyer, geboren am 3. September 1801 in Frankfurt, gestorben am 2. April 1869 in Frankfurt, gilt als der bedeutendste deutsche Wirbeltier-Paläontologe des 19. Jahrhunderts. Er war beim Deutschen Bundestag in Frankfurt tätig (ab 1837 als „Bundeskassen-Controleur“, ab 1863 als „Bundescassier“). Fossilien sammelte er bei Exkursionen, zum Beispiel in Solnhofen, Georgensgmünd, Eppelsheim und in Mainz-Weisenau. Er erhielt aber auch sehr viele fremde Funde zur Begutachtung.

GrafGeorgzuMuenster

Georg Graf zu Münster, geboren am 17. Februar 1776 in Langelage (Westfalen), gestorben am 23. Dezember 1844 in Bayreuth. Der bayerische Kammerherr und Regierungsdirektor in Bayreuth sammelte in seiner Freizeit und auf Reisen zusammen mit seinem Diener Dietrich zahlreiche Fossilien und beschrieb sie. Seine Privatsammlung war eine der umfangreichsten und bedeutendsten der damaligen Zeit. Auf seine Initiative geht die Kreissammlung in Bayreuth zurück. An ihn erinnern etliche Gattungs- und Artnamen.

RudolfOpitz

Rudolf Opitz, geboren am 3. Januar 1890 in Radebeul bei Dresden, gestorben am 16. Juli 1940 in Klobuck bei Tschenstochau in Polen. Er wurde von 1904 bis 1910 in Pirna (Sachsen) zum Lehrer ausgebildet, war von 1911 bis 1913 Hauslehrer und ab 1913 Lehrer in Fischbach im damaligen Fürstentum Birkenfeld. Kurz darauf wurde er nach Oberhosenbach versetzt. Von 1919 bis 1924 wirkte er als Lehrer in Griebelschied und von 1924 bis 1939 als Hauptlehrer in Kirschweiler bei Idar-Oberstein. Ab 1925 sammelte er Fossilien aus dem Hunsrückschiefer.

AlbertOppel

Albert Oppel, geboren am 19. Dezember 1831 in Hohenheim (Württemberg), gestorben am 22. Dezember 1865 in München. Auf Reisen durch Frankreich, England, die Schweiz und Deutschland verglich er jurassische Ablagerungen. 1856/1858 führte er die Bezeichnung Malm für den Oberjura ein. 1858 wurde er Assistent am Paläontologischen Museum in München, 1860 Professor der Paläontologie und 1861 Konservator der Paläontologischen Sammlung in München. Von ihm stammt eine erste Skizze der Londoner Archaeopteryx.

AlfredPenck

Albrecht Penck, geboren am 25. September 1858 in Berlin, gestorben am 7. März 1945 in Berlin. Er und sein Schüler Eduard Brückner erkannten im Gebiet der Alpen und in Süddeutschland geologische Spuren von vier Eiszeiten (Günz-, Mindel-, Riss-, Würm-Eiszeit) und drei dazwischenliegende Warmzeiten (Günz/Mindel-, Mindel/Riss-, Riss/Würm-Interglazial), die von ihnen nach deutschen Alpenflüssen benannt wurden. Diese Gliederung des Eiszeitalters wurde später von anderen Autoren übernommen.

JosefFelixPompeckj

Josef Felix Pompeckj, geboren am 10. Mai 1867 in Groß-Köllen (Kolno, Polen), gestorben am 8. Juli 1930 in Berlin. Nach dem Studium der Geologie und Paläontologie promovierte er 1890. Er wirkte in Tübingen, München (1897 Kustos und habilitiert, 1893 wurde er außerordentlicher Professor), Hohenheim, Göttingen und erneut in Tübingen, danach als Professor der Geologie und Paläontologie in Berlin, wo er gleichzeitig Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts und Museums war.

Quenstedt

Friedrich August Quenstedt, geboren am 9. Juli 1809 in Eisleben (Thüringen), gestorben am 21. Dezember 1889 in Tübingen. Er studierte ab 1821 in Tübingen, promovierte dort und wurde Assistent an der Mineralogisch-Geologischen Sammlung. 1837 wurde er zum Professor der Mineralogie und Geologie an der Universität Tübingen ernannt. Er untersuchte fossile Reptilien und andere Tiere aus der Trias und dem Jura Württembergs und befasste sich mit geologischen Fragen Südwestdeutschlands.

KarlGeorgvonRaumer

Karl Georg von Raumer, geboren am 9. April 1783 in Wörlitz, gestorben am 2. Juni 1865 in Erlangen. Er wirkte ab 1811 als Professor der Mineralogie in Breslau. 1815 führte er den Begriff Kreide in die wissenschaftliche Literatur ein, der auf der Schreibkreide beruht. Ab 1819 wirkte er in Halle/Saale. Anfeindungen brachten ihn zu dem Entschluss, seine Professur niederzulegen und 1823 in Nürnberg eine Stellung an einer Privatschule anzunehmen. 1827 ging er als Professor der Naturgeschichte nach Erlangen.

WilhelmvonReichenau

Wilhelm von Reichenau, geboren am 28. Juli 1847 in Dillenburg, gestorben am 3. Februar 1925 in Mainz. Er war Offizier, gab diesen Beruf aber wegen einer Kriegsverletzung auf. 1879 wurde er Präparator der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft in Mainz, 1888 Konservator an deren naturkundlichem Museum, 1907 Ehrendoktor der Philosophie der Universität Gießen. 1910 wurde er Direktor des neuen Naturhistorischen Museums Mainz (bis 1913) und Professor. Er erforschte die Mosbacher Sande.

GustavRiek

Gustav Riek, geboren am 23. Mai 1900 in Stuttgart, gestorben am 1. November 1976 in Feldstetten. Er studierte an den Universitäten Tübingen und Heidelberg. 1928 wurde er nach einem kurzen Aufenthalt in Halle/Saale Assistent an der Universität Tübingen. Es folgten 1929 die Promotion und 1934 die Habilitation. 1934 wurde er Dozent, 1935 außerordentlicher Professor. Bis 1965 war er Inhaber des Lehrstuhls für Urgeschichte in Tübingen. Sein spezielles Arbeitsgebiet waren eiszeitliche Kulturen.

HermannSchaafhausen

Hermann Schaaffhausen, geboren am 19. Juli 1816 in Koblenz, gestorben am 25. Januar 1893 in Bonn, gilt als ein Pionier der Urzeitforschung im Rheinland. Er war ab 1855 Professor an der Universität Bonn und der erste wissenschaftliche Bearbeiter des 1856 entdeckten Neanderthalers. Ab 1870 grub er in Höhlen des Sauerlandes, beteiligte sich an der Untersuchung eiszeitlicher Siedlungsreste aus den Höhlen an der Lahn und führte 1883 auf dem Martinsberg von Andernach Grabungen durch.

KarlFriedrichSchimper

Karl Friedrich Schimper, geboren am 15. Februar 1803 in Reichenschwand bei Nürnberg, gestorben am 21. Dezember 1867 in Schwetzingen. 1829 verlieh ihm die Universität Tübingen den Titel eines Doktors der Philosophie. 1837 verwendete er in einer in einem Schweizer Verlag erschienenen Ode erstmals den Begriff Eiszeit. 1843 bis 1848 lebte er in Mannheim, wo er gelegentlich Privatunterricht erteilte. 1848 wechselte er nach Schwetzingen. Dort wohnte er bis seinem Tode.

ErnstFriedrichvonSchlotheim

Ernst Friedrich von Schlotheim, geboren am 2. April 1764 in Allmenhausen (Thüringen), gestorben am 28. März 1832 in Gotha. Er studierte in Göttingen und Freiberg (Sachsen) und stieg im Herzogtum Gotha bis zum Minister und Oberhofmarschall auf. Seine Veröffentlichungen „Beschreibungen merkwürdiger Kräuterabdrücke und Pflanzenversteinerungen“ (1804) und „Die Petrefactenkunde auf ihrem jetzigen Standpunkte“ (1820) wirkten grundlegend für die entstehende Paläontologie.

OttoSchoetensack

Otto Schoetensack, geboren am 20. Juli 1850 in Stendahl, gestorben am 23. Dezember 1912 in Ospedaletti bei San Remo (Italien). Er lehrte seit 1904 als Privatdozent, ab 1909 als Professor an der Universität Heidelberg. Bekannt wurde er vor allem durch die Beschreibung des am 21. Oktober 1907 in einer Sandgrube bei Mauer an der Elsenz entdeckten Untekiefers des Heidelberg-Menschen. Außerdem erforschte er die fossile Tierwelt der Mauerer Sande aus der Zeit dieses Frühmenschen.

Soemmering

Samuel Thomas von Sömmering, geboren am 28. Januar 1755 in Thorn, gestorben am 2. März 1830 in Frankfurt. Er war ab 1779 Dozent für Anatomie und Chirurgie am Collegium Carolinum in Kassel und ab 1784 Professor für Anatomie und Physiologie an der Universität Mainz. Ab 1795 praktizierte er in Frankfurt als Arzt. 1805 wechselte er als Leibarzt des bayerischen Kurfürsten und späteren Königs Maximilian Joseph nach München. In seiner Münchner Zeit untersuchte er Flugsaurier. Ab 1819 wieder in Frankfurt.

Ernst Stromer von Reichenbach, geboren am 12. Juni 1871 in Nürnberg, gestorben am 18. Dezember 1952 in Erlangen, machte sich um die Erforschung der Wirbeltiere verdient. Er wirkte in Leiden/Holland (1897 Konservator am Geologisch-Mineralogischen Reichsmuseum) und in München (1901 Habilitation, 1908 außerordentlicher Professor, 1920 Hauptkonservator und 1930 Abteilungsdirektor an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie, 1921 Honorarprofessor).

RudolfVirchow

Rudolf Virchow, geboren am 13. Oktober 1821 in Schivelbein (Pommern), gestorben am 5. September 1902 in Berlin. Er wirkte ab 1849 als Professor für Pathologie in Würzburg und ab 1856 in Berlin. Abgesehen von seinen erfolgreichen Forschungen auf dem Gebiet der Zellularpathologie gilt er auch als Gründer der neuzeitlichen Anthropologie und Ethnologie. Außerdem zählt er zu den Mitbegründern der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.

AlfredWegener

Alfred Wegener, geboren am 1. November 1880 in Berlin, gestorben Ende November 1930 auf Grönland. Ab 1919 war er Abteilungsleiter an der Deutschen Seewarte und Professor in Hamburg. Von 1924 an wirkte er als Professor in Graz. Er leitete mehrere Expeditionen zum Inlandeis von Grönland (1906-1908, 1912, 1913, 1929/1930). Seine wegweisenden Theorien über die Kontinentalverschiebung und die Polverlagerung befruchteten die Paläobotanik, die Paläontologie und die Geologie.

FranzWeidenreich

Franz Weidenreich, geboren am 7. Juni 1873 in Edenkoben in der Pfalz, gestorben am 11. Juni 1948 in New York, zählt zu den bedeutendsten Paläoanthropologen. Er wirkte in Frankfurt am Senckenberg-Museum und an der Universität, in Chicago als Gastprofessor an der Universität, am Peking Union Medical Center College und in New York am American Museum of Natural History. Vor allem beschäftigte er sich mit der menschlichen Stammesgeschichte, besonders mit dem Peking-Menschen.

JohannesWeigelt

Johannes Weigelt, geboren am 24. Juli 1890 in Reppen (Landkreis Oschatz), gestorben am 22. April 1948 in Klein-Gerau. Er wirkte ab 1926 als Professor für Geologie in Halle/Saale. Sein Augenmerk galt der Tektonik, den Eisenerzlagerstätten, der Flora und Fauna des Kupferschiefers (Oberperm), den Fossilfunden aus den paläozänen Spaltenfüllungen von Walbeck nordöstlich von Helmstedt und des Mitteleozän aus den Braunkohle-Tagebauen des Geiseltals bei Halle/Saale.

KarlAlfredvonZiittel

Karl Alfred von Zittel, geboren am 25. September 1839 in Bahlingen (Baden), gestorben am 5. Januar 1904 in München. Er wurde 1863 Professor an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe und 1866 ordentlicher Professor an der Universität München. 1899 ernannte man ihn zum Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und zum Generalkonservator der wissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. In der Fachwelt gilt er als Begründer der Paläontologie in Bayern.

Urzeit-Pioniere biografien-news(cached at April 28, 2007, 9:22 am)

Friedrich August von Alberti, geboren am 1. September 1795 in Stuttgart, gestorben am 12. September 1878 in Heilbronn. Er war 1815 Beamter an der Saline Sulz, 1820 Salineninspektor in Friedrichshall und 1828 Verwalter der Saline Wilhelmshall. 1836 erhielt er den Titel Bergrat. Von 1852 bis 1870 wirkte er als Salinenverwalter in Friedrichshall. Seine wissenschaftlich bedeutendste Leistung. 1834 gliederte er die Trias in drei Abschnitte: Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper.

Johann Jacob Baier, geboren am 14. Juni 1677 in Jena, gestorben am 14. Juli 1735 in Altdorf bei Nürnberg. Er studierte in Jena und Halle/Saale Medizin und unternahm Reisen. 1700 kehrte er nach Jena zurück, wo er Magister der Philosophie und Doktor der Medizin wurde. Nach einem kurzen Aufenthalt in Halle zog er 1701 nach Nürnberg und praktizierte dort als Arzt. Danach wurde er Stadtarzt in Regensburg. Ab 1704 wirkte er als Professor für Medizin in Altdorf. Ab dieser Zeit sammelte er Fossilien.

Fritz Berckhemer, geboren am 25. Mai 1890 in Stuttgart, gestorben am 2. September 1954 in Stuttgart. Er promovierte 1913 in Tübingen und ging als Kurator für Paläontologie an die Columbia-Universität in New York. 1919 trat er als Assistent in das Stuttgarter Naturalienkabinett ein, wurde 1921 zweiter Konservator und 1925 Direktor. Seit 1930 wirkte er als Dozent für Paläontologie an der Technischen Hochschule in Stuttgart. 1934 beschrieb er den Steinheimer Ur-Menschen-Schädel. 1949 wurde er Professor.

Heinrich Ernst Beyrich, geboren am 31. August 1815 in Berlin, gestorben am 9. Juli 1896 in Berlin. Er promovierte 1837 in Berlin und wurde Assistent am Mineralogischen Museum. Ab 1857 leitete er die Paläontologische Sammlung in Berlin. Er wirkte als Privatdozent, außerordentlicher und schließlich ab 1865 als ordentlicher Professor der Geologie und Paläontologie an der Universität und Bergakademie. 1873 wurde er wissenschaftlicher Direktor der Preußischen Geologischen Landesanstalt in Berlin.

Portrait.kaar

Wien / Wiesbaden (biografien-news) - Wunderschöne historische Portraits bedeutender Persönlichkeiten kann man auf einer österreichischen Webseite entdecken. Besonderer Clou: Man darf dort kostenlos - mit Link zu www.portrait.kaar.at - maximal fünf Bilder pro Webseite übernehmen.

Zum Angebot dieser sehr empfehlenswerten Webseite mit der Internetadresse www.portrait.kaar.at/index.html gehörten am 25. April 2007 rund 2350 historische Portraits aus vielen Themenbereichen. Dabei handelt es sich um Stiche, Fotografien, Holzschnitte und Gemälde.

Themenbereiche der Portraits:

Französische Revolution
Stahlstiche um 1850
200 Deutsche Männer
Ökonomen
Deutschsprachige Persönlichkeiten
Kunst und Kultur in Österreich-Ungarn
Geschichte der USA
Internationale Politik
Verschiedene Persönlichkeiten
Erster Weltkrieg
Schriftsteller
Naturwissenschaftler
Komponisten und Musiker
Mediziner
Entdecker
Weltanschauung
Theater
Burgschauspieler Wien

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Und das sagt "portrait.kaar.at" über sich selbst:

"Welche Urheberrechte bestehen an den Bildern?
Wir haben die Bilder sorgfältig ausgewählt und allen Grund zu der Annahme, dass aufgrund des Alters an den gezeigten Bildern keine Urheberrechte mehr bestehen. Sollte in einzelnen Fällen dennoch ein bestehendes Recht nicht auszuschließen sein, so würden wir bei Benachrichtigung sofort die betreffenden Bilder entfernen.

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Friedrich August von Alberti (1795-1878) biografien-news(cached at April 25, 2007, 6:33 am)

Friedrich August von Alberti, geboren am 1. September 1795 in Stuttgart, gestorben am 12. September 1878 in Heilbronn. Er war 1815 Beamter an der Saline Sulz, 1820 Salineninspektor in Friedrichshall und 1828 Verwalter der Saline Wilhelmshall. 1836 erhielt er den Titel Bergrat. Von 1852 bis 1870 wirkte er als Salinenverwalter in Friedrichshall. Seine wissenschaftlich bedeutendste Leistung. 1834 gliederte er die Trias in drei Abschnitte: Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper.

Heinrich Ernst Beyrich (1815-1896) biografien-news(cached at April 25, 2007, 6:33 am)

Heinrich Ernst Beyrich, geboren am 31. August 1815 in Berlin, gestorben am 9. Juli 1896 in Berlin. Er promovierte 1837 in Berlin und wurde Assistent am Mineralogischen Museum. Ab 1857 leitete er die Paläontologische Sammlung in Berlin. Er wirkte als Privatdozent, außerordentlicher und schließlich ab 1865 als ordentlicher Professor der Geologie und Paläontologie an der Universität und Bergakademie. 1873 wurde er wissenschaftlicher Direktor der Preußischen Geologischen Landesanstalt in Berlin.

Johann Jacob Baier (1677-1735) biografien-news(cached at April 25, 2007, 6:33 am)

Johann Jacob Baier, geboren am 14. Juni 1677 in Jena, gestorben am 14. Juli 1735 in Altdorf bei Nürnberg. Er studierte in Jena und Halle/Saale Medizin und unternahm Reisen. 1700 kehrte er nach Jena zurück, wo er Magister der Philosophie und Doktor der Medizin wurde. Nach einem kurzen Aufenthalt in Halle zog er 1701 nach Nürnberg und praktizierte dort als Arzt. Danach wurde er Stadtarzt in Regensburg. Ab 1704 wirkte er als Professor für Medizin in Altdorf. Ab dieser Zeit sammelte er Fossilien.

Fritz Berckhemer (1890-1954) biografien-news(cached at April 25, 2007, 6:33 am)

Fritz Berckhemer, geboren am 25. Mai 1890 in Stuttgart, gestorben am 2. September 1954 in Stuttgart. Er promovierte 1913 in Tübingen und ging als Kurator für Paläontologie an die Columbia-Universität in New York. 1919 trat er als Assistent in das Stuttgarter Naturalienkabinett ein, wurde 1921 zweiter Konservator und 1925 Direktor. Seit 1930 wirkte er als Dozent für Paläontologie an der Technischen Hochschule in Stuttgart. 1934 beschrieb er den Steinheimer Ur-Menschen-Schädel. 1949 wurde er Professor.

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6;nnen Sie das Taschenbuch "Superfrauen 1 - Geschichte" mit Biografien von Herrscherinnen, Heldinnen, Heiligen und Huren lesen!
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Wiesbaden (biografien-news) - Das Weblog http://biografien-news.blog.de ermöglicht es künftig, eine Auswahl von Büchern mit Biografien berühmter Frauen im Blog oder auf der Dokumenteplattform "Scribd" www.scribd.com kostenlos zu lesen. Dabei handelt es sich um Titel der 14-bändigen Taschenbuchreihe "Superfrauen" des Wiesbadener Autors Ernst Probst, der "biografien-news" betreibt.

Wenn Sie eines der nachfolgenden Bücher lesen möchten, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Link:

Superfrauen 1 – Geschichte
Biografien von Herrscherinnen, Heldinnen, Heiligen und Huren
http://www.scribd.com/doc/22600/Superfrauen-1-Geschichte

Superfrauen 2 – Religion
Biografien frommer, seliger und heiliger Frauen
http://www.scribd.com/doc/23778/Superfrauen-2-Religion

Superfrauen 3 – Politik
Biografien von Politikerinnen, Juristinnen, Soldatinnen, Umweltschützerinnen und Spioninnen
http://www.scribd.com/doc/24399/Superfrauen-3-Politik

Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr
Biografien von Unternehmerinnen, Arbeitnehmerinnen, Gewerkschafterinnen und Fliegerinnen
http://www.scribd.com/doc/23769/Superfrauen-4-Wirtschaft-und-Verkehr

Superfrauen 5 – Wissenschaft
Biografien von Wissenschaftlerinnen
http://www.scribd.com/doc/23820/Superfrauen-5-Wissenschaft

Superfrauen 6 – Medizin
Biografien von Ärztinnen, Krankenschwestern, Hebammen und Stifterinnen
http://www.scribd.com/doc/23803/Superfrauen-6-Medizin

Superfrauen 7 – Film und Theater
Biografien von Filmschauspielerinnen und Theaterschauspielerinnen
http://www.scribd.com/doc/23000/Superfrauen-7-Film-und-Theater

Superfrauen 8 – Literatur
Biografien von Schriftstellerinnen
http://www.scribd.com/doc/24367/Superfrauen-8-Literatur

Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie
Biografien von Malerinnen, Fotografinnen, Designerinnen, Bildhauerinnen, Objektkünstlerinnen und Wachsbildnerinnen
http://www.scribd.com/doc/24389/Superfrauen-9-Malerei-und-Fotografie

Superfrauen 10 – Musik und Tanz
Biografien von Sängerinnen, Musikerinnen, Komponistinnen und Tänzerinnen
http://www.scribd.com/doc/23110/Superfrauen-10-Musik-und-Tanz

Superfrauen 11 – Feminismus und Familie
Biografien von Feministinnen
http://www.scribd.com/doc/23839/Superfrauen-11-Feminismus-und-Familie

Superfrauen 12 – Sport
Biografien von Sportlerinnen
http://www.scribd.com/doc/24432/Superfrauen-12-Sport

Superfrauen 13 – Mode und Kosmetik
Biografien von Modeschöpferinnen, Models und Kosmetikerinnen
http://www.scribd.com/doc/24378/Superfrauen-13-Mode-und-Kosmetik

Superfrauen 14 – Medien und Astrologie
Biografien von Journalistinnen, Verlegerinnen und Astrologinnen
http://www.scribd.com/doc/23857/Superfrauen-14-Medien-und-Astrologie

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Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM
Hunderte berühmte Frauen in Wort und Bild auf mehr als 2200 Seiten präsentiert die CD-ROM „Superfrauen“ (ISBN 3-935718-82-9) von Ernst Probst. Die Scheibe zum Preis von 18 Euro enthält alle 14 Titel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“. Gegenüber der gedruckten Ausgabe mit einem Gesamtpreis von 234 Euro ist die elektronische Version 216 Euro billiger! Die Frauenbiografien stammen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Die Texte und teilweise sogar farbigen Bilder im PDF-Format auf der CD-ROM sind auf jedem PC oder Mac lesbar. Für diejenigen, die noch keinen Acrobat Reader auf ihrer Festplatte installiert haben, ist dieses Programm auf der Scheibe enthalten. Wer mit dem Laptop unterwegs ist, verfügt dank der CD-ROM „Superfrauen“ über reichlich Lesestoff. Die Texte sind gut lesbar, weil die Schrift stark vergrößert dargestellt werden kann. Bestimmte Begriffe im Text lassen sich mit der Suchmaske schnell finden. Alle Texte können beliebig oft ausgedruckt werden.

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Die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" ist erhältlich bei

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Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

TrudeUnruh

Als Gründerin des Seniorenschutzbundes „Graue Panther“, der Generationenpartei „Die Grauen – Graue Panther“ und mehrerer Bürgerinitiativen tat sich die deutsche Politikerin Gertrud (Trude) Unruh, geborene Kremer, hervor. Sowohl der Seniorenschutzbund als auch die Generationenpartei setzen sich engagiert für die Probleme älterer Menschen ein.

Trude Kremer wurde am 7. März 1925 als uneheliches Kind der Gesellschaftsdame Gertrud Kremer in Essen geboren. Sie wuchs bei ihrem Großvater Willi Kremer und seiner Frau Gertrud in Essen auf. In ihrer Geburtsstadt besuchte sie die Volksschule, Berufsschule und das Kruppsche Bildungswerk.

Ab 1941 arbeitete die 16-jährige Trude Kremer in der Hauptverwaltung der Firma Krupp in Essen, der damals größten Waffenschmiede der Welt. Im Alter von 17 Jahren heiratete sie 1942 in dem niedersächsischen Dorf Nordstemmen den Schwerkriegsbeschädigten Helmut Unruh (1923–1993).

Wegen der immer verheerenderen Bombenangriffe versetzte man den Stab von Krupp 1942 nach Breslau (Schlesien). Trude war damals die jüngste Geheimnisträgerin. Aus Breslau flüchtete die 19-Jährige vor den heranrückenden Russen nach Nordstemmen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Trude Unruh in verschiedenen eigenen Firmen tätig. Während ihrer Berufstätigkeit bildete sie sich über Volkshochschulen, Stiftungen und private Führungsseminare weiter. Ihr Mann wirkte als Manager.

Im April 1968 zog Trude Unruh mit ihrer Großfamilie – sie, ihr Mann, die Söhne Helmut (geb. 1955) und Ingbert (geb. 1959) und die Schwiegereltern – nach Wuppertal (Nordrhein-Westfalen). Weil es ihr gefiel, dass der Politiker Gustav Heinemann (1899–1976) wegen der Wiederaufrüstung aus der „Christlich-Demokratischen Union“ (CDU) austrat und sich der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD) anschloss, wurde sie ebenfalls SPD-Mitglied. Sie bezeichnete sich als „politische Tochter Gustav Heinemanns“.

In der SPD machte sich Trude Unruh für Gesamtschulen und für bessere Bildungschancen von Frauen stark. Außerdem wollte sie schon immer, dass Männer und Frauen überall gleich vertreten sind, obwohl sie sich nicht als Feministin betrachtete.

1969 gründete Trude Unruh ihre erste Bürgerinitiative für die Fris-tenregelung bei der Abtreibung. 1973 trennte sie sich von der SPD, als ihr Wunsch nach einem Landtagsmandat unerfüllt blieb. Im selben Jahr wurde sie Mitglied der „Freien Demokratischen Partei Deutschlands“ (F.D.P.), verließ diese aber 1978 wegen ihres Antrages zur Abschaffung des Extremistenerlasses.

1975 hob Trude Unruh in Wuppertal den Seniorenschutzbund „Graue Panther“ aus der Taufe. Den Anstoß dafür gab eine Freundin ihrer Schwiegermutter, die in ein Siechenheim mit 20-Bett-Zimmern eingeliefert wurde. Nachdem sich die Schwiegermutter dies angesehen hatte, forderte sie Trude Unruh auf: „Mach mal was!“ Diese Anregung fiel auf fruchtbaren Boden, denn das Leben von Frau Unruh ist von Zivilcourage und Idealismus geprägt.

1979 arbeitete Trude Unruh kurze Zeit mit der rechtsökologischen „Grünen Aktion Zukunft“ zusammen, die 1978 von dem Politiker Herbert Gruhl (1921–1993) ins Leben gerufen worden war. Vorübergehend – von 1979 bis 1980 – gehörte sie zur „Bürgerpartei“ von Hermann Fredersdorf und Bolko Hoffmann.

Mit aufsehenerregenden Aktionen und Demonstrationen erzielten die „Grauen Panther“ bald beachtliche Erfolge: Gegen Ende der 1980-er Jahre zählten sie bereits 30000 Mitglieder und besaßen 170 Außenstationen.

Nach der Devise „Wir lassen uns nichts gefallen“, kritisierte Trude Unruh kämpferisch und lautstark skandalöse Zustände in Altenheimen. Außerdem versuchte sie, Änderungen im sozialen Netz und im Rechtssystem zugunsten älterer Menschen durchzusetzen. Eine Vorstandskollegin der „Grauen Panther“ lobte Trude Unruh, wo sie auftauche, passiere etwas.

Bevor die Grünen 1983 in den Bundestag einzogen, vereinbarte die parteilos Trude Unruh mit ihnen einen „Sprachrohr-Vertrag“, in dem sich die Umweltpartei verpflichtete, die Interessen der „Grauen Panther“ im Parlament zu vertreten. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit war der Gesetzentwurf für eine staatliche Mindestrente. 1983 gründete Frau Unruh die Zeitschrift „Graue Panther“.

Bald genügte Trude Unruh der „Sprachrohr-Vertrag“ mit den Grünen nicht mehr. Bei den Bundestagswahlen 1987 zog sie als Parteilose über Platz 3 der nordrhein-westfälischen Landesliste der Grünen ins Parlament. Diese Politisierung des Seniorenschutzbundes fand nicht die Zustimmung aller Mitglieder. Ein Teil der „Grauen Panther“ sah die parteineutrale Satzung verletzt und verließ den Seniorenschutzbund in Form von Selbsthilfegruppen. 1987 gründete Frau Unruhe die „Graue Panther-Bundesakademie für Selbstverwaltung“.

1989 wichen die Grünen von der Mindesrente á la „Beamten-Mindestpension“ ab, denn eigentlich – so hieß es – müsste man den Alten die Rente kürzen, weil sie an Hitler und am Zweiten Weltkrieg schuld seien. Zudem wurden Listenplätze für die Europawahl verweigert.

Bei der Jahreshauptversammlung des Seniorenschutzbundes „Graue Panther“ im Juli 1989 plädierte die Mehrheit für die Gründung einer eigenen Partei namens „Die Grauen. Graue Panther“ mit Trude Unruh an der Spitze. Ziel der neuen Partei sollte das Werben für „Verständnis und Zusammenarbeit zwischen den Generationen“ sein.

Im August 1989 wurde die neue Partei „Die Grauen. Graue Panther“ aus der Taufe gehoben. Daraufhin forderten „Die Grünen“ Trude Unruh auf, ihr Bundestagsmandat niederzulegen, was diese jedoch nicht tat, weil es ein Graue Panther-Mandat sei.

Mitte September 1989 schlossen „Die Grünen“ Trude Unruh aus ihrer Fraktion aus. Danach blieb sie bis zum Ende der Legislaturperiode 1990 als fraktionsloses Mitglied weiter im Bundestag. Ungeachtet der Parteigründung blieb der Seniorenschutzbund „Graue Panther“ eine eigenständige überparteiliche Organisation.

Als Bundestagsabgeordnete forderte Trude Unruh die Grundrente für alle in Höhe von 1200 Mark, die totale Autonomie für Alte bei der freien Wahl der Altenpflege, die freie Entscheidung zugunsten der Homöopathie und für den Freitod. Ablehnend stand sie dem Abtreibungsparagraphen 218, der Atomkraft, Raketen und der „Wohlstandsmafia“ der Sozialbehörden gegenüber.

Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 erreichten „Die Grauen“ mit 0,8 Prozent der Stimmen nicht den Sprung ins Parlament. Aber sie überwanden die 0,5 Prozent-Hürde, ab der den für den Bundestag kandidierenden Parteien die öffentlichen Mittel der Wahlkampfkostenerstattung zustanden. Auf diese Weise erhielt die Generationenpartei 2,5 Millionen Mark.

1991 gründete Trude Unruh das Generationenbildungswerk „Graue Panther Nordrhein-Westfalen e. V.“. Ihr Ehemann Helmut Unruh starb am 18. September 1993 im Alter von von 70 Jahren. Am 16. Oktober 1994 erhielten „Die Grauen“ bei der Bundestagswahl 0,5 Prozent der Stimmen.

1996 wurde das Generationenbildungswerk zum Träger der bundesweiten „Trude Unruh-Akademie“. Im selben Jahr gründete Trude Unruh die Ausbildungsstätte mit modellhaftem Pflegedienst „Chef ist der betroffene Mensch“, den „Bundesverband Graue Panther e. V.“ mit Sitz in Berlin als Dachverband des Senioren-Schutz-Bundes „Graue Panther“-Vereine Deutschlands und die bundesweite Graue Panther Stiftung mit Sitz in München.

Trude Unruh schrieb die Bücher „Aufruf zur Rebellion“ (1984), „Trümmerfrauen“ (1987), „Tatort Pflegeheim“ (1989), „Grau kommt – das ist die Zukunft“ (1990) und „Schluß mit dem Terror für Alte“ (1991). Der Familienname Unruh ist für die wortgewaltige Politikerin ein Programm. Am 24. Mai 1996 erklärte die 70-jährige in einem Interiew mit der „Frankfurter Rundschau“, sie werde von ihrem Ziel, die Menschenwürde im Kapitalismus anzustreben, nicht abweichen. Den Weg dorthin bezeichnete sie als „Trudismus“.

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ErnstStromer

Altdorf bei Nürnberg (biografien-news) – Auf der vielsprachigen Dokumente-Plattform „Scribd“ unter der Adresse http://www.scribd.com/doc/26045/Ernst-Frhr-Stromer-von-Reichenbach-Unsere-Ahnen-in-der-Reichsstadt-Nurnberg-12501806 und im Weblog „biografien-news“ unter der Adresse http://biografien-news.blog.de/2007/04/08/ernst_frhr_stromer_von_reichenbach_unser~2053361 ist neuerdings der komplette Text der Publikation "Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg" von Ernst Stromer von Reichenbach lesbar und ausdruckbar.

Der Wissenschaftler und bedeutende Dinosaurier-Forscher Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952) gehört einem Adelsgeschlecht an, das im Mittelalter zu den wichtigsten Patrizierfamilien der freien Reichsstadt Nürnberg zählte. Einige Mitglieder der Familie Stromer (vorher auch Stromair und Stromeyer) fungierten als "oberste Losunger" und Bürgermeister von Nürnberg. Die Familie war seit ihrer Einwanderung nach Nürnberg immer im "Inneren Rat" von Nürnberg vertreten.

Ulman Stromer (1329-1407) schrieb das früheste Werk der Nürnberger Geschichtsschreibung und die erste Autobiografie des Mittelalters und gründete und betrieb die erste Papiermühle Deutschlands. Sein Halbbruder Peter Stromer (um 1315-1388) erfand 1368 die Nadelwaldsaat, durch die es zum ersten Mal in der Forstwirtschaft gelang, planmäßig und in großem Ausmaß Wald anzusäen. Ab 1754 gehörte der Familie Stromer das Schloss Grünsberg bei Altdorf in Mittelfranken. Der Wahlspruch der Stromers lautet: dum spiro, spero ("solange ich atme, hoffe ich").

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Weblinks:
www.stromerstiftung.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Gr%C3%BCnsberg
http://de.wikipedia.org/wiki/Ulman_Stromer#
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Stromer
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Stromer_von_Reichenbach
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Stromer_von_Reichenbach
http://biografien-news.blog.de/2007/01/31/bratwurst_stromer_as_38_jahre_lang_jeden~1654814
http://userblogs.free-radio.de/index.php?blog=38

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"biografien-news" ist ein Weblog des Wiesbadener Journalisten Ernst Probst.

Vor 100 Jahren geboren: Elly Beinhorn biografien-news(cached at April 11, 2007, 7:38 am)

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Zu den berühmtesten Fliegerinnen der Welt gehört die deutsche Pilotin Elly Beinhorn. Während ihres legendenumwobenen Lebens erlebte sie die sportlichen Anfänge der Fliegerei mit und prägte sie. Ihr guter Ruf beruht auf zahlreichen fliegerischen Meisterleistungen. Daneben schrieb sie auch Bücher und arbeitete für Funk und Fernsehen, testete Autos, fotografierte Afrikasafaris und hielt Vorträge über Autos und Verkehrsprobleme.

Elly Beinhorn kam am 30. Mai 1907 als Tochter des Kaufmanns Henry Beinhorn in Hannover zur Welt. In ihrem Geburtsort besuchte sie drei Jahre lang die Stadttöchterschule und anschließend das Schillerlyceum bis zur ersten Klasse. Nach einem Vortrag des deutschen Flugpioniers Hermann Köhl (1888–1938), der am 12./13. April 1928 in einer einmotorigen „Junkers W33“ als erster den Nordatlantik von Osten nach Westen überquerte, begeisterte sie sich für die Fliegerei.

Im Frühjahr 1929 erwarb Elly Beinhorn auf der Sportfliegerschule der „Deutschen Luftfahrt AG“ in Berlin-Staaken zunächst den Sportfliegerschein und kurz darauf den Kunstflugschein an der Fliegerschule Würzburg (Bayern). Später machte sie noch den A1-Schein für Seeflug, den B1-Schein und ließ sich im Blindflug ausbilden. Einer ihrer Fluglehrer meinte scherzhaft, von ihm aus könne sie nach Afrika fliegen und sich da in der Luft austoben, was sie später wirklich tat.

Das deutsche Fliegeridol Ernst Udet (1896–1941) warnte die junge Pilotin: „Liebes Kind, wenn du so weitermachst, fällst du bald anständig auf die Schnauze“. Wenige Wochen später – im Juni 1929 – blieb nach einem Absturz von ihrem ersten kleinen Flugzeug nur noch ein Trümmerhaufen übrig. Ihr Telegramm an Ernst Udet wurde berühmt: „Vorausgesagter Bruch hat planmäßig stattgefunden“.

Erstes großes Aufsehen erregte Elly Beinhorn im Januar 1931 durch ihren Alleinflug nach Afrika mit einem Flugzeug der Firma Klemm mit 60 PS starkem „Argus“-Motor. Damals erreichte sie beim Hinflug über eine Strecke von 7000 Kilometern ihr Ziel Bolama im heutigen Guinea-Bissau innerhalb von 70 Flugstunden Während des Rückflugs musste sie wegen eines Ölrohrbruchs notlanden und konnte Timbuktu (Mali) erst nach einem schätzungsweise 50 Kilometer langen, viertägigen Fußmarsch durch die Wüste erreichen.

Am 4. Dezember 1931 unternahm Elly Beinhorn – wieder mit ihrem Flugzeug der Firma Klemm – einen Weltflug über Vorderasien, Kalkutta, den Himalaja, Bangkok, Bali bis nach Port Darwin in Australien, wo sie am 19. März 1932 landete. Danach überquerte sie per Schiff den Stillen Ozean, startete in Panama zum Flug über die Kordilleren und traf am 23. Juli 1932 nach dem insgesamt rund 31000 Kilometer langen Flug und drei Notlandungen in Buenos Aires (Argentinien) ein.

Reichspräsident Paul Hindenburg (1847–1934) überreichte Elly Beinhorn Anfang April 1933 als Anerkennung für ihre fliegerischen Leistungen den Hindenburg-Pokal. Im Sommer 1933 flog sie in die ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika und 1934/1935 durch Mittel- und Südamerika.

Eine weitere Spitzenleistung gelang Elly Beinhorn am 13. August 1935. Damals wagte sie mit der weltberühmten Messerschmitt Me 108 „Taifun“ innerhalb eines Tages einen Flug von Gleiwitz (Oberschlesien) über Skutari am Bosporus nach Berlin. Dabei legte sie insgesamt mehr als 3570 Kilometer innerhalb von dreizehneinhalb Stunden zurück.

Am 13. Juli 1936 heiratete Elly Beinhorn den deutschen Automobilrennfahrer und mehrfachen Grand-Prix-Sieger Bernd Rosemeyer (1909–1938). Die 13 wurde kurz darauf für den jungen Mann zur Glückszahl: Er gewann 13 Tage nach der Hochzeit den „Großen Preis von Deutschland“. Elly stellte bald danach mit einem Flug von Berlin über Damaskus, Kairo, Athen, Budapest und zurück nach Berlin einen neuen Rekord auf. Aus der Ehe mit Rosemeyer ging 1937 der Sohn Bernd hervor.


er wins the 1937 Coppa Acerbo & Donington Grand Prix" von Youtube

Am 28. Januar 1938, kurz vor zwölf Uhr mittags, fuhr Bernd Rosemeyer bei Weltrekordversuchen auf der Autobahn A 5 von Frankfurt am Main nach Darmstadt bei Mörfelden mit Tempo 450 in den Tod. Sein Auto-Union-Bolide war bei Kilometer 9,2 – heute Autobahnkilometer 508 – von einer Windbö erfasst und von der Fahrbahn geworfen worden. Rosemeyers Konkurrent, der deutsche Rennfahrer Rudolf Caracciola (1901–1959), hatte am frühen Morgen desselben Tages „nur“ 432 km/h geschafft. Eine ausführliche Analyse des Unfallherganges ist unter www.kolumbus.fi/leif.snellman/zana.htm nachzulesen.

Mit Elly Beinhorn trauerte damals ganz Deutschland um den verunglückten Bernd Rosemeyer, der so etwas wie der Michael Schumacher („Schumi“) jener Zeit war. Noch Jahrzehnte später erklärte Elly Beinhorn immer wieder über ihre Zeit an der Seite von Rosemeyer: „Es waren die schönsten und tiefsten Jahre meines Lebens“.

1939 unternahm Elly Beinhorn eine mehrmonatige Flugreise nach Indien, Burma, Thailand und Iran. 1942 ehelichte sie den Industriekaufmann Dr. Karl Wittmann (1904–1949). Aus dieser Verbindung stammt die 1942 geborene Tochter Steffi.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es für alle deutschen Staatsbürger – und somit auch für Elly Beinhorn – ein Flugverbot. Dank der Einladung eines französischen Segelfliegerlagers konnte sie erstmals wieder einen Segelflug unternehmen. 1951 erwarb sie in der Schweiz ihren Flugschein und flog als Reporterin allein nach Nordafrika, Finnland und in andere Länder.

1956 wurde Elly Beinhorn beim Deutschlandflug Siegerin der Klasse 3 und zweite im Gesamtklassement. 1957 erhielt sie wieder den Kunstflugschein. 1959 nahm sie erfolgreich am transkontinentalen Frauenluftrennen in den USA teil und bekam eine Goldmedaille im europäischen Sternflug. 1963 siegte sie in der internationalen Damenklasse beim Alpen-Sternflug. In der Folgezeit beteiligte sie sich erfolgreich an Sportflugwettbewerben und unternahm privat Sport-, Überland- und Fotoflüge.

Die bekanntesten Bücher Elly Beinhorns heißen „Ein Mädchen fliegt allein“ (1932), „Mein Mann, der Rennfahrer“ (1938, Neuauflage 1987), „Ich fliege um die Welt“ (1952), „Madlen wird Stewardess“ (1954), „Ein Mädchen und 5 Kontinente“ (1956), „...so waren diese Flieger“ (1966) und „Alleinflug“ (1979). Davon war „Mein Mann, der Rennfahrer“ mit einer Gesamtauflage von 300000 Exemplaren am erfolgreichsten. In ihrem Buch „Fünf Zimmer höchstens“ schilderte sie humorvoll die Nöte eines privaten Bauherren.

Im Alter von 72 Jahren gab Elly Beinhorn 1979 nach schätzungsweise 5500 Flugstunden ihren Pilotenschein zurück. Sie meinte: „Da war es ja an der Zeit. Aber bis dahin bin ich 51 Jahre mit Anstand geflogen, ohne Probleme. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören unter anderem die „Goldene Nadel“ des „Aero-Clubs Deutschland“ (1953), das „Goldene Abzeichen“ des „Bayerischen Luftsportverbandes“ (1970), die „Pionierkette der Windrose“ (1975) und die Ehrenmitgliedschaft des „Aero-Clubs Deutschland“.

Trotz ihrer fliegerischen Pioniertaten ist Elly Beinhorn immer bescheiden geblieben. Sie wehrte sich gegen alle Versuche, als Heldin abgestempelt zu werden. „Es gibt heute so viele tüchtige Fliegerinnen, die genau soviel und noch mehr können, als ich einst gekonnt habe“, erklärte sie. „Nur hatte ich das große Glück, in einer Zeit fliegen zu dürfen, als das wirklich noch ein Abenteuer war.“

Elly Beinhorns Sohn Bernd aus der ersten Ehe mit Rosemeyer wurde später Orthopädieprofessor. Ihre Tochter Steffi aus der zweiten Ehe wählte den Beruf einer Krankengymnastin. Als Elly Beinhorn ihren 85. Geburtstag feierte, strahlte sie über einen ihrer Enkel: „Es gibt heute schon einen dritten Bernd Rosemeyer“.

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Ernst Stromer von Reichenbach, geboren am 12. Juni 1871 in Nürnberg, gestorben am 18. Dezember 1952 in Erlangen, war ein Pionier der Paläontologie und gilt als einer der bedeutendsten Dinosaurier-Forscher der Welt. Er gehörte einem Adelsgeschlecht an, das im Mittelalter zu den wichtigsten Patrizerfamilien der freien Reichsstadt Nürnberg zählte.

Einige Mitglieder der Familie Stromer (vorher auch Stromeir und Strohmeyer) fungierten als "oberste Losunger" und Bürgermeister von Nürnberg. Die Familie war seit ihrer Einwanderung nach Nürnberg immer im "Inneren Rat" von Nürnberg vertreten.

Ulman Stromer (1329-1407) schrieb das früheste Werk der Nürnberger Geschichtsschreibung und die erste Autobiographie des Mittelalters und gründete und betrieb die erste Papiermühle Deutschlands. Sein Halbbruder Peter Stromer (um 1315-1388) erfand 1368 die Nadelwaldsaat. Ab 1754 gehörte der Familie Stromer das Schloss Grünsberg bei Altdorf in Mittelfranken. Der Leitspruch der Stromers lautet: "dum spiro, spero" – zu deutsch: "solange ich atme, hoffe ich".

Ernst Stromer von Reichenbach machte sich um die Erforschung der Wirbeltiere verdient. Er wirkte in Leiden/Holland (1897 Konservator am Geologisch-Mineralogischen Reichsmuseum) und in München (1901 Habilitation, 1908 außerordentlicher Professor, 1920 Hauptkonservator und 1930 Abteilungsdirektor an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie, 1921 Honorarprofessor).

1901 kam Ernst Stromer von Reichenbach erstmals nach Ägypten. Zwischen 1911 und 1914 entdeckte sein deutsches und ägyptisches Team in der ägyptischen Baharije-Oase fossile Reste von drei Raub-Dinosauriern: Bahariasaurus, Carcharodontosaurus und Spinosaurus. In den 1930-er Jahren fand er Knochenreste des pflanzenfressenden Elefantenfuß-Dinosauriers (Sauropoden) Aegyptosaurus. Stromer beschrieb 1915 Spinosaurus (Dornen-Echse), 1931 Carcharodontosaurus (wegen der Ähnlichkeit der Zähne mit denen des riesigen Haifisches Carcharodon), 1932 Aegyptosaurus und 1934 Bahariasaurus (Echse aus Baharije).

Die Originalfunde der von Ernst Stromer von Reichenbach in Ägypten entdeckten Dinosaurier wurden während des Zweiten Weltkrieges im Frühjahr 1944 bei einem Bombenangriff der Alliierten auf München zerstört. Der Leiter des Museums, in dem diese bedeutenden Fossilien aufbewahrt wurden, hatte Stromers Wunsch, diese Dinosaurier an einem sicheren Platz aufzubewahren, ignoriert.

Im Internet wird Ernst Stromer von Reichenbach auf der Seite "The Top Palaeontologists and Dinosaur Hunters oft All Time" als einer der größten "Dinosaurier-Jäger aller Zeiten" gewürdigt. In dem Buch "Deutschland in der Urzeit" des Wissenschaftsautors Ernst Probst steht er unter den "Pionieren der Paläontologie". 2000 ehrte der amerikanische Doktorand Joshua Smith den deutschen Forscher, indem er den – nach Argentinosaurus - weltweit zweitgrößten Dinosaurier als Paralititan stromeri ("Gezeiten-Riese") bezeichnete. Fossile Reste dieser nahezu 30 Meter langen und schätzungsweise bis zu 100 Tonnen schweren Art waren in Ägypten nahe der Fundstelle entdeckt worden, an der Stromer den Aegyptosaurus geborgen hatte.


ehmigung von Rotraut Stromer von Reichenbach-Baumbauer veröffentlicht


schenbuches "Königinnen des Tanzes":

Gekrönte Häupter, Politiker und Zuschauer lagen einst berühmten Tänzerinnen zu Füßen. In Barbara Campanini verliebte sich der Preußenkönig Friedrich II. der Große. Aus Fanny Elßlers Ballettschuhen tranken amerikanische Kongressmitglieder. Margot Fonteyn musste nach ihrem ersten gemeinsamen Auftritt mit Rudolf Nurejew 23 Mal vor den Vorhang. Anna Pawlowas Auftritte begeisterten Millionen und sie erwarb sich den Status eines Superstars. Diesen und anderen "Königinnen des Tanzes" - wie Pina Bausch, Isadora Duncan, Martha Graham, Carlotta Grisi, Alice und Ellen Kessler, Bronislawa Nijinska, Marie Taglioni, Ninette de Valois und Mary Wigman - ist das gleichnamige und inzwischen vergriffene Taschenbuch des Wiesbadener Autors Ernst Probst (ISBN 3-935718-99-3) gewidmet. Von ihm stammt auch die 14-bändige Taschenbuchreihe "Superfrauen" mit Biografien berühmter Frauen.

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Inhaltsangabe des Taschenbuches "Superfrauen 13 – Mode und Kosmetik":

Wie das Märchen von Aschenputtel klingt der Lebenslauf von Elizabeth Arden: Anfangs gründete sie mit gepumptem Geld in New York einen kleinen Schönheitssalon, gegen Ende ihres Lebens galt sie als eine der erfolgreichsten Kosmetikerinnen Amerikas und besaß ein großes Unternehmen mit 220 Schönheitssalons in aller Welt. Mit zwölf Cremedosen begann die Karriere von Helena Rubinstein. Sie schuf ein Kosmetikimperium mit 100 Niederlassungen in 14 Ländern und häufte ein Privatvermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar an. Der französische Künstler Jean Cocteau verlieh ihr den Ehrentitel "Kaiserin der Kosmetik". Coco Chanel kam nach dem Tod ihrer Mutter mit elf völlig verwahrlost ins Waisenhaus. Später war ein Herzog, der sich jeden Morgen von seinem Diener die Schnürsenkel bügeln ließ, ihr Liebhaber, und sie entwickelte sich zur "Königin der Haute Couture". Nachzulesen sind diese erstaunlichen Erfolgsgeschichten aus der Welt der Schönen und der Reichen in dem Taschenbuch "Superfrauen – Mode und Kosmetik" (ISBN 3-935718-16-0, 16 Euro) des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, mehr als 2200 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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Inhaltsangabe des Taschenbuches "Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie":

Warum gibt es keinen weiblichen Leonardo da Vinci, Tizian oder Poussin? Das fragte Australiens bekannteste Feministin, die Schriftstellerin, Journalistin und Historikerin Germaine Greer, in ihrem Buch „Das unterdrückte Talent“ über bedeutende Malerinnen. Sie erklärte dieses Phänomen mit der durch die männliche Dominanz gebrochenen Persönlichkeit. In Wirklichkeit traten in der Geschichte der Kunst immer wieder Malerinnen auf, die wahre Meisterwerke schufen. Dies belegt das Taschenbuch "Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie" (ISBN 3-935718-15-2, 16 Euro) des Wiesbadener Autors Ernst Probst: Es präsentiert zahlreiche Biographien aus den Bereichen Malerei, Design, Graphik, Objektkunst, Plastik, Wachsbildnerei und Fotografie. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, mehr als 2200 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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Inhaltsangabe des Taschenbuches "Superfrauen 3 – Politik"

Welche Frau wurde zur ersten Regierungschefin der Welt gewählt, und wann und wo kam es zu diesem denkwürdigen Ereignis? Natürlich handelt es sich um Sirimawo Bandaranaike, die 1960 in Ceylon dieses hohe Amt erhielt. Wie heißt die erste Premierministerin Europas? Na klar: Margret Thatcher, Englands "Eiserne Lady". Und wo und seit wann regierte die erste Ministerpräsidentin Deutschlands, und wer ist sie? In Schleswig-Holstein, ab 1993, und die frühere "Landesmutter" trägt den Namen Heide Simonis. Antwort auf solche und viele weitere Fragen gibt das Taschenbuch "Superfrauen 3 – Politik" (ISBN 3-935718-12-8, 21 Euro) des Wiesbadener Autors Ernst Probst mit 75 Biographien aus den Bereichen Politik, Justiz, Militär, Spionage und Umwelt. Die Reihe "Superfrauen" umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM2 (ISBN 3-935718-82-9, mehr als 2.200 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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Inhaltsangabe des Taschenbuches "Superfrauen 8 – Literatur":

Der Vater von Vicki Baum (1888–1960) betrachtete Bücher als Schmutz und Schund. Als seine Tochter für eine kleine Geschichte einen Preis gewann, forderte er ihr heiliges Ehrenwort, sie solle niemals mehr in ihrem Leben auch nur eine Zeile schreiben. Doch die 14-Jährige folgte ihm nicht, verließ die väterliche Wohnung und wurde später eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der 1940-er und 1950-er Jahre. Verständnislos und ablehnend reagierte die Bevölkerung des Heimatdorfes von Grazia Deledda (1871–1936), der späteren ersten Nobelpreisträgerin Italiens für Literatur, auf deren frühe Abdruckerfolge. Um weiteren negativen Reaktionen ihrer Nachbarn vorzubeugen, wählte sie für einen Fortsetzungsroman in einer Tageszeitung ein Pseudonym. Die Schicksale dieser und vieler anderer Autorinnen sind in dem Taschenbuch „Superfrauen 8 – Literatur“ (ISBN 3-935718-02-0, 16 Euro) des Wiesbadener Autors Ernst Probst nachzulesen. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, mehr als Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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Inhaltsangabe des Taschenbuches "Superfrauen 12 – Sport":

Jacqueline Cochran, eine der kühnsten Fliegerinnen Amerikas, wuchs als Findelkind in großer Armut auf und kannte weder ihren Namen noch ihr Geburtsjahr. Althea Gibson, die erste schwarze Wimbledon-Siegerin, ging während ihrer Kinderzeit statt zum Unterricht lieber auf die Straße, stahl Händlern Früchte aus den Auslagen oder besuchte Onkel und Tante, die illegal Alkohol brannten. Ulrike Meyfarth, das "Wunderkind des Hochsprungs", war als kleines Mädchen bereits ungewöhnlich groß, deswegen besonders schüchtern und wurde oft von anderen Kindern als "langer Lulatsch" gehänselt. Solche und andere Details schildert das Taschenbuch "Superfrauen 12 – Sport" (ISBN 3-935718-04-7, 16 Euro) des Wiesbadener Autos Ernst Probst mit 32 Biografien von Rosemarie Ackermann bis Katarina Witt. Die Reihe "Superfrauen" umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" (ISBN 3-935718-82-9, mehr als Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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schenbuches "Meine Worte sind wie die Sterne":

Der berühmte Satz "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann" wird fälschlicherweise dem Indianerhäuptling Seattle (1786-1866) zugeschrieben. In Wirklichkeit stammen diese oft zitierten Worte aus einer Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree. Dies enthüllen die Autoren Sonja Probst und Ernst Probst in ihrem Taschenbuch "Meine Worte sind wie die Sterne" (ISBN 3-935718-01-2).

Häuptling Seattle wurde wegen einer Rede, in der er um 1855 die Weißen zur Achtung der Natur ermahnte, zu einem der großen Idole der Ökologie-Bewegung des 20. und 21. Jahrhunderts. Doch laut Sonja Probst und Ernst Probst ist unklar, ob Seattle diese Rede überhaupt und - wenn ja - so gehalten hat. Denn der Ohrenzeuge Dr. Henry Smith (1830-1915), der deutsche Vorfahren hatte, veröffentlichte den Wortlaut erst 1887 - also mehr als 30 Jahre - nach der Ansprache.

Der Name des legendären Häuptlings wurde von den Indianern guttural "Sea-at-la" oder "See-alth" ausgesprochen. Die Weißen dagegen bezeichneten ihn und ihre Siedlung wegen Schwierigkeiten mit der Betonung als Seattle, wozu der Häuptling meinte, er werde sich nach seinem Tod, jedes Mal wenn sein Name so gesagt würde, im Grab umdrehen.

Seattle war ursprünglich - den beiden Autoren zufolge - kein friedliebender Indianer. Als junger Mann tat er sich bei Angriffen auf andere Stämme als mutiger Krieger hervor. Die Weißen fürchteten ihn so sehr, dass man ihn um einen Vertrag bat, der Mord unter Eid verneinte. Seine gewaltige Stimme hörte man angeblich eine halbe Meile weit. Zeitweise verfügte er über acht Sklaven, was als Zeichen für Reichtum und Status galt.

Im reifen Alter erschütterte der Tod eines seiner Söhne Seattle so sehr, dass er den katholischen Glauben annahm und sich auf den Namen "Noah" taufen ließ. Dieses Ereignis markiert das Ende seiner kämpferischen Zeit.

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Inhaltsangabe des Taschenbuches "Schwarzer Peter":

Der Begriff "Schwarzer Peter", der oft verwendet wird, wenn es darum geht, jemand die Schuld für einen Fehler zuzuschieben, erinnert an den Räuber Peter Petri, der im 18. und 19. Jahrhundert im Hunsrück und Odenwald sein Unwesen trieb. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wiesbadener Autor Ernst Probst in seinem inzwischen vergriffenen Taschenbuch "Der Schwarze Peter" hin.

Der 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet geborene, schwarzhaarige Holzfäller, Köhler und Räuber war ein Lehrmeister und Komplize des 25 Jahre jüngeren Schinderhannes (1777-1803), der als Deutschlands berühmtester Räuber gilt. Peter Petri kam auf die schiefe Bahn, nachdem französische Soldaten 1792 seine Hütte in der Holzfällerkolonie Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück angezündet hatten.

1812 verurteilte man Peter Petri im damals zu Frankreich gehörenden Mainz wegen seiner Verbrechen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, die er in Bicetre bei Paris absitzen sollte. Er erfand hinter Gittern das Kartenspiel "Schwarzer Peter", bevor er zu einem heute nicht mehr bekannten Zeitpunkt im Säuferwahn starb. Sowohl der Name des Kartenspiels als auch der Begriff "Schwarzer Peter" gehen laut Ernst Probst auf den zu Lebzeiten gefürchteten Räuber zurück.


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Inhaltsangabe des Taschenbuches "Königinnen der Lüfte":

Welche Deutsche wurde der erste weibliche Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und stellte mehr als 40 Rekorde aller Klassen und Flugzeugtypen auf? Die Antwort lautet: Hanna Reitsch (1912-1979). Sie ist eine der zahlreichen "Königinnen der Lüfte" (ISBN 3-935718-76-4), die in dem gleichnamigen Taschenbuch des Wiesbadener Autors Ernst Probst in Wort und Bild vorgestellt werden.

Hanna Reitsch wollte im Alter von vier Jahren mit ausgebreiteten Armen vom Balkon des Elternhauses springen. Als ihre Mutter dies verhinderte und sagte: "Kind – dann wärst du ja tot", fragte Hanna: "Wär ich dann beim lieben Gott? Tät er mich dann fragen: "Hanna, woll'n wir's hageln lassen?" Damals imponierte ihr nichts mehr als ein starker Hagel.

Tollkühn war auch die deutsche Fliegerin Elly Beinhorn, die ein legendenumwobenes Leben führte und die sportlichen Anfänge der Fliegerei prägte. Früh wurde sie von dem deutschen Fliegeridol Ernst Udet (1896-1941) gewarnt: "Liebes Kind, wenn du so weitermachst, fällst du bald anständig auf die Schnauze". Wenige Wochen später blieb nach einem Absturz von ihrem ersten kleinen Flugzeug nur noch ein Trümmerhaufen übrig und Elly telegraphierte an Udet: "Vorausgesagter Bruch hat planmäßig stattgefunden".

Zu den "Königinnen der Lüfte" zählt Ernst Probst auch die Französin Jacqueline Auriol (1917-2000), die als erste Frau schneller als der Schall flog. Sie und die Amerikanerin Jacqueline Cochran – ein Findelkind, dessen genaues Alter und richtiger Name nicht bekannt sind - erkämpften sich abwechselnd den Ruf, die "schnellste Frau der Welt" zu sein. Furore in der Fliegerwelt machten auch Florence "Pancho" Barnes (1901-1975) als erste amerikanische Stuntpilotin, Melli Beese-Boutard (1886-1925) als erste deutsche Pilotin, Anne Morrow-Lindberg (1906-2001) als erste amerikanische Segelfliegerin, Katherine Stinson (1891-1977) als erste Himmelsschreiberin, Käthe Paulus (1868-1935) als erste deutsche Fallschirmspringerin und Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg (1903-1945) als deutsche Testpilotin.

Nicht wenige "Königinnen der Lüfte" kamen bei Flugzeugabstürzen ums Leben. Manche von ihnen - wie die Amerikanerin Amelia Earhart (1897-1937), die erste Frau, die zwei Mal den Atlantik überflog, und die britische Prinzessin Anne Löwenstein-Wertheim (1864-1927) - wurden nach ihrem letzten Flug nie gefunden.

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das Buch "Superfrauen 2 - Religion" lesen!
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Wiesbaden (biografien-news) – Im Buchhandel ist das Taschenbuch "Superfrauen 2 – Religion" nicht mehr erhältlich und auch im Buch-Shop-Mainz sind keine gedruckten Exemplare mehr vorrätig – aber elektronisch ist dieser Titel weiterhin zu haben. Im Weblog http://biografien-news.blog.de kann man "Superfrauen 2 – Religion" unter der Adresse http://biografien-news.blog.de/2007/04/04/biografien_news_prasentiert_buch_uber_he~2030346 komplett in Wort und Bild lesen und sogar ausdrucken. Und bei www.buch-shop-mainz.de wird eine preisgünstige CD-ROM angeboten, auf der alle 14 Titel der Taschenbuchreihe "Superfrauen" im PDF-Format enthalten sind. Preisersparnis gegenüber der Taschenbuchausgabe: 216 Euro!

Inhalt von "Superfrauen 2 – Religion"

Katharina von Genua schlief mit acht Jahren auf einem Brett und übte sich zeitweise im Schweigen. Maria Dominica Mazzarello opferte als Mädchen ihren Morgenschlaf, sie stand manchmal bereits um zwei Uhr auf, damit sie nach der Frühmesse pünktlich zur Arbeit im Weinberg oder auf dem Feld erscheinen konnte. Rosa von Lima ertrug tapfer die Amputation eines gequetschten Fingers ohne jeglichen Schmerzenslaut. Teresa von Àvila wollte als Kind mit ihrem Bruder bettelnd ins Maurenland ziehen, den Martertod finden und rasch ins Paradies kommen. So heroisch ging es manchmal bereits in der Kindheit und Jugendzeit von Frauen zu, die später selig oder heilig gesprochen wurden. Das Taschenbuch „Superfrauen 2 – Religion“ (ISBN 3-935718-11-X) des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das ungewöhnliche Leben und Werk von 52 Frauen aus dem Bereich Religion. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, 2278 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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öffentlichte Buch "Superfrauen 5 - Wissenschaft kann (siehe oben) auch bei "biografien-news" gelesen und ausgedruckt werden.

Wiesbaden (biografien-news) – Wer gerne Biografien berühmter Leute liest, kommt künftig im Weblog „biografien-news“ noch mehr auf seine Kosten als bisher. Denn unter der Internetadresse http://biografien-news.blog.de sind jetzt sogar mehrere komplette Bücher mit Frauenbiografien in Wort und Bild lesbar.

Möglich macht dies die Dokumenteplattform „Scribt“ www.script.com - Dort können Autoren/innen und Verlage nämlich ganze Bücher oder Leseproben in verschiedenen Dateiformaten (z. B. PDF) hochladen und Besucher/innen dieser Webseite kostenlos die Bücher lesen.

„Scribt“ bietet außerdem die Möglichkeit, kostenlos den Code eines bestimmten Buchtitels zu kopieren und diesen auf seiner eigenen Webseite einzufügen. Sobald dies erfolgt ist, kann man auf seiner eigenen Webseite diesen Lesestoff allen Besuchern/innen präsentieren und diese können – bei Interesse – sogar das Buch ausdrucken.

Bei „Scribd“ sind unter anderem folgende deutschsprachige Buchtitel des Wiesbadener Autors Ernst Probst, der das Blog „biografien-news“ betreibt, zu finden (Wenn Sie eines dieser Bücher lesen möchten, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Link):

Superfrauen 1 – Geschichte
Biografien von Herrscherinnen, Heldinnen, Heiligen und Huren
http://www.scribd.com/doc/22600/Superfrauen-1-Geschichte

Superfrauen 2 – Religion
Biografien frommer, seliger und heiliger Frauen
http://www.scribd.com/doc/23778/Superfrauen-2-Religion

Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr
Biografien von Unternehmerinnen, Arbeitnehmerinnen, Gewerkschafterinnen und Fliegerinnen
http://www.scribd.com/doc/23769/Superfrauen-4-Wirtschaft-und-Verkehr

Superfrauen 5 – Wissenschaft
Biografien von Wissenschaftlerinnen
http://www.scribd.com/doc/23820/Superfrauen-5-Wissenschaft

Superfrauen 6 – Medizin
Biografien von Ärztinnen, Krankenschwestern, Hebammen und Stifterinnen
http://www.scribd.com/doc/23803/Superfrauen-6-Medizin

Superfrauen 7 – Film und Theater
Biografien von Filmschauspielerinnen und Theaterschauspielerinnen
http://www.scribd.com/doc/23000/Superfrauen-7-Film-und-Theater

Superfrauen 10 – Musik und Tanz
Biografien von Sängerinnen, Musikerinnen, Komponistinnen und Tänzerinnen
http://www.scribd.com/doc/23110/Superfrauen-10-Musik-und-Tanz

Superfrauen 11 – Feminismus und Familie
Biografien von Feministinnen
http://www.scribd.com/doc/23839/Superfrauen-11-Feminismus-und-Familie

Superfrauen 14 – Medien und Astrologie
Biografien von Journalistinnen, Verlegerinnen und Astrologinnen
http://www.scribd.com/doc/23857/Superfrauen-14-Medien-und-Astrologie

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Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM
Hunderte berühmte Frauen in Wort und Bild auf mehr als 2200 Seiten präsentiert die CD-ROM „Superfrauen“ (ISBN 3-935718-82-9) von Ernst Probst. Die Scheibe zum Preis von 18 Euro enthält alle 14 Titel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“. Gegenüber der gedruckten Ausgabe mit einem Gesamtpreis von 234 Euro ist die elektronische Version 216 Euro billiger! Die Frauenbiografien stammen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Die Texte und teilweise sogar farbigen Bilder im PDF-Format auf der CD-ROM sind auf jedem PC oder Mac lesbar. Für diejenigen, die noch keinen Acrobat Reader auf ihrer Festplatte installiert haben, ist dieses Programm auf der Scheibe enthalten. Wer mit dem Laptop unterwegs ist, verfügt dank der CD-ROM „Superfrauen“ über reichlich Lesestoff. Die Texte sind gut lesbar, weil die Schrift stark vergrößert dargestellt werden kann. Bestimmte Begriffe im Text lassen sich mit der Suchmaske schnell finden. Alle Texte können beliebig oft ausgedruckt werden.

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Kostenlos Bücher mit Biografien lesen biografien-news(cached at April 5, 2007, 12:02 pm)


6;nnen Sie das Taschenbuch "Superfrauen 1 - Geschichte" mit Biografien von Herrscherinnen, Heldinnen, Heiligen und Huren lesen!

Wiesbaden (biografien-news) - Das Weblog http://biografien-news.blog.de ermöglicht es künftig, eine Auswahl von Büchern mit Biografien berühmter Frauen im Blog oder auf der Dokumenteplattform "Scribd" www.scribd.com kostenlos zu lesen. Dabei handelt es sich um Titel der 14-bändigen Taschenbuchreihe "Superfrauen" des Wiesbadener Autors Ernst Probst, der "biografien-news" betreibt.

Wenn Sie eines der nachfolgenden Bücher lesen möchten, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Link:

Superfrauen 1 – Geschichte
Biografien von Herrscherinnen, Heldinnen, Heiligen und Huren
http://www.scribd.com/doc/22600/Superfrauen-1-Geschichte

Superfrauen 2 – Religion
Biografien frommer, seliger und heiliger Frauen
http://www.scribd.com/doc/23778/Superfrauen-2-Religion

Superfrauen 3 – Politik
Biografien von Politikerinnen, Juristinnen, Soldatinnen, Umweltschützerinnen und Spioninnen
http://www.scribd.com/doc/24399/Superfrauen-3-Politik

Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr
Biografien von Unternehmerinnen, Arbeitnehmerinnen, Gewerkschafterinnen und Fliegerinnen
http://www.scribd.com/doc/23769/Superfrauen-4-Wirtschaft-und-Verkehr

Superfrauen 5 – Wissenschaft
Biografien von Wissenschaftlerinnen
http://www.scribd.com/doc/23820/Superfrauen-5-Wissenschaft

Superfrauen 6 – Medizin
Biografien von Ärztinnen, Krankenschwestern, Hebammen und Stifterinnen
http://www.scribd.com/doc/23803/Superfrauen-6-Medizin

Superfrauen 7 – Film und Theater
Biografien von Filmschauspielerinnen und Theaterschauspielerinnen
http://www.scribd.com/doc/23000/Superfrauen-7-Film-und-Theater

Superfrauen 8 – Literatur
Biografien von Schriftstellerinnen
http://www.scribd.com/doc/24367/Superfrauen-8-Literatur

Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie
Biografien von Malerinnen, Fotografinnen, Designerinnen, Bildhauerinnen, Objektkünstlerinnen und Wachsbildnerinnen
http://www.scribd.com/doc/24389/Superfrauen-9-Malerei-und-Fotografie

Superfrauen 10 – Musik und Tanz
Biografien von Sängerinnen, Musikerinnen, Komponistinnen und Tänzerinnen
http://www.scribd.com/doc/23110/Superfrauen-10-Musik-und-Tanz

Superfrauen 11 – Feminismus und Familie
Biografien von Feministinnen
http://www.scribd.com/doc/23839/Superfrauen-11-Feminismus-und-Familie

Superfrauen 12 – Sport
Biografien von Sportlerinnen
http://www.scribd.com/doc/24432/Superfrauen-12-Sport

Superfrauen 13 – Mode und Kosmetik
Biografien von Modeschöpferinnen, Models und Kosmetikerinnen
http://www.scribd.com/doc/24378/Superfrauen-13-Mode-und-Kosmetik

Superfrauen 14 – Medien und Astrologie
Biografien von Journalistinnen, Verlegerinnen und Astrologinnen
http://www.scribd.com/doc/23857/Superfrauen-14-Medien-und-Astrologie

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Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM
Hunderte berühmte Frauen in Wort und Bild auf mehr als 2200 Seiten präsentiert die CD-ROM „Superfrauen“ (ISBN 3-935718-82-9) von Ernst Probst. Die Scheibe zum Preis von 18 Euro enthält alle 14 Titel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“. Gegenüber der gedruckten Ausgabe mit einem Gesamtpreis von 234 Euro ist die elektronische Version 216 Euro billiger! Die Frauenbiografien stammen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Die Texte und teilweise sogar farbigen Bilder im PDF-Format auf der CD-ROM sind auf jedem PC oder Mac lesbar. Für diejenigen, die noch keinen Acrobat Reader auf ihrer Festplatte installiert haben, ist dieses Programm auf der Scheibe enthalten. Wer mit dem Laptop unterwegs ist, verfügt dank der CD-ROM „Superfrauen“ über reichlich Lesestoff. Die Texte sind gut lesbar, weil die Schrift stark vergrößert dargestellt werden kann. Bestimmte Begriffe im Text lassen sich mit der Suchmaske schnell finden. Alle Texte können beliebig oft ausgedruckt werden.

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chenbuches "Superfrauen 4 - Wirtschaft und Verkehr":

Die erste Puppe von Käthe Kruse bestand noch aus einer Kartoffel, die als Kopf diente, und einem mit Sand gefüllten Handtuch, das den Körper bildete. Fünf kleine Stoff-Elefanten aus Filz, mit Schafwolle ausgestopft und eigentlich als Nadelkissen für Erwachsene gedacht, bildeten die ersten Kuscheltiere von Margarete Steiff. Und eine zweiseitige Schrift über die Geburtenregelung nach der Knaus-Ogino-Lehre war der erste Sexartikel von Beate Uhse. So bescheiden begann die Erfolgsgeschichte von drei verdienstvollen deutschen Unternehmerinnen. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr“ (ISBN 3-935718-13-6, 16 Euro) des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Es schildert das Leben von zwölf Frauen aus dem Bereich Wirtschaft und von weiteren 13 aus dem Bereich Verkehr. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, 2278 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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schenbuches "Superfrauen 14 – Medien und Astrologie":

Der Name von Dagmar Berghoff, der ersten Frau der "Tagesschau", ist Millionen von Deutschen bekannt. Dasselbe gilt von Amelie Fried, der ersten deutschen Talkmasterin, Irene Koss, der ersten deutschen Fernsehansagerin, und Margarethe Schreinemakers, Deutschlands bisher erfolgreichster Fernsehmoderatorin. Weniger gut als um die vertrauten Gesichter vom Fernsehbildschirm ist es um die Popularität verdienter Damen von Presse und Rundfunk bestellt, wenn man einmal von Marion Gräfin Dönhoff, der berühmtesten deutschen Publizistin der Gegenwart, absieht. Diesem Manko soll das Taschenbuch "Superfrauen 14 – Medien und Astrologie" (ISBN 3-935718-17-9, 16 Euro) des Wiesbadener Autors Ernst Probst abhelfen. Es stellt 17 Frauen aus dem Bereich Medien und drei weitere aus dem Bereich Astrologie in Wort und Bild vor. Die Reihe "Superfrauen" umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" (ISBN 3-935718-82-9, 2278 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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schenbuches "Superfrauen 11 - Feminismus und Familie":

Simone de Beauvoir, Germaine Greer oder Alice Schwarzer – die Namen dieser berühmten Autorinnen und Feministinnen kennt fast jede Frau. Aber wer weiß schon Genaueres über Anita Augspurg, Gertrud Bäumer, Lily Braun, Hedwig Dohm, Hedwig Heyl, Louise Otto-Peters, Alice Salomon und Helene Stöcker? Das Taschenbuch „Superfrauen 11“ (ISBN 3-935718-03-9, 16 Euro) von Ernst Probst präsentiert Biographien von 27 Frauenrechtlerinnen aus Deutschland und dem Ausland in Wort und Bild. Es schildert den langen und schwierigen Weg der Frauen bei ihrem gerechten Kampf um die Gleichberechtigung. Am Ende des Buches stehen die Lebensläufe einiger Frauen, die sich um das Wohl der Familie, der Mütter und der Kinder verdient gemacht haben. Zu ihnen rechnet der Autor auch Barbara Stratzmann, die sage und schreibe 53 Kindern das Leben schenkte. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, 2278 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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Das Taschenbuch ist inzwischen vergriffen!

Wiesbaden (biografien-news) - Das Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film und Theater" des Wiesbadener Autors Ernst Probst ist nicht mehr im Buchhandel erhältlich, aber im Internet kann man es neuerdings noch lesen. Unter der Adresse www.scribd.com/doc/23000/Superfrauen-7-Film-und-Theater präsentiert die Dokumenteplattform "Scribd" die Kurzbiografien berühmter Filmschauspielerinnen und Theaterschauspielerinnen in Wort und Bild. Dieses Buch wird nachfolgend auch im Weblog "kultur-news" präsentiert.


ie Schrift kann verkleinert oder vergrößert (Schieberegler oben) und der Text gescrollt (rechter Rand) sowie gedruckt (Druckersymbol oben rechts) werden.

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Inhalt von "Superfrauen 7 – Film und Theater":

Brigitte Bardot war als Kind beim Blick in den Spiegel weinerlich zumute. Sie fühlte sich wegen ihrer Kurzsichtigkeit, ihrer Brille und ihrer vorstehenden Zähne als ausgesprochen hässlich. Zu Beginn wurde Greta Garbo in Hollywood für zu fett gehalten, und manche Filmleute spöttelten über das „Bauernmädchen mit den großen Füßen“. Ein Freund von Sophia Loren meinte, sie habe eine zu lange Nase, einen zu großen Mund, viel zu breite Hüften und sie müsse sich „total umbauen lassen“, wenn sie eine ernsthafte Schauspielerin werden wolle.

Ungeachtet aller eigener und fremder Zweifel wurden diese drei Frauen – wie man heute weiß – große Stars in der Welt des Films. Das Taschenbuch „Superfrauen 7 – Film und Theater“ (ISBN 3-935718-09-8, 16 Euro) des Wiesbadener Autors Ernst Probst präsentiert insgesamt 67 Biografien berühmter Frauen aus den Bereichen Film, Theater, Show, Kabarett und Zirkus in Wort und Bild. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, 2278 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

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Wiesbaden (biografien-news) - Die Dokumenteplattform "Scribd" www.scribd.com macht es möglich: Unter der Internetadresse http://www.scribd.com/doc/23110/Superfrauen-10-Musik-und-Tanz ist jetzt das komplette Taschenbuch "Superfrauen 10 - Musik und Tanz" im PDF-Format lesbar. Dabei handelt es sich um Biografien berühmter Sängerinnen, Musikerinnen, Komponistinnen und Tänzerinnen in Wort und Bild.

Dank eines Codes, den man bei "Scribd" kopieren und auf seiner eigenen Webseite eingefügen kann, ist sogar möglich, das Buch "Superfrauen 10 - Musik und Tanz" komplett mit Wort und Bild in einem Weblog zu präsentieren, wie es hier demonstriert wird.


ie Schrift lässt sich vergrößern (mit dem Schieberegler oben) und der Text scrollen (rechter Rand) und ausdrucken (Drucksymbol rechts oben).

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Inhaltsangabe über das Buch "Superfrauen 10 - Musik und Tanz":

Bei den umjubelten Auftritten der schwedischen Sopranistin Jenny Lind reagierten erwachsene Frauen und Männer in Europa und Amerika so wie heute jugendliche Besucher/innen von Rock-Konzerten: Damen fielen in Ohnmacht und Herren mussten besinnungslos aus den Opernhäusern getragen werden. Die begnadete Künstlerin machte sich unter dem Ehrentitel „schwedische Nachtigall“ in der Welt der Musik einen Namen.

Grenzenlos war die Begeisterung für die österreichische Tänzerin Fanny Elßler. Während ihrer USA-Tournee musste der Kongress jeden Abend, an dem Fanny tanzte, seine Sitzung verschieben, weil die meisten seiner Mitglieder die Vorstellung sehen wollten und deswegen keine Beschlüsse mehr gefasst werden konnten. In New York spannten Fans die Pferde von Fannys Kutsche ab und zogen sie eigenhändig durch die Straßen der Stadt.

Solche Geschichten erzählt das Buch „Superfrauen 10 – Musik und Tanz“ (ISBN 3-935718-18-7, 21 Euro) des Wiesbadener Autors Ernst Probst, das zahlreiche Biografien von Sängerinnen, Musikerinnen, Komponistinnen und Tänzerinnen präsentiert. Dieser Titel ist Anne-Sophie Mutter gewidmet. Die Reihe „Superfrauen“ umfasst insgesamt 14 Titel. Sie ist auch elektronisch unter dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ (ISBN 3-935718-82-9, mehr als 2.200 Seiten, 18 Euro) erhältlich.

SF10Inhalt

Inhaltsverzeichnis "Superfrauen 10 - Musik und Tanz"

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Wiesbaden (biografien-news) - Das nicht mehr im Handel erhältliche Buch "Meine Worte sind wie die Sterne" (Die Rede des Häuptlings Seattle und andere indianische Weisheiten) von Sonja Probst und Ernst Probst ist auf der Dokomenteplattform "Scrid" kostenlos lesbar. Häuptling Seattle (1786-1866) wurde berühmt wegen seiner Rede über die Erhaltung von Natur und Umwelt und gilt als ein Idol der Ökologiebewegung.

"Meine Worte sind wie die Sterne" kann auch hier gelesen werden
(Die Schrift kann vergrößert und der Text gescrollt und ausgedruckt werden):


="http://www.scribd.com">www.scribd.com können Autoren/innen oder Verlage ihre Bücher kostenlos in verschiedenen Formaten hochladen. Nutzer/innen von "Scrid" können nach kostenloser Anmeldung bei "Scribd" interessanten Lesestoff suchen und diesen sogar - wie oben zu sehen - auf ihrer Webseite präsentieren, wenn sie dort einen Code einfügen. Auf diese Weise kommen Autoren/innen, Verlage sowie User/innen auf ihre Kosten.

Wiesbaden (biografien-news) - Das nicht mehr im Handel erhältliche Buch "Der Schwarze Peter" (Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald) des Wiesbadener Autors Ernst Probst ist jetzt bei "Scribd" unter der Internetadresse http://www.scribd.com/doc/22986/Der-Schwarze-Peter kostenlos lesbar. Der Köhler und Räuber Peter Petri alias "Schwarzer Peter" hat im Zuchthaus das vor allem bei Kindern sehr beliebte Kartenspiel "Schwarzer Peter" erfunden.

Besonderer Clou: Bei "Scribd" kann man kostenlos einen Code kopieren und in seine eigene Webseite (Weblog) einfügen, dieser Code ermöglicht es, den kompletten Inhalt des Buches "Der Schwarze Peter" auf seiner Webseite zu präsentieren. Das Ergebnis sieht - wie folgt - aus:


n der Leiste oben kann in der rechten Hälfte die Schrift mit einem verschiebbaren Regler vergrößert oder verkleinert werden. Der Text kann am rechten Rand gescrollt und mit dem Druckersymbol oben rechts ausgedruckt werden.

Peter Petri: Der Räuber, der ein Kartenspiel erfand

Burgen bei Veldenz (biografien-news) - Als einer der berüchtigtsten Räuber des 18. und 19. Jahrhunderts in Deutschland gilt Johann Peter Petri der Ältere, genannt der "alte Schwarzpeter" oder der "alte Schwarze Peter", an den heute der Name eines bekannten Kartenspiels erinnert. Er war einer der Komplizen des legendären Johannes Bückler (1777-1803) alias "Schinderhannes", des berühmtesten deutschen Räubers. Einer der Söhne des "Schwarzpeters", nämlich Peter Petri, wird als Peter Petri der Jüngere oder "junger Schwarzpeter" bezeichnet.

Der "Schwarze Peter" kam am 24. März 1752 in Burgen bei Veldenz zur Welt. Seine Eltern waren Johann Peter Petri und dessen Ehefrau Christina Margaretha. Um 1780 heiratete der "Schwarzpeter" die 1759 in Schmelz geborene und ab 1765 im Weiler Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück lebende Maria Katharina Neumann, die Tochter des Wirts und Köhlers Johann Georg Neumann (um 1723-1803). Wo die Ehe geschlossen wurde, ist nicht mehr eruierbar.

Der "Schwarzpeter" errichtete - mit Genehmigung des Herzogs von Zweibrücken - in Hüttgeswasen neben der Behausung seines Schwiegervaters einer Hütte, in der er mit seiner Familie elf Jahre lang lebte. Damals arbeitete er als Holzfäller und Köhler. Die in Hüttgeswasen hergestellte Holzkohle wurde von zahlreichen Schmelzen des Amtes Allenbach zur Eisen- und Kupferverhüttung benötigt.

1781 wurde in Hüttgeswasen der erste Sohn des "Schwarzpeter" namens Johann Peter Conrad (der "junge Schwarzpeter") geboren. In Hüttgeswasen erblickten auch die Kinder Elisabetha Margaretha (geb. 1784), Johann Christian (geb. 1787), Abraham (1788-1791), Catarina Elisabeth (1791-1792) und Johann Andreas (geb. 1792) das Licht der Welt. Die restlichen drei der insgesamt neun Kinder stammen nicht aus Hüttgeswasen: der Sohn Johann Georg (geb. 1794/1795), die Tochter Louise (geb. 1797/1798) und der Sohn Leonhard (geb. um 1803/1804).

Die Hütte des "alten Schwarzpeter" wurde 1792 beim Einmarsch französischer Soldaten niedergebrannt. Ab dieser Zeit führten der "Schwarzpeter" und seine Familie ein unstetes Leben. Die Petris verließen Hüttgeswasen und lebten bis 1811 in zahlreichen Orten im Hunsrück und auf der rechten Rheinseite, vor allem in der Gegend des Odenwaldes.

Zunächst arbeitete der "alte Schwarzpeter" etwa ein halbes Jahr lang als Holzfäller für die Gemeinden Beulich und Gondershausen. Anschließend hielt er sich etwa ein Jahre lang in Schauren bei Kempfeld auf, wo er im Auftrag eines Bürgers aus Hottenbach ebenfalls als Holzfäller aktiv war. Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Weiden bei Hottenbach verdiente der "Schwarzpeter" fast vier Jahre lang als Holzhauer auf der Glashütte im Soonwald seinen Lebensunterhalt. Danach war er wiederum ein halbes Jahr Holzfäller in Münchwald und zog anschließend für kurze Zeit in die Gegend rechts der Nahe.

Der "alte Schwarzpeter" beging zahlreiche Straftaten. Zusammen mit dem "Schinderhannes" stahl er im August 1798 in Ellern zwei Pferde. Am 12. August 1798 ermordete er im Wald in der Nähe des Forsthauses Thiergarten gemeinsam mit dem "Schinderhannes" den jüdischen Viehhändler Simon Seligmann. Das Opfer hatte drei Jahre zuvor den verheirateten "Schwarzpeter" bei einem Schäferstündchen mit der ebenfalls verheirateten Frau des Iltis-Jakob im Wald beobachtet und dies deren Ehemann erzählt, der seine untreue Gemahlin im Streit erschlug. Auf das Konto des "Schwarzpeter" gehen zahlreiche Diebstähle, Einbrüche, Raubüberfälle.

Der "alte Schwarzpeter" hatte eine mittlere Statur, ein glattes und angeblich hübsches Gesicht, kohlschwarzes Haar und einen dunklen Backenbart. Zeitgenossen schilderten ihn einerseits als wahres Raubtier, andererseits aber auch als einen Menschen, den der Anblick eines Jungen zu Tränen rührte, vermutlich weil er dabei an seine Kinder dachte.

Wenn der "alte Schwarzpeter" verhört wurde, belastete er nur Ganoven, die ihn zuvor belastet hatten und bat darum, dies im Protokoll zu vermerken. Er glaubte fest daran, dass es vorteilhaft sei, nach jedem eingestandenen Verbrechen um eine gnädige Strafe zu bitten und freute sich darüber, wenn andere Gauner dies versäumten.

Der "alte Schwarzpeter" war auch sehr eitel. Oft erwähnte er im reiferen Alter, er sei früher ein sehr schöner Mann gewesen. Wenn er über andere Geschlechtsgenossen sprach, erwähnte er immer, ob dieser ein schöner Mann sei oder nicht. Als er einmal engsitzende Beinkleider erhielt, zeigte er diese jedem mit sichtlichem Wohlgefallen. Gerne erzählte er seine Liebschaften aus früheren Zeiten.

Bei manchen Gelegenheiten zeigte der "alte Schwarzpeter" eine fromme Gesinnung. Aber er meinte auch, er fange an zu zweifeln, ob es einen Gott gebe, weil er so sehr gebetet habe und seine Lage doch nicht verbessert worden sei. Wenn der "Schwarzpeter" von verstorbenen Verwandten oder Bekannten sprach, fügte er stets die Worte "der selige" bei, beispielsweise "der selige Pfeiffer" oder "der selige Schmuhbalzer".

Der "alte Schwarzpeter" wurde oft verhaftet und verhört. Zu Beginn des Jahres VII nach französischer Zeitrechnung verhaftete man ihn im Kanton Obermoschel und brachte ihn anschließend zunächst nach Kaiserslautern und dann nach Simmern. Am 29. Brumaire des Jahres VII brach er aus dem Turm von Simmern aus und floh auf die rechte Rheinseite in den Odenwald. Im Frühjahr 1802 hielt er sich im Soonwald auf, entging aber dem Zugriff der Behörden und stand im Gegensatz zu seinem Sohn, dem "jungen Schwarzpeter", nicht in Mainz zusammen mit dem "Schinderhannes" vor Gericht. Auch im Odenwald betätigte sich der "alte Schwarzpeter" als Straßenräuber, Einbrecher und Dieb.

Nach dem Raubmord während eines nächtlichen Überfalls auf eine Postkutsche zwischen Laudenbach und Hemsbach am 1. Mai 1811 nahm man bei einer allgemeinen Razzia auch den damals bereits 51 Jahre alten "Schwarzpeter" fest. Obwohl dieser schon seit langem als Köhler unter dem falschen Namen "Johannes Wild" im Odenwald lebte und mit dem Überfall nichts zu tun hatte, kam im Verlauf der Ermittlungen durch Angaben eines Mitgefangenen seine wahre Identität ans Tageslicht. Der frühere Räuberkomplize des 1803 in Mainz hingerichteten "Schinderhannes" wurde am 11. November 1811 wegen seiner alten Verbrechen an die französischen Behörden in Mainz ausgeliefert, wo er gemeinsam mit dem Schinderhannes-Bandenmitglied Martin Delis zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt wurde.

Der "alte Schwarzpeter" ist vermutlich im Gefängnis von Bicetre bei Paris hinter Gittern gestorben. Nach seinem Tod gelangte sein Leichnam in das Anatomische Institut der Universität Heidelberg, wo angeblich auch sein Skelett lange Zeit aufbewahrt wurde. Das Skelett des "Schwarzpeter" gilt als verschollen, während das des "Schinderhannes" noch heute in Heidelberg vorhanden ist.

Straffällig wurden auch die Ehefrau des "alten Schwarzpeter", Maria Katharina, und alle seine Kinder. Seine Gemahlin beispielsweise beteiligte sich häufig an Diebstählen. Der Sohn Peter Petri alias der" junge Schwarzpeter", ebenfalls ein Komplize des "Schinderhannes", wurde in Mainz zu 15 Jahren Kettenstrafe verurteilt. Der Sohn Johann Andreas Peter ("Köhler-Andres" genannt) wurde wegen seines langen Strafregisters in Heidelberg zum Tod verurteilt, aber wegen seiner Jugend und Unerfahrenheit zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe begnadigt. Die Söhne Johann Georg Petri und Leonard nahmen an Diebstählen teil. Die Tochter Elisabetha Margaretha wurde 1812 in Mannheim wegen Mitwisserschaft eines Raubes, des Ehebruchs und der Gaunerei zu einer halbjährigen Zuchthausstrafe verurteilt.

1813 wurde der Rest der Familie Petri im Arondissement Simmern wegen Bettelns und Vagabundierens verhaftet. Die Ehefrau des "alten Schwarzpeter" und eine Tochter kamen später in das Bettelhaus nach Trier, wo letztere floh. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

Leseprobe aus dem inzwischen vergriffenen Taschenbuch "Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald" von Ernst Probst

Schreibmaus

Wiesbaden (biografien-news) - Vicki Baum, die österreichische Bestsellerautorin, fragte bereits als Achtjährige alle möglichen Leute, ob sie gerne Briefe bekämen. Wenn sie bejahten, erhielten sie am nächsten Tag von ihr ein Schreiben.

Nachzulesen ist dies auf der CD-ROM „Superfrauen. 14 Bücher auf einer CD-ROM“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Sie enthält alle 14 Titel der Taschenbuchreihe „Superfrauen“ mit Biografien berühmter Frauen. Nachfolgend weitere interessante Fakten aus dieser CD-ROM:

Annie Oakley, die Meisterschützin aus dem Wilden Westen, ging bereits als Neunjährige mit dem Gewehr auf die Kaninchen- und Wachteljagd. Als Erwachsense konnte sie aus 10 Meter Entfernung einem Menschen eine Zigarette aus den Lippen schießen oder eine in die Luft geworfene Münze treffen.

Elisabeth („Sissi“), Kaiserin von Österreich und zu ihren Lebzeiten eine der schönsten Frauen der Welt, hatte kariöse bräunlich-gelbe Zähne, wegen denen sie oft ihre Oberlippe darüber zog, den Mund kaum öffnete und beim Sprechen ein Taschentuch vorhielt, weswegen Fremde sie nur mit der größten Anstrengung verstanden.

Viktoria, Königin von England, ließ auch nach dem Tod ihres Gatten Albert jede Nacht dessen Bett aufschlagen und jeden Morgen dessen unbenutzten Nachttopf reinigen.

Teresa von Àvila, Spaniens Nationalheilige, größte Mystikerin der katholische Kirche und erste Kirchenlehrerin, verließ als kleines Kind mit ihrem Bruder das Elternhaus, um bettelnd ins Maurenland zu ziehen, den Martertod zu finden und rasch ins Paradies zu kommen, wurde aber bald gefunden.

Eva („Evita“) Perón, Argentiniens legendäre Politikerin, Sängerin, Rundfunksprecherin, Filmschauspielerin und Präsidentengattin, versprach schon im Alter von zwölf Jahren ihrer Schwester: „Ich werde Schauspielerin oder Präsidentin“, sah sich im Kino drei Filme hintereinander an, schnitt aus Zeitschriften Storys über Stars aus und aß wenig, weil sie nicht so dick wie ihre mollige Mutter werden wollte.

Grete Schickedanz, Chefin des größten Versandhauses in Europa und „First Lady der deutschen Wirtschaft“, band Managern auf Geschäftsreisen wärmende Schals um und versorgte ihre Jet-Piloten mit Butterbroten.

Mary Anning, Entdeckerin mehrerer Saurier und berühmteste Fossiliensammlerin Englands, soll im Alter von einem Jahr von einem Blitz getroffen worden sein; danach war das bis dahin teilnahmslose Kind angeblich lebhaft und intelligent und wuchs prächtig.

Barbara McClintock, das „Genie der Genetik“, beantwortete bei einem Examen schnell alle Fragen, doch als sie auf das Prüfungsheft ihren Namen schreiben sollte, hatte sie diesen vergessen; erst nach bangen 20 Minuten fiel ihr wieder ein, wie sie heißt.

Elisabeth Noelle-Neumann, die erste deutsche Meinungsforscherin“, tut oft das Zweitwichtigste zuerst, weil sonst die Gefahr besteht, dass dieses nicht erledigt wird.

Mildred Scheel, „First Lady“ und Gründerin der „Deutschen Krebshilfe“, rief sogar weit nach Mitternacht ihre Freundinnen an und riss diese aus dem Tiefschlaf, wenn ihr etwas einfiel, was sie unbedingt gleich loswerden wollte.

Marilyn Monroe, Amerikas Filmstar Nummer 1, schrie bei ihrer Rückkehr in ihr Haus, als wäre sie verwundet, weil ein Gärtner während ihrer Abwesenheit den Rasen gemäht hatte, und steckte die geköpften Blumen in die Erde zurück, damit sie weiterleben könnten.

Leni Riefenstahl, die legendäre deutsche Filmschauspielerin, Regisseurin und Fotografin, trat als Tänzerin auf, obwohl ihr Vater erklärte, er werde ausspucken, wenn er jemals ihren Namen an einer Litfasssäule lesen sollte.

Sarah Bernhardt, eine der berühmtesten Theaterschauspielerinnen in Frankreich, träumte einmal, sie werde im Ausland sterben. Deswegen führte die "göttliche Sarah" fortan bei allen Auslandstourneen einen Sarg aus Rosenholz mit sich, der in einer großen Kiste verpackt war.

Jenny Lind, die „schwedische Nachtigall“, sang so hinreißend, dass Frauen und Männer in Opernhäusern ohnmächtig wurden.

Barbara Stratzmann, eine Frau aus dem Mittelalter in Süddeutschland, gebar sage und schreibe 53 Jungen und Mädchen, was als „Kinderwunder von Bönnigheim“ in die Geschichte einging.

Jacqueline Cochran, amerikanische Pilotin, mehrfach „schnellste Frau der Welt“ und Gattin eines Millionärs, war ein Findelkind, bettelarm, besaß bis zum achten Lebensjahr keine Schuhe und Strümpfe und wählte angeblich ihren Namen aus dem Telefonbuch.

Hanna Reitsch, eine der besten Fliegerinnen der Welt, wollte als Kind im Alter von vier Jahren mit ausgebreiteten Armen vom Balkon ihres Elternhauses springen und fliegen, wovon ihre Mutter sie aber abhalten konnte.

Coco Chanel, die berühmte Modeschöpferin, hatte einen adeligen Geliebten, der sich jeden Morgen von seinem Diener die Schnürsenkel bügeln ließ.

Helena Rubinstein, die „Kaiserin der Kosmetik“, benutzte zur Körperpflege nur Wasser und Seife und konnte sich nur schlecht Namen von Personen merken.

Therese Huber, deutsche Schriftstellerin und Redakteurin, erste Frau, die eine Zeitung leitete und „Urmutter der Journalistinnen“, las schon als Kind zu Hause sehr viel und durfte dort – wie Ohrenzeugen meinten – „über alles schwatzen“.

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Bestellungen der CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ bei:
www.buch-shop-mainz.de
www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919

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Weblinks:
http://biografien-news.blog.de
http://userblogs.free-radio.de/index.php/superfrauen

München / Wiesbaden (biografien-news) - Am Nachmittag des Samstags, 31. März 2007, startet der neue Fernsehsender "Biography-Channel" mit Sitz in München die erste Sendung. "Biography-Channel" wird in das digitale Kabelnetz von "Kabel Deutschland" (KDG) eingespeist. Der neue Fernsehsender ist für Zuschauer kostenpflichtig.

"Biography-Channel" ist ein Schwestersender des ebenfalls aus den USA stammenden "History-Channel". Der Kanal zeigt rund um die Uhr biografische Porträts berühmter Persönlichkeiten. Das Programm beginnt um 18 Uhr mit der Serie "Gene Simmons: Family Jewels - Papa war ein Kiss". Einer der Programmzulieferer ist das "Zweite Deutsche Fernsehen" (ZDF).

Der Schinderhannes war kein edler Räuber biografien-news(cached at March 14, 2007, 11:13 am)


m Leben des Schinderhannes" von Youtube

Mainz (biografien-news) - Der legendäre Schinderhannes alias Johannes Bückler (1777-1803) hat in wenigen Jahren seines Räuberlebens ein wahres Vermögen erbeutet. Allein bei den von ihm verübten Kapitalverbrechen fielen ihm insgesamt rund 22000 Gulden in die Hände. Hinzu kamen weitere 3000 bis 6000 Gulden für schätzungsweise 50 bis 100 gestohlene Pferde. Mit diesem Geld hätte der berühmteste deutsche Räuber ein schönes Leben mit seiner Geliebten Julia Bläsius führen können, wenn er rechtzeitig seine kriminelle Laufbahn beendet und sich fern seines Wirkungsbereiches unerkannt niedergelassen hätte. Statt dessen zerrann dem Hannes das Geld zwischen den Fingern und er endete 1803 schmählich mit 19 seiner Komplizen unter dem Fallbeil in Mainz.

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Der Mainzer Historiker Dr. Peter Bayerlein verdeutlicht in seinem Buch "Schinderhannes-Chronik", was der Hunsrück-Räuber und seine Komplizen manchmal in einer einzigen Nacht zusammenrafften. Für die rund 2000 bis 2500 Gulden Beute bei einem Überfall auf einen jüdischen Händler in Laufersweiler hätte man damals mehr als 40 Pferde oder zwei große, zweistöckige Wohnhäuer am Mittelrhein oder sechs Häuser auf dem Land kaufen können. Ein Amtsbote in Mainz musste rund 100 Jahre lang arbeiten, um die Räuberbeute einer einzigen Nacht zu verdienen, ein Schullehrer in Stuttgart 25 Jahre lang unterrichten.

Noch ein Vergleich: Als Karl Theodor von Dalberg (1744-1817, Bild), der letzte Erzbischof und Kurfürst von Mainz, ab 1806 Fürstprimas, Bischof von Regensburg und Großherzog von Frankfurt und somit gewiss kein armer Mann, starb, hinterließ er rund 4400 Gulden Bargeld. Das war weniger, als der Schinderhannes und Komplizen in einer einzigen Nacht beim Überfall auf einen jüdischen Händler in Hottenbach nördlich von Idar-Oberstein erbeuteten: nämlich mehr als 4500 Gulden!

Geschichten vom "edlen Räuber" Schinderhannes, der die Reichen und Geizigen bestahl und dafür die Armen beschenkte, entbehren laut Dr. Bayerlein jeglicher Grundlage. In Wirklichkeit hatten die damaligen Räuber gar nicht soviel zu verschenken. Die Beute zerfiel in mehrere Teile, je nachdem, wie viele Komplizen an einem Überfall teilnahmen. Hehler gaben ihnen meistens nur einen kleinen Teil von dem, was die Sachen eigentlich wert waren. Zahlreiche stille Helfer wollten für ihre Unterstützung jeweils ihren Anteil. Wirte und Fährleute ließen sich ihr Schweigen gut bezahlen. Es soll auch Beamte gegeben haben, deren Wegschauen nicht ganz umsonst war. Der Branntwein war teuer, und die Mädchen, selbst wenn sie nicht käuflich waren, wollten entsprechend versorgt werden.

Manchmal zeigte sich der Schinderhannes aber überraschend "großzügig". Wenn Opfer seiner Erpressungen merklich weniger Geld als die geforderte Summe aufbrachten, überging er dies stillschweigend. Einmal stellte er seinem Opfer sogar eine Quittung für einen höheren Betrag aus, als er tatsächlich erhalten hatte - ein seltener Fall in der Kriminalgeschichte!

Zeitweise führte der Schinderhannes dank seiner Räubereinkünfte ein "fürstliches Leben". Der "Robin Hood des Hunsrücks" residierte wochenlang auf einer verlassenen Burg, ließ von gestohlenen Stoffen für sich und sein geliebtes "Julchen" neue Kleider anfertigen, womit er mitunter gleich drei Schneider gleichzeitig beauftragte, und hielt in einem Gasthaussaal ein rauschendes Fest ab, bei dem eine Musikkapelle zum Tanz aufspielte. Bei diesem Fest war der Hannes ein von den Mädchen aus der Umgebung umschwärmter Tanzpartner und der Wirt stellte Wachen auf, um den Räuber vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

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Lesetipp:
Artikel in der "Zeit" über den "Schinderhannes" mit Hinweis
auf das Buch "Schinderhannes-Chronik" von Dr. Peter Bayerlein
http://www.zeit.de/2003/47/A-Schinderhannes_

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Bestellungen von
Schinderhannes-Chronik oder
Schinderhannes-Ortslexikon bei
Buch-Shop Mainz
Im See 11
55246 Mainz-Kostheim
Fax: 06134/26665
E-Mail: ernstprobst@gmx.de
Internet: www.buch-shop-mainz.de
jeweils unter Bücher Biografien

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http://www.amazon.de/Schinderhannes-Chronik-Von-Miehlen-bis-Mainz/dp/3936326312/sr=8-3/qid=1166089953/ref=sr_1_3/303-5685361-1502634?ie=UTF8&s=books
http://www.amazon.de/Schinderhannes-Ortslexikon-Von-Abentheuer-bis-Z%C3%BCsch/dp/3936326320/sr=1-3/qid=1166090094/ref=sr_1_3/303-5685361-1502634?ie=UTF8&s=books


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

ValentinaTereschkowa

Mit der Superlative, die „erste Frau im Weltall“ gewesen zu sein, ging die russische Kosmonautin Valentina Tereschkova in die Geschichte der Raumfahrt ein. Im Juni 1963 folgte sie an Bord von „Wostock VI“ dem zwei Tage vorher gestarteten Raumschiff „Wostock V“ und umkreiste zusammen mit diesem 49 Mal die Erde. Nach diesem erfolgreichen Manöver machte sie beruflich und politisch Karriere.

Valentina Tereschkova kam am 6. März 1937 in Maslennikowo bei Jaroslawl an der Wolga zur Welt. Sie war die Tochter eines Traktoristen, der im Zweiten Weltkrieg gefallen ist. Nach entbehrungsreicher Kindheit und Schulbesuch arbeitete sie in einer Autoreifenfabrik in Jaroslawl. Mit 17 wechselte sie in das Spinnereikombinat „Der Rote Perakop“ von Jaroslawl, in dem auch ihre Mutter tätig war. Dort verbrachte sie sieben Jahre als Zuschneiderin und Büglerin.

Neben ihrer Arbeit besuchte die fleißige Textilarbeiterin und Jungkommunistin eine Abendschule. 1960 erhielt sie am Textil-Technikum in Jaroslawl ein Diplom als Spinnerei-Technikerin. Von 1960 bis 1962 war sie Sekretärin des „Kommunistischen Jugendbundes“ („Komsomol“) im Spinnereikombinat.

Ab 1955 übte Valentina Tereschkova während ihrer Freizeit in einem Aeroclub Fallschirmsprünge. Als der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin (1934–1968) im April 1961 seinen ersten erfolgreichen Raumflug unternahm, träumte sie davon, es ihm nachzutun. Eifrig las sie sämtliche Literatur über Kosmonautik und bewarb sich so lange, bis sie eine Prüfung ablegen und 1962 eine Ausbildung an der Kosmonautenschule beginnen durfte.

Am 16. Juni 1963 folgte Valentina Tereschkova mit dem Raumschiff „Wostock VI“ ihrem zwei Tage vorher mit „Wostok V“ gestarteten Kosmonauten-Kollegen Oberstleutnant Valerij Bykowsky zum Gruppenflug als erste Frau der Welt ins All. Sie startete vom Kosmodrom in Baikonur (Kasachstan) und umkreiste 49 Mal die Erde, bevor sie am 19. Juni bei Nowosibirsk landete. Drei Stunden später ging Bykowsky nicht weit davon entfernt nieder.

Es folgten ein triumphaler Empfang in Moskau, Schlagzeilen der Weltpresse, Glückwünsche aus aller Welt und eine Briefmarke mit den Porträts beider Kosmonauten. Im Juni 1963 wurde Valentina Tereschkova zum „Flieger-Kosmonaut der UdSSR“ ernannt.

Im November 1963 heiratete Valentina Tereschkova den Kosmonauten Adrijan Nikolajew, der im August 1962 mit „Wostock III“, gefolgt am nächsten Tag von Oberstleutnant Popow mit Wostock „IV“, zum ersten sowjetischen Gruppenflug im Weltraum gestartet war. Aus dieser Ehe stammt die 1964 geborene Tochter Aljenka. Später ehelichte sie Julij Schaposchnikow, den Direktor am Zentralinstitut für Traumatologie in Moskau, Militärarzt und General, der immer ein wenig im Schatten seiner berühmten Frau stand.

Im Juni 1969 schloss Valentina Tereschkova ein Studium an der Tschukowski-Ingenieurakademie der sowjetischen Luftwaffe in Moskau erfolgreich ab. Seit 1970 hat sie den Rang eines Oberst-Ingenieurs. Im Mai 1966 wurde sie Mitglied des „Obersten Sowjet“ der UdSSR, im Mai 1968 Vorsitzende des „Frauenkomitees“ der UdSSR, 1971 Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der „Kommunistischen Partei der Sowjetunion“ (KPdSU), 1974 Mitglied des Präsidiums des Obersten Sowjet, 1976 stellvertretende Vorsitzende der Kommission für Erziehung, Wissenschaft und Kultur des Union-Sowjet des Obersten Sowjet der UdSSR.

Die Kosmonautin ist mehrfach ausgezeichnet worden. Sie erhielt zwei Lenin-Orden, die Medaille „Goldener Stern“, die Joliot-Curie-Medaille in Gold, die Ehrenbürgerschaft mehrerer Städte und den Ehrentitel „Held der Sowjetunion“. Ihr zu Ehren benannte man ein Tal auf dem Mond Tereschkova.

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Bestellungen der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei:
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Joy Fleming: Der Weltstar aus der Pfalz biografien-news(cached at March 14, 2007, 11:13 am)


Ein Lied kann eine Brücke sein" von Youtube

Joy Fleming

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Deutschlands berühmteste Bluessängerin ist Joy Fleming, geborene Erna Raad. Sie war die erste deutsche Soulinterpretin von Rang und die erste deutsche Sängerin, der in ihrer Muttersprache Bluestöne gelangen. Das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ lobte sie 1975 mit den Worten: „Westdeutschland hat in ihr einen Welt-Star, die Welt hatte nur noch keine Gelegenheit, es zu bemerken“. Weltstars wie Tom Jones, Shirley Bassey und Ella Fitzgerald (1918–1996) bewunderten ihre Musikalität und ihre sensationelle Stimme.

Joy Fleming kam am 15. November 1944 in Rockenhausen (Pfalz) als Tochter eines Kaufmanns und einer Sekretärin zur Welt. Noch im Jahr ihrer Geburt wurde sie nach Mannheim evakuiert und wuchs dort auf. Ihre künstlerische Karriere begann im Alter von 14 Jahren, als sie bei einem Nachwuchswettbewerb mit dem Lied „Ciao ciao bambino“ siegte. Bald danach gab sie ihren Beruf als Verkäuferin im Lebensmitteleinzelhandel auf und sang für 600 Mark Monatsgage in Mannheim Jazz-Evergreens und Blues.

Als 19-Jährige gründete Joy Fleming 1963 in Mannheim ihre erste eigene Band, die anfangs „Joy and the Hitkids“ und später „Joy unlimited“ hieß. Zusammen mit „Joy and the Hitkids“ produzierte sie die Langspielplatte „Overground“ (1969). Ein Fernsehauftritt im „Talentschuppen“ des Südwestfunks (SWF) brachte ihr 1968 den Durchbruch. 1972 trennte sich Joy Fleming von ihrer Gruppe, wurde Solistin und landete mit ihrem „Neckarbrücken-Blues“ im Mannheimer Dialekt einen Superhit.

Bereits damals rühmten Kenner die „mit allen Wassern des Soul und Blues gewaschene Drei-Oktaven-Stimme“ Joy Flemings. Ab 1973 versuchte der Münchener Musikverleger Peter Kirsten, die Pfälzer Sängerin zweisprachig im Rock- und Schlagerbereich aufzubauen. Auf „Mannemer Dreck“ (1972) folgten die Platten „Joy Fleming“ (1973), „Halbblut“ (1973), „Kall, oh Kall“ (1973), „This is my life“ (1974), „Let me be the one“ (1974), „Arbeitslos“ (1975) und „Menschenskind“ (1975).

1975 siegte Joy Fleming in Cannes mit „Ein Lied kann eine Brücke sein“ bei der Vorentscheidung für den „Grand Prix d’Eurovision“, kam aber bei der Endausscheidung in Stockholm nur auf den 17. und somit drittletzten Platz. Kritiker meinten, dieser Schlager habe nicht zu ihr gepasst und schrieben den Misserfolg vor allem der Konzeptionslosigkeit und Ignoranz ihrer damaligen Produzenten zu.

Wenig später erhielt Joy Fleming als „beste Popsängerin“ den „Schallplattenpreis der Deutschen Phono-Akademie“. Außerdem ging sie auf Deutschlandtournee und gewann mit Moritaten ihrer Langspielplatte „Menschenskind“ zwar das Wohlwollen ihrer Fans, nicht jedoch mehr das ihres Produzenten Peter Kirsten zurück. Dieser gab sie später auf und widmete sich ganz der Karriere der dänischen Schlagersängerin Gitte Haenning.

1976 heiratete Joy Fleming den früheren Verkäufer Bernd Liebenow, der ihr Manager wurde. Von da ab lebte die Sängerin auf einem Bauernhof in Sinsheim-Hilsbach zwischen Mannheim und Heilbronn und genoss dort die Ruhe auf dem Land. Trotz weiterer Erfolge – wie dem Song „Ich sing fer’s Finanzamt“ (1977) und der Langspielplatte „I only wanna get up and dance“ (1978), mit der sie als Disco-Queen etabliert werden sollte, – blieb die große Karriere, die ihr einst vorhergesagt wurde, in Deutschland aus.

Im Juli 1978 trat Joy Fleming bei der „Fiesta del Plata“ in Argentinien auf. Bei einer Tournee in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit dem Jochen-Brauer-Sextett sang sie 1980 in ausverkauften Sälen und wurde umjubelt. Ihr 1981 erschienenes Album „Vocals and Keyboards“ gilt als Meisterwerk und als eine der ausgereiftesten Gesangs-LP mit Standards in englischer Sprache, die je in Deutschland produziert worden sind, urteilte „das neue rock lexikon“. Es folgten die Titel „Dance Tonight“ (1984), „Zuviel Gefühl“ (1985) und „Don’t You Know“ (1987).

1987 gastierte Joy Fleming in China und in der Sowjetunion. In Skandinavien war sie auf den Hitlisten ganz vorne plaziert. Ihr Titel „Fallerie, Fallera“ – ihre Version eines deutschen Wanderliedes – kam sogar in Kanada und Neuseeland gut an. 1988 spielte sie in der Filmpersiflage „Geierwally“ mit und sang in diesem Streifen das Lied „The Yodel Queen“. Im selben Jahr kamen auch ihre Titel „Gypsyland“ und „Butzekrampel“ heraus.

Anfang der 1990-er Jahre gründete Joy Fleming die Plattenfirma „Rö-Mo Records“ und den Musikverlag „Rött’l Mouse“ sowie die Musikgruppe „United Wanderers“. Mit der neuen Gruppe trat Joy in Lederhosen auf, und ihr Mann wirkte als verkleideter Wikinger mit. 1991 kam ihr Titel „Feuer und Flamme“ auf dem Markt.

Nach dem Erscheinen von Joy Flemings Langspielplatte „Sentimental Journey“ (1993) lobte die „Saarbrücker Zeitung“ ihre Stimme als eine der besten in Deutschland. Danach kamen die Titel „How High The Moon“ (1993), „Berühre mich“ (1994) – der „Deutschen Aids-Hilfe“ gewidmet –, „Raff dich auf“ (1994) und die Langspielplatten „Viele Gesichter“ (1994) sowie „Gedanken einer Frau“ (1998) auf den Markt. Ebenfalls 1998 ging für die Blues- und Soulsängerin ein seit 25 Jahren gehegter musikalischer Wunsch in Erfüllung: Sie produzierte ihre erste Volksmusik-CD.

Aus der ersten Ehe von Joy Fleming, nach der sie den Familiennamen Strube trug, stammen der Sohn Sven und die Tochter Heidrun. Aus der zweiten Ehe mit Bernd Liebenow gingen die Söhne Bernd und Rainer hervor. Danach wurde der französische Komponist, Arrangeur und Musiker Bruno Masselow, den sie bei der Produktion einer CD kennen lernte, Joy Flemings neuer Lebensgefährte.

Die erfolgreiche Sängerin engagiert sich seit vielen Jahren für krebskranke Kinder und hat ein großes Herz für Tiere. Zu Joy Flemings Haushalt gehören drei Hunde, drei Papageien, von denen einer spricht und singt, ein Wellensittich und fünf Katzen. Alle Menschen, die je mit ihr zu tun hatten, rühmen ihre Zugänglichkeit, Ehrlichkeit und Freundlichkeit – alles Eigenschaften, die man den Mannheimern generell nachsagt.

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Bestellungen von "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei:
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Mohamed Zidan "Fußballer des Monats" biografien-news(cached at March 14, 2007, 11:13 am)


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iografien-news) - Bravo! Das hat es bisher in der deutschen Fußballwelt noch nie gegeben: Ein toller Mainzer Kicker wurde "Fußballer des Monats"! Mohamed Zidan erreichte bei der von "kicker", "DSF" und "DFL" organisierten Wahl den ersten Platz. Sein Trainer Jürgen Klopp von "Mainz 05" schwärmte: "Der Junge kann noch mehr!"

Der Fußballstürmer Mohamed Zidan, geboren am 11. Dezember 1981 in Port Said (Ägypten), ist ein wahrer Zauberer am "runden Leder". Bevor er nach Deutschland kam, spielte er für "El Masry Port Said" in Ägypten und für die dänischen Clubs "Akademisk BK Kopenhagen" und "FC Midtjylland". In der Saison 2003/2004 feierte er als "Spieler des Jahres" und "Torschützenkönig" in der dänischen SAS-Liga große Triumphe.

In der Winterpause der Saison 2004/2005 wechselte Mohamed Zidan für rund 3,5 Millionen Euro zum deutschen Erstligisten "SV Werder Bremen". In seinen ersten beiden Bundesligaspielen schoss er jeweils kurz nach seiner Einwechslung ein Tor. Nach einer Verletzung Anfang 2005 wurde er bis zum Saisonende nur selten eingesetzt.

Im August 2005 wechselte Zidan auf Leihbasis für die Saison 2005/06 zum "1. FSV Mainz 05", wo er bald Stammspieler und mit neun Treffern zweitbester Torschütze dieses Teams wurde. Der Treffer, der Zidan am 4. Februar 2006 bei seinem eigentlichen Arbeitgeber "Werder Bremen" nach 13 Spielsekunden glückte, gilt als schnellstes Tor der Bundesliga-Saison 2005/06.

Mohamed Zidan kehrte im Sommer 2006 zu "Werder Bremen" zurück. Nach einer eher erfolglosen Vorrunde konnte "Mainz 05" ihn in der folgenden Winterpause für die Rekordablösesumme von rund 2,5 Millionen Euro bis 2010 verpflichten. In Mainz trägt Zidan die Rückennummer 25. Dort ist der "verrückte Ägypter" ein Liebling der Fußballfans.


ldinnen, Heiligen und Herrscherinnen" von Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=WQpHJgxsRJQ

Wiesbaden (biografien-news) - Ägyptens bedeutendste Königin Kleopatra trug eine Hakennase und war nicht besonders attraktiv. Die Papsttochter Lucrezia Borgia führte einen soliden Lebenswandel und nahm nicht an der von ihrem Bruder Cesare im Vatikan veranstalteten Orgie mit 50 Dirnen teil. Und die schönste Frau der Welt der 1860-er und 1870-er Jahre, nämlich die österreichische Kaiserin Elisabeth („Sisi"), hatte kariöse bräunlich-gelbe Zähne, wegen denen sie oft ihre Oberlippe darüber zog, den Mund kaum öffnete und beim Sprechen ein Taschentuch vorhielt, weswegen Fremde sie nur mit der größten Anstrengung verstanden. Solche und andere Enthüllungen sind auf der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst nachzulesen.

Leseproben: http://biografien-news.blog.de

Video: Fromme, selige und heilige Frauen biografien-news(cached at March 14, 2007, 11:13 am)


n-news) - Katharina von Genua schlief mit acht Jahren auf einem Brett und übte sich zeitweise im Schweigen. Maria Dominica Mazzarello opferte als Mädchen ihren Morgenschlaf, sie stand manchmal bereits um zwei Uhr auf, damit sie nach der Frühmesse pünktlich zur Arbeit im Weinberg oder auf dem Feld erscheinen konnte. Rosa von Lima ertrug tapfer die Amputation eines gequetschten Fingers ohne jeglichen Schmerzenslaut. Teresa von Àvila wollte als Kind mit ihrem Bruder bettelnd ins Maurenland ziehen, den Martertod finden und rasch ins Paradies kommen. So heroisch ging es manchmal bereits in der Kindheit und Jugendzeit von Frauen zu, die später selig oder heilig gesprochen wurden. Die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das ungewöhnliche Leben und Werk von 52 Frauen aus dem Bereich Religion.

Leseproben bei: http://biografien-news.blog.de


perfrauen" von Youtube

Superfrauen

Wiesbaden (biografien-news) – Das Weblog „Superfrauen“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst befasst sich mit Biografien berühmter Frauen in Wort und Bild. Probst veröffentlichte die 14-bändige Taschenbuchreihe „Superfrauen“ mit Hunderten von Biografien berühmter Frauen.

Die Reihe „Superfrauen“ mit insgesamt mehr als 2200 Seiten ist auch auf der CD-ROM (PDF-Format für PC oder Mac) mit dem Titel „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ zum Preis von 18 Euro erhältlich. Preisersparnis gegenüber der Taschenbuchausgabe: 216 Euro.

Im Weblog „Superfrauen“ mit der Internetadresse http://userblogs.free-radio.de/index.php/superfrauen werden Leseproben aus der Taschenbuchreihe publiziert. Einzelne Taschenbücher zum Preis von 16 oder 21 Euro oder die CD-ROM mit allen 14 Titeln für 18 Euro sind nur erhältlich bei:
www.buch-shop-mainz.de

Alle Titel der Reihe „Superfrauen“ können bei „Hausarbeiten.de“ kostenpflichtig heruntergeladen werden:

"Superfrauen 1 - Geschichte"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/428.html?partnerid=274

"Superfrauen 2 - Religion"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/430.html?partnerid=274

"Superfrauen 3 - Politik"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/431.html?partnerid=274

"Superfrauen 4 - Wirtschaft und Verkehr"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/432.html?partnerid=274

"Superfrauen 5 - Wissenschaft"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/433.html?partnerid=274

"Superfrauen 6 - Medizin"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/434.html?partnerid=274

"Superfrauen 7 - Film und Theater"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/436.html?partnerid=274

"Superfrauen 8 - Literatur"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/437.html?partnerid=274

"Superfrauen 9 - Malerei und Fotografie"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/438.html?partnerid=274

"Superfrauen 10 - Musik und Tanz"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/439.html?partnerid=274

"Superfrauen 11 - Feminismus und Familie"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/440.html?partnerid=274

"Superfrauen 12 - Sport"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/441.html?partnerid=274

"Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/442.html?partnerid=274

"Superfrauen 14 - Medien und Astrologie"
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/443.html?partnerid=274

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Weblinks:
http://www.beepworld.de/members78/frauenbiografien/index.htm

Video: Große Indianer biografien-news(cached at March 14, 2007, 11:13 am)


252;hmter Indianerhäuptlinge von American Horse bis Wahsunacock
Video: Wir schreiben Ihre Biografie biografien-news(cached at March 14, 2007, 11:13 am)


Ihre Biografie" von Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=t-sLU_axGgY

Wiesbaden (biografien-news) - Wenn jemand einen Autor sucht, der gegen Honorar seine Biografie schreiben soll, wird er auf der Internetseite http://www.meinebiografie.com fündig. Für diesen interessanten Service wird auf der Video-Plattform www.youtube.com mit folgenden Worten geworben:

"Praktisch ein jeder von uns findet in seiner Lebensgeschichte großartige und berichtenswerte Themen. Höchste Zeit, sie nun für immer festzuhalten, eine geniale Möglichkeit, vielleicht endlich einige Dinge gerade zu rücken, falsche Sichtweisen zu berichtigen und vielleicht sogar Mut und Offenheit zu zeigen ... Wie auch immer, eine gute Biografie lebt nun einmal von spannenden Inhalten und ist eine ideale Plattform, seine Erinnerungen aufzuarbeiten und Vergangenes für immer in Buchform zu gießen."

Ramses II.: Der große Pharao von Ägypten biografien-news(cached at February 23, 2007, 2:09 pm)


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Wiesbaden (biografien-news) - Ramses II. (Ramses der Große), geboren um 1298 v. Chr. als Sohn des Pharaos Sethos und dessen königlicher Gemahlin Tuja, gestorben am 19. Juli 1213 v. Chr., war der dritte altägyptische König (Pharao) aus der 19. Dynastie des Neuen Reichs. Sein Name "Ramessu Meriamun" heißt zu deutsch "Re ist der, der ihn geboren hat, Geliebter des Amun".

Ramses der Große regierte von 1279 bis 1213 v. Chr. und gilt als einer der bedeutendsten Herrscher des Alten Ägypten. Zu seiner Regierungszeit erlangte Ägypten - trotz einiger Kriege - eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Eine ebenso hohe Blüte wurde später nicht mehr erreicht.

Bereits als Zehnjähriger erhielt Ramses II. von seinem Vater den Ehrentitel "Oberkommandierender des Heeres". Mit knapp 15 Jahren erhob ihn sein Vater zum Mitregenten. 1279 v. Chr. wurde er nach dem Tod seines Vaters zum Pharao gekrönt.

1274 v. Chr. wurden die Ägypter unter Prinz Ramses II. bei einem Vorstoß nach Syrien in der Schlacht von Kadesch von den Hethitern unter König Hattusili II. zurückgeschlagen. Nach seiner Rückkehr ließ der Prinz in Ägyten jedoch diese Schlacht als einen großen Sieg seiner Truppen verkünden.

In der Folgezeit stabilisierte sich der hethitische Einfluss im Norden, doch die Hethiter konnten nicht bis nach Ägypten vordringen. Ramses II. führte noch dreimal sein Heer nach Norden.

Als die Hethiter später von einem neuen Feind, nämlich den Assyrern, bedroht wurden, bot der Hethiter-König Hattusili III. dem Pharao von Ägypten einen Friedensschluss und Bündnispakt an. 1259 v. Chr. schlossen Ramses II. und Hattusili III. einen Nichtangriffspakt und ein Bündnis. Syrien wurde geteilt und der Orontes bildete die Grenze. 1246 v. Chr. schlug Hattusili III. die Heirat von Ramses II. mit seiner Tochter Maathorneferure vor, um ihr Bündnis noch zu vertiefen.

In die Zeit von Ramses II. fiel auch der in der Bibel geschilderte Auszug der Israeliten aus Ägypten (Exodus) unter Moses.

Der große Pharao ließ viel bedeutende Bauten errichten: die neue Residenz Ramses-Stadt im Osten des Nildeltas, Karnak, Luxor, die Felsentempel von Abu Simbel und Abydos. Bis heute blieben auch Teile des Ramesseums in Theben-West, des etwa 900 x 600 Meter großen, dem Gott Amun geweihten Totentempels von Ramses II., erhalten.

In Abu Simbel am westlichen Nilufer befanden sich ursprünglich zwei bedeutende Felsentempel von Ramses II. Vor dem Eingang des größeren Tempels konnte man kolossale Sitzfiguren des Königs bewundern. Die Aufstauung des Nils durch den Assuanhochdamm bedrohte die Tempel von Abu Simbel. Sie wurden 1964 bis 1968 zn 65 Meter höher und etwa 180 Meter landeinwärts verlegt.

Ramses II. hatte drei "Große Königliche Gemahlinnen": Nefertari, Isisnofret (möglicherweise eine syrische Prinzessin) und die hethitische Prinzessin Maathorneferure. Diese Frauen brachten angeblich mehr als 15 Kinder zur Welt. Insgesamt sind 40 Töchter und 45 Söhne von Ramses II. bekannt.

Jürgen Klopp: Das Mainzer Trainer-Idol biografien-news(cached at February 23, 2007, 2:09 pm)


!!!!!" (Aufstiegsfeier von "Mainz 05") von Youtube


Fernsehsendung "Doppelpass" (DSF)" von Youtube

Mainz (biografien-news) - Jürgen (Norbert) Klopp, geboren am 16. Juni 1967 in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart, gilt als einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Fußballtrainer. Von Spielern, Fans und Sportjournalisten wird das sympathische Mainzer Trainer-Idol oft "Kloppo" genannt.

Jürgen Klopp trainiert seit dem 28. Februar 2001 die Fußballprofi-Mannschaft des "1. FSV Mainz 05". Sein gegenwärtiger Vertrag bei den 05-ern läuft bis zum 30. Juni 2008.

Anfangs führte Klopp "Mainz 05" als Übergangstrainer von den Abstiegsrängen der 2. Bundesliga zum Klassenverbleib. In den folgenden Jahren schaffte er es als Cheftrainer bis zu den vorderen Rängen in der Tabelle der 2. Bundesliga.

2002 und 2003 verpasste Klopp mit "Mainz 05" als Tabellenvierter jeweils nur knapp den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Doch im dritten Anlauf glückte am 23. Mai 2004 der Sprung in die 1. Bundesliga, wo die "05-er" 2004/2005 und 2005/2006 jeweils respektabel auf Rang elf die Saison abschlossen.

Vor Beginn der Spielzeit 2005/2006 gelang Klopp mit "Mainz 05" der größte Erfolg der Vereinsgeschichte: Sein faires Team zog über die UEFA-Fair-Play-Wertung und mit Losglück in die UEFA-Pokal-Qualifikation ein. Die "05-er" erkämpften gegen den "FK Mika Aschtarak" (Armenien, 4:0 und 0:0) und gegen "ÍB Keflavík" (Island, 2:0 und 2:0) den Einzug in die erste Runde des UEFA-Cup-Wettbewerbs 2005/06. Sie schieden gegen den späteren UEFA-Cup-Sieger "Sevilla FC" (0:0 und 0:2) aus.

Klopp schloss bereits als Fußballspieler ein Studium an der Universität in Frankfurt am Main als Diplom-Sportwissenschaftler ab. Seine Diplomarbeit befasste sich mit Walking. Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga mit "Mainz 05" holte Klopp, der damals nur eine A-Lizenz als Trainer besaß, an der Sporthochschule Köln seine Lizenz als Fußball-Lehrer nach.

Schon während seiner aktiven Zeit als Fußballspieler entwickelte sich der angeblich technisch limitierte, aber immer sehr engagierte Klopp bei den Fans zum wahren Publikumsliebling und zur Identifikationsfigur. Als Trainer nahm seine Popularität noch weiter zu. Im Gegensatz zu manchen anderen Trainern kann er auch mit Anstand verlieren.

Klopp war 1990 zum damaligen Zweitliga-Aufsteiger "Mainz 05" gewechselt. Dort absolvierte er seine erste und einzige Profi-Station. Zuvor hatte er bei vielen anderen Vereinen gespielt: "SV Glatten", "TuS Ergenzingen", "1. FC Pforzheim", "Eintracht Frankfurt", "Viktoria Sindlingen" und "Rot-Weiß Frankfurt". Mit "Rot-Weiß Frankfurt" scheiterte er unmittelbar vor seinem Wechsel zu "Mainz 05" in der Aufstiegsrunde an den "05-ern".

Von 1990 bis 2201 bestritt Klopp für den "1. FSV Mainz 05" insgesamt 325 Zweitliga-Spiele. Damit gilt er in dieser Liga als alleiniger Rekordhalter im Verein. Bis Anfang November 2006 stand "Kloppo" auch in der Gesamtzahl der Pflichtspiele (340) vereinsintern zusammen mit Michael Müller auf dem ersten Rang. Inzwischen wurden beide vom tüchtigen Torhüter Dimo Wache abgelöst.

Klopp erzielte für "Mainz 05" ingesamt 52 Zweitliga-Tore. Damit wurde er bei den "05-ern" nur von Sven Demandt (55 Tore) übertroffen. Neben Benjamin Auer ist "Kloppo" der einzige Spieler von "Mainz 05", der in einem einzigen Zweitligaspiel vier Tore schoss (1991/1992 beim 5:0 beim "FC Rot-Weiß Erfurt").

Seit 2005 betätigt sich der redegewandte Klopp nebenbei als Experte bei Fußballübertragungen im "Zweiten Deutschen Fernsehen" ("ZDF") an der Seite von Reporter Johannes B. Kerner, Fußball-Idol Franz Beckenbauer und Schiedsrichter Urs Meier. Beim "FIFA Confederations Cup 2005" in Deutschland bekam "Kloppo" dank seiner Sachkenntnis und Schlagfertigkeit sehr gute Kritiken.

Bei der "WM 2006" analysierte Klopp ebenfalls sachkundig die Fußballspiele für das "ZDF". Für diese Arbeit ehrte man "Kloppo" am 20. Oktober 2006 mit dem "Deutschen Fernsehpreis".

Am 29. August 2006 verlängerte das "ZDF" den Vertrag mit Klopp bis nach der "EM 2008". Damit steht er für diesen TV-Sender weiterhin als gefragter Fußballexperte zur Verfügung.

Jürgen Klopp ist seit dem 5. Dezember 2005 zum zweiten Mal verheiratet und Vater eines Sohnes. Seine Ehefrau Ulla brachte einen Sohn mit in die Ehe.

Die Mainzer Fußball-Welt hofft, dass ihr Jürgen Klopp möglichst lange als Trainer erhalten bleibt. Sie verzeiht ihrem Fußball-Idol auch langanhaltende Pechsträhnen mit vielen Niederlagen ...


t vom Reporter ..." von Youtube
Barbara Cartland: Die "Königin der Romanzen" biografien-news(cached at February 21, 2007, 10:52 pm)


frauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Cartland

Als erfolgreichste Autorin von Liebesgeschichten und „Königin der Romanzen“ durfte sich die britische Schriftstellerin Barbara Cartland (1901–2000) rühmen. Innerhalb von mehr als 70 Jahren schrieb sie 732 Bücher, meistens Liebesromane, die eine Gesamtauflage von rund einer Milliarde Exemplaren erreichten und in 36 Sprachen übersetzt wurden. Damit war sie unbestreitbar die Schriftstellerin mit der größten Lesergemeinde der Welt.

Barbara Cartland wurde am 9. Juli 1901 in Edgbaston (Birmingham) geboren. Mit dem Schreiben fing sie 1923 an, als ihre begüterte Familie durch den frühen Soldatentod des Vaters verarmte. Tiefe Einblicke in das Leben der Lords und Ladies gewann sie als Klatschkolumnistin für die Londoner Zeitung „Daily Express“.

1927 heiratete Barbara Cartland ihren ersten Mann Alexander George McCorquodale (gest. 1964), der sich später als heimlicher Alkoholiker entpuppte. Aus der Ehe mit ihm ging 1929 die Tochter Raine hervor, die 1976 die zweite Frau von Edward John Earl Spencer (1924–1992) wurde. Letzterer war der Vater von Lady Diana (1961–1997), der „Königin der Herzen“.

Die erste Ehe von Barbara Cartland wurde 1933 geschieden. Dem sehr durstigen Alexander McCorquodale folgte 1936 dessen weniger trinkfreudiger Cousin Hugh McCorquodale (1898–1964) als zweiter Ehemann nach. Es war der zweite von insgesamt 56 Heiratsanträgen, die Barbara Cartland annahm. Die glückliche Ehe mit Hugh McCorquodale währte 27 Jahre bis zu dessen Tod.

Die Romane von Barbara Cartland sind alle nach demselben Muster gestrickt: Es geht stets um lammfromme und unschuldige Mädchen, die meistens erst nach 150 Seiten ihren Traumprinzen, sei es ein Herzog oder Graf, in die Arme schließen. Die Geschichten spielen häufig in vergangenen Jahrhunderten, die männlichen Hauptfiguren gehören überwiegend dem Adelstand an, und die weiblichen sind immer Jungfrauen, die bis zur Hochzeit keusch bleiben.

Nach Ansicht von Barbara Cartland sollten Frauen unschuldig in die Ehe gehen. Dies sei eine Garantie für eine glückliche Ehe. Junge Mädchen gäben sich heute zu billig her, kritisierte sie. In vielen Fällen verkauften sie sich für den Preis einer Kinokarte. Frauen wollten keinen Sex, sie wollten Liebe, meint sie.

„Ich gebe den Frauen das, was sie am sehnlichsten im Leben suchen: Liebe, Schönheit und Romantik“, erklärte Barbara Cartland und fügte hinzu, das seien rare Güter in einer Welt voll täglichem Horror, Krieg, Gewalt und Pornographie. Sie glaubte, ihre Liebesromane verkauften sich auch deshalb so gut, weil die täglichen Fernsehnachrichten so furchtbar seien.

Für Feministinnen war Barbara Cartland ein rotes Tuch, weil sie mühsam erreichte Freiheiten und Rechte der Frauen kampflos aufgeben und die Uhren der Frauenbewegung zurückdrehen wollte. Der Erfolg der Autorin bei ihrer ausschließlich weiblichen Leserschaft sagte jedoch mehr über deren unterschwellige Bedürfnisse aus als zahllose psychologische und soziologische Untersuchungen.

Als Lady Diana 1981 den britischen Thronfolger Prinz Charles heiratete, wurde Barbara Cartland deren Stiefgroßmutter. Der anfängliche Erfolg von „Lady Di“ bestätigte nach Ansicht der Bestsellerautorin die Richtigkeit ihrer Vorstellungen: „Diana ist genau das, über was ich immer geschrieben habe: Die weiche, süße, unschuldige und feminine Frau, die durch ihre Güte und Reinheit das Glück erfährt“. Das Glück der Prinzessin währte jedoch nicht lange.

Noch als 85-Jährige arbeitete Barbara Cartland täglich mehr als sechs Stunden. Während dieser Zeit diktierte sie auf dem Sofa ihrer Bibliothek wie in Trance zwischen 6000 bis 8000 Worte, was einem Kapitel entspricht. Der Text wurde jeweils von einer ihrer vier Sekretärinnen umgehend abgetippt. Als 90-Jährige diktierte sie noch jeden Tag zwei Stunden lang und beschäftigte zwei Sekretärinnen.

Nach eigener Aussage war Barbara Cartland seit 20 Jahren die einzige Person auf der Welt, die alle 14 Tage einen Roman fertigstellte. Die Titelbilder für ihre Bücher malte sie selbst. Ihr letzter Roman heißt „Three Days to Love“ (1996). Auf Büchern von Barbara Cartland basieren die Fernsehfilme „A Hazard of Hearts“, „The Lady and the Highwayman“, „The Ghost of Monte Carlo“, „The Flame is Love“ und „A Duel of Hearts“.

Außer als Schriftstellerin betätigte sich Barbara Cartland auch als Lebenshelferin: Jährlich beantwortete sie mehr als 10000 Briefe eigenhändig. Dies sei sehr wichtig, betonte sie, weil die Leute heute keinen Hausarzt oder Gemeindepfarrer mehr hätten, dem sie sich in Notlagen anvertrauen könnten.

Barbara Cartlands äußerliche Erscheinung erinnerte weniger an England als vielmehr an Hollywood. Selbst im hohen Alter ließ sie noch ihre Haare platinblond färben, trug falsche Augenwimpern, wendete täglich eine Stunde für ihr Make-up auf und kleidete sich vorzugsweise in Rosa und Türkis.

Rosa war die bevorzugte Farbe der Dekorationen des 20-Zimmer-Landsitzes Camfield etwa 30 Kilometer nördlich von London, wo Barbara Cartland ihre Besucher empfing. Dort zeigte sie sich selten ohne ihren weißen Pekinesen, der als der einzige lebende Hund gilt, der zusammen mit seiner Herrin im Londoner Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud (1761-1850) ausgestellt ist. Noch als 95-jährige schwärmte Barbara Cartland davon, dass ihr Körper keine einzige Falte habe und sie sich deswegen am liebsten nackt fotografieren ließe.

„Englands Königin des Trivialromans“, die man auch "Botschafterin der Liebe" nannte, starb am Sonntag, 21. Mai 2000, im Alter von 98 Jahren nach kurzer Krankheit im Schlaf. Ihr Sohn Ian McCorquodale sagte: „Sie hatte eine wundervolles Leben“. Um Barbara Cartland trauerten zwei Söhne und eine Tochter.

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Frauenbiografien werden gerne gelesen biografien-news(cached at February 21, 2007, 10:52 pm)


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Wiesbaden (biografien-news) - Informationen über das Leben berühmter Frauen interessieren viele Menschen. Das beweisen die Zugriffszahlen des Weblogs "biografien-news": Dort gab es von Juni 2005 bis Februar 2007 bereits mehr als 700.000 Seitenabrufe. An den meisten Tagen liegt die Zahl der Besucher/innen inzwischen bei mehr als 1.000.

Im Weblog http://biografien-news.blog.de werden vor allem Leseproben aus der 14-bändigen Taschenbuchreihe "Superfrauen" des Wiesbadener Autors Ernst Probst publiziert. Dabei handelt es sich um Kurzbiografien berühmter Frauen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie. In den Kurzbiografien werden nicht nur die großen Leistungen der "Superfrauen", sondern auch deren Privatleben mit all seinen Höhen und Tiefen geschildert.

Viele der bei "biografien-news" veröffentlichten Frauenbiografien bieten mehr als nur Text und Bild: Sie wurden auch mit Videoclips versehen, auf denen man die jeweilige "Superfrau" in Action sehen sowie sprechend oder singend hören kann.

Die einzelnen Titel der Taschenbuchreihe "Superfrauen" werden in Kürze vergriffen sein. Danach ist nur noch die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" erhältlich, die alle 14 Titel im PDF-Format präsentiert. Diese CD-ROM mit ingesamt mehr als 2.200 Seiten zum Preis von 18 Euro ist gegenüber der Taschenbuchausgabe um 216 Euro billiger und im "Buch-Shop Mainz" unter der Internetadresse www.buch-shop-mainz.de sowie bei "Amazon" unter der Adresse www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919 bestellbar. Im "Buch-Shop Mainz" werden auch von berühmten Frauen signierte Einzelexemplare der Taschenbuchreihe "Superfrauen" angeboten.

Von Juni 2005 bis Februar 2007 wurden bei "biografien-news" mehr als 800 Beiträge veröffentlicht. Die Kurzbiografien berühmter Frauen im Weblog "biografien-news" können auch bei einigen renommierten deutschsprachigen Nachrichtenseiten gelesen werden. Zum Beispiel bei www.web.de, www.newsexpress.de und http://newsimweb.netzeitung.de

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Weblinks:

biografien-news
http://biografien-news.blog.de

Frauenbiografien im Internet
http://frauenbiografien-blogspot.com

Superfrauen
http://userblogs.free-radio.de/index.php/superfrauen


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Wiesbaden (biografien-news) - Der Indianer Crazy Horse, eigentlich Tashunka Witko, gehört neben Sitting Bull (Tatanka Yotanka) und Red Cloud (Machpiya Luta) zu den wichtigsten Anführern der Oglala-Lakota beim Widerstand gegen den Landraub und die Unterdrückung durch die Weißen im 19. Jahrhundert. Um 1840 kam er als Sohn eines bedeutenden Medizinmannes zur Welt.

Der lebendäre Häuptling war ein bescheidener Mann sowie ein Mystiker, der sich von persönlichen Traumvisionen leiten ließ. Bei Kämpfen mit feindlichen Indianern oder weißen Soldaten agierte er besonnen und dennoch furchtlos. Selbst in ausweglos erscheinenden Situationen erwies er sich stets als geschickter militärischer Stratege.

Crazy Horse gilt als einer der bedeutendsten indianischen Anführer bei der vernichtenden Niederlage von Lieutenant Colonel (Oberstleutnant) George Armstrong Custer und der 7. Kavallerie in der berühmten Schlacht am Little Bighorn River vom 25. Juni 1876. Nach gnadenloser Verfolgung durch das weiße Militär ergab er sich mit 900 letzten Gefolgsleuten im Mai 1877 den Soldaten von "Fort Robinson" in Nebraska.

Am 5. September 1877 wurde Crazy Horse in diesem Fort das Opfer einer hinterhältigen Intrige von Weißen und angepassten Indianern. Man warf ihm vor, sich der Kontrolle durch das Militär noch einmal entziehen zu wollen. Als er sich der Festnahme und Einkerkerung widersetzte, wurde er von einem weißen Soldaten mit einem Bajonett hinterrücks erstochen.

An den großen Häuptling, der schon zu Lebzeiten eine Legende war, erinnert das Crazy-Horse-Monument ("Crazy Horse Memorial") in den Black Hills im US-Bundesstaat South Dakota. Dabei handelt es sich um eine noch unvollendete Skulptur zu Ehren von Crazy Horse, die ähnlich wie das ebenfalls in den Black Hills gelegene "Mount Rushmore National Memorial" in einen Berg gehauen wird, allerdings um ein Vielfaches größer. Es befindet sich etwa 25 Kilometer südwestlich vom Mount Rushmore.

Das "Crazy-Horse-Monument" wird durch die gemeinnützige "Crazy Horse Memorial Foundation" finanziert, die unweit des Monuments ein Indianermuseum betreibt. 1939 wurde der Bildhauer Korczak Ziolkowski, der auch schon am "Mount Rushmore-Denkmal" mitgearbeitet hatte, von Henry Standing Bear, dem damaligen Häuptling der Sioux, eingeladen, ein Indianer-Denkmal zu gestalten.

1948 begann man mit dem Bau den Monuments, seitdem wurden schätzungsweise 10 Millionen Tonnen Granit aus der Felswand gesprengt. Seit 1988 ist lediglich das Gesicht fertiggestellt, ein Termin zur Fertigstellung ist noch nicht absehbar. Ziolkowski starb 1982, seine Arbeit wird durch seine Frau und sieben seiner zehn Kinder fortgesetzt.

Die fertige Skulptur soll Crazy Horse auf einem Pferd sitzend und mit ausgestrecktem Arm in die Ferne weisend präsentieren. Alle vier Präsidentenköpfe am Mount Rushmore zusammen sind in etwa so groß wie der Pferdekopf. Nach Fertigstellung der Skulptur soll diese 195 Meter lang und 172 Meter hoch sein.

Nicht wenige Indianer lehnen dieses ehrgeizige Projekt ab. Sie beklagen die Entweihung ihrer heiligen Black Hills und weisen darauf hin, dass sich Crazy Horse nie fotografieren ließ, weil er nicht abgebildet werden wollte.

Ella Fitzgerald: Die "First Lady des Jazz" biografien-news(cached at February 15, 2007, 5:52 pm)


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Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Als beste Jazzinterpretin der Welt lobten Experten die farbige amerikanische Sängerin Ella Fitzgerald (1918–1996). Die „First Lady des Jazz“ musizierte mit allen großen Vertretern dieser Musikrichtung, machte sämtliche Wandlungen mit und unternahm auch immer wieder erfolgreiche Ausflüge in die Welt der Popmusik sowie des Musicals. Der Tenorsaxophonist Lester Young (1909–1959) bezeichnete sie als „Lady Time“.

Ella Fitzgerald kam am 25. April 1918 in Newport News (Virginia) zur Welt. Ihren Vater kannte sie nicht, weil dieser bereits kurz nach der Geburt die Familie verließ und früh starb. Später heiratete die Mutter wieder, und die Familie wohnte in ärmlichen Verhältnissen zusammen mit anderen schwarzen Zuwanderern im New Yorker Vorort Yonkers.

Die Mutter arbeitete zunächst in einer Wäscherei und später in einem Getränkehandel. Ella hockte zu Hause stundenlang vor dem Plattenspieler und hörte sich die Lieder der „Boswell Sisters“ oder der „Mills Brothers“ an, die als „Könige des Swing“ galten. Außerhalb der Schule lernte sie Musizieren und Tanzen und verdiente zeitweise als Aufpasserin in einem Bordell etwas Taschengeld.

Zunächst träumte Ella Fitzgerald davon, Tänzerin zu werden. Sie tanzte in Schulaufführungen und auf den Straßen Harlems und bewarb sich beim „Harlem Opera House“ als Tänzerin. Am Abend ihres Debüts konnte sie sich jedoch vor lauter Lampenfieber kaum bewegen, sang deshalb verlegen einen Song von Connie Boswell (1907–1976) und begeisterte damit das Publikum. In der Folgezeit hatte sie etliche Auftritte und gewann einige Amateurwettbewerbe.

Bald war Ella Fitzgerald so bekannt, dass ihr eine Radioshow des Senders „Columbia Broadcastings System“ (CBS) einen Vertrag anbot. Der Abschluss kam jedoch nicht zustande, weil ihre Mutter starb, bevor sie für die minderjährige Ella unterschreiben konnte, und ihr Stiefvater unterstützte sie nicht.

Im Februar 1935 täuschte die 17-jährige Ella Fitzgerald ein höheres Alter vor und unterschrieb einen Vertrag als Sängerin mit dem „Harlem Opera House“. Schon damals zog Ellas ungewöhnlich klangvolle Drei-Oktaven-Stimme ihre Zuhörer in den Bann. Unter anderem fiel sie dem Jazzmusiker Benny Carter wohltuend auf, der den Bandleader und Drummer Chick Webb (1902–1939) auf sie aufmerksam machte. Webb nahm sie 1935 unter Vertrag, wurde ihr Mentor und väterlicher Freund. Mit ihm machte sie ihre ersten Schallplattenaufnahmen wie die Jazzballade „Mr. Paganini“ und das verswingte Kinderlied „A-Tisket, A-Tasket“, das sie selbst schrieb.

Ella wurde das jüngste Mitglied der „American Society of Composers, Authors und Publishers“ und von Chick Webb auf seiner ersten Tournee in den Westen der USA und später in den Süden mitgenommen. Wie andere schwarze Künstler jener Zeit litt auch Ella an der damaligen Rassendiskriminierung. Sie und die anderen Bandmitglieder konnten keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, fuhren deswegen im eigenen Bus, und weil Hotels sie nicht aufnahmen, schliefen sie auch in dem Fahrzeug. Außerdem durften sie wegen ihrer Hautfarbe keine Toiletten an Tankstellen benutzen.

Chick Webb erkrankte bei der ersten Tournee an Lungenentzündung, wurde in Alabama in ein Krankenhaus eingeliefert und starb nach einer Woche. Nach Webbs Tod übernahm die 21-jährige Ella von 1939 bis 1942 die Leitung der Band, die sich bald „Ella Fitzgerald and Her Famous Orchestra“ nannte. 1941 heiratete Ella den Hafenarbeiter Bennie Korngay, von dem sie sich nach zwei Jahren trennte.

Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg 1941 wurden einige Bandmitglieder Ellas zum Militär einzogen, und die Band musste aus Mangel an guten Musikern aufgelöst werden. Danach arbeitete sie mit verschiedenen Ensembles zusammen.

1947 machten Ella und der Musiker Dizzy Gillespie (1917–1993) zusammen Plattenaufnahmen in dem neuen Jazzstil Bepob. Sie ging mit Gillespies Band auf Tournee, hatte mit dem Lied „Lady be good“ großen Erfolg und freundete sich mit Ray Brown, dem Bassisten von Gillespie, an, der im Spätsommer 1948 ihr zweiter Ehemann wurde.

Von 1948 bis 1952 trat Ella Fitzgerald in einer Jazzcombo auf, die Ray Brown leitete. Nach Rückkehr von einer Europatournee 1948 kauften Ella und Ray ein Haus in St. Albans bei New York. Später adoptieren sie einen kleinen Jungen, den sie „Ray junior“ nannten, und der vielfach irrtümlich als Sohn von Ray Brown gehalten wurde. 1952 ließen sich Ella und Ray scheiden.

Bei einer Konzerttournee begegnete Ella Fitzgerald 1956 dem zehn Jahre jüngeren Dänen Thor Einar Larsen, der in einer Schallplattenfirma arbeitete. Die amerikanische Sängerin nahm sich eine zweite Wohnung in Dänemark und heiratete Larsen. Doch der dritte Gatte entpuppte sich als Schwindler, der seine schwedische Verlobte um ihr Vermögen gebracht hatte, weswegen man ihn zu fünf Monaten Zwangsarbeit verurteilte. Daraufhin wurde Ellas dritte Ehe sofort geschieden.

Zu Ella Fitzgeralds künstlerischen Partnern gehörten der Trompeter Louis Armstrong (1900–1971) genannt „Satchmo“, der Pianist Count Basie, der Pianist Duke Ellington (1899–1974), der Klarinettist Benny Goodman, der Pianist Oscar Peterson und der Pianist Tommy Flanagan. Von ihr sind etwa 250 Schallplatten erschienen, sie erhielt zwölf „Grammys“ und zahlreiche andere Auszeichnungen und trat in dem Film „Pete Kelly’s Blues“ (1955) und in mehreren eigenen Fernsehshows auf.

Zu Beginn der 1960-er Jahre ließ sich Ella Fitzgerald in Beverly Hills bei Hollywood nieder, wo sie ein zweistöckiges Haus mit Swimmingpool im Innenhof erworben hatte. Ihre Nachbarn waren vor allem weiße Schauspieler, Sänger und Millionäre, die es nicht gerne sahen, dass sich eine Schwarze zu ihnen gesellte.

1971 unterzog sich Ella Fitzgerald einer Augenoperation. Zuvor konnte sie die helle Bühnenbeleuchtung nicht mehr ertragen, danach trug sie eine dunkle Brille. Im September 1986 ließ sie in Los Angeles (Kalifornien) eine Bypass-Operation am Herzen vornehmen. 1993 wurden ihr wegen schwerer Diabetes beide Unterschenkel amputiert. Am 15. Juni 1996 starb sie im Alter von 78 Jahren in ihrem Haus in Beverly Hills (Kalifornien).

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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 11 - Feminismus und Familie" von Ernst Probst:

Zu den bekanntesten amerikanischen Freiheitskämpferinnen und Frauenrechtlerinnen gehört die schwarze Predigerin und Sängerin Sojourner Truth (1797–1883), geborene Isabelle. Sie kämpfte gegen die Sklaverei sowie für die Rechte der Frauen und der Armen. Berühmt ist vor allem ihr Ausspruch: „Schwestern, ich verstehe nicht, was ihr wollt. Wenn Frauen mehr Rechte wollen, als sie haben, warum nehmen sie sich nicht einfach, statt darüber zu reden“.

Isabelle wurde 1797 als zweitältestes Kind der Sklaven James und Betsey auf einer Farm in Hurley im US-Bundesstaat New York geboren. Wie damals üblich, hatten Sklaven keine Nachnamen. Der Vater trug den Spitznamen „Bomefree“, die Mutter nannte man „Mau Mau Bett“ oder „Ma Ma Bett“. Die genaue Zahl der Geschwister von Isabelle ist unbekannt. Ihre Mutter soll zehn bis zwölf Kinder zur Welt gebracht haben.

Der Besitzer von Isabelle hieß Johannes Hardenbergh – amerikanisierte Schreibweise „Ardinburgh“ – und gehörte zur Bevölkerungsgruppe der „low dutch“. Da damals das englische Wort „dutch“ (holländisch) häufig mit dem Wort „deutsch“ verwechselt wurde, ist nicht ganz klar, ob er Holländer oder Deutscher war.

Bereits als Kind verkaufte man Isabelle an verschiedene Weiße. Schon als 14- oder 15-Jährige heiratete sie einen älteren Sklaven namens Thomas. 1817 verabschiedete der Staat New York ein Gesetz, dass Sklaven, die vor dem 4. Juli 1799 geboren wurden, am 4. Juli 1827 (Unabhängigkeitstag) in die Freiheit entlassen werden sollten. Isabelles Besitzer versprach ihr angeblich bereits 1825, dass er sie schon 1826 entlassen würde, was er aber nicht einhielt.

1826 floh Isabelle aus der Sklaverei, blieb aber in der Umgebung und riskierte die Konfrontation mit ihrem Besitzer. Der Quäker Isaac Van Wagenen, der ihr Unterschlupf gewährte, kaufte sie und ihren Sohn frei. Während der frühen 1830-er Jahre zog Isabelle mit ihrem halbwüchsigen Sohn Peter nach New York. Dagegen blieben die Töchter bei ihrem Vater.

In New York verdiente Isabelle ihren Lebensunterhalt als Hausangestellte. Das war einer der wenigen Berufe, die damals freien schwarzen Frauen vorbehalten gewesen sind. Zu jener Zeit schloss sie sich einer Methodistenmission an, die sich um Prostituierte kümmerte. 1843 wurde Isabelle Wanderpredigerin und nannte sich fortan Sojourner Truth („Wanderpredigerin“).

Um Zuhörer anzulocken, sang Sojourner Truth bekannte Lieder, die sie oft mit eigenen Texten versah. Man hörte sie in Versammlungen, Kirchen oder am Straßenrand. Sie trat der „Northampton Association“ bei, deren reformistisch gesinnte Mitglieder sie mit freiheitlichen Strömungen – wie Abolitionismus (Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei) und Feminismus – vertraut machten.

Sojourner Truth wurde ermuntert, ihre Lebensgeschichte zu diktieren und sie unter dem Titel „The Narrative of Sojourner Truth“ (1850) zu veröffentlichen. Das Buch brachte ihr jedoch kaum Geld ein. Um ein Haus in Florence (Massachusetts) erwerben zu können, musste sie sich 300 US-Dollar leihen. Ihre Erzählung erwies sich als starke Waffe im Kampf gegen die Sklaverei, an dem sie sich als scharfsinnige, mutige und witzige Rednerin beteiligte.

Sojourner Truth gilt als eine der ersten Aktivistinnen, die eine Verbindung zwischen den Rechten der Sklavinnen und der Schwarzen und den Rechten der Frauen herstellten. Bei einer Rede bei der Frauenrechtsversammlung in Akron (Ohio) erklärte sie 1851: „Ich konnte genau so viel arbeiten und genau so viel essen wie ein Mann ... und die Peitsche genau so tapfer ertragen. Und bin ich denn keine Frau? Ich habe 13 Kinder geboren, und fast alle wurden in die Sklaverei verkauft, und als ich laut weinte in meinem mütterlichen Schmerz, hörte mich niemand außer Jesus! Und bin ich denn keine Frau?“

Mit ihrem berühmten Ausspruch „And ain’t I a woman?“ („Und bin ich denn keine Frau?“) bestand Sojourner Truth darauf, die weißen Feministinnen sollten ihren Horizont erweitern und schwarze, versklavte und arme Frauen, ihre Leiden wie auch ihre Stärken, in den Begriff „Frau“ und in den Kampf um gleiche Rechte einbeziehen.

Am 26. November 1883 starb Sojourner Truth im Alter von 85 Jahren in Battle Creek (Michigan). Nach ihr wurde das kleine Landefahrzeug von „Mars Pathfinder“ benannt Ihr Porträt zierte 1986 eine amerikanische Briefmarke im Nennwert von 22 Cent.

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Sojourner Truth" von Youtube
Videos: Evolution of a Black Women biografien-news(cached at February 15, 2007, 5:52 pm)


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http://www.youtube.com/watch?v=KUCObA7ZEf0


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Martha Argerich: Die phänomenale Pianistin biografien-news(cached at February 15, 2007, 5:52 pm)


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Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Als beste Pianistin der Welt gilt die argentinische Musikerin Martha Argerich. Ihre Interpretationen romantischer Klaviermusik sowie der Klavierwerke des deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach (1714–1788) und des russischen Komponisten Sergej Sergejewitsch Prokofjew (1891–1953) werden von Kennern bewundert.

Martha Argerich wurde am 5. Juni 1941 in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geboren. Mit fünf Jahren erhielt sie Klavierunterricht, und als Achtjährige gab sie bereits ihr erstes Konzert. Der amerikanische Pianist Arthur Rubinstein (1887–1982) lobte nach ihrem Debüt ihr „phänomenales Talent“, gab ihr spontan einen Wangenkuss und verfasste ein Empfehlungsschreiben.

Im Alter von acht Jahren arbeitete Martha mit Vicente Scaramuzza. Danach gab sie alljährlich ein Konzert. Damit Martha in Europa ihre Kunst verfeinern konnte, ließ sich ihr Vater 1955 als argentinischer Diplomat nach Wien versetzen. Das Mädchen studierte zwei Jahre lang bei Österreichs bestem Pianisten Friedrich Gulda in Wien sowie bei Madeleine Lipatti und Nikita Magaloff in Genf (Schweiz). Gulda bezeichnete sie als größtes Talent, das ihm je untergekommen ist.

Im Alter von 16 Jahren gewann Martha Argerich 1957 innerhalb von drei Wochen den „Busoni-Wettbewerb“ in Bozen (Südtirol) und den „Internationalen Musikwettbewerb“ in Genf. Als 17-Jährige arbeitete sie mit dem Geiger Joseph Szegeti zusammen. 1960 unterbrach sie ihre internationale Karriere, um sich bei dem belgischen Pianisten Stefan Askenase (1896–1985) und seiner Frau am Konservatorium in Brüssel zu perfektionieren.

1964 nahm Martha Argerich ihre Konzerttätigkeit wieder auf. 1965 siegte sie als erste Pianistin der westlichen Hemisphäre beim renommierten „Chopin-Wettbewerb“ in der polnischen Hauptstadt Warschau.

Der Auftritt Martha Argerichs als Solistin in Prokofjews 3. Klavierkonzert in den 1960-er Jahren mit Claudio Abbado und den „Berliner Philharmonikern“ geriet zu einer regelrechten „Interpretationslegende“. Als Pianistin eroberte Martha zunächst Europa und später Amerika. Manchmal hatte ihr Publikum auch unter ihren Launen, zu denen Absagen in letzter Minute gehörten, zu leiden.

Der Münchener Kritiker Joachim Kaiser schrieb 1977 in seinem Buch „Große Pianisten in unserer Zeit“: „Das Unheimliche, ja Unstete an Martha Argerich ist, dass sie eigentlich sehr selten so gut spielt, wie sie „eigentlich“ spielt, spielen kann, spielen könnte ...“ Er sah gleichsam einen „Zickzackkurs zwischen der so genannten ,Krise‘ und dem phantastischen Gelingen“.

In den 1980-er Jahren bildete Martha Argerich mit dem russischen Geiger Gidon Kremer ein viel gelobtes Duo, später gehörte der exzentrische Klavierspieler Alexander Rabinowitsch aus Baku (Aserbeidschan) zu ihren pianistischen Partnern.

Die deutsche Tageszeitung „Die Welt“ bezeichnete Martha Argerich 1986 als eine der „lernfaulsten Großbegabungen“, fand es aber um so bemerkenswerter, dass sie „mit einer Handvoll von Klavierkonzerten“ rund um die Welt Sensation machte. 1994 spielte sie mit den „Berliner Philharmonikern“ Tschaikowskis erstes Klavierkonzert, mit dem sie sich zehn Jahre nicht mehr befasst hatte, so bravourös, dass das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sie als „Königin der Löwen“ pries.

Martha Argerichs erste Ehe wurde bald geschieden. 1965 heiratete sie den Schweizer Dirigenten Charles Dutoit und danach den amerikanischen Pianisten Stephen Bishop-Kovacevich, von dem sie getrennt lebt. Eng befreundet ist sie mit dem Klavierspieler Alexander Rabinowitsch aus Baku. Martha Argerich ist Mutter von drei Töchtern.

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252;rmer Mohamed Zidan, geboren am 11. Dezember 1981 in Port Said (Ägypten), ist ein wahrer Zauberer am "runden Leder". Bevor er nach Deutschland kam, spielte er für "El Masry Port Said" in Ägypten und für die dänischen Clubs "Akademisk BK Kopenhagen" und "FC Midtjylland". In der Saison 2003/2004 feierte er als "Spieler des Jahres" und "Torschützenkönig" in der dänischen SAS-Liga große Triumphe.

In der Winterpause der Saison 2004/2005 wechselte Mohamed Zidan für rund 3,5 Millionen Euro zum deutschen Erstligisten "SV Werder Bremen". In seinen ersten beiden Bundesligaspielen schoss er jeweils kurz nach seiner Einwechslung ein Tor. Nach einer Verletzung Anfang 2005 wurde er bis zum Saisonende nur selten eingesetzt.

Im August 2005 wechselte Zidan auf Leihbasis für die Saison 2005/06 zum "1. FSV Mainz 05", wo er bald Stammspieler und mit neun Treffern zweitbester Torschütze dieses Teams wurde. Der Treffer, der Zidan am 4. Februar 2006 bei seinem eigentlichen Arbeitgeber "Werder Bremen" nach 13 Spielsekunden glückte, gilt als schnellstes Tor der Bundesliga-Saison 2005/06.

Mohamed Zidan kehrte im Sommer 2006 zu "Werder Bremen" zurück. Nach einer eher erfolglosen Vorrunde konnte "Mainz 05" ihn in der folgenden Winterpause für die Rekordablösesumme von rund 2,5 Millionen Euro bis 2010 verpflichten. In Mainz trägt Zidan die Rückennummer 25. Dort ist der "verrückte Ägypter" ein Liebling der Fußballfans.

Josephine Baker: Die "schwarze Venus" biografien-news(cached at February 15, 2007, 5:52 pm)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Glanzvolle Auftritte in Paris als Chansonsängerin und Tänzerin feierte Mitte der 1920-er Jahre die aus den USA stammende dunkelhäutige französische Künstlerin Josephine Baker (1906–1975), geborene Freda McDonald. Die leichtbekleidete Frau war damals als „schwarze Venus“ in den „Folies Bergère“ und im „Casino de Paris“ die große Attraktion.

Freda McDonald kam am 3. Juni 1906 als Tochter des schwarzen Musikers Eddie Carson und der Wäscherin Carrie McDonald in Saint Louis (Missouri) zur Welt. Ihr Vater ließ sich zu Hause bei der Familie wenig sehen, ihre Mutter musste sich und die vier Kinder Josephine, Richard, Margaret und Willie Mae als Wäscherin ernähren.

Bereits mit acht Jahren stand Josephine auf einer Kabarettbühne im New Yorker Negerviertel Harlem. Zwischen acht und zehn Jahren besuchte sie keine Schule, weil sie in Küchen helfen, auf Babies aufpassen und andere Tätigkeiten verrichten musste. Danach lebte sie bei ihrer Großmutter in Philadelphia, wo sie auch zur Schule ging.

Im Juli 1917 musste Josephines Familie mitten in der Nacht im Ghetto vor dem erbosten weißen Mob fliehen, der vermutlich nach einem schwarzen Mann suchte, der eine weiße Frau vergewaltigt hatte. Während des Überfalls starben 39 Schwarze und neun Weiße.

Schon als Schülerin begeisterte sich Josephine Baker für das Theaterspielen und Tanzen. Bereits mit zwölf Jahren brach sie den Schulbesuch ab. Mit 13 wurde sie schwanger und schloss mit Willie Wells, dem Vater ihres Kindes, ihre erste Ehe.

1921/1922 traten Josephine Baker und ihr zweiter Mann Howard Baker mit der Wandertruppe „The Dixie Steppers“ auf. 1923 durfte sie in der Komödie „Shuffle Along“ in der New Yorker „Music Hall“ tanzen, wobei ihr Naturtalent auffiel. Später sah man sie in „Chocolate Dandies“ am Broadway und im New Yorker „Plantantion Club“. Am 15. September 1925 fuhr sie mit dem Schiff nach Frankreich.

Weltberühmt wurde Josephine Baker 1925 durch ihre Auftritte mit der Tanzgruppe „Black birds“ im Pariser „Théatre des Champs Elysées“ in „La Revue Nègre“. Ihre großen Erfolge in der französischen Hauptstadt basierten teilweise auf ihrer gewagten Kostümierung: Manchmal tanzte sie in den „Folies Bergère“ und im „Casino de Paris“ fast nackt, nur mit einem Rock aus Bananen bekleidet. Der französische Dichter, Maler, Komponist und Filmregisseur Jean Cocteau (1889–1963) schwärmte bei ihrem Anblick: „Dieses schöne Idol aus dunklem Stahl und Bronze, Ironie und Gold“.

Josephine Baker war maßgeblich am Siegeszug des Jazz beteiligt. Im Dezember 1926 gründete sie der Rue Pigalle von Paris ihren Nachtclub „Chez Josephine“. Von 1928 bis 1930 unternahm sie eine Welttournee durch 25 Länder. In den USA wurde sie häufig wegen ihrer dunklen Hautfarbe angegriffen. 1930 konnte ihr Manager Pepito Abatino sie dazu überreden, Sprech- und Gesangseinlagen ins Programm aufzunehmen.

1934/1935 trat Josephine Baker im „Théatre Marigny“ in der Operette „La Créole“ auf. 1936 kehrte sie mit Pepito Abatino in die USA zurück. Nach einem Streit reiste Pepito nach Frankreich, wo er an Krebs starb, bevor Josephine zurückkehrte.

1937 erhielt Josephine Baker die französische Staatsbürgerschaft. Auf der Leinwand konnte man sie in den Filmen „La Sirène des tropiques“ (1927), „Zou Zou“ (1934), „Princesse Tam-Tam“ (1935), „Fausse alerte“ (1940), „Moulin Rouge“ (1944) und „An jedem Finger zehn“ (1954) bewundern.

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges arbeitete Josephine Baker zunächst für das „Rote Kreuz“, dann für die französische Widerstandsbewegung („Résistance“) und später in Nordafrika als Leutnant der französischen Geheimpolizei. Nach Kriegsende trat sie wieder in den „Folies Bergére“ auf und gab weltweit Gastspiele. Nun war sie aber weniger Tänzerin als Diseuse und Chanonette.

Ab Ende der 1940-er Jahre baute Josephine Baker zusammen mit ihrem vierten Mann Jo Bouillon das mittelalterliche Schloss „Les Milandes“ in der Dordogne als Wallfahrtsort der Rassen- und Religionstoleranz aus. Doch dorthin kamen nur im ersten Jahr nach der Fertigstellung der Hotels, Restaurants und des Josephine-Museums genug Gäste.

Seit den 1950-er Jahren adoptierte Josephine Baker zwölf Kinder verschiedener Hautfarbe und Religion: Akio, Janot, Luis, Jari, Jean-Claude, Moise, Brahim, Marianne, Koffi, Mara, Noel und Stellina. Sie wurden bald als „Regenbogenkinder“ bekannt und in „Les Milandes“ aufgezogen. 1954 gründete Josephine den Menschenschutzverein „World cultural Association against racial and religious discrimination“.

Durch das Schloss „Les Milandes“ entstanden Josephine Baker immer höhere Schulden, das Anwesen musste im Mai 1968 versteigert werden. Im Herbst 1969 konnte Josephine mit finanzieller Unterstützung von Fürst Rainier von Monaco in Roquebrune Cap Martin bei Monaco eine Villa beziehen. Auch in den 1970-er Jahren trat sie noch verschiedentlich auf.

Josephine Baker heiratete fünf Mal. 1919 wurde sie – wie erwähnt – mit Willie Wells vermählt. 1920 ehelichte sie Howard Baker. Als dritter Ehemann folgte 1937 der Franzose Jean Lion, als vierter 1947 der Orchesterleiter Jo Bouillon (1908–1984) und als fünfter 1973 der amerikanische Künstler Robert Brady (1986–1986).

Im April 1975 erlebte die seit längerem herzleidende Künstlerin in Paris ein triumphales Comeback. Bei den anstrengenden zweimonatigen Probenarbeiten mutete sie sich jedoch offenbar zuviel zu und brach im Varieté-Theater „Bobino“ zusammen. Am 12. April 1975 erlag Josephine Baker nach einer Party, die zu Ihren Ehren gegeben wurde, im Alter von 68 Jahren in einem Pariser Krankenhaus einem Herzversagen. Als erste amerikanische Frau wurde sie in Frankreich mit militärischen Ehren bestattet.

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MontserratCaballe

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 10 - Musik und Tanz" von Ernst Probst:

Eine der letzten großen Primadonnen des 20. Jahrhunderts ist die spanische Sängerin Montserrat Caballé. Wegen ihres vielseitigen Repertoires, ihrer ausgefeilten Technik, ihrer unnachahmlich leisen Töne und der Dramatik ihres Vortrags rühmt man sie häufig als Nachfolgerin der legendären Maria Callas (1933–1977), die als beste Sopranistin der Welt gilt.

Montserrat Caballé wurde am 12. April 1933 als Tochter einer armen Arbeiterfamilie in Barcelona geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren sang sie Kantaten des deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach (1865–1750). Ab 1942 konnte sie mit einem Stipendium am „Conservatorio di Liceo“ in Barcelona Gesang studieren und später ihre Ausbildung am „Conservatorio Superior de Musica“ in Barcelona fortsetzen.

Für ihre Studienerfolge wurde die 20-jährige Montserrat Caballé mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ihre Bühnenausbildung schloss sie in Mailand ab. Ihr erstes Engagement hatte sie am „Stadttheater Basel“, wo sie 1956 ihr Debüt feierte. Von 1959 bis 1962 arbeitete sie am „Stadttheater Bremen“. Diesen Engagements verdankt sie ihre fließende deutsche Sprache. Im Oktober 1961 brach sie auf der Bühne in Bremen zusammen. Ein Arzt diagnostizierte zu wenig Blutzucker.

1962/1963 unternahm Montserrat Caballé eine erste einjährige Konzerttournee durch Mexiko. 1963 gab sie ein Gastspiel in ihrer spanischen Heimatstadt Barcelona, wo das Publikum sie feierte. Ab dieser Zeit arbeitete ihr Bruder Carlos Caballé erfolgreich als ihr Manager.

Bei einer Aufführung von „Madame Butterfly“ lernte Montserrat Caballé den Tenor Bernabé Marti kennen, der sie zunächst ignorierte, bis er vom Theaterfriseur erfuhr, Caballé habe sich über seinen zu wenig feurigen Kuss beschwert. Am 14. August 1964 heirateten beide am Berg Montserrat, nach dessen Kloster Caballé benannt ist. Bei der Fahrt zur Trauzeremonie blieb das Brautauto in strömendem Regen am Berg liegen. Um doch noch zur Kirche zu gelangen, musste Caballé in einem stinkenden und schmutzigen Viehwagen weiterfahren.

Aus der Ehe von Montserrat Caballé und Bernabé Marti gingen die Kinder Barnabé und Montserrat hervor. Die Familie wohnt – zwischen den Konzertreisen – in einem Landhaus bei Barcelona.

Ohne vorherige Probe sprang die vorher nahezu unbekannte Montserrat Caballé in New York für die schwangere Marilyn Horne in der Aufführung „Lucrezia Borgia“ ein und erntete

25 Minuten lang tosenden Beifall. Ebenfalls 1965 trat sie erfolgreich in der New Yorker „Metropolitan Opera“ („Met“) als „Marguerite“ („Gretchen“) im „Faust“ auf, was ihr den Ruf als eine der brillantesten Belcanto-Sängerinnen der Welt einbrachte. 1965 triumphierte sie auch beim „Glyndebourne Festival“ als „Marschallin“ im „Rosenkavalier“.

Montserrat Caballé gastierte an allen großen Opernhäusern der Welt. Der große spanische Tenor José Carreras verdankt ihr seine Entdeckung. Sie hörte ihn am 11. Januar 1970 auf der Bühne des „Liceo“ in Barcelona in einer Aufführung, in der sie die Norma sang und der 23-jährige Carreras in der Nebenrolle des Flavio sein offizielles Bühnendebüt gab, zum ersten Mal.

1985 erlitt Montserrat Caballé in New York einen Herzinfarkt. Danach rieten ihr die Ärzte von strapaziösen Opernrollen ab. Seitdem gastierte sie fast ausschließlich im Konzertsaal. 1992 sang Montserrat Caballé zusammen mit dem Popstar Freddie Mercury (1946–1991) den „Barcelona“-Song für die „Olympischen Spiele“. Ihren größten Auftritt für die Olympiahymne in Barcelona vor rund zwei Milliarden Fernsehzuschauern bestritt sie alleine, da Mercury ein halbes Jahr zuvor gestorben ist.

1994 ernannte der Generaldirektor der „United Nations Educational Scientific and Cultural Organization“ (UNESCO), Federico Major, Montserrat Caballé zur „Botschafterin des guten Willens“. In Spanien gründete sie eine Stiftung für sozial benachteiligte Kinder. Ab Mitte der 1990-er Jahre gab sie oft gemeinsame Konzerte mit ihrer Tochter Montserrat, deren künstlerische Karriere als Sopranistin sie aktiv förderte. 1996 nahm sie ein Album „Caballé and Friends“ mit verschiedenen Größen der Rockmusik auf. Im selben Jahr musste sie sich auch einer Darmoperation unterziehen.

Dank ihrer stimmlichen Qualität sowie ihres humorvollen und herzlichen Auftretens ohne Starallüren entwickelte sich Montserrat Caballé zum Liebling des Publikums. Ihr Repertoire umfasst 90 Opernrollen und 800 Lieder. Zu ihren großen Partien gehören neben „Lucrezia Borgia“, „Marguerite“ und der „Marschallin“ auch „Violetta“ in „Traviata“ (1967), „Norma“ (1972), „Maria Stuart“ (1973), „Adriana Lecouvreur“ (1979) und „Tosca“.

Die sympathische Künstlerin erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Titel „Commandeur des arts des lettres“ (1986), den Schallplattenpreis „Echo Klassik“ der Deutschen Phonoakademie (1996) und den „Bambi Klassik“ (1998).

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Großbritanniens einzige Königin des 19. Jahrhunderts war Queen Viktoria I. (1819–1901), geborene Viktoria Alexandria. Ihre 63 Jahre lange Regierungszeit von 1837 bis 1901 bezeichnet man als „Viktorianisches Zeitalter“. Dieser Abschnitt gilt als eine glänzende Epoche mit höchster politischer Machtentfaltung, wirtschaftlicher Prosperität, imperialistischer Expansion, aber auch kultureller Verflachung und Prüderie.

Viktoria Alexandria kam am 24. Mai 1819 als Tochter des Herzogs Eduard von Kent (1767–1820) und der Prinzessin Marie Louise Victoire von Sachsen-Coburg-Gotha (1786–1861) im Kensington Palast in London zur Welt. Sie wurde in Fremdsprachen unterrichtet und erwarb sich Kenntnisse in Geographie, Geschichte und Politik.

1836 arrangierte König Leopold I. von Belgien (1790–1865) einen Besuch seines deutschen Neffen, Albert Prinz von Sachsen-Coburg-Gotha (1819–1861), in London, bei dem dieser die gleichaltrige Prinzessin Viktoria kennen lernen sollte, deren Vetter er war. Kurz darauf schrieb Viktoria einen Brief an Leopold I., in dem sie schwärmte, Albert besitze jede Eigenschaft, die angetan wäre, sie vollkommen glücklich zu machen.

Im Alter von 18 Jahren bestieg Viktoria am 20. Juni 1837 als Nachfolgerin ihres im Alter von 71 Jahren einer Lungenentzündung erlegenen Onkels, König Wilhelm IV. (1765–1837), den Thron von Großbritannien und Irland. 1839 verlobte sich die junge Königin mit Albert Prinz von Sachsen-Coburg-Gotha, und am 10. Februar 1840 heiratete sie ihn.

Ein Teil der britischen Bevölkerung reagierte auf die Trauung nicht gerade begeistert, weil man befürchtete, einen Verfechter deutscher Interessen in unmittelbarer Nähe des Thrones zu haben. Der englische Adel hatte zudem Vorbehalte gegen die distinguierte Erscheinung des Prinzen, der nicht so recht in das gewohnte Bild passte.

Zu Beginn der Ehe mit Königin Viktoria seufzte Prinz Albert noch über die Schwierigkeit, seinen Platz mit der rechten Würde auszufüllen, weil er bloß Gatte und nicht Herr im Hause sei. Doch er hatte mehr politischen Einfluss, als seinen Zeitgenossen bekannt war: Die Königin traf während ihrer 21-jährigen Ehe keine Entscheidung, ohne vorher seinen Rat eingeholt zu haben.

Viktoria I. und Albert zeugten fünf Töchter und vier Söhne: Viktoria, Albert, Alice, Alfred, Helena, Louise, Arthur, Leopold und Beatrice. Alle Kinder erhielten seit ihrer Jugend Zeichenunterricht. Die Ergebnisse der künstlerischen Bemühungen landeten oft als Geschenke auf dem Gabentisch der Eltern. Einige der Künstler, die im Auftrag des Königspaares arbeiteten, wirkten als Kunstlehrer der Familie.

1844 ließ die Königsfamilie Osborn House auf der Isle of Wight vor der englischen Südküste errichteten. Das Haus und die Gärten wurden nach italienischen Vorbildern gestaltet. 1848 erwarb das Königspaar das Schloss Balmoral im schottischen Hochland, wohin die Familie jeweils im Herbst zur Jagd fuhr.

Die Regierungszeit von Viktoria I. wird als das „Goldene Zeitalter des englischen Imperiums“ bezeichnet. Ihre Erfolge beruhten auf ihrer loyalen Beachtung der von der Verfassung dem Herrscher gezogenen Grenzen, ihrer Popularität im Mutterland, im Empire und in den

Kolonien, in der meistens glücklichen Auswahl ihrer Mitarbeiter und in der gewaltig gesteigerten Wirtschaftskraft Großbritanniens.

In Großbritannien glückten während der Amtszeit von Viktoria I. wichtige Erfindungen. 1842 fuhr die Königin mit der ersten Eisenbahn von Slough nach Paddington. Als erste Monarchin ließ sie sich gegen Pocken impfen und Chloroform zur Linderung der Geburtswehen verabreichen. Außerdem kabelte sie als erste ein interkontinentales Telegramm von Windsor nach Kanada.

1851 setzte Prinz Albert seinen Plan für die erste Weltausstellung in London durch. Dieses ehrgeizige Vorhaben verhalf dem aufstrebenden Industrieland Großbritannien zu einem großartigen Prestigeerfolg. Damals erreichte der Gemahl der Königin den Höhepunkt seiner zeitweiligen Volkstümlichkeit. Im Dezember 1861 war es Alberts persönlichem Eingreifen zu verdanken, dass ein Zwischenfall auf See, in den ein englisches Schiff verwickelt war, nicht zu einem militärischen Eingreifen Großbritanniens in den amerikanischen Bürgerkrieg führte.

Nach dem frühen Tod ihres Mannes Albert im Alter von 42 Jahren am 14. Dezember 1861 mied die trauernde Witwe zwei Jahrzehnte lang die Öffentlichkeit, worunter ihre Beliebtheit litt. Sie ließ die Anzüge des Verstorbenen im Schrank seines Ankleidezimmers hängen, jede Nacht sein Bett aufschlagen und jeden Morgen seinen Nachttopf reinigen, so als hätte er ihn benutzt. Ungeachtet dessen informierte sie sich über alle wichtigen politischen Fragen genau und äußerte dazu ihre Meinung.

Während der Regierungszeit von Viktoria I. fungierte der konservative Politiker Benjamin Disraeli (1804–1881) zeitweise als Schatzkanzler (1852, 1858/1859, 1866–1868) und als Premierminister (1868, 1874–1880. Als seine bedeutendste innenpolitische Leistung gilt die Wahlrechtsreform von 1867 zugunsten der Mittelklasse.

Disraelis Amtszeit stand im Zeichen des aufkommenden Imperialismus: 1874 wurden die Fidschiinseln britische Kronkolonie. 1875 erwarb Großbritannien alle Suezkanalaktien der bankrotten Khediven. Anfang 1877 nahm Viktoria I. auf Drängen Disraelis den Titel „Kaiserin von Indien“ an, besuchte aber dieses „Juwel der Krone“ nie, umgab sich jedoch 1887 mit indischen Dienstboten.

1877 annektierte England auch Transvaal. Im russisch-türkischen Konflikt 1877/1878 drohte Königin Viktoria I. dem Premierminister Disraeli mit ihrer Abdankung, als dieser nicht klar genug Stellung gegen Russland bezog. 1888 stürzte Disraeli wegen des Misserfolges seiner Kolonialarmee in Afghanistan.

Auf Königin Viktoria I. sind vier Mal erfolglos Mordanschläge verübt worden. Der letzte davon ereignete sich im Bahnhof von Windsor, wo ein Geisteskranker auf sie schoss, sie aber verfehlte, weil ihn ein Eton-Schüler geistesgegenwärtig mit dem Schirm auf den Arm schlug.

Durch die Ehen ihrer fünf Töchter und vier Söhne wurde Viktoria I. mit fast allen europäischen Fürstenhöfen verwandt, was ihr den Titel „Großmutter Europas“ bescherte. Besonders eng waren die Beziehungen zu Deutschland. Viktorias zweiter Sohn, Prinz Alfred, wurde regierender Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha und heiratete die Großfürstin Marie-Alexandrowna von Russland, eine Tochter des Zaren Alexander II. (1818–1881).

Sechs der Kinder von Königin Viktoria I. heirateten deutsche Adlige: Die älteste Tochter, Prinzessin Viktoria, vermählte sich mit dem preußischen Thronfolger Friedrich III., Prinzessin Alice mit dem hessischen Großherzog Ludwig, Prinzessin Helene mit Prinz Christian von Schleswig-Holstein, Prinz Arthur mit Louise Margarete von Preußen, Prinz Leopold mit Helene von Waldeck und Prinzessin Beatrice mit Heinrich von Battenberg.

Königin Viktoria I. starb am 22. Januar 1901 im Alter von 81 Jahren in Osborne House auf der Isle of Wight. Man bettete sie im Mausoleum von Frogmore zur letzten Ruhe. Ihr Nachfolger wurde ihr Sohn Edward VII. (1841–1910).

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Superfrauen in Wort, Bild, Ton und Video biografien-news(cached at February 15, 2007, 5:52 pm)


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http://www.youtube.com/watch?v=Cpm7RCk8tiA

Wiesbaden (biografien-news) - Vorbei sind heute die Zeiten, in denen Weblogs den Besuchern/innen nur mehr oder minder interessante Texte mit ein paar spärlich eingestreuten Bildern präsentierten. Moderne Blogs bieten viel mehr: Nämlich Texte, die auch mit "Daumenkino", Musik, Original-Ton und Videoclip aufwarten.

Einer der Blogs, in denen Videoclips eine immer größere Rolle spielen, ist "biografien-news". Unter der Internetadresse http://biografien-news.blog.de sind Hunderte von Biografien berühmter Leute in Wort, Bild und immer öfter auch mit Ton und Videoclip zu finden.

Eine Spezialität von "biografien-news" sind Biografien von so genannten "Superfrauen" aus aller Welt. Dabei handelt es sich um Frauenbiografien aus den Themenbereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Die Biografien der berühmten Frauen sind Leseproben aus den Taschenbüchern der 14-teiligen Reihe "Superfrauen" des Wiesbadener Autors Ernst Probst, die in Kürze vergriffen sein werden. Lediglich die CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" im PDF-Format für PC und Mac ist noch längere Zeit erhältlich bei www.buch-shop-mainz.de

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Videoclips gehören auch zum Angebot der Weblogs http://diebestenvideos.blogspot.com und http://musik-welt.blogspot.com und http://dinosaurier-news.blog.de - In diesen Blogs wird stundenlange Unterhaltung und Information geboten. Dort sieht man unzählige Filmszenen aus Kultur, Natur und Wissenschaft.

Margot Fonteyn: Die Königin des Tanzes" biografien-news(cached at February 15, 2007, 5:52 pm)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

MargotFonteyn

Großbritanniens führende Ballerina war dreieinhalb Jahrzehnte lang die Tänzerin Margot Fonteyn (1919–1991), geborene Margaret („Peggy“) Hookham, verheiratete Dame Margot Fonteyn de Arias. Dank ihrer Bewegungen von traumhafter Grazie, ihres vibrierenden, sprechenden Körpers und ihres lyrischen, schwebenden Tanzstils galt sie als „Königin des Tanzes“. Als Mitglied des „Royal Ballets“ verhalf sie dem englischen Tanz wieder zu Weltgeltung.

Margaret Hookham kam am 18. Mai 1919 als Tochter des britischen Mineningenieurs Felix J. Hookham und einer Brasilianerin in der südenglischen Stadt Reigate zur Welt. Die Eltern ihrer Mutter verdienten mit dem Anbau und Verkauf von Kaffee ihren Lebensunterhalt. Bereits als Vierjährige erhielt „Peggy“ erstmals Tanzunterricht, womit ihre Haltung verbessert werden sollte. Mit sechs machte sie an der „Royal Academy of Dancing“ in England ihre ersten Tanzschritte.

Von 1927 bis 1932 lebte Margaret Hookham mit ihren Eltern in Tientsin, Hongkong und Shanghai in China, wo der Vater als Ingenieur arbeitete. In Shanghai, wohin nach der Revolution viele Russen geflüchtet waren, wurde „Peggy“ durch den ehemaligen Tänzer des Bolschoi-Balletts, George Gontschrow, unterrichtet. Als Elfjährige erlebte sie in Tientsin ihren ersten öffentlichen Auftritt.

1932 kehrte die Familie Hookham nach Großbritannien zurück. Anfangs arbeitete „Peggy“ mit der russischen Ballettlehrerin Seraphina Astafiewa (1876–1934) und danach mit Ninette de Valois, die die 15-Jährige in das Ensemble des Vic-Wells-Balletts aufnahm. Als Ninette de Valois das Mädchen erstmals an der Trainingsstange sah, hielt sie es wegen ihres exotischen Aussehens irrtümlich für eine kleine Chinesin.

Der erste Auftritt Margot Fonteyns fiel noch bescheiden aus. In der Weihnachtsinszenierung des Vic-Wells-Balletts tanzte sie 1934 als Schneeflocke im „Nußknacker“. Ihr Künstlername „Fonteyn“ ist vom Mädchennamen „Fontes“ ihrer Mutter abgeleitet.

1935 widmete der englische Tänzer und Choreograph Frederick Ashton (1906–1988) Margot Fonteyn in „Le Baiser de la Fée“ zum ersten Mal die Titelrolle eines seiner Ballette. Anfangs fand er nur schwer Kontakt zu ihr, später schneiderte er ihr viele große Rollen förmlich auf den Leib. Als die Ballerinia Alicia Markova das „Vic-Wells-Balletts“ verließ, stieg Margot Fonteyn als 17-Jährige zu ihrer Nachfolgerin und bald zum Star der Truppe auf.

Mit 18 Jahren lernte Margot Fonteyn den aus einer alten panamaischen Politikerfamilie stammenden Jurastudenten Roberto de Arias kennen und verliebte sich in ihn. Doch das Paar verlor sich eines Tages aus den Augen.

1940 wurde Margot Fonteyn als Primaballerina des „Sadler’s Wells-Balletts“ und 1945 der „Königlichen Oper Covent Garden“ berufen. Ab 1946 gab sie Gastspiele auf dem Kontinent. 1947 trat sie in Paris auf, danach in Kopenhagen, und 1949 unternahm sie eine Amerika-Tournee, während der sie an der New Yorker „Metropolitan Opera“ („Met“) tanzte und zur „Primaballerina der Primaballerinen“ ausgerufen wurde.

1951 ernannte man Margot Fonteyn zum „Commander of the Order of the British Empire“. Im Oktober 1952 erkrankte sie an Diphtherie, die zur Folge hatte, dass ihre Arme und Beine „taub“ und in den Nerven unempfindlich wurden. 1954 wurde Margot Fonteyn zur Präsidentin der „Royal Academy of Dancing“ gewählt.

In New York trafen sich 1953 der inzwischen verheiratete Dr. Roberto de Arias, der damals bereits Vater von drei Kindern war, und Margot Fonteyn wieder. Die alte Liebe flammte erneut auf, und nach Arias’ Scheidung heirateten beide am 6. Februar 1955 in Paris. Margots Mann war ein Sohn des früheren Präsidenten von Panama, Arnulfo de Arias (1901–1988). Sie gab ihrem Gatten den Kosenamen „Tito“.

Die englische Königin Elizabeth II. ernannte im Januar 1956 die Tänzerin zur Dame. Fortan trug sie den Namen „Dame Margot Fontey de Arias“.

Im April 1959 verdächtigte man Margot Fonteyn und Dr. Roberto de Arias, an einem Putsch gegen die Regierung von Panama beteiligt gewesen zu sein. Margot wurde in Panama verhaftet und aus dem Land gewiesen. Ihr Mann flüchtete in die brasilianische Botschaft und durfte später nach Brasilien ausreisen.

1959 trennte sich Margot Fonteyn im Einvernehmen mit der Direktion vom „Royal Ballet of Great Britain“, um sich stärker ausländischen Engagements widmen zu können, erhielt jedoch die eigens für sie geschaffene Stellung einer Gasttänzerin, die es ihr erlaubte, nach eigenem Ermessen ihr Auftreten zu bestimmen.

Ab 1962 war Margot Fonteyn oft Partnerin des russischen Tänzers und Choreographen Rudolf Nurejew (1938–1993), der 1961 nach einem Gastspiel des „Kirow-Balletts“ in Paris nicht mehr in die Sowjetunion zurückkehrte und als Gasttänzer der „Covent Garden Opera“ brillierte. Nach ihrem ersten gemeinsamen Auftritt in „Giselle“ rief man das Paar 23 Mal vor den Vorhang.

1964 wurde auf Margot Fonteyns Mann, der sich damals in Panama um einen Sitz im Senat bewarb, ein Revolverattentat verübt. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen, dass er fortan von der Hüfte an querschnittsgelähmt und an den Rollstuhl gefesselt war. Er konnte auch nicht mehr sprechen.

Als Sternstunde des Tanzes gilt der gemeinsame Auftritt Margot Fonteyns und Rudolf Nurejews in den Titelrollen von „Romeo und Julia“ am 9. Februar 1965 in der Londoner „Covent Garden Opera“. Danach applaudierte das Publikum den beiden Künstlern 40 Minuten lang. 1975 erschienen Margot Fonteyns Memoiren, 1981 stellte das „Zweite Deutsche Fernsehen“ (ZDF) sie als Moderatorin der TV-Serie „Vom Zauber des Tanzes“ vor.

Margot Fonteyn schrieb ihre Memoiren unter dem Titel „Margot Fonteyn Autobiography“ (1975, deutsch: „Die zertanzten Schuhe“). Aus ihrer Feder stammen auch die Bücher „A dancer’s world“ (1978, deutsch: „Tanzen“) und „The magic of dance“ (1979, deutsch: „Vom Zauber des Tanzes“, 1981).

Nach dem Tod ihres Ehemannes 1989 lebte Margot Fonteyn in ärmlichen Verhältnissen in Panama. Um ihre Altersversorgung zu sichern, wurde im Mai 1990 eine Ballett-Gala mit Rudolf Nurejew veranstaltet. Margot Fonteyn starb am 21. Februar 1991 im Alter von 71 Jahren in Panama-Stadt an Krebs.

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"Sissi" hieß eigentlich "Sisi" biografien-news(cached at February 15, 2007, 5:52 pm)


utube

Wien (biografien-news) - Die Schreibweise "Sissi" mit zwei "ss" des Kosenamens von Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn (1837-1898), ist falsch. Das enthüllt der Wiesbadener Autor Ernst Probst auf seiner CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM".

Elisabeth erblickte am Sonntag, 24. Dezember 1837, in der bayerischen Landeshauptstadt München als zweites von neun Kindern des Herzogs Maximilian (1808–1888) und seiner Frau Ludovica (1808-1892) das Licht der Welt. Ihre Mutter war die jüngste Tochter des Bayernkönigs Max I. Joseph (1756–1825).

Bei der Taufe erhielt das Mädchen die Vornamen Elisabeth Eugenie Amalia. Sein Kosename zu Lebzeiten hieß eigentlich „Sisi“ und nicht „Sissi“ wie in mehreren Filmen. Es wird sogar diskutiert, ob die eigenhändige Unterschrift nicht als „Lisi“ zu lesen ist, was eine logischere Abkürzung des Vornamens Elisabeth wäre.

"Sisi" war eine der schönsten und klügsten Frauen ihrer Zeit. Zeitgenossen lobten übereinstimmend ihre Schönheit. Die Vielgepriesene war 1,72 Meter groß, wog 50 Kilogramm, hatte hellbraune Haare, dunkelblaue Augen, eine Haut wie Milch und Blut sowie kleine Hände und Füße. Ihr einziger Schönheitsfehler waren ihre kariösen bräunlich-gelben Zähne, wegen denen sie oft ihre Oberlippe darüber zog, den Mund kaum öffnete und beim Sprechen ein Taschentuch vorhielt, weswegen Fremde sie nur mit der größten Anstrengung verstanden.

„Die schönste Frau der Welt der 1860-er und 1870-er Jahre“ war gebildet, exzentrisch, modebewusst, sportlich und neigte zur Schwermut. Als Kaiserin glaubte sie weder an das Überleben der habsburgischen Monarchie, noch sah sie in deren Bestand Vorteile für den Staat und seine Bürger. Glühend verehrte sie den deutschen Romantiker Heinrich Heine (1797-1856), in dessen Gedichten sie einen ihr verwandten Geist erkannte, und meinte, er diktiere ihr die Verse in die Hand. Mehrfach erklärte sie, die angeblich „Verrückten“ seien die wirklichen und wahren Weisen der Welt.

Zu „Sisis“ Lieblingslektüre wurde das Buch „She“ (1886, deutsch: „Sie“ oder „Herrin des Todes“) des britischen Schriftstellers Henry Rider Haggard (1856-1925). Wie die darin erwähnte jungfräuliche, priesterliche Königin Ayesha verhüllte auch sie ihr Gesicht vor anderen, wollte unnahbar bleiben und ihre Schönheit für immer und ewig bewahren.

Modebewusst ließ sich "Sisi" ihre Reitkleider auf den bloßen Leib (Taillenumfang 50 Zentimeter) nähen. damit sie hauteng saßen. Rast- und ruhelos reiste sie durch Europa, sehnte sich aber oft auch danach, sich ganz in die Wildnis und Einsamkeit zurückzuziehen und Gott in der Natur anzubeten.

Die Gemahlin Franz Josephs I. von Österreich (1830-1916) blieb wegen ihrer Abneigung gegen das höfische Leben eine Außenseiterin am kaiserlichen Hof. Sie verlor im Alter von 60 Jahren bei einem Attentat ihr Leben.

Dem Kinopublikum ist Elisabeth durch drei „Sissi“-Filme mit der österreichisch-deutschen Schauspielerin Romy Schneider (1938-1982) in der Hauptrolle bestens vertraut.

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Den ersten Auftritt einer schwarzen Sängerin in der New Yorker „Metropolitan Opera“ („Met“) feierte Mitte der 1950-er Jahre die amerikanische Künstlerin Marian Anderson (1902–1993) in der Oper „Maskenball“ von Guiseppe Verdi (1813–1901). Noch 15 Jahre zuvor hatte eine konservative Frauenvereinigung verhindert, dass sie in der ehrwürdigen „Constitution Hall“ in der Hauptstadt Washington singen durfte.

Marian Anderson wurde am 17. Februar 1902 als Tochter eines Stückeis- und Kohlenhändlers sowie einer Lehrerin in Philadelphia geboren. Bereits als Sechsjährige sang sie im baptistischen Kirchenchor ihres Geburtsortes. Ihre erste Gage in Höhe von 50 Cents erhielt sie im Alter von acht Jahren. Schon als Kind vertrat sie manchmal einen abwesenden Sopran, Tenor oder Bass. Ihr Vater starb, als sie erst zwölf Jahre alt war. Danach musste ihre Mutter als Waschfrau den Lebensunterhalt für sich und ihre drei Kinder bestreiten.

Bis zum Alter von 17 Jahren erhielt Marian Anderson keine richtige musikalische Ausbildung. Erst dann brachte ein Freund der Familie sie zum Studio der Sopranistin Mary Saunders Patterson. Da die Mutter Marians nicht in der Lage war, für jede Unterrichtsstunde einen US-Dollar zu bezahlen, gab die Sopranistin dem Mädchen kostenlosen Unterricht.

Auf Anregung von Mary Saunders Patterson ließ sich Marian Anderson nach einem halben Jahr von der Sängerin Agnes Reifsnyder weiter ausbilden. Mit 19 wurde sie von dem italienischen Gesangslehrer Guiseppe Boghetti (1896–1941) ein Jahr lang unterrichtet. Auch er war von ihrem Talent so beeindruckt, dass er auf Honorar verzichtete. Später folgten weitere Gesangsstudien in New York, an der Musikhochschule in Chicago und in Europa.

1925 gewann Marian Anderson bei einem Gesangswettbewerb unter 300 Mitbewerbern den ersten Preis: einen Auftritt im New Yorker „Lewisohn Stadion“ mit dem „New York Philharmonic Orchestra“, der zum großen Erfolg wurde. 1929 durfte sie erstmals in der New Yorker „Carnegie Hall“ auftreten. Die „Carnegie Hall“ ist eine Stiftung des amerikanischen Industriellen Andrew Carnegie (1835–1919).

Dank eines Stipendiums der „Nationalen Vereinigung schwarzer Musiker“ konnte Marian Anderson in Europa arbeiten. Ihr Repertoire umfasste bald mehr als 200 Lieder in neun Sprachen sowie Opernarien und Spirituals. Wegen der Reinheit ihrer Stimme und des Reichtums ihrer Töne galt sie als beste Kontraaltistin der Welt.

1930 gab Marian Anderson in Berlin ihr Debüt in Europa. Bei mehreren Tourneen während der ersten Hälfte der 1930-er Jahre trat sie außer in Berlin auch in Paris, London, Italien, Spanien, Polen, Lettland und Russland auf. In Schweden, Norwegen, Dänemark und England sang sie vor den jeweiligen Monarchen.

Der italienische Dirigent Arturo Toscanini (1867–1957) lobte Marian Anderson im August 1935 nach ihrem Auftritt im Salzburger „Mozarteum“, eine Stimme wie die ihre könnte man nur einmal in hundert Jahren hören.

In jenem Jahr holte der Impressario Sol Hurok (1888–1974) Marian Anderson in die USA zurück, wo sie ebenfalls große Erfolge feierte. Bereits ihr Debüt in der „Town Hall“ von New York im Dezember 1935 wurde zum Triumph.

Ungeachtet des Ruhms von Marian Anderson vertrat 1939 die konservative Frauenvereinigung „Daughters of the American Revolution“ („Töchter der Amerikanischen Revolution“) die Auffassung, sie dürfte als Schwarze nicht in der „Constitution Hall“ (Washington) auftreten. Aus Protest gegen diese Haltung trat die Lehrerin, Journalistin und Politikerin Eleanor Roosevelt (1884–1962) aus dieser Organisation aus.

Der liberale Innenminister Harold Ickes (1874–1952) ermöglichte Marian Anderson als Ersatz für den geplatzten Auftritt in der „Constitution Hall“ am Ostersonntag 1940 ein Freilichtkonzert am „Lincoln Memorial“, zu dem 75000 Menschen kamen. 1942 sang sie auf ausdrückliche Einladung der „Töchter der Amerikanischen Revolution“ doch noch in der „Constitution Hall“.

Einen Höhepunkt ihrer Karriere erlebte Marian Anderson am 7. Januar 1955. Damals trat sie als Ulricca in der Oper „Maskenball“ von Guiseppe Verdi in der New Yorker „Met“ auf, wo man sie enthusiastisch feierte. Die Künstlerin sang 1957 bzw. 1961 auch bei den feierlichen Amtseinführungen (Inaugurationsfeiern) für die amerikanischen Präsidenten Dwight David Eisenhower (1890–1969) und John F. Kennedy (1917–1963).

1957 erschien Marian Andersons Autobiographie „My Lord, what an morning“ (deutsch: „Mein Leben“, 1957). Im selben Jahr unternahm sie – gesponsert vom amerikanischen Außenministerium, „American Theatre and Academy“ und der Edward R. Murrow’s Fernsehserie „See It Now“ – eine Tournee in zwölf Länder und legte dabei 35000 Meilen – umgerechnet mehr als 55000 Kilometer – zurück.

Präsident Eisenhower ernannte Marian Anderson 1958 zur US-Delegierten bei den „Vereinten Nationen“. 1963 wurde sie von Präsident Lyndon B. Johnson (1908–1973) mit der „Presential Medal of Freedom“ ausgezeichnet. 1965 beendete sie nach einem Auftritt in der „Carnegie Hall“ und einer Tournee durch vier Erdteile ihre Karriere. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören die „National Medal of Arts“ (1986) und der „Grammy Award for Lifetime Achievement“ (1991).

Marian Anderson war mit dem Architekten Orpheus Fischer verheiratet, mit dem sie auf einer Farm in Connecticut lebte. Am 8. April 1993 starb sie im Alter von 91 Jahren in Portland (Oregon).

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Video: Evolution of a Black Women biografien-news(cached at February 10, 2007, 12:23 pm)


a Black Women" von Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=KUCObA7ZEf0
Wie die Erfolgsstory von "Tokio Hotel" begann biografien-news(cached at February 10, 2007, 12:23 pm)


Beichte" von Youtube

Magdeburg (biografien-news) - Die märchenhaft klingende Erfolgsstory der vierköpfigen deutschen Popband "Tokio Hotel" aus Magdeburg in Sachsen-Anhalt begann mit den eineiigen Zwillingen Bill und Tom Kaulitz, die beide am 1. September 1989 zur Welt kamen. Bill und Tom machten seit ihrer Kindheit zusammen Musik.

Bei einem Auftritt in ihrer Heimatstadt Magdeburg trafen die Zwillinge Bill und Tom Kaulitz im Jahr 2001 auf Gustav Schäfer (geboren am 8. September 1988) und Georg Listing (geboren am 31. März 1987). Die vier jungen Leute gründeten die Band "Devilish" und traten zusammen im Raum Magdeburg auf.

Die Popband wurde 2003 nach der Teilnahme von Bill bei Kinder-"Star-Search" vom Musikproduzenten Peter Hoffmann entdeckt. Nach ersten Probeaufnahmen warb Hoffmann bei Plattenfirmen für seine Entdeckung und hatte damit Erfolg: "Sony BMG" nahm "Tokio Hotel" unter Vertrag.

Hoffmann ließ die Bandmitglieder Gesangs- und Instrumentenunterricht nehmen. Aber kurz vor Veröffentlichung der ersten Platte kündigte Sony den Vertrag. 2005 nahm die "Universal Music Group" die Popband unter Vertrag und entwickelte einen Marketingplan, um den Erfolg von "Tokio Hotel" zu sichern.

Ab Juli 2005 wurde das Video zur ersten Single "Durch den Monsun" im Fernsehen ausgestrahlt. Das Video bescherte der Band innerhalb kurzer Zeit zahlreiche meistens jugendliche und weibliche Fans. Die Single erreichte am 15. August 2005 Platz 1 der Charts in Deutschland und Österreich.

Auch das Ende September 2005 veröffentlichte erste Album "Schrei" stieg in Deutschland und Österreich an die Spitze der Charts. In Frankreich kletterte es in der ersten Woche auf Platz 19 der Album-Charts. Damit war "Tokio Hotel" die erste deutsche Band, der mit einem Debüt-Album der Direkteinstieg in die französischen "Top 20" glückte.

"Tokio Hotel" hat sehr viele hohe Auszeichnungen erhalten. Trotzdem sind die Musik und der Gesang der teilweise noch sehr kindlich wirkenden vier Künstler nicht jedermanns Sache. Und die Bandmitglieder werden auch nicht von jedem geliebt. Bei der "ProSieben"-Sendung "Die 100 nervigsten Deutschen 2006" am 27. Dezember 2006 wählte das Publkum Bill Kaulitz auf Platz 1.

Video: Moses und der Auszug aus Ägypten biografien-news(cached at February 10, 2007, 12:23 pm)


ng The Red Sea" von Youtube

Moses gilt laut "Altem Testament" als Stifter der jüdischen Religion. Er hat am Berg Sinai den Bund zwischen Gott (Jahwe) und dem Volk Israel mit Stierblut besiegelt. Laut "Altem Testament" ist Moses ein Mann aus dem Stamm Levi. Er wurde als Neugeborener im Schilf des Nilufers ausgesetzt, von einer Tochter des Pharao gerettet und in Ägypten erzogen. In der Wüste der Midianiter befahl ihm Gott, das Volk Israel aus Ägypten zu befreien. Beim Auszug aus Ägypten geschah ein Wunder: Die Israeliten konnten durch das ausgetrocknete Rote Meer marschieren. Dagegen ertranken die ihnen nacheilenden ägyptischen Truppen samt Pharao in den zurückströmenden Wassermassen. Danach offenbarte Gott am Berg Sinai dem Propheten Moses die "Zehn Gebote". Im jüdischen Geistesleben hat Moses eine wichtige Rolle als Prophet, Gesetzgeber, Richter und Gründer des jüdischen Staates.


Witch Dance" von Youtube

Wiesbaden (biografien-news) - Gekrönte Häupter, Politiker und Zuschauer lagen einst berühmten Tänzerinnen zu Füßen. In Barbara Campanini verliebte sich der Preußenkönig Friedrich II. der Große. Aus Fanny Elßlers Ballettschuhen tranken amerikanische Kongressmitglieder. Margot Fonteyn musste nach ihrem ersten gemeinsamen Auftritt mit Rudolf Nurejew 23 Mal vor den Vorhang. Anna Pawlowas Auftritte begeisterten Millionen und sie erwarb sich den Status eines Superstars.

Diesen und anderen "Königinnen des Tanzes" - wie Pina Bausch, Isadora Duncan, Martha Graham, Carlotta Grisi, Alice und Ellen Kessler, Bronislawa Nijinska, Marie Taglioni, Ninette de Valois und Mary Wigman - ist die gleichnamige CD-ROM des Wiesbadener Autors Ernst Probst gewidmet. Von ihm stammt auch die 14-bändige Taschenbuchreihe "Superfrauen" mit Biografien berühmter Frauen.
Bestellungen bei: www.buch-shop-mainz.de

Bei den nachfolgenden Texten handelt es sich jeweils um den ersten Absatz einer mehrseitigen Kurzbiografie aus dem kleinen, aber feinen Taschenbuch “Königinnen des Tanzes" von Ernst Probst:

Pina Bausch
Zur Schöpferin einer neuen Darstellungsform zwischen Tanz und Sprechtheater entwickelte sich die deutsche Tänzerin, Ballettdirektorin und Choreographin Pina Bausch. Kenner rühmen sie als bedeutendste Vertreterin des aus dem “Modern Dance” hervorgegangenen “New Dance” in Deutschland oder als“Königin des deutschen Balletts”. Sie machte Wuppertal zu einem Weltzentrum des Tanzes. Die umfangreiche Liste ihrer Choreographien und eigenen Stücke mit dem “Tanztheater Wuppertal” umfasste zwischen 1974 und 1998 mehr als 30 Werke.

Barbara Campanini
Als berühmteste italienische Tänzerin des 18. Jahrhunderts gilt Barbara Campanini (1721–1799). Ihr Publikum, ihre Kolleginnen und Kritiker bezeichneten die Künstlerin liebevoll als “La Barberina”. Besonders umjubelt hat man sie in der preußischen Hauptstadt Berlin, wo sie ihre größten Triumphe feierte.

Isadora Duncan
Als Wegbereiterin des modernen sinfonischen Ausdruckstanzes rühmt man die amerikanische Künstlerin Isadora Duncan (1877–1927), geborene Angela Duncan. Sie entwickelte ein neues Körper- und Bewegungsempfinden, das sich am griechischen Schönheitsideal orientierte und setzte als Erste klassische Konzertmusik tänzerisch um. Als Gegnerin des klassischen Balletts versuchte sie, den Tanz der Antike wieder zu beleben.

Fanny Elßler
Zu den berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts zählte die österreichische Künstlerin Fanny Elßler (1810–1884), eigentlich Franziska Elßler. Sie und die italienische Tänzerin Carlotta Grisi (1819–1899) sowie die schwedisch-italienische Tänzerin Marie Taglioni (1804–1884) gelten als die drei bedeutendsten Primaballerinen der Romantik.

Margot Fonteyn
Großbritanniens führende Ballerina war dreieinhalb Jahrzehnte lang die Tänzerin Margot Fonteyn (1919–1991), geborene Margaret (“Peggy”) Hookham, verheiratete Dame Margot Fonteyn de Arias. Dank ihrer Bewegungen von traumhafter Grazie, ihres vibrierenden, sprechenden Körpers und ihres lyrischen, schwebenden Tanzstils galt sie als “Königin des Tanzes”. Als Mitglied des “Royal Ballets” verhalf sie dem englischen Tanz wieder zu Weltgeltung.

Martha Graham
Als “Gralshüterin des modernen Tanzes” und “Pionierin des Modern Dance” machte sich die amerikanische Tänzerin, Choreographin und Ballettdirektorin Martha Graham (1894–1991) verdient. Sie gilt als eine der herausragendsten künstlerischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ihr strenger Tanzstil und ihre Tanztechnik, die auf der Harmonie von Atmung und Bewegung beruht, prägten den amerikanischen Kunsttanz entscheidend.

Carlotta Grisi
Zu den drei bedeutendsten Primaballerinen der Romantik zählt die italienische Tänzerin Carlotta Grisi (1819–1899). Ihre größten Konkurrentinnen auf der Bühne waren die Österreicherin Fanny Elßler (1810–1884) und die Italienerin Marie Taglioni (1804–1884). Die Grisi tanzte als erste die Titelrolle in “Giselle ou les Willis”, einem der bedeutendsten Ballettwerke der Hochromantik.

Alice und Ellen Kessler
Das berühmteste deutsche Künstlerinnen-Zwillingspaar sind Alice und Ellen Kessler. Die beiden 1,75 Meter großen, blonden und langbeinigen Tänzerinnen eroberten nicht nur in Deutschland die Bühne, die Leinwand und den Bildschirm. Der Name “Kessler-Zwillinge” gilt international als Markenzeichen für brillant-perfekte Tanz- und Gesangskunst im Revuestil.

Bronislawa Nijinska
Zu den bedeutendsten Choreographinnen Rußlands gehörte die Balletttänzerin Bronislawa Nijinska (1892–1972). Sie war einer der gefeierten Stars beim renommierten “Ballets Russes”, choreographierte zahlreiche Stücke und gilt als eine der Wegbereiterinnen des Neoklassizismus im Ballett. Auch ihr Bruder Vaclav Nijinski (1889–1950) betätigte sich bahnbrechend als Choreograph, ehe er 1917 in geistige Umnachtung versank.

Anna Pawlowa
Als beste russische Ballett-Tänzerin gilt Anna Pawlowa (1881–1931), eigentlich Anna Matwejewna Pawlowa. Zu Weltruhm gelangte sie mit dem dreiminütigen Solo “Der sterbende Schwan”, der später von vielen anderen großen Tänzerinnen getanzt wurde. Der Erfolg der Pawlowa beruhte auf ihrer besonderen Grazie und ihrer ausdrucksvollen Gestaltungskraft, die das Publikum in ihren Bann zog.

Marie Taglioni
Zu den wenigen Ballerinen, die einen Ballettstil prägten, gehört die italienisch-französische Tänzerin Marie Taglioni die Ältere (1804–1884). Gemütsbewegungen drückte sie nicht durch die Mimik, sondern vor allem durch die Art ihrer Bewegungen aus. Um 1830 entwickelte sie sich zur ersten Meisterin des Spitzentanzes, den der italienische Tänzer und Choreograph Carlo Blasis (1795–1878) erfunden hatte. Sie konnte tatsächlich auf der Spitze tanzen und sich nicht nur hin und wieder darauf erheben.

Ninette de Vallois
Als eine der besten Tänzerinnen der Welt gilt die aus Irland stammende Künstlerin Ninette de Valois (1898–2001), geborene Edris Stannus. Sie verwirklichte ihren Traum von einem englischen Nationalballett mit angeschlossener Tanzakademie. Dort bot man jungen Tänzerinnen eine gründliche Ausbildung, frühzeitige Bühnenerfahrung und berufliche Sicherheit durch ein festes Ensemble.

Mary Wigman
Eine der bedeutendsten Vertreterinnen des modernen Ausdruckstanzes war die deutsche Tänzerin und Choreographin Mary Wigman (1886–1973), geborene Marie Wiegmann. Sie wurde in den USA enthusiastisch als Schöpferin des “New German Dance” gefeiert. In ihrer Tanzschule in Dresden und den Zweigschulen, unter anderem in Berlin, vervollkommneten talentierte Tänzer und Tänzerinnen ihre Kunst.

Von den nachfolgenden Tänzerinnen sind in dem Taschenbuch “Königinnen der Lüfte” jeweils nur der Vorname, Name, der Geburtstag, der Geburtsort und – wenn sie bereits gestorben sind – der Todestag und der Sterbeort aufgelistet:

Katharina Abel – Ruth Abramowitsch – Dalal Achar – Carolin Adams – Diana Adams – Françoise Adret – Birgit Akesson – Angèle Albrecht – Lucette Aldous – Claudie Algernova – Maud Allan – Marie Allard – Alicia Alonso – Marlies Alt – Carmen Amaya – Josette Amiel – Dulce Anaya – Elena Andrejewanowa – Nina Alexandrowna Anissimowa – Mária Aradi – Loipa Araujo – Pearl Argyle – Carina Ari – Karin von Aroldingen – Takako Asakawa – Meryl Ashley – Seraphina Astafiewa – Susanne Audeoud – Mlle Augusta – Balasarawati – Charlotte Bara – Irina Baranova – Margret Barbieri – Tania Bari – Margaret Bauer – Monika Baumgärtner – Sylviane Bayard – Tessa Beaumont – Svetlana Berisova – Marika Besobrasova – Natalia Bessmertowa – Claude Bessy – Valerie Bettis – Hannelore Bey – Ursula Bischoff-Mußhake – Dinna Bjorn – Gertrud Bodenwieser – Irina Borowska – Ursula Borrmann – Aurora Bosch – Amina Boschetti – Guiseppina Bozzacchi – Jeanne Bravants – Edetraut Brexner – Carlotta Brianza – Bryony Brind – Carolyn Brown – Trisha Brown – Amalia Brugnoli – Maria Calegari – Marie-Anne de Camargo – Eva Campianu – Caroline Carlson – Irene Castle – Gisela Cech – Fanny Cerrito – Fiona Chadwick – Annette Chappell – Lynne Roberta Charles – Janine Charrat – Lucia Chase – Chauvire – Lucinda Childs – Rosalia Chladek – Marion Cito – Florence Clerk – Ingrid Collet – Lesley Collier – Sandra Conley – Laura Connor – Beatrice Cordua – Liliana Cosi – Margaret Craske – Katalin Csarnoy – Birgit Cullberg – Joyce Cuoco – Ruth Currier – Lisa Czobel – Ailian Dai – Alexandra Danilova – Marie Danilova – Eleanor D’Antuno – Lycette Darsonval – Sibobhan Davies – Liane Daydé – Laura Dean – Maria Ann De Angelo – Gisela Deege – Renate Deppisch – Clothilde von Derp – Friderica Derra de Morada – Rita Devi – Valeria Dienes – Gerlinde Dill – Deborah Dobson – Felia Doubrowska – Julia Drapal – Senta Driver – Marta Drottnerová – Natalia Michailowna Dudinskaja – Jane Dudley – Adèle Dumilâtre – Elisabeth Duncan – Irma Duncan – Katherine Dunham – Pauline Duvernay – Paulette Dynalix – Eugenie Platonowana Eduardowa – Lubov Egorova – Anna Elßler – Therese Elßler – Violette Elvin – Josephine Ann Endicott – Sorella Englund – Antonietta dell’Era – Eva Evdokimova – Viola Farber – Suzanne Farrell – Kaleria Iwanowna Fedicheva – Molissa Fenley – Alessandra Ferri – Vera Petrowna Fokina – Carla Fracci – Edite Frandsen – Margarita Petrowna Froman – Loie Fuller – Gaye Fulton – Annabelle Gamson – Marta García – Sonia Gaskell – Jekaterina Wassiljewna Geltzer – Dame Adelinde Genée – Yvonne Georgi – Judith Gerber – Jelisaweta Pawlowna Gerdt – Valeska Gert – Lina Gerzer – Maina Gielgud – Rena Gluck – Aenne Goldschmidt – Sophia Nikolajewna Golowkina – Lucille Grahn – Cynthia Gregory – Adele Grontzow – Lilo Gruber – Tatiana Gsovsky – Marie-Madeleine Guimard – Anna Halprin – Martine van Hamel – Erika Hanka – Susanne Hanke – Evelyn Hart – Faustina Hasse-Bordini – Deborah Hay – Marcia Haydée – Melissa Hayden – Therese Heberle – Hella Heim – Anna Friederike Heinel – Helga Held – Rosemarie Anne Helliwell – Henriette Hendel – Rosella Hightower – Lina Hindberg – Mary Hinkson – Paula Hinton – Hanya Holm – Frida Holst – Mette Honningen – Christina Horvath – Andrée Howard – Dore Hoyer – Doris Humphrey – Ann Hutchinson – Gigi Hyatt – Awdotia Illjinitscha – Rehman Indira – Mona Inglesby – Lucia Isenring – Jessica Iwanson – Lilly Jacob-Scheuermann – Judith Jamison – Monique Janotta – Marieluise Jaska – Renée Jeanmarie – Ann Jenner – Lis Jeppesen – Betty Jones – Karen Kain – Vera Alexejewna Karalli – Rimma Kladijewna Karelskaja – Tamara Platonowna Karsavina – Natalia Dmitrijewna Kassatkina – Nory Kaye – Birgit Keil – Allegra Kent – Silvia Kesselheim – Dominique Khalfouni – Liz King – Gelsey Kirkland – Susanne Kirnbauer – Nora Kiss – Darey Kistler – Dietlinde Klemisch – Emmy Köhler-Richter – Eugenia Kolossowa – Irina Alexandrowna Kolpakowa – Gabrielle Trofimowna Komlewa – Marina Viktorowna Kondratjewa – Pauline Koner – Valentine Koslov – Liselotte Köster – Nóra Kovach – Vera Michailowna Krasowskaja – Valerie Kratina – Grita Krätke – Marianne Kruufe – Mathilde-Marie Felixowna Kschessinskaja – Zsusza Kun – Traudl Kuppe-Loew – Ninel Alexandrowna Kurgapkina – Jana Kurová – Lydia Georgina Ky-asht – Anna Laerkesen – Mlle de Lafontaine – Gabriella Lakatos – La Meria – Margot Lander – Toni Lander – Pearl Lang – Katti Lanner – Gerd Larsen — Carmen de Lavallade – Taïs Leavitt – Gudrun Leben – Tanaquil LeClerq – Mary Ann Lee – Pierine Legnani – Gertrud Leistikow – Sara Leland – Marina Konstantinowa Leonowa – Olga Wassilewne Lepischinskaja – Tatiana Leskova – Sara Levi-Tanai – Bella Lewitzky – Maja Lex – Catherine Littlefield – Katherine Litz – Emma Livry – Pilar Lopez – Lydie Wassiljewna Lopovka – Tilly Losch – Monika Lubitz – Dia Lucca – Lisl Maar – Sent M’ahesa – Natalia Romanowna Makarava – Irene Mann – Colette Marehand – Maguy Marin – Anna Markard – Dame Alicia Markova – Menia Martinez – Monica Mason – Lizzie Maudrik – Jekaterina Sergejewna Maximowa – Carla Maxwell – Pamela May – Annie Mayet – Augusta Maywood – Kay Mazzo – McBride – Elaine McDonald – Josefina Mendez – Magali Messac – Sulamith Michailowna Messerer – Márta Metzger – Ilse Meudtner – Erika Milée – Agnes de Mille – Shonach Mirk – Pia Mlakar – Meredith Monk – Lola Montez – Lilian Moore – Yoko Morishita – Claire Motte – Jennifer Muller – Mai-Esther Murdmaa – Marfa Nikojewna Murjawjewa – Nahdeshda Sergejewna Nadeshdina – Ludmilla Naranda – Patricia Neary – Vicente Nebrada – Vera Nemchinova – Nadia Nerina – Vivienne Newport – Kyra Nichols – Alice Nikitina – Nika Nilanowa-Sanftleben – Bika Nitschkoff – Lise Noblet – May O’Donnell – Jeanette Ordmann – Alla Jewgenjewna Ossipenko – Ruth Page – Gret Palucca – Galina Panova – Merle Park – Georgina Parkinson – Lilla Pártay – Annette Paul – Nadeshda Wassiljewna Pawlowa – Jennifer Penney – Rita Peolvoorde – Valentina Pereyaslavee – Suzanne Perrotet – Elisabeth Platel – Maja Michailowna Plissetzkaja – Ildikó Pongor – Noëlla Pontois – Magdalena Popa – Marguerite Porter – Michèlle Poupon – Dame Peggy van Praagh – Olga Josifowna Preobrajenska – Françoise Prévost – Pearl Primus – Riki Raab – Monika Radamm – Alexandra Radius – Yvonne Rainer – Kirsten Ralov – Marie Ramberg – Jacqueline Rayet – Sabine Ress – Tatiana Riabouchinska – Patricia Rianne – Hedi Richter – Zhandra Rodriguez – Gunilla Roempke – Ginger Rogers –– Lola Rogge – Rosario – Carolina Rosati – Elsa Marianne Rosen – Patricia Ruanne – Ida Rubinstein – Sara Rudner – Ruth Saint-Denis – Marie Sallé – Persephone Samaropoulo – Galina Samsova – Rita Sangalli – Jekaterina Alexandrowna Sankowskaja – Maro Sappington – Mrinalini Sarabhai – Marian Sarstädt – Luciana Savignano – Margarethe Schanne – Alla Jakolewna Schelest – Rina Schenfeld – Steffi Scherzer – Irene Schneider – Ludmilla Franzeswna Schollar – Heidrun Schwaarz – Colleen Scott – Juli Sedova – Michéle Seigneuret – Ludmilla Ikwanowna Semenjaka – Maria Timofejewna Semjonowa – Lynn Seymour – Moira Shearer – Sybil Shearer – Eleonora Shekesnova – Antoinette Sibley – Aina Siimola – Kirsten Simone – Alla Iwanowa Sisowa – Mary Skeeping – Irène Skorik – Vera Skoronel – Gislinde Skroblin – Mia Slavenska – Tilly Söffing – Lydia Sokolova – Anna Sokolow – Claire Sombert – Nina Iwanowna Sorokina – Olga Alexandrowna Spessiwtzewa – Daisy Spies – Marlene Stierli – Raissa Stepanowna Strutschkowa – Marie-Thèrése Subligny – Marina Svetlova – Helga Swedlung – Vera Szumràk – Marie Taglioni die Jüngere – Marion Tait – Kei Takei – Maria Tallchief – Marjorie Tallchief – Helen Tamiris – Lynne Taylor-Corbett – Ludmilla Tcherina – Marianne Tscherkassy – Lubov Pavlovna Tchernicheva – Veronica Tennant – Elisabetta Terabust – Evelyn Téri – Twyla Tharp – Nini Thellade – Mlle Théodore – Ghislaine Theomar – Brigitte Thom – Irina Viktorowna Tichomirowa – Nina Wladimirowna Timofejewa – Tamara Toumanova – Hèléne Trailine – Vera Alexandrowna Trefilova – Joyce Trisler – Natascha Trofimowa – Birgitta Trommler – Berthe Trümpy – Marianne Tscherkassy – Georgette Tsinguirdes – Edith Türckheim – Julia Turnbull – Galina Sergejewna Ulanowa – Lisa Ullmann – Mona Vangsaae – Ekaterina Vazem – Nia Verchinina – Verdon – Violette Verdy – Konstanze Vernon – Teresa Vestris – Eva Maria Violette – Hana Vlácilova – Marianne Vogelsang – Vera Volkova – Jeannette Vondersaar – Claude de Vulpian – Nina Vyroubova – Karin Wachner – Agrippina Jakowlewna Waganowa – Margaretha Wallmann – Heather Watts – Clara Webster – Barbara Weisberger – Josephine Weiss – Doreen Wells – Margot Werner – Tatiana Michailowna Wetscheslowa – Ilse Wiemann – Grete Wiesenthal – Patricia Wilde – Ellen Virginia Williams – Sallie Wilson – Ethel Winter – Melinda Witham – Donna Wood – Anne Woolliams – Rebecca Wright – Ully Wührer – Sarah Yarbourough – Yuriko – Carlotta Zambelli – Christl Zimmerl – Gerda Zimmermann – Erika Zlocha – Vera Zorina – Virginia Zucchi – Francesca Zumbo

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Vor 70 Jahren flog Amelia Earhart in den Tod biografien-news(cached at February 9, 2007, 10:38 am)


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lia Earhart von Youtube

Miami / Wiesbaden (biografien-news) - Vor 70 Jahren flog Amerikas legendärste Pilotin Amelia Earhart (1897-1937) in den Tod. Sie wurde 1932 im Alter von 34 Jahren als der erste Mensch berühmt, der zwei Atlantikflüge unternommen hatte. Ihr großes Vorbild war ihr Landsmann Charles A. Lindbergh (1902-1974), der 1927 als erster den Atlantik überflogen hatte. Da sie ihm auch äußerlich ähnelte, nannte man sie "Miss Lindy".

Am 20. Mai 1937 erhob sich Amelia Earhart in Miama (Florida) mit ihrer zweimotorigen roten „Lockhead Electra“ erneut zu einer Erdumrundung, wie sie zuvor noch kein Pilot gewagt hatte. Die Rückkehr in Amerika war für den 4. Juli 1937, den Unabhängigkeitstag der USA, geplant, doch es kam ganz anders.

Nach Landungen in Brasilien, Westafrika, Kalkutta, Rangon und Neuguinea nahm Amelia Earhart am 2. Juli 1937 vollaufgetankt die gefährlichste Etappe ihres Abenteuers in Angriff: den Flug von Lae auf Nordguinea zur kleinen Insel Howland nördlich von Samoa. Etwa 20 Stunden nach dem Start in Lae hörten die Funker britischer und amerikanischer Schiffe SOS-Signale ihrer Maschine, mit denen Benzinmangel gemeldet wurde.

Offenbar hatten die nach vierwöchigen Strapazen völlig erschöpfte Amelia Earhart und ihr Navigator Fred Noonan das nur drei Kilometer lange und weniger als einen Kilometer breite Atoll in den Weiten des Pazifik nicht gefunden. Bei der Suchaktion, an der sich 64 Flugzeuge und acht Kriegsschiffe beteiligten, entdeckte man nicht die geringste Spur von Maschine und Besatzung. Auf der Howlandinsel erinnert ein Leuchtturm, der ihren Namen erhielt, an die unvergessene Fliegerin.

Um das Verschwinden von Amelia Earhart ranken sich verschiedene Legenden. Laut einer Version sollen 1944 amerikanische Flieger auf einer einsamen Insel im Stillen Ozean eine Frau angetroffen haben, die ihren Namen nicht nannte und der Verschollenen ähnlich sah. Einer anderen Version zufolge, soll Amelia Earhart im Auftrag des US-Nachrichtendienstes „planmäßig“ verschwunden sein, um den Amerikanern einen plausiblen Vorwand zu verschaffen, japanische Befestigungen auf den Südseeinseln auszuspionieren.

Nach einer weiteren Variante sollen im Sommer 1945 amerikanische Besatzungssoldaten auf den Marshallinseln Hinweise dafür entdeckt haben, dass 1937 eine Fliegerin nahe der Ritainsel notgelandet und von den Japanern gefangen genommen worden sei. Untersuchungen ergaben jedoch, dass es keinen Grund gibt, anzunehmem, Amelia Earhart und ihr Begleiter Fred Noonan wären jemals aufgefunden worden oder seien noch am Leben.

Amelie Earharts Mann gab 1937 das Buch „Last Flight“ heraus. 1939 folgte die von ihm verfasste Biographie „Soaring Wings“.

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Eine Kurzbiografie über Amalie Earhart ist nachzulesen auf der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM". Bestellungen bei:
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Edith Piaf: Der "Spatz von Paris" biografien-news(cached at February 9, 2007, 10:38 am)


Milord" von Youtube


La Vie En Rose - 1954" von Youtube

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 10 - Musik und Tanz" von Ernst Probst:

EdithPiaf

Eine der besten Chansonsängerinnen der Welt war der „Spatz von Paris“, Edith Piaf (1915–1963), eigentlich Edith Giovanna Gassion. Die 1,47 Meter große französische Künstlerin hinterließ der Nachwelt etwa 300 wunderschöne sentimentale Chansons. Als ihr Vermächtnis gilt das drei Jahre vor ihrem Tod entstandene Lied „Non, je ne regrette rien“ („Nein, ich bereue nichts“).

Edith Giovanna Gassion wurde am 19. Dezember 1915 unter ungewöhnlichen Umständen in Paris geboren. Sie kam auf einer Straße in einem der ärmsten Viertel der französischen Hauptstadt vor einem Polizeikommissariat im trüben Licht der Straßenlaternen zur Welt. Zwei Polizisten dienten als Hebammen.

Ediths Vater Jean Gassion war Akrobat in einem Wanderzirkus, ihre Mutter Lina Marsa eine italienische Jahrmarktsängerin. Die Mutter verließ die Familie bereits zwei Monate nach Ediths Geburt, weil sie es leid war, ihrem Mann auf seinen Wanderungen zu folgen. So kam Edith in die Obhut der Großmutter väterlicherseits, die in Bernay (Normandie) als Köchin in einem Bordell arbeitete.

Die Frauen im Freudenhaus brachten Edith mütterliche Gefühle entgegen. Ein Freund sagte später zu ihr, sie solle nicht über ihre Kindheit jammern, Huren seien die besten Mütter der Welt.

Als Dreijährige konnte Edith plötzlich nichts mehr sehen. Monatelang suchte sich Edith mühsam ihren Weg im Dunkeln. Weil sich die Kunst der Ärzte als machtlos erwies, legten alle Damen des Freudenhauses samt Großmutter und Edith ihre Sonntagskleidung an und unternehmen eine Pilgerfahrt zum Grab der heiligen Therese von Lisieux (1873–1897). Dort betete die fromme Großmutter im Kreis ihrer Schützlinge: „O heilige Therese mach, dass meine Enkelin an meinem Namenstag wieder sehen kann“. Und das Wunder geschah: Edith gewann ihr Augenlicht zurück. In Bernay ging Edith zur Volksschule.

Nach einigen Jahren bei der Großmutter musste Edith Giovanna Gassion ab 1922 ihren Vater auf Jahrmärkte begleiten, wo dieser als „Schlangenmensch” auftrat. Anfangs brachte der Vater ihr Akrobatik bei. Später erkannte er ihr Talent zum Singen und ließ sie auf Markplätzen und in Cafés Lieder zum Besten geben.

Mit 15 Jahren verließ Edith ihren Vater und ging nach Paris. Dort trug sie auf Straßen, Hinterhöfen, in Kneipen und Kasernen zusammen mit ihrer angeblichen Stiefschwester Simone Berteaut ihre Lieder vor. Zeitweise arbeitete sie in einer Gummischuhfabrik. Im Frühjahr 1932 lernte die 17-Jährige den Handwerker Louis Dupont kennen, von dem sie am 11. Februar 1933 die Tochter Marcelle bekam, die als Zweijährige an Hirnhautentzündung starb. Danach arbeitete sie als Prostituierte und hatte einen Zuhälter.

Im Oktober 1935 wurde Edith Giovanna Gassion von Louis Leplée (gest. 1936), dem Pariser Revuekönig und Besitzer des Kabaretts „Le Gerny’s“, entdeckt. Einige Wochen später sang sie erstmals mit struppigen Haaren, zerlumpten Kleidern und Klavierbegleitung im „Le Gerny’s“ melancholische Lieder. Dabei begeisterte sie das Publikum, unter dem sich Kenner wie Maurice Chevalier (1888–1972), die Varietékünstlerin Mistinguett (1873–1956) und der Schauspieler Fernandel (1903–1971) befanden.

Louis Leplée erfand für Edith Giovanna Gassion den Künstlernamen „Piaf“ (französisch: „piaf“ = deutsch: „Spatz“). Er war für sie wie ein „zweiter Vater“. Doch ein halbes Jahr nach Ediths Entdeckung durch Leplée lag dieser ermordet in seiner Wohnung und sie geriet unter Verdacht. Da an Engagements in Paris nun nicht mehr zu denken war, trat sie in der Provinz und im Ausland auf.

Nach ihrer Rückkehr erinnerte sich Edith Piaf an den Schauspieler Raymond Asso (1901–1968), der einmal gesagt hatte, sie könne ihn anrufen, wenn sie ihn brauche. Asso wurde ihr Geliebter und Lehrer, er brachte ihr das Lesen und gute Manieren bei. Edith bereitete sich in der Folgezeit mit Engagements in kleinen Kabaretts und ersten Schallplattenaufnahmen auf ein Comeback vor.

Im März 1937 feierte Edith Piaf im „A.B.C.“, der berühmtesten Pariser Music-Hall einen sensationellen Auftritt. Danach folgte Engagement auf Engagement und gewann sie wertvolle Freunde: den Musikverleger Raoul Breton, die Konzertpianistin Marguerite Monnot (1903–1961), die ihre wichtigste Komponistin wurde, sowie den Dichter, Maler, Komponisten und Filmregisseur Jean Cocteau (1889–1963). Ihre künstlerische Karriere wurde durch den französischen Chansonsänger und Filmschauspieler Maurice Chevalier (1888–1972) gefördert.

1940 war Edith Piaf der Star in dem Einakter „Le Bel Indifférent“, den Jean Cocteau für sie und ihren Geliebten, den Schauspieler Paul Meurisse (1912–1979), schrieb. Dabei handelte es sich – neben „La P’tite Lili“ – um das einzige Stück, in dem sie als Schauspielerin auf der Bühne stand.

Im Sommer 1941 spielte die Piaf zum ersten Mal eine größere Filmrolle in „Montmartre sur Seine“. Weitere Filme folgten. Während des Zweiten Weltkrieges sang sie vor französischen Kriegsgefangenen in Deutschland und verhalf vielen Franzosen zur Flucht.

Mit Ausnahme von Michael Emer, der zwischen 1940 und 1962 einige ihrer schönsten Lieder geschrieben hat, waren die wichtigsten Komponisten und Autoren von Edith Piaf meistens auch ihre Liebhaber: außer Raymond Asso auch Henri Contet (1904–1998), Norbert Glanzberg, Georges Moustaki und Charles Dumont.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte die künstlerische Karriere der Piaf ihren Höhepunkt. 1945 traf sie in Paris mit sieben jungen Franzosen zusammen, die als „Les Compagnons de la Chansons“ im gleichen Programm wie sie zwei Jahre lang in Europa auftraten. Zu dieser Gesangsgruppe gehörten auch Charles Aznavour, Gilbert Bécaud, Eddie Constantine (1917–1993) und Yves Montand (1921–1991).

Im Oktober 1947 feierte Edith Piaf in einer New Yorker Variéte-Show ihr USA-Debüt. Danach reiste sie mehrfach in die Vereinigten Staaten, wo sie den verheirateten Box-Europameister im Mittelgewicht und Vater dreier Kinder, Marcel Cerdan (1916–1949), kennen gelernt hatte, der ihre große Liebe war. Cerdan verlor im Oktober 1949 bei einem Flugzeugabsturz auf den Azoren sein Leben. Als die Piaf die Todesnachricht hörte, brach sie zusammen, trat aber am Abend desselben Tages im New Yorker Nachtclub „Versailles“ auf, um nur für Cerdan zu singen.

1952 verliebte sich Edith Piaf in den französischen Sänger und Komponisten Jacques Pills (1910–1970), der damals mit dem noch unbekannten Pianisten Gilbert Becaud auftrat. Am 29. Juli 1952 heirateten Edith und Jacques. Bei der kirchlichen Trauung in New York war Marlene Dietrich (1901–1992) Trauzeugin. Am Hochzeitsabend trat das Paar gemeinsam im „Versailles“ auf.

Gegenüber einem Journalisten erklärte Edith Piaf damals, das Leben sei wunderbar, es gebe Augenblicke, in denen man sterben möchte, doch dann geschehe etwas Neues, und man glaube, man sei im Himmel. Doch das Glück dauerte nicht ewig: Im August 1956 wurde die Ehe mit Pills geschieden, er wollte nicht „Monsieur Piaf“ werden.

Am 20. September 1959 brach Edith Piaf auf der Bühne des „Waldorf Astoria-Hotels“ in New York zusammen. Nach drei Magen- und Darmoperationen mussten ihre für Februar 1960 geplanten Vorstellungen im Pariser „Olympia Theater“ abgesagt werden. Sie schien am Ende, doch im Dezember 1960 konnte sie in Reims wieder auftreten.

Zu Edith Piafs bekanntesten Liedern gehören „La vie en rose“ (1946), „Padam, Padam...“ (1951), „Milord“ (1959), „C’est l’amour“ (1960), „Non, je ne regrette rien“ (1960), „Jérusalem“ (1960), „Les yeux de ma mère“ und „Exodus“ (1961). Auf der Leinwand sah man sie außer in dem erwähnten Film „Montmartre-sur-Seine“ auch in „Étoile sans lumiére“ (1945), „Neuf garçons, un cœur“ (1947), „Paris chante toujours“ (1951), „Boum sur Paris“ (1952), „Si Versailles m’etait conté“ (1953), „Les Amants de Demain“ (1956) und „French-Cancan“ (1956).

Zum himmelhochjauchzenden, zu Tode betrübten Dasein der Piaf gehörten außer Ruhm auch schwere Krankheiten, Rauschgift, Alkohol, Entziehungskuren, Zusammenbrüche auf der Bühne, Autounfälle, der Glaube an Spiritismus, Gespräche mit den Geistern verstorbener Liebhaber und immer wieder Männer.

Am 9. Oktober 1962 ehelichte die todkranke Edith Piaf den 26-jährigen griechischen Sänger Théo Sarapo (1938–1964). Ein Jahr später – am 11. Oktober 1963 – starb sie im Alter von 47 Jahren in Placassier bei Nizza. Ihr Mann wiegte sie nach ihrem Tod noch stundenlang in seinen Armen.

Drei Tage lang defilierten Hunderttausende von Menschen vor dem Sarg von Edith Piaf. Ihrem Trauerzug folgten drei riesige Lastwagen mit Blumen, die der „größten der kleinen Blumen Frankreichs“ von Bewunderern aus allen Bevölkerungsschichten nach ihrem Tod gesandt worden waren. Noch heute vergeht kein Tag, an dem nicht an ihrem Grab auf dem Pariser Friedhof „Piere Lachaise“ Blumen niedergelegt werden. Théo Sarapo kam ein halbes Jahr nach dem Tod der Piaf bei einem Autounfall ums Leben.

Die englische Autorin Pam Gems schrieb über den „Spatz von Paris“
das Stück „Piaf“, das sich eng an deren Biographie anlehnt. Es wurde 1978 von der „Royal Shakespeare Company“ in London uraufgeführt und war wenig später am Broadway in New York zu sehen. Seit der Erstaufführung 1982 gehört es auch in Deutschland zum Repertoire vieler Schauspielbühnen.

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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 4 - Wirtschaft und Verkehr" von Ernst Probst:

ChristinaOnassis

Die erste Frau im Vorstand des griechischen Reederverbandes war Christina („Tina“) Onassis (1950–1988). Man wählte die größte Reederin der Welt 1982 in dieses verantwortungsvolle Amt. Weniger Glück als im Beruf besaß sie im Privatleben: In ihrer Kindheit wurde sie von Mutter und Vater oft mit Kindermädchen und Privatlehrern allein gelassen. Außerdem trennten sich die Eltern, als sie noch keine zehn Jahre alt war. Keine der vier Ehen der empfindsamen, impulsiven und dickköpfigen Christina hielt lange.

Christina Onassis erblickte am 11. Dezember 1950 im New Yorker Stadtteil Manhattan das Licht der Welt. Ihr Vater war der griechische Großreeder Aristoteles Onassis (1907–1975). Ihre Mutter Athina Onassis (1928–1974), geborene Livanos, stammte aus einer reichen argentinischen Reederfamilie. Der Vater kontrollierte eine der größten Privatflotten der Welt mit etwa 40 Tankern und Frachtern. Außerdem war er an Banken, Spielcasinos und Immobilienunternehmen beteiligt. Die Mutter galt zeitweilig als „schönste Frau der Welt“.

Christina wuchs in der luxuriösen Umgebung der elterlichen Residenzen in New York, Athen, Paris, Montevideo und an der Riviera auf. Mehrfach im Jahr wurden die zwei Onassis-Kinder Christina und Alexander von dem Stadthaus in New York zur Pariser Wohnung gebracht. Von dort aus ging es zur Villa bei Athen und dann zum „Chateau de la Croe“ an der französischen Riviera, wo Christina auf Ponys ritt, die ihr der König von Saudi-Arabien geschenkt hatte.

Aristoteles Onassis war ganz vernarrt in seine kleine Tochter und nannte sie „Chryso-Mou“ („mein Goldschatz“). Er hatte ein schlechtes Gewissen, weil er sich wegen seiner Geschäfte nicht mehr Zeit für sie nehmen konnte. Einmal brachte er ihr von einer Reise eine Puppe mit, die ein Modellkleid des französischen Modeschöpfers Christian Dior (1905–1957) trug.

Als seine Tochter fünf Jahre alt war, kaufte Aristoteles Onassis eine Jacht, der er den Namen „Christina“ gab. An Bord dieses Schiffes ließ er das Kinderzimmer von dem Maler Ludwig Bemelmans (1898–1962) dekorieren. Die Jacht wurde für Christina und ihren Bruder ein schwimmendes Zuhause. Wenn das Schiff mit den Kindern an Bord längere Zeit auf dem Mittelmeer kreuzte, unterrichteten Professoren das Mädchen und den Jungen.

Christina und Alexander Onassis besaßen nie eine feste Bleibe. Ihre Eltern verreisten oft und ließen sie monatelang von Kindermädchen und Hauslehrern betreuen. Einerseits führten die beiden Kinder ein sorgloses Dasein, andererseits fehlte ihnen die Wärme eines Elternhauses. Auf diese Kindheitserfahrungen dürften Christinas spätere häufige Depressionen zurückzuführen sein.

Als Christina Onassis neun Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. Ihre Mutter konnte es nicht länger ertragen, dass ihr Mann sie mit der Sängerin Maria Callas (1923–1977) betrog. Sie stürzte im Juli 1959 in Venedig in die Jachtkabine von „Tina“, sagte ihr, sie solle schnell aufstehen, weil sie nach Paris fliegen würden. Das Mädchen merkte, dass etwas Schlimmes passiert war. 1960 ließ sich ihre Mutter nach 13-jähriger Ehe von ihrem Vater wegen „seelischer Grausamkeit“ scheiden.

Nach der zweiten Ehe ihrer Mutter mit dem Herzog von Blandford kam Christina Onassis in das „Internat St.-George“ bei Lausanne (Schweiz), wo sie fast krankhaft schüchtern und menschenscheu wirkte. Ihre Ferien verbrachte sie abwechselnd bei ihrer Mutter oder ihrem Vater. Damals hoffte sie immer noch auf eine Versöhnung der beiden. Neuen Mut fasste sie, als ihr Vater die Callas verließ, weil sie wusste, dass die Ehe ihrer Mutter mit dem Herzog nur noch auf dem Papier bestand.

Doch 1968 teilte Aristoteles Onassis seiner Tochter mit, er werde die amerikanische Präsidentenwitwe Jacqueline („Jackie“) Kennedy (1929–1994) heiraten. Christina, die damals am „Queen’s College“ in London studierte, war darüber so sprachlos, dass sie anfangs zögerte, der Hochzeit auf der Insel Skorpios beizuwohnen, schließlich aber doch kam. Das Verhältnis zwischen Stieftochter und Stiefmutter soll kühl bis ablehnend gewesen sein.

Am 26. Juli 1971 heiratete die 20-jährige Christina Onassis gegen den Willen ihres Vaters in Los Angeles (Kalifornien) den 47 Jahre alten amerikanischen Grundstücksmakler Joseph Bolker aus Hollywood. Sie hatte den geschiedenen Mann am Rand des Schwimmbades von Monte Carlo kennen gelernt. Er war der Vater von vier Töchtern, von denen zwei ähnlich alt wie Christina gewesen sind. Nach der dritten Ehe ihrer Mutter mit dem Onassis-Konkurrenten Stavros Niarchos (1909–1996) im Oktober 1971 unternahm Christina einen Selbstmordversuch. Ihre Ehe mit Bolker wurde bereits nach einem halben Jahr wieder aufgelöst. Christina kehrte nach Europa zurück, tröstete sich mit allerlei Flirts und irrte immer rastloser in der Welt umher.

Nach dem Tod ihres im Januar 1973 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Bruders Alexander wurde Christina Onassis von ihrem Vater in die Leitung des multinationalen Onassis-Konzerns eingeführt. Sie arbeitete im New Yorker Büro des Großreeders mit, assistierte ihm bei geschäftlichen Besprechungen und machte ein dreimonatiges Volontariat in der Schiffsbranche. Später wirkte sie regelmäßig im Onassis-Hauptquartier in Monaco mit. Im August 1974 nahm Christina Onassis eine Überdosis Schlaftabletten und konnte nur in letzter Minute gerettet werden. Zwei Monate später – im Oktober 1974 – starb ihre damals mit dem Reeder Stavros Niarchos verheiratete Mutter in Paris an einem Lungenödem.

Nach dem Tod ihres Vaters am 15. März 1975 erbte die 24-jährige Christina Onassis 47,5 Prozent des auf 500 bis 750 Millionen US-Dollar (damals umgerechnet 1,3 bis 1,95 Milliarden Mark) geschätzten Vermögens. Außerdem sah das Testament für sie ein jährliches Garantieeinkommen von 250000 US-Dollar und 75 Prozent der Eigentumsrechte an der Jacht „Christina“, der Insel Skorpios und anderen Besitztümern vor. Der Rest des Vermögens von 52,5 Prozent, das ursprüngliche Erbe ihres Bruders, floss in eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Liechtenstein, deren Vorsitz „Tina“ übernahm.

Im Juli 1975 heiratete die einzige Trägerin des Namens Onassis in zweiter Ehe den Sohn eines griechischen Großindustriellen, Alexandros Andreadis. Bald stellte sich heraus, das der Milliardennachlass ihres Vaters eine Legende war. Wegen Mangels an Bedarf lagen viele der Onassis-Tanker seit Beginn der Ölkrise unbenutzt in den Häfen. Der Marktwert der Flotte war auf knapp 300 Millionen Dollar gesunken. Da die Schiffe bis zu 80 Prozent ihres Wertes mit Hypotheken belastet waren, gehörten sie eigentlich den Banken. Zudem lag Onassis mit Zinszahlungen von 100 Millionen US-Dollar im Rückstand.

Zur gleichen Zeit beschlagnahmten griechische Behörden drei Banken des Andreadis-Konsortiums und warf die Regierung dem Vater von Alexander Andreadis vor, er habe sich unter dem Militärregime auf illegale Weise bereichert. Auch Alexander selbst beschuldigte man als Direktor einer Schiffswerft in Elefsis einer Reihe von Steuervergehen. Daraufhin suspendierte ihn Christina von seinem Posten als Geschäftsführer der Alexander-Onassis-Stiftung. Die Aufregungen gingen an „Tina“ nicht spurlos vorüber: Sie erkrankte auf einem Flug von New York nach Athen und verlor kurz darauf in einer Privatklinik ihr Baby.

„Tina“ Onassis schenkte später die Jacht „Christina“ dem griechischen Präsidenten und ihre Anteile am Familienbesitz auf der Insel Skorpios ihrer Stiefmutter Jacqueline. 1976 focht sie erfolgreich den Passus im Testament ihres Vaters an, der ihr nur die Nutzung, aber nicht die volle Verfügbarkeit über das väterliche Erbe einräumte. 1977 schlossen „Tina“ und „Jackie“ Onassis angeblich einen Vertrag, der vorsah, dass die Witwe für umgerechnet 45 Millionen Mark auf alle weiteren Ansprüche verzichtete.

Christina Onassis trat nun an die Spitze des multinationalen Konzerns. Dabei wurde sie von erfahrenen Ratgebern unterstützt. Sie engagierte sich in der Geschäftsleitung, verjüngte ihren engsten Mitarbeiterstab, straffte und modernisierte die weltweiten Aktivitäten und liquidierte alle Beteiligungen an branchenfremden Unternehmen.

Im Juli 1977 wurde die zweite Ehe von Christina Onassis mit Alexandros Andreadis geschieden. Am 1. August 1978 heiratete „Tina“ in Moskau in dritter Ehe den zehn Jahre älteren Sowjetbürger Sergej Kausow, der bis zum 1. Juni 1978 Schiffahrtsfunktionär und Abteilungsleiter der staatlichen Transportorganisation „Sowfracht“ war. Diese Ehe endete im Mai 1980.

Im März 1984 folgte die vierte Ehe mit dem Franzosen Thierry Roussel, dem Miterben des Chemiekonzerns Roussel-Uclaf und Inhaber einer Mannequin-Agentur in Paris. Aus dieser Ehe ging am 31. Januar 1985 im Pariser Vorort Neuilly die Tochter Athina hervor die den Namen ihrer Großmutter erhielt. Ebenfalls im Januar 1985 erwarb die Familie ein herrschaftliches Anwesen in Lussy-sur-Morges im Waadtland bei Genf. Im Oktober 1987 wurde auch die vierte Ehe geschieden. Die Tochter blieb bei der Mutter.

In späteren Biographien heißt es, Christina Onassis sei ihrem Ex-Mann Thierry Roussel auch nach der Scheidung hörig und mit ihm intim gewesen. Sie soll ihm für jede gemeinsam verbrachte Nacht einen Liebeslohn von 100000 US-Dollar gezahlt haben. Einem Freund schrieb sie, sie sei ein „Ausnutzungsobjekt“ von Roussel.

Während der letzten Lebensjahre lebte Christina Onassis meistens zurückgezogen in der Schweiz, konzentrierte sich auf die Leitung ihres Konzerns und widmete sich der Onassis-Stiftung, die auf ihre Anregung hin seit 1978 jährlich zwei mit je 100000 US-Dollar ausgestattete Preise vergibt, welche die jeweils beste Leistung zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt honorieren.

Am 18. November 1988 erlag Christina Onassis im Alter von nur 37 Jahren in Tortuguitas bei Buenos Aires (Argentinien) einem Herzinfarkt. Wiederbelebungsversuche in der „Clinica del Sol“ in Buenos Aires blieben erfolglos. Die Beisetzung fand auf der Insel Skorpios bei Leukas im Ionischen Meer statt.

Christinas Universalerbin wurde ihre damals dreijährige Tochter Athina, deren seinerzeit auf eine Milliarde US-Dollar geschätztes Vermögen von fünf Treuhändern bis zur Volljährigkeit 2003 verwaltet werden sollte. Deren Vater Thierry Roussel fand man mit einer jährlichen Apanage auf Lebenszeit von mehr als 1,5 Millionen US-Dollar ab.

Nach dem Tod ihrer Mutter „Tina“ kam Athina Onassis in die Obhut ihres Vaters Thierry Roussel. Jener hatte bereits zu Lebzeiten seiner Frau eine Affäre mit dem schwedischen Fotomodell Gaba Landhage, mit ihr einen Sohn gezeugt und sie 1990 geheiratet. Tochter Athina streute bei der Hochzeit von Vater und Stiefmutter die Blumen.

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Ava Gardner: Die "Königin von Hollywood" biografien-news(cached at February 8, 2007, 8:17 am)


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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film und Theater" von Ernst Probst:

Mit den Attributen „Venus des 20. Jahrhunderts“, „schönste Frau der Welt“ und „Königin von Hollywood“ feierte man in den 1940-er und 1950-er Jahren die amerikanische Schauspielerin Ava Gardner (1922–1990). In den meisten ihrer rund 40 Filme trat sie als Sexgöttin auf, besaß jedoch – wie einige ihrer Streifen bewiesen – auch Talent für anspruchsvollere Rollen. Ihre unglücklichen Ehen, Liebesaffären und exzentrischen Ausschweifungen erregten fast noch mehr Aufsehen als ihre künstlerische Arbeit.

Ava Lavinia Gardner kam am 24. Dezember 1922 in Smithfield (North Carolina) zur Welt. Dort besaßen ihre Eltern ein Kolonialwarengeschäft sowie eine kleine Tabak- und Baumwollfarm, die sie später aufgaben. Nach dem Besuch des „Atlantic Christian College“ in Wilson (North Carolina) zog Ava zu ihrer Schwester in New York.

Eigentlich wollte Ava Gardner zunächst Sekretärin werden. Dazu kam es aber nicht, weil ihr Schwager, der als Porträtfotograf arbeitete, einige Aufnahmen von der dunkelhaarigen Schönheit machte, die er einem Hollywood-Produzenten vorlegte. 1941 unterschrieb Ava einen Vertrag bei der Filmgesellschaft „Metro-Goldwyn-Mayer“ (MGM).

Die ersten beiden – noch mehr oder weniger unbedeutenden –Streifen, in denen Ava Gardner zu sehen war, hießen „Joe Smith, American“ und „We were Dancing“ (beide 1942). Erste Erfolge feierte sie in „The Killers“ („Rächer der Unterwelt“, 1946) nach einem Roman des amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway (1899–1961) und in „One touch of Venus“ („Venus macht Seitensprünge“, 1948).

Bereits in den 1950-er Jahren galt Ava Gardner als eine der „Königinnen von Hollywood“. Damals wirkte sie unter anderem mit in „Pandora und der fliegende Holländer“ (1951), „Schnee am Kilimandscharo“ (1952), „Mogambo“ (1953), „Die barfüßige Gräfin“ (1954), („Knotenpunkt Bhowani“ (1956), „Zwischen Paris und Madrid“ (1957) nach Hemingways „Fiesta“ und „Das letzte Ufer“ (1960). Für „Mogambo“ wurde sie 1953 für den „Oscar“ nominiert.

Später folgten „55 Tage Peking“ (1962), „Sieben Tage im Mai“ (1963), „Die Nacht des Leguan“ (1965), „Die Bibel“ (1965), „Mayerling“ (1968), „Das war Roy Bean“ (1972), „Erdbeben“ (1974), „Permission to Kill“ (1975), „The Casandra Crossing“ (1976), „A Priest in Love“ (1980) und „Regina“ (1986). Die Rolle in „Die Nacht des Leguan“ nach dem Roman des amerikanischen Dramatikers Tennessee Williams (1911–1983) brachte ihr auf dem Festival von San Sebastián (Spanien) den Preis für die beste Darstellerin ein.

In den 1980-er Jahren trat Ava Gardner auch im Fernsehen auf. Man sah sie in den Serien „Falcon Crest“ und „Knots Landing“ sowie in den TV-Filmen „Harem“ und „Maggie“.

Ava Gardners erste Ehe von 1942 mit dem Schauspieler Mickey Rooney hielt 16 Monate, ihre zweite Ehe von 1945 mit dem Jazzklarinettisten Artie Shaw zwölf Monate. 1951 folgte die dritte Ehe mit dem Sänger und Schauspieler Frank Sinatra (1915–1998), die 1957 geschieden wurde. Als sie zeitweise in der spanischen Hauptstadt Madrid lebte, hatte sie Affären mit den Stierkämpfern Miguel Dominguin und Mario Cabre. Während der 1970-er Jahre fiel sie durch Alkoholexzesse negativ in der Öffentlichkeit auf.

Im November 1986 erlitt Ava Gardner als 63-Jährige einen Schlaganfall. Die letzten Lebensjahre hielt sie sich im Londoner Stadtteil Kensington auf. Am 25. Januar 1990 erlag sie im Alter von 67 Jahren in London den Folgen einer Lungenentzündung. Ihre Memoiren unter dem Titel „Ava“ (1990) sind erst nach ihrem Tod erschienen.

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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Als bildhauerisches Genie des 19. Jahrhunderts gilt die französische Künstlerin Camille Claudel (1864–1943). Sie war die Schülerin, Geliebte und Werkstattpartnerin des 24 Jahre älteren französischen Bildhauers Auguste François Rodin (1840–1917). Nach der Trennung von ihm verbrachte sie die letzten drei Jahrzehnte ihres Lebens in einer psychiatrischen Anstalt.

Camille Claudel wurde am 8. Dezember 1864 als zweites Kind von Louis-Prosper Claudel und seiner Frau Louise-Athenaïse Cerveaux in Fère-en-Tardenois (Departement Aisne) geboren. Der vor ihr zur Welt gekommene Erstgeborene Charles Henri war am 1. August 1863 im Alter von nur 16 Tagen gestorben. Der Vater freute sich riesig über die Geburt der Tochter, doch die Mutter, die sich einen Jungen gewünscht hatte, wandte sich ab, weinte und redete stundenlang kein Wort.

Am 26. Februar 1866 bekam Camille eine Schwester, die Louise Jeanne genannt wurde. Zwei Jahre später – am 6. August 1868 – erblickte der Bruder Paul Louis das Licht der Welt. Mit 13 Jahren erklärte Camille ihrem Vater, sie wolle Bildhauerin werden. Der Vater unterstützte diesen Wunsch seiner Tochter. Die Mutter dagegen war darüber entsetzt und meinte, dies sei kein Beruf.

Auf Einladung des Vaters begutachtete 1879 der Bildhauer Alfred Boucher (1850–1934) im Gartenschuppen der Familie Claudel in Nogent-sur-Seine die von der 14-Jährigen geschaffene Gruppe „David und Goliath“. Er erkannte die große Begabung von Camille und meinte, sie müsse unbedingt und sehr bald nach Paris, um dort den schweren Beruf des Bildhauers zu erlernen.

1880 wohnte die Familie Claudel in Wassy-sur-Blaise und ab 1881 in Paris. In der französischen Hauptstadt sollte Camille ihre Bildhauerei weitermachen, ihre Schwester Louise sich als Pianistin vervollkommnen und ihr Bruder Paul Louis das Lehrerseminar („Lycée Louis-le-Grand“) besuchen. Noch 1881 begann die 16-jährige Camille ein Studium auf der „Akademie Colarossi“.

Als 18-Jährige begegnete Camille Claudel 1883 in ihrem Atelier erstmals dem 42-jährigen Bildhauer Auguste François Rodin. Dieser zeigte sich beim ersten Treffen von einer Büste Camilles beeindruckt, die ihren 14-jährigen Bruder Paul Louis darstellte. Dagegen kritisierte er an ihrem Werk „David und Goliath“ die zu starken Kontraste der Form. Außerdem lud er sie ein, in seinem Atelier zu arbeiten.

Ab November 1884 nahm die 20-jährige Camille bei Rodin Unterricht. Sie war sehr attraktiv, hatte dunkelblaue Augen, einen großen mehr stolzen als sinnlichen Mund und rötlich-kastanienbraune Haare. Im September 1885 wurde sie im Atelier die Geliebte des Künstlers. Für Rodin stand Camille Modell für seine berühmte Plastiken „Der Kuß“ (1886), die eine sehr innige Umarmung darstellt, und „Der Gedanke“ (1886). Diese Werke wurden in Glasmasse modelliert, einem Material, das so weich und zart war wie Camille.

Den künstlerischen Durchbruch schaffte Camille Claudel im Alter von 24 Jahren, als sie bei der Ausstellung des Champs Elysées 1888 ihr Werk „Sakuntala“ präsentierte. Dabei handelt es sich ebenfalls um die Darstellung einer Frau und eines Mannes in inniger Umarmung. Damit löste sich die Schülerin aus dem Schatten ihres Lehrers, aber als Frau kam sie von ihm nicht mehr los. Auguste Rodin sagte einmal: „Ich habe ihr gezeigt, wo man Gold findet, aber das Gold, das sie findet, gehört ganz und gar ihr.“ 1898 vollendete Camille die Plastik „Perseus“.

Als Camille von Rodin schwanger wurde, zog sie 1890 in das Schloss Islette ein, wo sie eine Fehlgeburt erlitt. Während dieser Zeit lernte sie ein kleines Mädchen kennen, das sie später in ihrer Skulptur „Die kleine Schlossherrin“ (1894) verewigte. Anschließend kehrte sie nach Paris zurück. Dort befreundete sie sich mit dem Komponisten Claude Debussy (1862–1918) und machte die Bekanntschaft des französischen Romanschriftstellers Marcel Proust (1871–1922) und des Malers Henry de Toulouse-Latrec (1864–1901).

In ihrem eigenen Atelier am Boulevard d’Italie in Paris, das sie drei Jahre lang benutzte, schuf Camille Claudel 1892 eine bronzene Büste von Auguste Rodin. Viel Anerkennung fand sie mit ihren aus Marmor und Onyx geschaffenen Werken „Der Walzer“ (1893), „Clotho“ (1893) und „Die Schwätzerinnen“ (1895 in Gips, 1896 in Marmor, 1897 in Jade). Für eine Ausstellung in Genf stellte sie 1896 insgesamt 19 Skulpturen zur Verfügung.

Nach Jahren großer Leidenschaft und enger Zusammenarbeit trennte sich Camille Claudel Ende 1898 endgültig von dem begnadeten und egozentrischen Auguste Rodin. Vom 4. bis 16. Dezember 1905 beteiligte sich Camille mit 13 Skulpturen in Paris bei Jacques Emile Blot (1885–1960) zum letzten Mal an einer Ausstellung.

Während ihrer Zeit an der Seite Rodins stand Camilles Schaffen (Porträts, Akte, Allegorien) stark unter dem Einfluss ihres Geliebten und entwickelte sie einen zu Pathos und Monumentalität neigenden Stil. Nach dem Bruch mit Rodin entwickelte sie einen individuellen plastischen Stil, der sich vor allem in Kleinplastisken dokumentierte.

Bei ihren Werken bediente sich Camille Claudel der Formensprache des Japonismus und Jugendstils. Unter Japonismus – auch „Art Noveau“ genannt – versteht man die seit den 1860-er Jahren vor allem in Frankreich zu beobachtende Beeinflussung der bildenden und dekorativen Künste durch japanische Vorbilder.

1906 zeigte die stark dem Alkohol zusprechende Camille Claudel erste Zeichen geistiger Umnachtung: Sie zerstörte ihre Skulpturen, zog sich von der Umwelt ganz zurück, vereinsamte und litt immer stärker unter Verfolgungsängsten. Am 3. März 1913 erhielt Camille ein Telegramm, in dem ihr der Tod ihres Vater mitgeteilt wurde. Danach verließ sie nicht mehr ihr Atelier, verharrte dort nackt und aß nichts. Eine Woche später – am 10. März 1913 – holte man sie im Atelier ab und brachte sie zunächst in die Anstalt von Ville-Evrard und später in die Irrenanstalt von Montdevergues, wo sie 30 Jahre lang lebte. Dort schrieb sie ergreifende Briefe an ihren Bruder, den Schriftsteller und Diplomaten Paul Louis Claudel (1868–1955). Sie schilderte ihr Leben in der Anstalt, war darüber verzweifelt, klagte über die Schreie der Mitinsassen und meinte, sie habe Besseres verdient, als namenlos in einem Irrenhaus zu enden.

Am 19. Oktober 1943 starb Camille Claudel im Alter von 78 Jahren in der Anstalt von Montdevergues. Als ihr Bruder Paul Louis an den Bürgermeister von Montdevergues schrieb und ihn im Namen der Familie Claudel bat, Camille eine letzte Ruhestätte zu geben, die dieser großen Künstlerin würdig sei, erhielt er von der Friedhofsverwaltung die traurige Antwort: „Das Grab existiert nicht mehr, da das betroffene Terrain für Dienstzwecke requiriert worden ist“.

Das eindrucksvolle Werk Camille Claudels, die von Auguste Rodin als „geniale Frau“ bezeichnet wurde, war längst vergessen, als 1984 eine Ausstellung ihrer Werke in Paris der Nachwelt in Erinnerung rief, wie einzigartig diese Bildhauerin war. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ urteilte über sie: „Sie war eine jener mutigen Frauen, die sich ins offene Wasser hinaus wagten. Sie hatte das Zeug zu einer Königin.“ Der Regisseur Bruno Nuytten verfilmte in dem Streifen „Camille Claudel“ (1988) das Leben der Bildhauerin mit Isabelle Adjani in der Titelrolle.

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Falco (1957-1998): Der Wiener Weltstar biografien-news(cached at February 8, 2007, 8:17 am)


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Falco, eigentlich Johann ("Hans") Hölzel, geboren am 19. Februar 1957 in Wien, gestorben am 6. Februar 1998 bei Puerto Plata in der Dominikanischen Republik, war ein Weltstar. Er gilt als der bekannteste und erfolgreichste österreichische Pop-Rock-Sänger und Musiker. Sein Titel "Rock me Amadeus" erreichte als erstes und bisher einziges deutschsprachiges Lied die Spitze der US-amerikanischen Charts.

"Hans" Hölzel war das einzige überlebende Kind von Drillingen. Zum vierten Geburtstag schenkte man ihm ein Klavier, ein Jahr später einen Plattenspieler, auf dem er vor allem Elvis Presley, Cliff Richard und die Beatles hörte. Im Alter von fünf Jahren wurde ihm bei einem Vorspieltermin an der Wiener Musikakademie das absolute Gehör bescheinigt.

Ab 1963 besuchte Hölzel eine katholische Privatschule, ab 1967 das Rainer-Gymnasium in Wien. 1973 verließ er die Schule, begann eine Lehre bei der österreichischen Pensionsversicherungsanstalt für Angestellte, brach diese Lehre aber 1974 ab und nahm Gelegenheitsjobs an.

Während seiner Pflichtzeit beim österreichischen Bundesheer von 1974 bis 1975 spielte Hölzel erstmals Bassgitarre. Nach einem Semester am Wiener Musikkonservatorium trat er zunächst in der Band "Umspannwerk" und danach unter anderem in der Wiener Band "Drahdiwaberl" auf.

1977 wohnte Hölzel zeitweise in West-Berlin. Damals beschloss er, sich fortan Falco zu nennen, weil der DDR-Skispringer Falko Weißpflog, der im Fernsehen wegen seiner weiten Sprünge als Falke bezeichnet wurde, ihn sehr beeindruckt hatte. Falco änderte damals auch seinen bürgerlichen Namen Hölzel leicht ab und wählte die internationalere Schreibweise „Hoelzel“. Den ursprünglich zum Vornamen "Falco" geplanten Zunamen "Gottehrer" benutzte er nicht lange. Seinen Spitznamen "Hansi", wie ihn seine Mutter bis zu seinem Tod benutzte, mochte er nicht.

Falco kehrte nach Wien zurück, wurde von der Band "Spinning Wheel" engagiert und spielte im "Ersten Wiener Musiktheater", später "Hallucination Company", einem avantgardistischen Rocktheater. Bereits hier feierte er Erfolge, die aber nur auf die Wiener "Szene" beschränkt waren.

Bei der politischen Band "Drahdiwaberl" trat Falco als Bassist und gelegentlich als Sänger auf. Sein selbst geschriebenes Stück "Ganz Wien", zunächst nur als Solo-Pausenfüller vorgesehen, trug er 1980 als Sänger vor. Das Lied befasste sich mit dem Drogenkonsum in der Wiener Szene thematisiert und entwickelte sich zum Hit in der österreichischen Hauptstadt.

1980 erhielt Falco einen Vertrag über drei Solo-LPs. Zusammen mit dem Wiener Produzenten Robert Ponger produzierte er die Single "Der Kommissar", mit der er 1981 einen Welthit landete. Diese Single erreichte in vielen europäischen Ländern den ersten Platz in der Hitparade. In Kanada erhielt Falco für die Single sogar Gold.

Falco war der zweite Künstler (nach "Kraftwerk" mit "Autobahn"), der mit einem deutschen Text in die US-amerikanischen Charts gelangte. Insgesamt wurde "Der Kommissar" weltweit sieben Millionen Mal verkauft. 1982 erschien das dazugehörige Album "Einzelhaft" mit weiteren Hits wie "Maschine brennt".

Das zweite Album "Junge Roemer" erschien 1984. Es wurde kein großer Erfolg. "Junge Roemer" war das erste Album, das komplett verfilmt wurde.

1985 wechselte Falco zum niederländischen Produzenten-Duo Rob und Ferdi Bolland. Zusammen mit den beiden Brüdern produzierte er das Album "Falco 3" mit Hits wie "Rock me Amadeus", "Vienna Calling" und "Jeanny".

Im März 1986 belegte Falcos Single "Rock me Amadeus" drei Wochen lang Platz 1 der US-amerikanischen Billboard-Charts. Es war die erste deutschsprachige Nummer 1 in Amerika.

Nach seiner Tournee im Sommer 1986 schloss Falco die Arbeit am vierten Album "Emotional" ab, das im Herbst jenes Jahres erschien. Auf diesem Album waren die Singles "The Sound of Musik", "Emotional" und "Coming Home" (Jeanny Part 2 – Ein Jahr danach) zu hören. Danach ging Falco auf Welttournee.

Im Herbst 1988 erschien Falcos fünftes Album "Wiener Blut". Damit hatte er keinen großen Erfolg. Wegen schwacher Nachfrage wurde eine geplante Europatournee abgesagt.

Im Frühjahr 1989 trennte sich Falco von seiner Ehefrau Isabella Vitkovic. Das Album "Emotional" war der 1986 geborenen, vermeintlich gemeinsamen Tochter des Paares, Katharina-Bianca Vitkovic, gewidmet. Doch 1993 kam durch einen Vaterschaftstest heraus, dass Falco nicht Katharinas Vater war.

1990 gelang Falco mit dem Album "Data de Groove" kein Comeback, besser verkaufte sich das im Herbst 1992 erschienene Album "Nachtflug". Ermutigt durch den Erfolg dieses Albums unternahm Falco 1993 eine Europa-Tournee.

1993 gab Falco ein - wegen heftiger Regelfälle und eines Gewitters - legendäres Konzert auf der Wiener Donauinsel. Mehr als 100.000 Besucher harrten aus, obwohl während des Songs "Nachtflug" ein Blitz einschlug. Als die Bühne unter Wasser stand, fiel die Ausrüstung aus. Das Konzert musste abgebrochen werden, blieb aber wegen seiner einzigartigen Stimmung unvergessen.

1995 veröffentlichte Falco die Single mit dem 1930-er-Jahre-Song "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" unter dem Pseudonym "T>>MA".

1996 wählte Falco die Dominikanische Republik als Wohnsitz. Damals veröffentlichte er auch die Dance-Single "Naked", die seine letzte zu Lebzeiten veröffentlichte Single war.

Am 18. Dezember 1997 gab Falco bei einer Weihnachtsfeier der "Lauda Air" in den Wiener Sofiensälen sein letztes Live-Konzert. Niki Lauda war ein langjähriger Freund Falcos; er taufte am 31. Juli 1998 eine "Boeing 737" seiner Fluglinie zum Gedenken an den Sänger auf den Namen Falco.

Im Februar 1998 starb Falco bei einem Autounfall unweit der Stadt Montellano in der Dominikanischen Republik. Sein Sarg wurde von Wiener Motorrad-Rockern, den "Outsidern", auf dem Wiener Zentralfriedhof zu Grabe getragen. Die "Outsider" waren 1985 in Falcos Video "Rock Me Amadeus" zu sehen gewesen. Nach Falcos Tod wurde das Album "Out Of The Dark" ein großer kommerzieller Erfolg.


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Wiesbaden (biografien-news) - Stephen Robert ("Steve") Irwin, geboren am 22. Februar 1962 in Essendon im australischen Bundesstaat Victoria, gestorben am 4. September 2006 vor der Küste von Port Douglas, war ein bekannter australischer Dokumentarfilmer. Dank der vom amerikanischen Fernsehsender "Animal Planet" produzierten Serie, die man nach seinem Spitznamen "The Crocodile Hunter" betitelte, wurde Steve weltberühmt. Er fand auf tragische Weise den Tod.

Steves Vater siedelte im Auftrag der australischen Regierung verschiedene Reptilien aus menschlich besiedeltem Gebiet um. Zum sechsten Geburtstag bekam der kleine Steve eine Pythonschlange als Geschenk. Als Neunjähriger fing er mit Hilfe seines Vaters erstmals ein Krokodil.

Während der 1980-er Jahre lebte Steve lange Zeit im australischen Busch und fing dort Krokodile, was er mit der Kamera festhielt. Irwin galt als Fachmann für das Überleben in der Wildnis sowie für den Fang und die Umsiedlung von Reptilien wie Krokodilen, Schlangen und Waranen. An der Küste von Queensland entdeckte er die nach ihm benannte Schnappschildkröte Elseya irwini.

1991 übernahm Irwin zusammen mit seiner Frau Terri von seinen Eltern den "Reptile & Fauna Park" in Queensland. Der Park wurde später in "Australia Zoo" umbenannt.

1996 startete die australische Fernsehserie "The Crocodile Hunter". Insgesamt wurden 345 Teile gedreht, die von mehr als 500 Millionen Menschen in 137 Ländern gesehen wurden. Zu dieser erfolgreichen TV-Serie zählen nicht nur die Episoden von "The Crocodile Hunter" sondern auch "Croc Files", "Croc Diaries", "New Breed Vets" (deutscher Titel: "Tierärzte ohne Grenzen") und der Kinofilm "Crocodile Hunter: Auf Crash Kurs".

Alle Einnahmen durch TV-Serie und Merchandising flossen Irwins Tierschutzorganisation und seinem "Australia Zoo" zu. Nach heftiger Kritik von Umweltschützern wurde die TV-Serie eingestellt, weil Irwin angeblich bei Dreharbeiten in der Antarktis mit Walen, Robben und Pinguinen zu sehr interagiert haben soll, was gesetzlich verboten ist. Doch eine Untersuchung der australischen Regierung belegte, dass diese Vorwürfe nicht zutrafen.

Im deutschen Fernsehen wurden Folgen von Irwins TV-Serie seit 2002 von "RTL2" und "Kabel1" sowie auf "Premiere" von "Animal Planet" (bevor es das deutsche "Animal Planet" auf "Discovery Channel" gab) gesendet. Mit seinen Serien wollte Irwin vor allem zeigen, dass auch so genannte "unbeliebte Tiere" ein Recht auf Leben und Schutz besitzen.

Steve Irwin starb bei Unterwasseraufnahmen am Great Barrier Reef an den Folgen eines Stachelrochen-Stiches ins Herz. Um ihn trauerten seine Frau Terri sowie seine zwei Kinder Bindi Sue und Robert Clarence.

Irwin wurde auf dem Gelände des "Australia Zoo" an einer unbekannten Stelle beigesetzt. Seine Familie lehnte das Angebot für ein Staatsbegräbnis ab, da Steve sich stets selbst als „normalen Typ“ betrachtet habe. Die Nachricht über seinen Tod löste vor allem in Asien und in den angelsächsischen Ländern große Bestürzung aus.

Nach Irwins Tod wurden an der Küste von Queensland etliche tote und verstümmelte Stachelrochen entdeckt, denen man die Stachel herausgeschnitten hatte. Umweltschützer von Irwins Stiftung "Wildlife Warrior" vermuteten, fanatische Irwin-Anhänger hätten auf diese Weise Rache geübt.


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

ValentinaTereschkowa

Mit der Superlative, die „erste Frau im Weltall“ gewesen zu sein, ging die russische Kosmonautin Valentina Tereschkova in die Geschichte der Raumfahrt ein. Im Juni 1963 folgte sie an Bord von „Wostock VI“ dem zwei Tage vorher gestarteten Raumschiff „Wostock V“ und umkreiste zusammen mit diesem 49 Mal die Erde. Nach diesem erfolgreichen Manöver machte sie beruflich und politisch Karriere.

Valentina Tereschkova kam am 6. März 1937 in Maslennikowo bei Jaroslawl an der Wolga zur Welt. Sie war die Tochter eines Traktoristen, der im Zweiten Weltkrieg gefallen ist. Nach entbehrungsreicher Kindheit und Schulbesuch arbeitete sie in einer Autoreifenfabrik in Jaroslawl. Mit 17 wechselte sie in das Spinnereikombinat „Der Rote Perakop“ von Jaroslawl, in dem auch ihre Mutter tätig war. Dort verbrachte sie sieben Jahre als Zuschneiderin und Büglerin.

Neben ihrer Arbeit besuchte die fleißige Textilarbeiterin und Jungkommunistin eine Abendschule. 1960 erhielt sie am Textil-Technikum in Jaroslawl ein Diplom als Spinnerei-Technikerin. Von 1960 bis 1962 war sie Sekretärin des „Kommunistischen Jugendbundes“ („Komsomol“) im Spinnereikombinat.

Ab 1955 übte Valentina Tereschkova während ihrer Freizeit in einem Aeroclub Fallschirmsprünge. Als der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin (1934–1968) im April 1961 seinen ersten erfolgreichen Raumflug unternahm, träumte sie davon, es ihm nachzutun. Eifrig las sie sämtliche Literatur über Kosmonautik und bewarb sich so lange, bis sie eine Prüfung ablegen und 1962 eine Ausbildung an der Kosmonautenschule beginnen durfte.

Am 16. Juni 1963 folgte Valentina Tereschkova mit dem Raumschiff „Wostock VI“ ihrem zwei Tage vorher mit „Wostok V“ gestarteten Kosmonauten-Kollegen Oberstleutnant Valerij Bykowsky zum Gruppenflug als erste Frau der Welt ins All. Sie startete vom Kosmodrom in Baikonur (Kasachstan) und umkreiste 49 Mal die Erde, bevor sie am 19. Juni bei Nowosibirsk landete. Drei Stunden später ging Bykowsky nicht weit davon entfernt nieder.

Es folgten ein triumphaler Empfang in Moskau, Schlagzeilen der Weltpresse, Glückwünsche aus aller Welt und eine Briefmarke mit den Porträts beider Kosmonauten. Im Juni 1963 wurde Valentina Tereschkova zum „Flieger-Kosmonaut der UdSSR“ ernannt.

Im November 1963 heiratete Valentina Tereschkova den Kosmonauten Adrijan Nikolajew, der im August 1962 mit „Wostock III“, gefolgt am nächsten Tag von Oberstleutnant Popow mit Wostock „IV“, zum ersten sowjetischen Gruppenflug im Weltraum gestartet war. Aus dieser Ehe stammt die 1964 geborene Tochter Aljenka. Später ehelichte sie Julij Schaposchnikow, den Direktor am Zentralinstitut für Traumatologie in Moskau, Militärarzt und General, der immer ein wenig im Schatten seiner berühmten Frau stand.

Im Juni 1969 schloss Valentina Tereschkova ein Studium an der Tschukowski-Ingenieurakademie der sowjetischen Luftwaffe in Moskau erfolgreich ab. Seit 1970 hat sie den Rang eines Oberst-Ingenieurs. Im Mai 1966 wurde sie Mitglied des „Obersten Sowjet“ der UdSSR, im Mai 1968 Vorsitzende des „Frauenkomitees“ der UdSSR, 1971 Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der „Kommunistischen Partei der Sowjetunion“ (KPdSU), 1974 Mitglied des Präsidiums des Obersten Sowjet, 1976 stellvertretende Vorsitzende der Kommission für Erziehung, Wissenschaft und Kultur des Union-Sowjet des Obersten Sowjet der UdSSR.

Die Kosmonautin ist mehrfach ausgezeichnet worden. Sie erhielt zwei Lenin-Orden, die Medaille „Goldener Stern“, die Joliot-Curie-Medaille in Gold, die Ehrenbürgerschaft mehrerer Städte und den Ehrentitel „Held der Sowjetunion“. Ihr zu Ehren benannte man ein Tal auf dem Mond Tereschkova.

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News York / Wiesbaden (biografien-news) - "Joey Dee & The Starliters" hieß eine nordamerikanische Musikgruppe der frühen 1960-er Jahre. Joey Dee, eigentlich Joseph DiNicola, geboren am 11. Juni 1940 in Passaic im US-Bundesstaat New Jersey, gründete 1958 diese weltberühmte Band. Ab 1960 spielte die Band regelmäßig in der New Yorker Discothek "Peppermint Lounge", die sich zu einem Mittelpunkt für Fans des Twist-Tanzes entwickelte. Zusammen mit Henry Glover schrieb Joey den Titel "Peppermint Twist", der zum Nummer-1-Hit und Millionenseller geriet.

Nach diesem sensationellen Erfolg sah man "Joey Dee & The Starliters" in Musikfilmen wie "Hey Let's Twist" und "Vive le twist". Außerdem entdeckte Joey frühzeitig Musiker-Talente. 1963 engagierte er den Drummer Little Willie Littlefield, den Gitarristen Gene Cornish und den Organisten Felix Cavaliere für seine Gruppe. Die beiden letzteren gründeten später die "Young Rascals". Im Frühjahr 1966 spielte auch Jimi Hendrix kurzzeitig bei den "Starliters".

"Peppermint Twist" wurde 1974 auf dem Album "Sweet Fanny Adams" von der Gruppe The Sweet gecovert.

Zur Ursprungsbesetzung von "Joey Dee & The Starliters" gehörten Joseph ("Joey Dee") DiNicola, Carlton Latimor, Willie Davis, Larry Vernieri und David Brigati.

Hit-Singles von "Joey Dee & The Starliters":
"Peppermint Twist" (1962) in USA auf Platz 1, in Großbritannien auf Platz 33
"Hey, Let's Twist" (1962) in USA auf Platz 20
"Shout" (1962) in USA auf Platz 6
"What Kind Of Love Is This" (1962) in USA auf Platz 18
"Ya Ya" (1962) in Deutschland auf Platz 4
"Hot Pastrami And Mashed Potatoes" (1963) in USA auf Platz 36, in Deutschland auf Platz 44


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Ben Turpin: Ein Star der Stummfilmzeit biografien-news(cached at February 6, 2007, 4:27 pm)


n-news) - Ben Turpin, eigentlich Bernard Turpin, geboren am 19. September 1869 in New Orleans (Louisiana), gestorben am 1. Juli 1940 in Santa Monica (Kalifornien), gilt als einer der bekanntesten amerikanischen Komiker aus der Stummfilmzeit. Seine Markenzeichen waren sein stark schielendes, rechtes Auge und sein buschiger Schnurrbart.

Zu Lebzeiten machte man Ben Turpin in Presseveröffentlichungen um bis zu 5 Jahre jünger. Solche falschen Altersangaben sind - vor allem bei weiblichen Stars - in der Filmbranche kein Einzelfall. Im US-Zensus (seit 1870) wird Turpins Geburtsjahr regelmäßig als 1869 angegeben. Er arbeitete im Vaudeville-Theater und im Zirkus. Sein Schielen entstand nach einem Unfall als Heranwachsender.

1907 feierte Turpin sein Filmdebüt im Studio "Essanay" in Chicago, wo er auch als Hausmeister arbeitete und in vielen Kleinrollen auftrat. Seine Spezialität war die Slapstick-Komödie, er konnte sich eindrucksvoll fallen lassen.

1913 wechselte Turpin zu Mack Sennetts "Keystone Studios" und war fest in der Sweedie-Reihe mit Wallace Beery engagiert. Er trat aber auch zusammen mit Charles Chaplin auf. 1915 verließ er "Keystone" und wirkte danach in Filmen mit, in denen er die Hauptrolle spielte. 1917 kehrte er als Komikerstar zu Sennett zurück.

Bis in die Mitte der 1920-er Jahre war Turpin ein vielbeschäftigter Schauspieler in Parodien über ernsthafte Filme. 1924 zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück. Nach dem Tod seiner Frau 1926 trat er bis in die Tonfilmzeit gelegentlich in Nebenrollen auf. Seine letzte Rolle hatte er 1940 zusammen mit "Laurel und Hardy" ("Dick und Doof") in dem Streifen "Saps at Sea".

Ben Turpin hinterließ mehr als 200 Filme. Sein Grab liegt auf dem Forest Lawn Memorial Park Friedhof in Glendale (Kalifornien).

Eberhard Cohrs: Der lustigste Sachse der Welt biografien-news(cached at February 5, 2007, 12:11 pm)


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Dresden (biografien-news) - Eberhard Cohrs, geboren am 4. Januar 1921 in Dresden, gestorben am 17. August 1999 in Diensdorf, war einer der beliebtesten deutschen Komiker und Schauspieler. Man rühmte den "kleinen Mann mit der großen Gusche" zu Lebzeiten als "lustigsten Sachsen der Welt".

Der gelernte Konditor trat nach bestandener Komikerprüfung in den Varietés seines Geburtsorts auf. Ulli Busch brachte ihn zum Rundfunk (Sender Dresden), Heinz Quermann zum DDR-Fernsehen, Wolfgang E. Struck zum Friedrichstadtpalast in Berlin. Cohrs ging auch auf Tournee, produzierte Platten und spielte kleine Rollen im Film.

1977 siedelte Cohrs in die Bundesrepublik über. Rudi Carrell versuchte, ihn in seiner Fernseh-Show "Am laufenden Band" unterzubringen, doch bereits der erste Versuch misslang. Danach trat Cohrs unter anderem bei Harald Juhnke in „Ein verrücktes Paar“, beim Kabarett „Die Wühlmäuse“, neben dem Kabarettisten Dieter Hallervorden in „Nonstop Nonsens“ oder bei den „Karl-May-Festspielen“ in Bad Segeberg auf. Für Carrell fungierte er als Gag- und Sketchautor für dessen Fernsehauftritte.

Nach dem Fall der Mauer kehrte Cohrs nach Ostdeutschland zurück. Bereits beim ersten Auftritt in Dresden zeigt sich 1989, dass ihm sein Publikum treu geblieben war. Er trat vor allem in TV-Shows des „Mitteldeutschen Rundfunks“ (MDR) auf. Am 17. August 1999 erlag Cohrs im Alter von 78 Jahren in seinem Haus am Scharmützelsee einem Krebsleiden.

2004 kam über Cohrs eine furchtbare Wahrheit ans Licht. Damals wurden Dokumente entdeckt, die belegen, dass er im „Dritten Reich“ der „SS“ angehörte. Er diente vom 6. August 1944 bis zum 16. Februar 1945 in der Wachmannschaft des gefürchteten nationalsozialistischen Konzentrationslagers (KZ) Sachsenhausen.

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Buster Keaton: Ein Star des Stummfilms biografien-news(cached at February 5, 2007, 12:11 pm)


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Buster Keaton, eigentlich Joseph Francis Keaton, geboren am 4. Oktober 1896, gestorben am 1. Februar 1966, war ein erfolgreicher amerikanischer Schauspieler und Regisseur aus der Stummfilmzeit. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören "Das Bleichgesicht" (1921), "Sherlock Holmes Jr. (1924) und "Der General" (1926).

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Anne Sexton: Die geisteskranke Dichterin biografien-news(cached at February 5, 2007, 12:11 pm)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

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Amerikas berühmteste Poetin der 1960-er und 1970-er Jahre war die paranoide Hausfrau und zweifache Mutter Anne Sexton (1928–1974), geborene Harvey. Jeder ihrer insgesamt neun Gedichtbände hatte nur ein einziges Thema: nämlich ihr eigenes Leben. Die erfolgreiche Dichterin schied durch Selbstmord aus dem Leben.

Anne Harvey wurde am 9. November 1928 in Newton (Massachusetts) geboren. Sie besuchte einige Jahre lang das „Garland Junior College“, bevor sie 1948 als 20-Jährige ihren Eltern brieflich mitteilte, sie sei durchgebrannt, um Alfred (genannt „Kayo“) Sexton zu heiraten. Später studierte sie – ebenso wie der Dichter Robert Lowell – an der Boston University und arbeitete als Modell und Bibliothekarin.

Als 27-jährige Frau und Mutter zweier Töchter sah Anne Sexton erstmals Gesichter an den Wänden, hörte Stimmen, schrie, tobte und verzweifelte. Auf den Rat ihrer Familie hin, begann sie eine Therapie bei dem Psychiater Martin Orne. Sie wehrte sich dagegen mit einem Selbstmordversuch, dem später mindestens acht weitere folgten.

Bei den Behandlungsgesprächen sagte Anne Sexton, sie sei zu nichts nütze, allenfalls eine „gute Prostituierte, die Männern das Gefühl geben könnte, sie seien stark“. Einmal trieb sie es nach der Sitzung mit einem wildfremden Mann in ihren Auto.

Der Psychiater Martin Orne empfahl Anne Sexton, über ihre Erfahrungen zu schreiben und sich literarisch fortzubilden. Ihr erstes 14-zeiliges Gedicht schrieb sie, nachdem ein Literaturprofessor im Bildungsfernsehen das Schema eines Sonetts erklärt hatte. Die Gedichte Anne Sextons verrieten den Einfluss von Robert Lowell. Sie erschienen unter anderem in „Harper’s“, „The New Yorker“ und „Parisian Review“.

1959 verlor Anne Sexton kurz hintereinander Mutter und Vater. Damals notierte sie in einem Brief „Meine alten Götter sind umgestürzt wie Kegel. Alles ist ein emotionales Chaos. Gedichte und nur Gedichte haben mir das Leben gerettet.“

1960 veröffentlichte Anne Sexton ihren ersten Gedichtband „Tod Bedlam and Part Way Back“ („In die Klapsmühle und halb wieder heraus“), mit dem sie sofort berühmt wurde. Es folgten neun weitere Gedichtbände: „All My Pretty Ones“ (1962), „Live or Die“ (1966), mit dem sie den „Pulitzer-Preis“ gewann, „Love Poems“ (1969), „Transformations“ (1971), „The Book of Folly“ (1972), „The Death Notebooks“ (1974), „Awful Rowing Toward God“ (1975) und postum „45 Mercy Street“ (1976).

1970/1971 lehrte Anne Sexton an der Boston Unversity und 1971/1972 an der Colgate University. Zusammen mit Maxine W. Kumin schrieb sie die Kinderbücher „Eggs of Things“ (1963), „Joey and the Birthday Present“ (1971) und „The Wizard’s Tears“ (1975).

Die geisteskranke Hausfrau avancierte in den Vereinigten Staaten zur Bestseller-Autorin. Jüngere Autoren wandten sich nach dem Erfolg ihrer ersten Gedichtbände bewundernd und ratsuchend an sie. Bei Lesungen aus ihren Werken, für die sie bis zu 2000 US-Dollar Honorar forderte, hörten ihr manchmal bis zu 3000 Menschen zu.

Ihren Mann, den sie als „Spießer“ bezeichnete, betrog Anne Sexton einerseits oft, wenn er beruflich unterwegs war, andererseits verzehrte sie sich nach ihm. Kamen beide wieder zusammen, stritten sie und prügelten sich. Sie wollte nicht einkaufen und kochen und hasste ihre Kinder. Während eines einjährigen Europareisestipendiums schrieb sie ihrem Gatten bewegende Liebesbriefe.

Die beiden Töchter Anne Sextons mussten wegen der psychischen Zusammenbrüche ihrer Mutter häufig bei der Großmutter untergebracht werden. Auch wenn sie dichtete, schob sie die Kinder zu Verwandten ab oder setzte sie vor das Fernsehgerät, verköstigte sie aus der unappetitlich aussehenden Konservenbüchse und war nicht mehr ansprechbar.

Am 4. Oktober 1974 zog Anne Sexton den Pelzmantel ihrer Mutter an, setzte sich in der Garage ins Auto, ließ den Motor an, schaltete das Radio ein und wartete mit einem Glas Wodka in der Hand auf den Erstickungstod. Diesmal kam – im Gegensatz zu früheren Selbstmordversuchen – niemand, um sie zu retten.

1977 und 1991 erschien in englischer Sprache und 1997 in Deutsch ein Buch mit einer Auswahl von Briefen Anne Sextons. Sie hatte von jedem ihrer etwa 50000 Briefe, die sie im Laufe ihres Lebens zu Papier gebracht hatte, einen Durchschlag angefertigt und aufbewahrt. Einmal schrieb sie dem Dichter W. D. Snodgrass: „Ich habe wirklich das Gefühl, das einzig Wahre an mir ist vielleicht ein Gedicht oder eine gute Zeile – abgesehen davon, dass es eine Maske ist“.

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Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Nofretete
(auch Nofretari oder Nefertari)
ägyptische Königin
14. Jahrhundert v. Chr.

Nofretete – altägyptisch „die Schöne ist gekommen“ – stammte vermutlich aus dem Ausland. Sie wurde die Gemahlin des „Ketzerkönigs“ Amenophis IV. (gest. um 1348 v. Chr.), eines Sohnes des Pharaos Amenophis III. und der Teje. Amenophis bestieg etwa 1364 v. Chr. den Thron, erhob die „Sonnenscheibe“ (Aton) zum alleinigen Gott und änderte seinen Namen in Echnaton („der dem Aton wohlgefällig ist“) um. Um 1360 v. Chr. zog Echnaton mit seinen Anhängern nach Armarna, das er „Achet Aton“ („Lichtberg Atons“) nannte. Nofretete brachte sechs Töchter zur Welt und trat im öffentlichen Leben stark hervor. Ihr Anteil an der religiösen Reform ihres Gatten ist umstritten. Über das Ende von Nofretete und Echnaton gibt es nur Vermutungen. Bereits vor dem Tod ihres Mannes wurde Nofretete in Inschriften nicht mehr erwähnt. Manche Forscher nehmen an, hierfür sei ein Zerwürfnis zwischen dem Königspaar die Ursache gewesen. Andere Experten glauben, dass Nofretete einige Jahre vor ihrem Gemahl starb. Echnaton wurde vielleicht ermordet. 1912 entdeckten deutsche Ausgräber in Amarna eine farbige Kalksteinbüste von Nofretete, die in Berlin-Charlottenburg in der Altägyptischen Sammlung aufbewahrt wird, sowie weitere Bildnisse der Königin, ihrer Töchter und Reliefs der königlichen Familie.

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Von Ernst Probst

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Meinem Schwiegervater
Werner Baumbauer aus Mackenrodt
und dem Hotelier
Hans Gethmann aus Hüttgeswasen
gewidmet

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INHALT

Vorwort: Erste Begegnungen
mit dem „alten Schwarzen Peter“

Johann Peter Petri:
Der „alte Schwarze Peter“

Das Kartenspiel
„Schwarzer Peter“

Maria Katharina Petri:
Die Frau des „alten Schwarzen Peter“

Johann Peter Conrad Petri:
Der „junge Schwarze Peter“

Johann Andreas Petri:
Der „Köhler-Andres“

Elisabetha Margaretha Petri:
Die älteste Tochter
des „alten Schwarzen Peter“

Johann Georg und Leonhard:
Die jüngsten Söhne
des alten „Schwarzen Peter“

Daten im Leben
des „alten Schwarzen Peter“

Personenregister

Literatur

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VORWORT

Erste Begegnungen
mit dem „alten Schwarzen Peter“

Wenn ich als Kind „Schwarzer Peter“ spielte, dachte ich keinen Augenblick an den berüchtigten Räuber gleichen Namens aus dem Hunsrück und Odenwald, dem dieses beliebte Kartenspiel seinen Namen verdankt. Erst bei der Lektüre der Manuskripte für die Bücher „Schinderhannes-Chronik“ und „Schinderhannes-Ortslexikon“ des Mainzer Historikers Dr. Peter Bayerlein, die 2003 in unserem Verlag erschienen, erfuhr ich Näheres über „Peter Petri den Älteren“, genannt der „alte Schwarze Peter“ oder der „alte Schwarzpeter“. Denn dieser war zeitweise ein Lehrmeister und Komplize des „Schinderhannes“ gewesen.

Auf Einladung meines Schwiegervaters Werner Baumbauer aus Mackenrodt habe ich häufig an Sonn- oder Feiertagen mit ihm, meiner Frau Doris und meinem Sohn Stefan im „Hochwaldhotel Gethmann“ in Hüttgeswasen bei Allenbach mit Genuss einen leckeren Kutscherteller oder einen saftigen Spießbraten gegessen. Dabei kam mir oft der „alte Schwarze Peter“ in den Sinn, der eine Zeitlang im Weiler Hüttgeswasen am Fuß des Erbeskopfes gelebt hatte.

Bei einem dieser angenehmen Aufenthalte im „Hochwaldhotel Gethmann“ sprach ich den Hotelier Hans Gethmann wegen des „Schwarzen Peter“ und seines Aufenthalts in Hüttgeswasen an. Zu meiner großen Freude überreichte er mir dabei die 52-seitige Publikation von Professor Dr.-Ing. Hans-Eugen Bühler „Beiträge zur Geschichte des Amtes Allenbach. 1. Teil. Die Bedeutung der Holzhauer- und Kohlenbrennerkolonie Hüttgeswasen zwischen 1600 und 1900“.

Prof. Dr.-Ing. Bühler war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Jahr 1984 technischer Direktor des Unternehmensbereiches Anlagentechnik der Didier-Werke AG in Wiesbaden und zugleich Professor an der Technischen Hochschule in Aachen für das Fachgebiet „Werkstoffkunde der Stähle“. Familiäre Verbindungen regten ihn dazu an, sich in seiner Freizeit mit der ehemaligen Hunsrücker Eisenindustrie und ihrer Sozialgeschichte zu befassen und hierüber eine ganze Reihe von Aufsätzen zu schreiben.

Der erwähnten Publikation von Prof. Dr.-Ing. Bühler, die innerhalb der von Hans-Peter Brandt herausgegebenen Schriftenreihe der Kreisvolkshochschule Birkenfeld erschienen ist, verdanke ich viele interessante Einzelheiten über das Leben des „alten Schwarzen Peter“ und seiner Familie sowie über die von ihm verübten Straftaten. Bei der wiederholten Lektüre jener Schrift keimte in mir langsam der Wunsch, ein Buch über „Peter Petri den Älteren“ zu schreiben.

Das nun vorliegende Taschenbuch „Der Schwarze Peter“ schildert das Leben dieses gefürchteten Räubers, der zunächst Lehrmeister und später Komplize des um 25 Jahre jüngeren legendären „Schinderhannes“ war. Im Gegensatz zu Letzterem endete er allerdings nicht unter dem Fallbeil der Guillotine, sondern starb friedlich im Bett – wenngleich vermutlich hinter Gittern.

Dieses Buch ist meinem Schwiegervater Werner Baumbauer aus Mackenrodt und dem Hotelier Hans Gethmann aus Hüttgeswasen gewidmet. Ohne diese beiden Männer hätte es diese Neuerscheinung über den „alten Schwarzen Peter“ nicht gegeben.

Ernst Probst, im Januar 2005

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Johann Peter Petri:
Der „alte Schwarze Peter“

Als einer der berüchtigtsten Räuber in Deutschland gilt Johann Peter Petri, genannt „Peter Petri der Ältere“, der „alte Schwarzpeter“ oder der „alte Schwarze Peter“. An diesen Ganoven erinnert heute der Name eines bekannten Kartenspiels für Kinder. Er war im 19. Jahrhundert unter dem Namen „Schwarzer Peter“ noch wesentlich populärer als Johannes Bückler (1777–1803) alias „Schinderhannes“, der heute meistens als berühmtester deutscher Räuber bezeichnet wird.

Der „alte Schwarze Peter“ kam am 24. März 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet zur Welt. Seine Eltern waren Johann Peter Petri und dessen Ehefrau Christina Margaretha. Um 1780 heiratete der „alte Schwarzpeter“ die 1759 in Schmelz geborene und ab 1765 im Weiler Hüttgeswasen im Hunsrück lebende Maria Katharina Neumann, die Tochter des Wirts und Köhlers Johann Georg Neumann (um 1723–1803). Wo die Ehe der beiden geschlossen wurde, ist nicht mehr zu eruieren.

Der „alte Schwarzpeter“ errichtete – mit Genehmigung des Herzogs von Zweibrücken – in Hüttgeswasen neben der Behausung seines Schwiegervaters eine Hütte, in der er mit seiner Familie elf Jahre lang lebte. Damals arbeitete er als Holzfäller und Köhler. Die in Hüttgeswasen hergestellte Holzkohle wurde von zahlreichen Schmelzen des Amtes Allenbach zur Eisen- und Kupferverhüttung benötigt.

Hüttgeswasen liegt heute an der Bundesstraße 269 Morbach–Birkenfeld–Saarbrücken. Genauer gesagt etwa einen Kilometer in Richtung Birkenfeld hinter der Kreuzung der B 269 mit der B 442 Idar-Oberstein–Allenbach–Thalfang–Trier. Der Weiler besteht gegenwärtig nur aus zwei dauernd bewohnten Häusern (darunter das „Hochwaldhotel Gethmann“) und einem Forsthaus. Verwaltungsmäßig gehörte Hüttgeswasen immer zum Amt Allenbach.

Am 2. Mai 1781 kam in Hüttgeswasen der erste Sohn des „alten Schwarzpeter“ namens Johann Peter Conrad (der „junge Schwarzpeter“) zur Welt. In Hüttgeswasen wurden auch fünf andere Kinder der Petris geboren: Elisabetha Margaretha (geb. 17. Januar 1784), Johann Christian (geb. 5. März 1787, gest. 2. November 1787), Abraham (geb. am 11. November 1788, gest. 6. September 1791), Catarina Elisabeth (geb. 7. Dezember 1791, gest. 12. Februar 1792) und Johann Andreas alias „Köhler-Andres“ (geb. am 27. Dezember 1792).

Die restlichen drei der insgesamt neun Kinder stammten nicht aus Hüttgeswasen: der Sohn Johann Georg (geb. 1794/1795), die Tochter Louise (geb. 1797/1798) und der Sohn Leonhard (geb. um 1803/1804).

Die Hütte des „alten Schwarzpeter“ wurde 1792 beim Einmarsch französischer Soldaten niedergebrannt. Ab dieser Zeit führten der „alte Schwarzpeter“ und seine Familie ein unstetes Leben. Die Petris verließen Hüttgeswasen und lebten bis 1811 in zahlreichen Orten des Hunsrücks und auf der rechten Rheinseite, vor allem in der Gegend des Odenwaldes.

Zunächst arbeitete der „alte Schwarzpeter“ etwa ein halbes Jahr lang als Holzfäller für die Gemeinden Beulich und Gondershausen. Anschließend hielt er sich etwa ein Jahr lang in Schauren bei Kempfeld auf, wo er im Auftrag eines Bürgers aus Hottenbach ebenfalls als Holzfäller aktiv war. Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Weiden bei Hottenbach verdiente der „alte Schwarzpeter“ fast vier Jahre lang als Holzfäller auf der Glashütte im Soonwald seinen Lebensunterhalt. Danach war er wiederum ein halbes Jahr Holzfäller in Münchwald und zog anschließend für kurze Zeit in die Gegend rechts der Nahe.

Im Sommer/Frühherbst 1797 quartierte sich der damals 19-jährige Johannes Bückler alias „Schinderhannes“ für mehrere Wochen bei der Familie des „alten Schwarzpeter“ auf dem Hühnerhof bei Lauschied unweit von Kirn ein.

Der „alte Schwarzpeter“ beteiligte sich im Spätsommer 1797 an einem nächtlichen Einbruch in ein bewohntes Haus in Bärenbach bei Kirn. Außer ihm waren der „junge Schwarzpeter“, der „Schinderhannes“, Jakob Fink („Roter Fink“) aus Weiler bei Bingen und der Holzfäller Johann Georg Reidenbach („Lauschieder Hansjörg“) aus Lauschied bei Kirn mit von der Partie.

Das räuberische Quintett war bewaffnet, öffnete einen Fensterladen, drang in das Haus ein und entwendete dort Bettzeug, einige Säcke voller Wolle und Leinentücher. Dabei handelte es sich um den ersten schweren Einbruch des „Schinderhannes“. Nach den damals im Hunsrück gültigen Gesetzen der Französischen Republik handelte es sich um ein „todeswürdiges Verbrechen“.

1797 beging der „Schinderhannes“ zusammen mit dem zu dieser Zeit erst 16-jährigen „jungen Schwarzpeter“ mindestens acht Diebstähle. Dabei entwendeten die beiden jungen Leute meistens Hammel und Bienenstöcke.

Überfall auf die Ziegelhütte bei Spall

Am späten Abend des 25. Januar 1798 führte der „alte Schwarzpeter“ einen nächtlichen Raubüberfall auf die Bewohner der in der Nähe von Spall gelegenen Ziegelhütte des Bürgers Johann (Martin) Schmitt an, bei dem sich insgesamt sechs Personen beteiligten: der „alte Schwarzpeter“, der „Schinderhannes“, der „junge Schwarzpeter“, Jakob Fink, Johann Georg Reidenbach sowie der über 70-jährige Landstreicher und Dieb Christian Schuck, der bald nach seiner Verhaftung 1801 im Gefängnis von Gent starb. Dieses Verbrechen dürfte der erste bewaffnete Raubüberfall gewesen sein, an dem der „Schinderhannes“ mitwirkte.

Johann Georg Reidenbach klopfte an die Haustür des zur Ziegelhütte gehörenden Wohnhauses und bat, weil es kurz zuvor geschneit hatte und sehr kalt war, um ein Nachtlager. Weil man ihn kannte, ließ man ihn ins Haus, doch unerwarteterweise folgten ihm drei mit Gewehren bewaffnete Männer, die sich draußen versteckt hatten. Zwei andere Personen, der „junge Schwarzpeter“ und der Landstreicher Schuck, blieben draußen und standen Schmiere.

Die vier Räuber fingen sofort nach ihrem Eintreten in das Haus Streit an. Der „alte Schwarzpeter“ forderte laut Geld und verlieh seinen Forderungen mit einigen Ohrfeigen Nachdruck. Einer der Räuber, vermutlich der „Schinderhannes“, wollte die Frau des Ziegelhüttenbesitzers fesseln, doch dies unterblieb nach Einwänden von Jakob Fink, der inzwischen ebenfalls von den Hausbewohnern erkannt worden war.

Anschließend durchwühlten die Eindringlinge alle Schränke und Kommoden im Haus und stahlen außer dem gesamten Geld der Familie auch Fleisch, Kleidungsstücke und Bettwäsche. Weil die Ganoven nicht soviel Geld entdeckten, wie sie erhofft hatten, verprügelten und folterten sie Johann Schmitt und seine Frau immer stärker, um weitere Geldverstecke zu erfahren. Dabei wurde Johann Schmitt so schwer verletzt, dass er sich davon nie mehr richtig erholte. Zwei Jahre später erlag er den Folgen der schweren Verletzungen.

Obwohl die Überfallenen den „alten Schwarzpeter“, Fink und Reidenbach erkannt hatten, wagten sie es aus Furcht vor weiteren Überfällen nicht, diesen Vorfall den Behörden zu melden. Dieser wurde erst einige Jahre später in Verbindung mit dem Prozess gegen den „Schinderhannes“ in Mainz bekannt und eingehend untersucht.

Lohnende Pferdediebstähle

Im August 1798 stahl der „alte Schwarzpeter“ zusammen mit dem „Schinderhannes“ dem Bauern Johann Klump in Ellern zwischen Argenthal und Rheinböllen zwei Pferde. Der Diebstahl von Pferden war ein lukratives Geschäft, durchaus vergleichbar mit dem heutigen Diebstahl von Luxuslimousinen, schrieb der Mainzer Historiker Dr. Peter Bayerlein in seinem Buch „Schinderhannes-Chronik“.

Da das Rheinland seit 1792 mehrfach Kriegsschauplatz gewesen ist und durchziehende Heere gewöhnlich jedes Mal Pferde requirierten, wenn sie durch ein Dorf marschierten, waren die Tiere sehr begehrt. Der Verlust seiner zwei oder drei Pferde konnten einen kleinen Bauern und dessen Familie unter Umständen für immer ruinieren, wenn er seine Ernte nicht einbringen und aus diesem Grund seine Pacht nicht rechtzeitig bezahlen konnte. Für ein gestohlenes Pferd erhielten die Diebe im Durchschnitt etwa fünf bis sechs Louisdor, wofür man zwei Kühe kaufen konnte.

Der Mord an Simon Seligmann

Am 12. August 1798 ermordete der betrunkene „alte Schwarzpeter“ in der Nähe des Forsthauses Thiergarten zwischen Argenthal und Stromberg im Soonwald brutal den jüdischen Viehhändler Simon Seligmann aus Seibersbach. Diese Bluttat geschah im Beisein und vermutlich mit Hilfe des „Schinderhannes“.

Das Opfer hatte drei Jahre zuvor am Tag der Taufe des Sohnes Johann Georg des „alten Schwarzpeter“ in der Kirche von Seibersbach diesen bei einem Techtelmechtel mit der Frau von Johann Jakob Krämer („Iltis-Jakob“) im Wald beobachtet und dies prompt deren Ehemann erzählt. Der vor Eifersucht rasende Gatte fügte seiner untreuen Gemahlin beim immer heftiger werdenden Streit insgesamt elf Hieb- und Stichwunden zu, denen sie erlag. Bei einer gerichtlichen Untersuchung im August 1795 gestand der „Iltis-Jakob“ lediglich, seine Frau mit Stockschlägen „ein wenig gezüchtigt“ zu haben.

Vor der Bluttat an dem Viehhändler Seligmann hatten der „alte Schwarzpeter“ und der „Schinderhannes“ im Wirtshaus gesessen, ausgiebig gezecht und Karten gespielt. Sie warteten dort vergeblich auf den Bauern Johann Klump aus Ellern, dem sie durch einen Boten mitteilen ließen, sie hätten von dem Diebstahl seiner Pferde gehört und seien bereit, ihm gegen ein entsprechendes „Trinkgeld“ die Tiere bei den Dieben wieder zu beschaffen. Diesen Trick versuchten damals Pferdediebe gerne. Mitunter gingen bestohlene Bauern darauf ein, ihre entwendeten Pferde auf diese Weise wiederzubekommen, weil dies für sie meistens günstiger war, als sich andere Tiere bei einem Pferdehändler zu kaufen.

Als die beiden Pferdediebe von einem jungen Burschen, den sie nach Ellern mit dem Auftrag geschickt hatten, Klump solle zu ihnen ins Wirtshaus kommen, hörten, dass der Bauer nicht zu Hause sei, wurde der „alte Schwarzpeter“ rasend vor Zorn. Wenig später hielten die Ganoven drei auf der Straße zufällig vorbeikommende jüdische Musikanten an und ließen diese für sich aufspielen.

Plötzlich sah der „Schinderhannes“ draußen auf der Straße den Viehhändler Simon Seligmann aus Seibersbach, der eine Kuh am Strick mit sich führte, vorbeikommen. Sofort machte der Hannes den „alten Schwarzpeter“ darauf aufmerksam und sagte, draußen sei jener Jude, der ihn „einst verleumdet“ habe und der schuld sei am Tod seiner „Gevatterin“. Auch der Viehhändler schien den „alten Schwarzpeter“ gleich bemerkt zu haben, denn er ließ sich vor dem Wirtshaus nur Wasser reichen und zog dann mit seiner Kuh eilig weiter in Richtung Seibersbach.

Etwa eine Viertelstunde danach verließen der „alte Schwarzpeter“ und der „Schinderhannes“ das Wirtshaus und verschwanden in der gleichen Richtung wie Simon Seligmann im Wald. Eine weitere halbe Stunde später, so berichtete der Wirt, sei einer der beiden Ganoven noch einmal kurz zurückgekehrt und dabei habe man an seiner Kleidung Blut bemerkt.

Als man Simon Seligmann in seinem Heimatort Seibersbach vermisste, schickte man zwei Tage später Suchtrupps in den Wald, um nach ihm zu suchen. Etwa auf halbem Weg zwischen dem Thiergarten und Kaltenborn (heute Marienborn) entdeckte man die Leiche des Viehhändlers. Wegen der schweren Verletzungen am ganzen Körper des Toten wusste man noch vor dem Eintreffen der Amtsärzte und Justizbeamten, dass Simon Seligmann von Straßenräubern erschlagen und beraubt worden war.

Der Verdacht richtete sich sofort gegen die beiden Kerle, die im Wirtshaus sehr viel Lärm gemacht und mit anderen Gästen ständig Streit angefangen hatten. Einige der Gäste identifizierten den älteren der beiden Randalierer als den „berüchtigten und famösen Schwarzen Peter“. Den jüngeren der beiden, den „Schinderhannes“, kannte man damals im Soonwald noch nicht.

Nach dem Mord an dem Juden Simon Seligmann marschierten der „alte Schwarzpeter“ und der „Schinderhannes“ vom Soonwald zum Bangartner Hof gegenüber von Altenbamberg, wo sich damals anscheinend ein Teil der Familie des „alten Schwarzen Peter“ aufhielt. Von dort aus schickte der „alte Schwarzpeter“ eine Tochter zum Händler Leiser nach Altenbamberg, der die dem Juden Simon Seligmann geraubten Gegenstände, unter denen sich eine silberne Taschenuhr befand, kaufen sollte. Die Transaktion fand wenig später an einem verabredeten Treffpunkt im Wald statt.

Im September 1798 wurde der „alte Schwarzpeter“ auf dem Dreiweiher Hof bei Hallgarten, nördlich von Obermoschel, verhaftet. Nach einigen Verhören brachte man ihn über Obermoschel ins Gefängnis des Arrondissements nach Kaiserslautern. Da der verdächtige Mann keinen gültigen Pass besaß, bezweifelte man, ob er wirklich derjenige sei, für den er sich ausgab. Seine wahre Identität wurde geklärt, als ihn ein Justizbeamter aus Simmern als „Schwarzer Peter“ identifizierte, der mit dem Mord an dem Viehhändler Simon Seligmann in Verbindung gebracht wurde.

Anschließend brachte man den „alten Schwarzpeter“ nach Simmern. Während seiner Verhöre beschuldigte er dort den „Schinderhannes“ als Täter, womit er einräumte, beim Mord an Simon Seligmann zumindest anwesend gewesen zu sein. Man sperrte ihn vorläufig in den Gefängnisturm von Simmern.

Ausbruch in Simmern

Nur einige Wochen später – am 29. Brumaire des Jahres VII –- brach der „alte Schwarzpeter“ aus dem Turm von Simmern aus, flüchtete nach Kleinweidelbach, wo ihn ein Mann namens Heller von seinen Ketten befreite, und floh auf die rechte Rheinseite in den Odenwald.

Wie in allen anderen von den Franzosen besetzten linksrheinischen Gebieten galt damals auch im Hunsrück eine neue Zeitrechnung. Man zählte nicht mehr „nach Christi Geburt“, sondern „nach Gründung der Republik“ am 21. September 1792. „Neujahr“ war jetzt am Herbstanfang. Eine Woche hatte nicht mehr sieben, sondern zehn Tage und an die Stelle des Sonntags trat der „Dekadi“. Auch die Monate und die Wochentage waren umbenannt.

Als der „Schinderhannes“ 1802 in Mainz verhört wurde, schob er alle Schuld im Mordfall Simon Seligmann dem „alten Schwarzpeter“ zu. Doch da er eingestehen musste, dass er sich zur Tatzeit am Tatort aufgehalten und überdies einen Teil der Habe des Ermordeten an sich genommen hatte, werteten die Richter 1803 in Mainz die Tat folgerichtig als gemeinschaftlich begangenen Raubmord.

Brutaler Raubüberfall bei Merxheim

Besonders brutal verlief der bewaffnete Raubüberfall auf die Familie des Müllers Adam Kratzmann (Krazmann) bei Merxheim im Naheland am 14. Januar 1802, an dem der „alte Schwarzpeter“ teilnahm. Dieses schreckliche Verbrechen wurde von insgesamt sechs Räubern verübt: dem „alten Schwarzpeter“, dem „Schinderhannes“, dem hinkenden Schuster Johann Leyendecker aus Lauschied bei Kirn, Joseph Weber (Krug Joseph), Johann Martin Rinkert und dem Zunderkrämer Johann Nikolaus („Hannikel“) Müller.

Der Müller Adam Kratzmann wurde in der Nacht vom 14. auf den 15. Januar 1802 durch Hundegebell wach. Er schaute nach, was der Grund für die Unruhe sei und fand zu seiner großen Überraschung in der Wohnstube fünf mit Flinten, Pistolen und Metzgermessern bewaffnete Räuber vor.

Die Eindringlinge riefen dem Müller zu: „Du alter Spitzbube, gib dein Geld her“, schlugen ihn, warfen ihn zu Boden und fesselten ihn. Ebenso war man bereits mit seiner Schwiegermutter Elisabeth Frick vorgegangen.

Der „Schinderhannes“ zwang die Frau des Müllers, mit ihm durch das ganze Haus zu gehen, wobei sie ihm zeigen sollte, wo die Familie ihr Geld und andere Schätze versteckt habe. Dabei fand man aber nur 30 Gulden Bargeld und ein Paar silberne Schnallen. Über diese magere Beute waren die Räuber sehr enttäuscht, verlangten mehr Geld und drohten mit Folter.

Um ihrer Drohung Nachdruck zu verleihen, banden die Räuber der alten Schwiegermutter des Müllers etwas Zunder auf den Daumen, ließen dieses abbrennen und hielten ihr eine brennende Kerze unter die Achselhöhle. Weil die alte Frau nichts verriet oder verraten konnte, zündete man sogar ihr Nachthemd an. Doch die Gewalttäter konnten trotz ihrer Folterungen nichts mehr aus ihren Opfern herauspressen.

Bevor die Räuber endlich gingen, mussten die Überfallenen Stillschweigen schwören und versprechen, nicht vor drei Stunden ihr Haus zu verlassen. Durch Zufall erfuhr der Bürgermeister (Maire) von Merxheim einige Tage später von dem Raubüberfall auf die Mühle. Als er den Vorfall amtlich protokollieren wollte, waren der Müller und seine Familie völlig verschüchtert. Der Müller gab lediglich zu Protokoll, er sei mit seinem Schicksal zufrieden und wolle dies geduldig allein tragen. Einige Tage darauf kam der Friedensrichter von Meisenheim in die Mühle. Ihm gegenüber gab der Müller nicht seinen ganzen Verlust zu und behauptete, er kenne keinen der Räuber.

Adam Kratzmann erholte sich von dem Überfall und dem Schock gesundheitlich nie mehr richtig. Seit diesem Vorfall war er ein gebrochener Mann. Er starb einige Tage nach dem Auftakt des Mainzer Prozesses gegen den „Schinderhannes“ und dessen Komplizen.

Die Ölmühle von Wilhelm Bollenbach bei Oberhausen an der Nahe war am 12. April 1802 der Schauplatz einer ungewöhnlichen „Räuberparade“, bei der auch der „alte Schwarzpeter“ mitwirkte. Der „Schinderhannes“ kam bei seinem letzten Streifzug in den Hunsrück an jenem Montag vor Ostern zur Ölmühle und rief Wilhelm Bollenbach durch das Fenster zu, er wolle ihm etwas zeigen. Der Ölmüller ging nach draußen und glaubte seinen Augen kaum zu trauen: Vor dem Haus standen angeblich 15 bewaffnete Männer, militärisch in Reih und Glied gestellt. Der „Schinderhannes“ kommandierte, die Räuber sollten das Gewehr präsentieren, was diese sofort taten.

In Wirklichkeit waren es allerdings keine 15 Räuber, sondern nur sieben. Unter ihnen befand sich der um 1778 in Mümling-Grumbach geborene rothaarige Johann Adam Heusner, genannt „Dicker Hann-Adam“ oder „Roter Hann-Adam“, der spätere Anführer der Odenwald-Räuber, der am 5. November 1814 in Darmstadt enthauptet wurde. Roten Haaren sagte man damals nichts Gutes nach.

Die immer wiederkehrende Übertreibung bei Angaben über die Anzahl von Räubern rührte sicherlich daher, dass die Augenzeugen mit möglichst großen Zahlen ihre Angst oder Notlage zu verdeutlichen suchten. Der erwähnte Ölmüller war vermutlich an der heimlichen Versorgung der Räuber beteiligt, wenn sich diese in den alten Bergwerkstollen des nahen Lemberg versteckten.

Bärenstark und eitel

Nach Zeugnissen aus seiner Zeit hatte der „alte Schwarzpeter“ eine mittlere Statur, ein glattes und angeblich hübsches Gesicht, kohlschwarzes Haar und einen dunklen Backenbart, den er unter dem Kinn in einem Knoten zusammenbinden konnte. Er soll bärenstark gewesen sein.

Zeitgenossen schilderten den „alten Schwarzpeter“ einerseits als wahres Raubtier, andererseits aber auch als einen Menschen, den der Anblick eines Jungen zu Tränen rührte, vermutlich weil er dabei an seine eigenen Kinder dachte.

Wenn der „alte Schwarzpeter“ verhört wurde, belastete er – nach Ansicht mancher Autoren – angeblich nur Ganoven, die ihn zuvor beschuldigt hatten und bat darum, dies im Protokoll zu vermerken. Er glaubte fest daran, es sei vorteilhaft, nach jedem eingestandenen Verbrechen um eine gnädige Strafe zu bitten und freute sich darüber, wenn andere Gauner dies versäumten.

Der „alte Schwarzpeter“ war auch sehr eitel. Oft erwähnte er im reiferen Alter, er sei früher ein sehr schöner Mann gewesen. Wenn er über andere Geschlechtsgenossen sprach, erwähnte er immer, ob dieser ein schöner Mann sei oder nicht. Als er einmal engsitzende Beinkleider erhielt, zeigte er diese jedem mit großem Wohlgefallen. Sichtlich angetan erzählte er seine Liebschaften aus früheren Zeiten.

Gerne sprach der „alte schwarze Peter“ dem Alkohol zu. Wenn er viel Schnaps getrunken hatte, nahm er manchmal ein frisch gewetztes Messer zwischen die Zähne und tanzte wie ein Rasender herum.

Bei manchen Gelegenheiten zeigte der „alte Schwarzpeter“ eine fromme Gesinnung. Aber er meinte auch, er fange an zu zweifeln, ob es einen Gott gebe, weil er so sehr gebetet habe und seine Lage doch nicht verbessert worden sei. Wenn der „alte Schwarzpeter“ von verstorbenen Verwandten oder Bekannten sprach, fügte er stets die Worte „der selige“ bei, beispielsweise „der selige Pfeiffer“ oder „der selige Schmuhbalzer“.

Im Frühjahr 1802 – also zur Zeit der Verhaftung des „Schinderhannes“ in Wolfenhausen bei Weilburg – hielt sich der „alte Schwarzpeter“ im Soonwald auf. Er entging dort dem Zugriff der Behörden. Im Gegensatz zu seinem ersten Sohn „Peter Petri dem Jüngeren“ alias der „junge Schwarzpeter“ stand er nicht im damals zu Frankreich gehörenden Mainz zusammen mit Johannes Bückler alias „Schinderhannes“ vor Gericht.

Todesstrafe schreckte nicht ab

Am 20. November 1803 wurden in Mainz der „Schinderhannes“ und 19 seiner Komplizen zum Tode sowie 21 weitere Angeklagte zu teilweise hohen Haftstrafen verurteilt. Die Todesstrafen wurden bereits einen Tag später vollstreckt. Gegen den „jungen Schwarzpeter“ verhängte man damals eine Kettenstrafe von 15 Jahren. Das traurige Schicksal des „Schinderhannes“ schreckte den „alten Schwarzpeter“ nicht davon ab, weitere Straftaten zu begehen. Er betätigte sich auch im Odenwald als Straßenräuber, Einbrecher und Dieb.

Straßenraub bei Mosbach

Unter anderem beteiligte sich der „alte Schwarzpeter“, der im Odenwald den falschen Namen „Johann Wild“ trug, am 11. Dezember 1810 an einem Straßenraub bei Mosbach. Mittäter waren sein Sohn Andreas („Köhler-Andres“), Georg Philipp Lang („Hölzerlips“), Heinrich Pfeiffer, der „Bube Philipp“, Barthel Bartsch und der „rote Christian“.

Der Ende der 1770-er Jahre in Eckardroth (heute Bad Soden-Salmünster) geborene Georg Philipp Lang war damals der Anführer der „Odenwald-Räuber“. Seinen Spitznamen „Hölzerlips“ verdankte er der Tatsache, dass er mit Holz handelte und auf Jahrmärkten in Baden, Hessen und Württemberg hölzernes Spielzeug verkaufte.

Der wandernde Händler „Hölzerlips“ wurde zum Räuber, als er wegen Landstreicherei von einer Streife aufgegriffen und erstmals hinter Gitter musste. Im Gefängnis von Bergen vollzog sich sein Wandel zum Gewaltverbrecher. Während seiner Abwesenheit wurde seine Frau, die angeblich von ihm öfter misshandelt wurde, die Geliebte des Ganoven Heinrich Pfeiffer.

Bei dem Überfall unweit von Mosbach zwischen 6 und 7 Uhr abends stürzten sich im Wald jenseits Obrigheim die Räuber auf einen Wagen, in dem der königlich Württembergische Quartiermeister Bernhard Ovelog nach Mosbach reiste. Sie schlugen mit Knüppeln auf den Fuhrmann und Ovelog ein, worauf der Quartiermeister nach den ersten drei Hieben auf den Kopf betäubt in den Wagen sank.

Ovelog wurde vom Wagen gerissen, beraubt und dann losgelassen. Man hatte ihm auch seine Mütze, seinen Oberrock und seinen Frack genommen, gab ihm aber diese Kleidungsstücke auf Befehl des „Hölzerlips“ wieder zurück, weil es sehr kalt war und man Mitleid mit dem Herrn hatte, der mit bloßem Haupt und in Hemdsärmeln noch so weit fahren musste. Danach halfen die Räuber sogar dem Fuhrmann sein gefallenes Pferd aufzurichten und anzuspannen

Nach dem Raubmord an dem Schweizer Kaufmann Jacob Rieder während des Überfalls auf eine Postkutsche zwischen Laudenbach und Hemsbach an der Bergstraße in der Nacht zum 1. Mai 1811 nahm man bei einer allgemeinen Razzia auch den damals bereits 51-jährigen „alten Schwarzpeter“ fest. Obwohl dieser schon seit langem als Köhler unter dem falschen Namen „Johann Wild“ im Odenwald lebte und mit dem Postkutschen-Überfall nichts zu tun hatte, kam im Verlauf der Ermittlungen durch die Angaben des mitgefangenen Räubers Veit Krähmer seine wahre Identität ans Tageslicht.

Von einem Mitgefangenen verraten

Nach einem Verhör, bei dem ihm vor Aufregung die Stimme versagte, führte man den „alten Schwarzpeter“ ab. Kaum aber war dieser im Freien, verlangte er mit den Worten „Was soll ich mich lange quälen lassen, es ist doch aus“, wieder vorgeführt zu werden, was prompt geschah. Nur durch Kopfnicken konnte er bestätigen, er sei Peter Petri, also der „alte Schwarze Peter“.

Der frühere Räuberkomplize des „Schinderhannes“ wurde am 11. November 1811 wegen seiner alten Verbrechen an die französischen Behörden in Mainz ausgeliefert. Dort verurteilte man den „alten Schwarzpeter“ später gemeinsam mit dem Bandenmitglied des „Schinderhannes“, Martin Delis („Zahnfranzen Martin), zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe.

Straftaten des „alten Schwarzpeter“

In den Mainzer Voruntersuchungsakten aus dem Jahre 1802 wurden dem „alten Schwarzpeter“ folgende Straftaten vorgeworfen:

25. Januar 1798: Einbruch auf die Spaller Ziegelhütte von Johann (Martin) Schmitt

Anfang August 1798: Diebstahl von zwei Pferden des Bauern Johann Klump in Ellern (zusammen mit dem „Schinderhannes“)

12. August 1798: Mord an dem Juden Simon Seligmann (gemeinsam mit „Schinderhannes“) im Soonwald

14. Januar 1802: Raubüberfall auf den Müller Adam Kratzmann in Merxheim

Hinzu kamen vermutlich Pferde- und Tuchdiebstähle.

Beim Prozess in Heidelberg gegen die Bande des Räubers „Hölzerlips“ wies man dem „alten Schwarzpeter“ weitere Straftaten nach:

22. Oktober 1809: Straßenraub im Bauland

1810 (14 Tage vor dem Johannistag): Kleiderdiebstahl in Überau (Urberach?)

11. Dezember 1810: Straßenraub bei Mosbach

Spätjahr 1810: Diebstahl eines Schweines in Brombach

Unbekanntes Datum: Beraubung der Tuchmacher bei Groß-Reicholheim

Nacht vom 27. auf den 28. Januar 1811: Kleiderdiebstahl in Heiligkreuzsteinach

Nacht vom 23. auf den 24. März 1811: Einbruch in Adelsheim. Beraubt wurde der Krämer Conrad Kleinbach.

Nacht vom 8. auf den 9. April 1811: Diebstahl in Messel

Nacht vom 23. auf den 24. April 1811: versuchter Einbruch in Külsheim

Nicht nachgewiesen werden konnten dem „alten Schwarzpeter“ die Teilnahme an einem Straßenraub zwischen Karbach und Lorbig, ein Einbruch in Rimshorn von 1802, ein Einbruch in das Brennsbacher Hüttchen ohne Jahresangabe, ein Diebstahl in Langenbrombach und ein Bienendiebstahl in der Gegend von Weinheim 1809.

Im Säuferwahn gestorben

Der „alte Schwarzpeter“ wurde zur „Sicherheitsverwahrung“ ins Gefängnis von Bicêtre bei Paris gebracht. Dort soll er – nach jahrelangem Dahindämmern im Säuferwahn – hinter Gittern gestorben sein. Nach seinem Tod gelangte sein Leichnam in das Anatomische Institut der Universität Heidelberg, wo angeblich auch sein Skelett lange Zeit aufbewahrt wurde. Das Skelett des „alten Schwarzpeter“ gilt als verschollen, während das des „Schinderhannes“ noch heute in Heidelberg vorhanden ist.

Es kursierte aber auch ein Gerücht, dass der „alte Schwarzpeter“ 1817 noch einmal in der Treberhannes-Hütte im Soonwald gesehen worden sein soll. Nach Ansicht des Mainzer Historikers Dr. Peter Bayerlein ist dies vermutlich nur eine Volkslegende. Völlig auszuschließen ist es aber nicht, dass der „alte Schwarzpeter“ nach dem Zusammenbruch des französischen Kaiserreiches 1814 in Bicêtre plötzlich wieder zum Ausländer und freigelassen wurde und in den Hunsrück zurückkehrte.

Vier Räuber verlieren ihren Kopf

Nach dem erwähnten Schauprozess in Heidelberg verloren vier Räuber am 31. Juli 1812 kurz nach 12 Uhr auf dem Richtplatz durch das Schwert des Henkers ihren Kopf: Georg Philipp Lang („Hölzerlips“), dem 15 Fälle von Straßenraub sowie 21 Einbruchs- und Diebstahldelikte vorgeworfen wurden, Philipp Friederich Schütz („Manne Friederich“), Veit Krähmer und der aus Sindelfingen stammende Matheus Oesterlein („Krämer-Mathes“). Letzterer war zunächst Maurer und später nach Bekanntschaft mit einer Landkrämerin herumziehender Krämer, wobei er bald mit Räubern Kontakt hatte und mit diesen gemeinsame Sache machte. „Köhler-Andres“ und „Basti“ wurden kurz vor der Hinrichtung zu lebenslangen Zuchthausstrafen begnadigt.

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Das Kartenspiel
„Schwarzer Peter“

Wie das nach dem berüchtigten Räuber „Peter Petri dem Älteren“ bezeichnete Kartenspiel „Schwarzer Peter“ entstand, weiß man heute nicht mehr so genau. Angeblich soll der „alte Schwarzpeter“ hinter Gittern dieses Spiel erfunden haben, bevor er im Säuferwahn starb. Demnach wäre jenes Spiel erstmals im Gefängnis von Bicêtre bei Paris ausprobiert worden.

Ursprünglich spielte man „Schwarzer Peter“ mit Skatkarten. Man warf aus einem vollständigen Spiel die Buben heraus. Wer zuletzt den so genannten „Schell-Wenzel“ (Pique-Buben) in der Hand behielt, dem malte man mit einem angebrannten Korkstück einen schwarzen Strich auf die Nase. Das Spiel währte so lange, bis jeder Beteiligte eine schwarze Nase hatte.

Das älteste bekannte „Schwarzer-Peter-Spiel“ stammt angeblich aus der Biedermeierzeit etwa um 1830. Seit dieser Zeit wurden spezielle Kartenspiele hergestellt, denen man eine zusätzliche Karte – die so genannte Peterkarte – beimischte.

Meistens besteht das „Schwarze-Peter-Spiel“ aus 31 Karten, nämlich der Peterkarte und 15 Kartenpaaren. An dem Spiel können sich zwei bis vier Personen beteiligen. Bei mehr Personen bleiben zu wenig Karten für die Hand übrig.

Sobald alle Karten verteilt sind, kontrolliert jeder Spieler, ob er Pärchen auf der Hand hat. Ist dies der Fall, legt er die Pärchen vor sich ab. Danach zieht man im Uhrzeigersinn immer eine Karte aus der Hand seines Nachbarn. Die erste Karte wird bei dem geholt, der eine Karte mehr hat. Erhält man durch Ziehen ein neues Pärchen, wird dieses ebenfalls vor sich hingelegt.

Wer die Peterkarte besitzt, sollte sich dies nicht anmerken lassen und versuchen, sie seinem Nachbarn möglichst bald anzudrehen. Manche Spieler stecken den Peter so zwischen die Karten, dass er die anderen ein wenig überragt und hoffen, dass der Nachbar ganz spontan nach dieser Karte greift – doch irgendwann kennt jeder diesen alten Trick. Besondere Schlauberger markieren die Peterkarte auf der Rückseite, was jedoch meistens den Mitspielern auffällt. Oft wird versucht, dem Nachbarn verstohlen in die Karten zu gucken, ob er den Peter hat.

Weil der „Schwarze Peter“ eine Karte ohne „Partner“ ist, lässt sich diese natürlich nicht ablegen. Man wird die Peterkarte nur dann los, wenn ein Mitspieler sie zieht. Der Spieler, der als erster alle Karten in seiner Hand als Pärchen vor sich ablegen kann, ist der Sieger. Danach wird – wenn sich mehr als zwei Personen beteiligt hatten – weitergespielt, bis nur noch einer Karten in der Hand hält – er ist der Verlierer.

Die Nase geschwärzt

Für zartbesaitete Verlierer im Kindesalter war die Zeit nach der Niederlage beim „Schwarzer-Peter-Spiel“ mitunter ein fürchterlicher Moment: Denn nun wurde zum Gaudium der Mitspieler die Nase geschwärzt und man musste viel Spott und lautes Gelächter ertragen. Manchen der lieben Kleinen saß regelrecht die Furcht im Nacken, dass ihnen dieses Schicksal blühen könnte.

Bis 1920 wurden nur Motive aus der Welt der Erwachsenen auf den Karten des „Schwarzer-Peter-Spiels“ abgebildet. Zum Beispiel Menschen in verschiedenen Ländern und Trachten, teilweise in unterschiedlichen Berufen und Beschäftigungen. Doch allmählich veränderte sich die Kartengestaltung und wurde kindgerechter mit Märchen-, Tier- und Kindermotiven.

In Werbespielen nach 1920 wurde die Peterkarte durch eine auffällige Gestaltung zum Protagonisten der Werbebotschaft.

Im Laufe der Zeit schlüpfte der „Schwarze Peter“ in verschiedene Rollen. Mal war er Schornsteinfeger, mal Rabe oder Kater und mal der „dürre Peter“ oder „Kohlenklau“ aus den 1930-er und 1940-er Jahren. Ab 1884 wurde sogar der deutsche Kolonialismus in Afrika auf Spielkarten spürbar. Der liebenswürdige Mohr der Biedermeierzeit verwandelte sich nun in einen Neger mit wilden, barbarischen Eigenschaften. Als „Schwarzer Peter“ erschien ein Farbiger, der orientalische, koloniale oder auch zivilisierte Züge trug und als bestaunenswertes Objekt gefürchtet und diffamiert wurde. Der farbige Mensch geriet bis ins 20. Jahrhundert zum Spottbild auf Spielkarten.

Das Kartenspiel mit dem Kater, der seinen Hut zieht, ist eines der bekanntesten Schwarzer-Peter-Blätter. Jenes Motiv wurde 1918 von dem Altenburger Skatmaler Otto Pech (1892–1955), genannt Pix, gezeichnet. Dieses Spiel mit dieser Karte ist bis heute erhältlich geblieben.

Der Dortmunder Sammler Klaus Thiel hat im Laufe von zwei Jahrzehnten insgesamt mehr als 1000 „Schwarzer-Peter-Spiele“ aus der ganzen Welt gesammelt. Seine weltweit größte Schwarzer-Peter-Sammlung wurde teilweise in mehreren Sonderausstellungen gezeigt. Die ältesten Spiele aus dieser Sammlung stammen aus der Biedermeierzeit.

Unter dem Namen „Schwarzer Peter“ gibt es auch Bücher, Gedichte, Märchen, ein Musical, Drinks, Kuchen, Torten, Restaurants und Vereine. Im Sprachgebrauch und in den Medien wird der Ausdruck „den Schwarzen Peter zuschieben“ oft verwendet. Damit ist gemeint, dass jemand die Schuld an etwas angelastet wird. Der „Schwarze Peter“ ist demnach auch heute noch in aller Munde – allerdings erinnert sich dabei fast niemand an den einstmals gefürchteten Räuber aus dem Hunsrück und dem Odenwald. In Lexika sucht man ihn ebenfalls vergebens.

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Maria Katharina Petri: Die Frau
des „alten Schwarzen Peter“

Die Frau des „alten Schwarzen Peter“ mit den Vornamen Maria Katharina kam am 17. November 1759 in Schmelz zur Welt. Sie war das fünfte von insgesamt sieben Kindern des Johann Georg Neumann (um 1723–1803) und seiner aus Nohfelden stammenden Frau Marie Elisabeth, geborene Burger (gest. 1799).

Der Vater von Maria Katharina lebte ab 1753 in Züsch, von 1755 bis 1761 in Schmelz und ab 1765 als Wirt und Kohlenbrenner in Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück. Im Forstfrevelbuch von Allenbach wird er zusammen mit seinem Sohn Georg Wilhelm (1753–1828) wegen Holzdiebstahls erwähnt.

Um 1780 heirateten Maria Katharina Neumann und „Peter Petri der Ältere“ alias der „alte Schwarzpeter“ an einem heute nicht mehr bekannten Ort. Das Paar lebte danach elf Jahre lang in Hüttgeswasen in einer Hütte. Aus der Ehe von „Peter Petri dem Älteren“ und Maria Katharina gingen insgesamt neun Kinder hervor, von denen einige jedoch sehr früh starben.

Der Bruder von Maria Katharina namens Georg Wilhelm Neumann war seit 1785 Pächter der „Hüttengärten“ in Hüttgeswasen. Nach einem Einbruch des „Schinderhannes“ in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 1797 in die Tuchfabrik Stumm in Birkenfeld betätigten er und eine seiner Töchter sich als Helfer.

Der „Schinderhannes“ hatte nach dem Einbruch in Birkenfeld das Diebesgut zum so genannten Hambacher Sauerbrunnen geschleppt. Anschließend versteckte die 14-jährige Maria Sophia Henrietta Neumann die Ware im Haus ihres Vaters, der damals Spießförster war und im Fohlengarten in Allenbach wohnte. Nach Rückkehr von der Jagd half der Vater dem „Schinderhannes“, das gestohlene Tuch nach Hundheim weiter zu transportieren.

Die Frau des „alten Schwarzpeter“ erlebte immer wieder schwere Zeiten. Im Sommer musste sie oft von Hof zu Hof wandern, um gegen kargen Lohn bei der Ernte oder im Haus zu helfen. Als ihr Mann im September 1798 wegen des Mordes an dem jüdischen Viehhändler Simon Seligmann verhaftet wurde, herrschte besonders große Not. Damals stahlen ihr Sohn Johann Peter Conrad („junger Schwarzpeter“) und der zeitweise bei der Familie Petri im „Steinhardter Hof“ zwischen Sobernheim und Waldböckelheim einquartierte „Schinderhannes“ zahlreiche Pferde, Esel, Hammel und Schweine. Sie verkauften diese Tiere teilweise an Viehhändler und Metzger, schlachteten den Rest auf dem „Steinhardter Hof“ und räucherten das Fleisch für Notzeiten.

1789 wurde Maria Katharinas Bruder Georg Wilhelm Neumann erneut aktenkundig. Damals verurteilte man ihn wegen Misshandlung der Frau des Holzfällers Carl Hornberger aus Hüttgeswasen zu einer Strafe von fünf Gulden.

1792 war ein aufregendes Jahr für die Frau des „alten Schwarzen Peter“. Am 12. Februar 1792 starb die erst zwei Monate alte Tochter Catarina Elisabeth, am 27. Dezember 1792 kam der Sohn Johann Andreas („Köhler-Andres“) zur Welt. Und 1792 brannten – wie erwähnt – französische Soldaten die Hütte der Familie Petri in Hütteswasen nieder.

Wegen seiner Beteiligung am erwähnten Tuchdiebstahl des „Schinderhannes“ von 1797 in Birkenfeld wurde Georg Wilhelm Neumann 1802 in Mainz mehrfach verhört. Zum Zeitpunkt der Verhaftung hatte er bereits sechs Kinder, lebte in Hüttgeswasen und ernährte sich mehr schlecht als recht vom Kohlenbrennen und Lattenmachen.

Georg Wilhelm Neumann gestand den Mainzer Untersuchungsrichtern Dominik Anthoine und Christian Brellinger, einem ihm damals Unbekannten namens „Peter von Grumbach“ geholfen zu haben, einen schweren Sack Tuch von Hüttgeswasen nach Hundheim zu tragen. Dass diese Ware gestohlen war, wusste er angeblich nicht. Das Tuch habe man in Hundheim einem Mann namens Thomas Winkel für acht oder neun Louisdor verkauft. Als Lohn für das Tragen des Tuches erhielt Georg Wilhelm vier Ellen dunkelblaues Tuch.

Über den Verbleib des in Birkenfeld entwendeten Tuches hatten die Behörden von mehreren Zeugen erfahren. Der Abdecker Franz Nikolaus Nagel aus Rimsberg, ein Onkel des „Schinderhannes“, verriet seinen Neffen bei den geschädigten Brüdern Stumm. Der Viehhirte Jakob Hahn aus Börfink, der mit dem „Schinderhannes“ verwandt war, gab ebenfalls sein Wissen gezielt weiter. Die Ölmüllerin und Witwe Apollonia Wischums, die im selben Haus wie die Familie Neumann auf dem Fohlengarten wohnte, informierte die Beamten in Allenbach. Nagel und die Witwe Wischums baten die Behörden ihre Namen nicht zu erwähnen, weil sie um ihr Leben fürchteten.

Wegen dieser Hinweise wurden Georg Wilhelm Neumann und seine Frau vom 22. bis 26. bzw. vom 24. bis 26. April 1797 in Birkenfeld arretiert. Der angebliche Unbekannte – gemeint ist der „Schinderhannes“ – soll gegen Georg Wilhelm nach seiner Flucht aus dem Gefängnis in Saarbrücken vom 17. Juli 1798 viele Drohungen ausgestoßen haben. Dies passt aber nicht zu den Aussagen des „Schinderhannes“ und Neumanns, dass der Erstere nach April 1797 nie mehr nach Hüttgeswasen gekommen sei.

Während des Verhörs 1802 vor dem Schinderhannes-Prozess in Mainz forderte Georg Wilhelm Neumann, er wolle dem „Schinderhannes“ gegenüber gestellt werden. Als man diesen Wunsch erfüllte, bestätigte der „Schinderhannes“, er habe Neumann seit dem Tuchtransport von 1797 nicht mehr gesehen. 1803 wurde Georg Wilhelm in Mainz freigesprochen.

Als ihr Mann Peter sowie die Söhne Johann Peter Conrad und Johann Andreas hinter Gittern saßen, wurden Maria Katharina Petri und der Rest ihrer Familie 1813 im Arrondissement Simmern wegen Bettelns und Hausierens verhaftet. Maria Katharina kam später in das Bettelhaus nach Trier, wohin auch eine Tochter – vermutlich Elisabetha Margaretha – gebracht wurde, die aber fliehen konnte. Aus der Zeit danach ist über die beiden Frauen nichts mehr bekannt.

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2. Teil "Der Schwarze Peter" unter der Adresse:
http://biografien-news.blog.de/2007/02/04/der_schwarze_peter_ein_rauber_im_hunsruc~1680001

Schwarzerpeterquer

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1. Teil "Der Schwarze Peter" unter der Internetadresse:
http://biografien-news.blog.de/2007/02/04/der_schwarze_peter_ein_rauber_im_hunsruc~1679956

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Von Ernst Probst

Johann Peter Conrad Petri:
Der „junge Schwarze Peter“

Johann Peter Conrad Petri, der „junge Schwarze Peter“, wurde am 2. Mai 1781 im Weiler Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück geboren. Dort hatten seine Eltern, der „alte Schwarze Peter“ und dessen Frau Maria Katharina, etwa von 1780 bis 1792 gewohnt. Auch andere Geschwister erblickten in Hüttgeswasen das Licht der Welt.

Als Taufpate von Johann Peter Conrad Petri fungierte Conrad Hartmann aus Börfink, woran einer der drei Vornamen des „jungen Schwarzen Peter“ erinnert. Die Vornamen wurden in das Taufregister der lutherischen Kirche in Allenbach eingetragen.

Wie sein Vater schlug auch der „junge Schwarzpeter“ eine kriminelle Laufbahn ein. Er beging bereits als Jugendlicher zusammen mit Johannes Bückler, genannt „Schinderhannes“, zahlreiche Verbrechen.

Bei einem Verhör am 3. Oktober 1802 während der Voruntersuchung zum Mainzer Schinderhannes-Prozess gestand Bückler, welche Straftaten er gemeinsam mit dem „jungen „Schwarzpeter“ begangen hatte.

Im Sommer 1797 stahl der „Schinderhannes“ nachts zusammen mit dem jungen Petri dem Bauern Johann Köhler aus Niederwörresbach bei Herrstein zwei Pferde. Danach trieben sie die Tiere nach Liebshausen und verkauften sie für jeweils zehneinhalb Louisdor an Andreas Lütger aus Liebshausen und an den Sohn des Juden Moses Dreidel aus Rheinböllen.

1797 entwendeten der „Schinderhannes“ und der „junge Schwarzpeter“ auf dem Hinterbergerhof bei Staudernheim zwei Hammel. Die beiden brachten die Tiere zum „Steinhardter Hof“, wo damals die Familie des „alten Schwarzpeter“ lebte und aßen die Hammel gemeinsam.

Unterschlupf für Räuber

Der „Steinhardter Hof“ („Steinerte Hof“) in Steinhardt zwischen Sobernheim und Waldböckelheim war am Ende des 18. Jahrhunderts ein beliebter Unterschlupf für Gauner und Räuber. Dieser Hof steht heute noch, wurde von Wilfried Wiegland und seiner Frau liebevoll restauriert und von ihnen „Schinderhannes-Hof“ genannt.

An einem Diebstahl von 1797 in einem Haus in Bärenbach bei Kirn, bei dem einige Säcke Wolle und etliche Leintücher entwendet wurden, waren außer dem „jungen Schwarzpeter“ auch sein Vater sowie Jakob Fink („Roter Fink“) aus Weiler bei Bingen und der Holzfäller Johann Georg Reidenbach aus Lauschied beteiligt.

Auf dem Hühnerhof von Hannes Schmitt in Hoppstätten stahlen der „Schinderhannes“ und der „junge Schwarzpeter“ ein Pferd. Dieses Tier verkauften sie wenig später dem Eigentümer für elf Thaler. In Boos und Weitersborn klauten der „Schinderhannes“, der „junge Schwarzpeter“ und der Zunderkrämer Johannes Nikolaus („Hannikel“) Müller Bienenkörbe und Hämmel.

Die Ziegelhütte von Johann (Martin) Schmitt bei Spall war am späten Abend des 25. Januar 1798 der Schauplatz eines Überfalls, bei dem Weißzeug, Kleider, Fleisch und Geld den Besitzer wechselten. An dieser Tat waren der „Schinderhannes“, der alte und der „junge Schwarzpeter“, Jakob Fink aus Weiler bei Bingen, Johann Georg Reidenbach aus Lauschied und ein alter Landstreicher namens Christian Schuck beteiligt.

Bei einem weiteren Verhör am 7. November 1802 gestand der „Schinderhannes“ einen Schweinediebstahl in Heinzenberg. Hierbei machten der „Schinderhannes“ und der „junge Schwarzpeter“ am 12. November 1798 den Bauern Heinrich Roos um insgesamt elf Schweine ärmer.

Verhaftung in Kirchenbollenbach

1799 wurde der „junge Schwarzpeter“ in Kirchenbollenbach, wo er zu jener Zeit wohnte und als Tagelöhner arbeitete, verhaftet. Als man ihn fragte, ob er Mitschuldiger des großen Räubers „Schinderhannes“ sei, antwortete er, er kenne diesen nicht und könne somit nichts eingestehen.

In Kirn vernahm der Friedensrichter Paulitzky den „jungen Schwarzpeter“ und in Simmern im Juli und September 1799 der Direktor des dortigen Schwurgerichts, von Meyerhofen. Danach wurde der Verdächtige aus dem Gefängnis in Simmern zunächst nach Mainz verlegt, anschließend in das Militärgefängnis nach Koblenz und schließlich in die Haftanstalt Köln.

In Köln kam es am 12. Mai 1802 zu einer weiteren Vernehmung des „jungen Schwarzpeter“ durch die Justizbehörden. Hinterher überstellte man ihn erneut nach Mainz. Am 26. Oktober 1802 setzte das Mainzer Untersuchungsgericht das Verhör fort.

Zu Beginn der Vernehmungen in Mainz erklärte der „junge Schwarzpeter“: „Ich heiße Peter Petri, bin 19 Jahre alt, ledigen Standes, gebürtig in Hüttgeswasen, Taglöhner, Sohn des Peter Petri, dem so genannten Schwarzpeter, ich wohnte vor meiner Verhaftung zu Kirchenbollenbach“. Bei dieser Gelegenheit gab er auch zu, er sei des Schreibens unerfahren.

Die Verhöre des „jungen Schwarzpeter“ in Mainz erfolgten durch die Untersuchungsrichter Johann Wilhelm Wernher (1767–1827) und Christian Brellinger (1773–1842). Julie Wernher, die Ehefrau des Ersteren, versorgte den „Schinderhannes“ im Gefängnis mit religiöser Literatur.

Der „junge Schwarzpeter“ stritt alle Straftaten ab, die man ihm vorwarf und widerrief sogar vorherige Teilgeständnisse aus den Verhören in Simmern. Ungeachtet dessen verurteilte man ihn am 20. November 1803 in Mainz zu einer Kettenstrafe von 15 Jahren.

An jenem Tag wurden in Mainz 20 Angeklagte – unter ihnen der „Schinderhannes“ – zum Tode durch die Guillotine verurteilt. Gegen 21 Angeklagte verhängte das Gericht – zum Teil hohe – Haftstrafen. 20 Beschuldigte sprach man frei. Gegen zwei Angeklagte erging ein Deportationsbeschluss. Die Todesurteile wurden nur einen Tag später – am 21. November 1803 – vor einer großen Zuschauermenge in Mainz vollstreckt. Nach Schätzungen sollen bis zu 40000 Schaulustige zugesehen haben.

Nach Verbüßung seiner Strafe soll sich der „junge Schwarzpeter“ wieder in der Nähe von Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück, vor allem aber in der Gegend von Wirschweiler im Idarwald, ab 1817 wieder herumgetrieben haben. Zumindest berichtete dies sein ehemaliger Räuberkomplize Johann Georg Reidenbach.

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Johann Andreas Petri:
Der „Köhler-Andres“

Der am 27. Dezember 1792 in Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück geborene Johann Andreas Petri alias „Köhler-Andres“ („Köhler-Andreas“) war das sechste Kind des „alten Schwarzpeter“. Allerdings sind drei seiner älteren Geschwister – nämlich Johann Christian, Abraham und Catarina Elisabeth – schon vor ihm gestorben.

Von Kindesbeinen an kam Andreas mit Räubern und Dieben in Berührung. Er galt einerseits als lebhaft und munter und spielte fingerfertig Klarinette, Flöte und Flageolett (eine Art Blockflöte), andererseits soll er aber auch verschlossen, verschlagen, falsch und rachsüchtig gewesen sein. Sein Blick wurde als unstet – wie der eines ständig Verfolgten – beschrieben. Im Alter von 17 oder 18 Jahren war er noch nicht konfirmiert.

Am 3. Dezember 1810 war der 17-jährige „Köhler-Andres“ mit von der Partie, als neun Räuber bei Frankfurt am Main Bauernwagen überfallen und ausrauben wollten. Bei den Ganoven handelte es sich um Georg Philipp Lang („Hölzerlips“), Veit Krähmer, Andreas Petri („Köhler-Andres“), Heinrich Pfeiffer, den in König in der Grafschaft Erbach geborenen Stephan Heusner („langbeiniger Steffen“), Johannes Bauer („Schefflenzer Bub“), den „roten Christian“, Joseph Jacobi (einen der so genannten „Frankfurter Karlsbuben“) und Barthel Bartsch.

Die Räuber hatten von einem Juden den Wink bekommen, dass an diesem Tag zwei Bauernwagen von Frankfurt zurückkommen würden, auf denen sich mehrere Juden befänden, die etwa 10000 Gulden mit sich führten. Der Informant sagte, er würde sich unter diesen Juden befinden und ungefähr 500 Gulden bei sich haben. Man solle ihn zum Schein fesseln, aber ihm sein Geld lassen. Die Räuber folgten diesem Wink, wollten aber dem schlechten Kerl sein Geld zuerst abnehmen.

Die neun Räuber lagerten im Wald bei Babenhausen, durch den die beiden Bauernwagen kommen sollten. Doch die erwarteten Fahrzeuge blieben zunächst aus. Stattdessen wurde ein anderer durch den Wald kommender Wagen überfallen. Die Räuber schlugen die Leute und nahmen ihnen ein Paar Stiefel, 24 Kreuzer und etwas Seife ab.

Während dieses Überfalls kamen die erwarteten Bauernwagen, aber es waren nicht zwei, sondern fünf, und mehr als 20 Personen dabei, darunter mehrere Metzger, die ihre Hunde bei sich hatten. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der Ankommenden hielten die neun Räuber die Kolonne an. Bei den anschließenden Auseinandersetzungen hätten die kampferprobten Ganoven wohl die Oberhand gewonnen, wenn nicht einer der Metzger die an die Wagen gebundenen Hunde losgelassen hätte. Daraufhin flüchteten die Räuber.

Am 4. Dezember 1810 war „Köhler-Andres“ an dem Überfall auf den Händler Morell Schlinck aus Bensheim beteiligt. Dieses Verbrechen geschah nachts zwischen 9 und 10 Uhr beim so genannten Salzbrunnen zwischen Laudenbach und Heppenheim, als der Händler Schlinck von Mannheim über Weinheim nach Bensheim zurückfuhr. Die Tat wurde von Georg Philipp Lang („Hölzerlips“), Veit Krähmer, Johannes Bauer („Schefflenzer Bub“), Andreas Petri („Köhler-Andres“), Heinrich Pfeiffer und Barthel Bartsch begangen.

Der „Schefflenzer Bub“ hielt die Pferde an und Andreas Petri schnitt die Zugstränge entzwei. Man schlug auf den Kutscher ein und nahm ihm Geld, Uhr und Wams ab. Andere Räuber zwangen den Händler Schlinck mit Frau und Tochter aus dem Wagen auszusteigen und erleichterten die drei um eine Uhr, Geld, eine goldene Halskette, Ringe und Halstücher. Die Beute wurde in der Ziegelhütte von Rimbach geteilt, wobei der „Schefflenzer Bub“ heimlich die Uhr des Kutschers behielt.

Mit der Bande des „Hölzerlips“ überfielen „Köhler-Andres“ und der „alte Schwarzpeter“ am 11. Dezember 1810 bei Mosbach den Wagen eines Reisenden. Zu den Räubern gehörten auch der „Hölzerlips“, Heinrich Pfeiffer, der „Bube Philipp“, Barthel Bartsch und der „rote Christian“.

Postkutschenüberfall und Raubmord

Der „Köhler-Andres“ nahm in der Nacht zum 1. Mai 1811 an dem Raubüberfall der Bande von Georg Philipp Lang („Hölzerlips“) auf eine Postkutsche zwischen Laudenbach und Hemsbach an der Bergstraße im Großherzogtum Baden teil. An diesem Verbrechen waren außer dem „Hölzerlips“ und „Köhler-Andres“ auch Andreas Frank (der „lange Andres“), der in Kopenhagen gebürtige Philipp Friederich Schütz („Manne Friederich“), der aus Ramstal bei Fulda stammende Veit Krähmer und Sebastian Lutz („Basti“) aus Neckargerach beteiligt.

Vor dieser Tat hatten die sechs Räuber am 29. April 1811 den geplanten Überfall auf eine andere Kutsche abgebrochen, weil dieser unerwartet eine zweite folgte. Der „Hölzerlips“ hielt sich und seine fünf Kumpane nicht für stark genug, um zwei Kutschen gleichzeitig anzugreifen.

Für den nächsten geplanten Überfall auf eine Kutsche schnitten die Räuber mannshohe junge Buchen ab und richteten diese zu Knüppeln her, die ihnen als Waffen dienen sollten. Als in der Nacht zum 1. Mai 1811 die Kutsche nach langem Warten endlich kam, wollten die hungrigen Ganoven gerade in die Küche des Wirtshauses in Unterlaudenbach einbrechen, um etwas Essbares zu beschaffen. Sie waren bereits im Hof dieses Wirthauses, als einer ihrer Schmiere stehenden Kumpane meldete, dass die Kutsche jetzt komme. Daraufhin rannten die Räuber der durch Laudenbach in Richtung Hemsbach fahrenden Kutsche auf der Straße entgegen.

Es war geplant, dass Krähmer und „Basti“ den Pferden in die Zügel fassen und so die Kutsche zum Anhalten zwingen sollten. Doch die beiden verließ der Mut, worauf der Anführer „Hölzerlips“, welcher der stärkste von allen war, selbst erfolgreich diese gefährliche Aufgabe erledigte.

Als die Pferde standen, erhielt der Postillion vom „langen Andres“ und „Köhler-Andres“ einige Hiebe. Er wurde gezwungen abzusteigen, sich vorn zu den Pferden zu stellen und diese zu halten.

Die beiden Reisenden, zwei Schweizer Kaufleute namens Hanhart und Rieder, wurden im Schlaf von dem Überfall überrascht. Sie erwachten erst, als die Räuber mit ihren Prügeln auf die Kutsche schlugen, um die Insassen in Furcht und Schrecken zu versetzen und zum Herausspringen zu bewegen. Als die Kaufleute aus der Kutsche sprangen, erhielt jeder von ihnen auf der Straße einen so heftigen Schlag auf den Kopf, dass er betäubt zu Boden stürzte.

Zum Glück für den Kaufmann Rudolph Hanhart war seine Betäubung von längerer Dauer. Zwar bekam er noch einige Schläge, aber nur auf den Rücken. Dagegen erholte sich der Kaufmann Jacob Rieder aus Winterthur, als ihm die Räuber sein Geld und seine Uhr abnahmen, erhielt vom „langen Andres“ insgesamt neun Hiebe, bat um sein Leben und wollte alles hergeben, was er besaß. Rieder versuchte, das Mitleid seines Peinigers zu erregen, indem er angab, dass er Vater von sechs Kindern sei. Doch der „lange Andres“ prügelte weiter auf ihn ein. Als der auf der Erde sitzende Rieder den Prügel festhalten konnte, zog der „lange Andres“ seine geladene Pistole und schlug mit dem Kolben und Schloss seinem Opfer auf den Kopf und die Stirn, bis dieser den Prügel losließ, erneut betäubt und völlig ausgeplündert wurde. Rieder erlag einige Tage später am 5. Mai seinen schweren Verletzungen.

Während der Misshandlung des Kaufmanns Rieder brachen Veit Krähmer und „Manne Friederich“ einen Koffer, der hinten auf die Kutsche gepackt war, auf und raubten den gesamten Inhalt. Anschließend wurde die Kutsche selbst nach Beute durchsucht. Dann zogen die Räuber mitsamt ihrer Beute ab. Am so genannten Juchhe-Häuschen, einem beliebten Treffpunkt von Räubern und Dieben, ließen sich die Kutschenräuber „Aepfelwein“ reichen. Von dem kurz zuvor geraubten Geld bezahlten sie ihre Zechschulden vom 29. April 1811, an dem sie sich „Aepfelwein“ geben, Suppe kochen und Eier backen ließen. Dem Wirt schenkten sie eines der geraubten Halstücher und setzten dann ihren Marsch in den Odenwald fort. Unterwegs teilten sie im Wald die Beute in sechs gleiche Teile und verlosten diese unter sich. Was sich nicht teilen ließ, wie die Uhren und Ringe etwa, wurde unter ihnen versteigert, oder wie sie es nannten, von Einzelnen herausgekauft.

Am Morgen des 2. Mai 1811 tranken die Räuber im Wirtshaus im Höllgrund reichlich Branntwein. Dabei kamen diese Kerle mit ihren Bündeln, welche ihre Beute enthielten, einem Großherzoglich Hessischen Soldaten verdächtig vor und er machte deswegen einige Bewohner des Höllgrunds auf sie aufmerksam. Einige Leute vom Höllgrund hielten den „Hölzerlips“, „Manne Friederich“, „Köhler-Andres“ und „Basti“, die das Wirtshaus zuerst verließen, an, konnten aber nur „Manne Friederich“ festhalten, den sie nach Zwingenberg an das Amt ablieferten. Auch die von den Räubern in Bedrängnis weggeworfenen Bündel wurden dorthin gebracht. „Manne Friederich“ leugnete, seine drei Begleiter zu kennen. Er hatte im Kerker eines der geraubten feinen Hemden der beiden Schweizer Kaufleute an, riss jene Stücke ab, auf denen der Name des früheren Besitzers stand und versteckte diese. Doch die verräterischen Stücke wurden entdeckt. Daraufhin log „Manne Friederich“, er habe das Hemd von einem der drei Entflohenen gekauft und unterwegs auf freiem Feld gleich angezogen. Kurz danach konnte „Manne Friederich“ fliehen. Es hatte ihm jemand das Gefängnis von außen geöffnet, ihm den Weg zum Ort hinaus gezeigt und ihm etwas Branntwein mitgegeben. Als er später wieder gefangen genommen werden konnte, verriet er seinen Helfer nicht.

„Hölzerlips“ gefasst

Nach dem Überfall auf die Postkutsche im Odenwald kam es zu einer grenzüberschreitenden Fahndung in Baden und Hessen, in deren Verlauf der „Hölzerlips“ und der Kern der Bande sowie viele andere Gauner gefangen genommen wurden. Man spürte Schlupfwinkel (so genannte „Kocheme Bayes = vertraute Häuser) der Gauner auf, verhaftete deren Wirte sowie Diebe, Hehler geraubter Sachen, Falschspieler und Bettler.

Das gefasste Bandenmitglied Veit Krähmer nannte bei den Verhören in Heidelberg wiederholt und beharrlich folgende fünf Mitschuldige an dem Überfall auf die Kutsche: den „Hölzerlips“, den „Manne Friederich“, den „Köhler-Andres“, den „langen Andres“ und den „Basti“. Außerdem verriet Krähmer, sein Mitarrestant „Johann Wild“ sei der Vater des „Köhler-Andres“ und der Schwiegervater des

„Basti“.

Zu Veit Krähmers Charakter gehörte, dass er nichts verschweigen konnte, wenn man mit ihm über seine Lebensweise oder Räuberkameraden sprach. Er war der Sohn von Albert Krähmer, genannt „Zunderalbert“, einem herumziehenden Krämer und alten Gauner. Der Vater hatte ihn im Alter von 15 oder 16 Jahren zu Einbrüchen mitgenommen und mit ihm die Beute geteilt.

Der geschwätzige Veit Krähmer genoss es, dass sich seine in verschiedenen Heidelberger Gefängnissen sitzenden Räuberkameraden ihre Köpfe zerbrachen, um zu erraten, wer von ihnen wohl was über sie ausgesagt hatte. Bei seinen Geständnissen zeigte er keine Reue und keinen Vorsatz zur Besserung.

Der von Veit Krähmer verratene „Johann Wild“ – in Wirklichkeit „Peter Petri der Ältere“ alias „der alte Schwarzpeter“, dessen Frau sowie seine jüngsten Söhne Johann Georg und Leonhard leugneten zunächst, sie würden keinen „Andres“ kennen, mussten aber, nachdem diese Aussagen von seriösen Zeugen erschüttert wurde, die Wahrheit einräumen.

Der „Köhler-Andres“ wurde am Abend des 30. Mai 1811 in Heidelberg abgeliefert. Am Tag darauf führte man ihn zum Verhör, wobei ihn seine Mutter – unbemerkt von ihm – als ihren Sohn Andreas und der Räuberkomplize Veit Krähmer als „Köhler-Andres“ identifizierten. Andres selbst nannte sich „Andreas Wild“ und behauptete, keine noch lebenden Eltern zu haben. Sein Vater und seine Mutter seien gestorben, als er kaum zwei Jahre alt gewesen sei. Er wisse nicht, wer sie gewesen seien und wie sie geheißen hätten, er habe lediglich einen älteren Bruder, der – wie er von herumziehenden Leuten gehört habe – irgendwo beim Militär diene. Die bei ihm gefundenen Kleider, die von dem Überfall auf die Kutsche stammten, habe er von einem ihm unbekannten Juden in Aschaffenburg gekauft.

Man brachte den „Köhler-Andres“ in den Kerker zurück und verhörte ihn erneut am Nachmittag. Vor dem zweiten Verhör erkannten ihn sein Vater als Sohn und „Leonhard Wild“ als Bruder. Ungeachtet dessen wiederholte Andres frech seine Aussagen und versicherte, wenn er ein Wort gelogen habe, wolle er für jedes dieser Worte 25 Prügel aushalten.

Raffinierter Verhörtrick

Weil alle gütlichen Ermahnungen des Richters keinen Eindruck auf „Köhler-Andres“ machten, griff man zu einem raffinierten Trick. Man stellte vor jede der drei zum Verhörzimmer führenden Türen den Vater, die Mutter und den Bruder Leonhard, deren Anwesenheit in Heidelberg dem „Köhler-Andres“ unbekannt war. Als er weiterhin leugnete, Eltern oder einen jüngeren Bruder zu haben und dies mit Schwüren untermauerte, öffneten sich auf ein Zeichen gleichzeitig alle drei Türen und schlossen sich sofort wieder. „Andreas Wild“ war durch das Gesehene erschüttert, gleich aber wieder gefasst und fragte, wer diese drei Menschen seien. Nun

zeigte man seinen Vater noch einmal und Andres erklärte endlich, der alte Mann sei sein Vater, der Bub sein Bruder Leonhard und die Frau seine Mutter.

„Köhler-Andres“ zagte und weinte

Anschließend stellte man „Köhler- Andres“ seinem geständigen Komplizen Veit Krähmer gegenüber. Zunächst leugnete er, diesen zu kennen und versuchte, ihn wankend zu machen. Als Krähmer jedoch bei seinen Aussagen blieb und ihn aufforderte, die Wahrheit zu sagen, fing „Andreas Wild“ zu zagen und zu weinen an und gestand endlich seinen Anteil an dem Raubmord zwischen Laudenbach und Hemsbach.

„Köhler-Andres“ wurden bei dem Schauprozess gegen die Bande des Räubers „Hölzerlips“ in Heidelberg zahlreiche Straftaten zur Last gelegt.

Straßenräubereien:

Straßenraub bei Miltenberg am 3. September 1810
Straßenraub zwischen Wörth und Trennfurth am 4. September 1810
Straßenraub bei Mosbach am 11. Oktober 1810
Beraubung von Bauernwagen bei Frankfurt am Main am 3. Dezember 1810
Beraubung des Händlers Schlinck aus Bensheim am 4. Dezember 1810
Straßenraub an einem Salzfuhrmann im Herbst 1810
Straßenraub bei Dörnigheim am 25. Januar 1811
Straßenraub am 1. Mai 1811 zwischen Laudenbach und Hemsbach mit Mord an dem Schweizer Kaufmann Rieder

Einbrüche und Diebstähle:

Kleiderdiebstahl in Ueberau (Urberach?), 14 Tage vor dem Johannistag 1810
Kirchendiebstahl in Breitenbiehl bei Miltenberg am 4. September 1810
Bienendiebstahl in Wilhelmsfeld und Flo-ckenbach im Herbst 1810
Bienendiebstahl bei Zuzenhausen im Herbst 1810
Einbruch in Wilhelmsbad bei Hanau in der Nacht vom 25. auf den 26. Januar 1811
Kleiderdiebstahl in Heiligkreuzsteinach am 28. Januar 1811
Einbruch in Bürgstadt bei Miltenberg am 20. März 1811
Einbruch in Adelsheim in der Nacht vom 23. auf den 24. März 1811
Diebstahl in Simmringen in Württemberg in der Nacht vom 8. auf den 9. April 1811
Versuchter Einbruch in Külsheim in der Nacht vom 23. auf den 24. April 1811
Dörrfleischdiebstahl in Dörlesberg am 24. April 1811
Dörrfleischdiebstahl in Walldürn acht Tage nach Ostern 1811
Diebstahl eines Branntweinkessels in Obrigheim

Die peinlichen Verhöre mit Tortur und Folter gegen die am Postkutschen-Überfall zwischen Laudenbach und Hemsbach beteiligten Räuber durch den Heidelberger Stadtdirektor Ludwig Pfister dauerten wochenlang. Pfister wollte am „Hölzerlips“ und seinen Männern ein Exempel statuieren. Anschließend inszenierte man in Heidelberg mit großem Aufwand einen Schauprozess. Während der Haft betreute der Heidelberger Stadtpfarrer Theodor Dittenberger den „Hölzerlips“ und seine Mitgefangenen, protokollierte ihre Gespräche und beschrieb ihr Verhalten.

Vier Hinrichtungen in Heidelberg

Vier Räuber wurden am 31. Juli 1812 kurz nach 12 Uhr auf dem Marktplatz in Heidelberg öffentlich zum Tod verurteilt. Georg Philipp Lang („Hölzerlips“), Philipp Friederich Schütz („Manne Friederich“), Veit Krähmer sowie der frühere Maurer und spätere Krämer Matheus Oesterlein („Krämer-Mathes“). Über ihn heißt es, er habe oft seine Augen zusammengezogen und dann finster dreingeblickt.

Zur allgemeinen Überraschung begnadigte man die zwei jungen Räuber Andreas Petri und Sebastian Lutz in letzter Minute durch ein feierlich verlesenes Schreiben des Großherzogs Karl von Baden (1786–1818). Ihre Todesstrafen wurden in lebenslängliche Zuchthausstrafen umgewandelt.

Der öffentliche Schuldspruch auf dem Heidelberger Marktplatz gegen die Räuberbande des „Hölzerlips“ wurde von dem Zeichenlehrer Friedrich Rottmann (1768–1816) auf einer Radierung und auf einem Aquarell dokumentiert. Auf den Bildern ist eine große Anzahl Menschen zu sehen, die auf dem Marktplatz und aus den Fenstern der angrenzenden Häuser der Urteilsverkündung beiwohnten.

Danach transportierte man die vier weißgekleideten zum Tode verurteilten Männer auf dem Schandkarren durch die Hauptstraße zum Richtplatz vor der Stadt, wo sie auf dem Schafott des Scharfrichters ihr Leben verloren. Die Leichen gelangten ins Anatomische Institut der Universität Heidelberg. „Köhler-Andres“ und „Basti“ kamen später nach Mannheim ins Zuchthaus.

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Elisabetha Margaretha Petri:
Die älteste Tochter
des „alten Schwarzen Peter“

Das zweitälteste Kind des „alten Schwarzen Peter“ und seiner Frau war die Tochter Elisabetha Margaretha Petri. Sie gehörte zu den insgesamt sechs Kindern, die im Weiler Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück geboren wurden.

Elisabetha Margaretha erblickte am 17. Januar 1784 das Licht der Welt. Wie ihre Eltern und ihre Geschwister geriet auch sie bald auf die „schiefe Bahn“.

Das Mädchen lernte in der Gegend von Brombach im Odenwald den verheirateten Förster Johann Daniel Lüttich kennen, dessen Vater als Förster in Wattenheim arbeitete. Lüttich, der wegen eines Mordes auf der Flucht war, verschwieg Margaretha anfangs seine Ehe und wurde ihr Geliebter.

Der Förstersohn nannte sich – in Anlehnung an den Wohnort seines Vaters – „Simon Friedrich Wattenheim“ und ging mit Margaretha nach Bischofsheim an der Tauber, wo er im Winter 1805/1806 als Harzbrenner im Wald arbeitete. Als seine Frau herausfand, wo er sich aufhielt, suchte sie ihn zusammen mit ihren zwei Kindern auf, er schaffte es aber, sie durch fürchterliche Drohungen abzuschrecken.

Nun wusste Margaretha also Bescheid über die wahren Verhältnisse von Lüttich. Sie hatte aber bereits ein uneheliches Kind mit ihm gezeugt, blieb mit ihm zusammen und bekam später noch ein zweites Kind.

Großherzog lehnt Begnadigung ab

Am 4. Mai 1807 raubte Johann Daniel Lüttich auf der Straße zwischen Beerfelden und Schönau im Beisein von Margaretha einem Mädchen ein dunkelblaues Tuch. Im September 1808 wurde Lüttich, der mit einer Flinte bewaffnet war, in einem Haus in Vorder-Heubach von einer Streifenpatrouille verhaftet. Am 22. August 1809 verurteilte man ihn in Mannheim wegen Landstreicherei und Wilddieberei zu einer vierjährigen Zuchthausstrafe.

Obwohl sie nicht verheiratet waren, gab sich Margaretha als Frau von Johann Daniel Lüttich aus und bat beim Großherzog Karl von Baden (1786–1818) um die Begnadigung ihres angeblichen Gatten. Diese Bitte wurde jedoch abgeschlagen.

Nach der Arretierung ihres Lebensgefährten erkaltete die Liebe von Margaretha zu Lüttich. Sie suchte Ersatz und wurde die Geliebte des 17 oder 18 Jahre alten Sebastian Lutz (Luz) alias „Basti“.

Sebastian Lutz stammte aus Neckargerach und war das Kind rechtschaffener Leute. Eine vornehme Person wollte ihn ein Handwerk lernen lassen, doch sein Vater verließ damals die Gegend des Odenwaldes, in der „Basti“ eine Lehre antreten sollte und beharrte darauf, dass er mit ihm ziehen solle. „Basti“ folgte dem Vater, trennte sich aber bald von ihm, trieb sich mit allerlei fahrendem Volk herum und zog später allein als Saitenspieler umher.

Durch sein musikalisches Talent freundete sich „Basti“ mit „Köhler-Andres“ an, der bekanntlich die Clarinette, Flöte und das Flageolett (eine Art Blockflöte) spielte.

Durch Andres kam „Basti“ mit der Räuberbande des „Hölzerlips“ in Verbindung. „Hölzerlips“ rühmte ihn einmal mit folgenden Worten: „Basti ist der härteste von uns allen. Wenn der als Räuber bis zu seinem 30sten Jahre fortgelebt hätte, so wäre Schinderhannes nichts gegen ihn gewesen.“

Elisabetha Margaretha Petri wurde am 8. und 9. April 1812 in Mannheim bei der Verhandlung vor dem Großherzoglichen Hofgericht anlässlich der Untersuchung gegen Veit Krähmer und seine Komplizen verurteilt. Sie erhielt eine halbjährige Zuchthausstrafe unter Anrechnung des bis dahin abgesessenen Arrestes. Gründe für die Verurteilung waren die Mitwisserschaft eines von Johann Daniel Lüttich verübten Raubes sowie Ehebruch und Gaunerei.

Einige Monate später – am 31. Juli 1812 – entging Elisabetha Margarethas junger Geliebter „Basti“ in letzter Minute seiner Hinrichtung. Großherzog Karl von Baden (1786–1818) wandelte seine Todesstrafe in eine lebenslängliche Zuchthausstrafe um. Vier seiner ehemaligen Räuberkomplizen dagegen starben unter dem Schwert des Scharfrichters.

1813 wurden Margarethas Mutter Maria Katharina und der Rest der Familie Petri im Arrondissement Simmern wegen Bettelns und Hausierens verhaftet. Ihre Mutter kam später in das Bettelhaus nach Trier, wohin auch eine Tochter – vermutlich Elisabetha Margaretha – gebracht wurde, der jedoch die Flucht gelang. Danach hörte man nichts mehr von ihr.

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Johann Georg und Leonhard:
Die jüngsten Söhne
des „alten Schwarzen Peter“

Johann Georg Petri war der zweitjüngste Sohn des „alten Schwarzpeter“ und seiner Frau Maria Katharina. Er wurde um 1794/1795 in der Glashütte im Soonwald geboren. Dort arbeitete sein Vater, der oft den Wohnort wechselte, fast vier Jahre lang als Holzfäller.

Der Tag von Johann Georgs Taufe im Jahre 1795 in der Kirche von Seibersbach wurde von einem tragischen Ereignis überschattet. Zur Kindstaufe hatte der „alte Schwarzpeter“ auch Johann Jakob Krämer („Iltis-Jakob“) und dessen schöne Frau eingeladen. Nach der Taufe in der Kirche feierte die Taufgesellschaft, zu der auch ein Teil der Belegschaft der Glashütte im Soonwald gehörte, in einer Gastwirtschaft. Anschließend wanderte die Taufgesellschaft gemeinsam zum etwa zwölf Kilometer entfernten Liebshausen.

Unterwegs ging der „alte Schwarzpeter“ ein Stück des Weges neben der Frau des „Iltis-Jakob“, auf die er ein Auge geworfen hatte. Im Wald blieben die beiden zeitweise ein wenig hinter der übrigen Gesellschaft zurück. Dabei wurden sie von dem jüdischen Viehhändler Simon Seligmann aus Seibersbach in einer eindeutigen Situation beobachtet. Seligmann ging danach sofort zum „Iltis-Jakob“ und erzählte diesem, „er hätte den Schwarz-Peter und des Ildes-Jakobs Frau, in einer Lage angetroffen, welche notwendigerweiße die Eifersucht ihres Mannes rege machen mußte“ – so formulierte es später einmal der „Schinderhannes“.

Daraufhin kam es zum Streit zwischen den Eheleuten Krämer, der bald ausartete und damit endete, dass der „Iltis-Jakob“ – so „Schinderhannes“ – seiner Frau voller Wut „einen so schrecklichen Schlag versetzte“ ... „dass sie auf der Stelle den Geist aufgab“. Der „alte Schwarzpeter“ und ein Schuster aus dem Naheland wollten dem rasenden „Iltis-Jakob“ Einhalt gebieten. Dabei schlug der „Iltis-Jakob“ dem „alten Schwarzpeter“ eine große Zehe „entzwei“.

Bei der gerichtlichen Untersuchung im August 1795 gestand Johann Jakob Krämer, seine Frau aus Eifersucht „ein wenig gezüchtigt“ zu haben. Der untersuchende Arzt hatte allerdings elf Hieb- und Stichwunden festgestellt, von denen zwei so schwer waren, dass jede von ihnen allein bereits tödlich gewesen wäre.

Einige Jahre später büßte der Viehhändler Simon Seligmann seine Mitteilungsfreudigkeit mit dem Leben. Er wurde – wie erwähnt – am 12. August 1798 von dem betrunkenen „alten Schwarzpeter“ im Beisein und vermutlich mit Hilfe des „Schindeshannes“ in Nähe des Forsthauses Thiergarten zwischen Argenthal und Stromberg im Soonwald brutal ermordet und ausgeraubt.

Auch Johann Georg Petri konnte sich den schlechten Einflüssen seiner Familie nicht entziehen. Wenn seine Mutter Maria Katharina Petri und andere Frauen beispielsweise auf dem Markt in Wertheim Diebstähle begingen, benutzten diese den damals 13 bis 14 Jahre alten Jungen als Helfershelfer. Sie gaben dem unverdächtig erscheinenden Kind die von ihnen entwendeten Gegenstände zur Aufbewahrung.

Johann Georg Petri und sein jüngerer Bruder Leonhard Petri (geboren um 1803/1804) wurden beim Prozess in Heidelberg gegen die Bande des Räubers Georg Philipp Lang („Hölzerlips“) befragt. Sogar der erst sieben Jahre alte Leonhard Petri, das jüngste der insgesamt neun Kinder des „alten Schwarzpeter“, fiel dabei durch seine Gerissenheit und Verlogenheit auf. Er leugnete hartnäckig, einen Bruder namens Andres (Andreas) zu kennen.

Doch es gelang den Untersuchungsrichtern, unbescholtene Leute ausfindig zu machen, in deren Häusern sich „Johann Wild“, wie sich der „alte Schwarzpeter“ damals nannte, mit seiner Familie aufgehalten hatte. Die Zeugen sagten aus, dass der „alte Wild“ einen Sohn namens Andres habe.

Daraufhin gab der „alte Wild“ die Existenz des Sohnes Andres zu. Er habe aber nichts von ihm wissen wollen, weil Andreas ein unfolgsamer Bub sei, der in der Welt herumlaufe. Aber er wisse keine schlechten Streiche von ihm.

Nach dem Vater bekannte auch der junge „Leonhard Wild“ alias Leonhard Petri einen Bruder Andres zu haben. Sein früheres Leugnen entschuldigte der Kleine mit der frechen Behauptung, er habe nur nicht daran gedacht.

Lange bestritt auch die Mutter Maria Katharina Petri, dass sie einen Sohn mit dem Namen Andres habe. Doch schließlich räumte sie dies ein und rechtfertigte ihr Leugnen ähnlich wie ihr Mann, der „alte Wild“. Im Lügen waren offenbar alle Angehörigen der Familie des „alten Schwarzpeter“ wahre Meister.

Ein kleiner Hauch von der Gerissenheit des „alten Schwarzpeter“ gehört auch zu dem nach ihm benannten Kartenspiel, wenn es darum geht, ungerührt seinen Mitspielern die Peterkarte anzudrehen. Sollte dem Verlierer die Nase geschwärzt werden, sähe er zumindest ein klein wenig so aus wie zeitweilig der ehemalige Holzfäller, Kohlenbrenner und Räuber.

***

Daten im Leben
des „alten Schwarzen Peter“

24. März 1752: Geburt von „Peter Petri dem Älteren“ alias „der alte Schwarze Peter“ in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet

Um 1780: Heirat des „alten Schwarzpeter“ mit Maria Katharina Neumann

Um 1780: Der „alte Schwarzpeter“ baut neben der Behausung seines Schwiegervaters Johann Georg Neumann in Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück eine Hütte.

2. Mai 1781: Geburt des Sohnes Johann Peter Conrad Petri („der junge Schwarzpeter“) in Hüttgeswasen

17. Januar 1784: Geburt der Tochter Elisabetha Margaretha Petri in Hüttgeswasen

5. März 1787: Geburt des Sohnes Johann Christian Petri in Hüttgeswasen

2. November 1787: Tod des Sohnes Johann Christian Petri in Hüttgeswasen

11. November 1788: Geburt des Sohnes Abraham Petri in Hüttgeswasen

6. September 1791: Tod des Sohnes Abraham Petri in Hüttgeswasen

7. Dezember 1791: Geburt der Tochter Catarina Elisabeth Petri in Hüttgeswasen

12. Februar 1792: Tod der Tochter Catarina Elisabeth Petri in Hüttgeswasen

27. Dezember 1792: Geburt des Sohnes Johann Andreas Petri („Köhler-Andres“) in Hüttgeswasen

1792: Französische Soldaten brennen die Hütte der Familie des „alten Schwarzpeter“ in Hüttgeswasen nieder, worauf dieser kurz danach mit Familie den Weiler verlässt.

Nach 1792: Der „alte Schwarzpeter“ arbeitet als Holzfäller für die Gemeinden Beulich, Gondershausen, Schauren bei Kempfeld, Weiden bei Hottenbach, auf der Glashütte im Soonwald, im Münchwald und in der Gegend rechts von der Nahe.

1794/1795: Geburt des Sohnes Johann Georg Petri

1795: Bei der Taufe des Sohnes Johann Georg Petri: verhängnisvolles Techtelmechtel des „alten Schwarzpeter“ mit der Frau von Johann Jakob Krämer („Iltis-Jakob“), der diese im Streit tötet

Sommer/Frühherbst 1797: Johannes Bückler alias „Schinderhannes“ quartiert sich bei der Familie des „alten Schwarzpeter“ auf dem Hühnerhof bei Lauschied unweit von Kirn ein.

Spätsommer 1797: Der „alte Schwarzpeter“ beteiligt sich an einem nächtlichen Einbruch von insgesamt sechs Räubern in ein bewohntes Haus in Bärenbach bei Kirn.

1797/1798: Geburt der Tochter Louise des „alten Schwarzpeter“

25. Januar 1798: Nächtlicher Einbruch auf die Spaller Ziegelhütte von Johann (Martin) Schmitt durch sechs Räuber, darunter der „alte Schwarzpeter“ und der „junge Schwarzpeter“ sowie der „Schinderhannes“

Anfang August 1798: Diebstahl von zwei Pferden des Bauern Johann Klump in Ellern zwischen Argenthal und Rheinböllen durch den „alten Schwarzpeter“ und den „Schinderhannes“

12. August 1798: Mord des „alten Schwarzpeter“ zusammen mit dem „Schinderhannes“ an dem jüdischen Viehhändler Simon Seligmann aus Seibersbach in Nähe des Forsthauses Thiergarten zwischen Argenthal und Stromberg im Soonwald

Spätsommer/Herbst 1798: Der „Schinderhannes“ wohnt beim „alten Schwarzpeter“ auf dem „Steinhardter Hof“.

September 1798: Verhaftung des „alten Schwarzpeter“ auf dem Dreiweiher Hof bei Hallgarten, nördlich von Obermoschel

Herbst 1798: Flucht des inhaftierten „alten Schwarzpeter“ aus dem Turm von Simmern

27. April 1799: Marie Elisabeth Neumann, die Schwiegermutter des „alten Schwarzpeter“, stirbt in Hüttgeswasen.

14. Januar 1802: Überfall auf den Müller Adam Kratzmann in Merxheim durch fünf Räuber, darunter der „alte Schwarzpeter“ und der „Schinderhannes“

12. April 1802: Der „alte Schwarzpeter“ nimmt an der „Räuberparade“ des „Schinderhannes“ vor der Ölmühle von Wilhelm Bollenbach bei Oberhausen a. d. Nahe teil.

Frühjahr 1802: Der „alte Schwarzpeter“ hält sich zur Zeit der Verhaftung des „Schinderhannes“ im Soonwald auf und entgeht dort dem Zugriff der Behörden.

13. Februar 1803: Johann Georg Neumann, der Schwiegervater des „alten Schwarzpeter“, stirbt in Hüttgeswasen.

20. November 1803: Der Räuber „Schinderhannes“ und 19 seiner Komplizen werden in Mainz zum Tode verurteilt. Gegen 21 weitere Angeklagte werden teilweise hohe Haftstrafen verhängt. „Peter Petri der Jüngere“, der Sohn des „alten Schwarzpeter“ beispielsweise, erhält eine Kettenstrafe von 15 Jahren. 20 Beschuldigte werden freigesprochen.

21. November 1803: Der Räuber „Schinderhannes“ und 19 seiner Komplizen werden in Mainz hingerichtet.

1803/1804: Geburt des Sohnes Leonhard Petri

22. Oktober 1809: Straßenraub des „alten Schwarzpeter“ im Bauland

Juni 1810 (14 Tage vor dem Johannistag): Kleiderdiebstahl des „alten Schwarzpeter“ in Überau (Urberach?)

11. Dezember 1810: Straßenraub des „alten Schwarzpeter“ zusammen mit dem Räuber „Hölzerlips“ bei Mosbach

Spätjahr 1810: Schweinediebstahl des „alten Schwarzpeter“ in Brombach

Beraubung der Tuchmacher bei Groß-Reicholheim (genaues Datum nicht angegeben)

Nacht vom 27. auf den 28. Januar 1811: Kleiderdiebstahl in Heiligkreuzsteinach

Nacht vom 23. auf den 24. März 1811: Einbruch des „alten Schwarzpeter“ in Adelsheim. Beraubt wird der Krämer Conrad Kleinbach.

Nacht vom 8. auf den 9. April 1811: Diebstahl des „alten Schwarzpeter“ in Messel bei Darmstadt

Nacht vom 23. auf den 24. April 1811: Versuchter Einbruch des „alten Schwarzpeter“ in Külsheim

5. Mai 1811: Der unter dem falschen Namen „Johann Wild“ im Odenwald lebende „alte Schwarzpeter“ wird nach dem Überfall auf eine Postkutsche, der in der Nacht zum 1. Mai 1811 zwischen Laudenbach und Hemsbach an der Bergstraße verübt wurde und an dem er nicht beteiligt war, festgenommen. Im Verlauf der Ermittlungen kommt durch Angaben des Mitgefangenen Veit Krähmer seine wahre Identität ans Tageslicht.

11. November 1811: Auslieferung des „alten Schwarzpeter“ an die französischen Behörden in Mainz

April 1812: Elisabetha Margaretha Petri, eine Tochter des „alten Schwarzpeter“ wird in Mannheim unter Anrechnung des bis dahin abgesessenen Arrestes zu einer halbjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Gründe für die Verurteilung sind die Mit-wisserschaft für einen von ihrem ehemaligen Geliebten Johann Daniel Lüttich ver-übten Raub sowie Ehebruch und Gaunerei.

31. Juli 1812: Die Todesstrafen von Johann Andreas Petri („Köhler-Andres“), eines Sohnes des „alten Schwarzpeter“, und von Sebastian Lutz („Basti“) werden in Heidelberg in eine lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Vier andere Räuber aus der Bande des „Hölzerlips“ verlieren durch das Schwert des Scharfrichters ihr Leben.

1812: Verurteilung des „alten Schwarzpeter“ in Mainz zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe

Ab 1812: Der „alte Schwarzpeter“ sitzt im Zuchthaus in Bicêtre bei Paris seine Strafe ab.

Nach 1812: Im Zuchthaus in Bicêtre bei Paris erfindet der „alte Schwarzpeter“ vermutlich das Kartenspiel „Schwarzer Peter“. Dort soll er nach jahrelangem Dahindämmern zu einem unbekannten Zeitpunkt im Säuferwahn gestorben sein.

1813: Maria Katharina Petri, die Frau des „alten Schwarzpeter“, und der Rest ihrer Familie werden im Arrondissement Simmern wegen Bettelns und Hausierens verhaftet. Maria Katharina kommt später in das Bettelhaus nach Trier. Dorthin wird auch ihre Tochter – vermutlich Elisabetha Margaretha – gebracht, die aber fliehen kann.

1817: Nach einem Gerücht wird der „alte Schwarzpeter“ noch einmal in der Treberhannes-Hütte im Soonwald gesehen.

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Personenregister

Anthoine, Dominik (Untersuchungsrichter in Mainz)

Bartsch, Barthel (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Bauer, Johannes, genannt „Schefflenzer Bub“ (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Baumbauer, Werner (Schwiegervater des Autors Ernst Probst)

Bayerlein, Peter (Mainzer Historiker, Autor der Bücher „Schinderhannes-Chronik“ und „Schinderhannes-Ortslexikon“)

Bläsius, Julchen (Geliebte des Räubers „Schinderhannes“)

Bollenbach, Wilhelm (Ölmüller bei Oberhausen an der Nahe)

Brandt, Hans-Peter (Kreisvolkshochschule Birkenfeld)

Brellinger, Christian (Untersuchungsrichter in Mainz)

Bückler, Franz Wilhelm (Sohn des „Schinderhannes“)

Bückler, Johannes, genannt „Schinderhannes“ (berühmtester Räuber Deutschlands, „Robin Hood des Hunsrücks“, „Robin Hood des Nahelandes“)

Bühler, Hans-Eugen (Autor einer Publikation, die sich unter anderem mit dem „Schwarzen Peter“ und seiner Familie befasst)

Christian, der rote (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Christmann, Gerhard (Besitzer eines seltenen Kupferstiches des „Schinderhannes“)

Delis, Martin, genannt „Zahnfranzen Martin“ (Komplize des Räubers „Schinderhannes“)

Dittenberger, Theodor (Heidelberger Stadtpfarrer)

Dreidel, Moses (Jude aus Rheinböllen)

Fink, Jakob, genannt „Roter Fink“ (Komplize des Räubers „Schinderhannes“)

Frank, Andreas, genannt „langer Andres“ (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Frick, Elisabeth (Opfer des „Schinderhannes“ und des „alten Schwarzpeter“)

Gethmann, Hans (Hotelier „Hochwaldhotel Gethmann“ in Hüttgeswasen)

Hahn, Jakob (Viehhirte aus Börfink)

Hanhart. Rudolph (Kaufmann aus der Schweiz, eines der Opfer beim Überfall auf eine Postkutsche)

Hartmann, Conrad (Taufpate des „jungen Schwarzpeter“ aus Börfink)

Heller (Helfer des „alten Schwarzpeter“ in Kleinweidelbach)

Herzog von Zweibrücken

Heusner, Johann Adam, genannt „Dicker Hanadam“ oder „Roter Hann-Adam“ (Anführer der Odenwald-Räuber)

Heusner, Stephan, genannt „langbeiniger Steffen“ (Bruder des Räubers Johann Adam Heusner, Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Hoffmann, Johann Adam („Peter Henrichs Hann-Adam“)

Hornberger, Carl (Holzfäller)

Jacobi, Joseph, einer der so genannten „Frankfurter Karlsbuben“ (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Karl, Großherzog von Baden

Karlsbuben, Frankfurter (Komplizen des Räubers „Hölzerlips“)

Kleinbach, Conrad (Krämer in Adelsheim, Opfer des „alten Schwarzpeter“)

Klump, Johann (Bauer aus Ellern, Opfer des „Schinderhannes“ und des „alten Schwarzpeter“)

Köhler, Johann (Opfer des „Schinderhannes“ und des „jungen Schwarzpeter“ aus Niederwörresbach)

Krähmer, Albert, genannt „Zunderalbert“ (Krämer und Räuber. Vater von Veit Krähmer)

Krähmer, Veit (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Krämer, Johann Jakob, genannt „Iltis-Jakob“ (Räuber)

Kratzmann (Krazmann), Adam (Müller bei Merxheim, Opfer des „Schinderhannes“ und des „alten Schwarzpeter“)

Lang, Georg Philipp, genannt „Hölzerlips“ (Holzhändler, Anführer der Odenwald-Räuber, „Robin Hood des Odenwaldes“)

Leiser (Händler aus Altenbamberg)

Leyendecker, Johann (Schuster aus Lauschied bei Kirn, Lehrmeister und Komplize des Räubers „Schinderhannes“)

Lucae, Christian Gustav (Professor für Anatomie am Senckenberg-Institut in Frankfurt am Main, untersuchte die Schädel des „alten Schwarzpeter“ und des „Schinderhannes“)

Lütger, Andreas (Käufer eines vom „Schinderhannes“ und „jungen Schwarzpeter“ gestohlenen Pferdes)

Lüttich, Johann Daniel (Förster, Räuber und Geliebter der Tochter Elisabetha Margaretha des „alten Schwarzpeter“)

Lutz (Luz), Sebastian, genannt „Basti“ (Freund von Andreas Petri, Geliebter der Tochter Elisabetha Margaretha des „alten Schwarzpeter“, Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Meyerhofen (Direktor des Schwurgerichts Simmern)

Müller, Johann Nikolaus, genannt „Hannikel“ (Zunderkrämer, Komplize des Räubers „Schinderhannes“)

Nagel, Franz Nikolaus (Abdecker aus Rimsberg und Onkel des „Schinderhannes“)

Neumann, Georg Wilhelm (Spießförster, Schwager des „alten Schwarzpeter“, Helfer des „Schinderhannes“)

Neumann, Johann Georg (Wirt, Köhler und Schwiegervater des „alten Schwarzpeter“)

Neumann, Marie Elisabeth, geborene Burger (Schwiegermutter des „alten Schwarzpeter“)

Neumann, Maria Sophia Henrietta (Helferin des „Schinderhannes“)

Oesterlein, Matheus, genannt „Krämer-Mathes“ (Krämer und Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Ovelog, Bernhard (königlich Württembergischer Quartiermeister, Opfer eines Überfalls der Bande des Räubers „Hölzerlips“)

Paulitzky (Friedensrichter in Kirn)

Pech (Pix), Otto (Altenburger Skatmaler)

Petri (Petry), Abraham (Sohn des „alten Schwarzpeter“)

Petri (Petry), Catarina Elisabeth (Tochter des „alten Schwarzpeter“)

Petri (Petry), Christina Margaretha (Mutter des „alten Schwarzpeter“)

Petri (Petry), Elisabetha Margaretha (Tochter des „alten Schwarzpeter“, Geliebte zweier Räuber)

Petri (Petry), Johann Andreas, genannt „Köhler-Andres“ (Sohn des „alten Schwarzpeter“, Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Petri (Petry), Johann Christian (Sohn des „alten Schwarzpeter“)

Petri (Petry), Johann Georg (Sohn des „alten Schwarzpeter“)

Petri (Petry), Johann Peter (Vater des „alten Schwarzpeter“ aus Burgen bei Veldenz)

Petri (Petry), Johann Peter, genannt „Johann Peter Petri der Ältere“, der „alte Schwarzpeter“, der „alte Schwarze Peter“ (Holzfäller, Kohlenbrenner, Lehrmeister und Komplize des Räubers „Schinderhannes“)

Petri (Petry), Johann Peter Conrad, genannt „Peter Petri der Jüngere“, „junger Schwarzpeter“, „der junge Schwarze Peter“ (Kohlenbrenner und Komplize des „Schinderhannes“)

Petri (Petry), Leonhard (Sohn des „alten Schwarzpeter“)
Petri (Petry), Louise (Tochter des "alten Schwarzpeter")

Petri (Petry), Maria Katharina (Ehefrau des „alten Schwarzpeter“)

Pfeiffer, Heinrich (Komplize des Räubers „Hölzerlips“ und Geliebter von dessen Frau)

Pfister Ludwig (Heidelberger Stadtdirektor)

Philipp, der Bube (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Probst, Doris (Ehefrau des Autors Ernst Probst)

Probst, Stefan (Sohn des Autors Ernst Probst)

Reidenbach, Johann Georg, genannt „Lauschieder Hansjörg“ (Holzfäller, Komplize des Räubers „Schinderhannes“)

Rieder, Jacob (Kaufmann aus Winterthur, der beim Überfall auf eine Postkutsche ums Leben kommt)

Rinkert, Johann Martin (in der Hasenmühle bei Eppstein im Taunus geborener Komplize des Räubers „Schinderhannes“)

Roos, Heinrich (Bauer in Heinzenberg, Opfer des „Schinderhannes“ und des „jungen Schwarzpeter“)

Rottmann, Friedrich (Zeichenlehrer in Heidelberg)

Schlinck, Morell (Händler aus Bensheim, Opfer des Räubers „Hölzerlips“ und des „jungen Schwarzpeter“)
Schmitt, Georg, genant „großer Harzbube“ (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Schmitt, Hannes (Besitzer des Hühnerhofes in Hoppstätten sowie Opfer des „Schinderhannes“ und des „jungen Schwarzpeter“)

Schmitt, Johann (Martin) (Eigentümer der Ziegelhütte bei Spall, Opfer des „alten Schwarzpeter“ und des „Schinderhannes“)

Schuck, Christian (Landstreicher und Dieb)

Schütz, Philipp Friederich, genannt „Manne Friederich“ (Komplize des Räubers „Hölzerlips“)

Seligmann, Simon (jüdischer Viehhändler aus Seibersbach, Mordopfer des „alten Schwarzpeter“ und des Räubers „Schinderhannes“)

Stumm (Fabrikanten aus Birkenfeld, Opfer des „Schinderhannes“)

Thiel, Klaus (Sammler von mehr als 1000 „Schwarzer-Peter-Spielen“)

Wattenheim, Simon Friedrich (Deckname des Försters Johann Daniel Lüttich und Geliebten der Tochter Elisabetha Katharina des „alten Schwarzpeter“)

Weber Joseph, genannt „Krug Joseph“ (Komplize des „Schinderhannes“)

Werner, Johann Wilhelm (Untersuchungsrichter in Mainz)

Wernher, Julie (Ehefrau des Untersuchungsrichters in Mainz)

Wiegland, Wilfried (Besitzer des „Steinhardter Hofes“ bzw. „Steinerten Hofes“ in Steinhardt bei Sobernheim)

Wild, Andreas (Deckname von Andreas Petri alias „Köhler-Andres“)

Wild, Johann (Deckname von „Peter Petri der Ältere“ alias der „alte Schwarzpeter“)

Wild, Leonhard (Deckname eines Sohnes des „alten Schwarzpeter“)

Winkel, Thomas (Käufer von gestohlenem Tuch aus Hundheim)

Wischums, Apollonia (Ölmüllerin und Witwe in Allenbach)

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Literatur

BAYERLEIN, Peter: Schinderhannes-Chronik, Mainz-Kostheim 2003
BAYERLEIN, Peter: Schinderhannes-Ortslexikon, Mainz-Kostheim 2003
BECKER, Johann Nikolaus Becker: Actenmäßige Geschichte der Räuberbanden an den beyden Ufern des Rheins, Köln 1804
BOEHNKE, Heiner: Die deutschen Räuberbanden, 3 Bände, Erlangen 1991
BÜHLER, Hans-Eugen: Beiträge zur Geschichte des Amtes Allenbach. 1. Teil. Die Bedeutung der Holzhauer- und Kohlenbrennerkolonie Hüttgeswasen zwischen 1600 und 1900, Birkenfeld 1984
DOBRAS: Wolfgang: Schinderhannes. Prozess und Urteil 1803. Beiträge zur Geschichte der Stadt Mainz, Band 33, Herausgegeben von der Stadt Mainz, Mainz 2003
KRAUSNICK, Michail: Räuber. Das abenteuerliche Leben des Mannefriedrich. Ein dokumentarischer Roman, Reinbek 1978
Nacken, Edmund: Die wahre Geschichte des Johannes Wilhelm Bückler – wie er wirklich war. Dokumentarbericht nach den Originalakten und anderen Quellen, Simmern 1961
PFISTER, Ludwig: Nachtrag zu der aktenmäßigen Geschichte der Räuberbanden an beiden Ufern des Mains, im Spessart und im Odenwalde. Enthaltend vorzüglich auch die Geschichte der weitern Verhaftung, Verurtheilung und Hinrichtung der Mörder des Handelsmanns Jacob Rieder von Winterthur, Heidelberg 1812
PROBST, Ernst: Julchen Blasius, die Braut des legendären Räubers Schinderhannes. Aus: PROBST, Ernst: Superfrauen 1 – Geschichte, Mainz-Kostheim 2001
WERNHER, Wilhelm: Wilhelm Johann Wernher. Sein Leben und seine Thätigkeit, Zweibrücken 1981

Frida Kahlo: Die "Malerin der Schmerzen" biografien-news(cached at February 5, 2007, 12:11 pm)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Der Ruhm, Lateinamerikas berühmteste Malerin zu sein, gebührt der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo (1907–1954). Ihr Leben und ihre Kunst wurden von Kindheit an durch Krankheiten, Schmerzen und Operationen geprägt. Als das bekannteste unter ihren insgesamt 271 Werken zählt das Selbstbildnis „Die gebrochene Säule“. Die „Malerin der Schmerzen“ gilt als Bahnbrecherin einer weiblichen Ästhetik und gehört zu den Kultfiguren der feministischen Ideologie.

Frida Kahlo erblickte am 6. Juli 1907 im Stadtteil Coyoacán von Mexiko City das Licht der Welt. Sie war die Tochter eines aus Ungarn stammenden deutschen Juden, der aus Baden-Baden emigrierte, und einer Mexikanerin, in deren Adern spanisches und indianisches Blut floss.

1910 brach die mexikanische Revolution aus. Mit diesem Ereignis identifizierte sich Frida Kahlo später so stark, dass sie 1910 als ihr Geburtsdatum angab. Als Sechsjährige erkrankte Frida an Kinderlähmung, worauf ein Bein im Wachstum zurückblieb. Fortan hatte sie wegen der mit diesem Leiden verbundenen Behinderungen in der Schule unter manchem Spott zu leiden.

Die zierliche und temperamentvolle Frida bereitete sich auf das Medizinstudium vor, als sie im September 1925 in Mexiko-City beim Zusammenprall einer Straßenbahn mit einem Bus, in dem sie saß, folgenschwere Verletzungen erlitt. Dabei wurden ihre Wirbelsäule, ihr Schlüsselbein, ihre Rippen, ihr Becken und ihr bereits verkümmertes Bein mehrfach gebrochen. Nach dem Unfall bis zum Tod musste Frida insgesamt 32 Operationen und acht Korsetts ertragen.

1929 heiratete die 22-jährige Frida Kahlo in einer Vorstadt von Mexiko-City den 20 Jahre älteren Künstler Diego Rivera (1886–1957). Für den Bräutigam war es bereits die dritte Ehe. Die Verbindung wurde von Frida als „die Hochzeit zwischen einem Elefanten und einer Taube“ empfunden.

Das Ehepaar wohnte in Coyoacán hinter blau getünchten Mauern im „Blauen Haus“. Im Garten lebten Affen, Hunde, Rehe und Papageien. Diego Rivera betrog Frida Kahlo fortgesetzt, auch Frida stürzte sich bald in Affären. Frida und Diego waren überzeugte Kommunisten. Rivera schmückte mit revolutionärem Elan die öffentlichen Gebäude Mexikos mit monumentalen Wandbildern.

Als 1937 der russische Revolutionär Leo Trotzki (1879–1940) mit seiner Frau nach Mexiko kam, nahm Frida Kahlo ihn bei sich auf, worüber Diego Rivera eifersüchtig getobt haben soll. Trotzki hielt sich während seines Exils in Mexiko zwei Jahre lang im „Blauem Haus“ in Coyoacán auf und wurde zeitweise Fridas Geliebter. Nach seinem Auszug ließ Trotzki sein neues Domizil zur Festung ausbauen, trotzdem ermordete man ihn an seinem Schreibtisch.

Die Ehe von Frida Kahlo und Diego Rivera wurde 1939 auf Wunsch des Mannes geschieden. Aus Kummer über die Trennung schuf Frida ihr „Selbstbildnis mit abgeschnittenem Haar“ (1940): Frida hat sich ihr von Diego geliebtes langes Haar abgeschnitten, das auf dem Bild in Büscheln auf dem Fußboden liegt, und die ansonsten von ihr bevorzugte Tracht mexikanischer Frauen mit einem Herrenanzug vertauscht.

Als Frida Kahlo und Diego Rivera erkannten, wie sehr sie beide einander brauchten, heirateten sie 1940 zum zweiten Mal. Auch nach der Wiedervermählung kam es immer wieder zu Seitensprüngen Diegos, der als klassischer „Macho“ einerseits offen seine Frau betrog, andererseits aber mit der Pistole herumfuchtelte, wenn ein Rivale auftauchte. Die Liebe Fridas zu Diego und ihre turbulente Ehe bildeten ein wichtiges Thema ihrer Kunst.

Seit 1944 führte Frida Kahlo ein gemaltes Tagebuch, in dem sie eine Brücke zwischen dem Schmerz ihres Körpers und der Herrlichkeit der Welt schlug. Die Malerei entwickelte sich für sie zur Überlebensstrategie: Dabei fand sie Trost, indem sie ihre Qualen mit expressiver Kraft auf die Leinwand bannte.

Nach einer Operation malte Frida Kahlo 1944 ihr Selbstporträt „Die gebrochene Säule“. Es zeigt ihren in der Mitte aufgebrochenen Körper, den ein orthopädisches Korsett zusammenhält. Durch den Riss ist ihre Wirbelsäule sichtbar, die durch eine zerbröckelte ionische Säule, auf deren Kapitell ihr Kinn ruht, dargestellt wird. Nägel, die in ihre nackte Haut geschlagen sind, veranschaulichen ihre Qual.

1946 entstand Frida Kahlos Doppelporträt „Baum der Hoffnung bleibe stark“. Das Motiv: Auf dem Krankenbett sitzt neben der am Rücken Aufgeschnittenen eine weitere Frida in rotleuchtender mexikanischer Tracht. Dieses Bild verkörpert ihren Lebenswillen, der über die Verletzte wacht. Andere Gemälde Fridas geben traumatische Erlebnisse wider, die alle Frauen betreffen können, wie etwa die Darstellung einer ihrer Fehlgeburten auf dem Werk „Henry Ford Hospital“.

Die eigenwillige Künstlerin wehrte sich dagegen, von der Fachwelt als Surrealistin bezeichnet zu werden. Sie legte großen Wert darauf, niemals Träume, sondern ihre Realität gemalt zu haben. Aber da sie sich nicht mit der Darstellung der Wirklichkeit begnügte, wenn sie beispielsweise auf dem Bild „Der verletzte Hirsch“ einem von Pfeilen getroffenen Hirsch ihr Gesicht gab, rechnen Experten ihren Stil dem „Phantastischen Realismus“ zu.

Ab 1950 verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Frida Kahlo drastisch. Nach mehreren Operationen malte sie im Liegen weitere Bilder. 1953 musste ihr rechtes Bein wegen Wundbrand amputiert werden. Danach ließ sie sich ein Paar rote Luxusstiefel mit chinesischen Goldverzierungen und kleinen Schellen anfertigen.

1953 erlebte Frida Kahlo die erste Einzelausstellung ihrer Werke in Mexiko. Ihr letztes Bild präsentiert ein Stilleben mit Wassermelonen, unter das sie mit blutroter Farbe schrieb: „Viva la Vida“ („Es lebe das Leben“). Ein letztes Foto von 1954 zeigt sie im Rollstuhl sitzend bei einer politischen Demonstration in Guatemala.

Frida Kahlo starb am 13. Juli 1954 im Alter von nur 47 Jahren in ihrem Geburtsort Coyoacán. Diego Rivera zog nach ihrem Tod in einen anderen Stadtteil um. Er sagte über Frida: „Sie ist die einzige Frau in der Geschichte der Kunst, die mit absoluter und schonungsloser Aufrichtigkeit, und man könnte sagen, mit ruhiger Gewalt, diejenigen allgemeinen und besonderen Themen aufgriff, die ausschließlich Frauen betreffen.“

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Vor 75 Jahren geboren: Liz Taylor biografien-news(cached at February 5, 2007, 12:11 pm)


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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film" von Ernst Probst:

LizTaylor

Einen Ehrenplatz als „Königin von Hollywood“ nimmt die Filmschauspielerin Elizabeth („Liz“) Taylor in der Welt des Kinos ein. Zwei „Oscars“ als beste Schauspielerin und mehrere Nominierungen für diese begehrte Auszeichnung zeugen von ihrem großen Talent vor der Filmkamera. Die zahlreichen gescheiterten Ehen der Diva lieferten der Regenbogenpresse reichlich Stoff.

Elizabeth Rosemond Taylor erblickte am 27. Februar 1932 als Tochter eines amerikanischen Kunsthändlers und der Schauspielerin Sarah Sothern Taylor in London das Licht der Welt. Von ihrer ehrgeizigen Mutter wurde sie von früh an auf Erfolg getrimmt. Bereits als Vierjährige besuchte sie die Ballettschule von Madame Vacani. Zuhause musste sie vor Möbelstücken knicksen.

Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges siedelte der Vater 1939 in die USA über, wo er in Beverly Hills (Kalifornien) eine Kunstgalerie errichtete. Seine Tochter Elizabeth besuchte die „Hawthorne School“ in Beverly Hills, die „Metro-Goldwyn-Mayer-Studio School“ und die „University High School“ in Hollywood.

Mit elf bekam Elizabeth Taylor in dem Film „Lassie come home“ (1943) ihre erste Rolle als Partnerin der Collie-Hündin „Lassie“. Danach besuchte sie die Schule für Kinderstars in Hollywood, an der sie bald zu den Besten ihrer Klasse gehörte. Während dieser Zeit achtete ihre Mutter darauf, dass ihre bewunderte Tochter durch die Arbeit im Atelier nicht überfordert wurde.

Im Alter von 13 Jahren stürzte „Liz“ Taylor in einer Reitszene für den Pferdefilm „National Velvet“ („Kleines Mädchen, großes Herz“, 1943) vom Pferd und verletzte sich dabei die Wirbelsäule. Ab 13 sorgten „ihre Wespentaille und ihr Prachtbusen“ für Unruhe in der Männerwelt. Vier Jahre später galt sie als die „schönste 17-Jährige der Welt“

Als Teenager spielte „Liz“ Taylor in „Der Vater der Braut“ (1950) und „Ein Platz an der Sonne“ (1951) mit. In „Giganten“ (1956) polierte sie ihren Ruf auf. Für „Land des Regenbaumes“ (1957), „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (1958) und „Plötzlich im letzten Sommer“ (1959) nominierte man sie drei Mal für den „Oskar“. Den ersten „Oscar“ als beste Schauspielerin erhielt „Liz“ für ihre Mitwirkung in „Telefon Butterfield 8“ (1960).

Während der wegen zahlreicher Krankheiten von „Liz“ Taylor zehn Jahre dauernden Dreharbeiten für den Monumentalfilm „Cleopatra“ (1963) lernte sie den britischen Schauspieler Richard Burton (1925–1984) kennen und lieben. Das Filmstudio „Twentieth Century-Fox“ verklagte „Liz“ und Burton auf umgerechnet 200 Millionen Mark Schadenersatz.

„Liz“ und Richard Burton – seit 1964 ein Ehepaar – traten in vielen Filmen zusammen auf, von denen „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (1966) den zweiten „Oscar“ als beste Schauspielerin einbrachte. „Liz“ erschien 1966 nicht zur „Oscar“-Preisverleihung. Ihr Mann hielt sich damals in der französischen Hauptstadt Paris auf, hatte Angst vor dem Flug in die USA und wollte seine Frau nicht alleine fliegen lassen.

Als nach dem Misserfolg des Films „Mord im Spiegel“ (1980) große Rollen auf der Leinwand ausblieben, versuchte die Taylor ihr Glück auf dem Fernsehbildschirm. 1994 feierte sie als urkomische Schwiegermutter von Fred Feuerstein in „The Flint-stones“ ein Comeback im Kino.

„Liz“ Taylor heiratete acht Mal. Ihre erste Ehe schloss sie 1950 als 18-Jährige mit dem Hotelerben Conrad N. Hilton junior (1926–1969), genannt „Nick“, der dem Alkohol zusprach. Zweiter Ehemann wurde 1951 der britische Schauspieler Michael Wilding (1912–1979). Als „Liz“ ihn in einer Studiokantine in Hollywood traf und er sie lüstern ansah, wurde sie von einem Filmpartner gewarnt, Wilding sei verheiratet. Sie sagte lässig, das könne sich ändern und streifte Wilding im Vorbeigehen mit einem lasziven Hüftschwung. „Liz“ ließ sich von Hilton scheiden, heiratete Wilding und schenkte ihm die Söhne Michael (1953) und Christopher (1955).

Als Ehemann Nr. 3 fungierte 1957 der Produzent Michael (Mike) Todd (1907–1958), der „Liz“ mit Gold, Diamanten, Sex und Bewunderung verwöhnte, ihr manchmal aber auch Ohrfeigen gab. Aus dieser Verbindung ging die Tochter Liza hervor. Nach anderthalbjähriger Ehe kam Todd beim Absturz seines Privatflugzeuges „The Liz“ ums Leben. Als vierter Ehemann folgte 1959 der Schlagersänger Eddi Fisher.

Ehemann Nr. 5 und 6 von „Liz“ Taylor wurde der Schauspieler Richard Burton. Ihre Liebesaffäre begann in einer plüschigen Garderobe bei den Dreharbeiten für den Monumentalfilm „Cleopatra“. Burtons Ehefrau Sybil packte deswegen ihre Koffer und flog gekränkt nach New York. Als Burton die Affäre mit „Liz“ für beendet erklärte, versuchte diese, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Ihr Ehemann Eddie Fisher tröstete sie mit einem Smaragdcollier für 29000 Dollar. Nach einem zweiten Selbstmordversuch schenkte ihr Burton eine Smaragdbrosche für 150000 US-Dollar.

1964 wurden „Liz“ und Burton erstmals getraut. In ihrer turbulenten Ehe gab es viel Sex, Suff und Prügel. Das Paar adoptierte ein gehbehindertes deutsches Arbeitermädchen aus der Nähe von Augsburg (Bayern) und einen mexikanischen Waisenjungen. Der ersten Scheidung von Burton nach zehnjähriger Ehe im Juni 1974 folgte Monate später die zweite Ehe, die aber nur vier Monate hielt.

Noch im Jahr der zweiten Scheidung von Burton wagte „Liz“ Taylor 1976 ihre siebte Ehe mit dem Politiker John William Warner, der sie als Reklamefigur missbrauchte. Das Paar trennte sich im September 1981 und ließ sich im November 1982 scheiden. Den achten Ehemann, den 36-jährigen arbeitslosen Bauarbeiter Larry Forttensky, lernte die 56-jährige „Liz“ 1988 während einer Entziehungskur in der Betty-Ford-Klinik in Rancho Mirage (Kalifornien) kennen. Sie heiratete ihn 1991 auf der „Neverland-Ranch“ des Popstars Michael Jackson und ließ sich Ende August 1995 wegen „unvereinbarer Gegensätze“ von ihm scheiden.

Im Februar 1997 musste Liz Taylor zum 76. Mal in ihrem Leben in die Klinik. Dabei wurde ihr erfolgreich ein Gehirntumor entfernt. Vor dem Eingriff verfasste sie ihr Testament. Nach der Operation verzichtete sie erstmals darauf, ihre Haare zu färben, sie wuchsen eisgrau nach.

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Bratwurst

Nürnberg (biografien-news) - Unter den Stromers, einer der wichtigsten Nürnberger Patrizierfamilien, die tüchtige Bürgermeister, Erfinder und Forscher hervorbrachte, gab es auch ein "schwarzes Schaf". Der Stadtrichter Hans IV. Stromer (1517-1592) wurde 1554 wegen Geheimnisverrats und unflätiger Reden zu lebenslanger Haft in einem Turm verurteilt. Als Patrizier hatte er einen Wunsch frei und verlangte, auf Kosten der Stadt jeden Tag zwei Bratwürste zu bekommen. Dies hielt er 38 (!) Jahre lang aus, dann stürzte er sich aus dem Turm und starb.

Der unglückliche Hans IV. Stromer gelangte in der Geschichte der alten Freien Reichsstadt Nürnberg als so genannter „Bratwurst-Stromer“ zu trauriger Berühmtheit. Vor seiner Verurteilung war er ein geachteter Bürger seiner Vaterstadt gewesen, der er 1552 im Markgrafenkrieg mehrere Pferde zur Verfügung gestellt hatte.

Nach einer anderen Quelle soll Hans IV. Stromer 1554 einen fremden Edelmann erstochen haben und deswegen zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden sein. Angeblich verbüßte er im Nürnberger Turm Luginsland neben der Kaiserstallung, der 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, seine Strafe.

Während seiner langen Haft erhielt Hans IV. Stromer zu jeder Mahlzeit am Mittag und Abend eine Bratwurst. Ingesamt soll er angeblich fast 28.000 Bratwürste verzehrt haben.

Die Liebe zu den Nürnberger Schweinsbratwürsten hatte auch Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952), einer der bedeutendsten Dinosaurier-Forscher der Welt, geerbt. Immer wenn der in München arbeitende Wissenschaftler in seine Vaterstadt kam, aß er dort im Lokal „Bratwurstherzle“ Nürnberger Bratwürste. Ernst Stromer von Reichenbach verfasste 1951 die Publikation „Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg 1250-1806“, in der natürlich der „Bratwurst-Stromer“ erwähnt wird.

Eine Nachfahrin der „traurigen Berühmheit“ des „Bratwurst-Stromer“ ist die fränkische Freifrau Rotraut von Stromer-Baumbauer aus Erlangen. Sie setzt sich als Administratorin der Stromerstiftung für den Erhalt von Schloss Grünsberg bei Altdorf im Landkreis Nürnberger Land im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken ein. Zugunsten von Schloss Grünsberg finden zahlreiche Benefizveranstaltungen statt. www.stromerstiftung.de/s_veran.html

Schloss Grünsberg – auch Burg Grünsberg genannt – steht in einer Seitenschlucht des Schwarzachtales. Das Schloss geht auf eine Burganlage aus dem Mittelalter im 12. Jahrhundert zurück, die vermutlich an der Stelle eines ehemaligen Wehrturms gegen den Ungarneinfall von 985 entstand. Nachdem die Burg im 16. Jahrhundert mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde, wechselten sich Nürnberger Patrizierfamilien als Besitzer ab.

Die Erweiterung der Burg zu einer Schlossanlage erfolgte im Zeitraum von 1717 bis 1723 unter dem letzten Mitglied der Patrizierfamilie Paumgartner. Hierbei erhielt die Anlage auch ihre bedeutenden Stuckdecken.

Ab 1754 gehörte Schloss Grünsberg der Patrizierfamilie Stromer von Reichenbach, einer der wichtigsten und bedeutendsten Familien von Nürnberg. Ulman Stromer (1329-1407) verfasste das "püchel von meim geslechet und von abentewr", das als frühestes Werk der Nürnberger Geschichtsschreibung betrachtet wird. Der bereits erwähnte Ernst Stromer von Reichenbach war ein Pionier der Paläontologie, machte sich um die Erforschung fossiler Wirbeltiere verdient und wirkte als einer der bedeutendsten Dinosaurier-Forscher. Der Leitspruch der Familie Stromer von Reichenbach lautet: "dum spiro, spero" – zu deutsch: "solange ich atme, hoffe ich".

Im Jahre 2000 führte die Familie Stromer von Reichenbach das Gut und die Burg in eine gemeinnützige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts über, um dieses überregional bedeutende Denkmal für die Nachwelt zu erhalten und so weit wie möglich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In Nachbarschaft von Schloss Grünsberg befinden sich die Sophienquelle, die größte gefasste barocke Quellanlage nördlich der Alpen, die ebenfalls von der "Stromerschen Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung" erhalten werden muss, die Schlucht Teufelskirche in einem Wald, der 2004 in die FFH-Liste der EU als besonders schützenswert aufgenommen wurde und ein Naturlehrpfad. Außerdem gehört zur Gesamtanlage eine barocke Zehntscheune, anschließend an einen Renaissance-Barockgarten mit ursprünglich sieben Terrassen, der heute als Tierfriedhof Anubis betrieben wird.

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Weblink:
www.stromerstiftung.de



(Boxkampf)
http://www.youtube.com/watch?v=zskO9O3hF78

Charles Spencer Chaplin (Charlie Chaplin), geboren am 16. April 1889 in London, (Großbritannien), gestorben am 25. Dezember 1977 in Vevey (Schweiz), gilt als erster Weltstar des Films. Er wurde früh Waise, wanderte nach Amerika aus und arbeitete dort als Tänzer, Sänger und Pantomime.

In einer Bühnenshow, in der Chaplin einen betrunkenen Randalierer mimte, fiel er Mack Sennett, dem Boß der Keystone-Filmgesellschaft, wohltuend auf. Innerhalb eines Jahres bei Keystone drehte Charlie ingesamt 35 Slapstick-Filme für eine Gage von 175 Dollar pro Woche und wurde immer bekannter.

1915 wechselte Chaplin von Keystone zu Essenay, wo er pro Woche 1250 Dollar Gage erhielt. Im April 1915 kam Charlies erstes großes Meisterwerk "Tramp" in die Kinos. 1916 verdiente er bereits 10.000 Dollar pro Woche plus hohe Sonderprämien. Nun war er ein Superstar.

Zusammen mit Douglas Fairbanks und Mary Pickford gründete Chaplin 1919 die erfolgreiche Hollywood-Gesellschaft "United Artists Corporation". Sein Film "Goldrausch" (1924) galt als bis dahin bester Film aller Zeiten. Trotz dieser und anderer Erfolge gewährte ihm Hollywood nur widerwillig 1928 einen Spezial-Oscar "für Vielseitigkeit und Genie". Einen normalen Oscar bekam Charlie nie.

1937 lieferte Chaplin den Streifen "Moderne Zeiten" noch als Stummfilm ab. Erst 1940 öffnete er sich mit "Der große Diktator" spät dem Tonfilm.

Chaplin hatte eine Vorliebe für sehr junge Frauen. Seine erste Frau, die er 1918 heiratete hieß Mildred Harris und war damals erst 16. Auch Lolita MacMurray war noch eine "sweet sixteen", als Charlie sie 1924 ehelichte.

Seine dritte Ehe mit Paulette Goddard, die er 1933 als 44-Jähriger mit der 19-Jährigen eingegangen war, hielt Chaplin drei Jahre lang geheim. Nach der Scheidung von Paulette Goddard 1942 wurde Charlie in verschiedene Prozesse verwickelt, die er zumindest vor dem Gesetz gut überstand, mit Ausnahme eines Vaterschaftsprozesses, den Joan Barry gegen ihn geführt hatte.

Das Ende für Chaplins unstetes Privatleben kam erst durch Ehefrau Nr. 4: Oona, eine Tochter des berühmten amerikanischen Dramatikers Eugene O'Neill. Zur Zeit der vierten Hochzeit 1943 war Chaplin 54 Jahre alt, seine Braut erst 17. Das bekannteste der acht Kinder aus dieser Ehe wurde die Tochter Geraldine, die ihrer Mutter sehr ähnlich sieht und jahrelang mit bedeutenden Regisseuren in großen Filmen arbeitete.

Im Oktober 1947 musste Chaplin wiederholt vor dem "Komitee für unamerikanische Aktivitäten" aussagen. FBI-Chef J. Edgar Hoover versuchte, Charlie, der immer noch die britische Staatsanhörigkeit besaß, die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen.

Am 18. September 1952, zu Beginn der so genannten „McCarthy-Ära“, verließ Chaplin die USA für einen Kurzbesuch in England, wo sein Films "Rampenlicht" Weltpremiere hatte. Als FBI-Chef Hoover davon erfuhr, verhinderte er durch ein Verfahren wegen subversiver Tätigkeiten Charlies Rückkehr in die USA.

Chaplin beschloss, in Europa zu bleiben. Er zog im Dezember 1952 in die Schweiz und ließ sich im Anwesen Manoir de Ban oberhalb Corsier-sur-Vevey am Genfer See nieder. 1972 kehrte Charlie noch einmal kurz zur Verleihung eines Ehren-Oscars in die USA zurück.

George Bernd Shaw rühmte den 1977 gestorbenen Charlie Chaplin mit den Worten: "Er ist das einzige Genie, das der Film bisher hervorgebracht hat."


wood for Nine West Interview" von Yotube

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

VivienneWestwood

Großbritanniens erfolgreichste Modeschöpferin ist Vivienne Westwood, geborene Vivienne Isabel Swire. Zusammen mit ihrem früheren Lebensgefährten Malcolm McLaren kreierte sie die Punkrock-Mode. Das Modeblatt „Women’s Wear Daily“ rechnete sie zu den sechs bedeutendsten Modeschöpfern der Welt. Andere Couturiers kopierten häufig ihre als „schrill, schräg und exzentrisch“ geltenden Kreationen.

Vivienne Isabel Swire kam am 8. April 1941 als ältestes von drei Kindern des Baumwollspinners und Kolonialwarenhändlers Gordon Swire in Glossop (Derbyshire) zur Welt. Das erste gemeinsame Haus der Eltern befand sich in Glossop zwischen Tintwistle, wo die Mutter Dora Bell gelebt, und Hollingworth, wo der Vater Gordon Swire gewohnt hatte. Viviennes Schwester Olga wurde 1944 geboren, ihr Bruder Gordon 1946.

1957 zog die Familie Swire nach Harrow, Nord-West-London, um dort Arbeit zu finden. Als Mädchen fand sich Vivienne Swire unattraktiv, sie war dicklich, trug Kleider von „C&A“ und bunte Haarspangen aus dem Supermarkt. Aber sie glaubte immer daran, dass sie einmal etwas Besonderes leisten würde. Eigentlich wollte Vivienne Schriftstellerin werden, doch nach dem Schulbesuch entschloss sie sich zu einer Ausbildung als Grundschullehrerin.

Ende 1961 lernte die 20-jährige Vivienne Swire beim Tanzen einen selbstbewussten jungen Mann namens Derek John Westwood kennen, der ihre Liebe zum Rock’n’Roll teilte und ein flotter Tänzer war. Derek arbeitete als Werkzeugmacher-Lehrling in der Hoover-Fabrik und später als Steward bei der „British European Airways“. Vivienne gab ihren Schreib-Job auf und unterrichtete als Primarschullehrerin in Willesden, Nord-London.

Am 21. Juli 1962 ließen sich die 21-jährige Vivienne Swire und der 26 Jahre alte Derek Westwood in der Kirche „St. John the Baptist“ in Greenhill trauen. Eigentlich wollte Vivienne ihren Freund Derek gar nicht heiraten, sagte sie später, aber er sei solch ein süßer Kerl gewesen, und sie habe ihn nicht aufgeben wollen. Bei der Trauung trug Vivienne das von ihr selbst genähte Brautkleid. Am 3. September 1963 erblickte der Sohn Benjamin (Ben) Arthur das Licht der Welt.

Obwohl Derek Westwood seine junge Frau Vivienne sehr liebte, fühlte sich diese gelangweilt und war unzufrieden mit ihrem in ruhigen Bahnen verlaufenden Leben. Sie trennte sich 1965 von ihrem Mann und zog mit ihrem zweijährigen Sohn Ben zu ihren Eltern. Die Scheidung der ersten Ehe erfolgte ein Jahr später.

Bald darauf zog Vivienne mit ihrem Sohn in ein heruntergekommenes Haus in Südlondon, das ihr Bruder Gordon gemietet hatte und mit zwei weiteren Filmstudenten teilte. Einige Monate später stieß der Kunststudent Malcom Edwards dazu, der sich ab 1971 „McLaren“ nannte und Viviennes neuer Lebensgefährte wurde. Aus dieser Verbindung ging am 30. November 1967 der Sohn Ferdinand Corre hervor.

Zusammen mit Malcolm McLaren und Patrick Casey gründete Vivienne Westwood im November 1971 in der Londoner „King’s Road“ ihre erste Boutique „Let it rock at Paradise Garage“. Dort verkauften sie Klamotten für Teddyboys, deren sexistische und rassistische Tendenzen bald Viviennes Gerechtigkeitssinn verletzten. Die Drei schlossen das Geschäft und eröffneten im Frühjahr 1973 einen Laden, den sie zur Erinnerung an den frühen Tod des amerikanischen Filmschauspielers James Dean (1931–1955) „Too Fast To Live, Too Young To Die“ nannten. Im Spätsommer 1974 hieß ihre Boutique „Sex“ und bot Eotikwäsche und S&M-Artikel an. Später erhielt der Laden die Namen „Seditionaries“ („Aufwiegler“) und „World’s End“.

Vivienne Westwood kreierte und verkaufte Pailettenanzüge für Teddyboys, initiierte mit McLaren die Punkrock-Mode und den Piratenlook und entwarf die Sado-Maso-Garderobe für die Musiker der 1976 von McLaren gegründeten und gemanagten Band „Sex Pistols“. Dabei erwies sich die Autodidaktin, die seit ihrer Teenagerzeit ihre Kleider selbst herstellte, immer mehr als wahre Künstlerin der Schnitttechnik.

1983 trennte sich Vivienne Westwood von ihrem Lebensgefährten Malcolm McLaren. Dieser hatte – laut dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ – „einerseits die Feinfühligkeit einer Kanonenkugel, musste andererseits aber immer darin bestätigt werden, dass selbst die geringste Kleinigkeit nicht ohne ihn erledigt werden konnte.“

Auch ohne McLaren sorgte Vivienne Westwood immer wieder durch eigenwillige Modeschöpfungen für Aufsehen. Mit Vorliebe entdeckte sie Accessoires, Kleider und Schnittmuster des 18. und 19. Jahrhunderts wieder und passte sie der Moderne an. Bald war sie nicht mehr eine belächelte Außenseiterin, sondern eine geachtete Trendsetterin.

1990 leitete Vivienne Westwood an der Wiener „Hochschule für Angewandte Kunst“ eine Modeklasse. 1990 und 1991 wählte man sie zur „Modedesignerin des Jahres“. 1992 stellte sie in Paris ihre erste Prêt-á-porter-Kollektion vor.

Die englische Königin Elizabeth II. ernannte 1992 Vivienne Westwood zum „Officer of the British Empire“. Als sich die solchermaßen geehrte Modeschöpferin in ihrem Kleid drehte, sah man, dass sie darunter keine Unterwäsche trug. Sie verriet „Ich trage schon seit Jahren keine Slips mehr. Einen habe ich noch, aber den ziehe ich nur zu Tweed an, weil der so scheuert.“

1993 berief man Vivienne Westwood für fünf Jahre als Gastprofessorin für das Fachgebiet „Entwurf“ im Studiengang Bekleidungsdesign an die „Berliner Hochschule der Künste“ (HdK). Die Arbeit mit ihren Studenten macht ihr großen Spaß.

An 14. Mai 1992 schloss Vivienne Westwood ihre zweite Ehe mit dem 25 Jahre jüngeren Andreas Kronthaler, der in Wien zu ihren Studenten gehörte. Über ihn sagte sie 1994 in einem Interview mit dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“: „Ich habe ihm das Rauchen beigebracht, und dann haben wir geheiratet, damit er bei mir bleibt, hier in England, und in diesem Jungen einmal der Mann erwacht: stark, gefährlich, geheimnisvoll, voller Verachtung für die Welt und Gottvertrauen in den eigenen Genius.“

1998 lancierte Vivienne Westwood ihr erstes Parfüm: „Boudoir“. Ein Jahr später brachte sie zusammen mit „Filos“ ihre erste Serie von Korrektur- und Sonnenbrillen heraus.

Als ihren besten Spruch betrachtete Vivienne Westwood den Satz: „Mode bedeutet, eventuell nackt zu sein.“ Für sie habe Mode etwas mit der menschlichen Fähigkeit zu tun, eine intime Beziehung zu haben. Man könne das Körperliche nicht vom Geist trennen. Deshalb sei ihre Mode auf angenehme Art erregend, erklärte sie im November 1999 in einem Interview mit der Zeitung „Welt am Sonntag“.

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Naomi Campbell: Das Topmodel Englands biografien-news(cached at February 2, 2007, 6:59 am)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" (2001) von Ernst Probst:

Großbritanniens bekanntestes Topmodel ist Naomi Campbell. Sie machte eine Traumkarriere in der Welt der Mode und der Reklame und arbeitete mit den größten Designern – wie Gianni Versace (1946–1997), Jean Paul Gaultier und Azzedine Alaïa sowie renommierten Fotografen – wie Herb Ritts, Helmut Newton und Ellen von Unwerth – zusammen. 1997 schätzte man das Jahreseinkommen der dunkelhäutigen Schönheit auf umgerechnet etwa drei Millionen Mark.

Naomi Campbell kam am 22. Mai 1970 als uneheliche Tochter der aus Jamaika stammenden Tänzerin Valerie Morris in London zur Welt. Der Name des leiblichen Vaters ist unbekannt. Naomi wuchs zunächst bei ihrer Großmutter und später bei ihrem Stiefvater auf. Als 14-Jährige ging sie ohne Abschluss von der Schule, später besuchte sie die Londoner „Italia-Conti-Schauspielschule“.

Bereits im Alter von 15 Jahren wurde Naomi Campbell von der damaligen Leiterin der Londoner Modelagentur „Synchro“, Beth Boldt, beim Einkaufen in „Covent Garden“ entdeckt. Schon der erste Agenturauftrag führte sie in die USA. Weitere Buchungen als Model folgten. Ihre Figur – starke Schultern, schmale Hüften, endlose Beine – galt als ideal für die Mode der 1980-er Jahre. Hinzu kam ein „panthergleicher Gang“ auf dem Laufsteg.

Über den Beginn ihrer Karriere als Model der Spitzenklasse erklärte Naomi Campbell später: „Hätte meine Mutter mich nicht gefördert, wäre ich heute noch Verkäuferin“. Denn Valerie Morris hatte ihre Tochter auf eine Schauspielschule geschickt, weil sie deren Show-Talent früh erkannte.

Die Daten von Naomi Campbell sind: Größe 1,76 Meter, Gewicht 54 Kilogramm, Brustumfang 86,6, Taille 58,5, Hüfte 86,5 Zentimeter. Die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ lobte, sie wirke vor der Kamera „kühl und edel“, beklagte aber auch viele Allüren wie „Stutenbisse auf dem Laufsteg, Balgereien in Bars“ und Unpünktlichkeit.

John Casablancas, der Chef der weltweit erfolgreichsten Model-Agentur „Elite“, warf 1994 Naomi Campbell mit der Begründung raus, sie sei ein „verwöhntes, selbstsüchtiges Balg, eine gewinnsüchtige Person, die einmal ein paar hinter die Ohren braucht“. Sie verpasste ihre Flüge, war böse zu jedermann und brachte seine Mitarbeiter zum Weinen. Danach wurde sie von der Top-Agentur „Ford“ betreut, wechselte jedoch später zu „Elite“ zurück.

Naomi Campbell war das erste farbige Topmodel, dem es gelang, auf der Titelseite der Modezeitschriften „Elle“ (April 1986), „Vogue“ (August 1988) und ähnlicher Gazetten abgebildet zu werden. Ihren ersten Roman „Swan“ (1994), einen wilden Krimi, schrieb sie mit Hilfe der freiberuflichen Lektorin beim Londoner Verlag „Heinemann“, Caroline Upcher. Dafür erhielt sie umgerechnet 230000 Mark Honorar. Die Einnahmen für das Buch mit dem Titel „Naomi“ (1996) mit Fotos von Herb Ritts, Steven Meisel, Richard Avedon, Ellen von Unwerth und Peter Lindbergh gingen an das „Rote Kreuz“ für den „Somalia Relief Fund“.

Im Dezember 1994 erschien Naomi Campbells erste CD „Babywoman“. Der Song „La la la Lovesong“ darauf mit dem japanischen Sänger Toshi wurde Nummer 1 in Japan.

Auch auf der Leinwand war Naomi Campbell zu sehen: Sie spielte in den Filmen „Miami Rhapsodie“ (1995) mit Antonio Banderas und Mia Farrow, „Tödliche Umstände“ (1996) und „Girl 6“ (1996) mit Madonna mit. Fernsehrollen bekam sie unter anderem in „Der Prinz von Bel Air" und „Bill Crosby Show“. Außerdem wirkte sie bei Pop-Videos von Michael Jackson („In the Closet“), George Michael und Aretha Franklin mit.

Gemeinsam mit den Topmodels Claudia Schiffer und Elle MacPherson eröffnete Naomi Campbell eine Reihe von „Fashion Cafés“ in New York und anderen Metropolen der Erde. Unter ihrem Namen veröffentlichte sie eine Modekollektion.

In der „Regenbogenpresse“ gilt Naomi Campbell als „Sammlerin gescheiterter Romanzen“. Auf der Liste ihrer Ex-Liebhaber stehen unter anderem der schwarze Boxer Mike Tyson, der Filmstar Nobert de Niro, der Rockmusiker Adam Clayton von der Band „U2“, der Modemillionär Luca Orlandi, der Flamencotänzer Joaquin Cortes und der italienische Playboy Francesco Cerami. Die deutsche Illustrierte „Bunte“ bezeichnete sie als „Knallfrosch der Gefühle“.

In einem Interview erklärte Naomi Campbell einmal: „Ich mag Männer, die wie Bullen sind. Mit unsicheren Leuten kann ich nicht umgehen. Wer eine unabhängige Frau wie mich haben will, muss stark und zupackend sein.“ Andererseits wurde sie in einer – nicht autorisierten Biographie – als unsicher, launisch und orientierungslos beschrieben.

Von Naomi Campbell ist der Ausspruch überliefert: „Für viele ist es schon ein Kompliment, wenn sie zu einem Model sagen: An was denkst du?“ Damit fand sie in dem 1997 erschienenen „Buch der Dummheiten“ Eingang, in dem der französische Journalist Jerome Duhamel Zitate bekannter Leute gesammelt hat.

Über ihre Mutter Valerie Morris, die sich selbst entschloss, auf dem Laufsteg Karriere zu machen, sagte Naomi Campbell: „Sie ist meine Mutter, meine Rivalin und mein Idol. Zwar sei sie von ihrer Mutter ziemlich streng erzogen worden, aber wenn es drauf angekommen sei, habe sie wie eine Löwin für sie gekämpft. Das rassige Topmodel kann auch im Londoner Wachsfigurenkabinett bestaunt werden.

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Angela Merkel: Die erste Bundeskanzlerin biografien-news(cached at February 2, 2007, 6:59 am)


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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 3 - Politik" von Ernst Probst:

Als erste Frau an der Spitze einer Volkspartei ging die deutsche Physikerin und Politikerin Angela Merkel, geborene Kasner, in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein. Sie wurde im Frühjahr 2000 beim Parteitag der „Christlich-Demokratischen Union“ (CDU) in Essen mit eindrucksvoller Mehrheit zur neuen Parteivorsitzenden gewählt. Die 45-jährige Ostdeutsche erhielt 95,94 Prozent der Stimmen. Damit erreichte die Frau mit der rasantesten politischen Karriere nach der Wende in Deutschland einen weiteren Höhepunkt ihrer Laufbahn.

Angela Dorothea Kasner erblickte am 17. Juli 1954 in Hamburg das Licht der Welt. Ihr Vater Horst Kasner hatte ihre Mutter Herlind während seines Theologiestudiums in Hamburg kennen gelernt. Der angehende evangelische Pfarrer war von der brandenburgischen Kirche zum Studium delegiert worden.

Als der Vater wenige Wochen nach Angelas Geburt in Hamburg nach Brandenburg zurück wollte, ging die aus dem Westen stammende Mutter aus Liebe mit. Dabei nahm sie in Kauf, dass sie als Ehefrau eines Pastors in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ihren Wunschberuf als Lehrerin nicht ausüben konnte. Von 1954 bis 1957 betreute der Vater eine Pfarrei in Quitzow (Brandenburg).

Aus der Ehe der Kasners gingen am 7. Juli 1957 auch der Sohn Marcus und am 19. August. 1964 die Tochter Irene hervor. Marcus wurde später Physiker, Irene Ergotherapeutin.

Ab 1957 wuchs Angela Kasner in Templin (Brandenburg) auf, wo ihr Vater eine Pfarrei übernommen hatte. Nach dem 1973 absolvierten Abitur studierte sie Physik an der Universität Leipzig und schloss 1978 mit dem Diplomexamen ab. Wegen ihrer kirchlichen Bindung konnte sie ihren ursprünglichen Berufswunsch, Lehrerin für Russisch und Physik zu werden, nicht verwirklichen.

Während des Physikstudiums in Leipzig eroberte der Student Ulrich Merkel das Herz von Angela Kasner. „Es war keine Liebe auf den ersten Blick“, verriet er später in einem Interview mit der Zeitschrift „SUPER ILLU“. Angela arbeitete in der Nachbarseminargruppe und war ihm einfach sehr sympathisch. „Also ließ ich es langsam angehen, habe sie sozusagen Stück für Stück erobert – mit stundenlangen Gesprächen, Blumen. 1975 hat es dann gefunkt“, verriet Ulrich Merkel. 1976 zogen beide zusammen. Am 3. September 1977 ließen sich die evangelische Pfarrerstochter Angela Kasner und der atheistische Ulrich Merkel in der St. Georgen-Kapelle in Templin kirchlich trauen.

Am „Zentralinstitut für physikalische Chemie“ der „Akademie der Wissenschaften“ in Berlin-Adlershof begann Angela Merkel 1978 als wissenschaftliche Mitarbeiterin ihr Berufsleben. Jeden Tag fuhr sie mit der S-Bahn vom Prenzlauer Berg, wo sie eine bescheidene, aber liebevoll eingerichtete Wohnung hatte, zum S-Bahnhof Adlershof und ging von dort aus zu einer Baracke am Ende des Campus. Ihr Dienst begann jeden Morgen um 7.15 Uhr - „für Grundlagenforschung eigentlich viel zu früh, da ist man noch nicht aufnahmefähig“, gestand sie später.

Das Büro teilte sich Angela Merkel mit 25 anderen Mitarbeitern. Neben der Sekretärin war sie die einzige Frau im Zimmer. Daher war sie es gewohnt, mit vielen Männern zu arbeiten. Mit dem einzigen Wasserkocher in dem Gebäude brühte Angela jeden Tag türkischen Kaffee auf.

Michael Schindhelm, ein Kollege aus dieser Zeit, der heute als Intendant am Theater in Basel wirkt, lobte Angela Merkel als außergewöhnlich ehrgeizige und kluge Frau mit viel Humor und Selbstironie, die gut über sich selbst lachen könne. Sie sei damals „die typische distanzierte Intellektuelle der DDR“ gewesen. Sie kenne sich aus in der Weltliteratur, liebe klassische Musik, koche gerne – am liebsten Eintöpfe oder Fisch – und habe sich für Mode nicht übermäßig interessiert. So weit der ehemalige Kollege.

Ende März 1982 ließ sich Angela Merkel – nach mehr als viereinhalbjähriger Ehe – von Ulrich Merkel scheiden. „Es gab keinen anderen. Angela wollte einfach nicht mehr. Ich bin eher so ein ruhiger, häuslicher Mensch. Angela ist aktiver, lebhafter, kontaktfreudiger“, erklärte Ulrich Merkel 18 Jahre später der Zeitschrift „SUPER ILLU“.

Zwei Jahre nach der Scheidung fand Ulrich Merkel eine neue Partnerin, eine Chemie-Laborantin, die zwei Kinder mit in die Beziehung brachte. Später kam ein gemeinsamer Sohn dazu.

1986 promovierte Angela Merkel mit einer Dissertation über „Die Berechnung von Geschwindigkeitskonstanten von Elementarreaktionen am Beispiel einfacher Kohlenwasserstoffe“ zum „Doktor der Naturwissenschaften“. Bis 1990 arbeitete sie vor allem auf dem Gebiet der Quantenchemie.

Ab Ende 1989 engagierte sich Angela Merkel beim „Demokratischen Aufbruch“ (DA). Ihr Vater schloss sich während der Wendezeit in der DDR dem „Neuen Forum“ (NF) an. Ihre Mutter ging später zur „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD) und wirkte jahrelang im Kreistag. Ihr Bruder Marcus Kasner wurde später Mitglied beim „Bündnis 90/Die Grünen“. Angela übernahm ab Februar 1989 die Öffentlichkeitsarbeit des DA.

Eine neue Aufgabe stellte sich für Angela Merkel nach der ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 und der Bildung der letzten DDR-Koalitionsregierung unter Führung von Lothar de Maizière: Sie versah nun das Amt der Stellvertreterin des Regierungssprechers Matthias Gehler. Die Tageszeitung „Die Welt“ lobte Frau Merkel am 3. Januar 1991 mit den Worten: „Als Regierungssprecherin war sie die beste und hilfreichste offizielle Quelle in Ostberlin, stets ein gegebenes Wort haltend, eher leise, mit Präzision und Blick für das Wesentliche die Kabinettsitzungen referierend“.

Im August 1990 wechselte Angela Merkel mit dem Rest des bei den Wahlen wenig erfolgreichen DA zur CDU (Ost). Als Begründung gab sie an: „Für mich war das Bekenntnis zur CDU zum Einzelnen, zum Vertrauen in den Wettbewerb der Menschen, aus deren Kreativität Wohlstand entstehen kann, die richtige Grundidee“.

Durch die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 endete Angela Merkels Tätigkeit im Ministerrat der ehemaligen DDR: Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 setzte sie sich im Bundestags-Wahlkreis 267 (Stralsund-Rügen-Grimmen) mit 48,5 Prozent der Erststimmen gegen zwei Konkurrenten aus Westdeutschland durch.

Ab 20. Dezember 1990 war Angela Merkel Mitglied des Bundestages. „Es hat eine Weile gedauert, bis ich locker und selbstbewusst im Bundestag auftreten konnte. Schließlich kannte ich das Plenum nur aus dem Fernsehen“, gestand sie später. Die Umstellung von der Forschung auf die Politik war anfangs nicht leicht: „In der Wissenschaft muss man sich jeden Tag etwas Neues ausdenken, in der Politik oft über lange Zeiträume die immer gleiche Botschaft verbreiten, damit sie bei den Leuten ankommt“. Zudem habe sie früher bei der Arbeit fast acht Stunden geschwiegen, obwohl sie eigentlich ein sehr „kommunikativer Mensch“ sei.

Im vierten Koalitionskabinett von Bundeskanzler Helmut Kohl wurde Angela Merkel am 18. Januar 1991 zur „Bundesministerin für Frauen und Jugend“ ernannt. In den Kabinettsrunden trat sie bescheiden, aber selbstbewusst auf. Von Kohl ist sie hin und wieder als „das Mädchen“ bezeichnet worden. Im November 1991 bewarb sich Frau Merkel erfolglos um den Parteivorsitz der CDU Brandenburg: Auf dem Landesparteitag in Kyritz unterlag sie mit 67 gegen 121 Stimmen ihrem Mitbewerber Ulf Fink.

Bereits einen Monat später – am 15. Dezember 1991 – glückte Angela Merkel ein weiterer Erfolg: Man wählte sie auf dem CDU-Parteitag in Dresden als Nachfolgerin von Lothar de Maizière mit 621 von 719 gültigen Stimmen zur ersten stellvertretenden Parteivorsitzenden der Bundes-CDU. In diesem Amt wurde sie 1994 und 1996 bestätigt.

1992 wurde der Tatendrang von Angela Merkel durch einen Beinbruch abrupt gestoppt. Damals hatte sie eine Arbeitspause dringend nötig. Von September 1992 bis September 1993 war sie die Nachfolgerin von Peter Hintze im Vorsitz des „Evangelischen Arbeitskreises“ (EAK) der CDU/CSU.

Einen neuen Höhepunkt ihrer politischen Karriere erreichte Angela Merkel nach dem Rücktritt von Günther Krause als Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern: Am 20. Juli 1993 wählte man sie mit 135 von 159 abgegebenen Stimmen zur Nachfolgerin.

Nach der knapp von der CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition unter Helmut Kohl gewonnenen Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 avancierte Angela Merkel zur „Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“ Als Umweltministerin versuchte sie, konträre Auffassungen politisch zusammenzuführen. Beim im Frühjahr 1995 in Berlin tagenden UNO-Klimagipfel mit etwa 1000 Delegierten aus 130 Ländern wirkte sie als Vorsitzende entscheidend am Zustandekommen eines verabschiedeten Papiers mit, das die Reduzierung aller Treibhausgase forderte. 1996 erhielt sie das „Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“.

Angela Merkel hat sich auch als Buchautorin hervorgetan. Von ihr stammt das Werk „Der Preis des Überlebens. Gedanken und Gespräche über zukünftige Aufgaben der Umweltpolitik“ (1997).

Bei der Bundestagswahl am 27. September 1998 stand Angela Merkel auf Platz 1 der CDU-Landesliste von Mecklenburg-Vorpommern. Wegen der Wahlniederlage ihrer Partei wurde sie am 26. Oktober 1998 als Bundesumweltministerin entlassen, blieb jedoch Abgeordnete im Bundestag.

Der Fraktionschef der Union und designierte CDU-Parteichef Wolfgang Schäuble schlug Angela Merkel am 22. Oktober 1998 als Nachfolgerin von Peter Hintze für das Amt der CDU-Generalsekretärin vor. Beim CDU-Parteitag am 7. November 1998 wurde sie mit 874 Ja- und 68 Nein-Stimmen in dieses verantwortungsvolle Amt gewählt. Damit war sie die erste Frau in dieser Funktion, in der sie vor allem die Menschen in Ostdeutschland für die Union zurückgewinnen wollte.

Am 30. Dezember 1998 heiratete Angela Merkel in zweiter Ehe ihren langjährigen Lebensgefährten, den Professor für Chemie Joachim Sauer. An gemeinsamen Wochenende tanken die beiden in ihrer „Datscha“ an einem kleinen See in Hohenwalde östlich von Templin, mitten im Biosphären-Reservat Schorfheide-Chorin, neue Kraft. In ihrer knappen Freizeit liest Frau Merkel gerne, wandert und arbeitet im Garten.

Bei der Aufarbeitung der Spendenaffäre der CDU machte die Generalsekretärin Angela Merkel eine gute Figur. Kurz vor Weihnachten 1999 ging sie als erste auf Distanz zum ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und forderte ihre Partei auf, sich von dem Ehrenvorsitzenden zu lösen. Mutig nahm sie zu immer neuen Enthüllungen Stellung und forderte unermüdliche rigorose Aufklärung. Ihre Arbeit als Krisenmanagerin erntete allseits Respekt und Anerkennung.

Im Politbarometer des „Zweiten Deutschen Fernsehens“ (ZDF) im März 2000 gelang Angela Merkel unter den zehn wichtigsten Politikern/innen in Deutschland der Sprung auf Platz zwei. Sie überflügelte damit den SPD-Politiker und Bundeskanzler Gerhard Schröder, der auf dem dritten Platz lag. Angeführt wurde die Liste von Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU).

Am 10. April 2000 wurde Angela Merkel beim CDU-Parteitag in Essen mit überwältigender Mehrheit zur neuen Parteichefin gewählt. Zuvor hatte sie eine knapp einstündige Rede gehalten, nach der tausend CDU-Delegierte von ihren Stühlen sprangen, gut sieben Minuten lang applaudierten und begeistert „Angie“ oder „Jetzt geht’s los“ riefen. In der CDU herrschte nach dem zermürbenden Spendenskandal wieder Aufbruchstimmung.

Seit dem 22. November 2005 ist Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.

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Hardy - The Music Box" von Youtube
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Wiesbaden (biografien-news) - Die amerikanischen Schauspieler Oliver Hardy (1892–1957) und Stan Laurel (1890–1965) drehten zwischen 1926 und 1951 als Komiker-Duo „Laurel & Hardy“ insgesamt 106 Filme (79 Kurzfilme, 27 Spielfilme). Die beiden Künstler gelten als eines der berühmtesten und erfolgreichsten Film-Duos aller Zeiten. In den deutschsprachigen Ländern sind Laurel und Hardy auch unter der wenig schmeichelhaften Bezeichnung „Dick und Doof“ bekannt.

Oliver Hardy agierte vor allem als Schauspieler, Stan Laurel dagegen als kreativer Kopf. Stan entwickelte zahlreiche Gags und Drehbücher und führte bei den meisten ihrer Filme auch Regie und arbeitete am Schnitt.

Stan Laurel und Oliver Hardy traten 1921 das erste Mal in dem Kurzfilm „Lucky Dog“ auf. Bei dieser vom Regisseur Jess Robbins für den Produzenten G. M. Anderson inszenierten Komödie war Stan Laurel der Star, Hardy hingegen hatte nur eine kleine Nebenrolle als Schurke.

Ab 1926 standen Laurel und Hardy zufällig für das Studio des Produzenten Hal Roach unter Vertrag. Unter der Regie von Fred Guiol und gefördert von Leo McCarey entstand allmählich das weltbekannte Duo. 1929 schafften Laurel & Hardy – im Gegensatz zu anderen berühmten Filmschauspielern ihrer Zeit – mühelos den Übergang zum Tonfilm.

Bis 1940 arbeiteten Laurel & Hardy für den Produzenten Hal Roach. Ihr Kurzfilm „The Music Box“, der zeigt, wie das Duo ein Klavier über eine Treppe mit vielen Stufen transportieren will, erhielt 1932 einen „Oscar“.

Weil die Nachfrage nach Kurzfilmen in den „Dreißiger Jahren“ abebbte, produzierte Roach ab 1935 nur noch Langfilme mit Laurel & Hardy. Wegen künstlerischer Differenzen zwischen Laurel und Roach verließ das Komikerduo seinen langjährigen Produzenten.

Von 1941 bis 1945 drehten Laurel & Hardy acht Spielfilme für die großen Hollywood-Studios Metro-Goldwyn-Mayer und 20th Century Fox. Dort mussten sie streng nach Drehbuch arbeiten, Improvisationen vor der Kamera gab es nun kaum noch. Im Sommer 1945 lehnte das Duo das Angebot über einen Fünf-Jahres-Vertrag von Fox ab.

Schon in den 1940-er Jahren gingen Laurel & Hardy mit einem live gespielten Bühnensketch in Europa auf Tourneen. Nach ihrem letzten Film pflegten sie diese Tradition bis 1954 weiter.

1955 nahmen Laurel & Hardy erfreut ein Angebot von Hal Roach jr. (Sohn ihres früheren Produzenten) an, für das Fernsehen zu arbeiten. Aber kurz vor Drehbeginn erlitt Laurel einen leichten Schlaganfall. Als später auch Hardy erkrankte und die Produktion erneut verzögert wurde, konnte das Projekt nicht verwirklicht werden.

1957 endete die Karriere des erfolgreichen Duos mit dem Tod von Oliver Hardy. 1960 wurde Stan Laurel mit einem „Ehren-Oscar“ ausgezeichnet. Stan starb 1965.

In Deutschland war das Komiker-Paar in den Kinos als „Dick und Doof“ zu bewundern, bis 1938 von den Nationalsozialisten ein allgemeines Importverbot amerikanischer Filme verhängte wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden wieder „Dick und Doof“-Filme gezeigt und durch das Fernsehen wurden sie in Deutschland immer populärer.


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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik" von Ernst Probst:

Amerikas bekanntestes Topmodel ist Cindy Crawford. Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität sah man ihr Konterfei in Hunderten von Magazinen und warb sie für viele Produkte. Insgesamt schmückte ihr Bild weltweit mehr als 2000 Titelseiten. Ihr Jahreseinkommen betrug 1997 umgerechnet 20 Millionen Mark. Noch mehr Geld als sie verdiente damals nur das deutsche Topmodel Claudia Schiffer.

Cindy Crawford wurde am 20. Februar 1966 in De Kalb (Illinois) geboren. Sie stammt aus einfachen Verhältnissen. Ihr Vater arbeitete als Elektriker und Glaser, ihre Mutter wochentags bei einer Bank und samstags als Verkäuferin in der Modebranche. Die Ehe der Eltern wurde später geschieden. Als Cindy zehn Jahre alt war, starb ihr vierjähriger Bruder Jeff an Leukämie.

Cindy Crawford begann nach dem Besuch der „De Kalb High School“ ein Studium der Chemie an der „Nordwestern University“ in Evanston (Illinois). Ursprünglich wollte sie Chemie-Ingenieurin werden, aber ihre Arbeit als Model während der ersten Semester verlief so erfolgreich, dass sie ihr Studium abbrach, um weiterhin diese Tätigkeit auszuüben.

Ihren ersten Modeljob übte Cindy Crawford für die amerikanische Kaufhauskette „Marshall Fields“ aus. Fotos von ihr wurden in einer Chicagoer Tageszeitung veröffentlicht. Anfangs präsentierte sie BH’s und man hänselte sie deswegen viel.

Den Durchbruch als Model schaffte Cindy Crawford im August 1986, als ihr Gesicht auf der Titelseite der amerikanischen Modezeitschrift „Vogue“ erschien. Danach zierte sie mehr als 300 Mal als Covergirl zahlreiche renommierte Magazine in den USA und Europa und machte Werbung für alle möglichen Artikel. 1988 lichtete sie der Fotograf Herb Ritts für eine „Playboy“-Serie ab. 1989 unterschrieb sie einen Exklusivvertrag mit der Kosmetikfirma „Revlon“ mit einer Laufzeit bis zu ihrem 30. Lebensjahr und Honoraren in Millionenhöhe.

Cindy Crawfords Popularität stieg durch die halbstündige TV-Show „House of Style“ des Videoclip-Senders „MTV“, die sie ab 1989 sechs Mal im Jahr und seit 1993 monatlich moderierte. Sie entmystifizierte das Rollenbild des Models und regte Diskussionen über wichtige Jugendthemen an. Einmal tröstete sie Mädchen und Frauen damit, ihr makelloses Aussehen auf Magazinfotos sei das zweistündige Werk von Stylisten und Visagisten. „Auch ich sehe, wenn ich morgens aufwache, nicht aus wie Cindy Crawford“, verriet sie.

Am 12. Dezember 1991 heiratete die 25-jährige Cindy Crawford den 42 Jahre alten amerikanischen Schauspieler Richard Gere, der damals als begehrtester Junggeselle Hollywoods galt. Die Ehe mit ihm hielt bis 1995.

1992 wurde Cindy Crawford auf dem Fitness-Markt aktiv, als sie das Video „Shape Your Body Workout“ produzierte. Davon wurden mehr als zwei Millionen Exemplare verkauft. Ihre Fitness-Videos hat der bekannte New Yorker „Fitnessguru“ Radu gestaltet.

Zusammen mit ihrer Freundin Claudia Schiffer und anderen beteiligte sich Cindy Crawford an der Restaurant-Kette „Fashion-Cafés“ in New York und anderen Metropolen. Auf der Leinwand sah man Cindy in dem nicht sehr erfolgreichen Film „Fair Game“ (1995).

Ab 1997 war der amerikanische Gastronom und Millionenerbe Rande Gerber der Lebensgefährte von Cindy Crawford. Er besitzt die berühmten „Whiskey Bars“ in Los Angeles und New York sowie die „Sky Bar“ in Los Angeles, die „Armani Cafes“ an der Ost- und Westküste der USA und die „Morgan Bars“ im gleichnamigen New Yorker Hotel.

Die Münchener Illustrierte „Bunte“ berichtete, wie Rande Gerber die von ihm verehrte Cindy Crawford betörte: Er mietete die First Class eines Jets ganz für Cindy und sich, ließ in etwa 9000 Meter Höhe ihr Lieblingsgericht servieren und sagte zum Dessert mit gebackenen Barbie-Puppen: „Das sind die Babies, die ich von dir haben möchte“. Sie sagte „Yeah“, und es war geschehen. Laut offizieller Webseite von Cindy dagegen soll ihr Gerber in ihrem neuen Haus in Malibu (Los Angeles) den Heiratsantrag gemacht haben.

Im Mai 1998 gab Cindy Crawford ihrem Freund Rande Gerber im „Ocean Club“, Paradise Island, auf den Bahamas ihr Ja-Wort. Während ihrer ersten Schwangerschaft hatte sie mehrere Auftritte in der beliebten Fernsehsendung „Good Morning America“. Am 2. Juli 1999 brachte sie in einem Krankenhaus in Los Angeles den acht Pfund schweren Sohn Presley Walker zur Welt.

Nach ihrem Sohn wurde Cindy Crawfords Sendung „Presley’s First Year“ benannt, in der sie als Moderatorin fungierte. Zusammen mit Sonia Kashuk und Kathleen Boyes veröffentlichte sie ein Make up-Buch mit dem Titel „Basic Face“.

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Bexbach/Saarland / Wiesbaden (biografien-news) – Der gebürtige Saarländer Gerd Dudenhöffer ist einer der bekanntesten, beliebtesten und besten Kabarettisten in Deutschland. Seine Bühnen- und Filmfigur „Heinz Becker“ bringt Millionen Zuschauer/innen zum Lachen.

Dudenhöffer kam am 13. Oktober 1949 in Bexbach im Saarland zur Welt. Er ist kein Prolet wie sein „Heinz Becker“ auf dem Fernsehbildschirm oder auf der Bühne, sondern studierte im richtigen Leben in München Grafik und Design und arbeitete anschließend als Grafiker. Ab 1977 trat er als Kabarettist auf.

In der TV-Talkshow „So isses“ von Jürgen von der Lippe wirkte Dudenhöffer ab 1982 unter seinem eigenen Namen als Comoderator mit. Den ersten Solo-Auftritt als „Heinz Becker“ gab er 1985. Seit dieser Zeit präsentiert er seine erfolgreichen Programme in ganz Deutschland.

Der so genannte „Ur-Heinz“ hatte neben seinem Markenzeichen, der „Batschkapp“, die er immer – auch in völlig unpassenden Momenten - als Kopfbedeckung trägt, noch einen kleinen Schnauzbart.

In Loriots unterhaltsamem Kinofilm „Pappa ante portas“ absolvierte Dudenhöffer einen Gastauftritt als Kellner.

1992 wurde die Fernsehserie „Familie Heinz Becker“ aus der Taufe gehoben. Der bei seinen Auftritten so einfältig wirkende „Heinz“ ist in Wirklichkeit einfallsreicher Autor aller Folgen. Die Rollen seiner „einfach gestrickten“ Ehefrau Hilde und seines cleveren Sohnes Stefan wurden von verschiedenen Schauspielern gespielt.

Besonders beliebt ist die Episode „Alle Jahre wieder“ aus der Serie „Familie Heinz Becker“ über eine turbulent verlaufende Bescherung an Heiligabend. Sie wird seit etlichen Jahren im 1. Fernsehprogramm (ARD) und bei verschiedenen 3. Programmen im Vorabendprogramm am 24. Dezember gesendet.

Dudenhöffer veröffentlichte etliche Bücher: 1998 erschien seine Sammlung humorvoller Gedichte unter dem Titel „Opuscula“, 2001 folgte „Opuscula Nova“ und 2005 „Die Reise nach Talibu“ (Erzählung). Außerdem erfreute er seine zahlreichen Fans mit LPs, CDs, DVDs und Videos.

Mit dem Film „Tach Herr Dokter“ („Tach Herr Doktor“) eroberte Dudenhöffer 1999 die Kinoleinwand. Dabei brillierte er im Gegensatz zum Fernsehen und auf der Bühne nicht so stark wie sonst.

Im Internet ist zu lesen, dass in Dudenhöffers saarländischem Geburtsort Bexbach tatsächlich ein „Heinz Becker“ wohnt. Und zwar in der Hauptstraße.

Gerd Dudenhöffer sagt über seine Figur „Heinz Becker“: „Mit Toleranz ist der natürlich total überfordert. Überhaupt kriegt er ja wenig mit von der Welt, weil er immer viel zu beschäftigt ist – hauptsächlich mit sich selbst und der nötigen Temperatur seines Biers“.

Das künstlerische Werk von Dudenhöffer wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht:
1994 Telestar, 1996 Saarländischer Verdienstorden, 1997 Goldene Europa, 1998 Goldener Löwe, 2004 Deutscher Comedypreis, 2006 Friedestrompreis. Es wird sicherlich noch manches dazukommen ...

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Weblink:
www.heinzbecker.de


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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik" (2001) von Ernst Probst:

Das erfolgreichste Topmodel der 1990-er Jahre war die Deutsche Claudia Schiffer. Ihr Jahreseinkommen lag deutlich höher als das aller ihrer Konkurrentinnen: Zeitweise verdiente sie das Anderthalbfache der Amerikanerin Cindy Crawford und mehr als drei Mal so viel wie die Kanadierin Linda Evangelista. Die deutsche „Modeprinzessin“ zierte weltweit Titelseiten renommierter Zeitschriften, warb erfolgreich für viele Produkte und defilierte in Paris unnachahmlich auf dem Laufsteg.

Claudia Schiffer kam am 25. August 1970 als ältestes von vier Kindern des Rechtswalts Heinz Schiffer und seiner Frau Gudrun in Rheinberg bei Düsseldorf zur Welt. Ihre jüngeren Geschwister heißen Ann-Caroline, Stefan und Andreas. Sie hatte eine glückliche Kindheit und wurde katholisch erzogen. Die Mutter war immer für alle da, und der Vater spielte selbst dann noch mit den Kindern, wenn er spät und müde aus seiner Kanzlei nach Hause kehrte.

In der Grundschule liebte Claudia Schiffer jahrelang einen merklich kleineren Jungen namens Bernd. Sie besuchte in Rheinberg das „Amplonius-Gymnasium“, wo sie als stille und zurückhaltende Schülerin galt, die um gute Noten bemüht war. Als junges Mädchen wollte sie immer kleiner sein und nicht „so eine Bohnenstange“. In ihrer Freizeit spielte sie Tennis, erhielt sie Ballettunterricht und lernte sie Klavier spielen.

Während eines Urlaubs im Haus der Eltern auf Mallorca gaben sich die 14-jährige Claudia und ihre beste Freundin Uta als 17 Jahre alte Zwillinge und Mannequins aus, um Verehrer zu beeindrucken. Beide glaubten bald selbst so fest an ihren Schwindel, dass es ihnen gegen Ende der Ferien schwer fiel, zuzugeben, dass alles nur ein Spiel war.

Die Modelkarriere Claudia Schiffers begann im Oktober 1987 in der Düsseldorfer Diskothek „Checkers“, wo die 17-jährige blonde Schülerin von Michel Levaton, dem Chef der Pariser Agentur „Metropolitan“, entdeckt und einige Wochen später nach Paris eingeladen wurde. Dort entstanden in einem Studio die ersten Probeaufnahmen und lernte Claudia ihre Agentin Aline Souliers kennen. Einige Wochen später bat Odile Sarron, die Casting-Chefin der französischen Zeitschrift „Elle“, Claudia zur ersten Foto-Session nach Paris.

Nach dem Verlassen des Gymnasiums zog Claudia Schiffer nach Paris, um dort die französische Sprache zu lernen und als Model zu arbeiten. Ihre Eltern machten sich zu Hause ernste Sorgen, ob ihre Tochter den richtigen Beruf gewählt hatte. Claudia selbst wollte, wenn sie in der Welt der Mode nicht erfolgreich sein sollte, ein Jurastudium beginnen und Rechtsanwältin werden. Am Wochenende fuhr sie anfangs immer in ihr Elternhaus nach Rheinberg.

Der aus Deutschland stammenden Fotografin Ellen von Unwert verdankte Claudia Schiffer eine gigantische Werbekampage für die amerikanische Markenbekleidungsfirma „Guess“: Paul Marciano, der Chef von „Guess“, war von den Aufnahmen Claudias begeistert, die ihm die Fotografin gezeigt hatte. Kaum waren die Plakate fertig, wollten viele wissen, wer die darauf abgebildete Blondine sei. Ein Medienrummel ohnegleichen begann.

Durch Fotos, die Herb Ritts für die englische „Vogue“ anfertigte, wurde der deutsche Modeschöpfer und Chef des Pariser Modehauses Chanel, Carl Lagerfeld, auf Claudia Schiffer aufmerksam. Nach ersten Aufnahmen für die Werbekampagne wünschte Lagerfeld, Claudia solle die Chanel-Kollektion vorführen. Diese geriet in Panik, weil sie sich für zu schüchtern hielt und nicht wusste, wie man sich auf dem Laufsteg bewegt. Doch das Defile wurde ein Riesenerfolg, und Clauda avancierte bald zur Pariser „Mode-Prinzessin“.

1991 war Claudia Schiffer bereits das teuerste Fotomodel der Welt. Sie machte Werbung für Kosmetik („Revlon“), Frisuren („L’Oreal“, „Wella“), Brillen („Fielmann“), Jeans, Parfüm („Guess“) und Getränke („Fanta“). Allein der Vertrag mit dem Kosmetik-Konzern „Revlon“ soll ihr angeblich zehn Millionen US-Dollar eingebracht haben. 1991 wirkte sie auch an der kostspieligen Fotoproduktion „Heldinnen der Weltgeschichte“ des früheren deutschen Unternehmers und Playboys, Gunter Sachs, mit und posierte dafür unter anderem als Jeanne d’Arc (1412–1431). 1992 erschien erstmals der Kalender von Claudia Schiffer, dem weitere folgten.

Claudia Schiffer schmückte in den 1990-er Jahren zahlreiche Titelseiten von Zeitschriften in aller Welt. Sie war das erste Model auf den Titeln der Zeitschriften „Rolling Stone“, „Vanity Fair“ und „People Magazine“ und zierte sogar die erste Seite der Tageszeitung „New York Times“.

Die meisten Kritiker äußerten sich enthusiastisch über Claudia Schiffers Aussehen. Unter anderem hieß es, sie sei „schön bis zum Umfallen“ und sie habe einen „Schmollmund zum Verrücktwerden“. Im Sommer 1993 war die spanische Wochenzeitschrift „Interviu“ innerhalb weniger Stunden ausverkauft, weil darin Clauda Schiffers nackter Busen bewundert werden konnte.

1993 schätzte man Claudia Schiffers Jahreseinkommen auf etwa zehn Millionen US-Dollar. 1997 berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, sie sei mit einem Jahres-einkommen von rund 30 Millionen Mark in ihrer Branche die Spitzenverdienerin. Zum Vergleich: Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl verdiente im selben Jahr „nur“ 350000 Mark.

Im März 1994 verlobte sich Claudia Schiffer mit dem amerikanischen Zauberkünstler David Copperfield, der als einer der reichsten Entertainer der Welt gilt. Diese Verbindung sorgte jahrelang für Schlagzeilen, verbunden mit der Frage: Heiraten die beiden endlich, oder war alles nur gespielt?

Wenn die 1,82 Meter große Claudia Schiffer nicht auf dem Laufsteg oder im Studio steht, benutzt sie kaum Schminke. Auf der Straße genügen ihr ein feiner Lidstrich und etwas Wimperntusche. Nur beim abendlichen Ausgehen trägt sie gerne viel Schwarz auf ihren Lidern und Wimpern.

In ihrer knappen Freizeit liest Claudia Schiffer gerne Bücher – am liebsten in der Originalsprache. Zum Schwimmen, Skifahren und Reiten kommt sie nur selten. Sie meidet Alkohol, Kaffee und Zigaretten, nascht jedoch gerne Schokolade. Manchmal isst sie alles, worauf sie gerade Lust hat. Dann aber kehrt sie rasch zu ihrer Fruchtsalat-Diät zurück, um ihr Idealgewicht von 57 Kilogramm halten zu können.

Der prächtige Fotoband „Claudia Schiffer ganz privat“ (1994) schilderte die Karriere des deutschen Topmodels. Darin verriet Claudia, dass sie sich, als sie klein war, überhaupt nicht fotografieren lassen wollte und am liebsten in den Erdboden versunken wäre, wenn man sie bat, sie solle schön lächeln. Bilder von ihr konnte man auch im Fotobuch „Memories“ und im „Schwarz-weiß Buch“ mit Aufnahmen von Karl Lagerfeld bewundern.

1995 moderierte Claudia Schiffer das TV-Prominentenmagazin „Close UP“. Ein Jahr später produzierte sie einige Fitness-Videos mit der Trainerin Kathy Kaehler. 1997 präsentierte sie eine Sommerkollektion für das „Versandhaus Otto“.

Filmrollen hatte Claudia Schiffer in „Richy Rich – der reichste Junge der Welt“ (1994) und in „The Black Out“ (1998). In letzterem Streifen spielte sie an der Seite des durch den Streifen „Kevin allein zu Haus“ bekannten Macauly Culkin eine Fitnesstrainerin.

Das „People Magazin“ wählte Claudia Schiffer als eine der 25 schönsten Frauen der Welt. Im Pariser „Grevin Museum“ ist ihre Wachsfigur die einzige, die einem Model gewidmet wurde.

1994 verlobte sich Claudia Schiffer mit dem Magier David Copperfield. Von ihm trennte sie sich 1999 offiziell. Zwei Monate später verlobte sich die 29-Jährige mit dem britischen Geschäftsmann Tim Jeffries, der unter anderem eine Kunstgalerie in London besitzt und bereits mit den Topmodels Koo Stark und Elle MacPherson sowie mit dem Popstar Kylie Mingue befreundet war.

Im November 1999 kündigte Claudia Schiffer ihren Umzug nach London an. Dort erwarb sie für umgerechnet mehr als zwei Millionen Mark ein Apartement im eleganten Stadtteil Notting Hill, wo Tom Cruise, Nicole Kidman, Boris Becker, Julia Roberts und viele amerikanische Millionäre ihre Nachbarn sind.

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Dessau / Wiesbaden (biografien-news) - Dieter Hallervorden kam am 5. September 1935 als Sohn einer Arzthelferin und eines Flugszeugkonstrukteurs bei Junkers in Dessau (Sachsen-Anhalt) zur Welt. Sein Großvater war von 1920 bis 1938 und von 1946 bis 1948 Gartendirektor der Joachim-Ernst-Stiftung im Wörlitzer Park.

1958 flüchtete Dieter Hallervorden aus der DDR und studierte Theaterwissenschaft. 1960 gründete er das Berliner Kabarett "Die Wühlmäuse", das er fortan leitete. Er wurde einer der beliebtesten und besten deutschen Komiker und trat in Film und Fernsehen (Serie "Nonstop Nonsens", 1975-1980) auf. Außerdem arbeitete er als Synchronsprecher des Schauspielers Marty Feldman.

Sehr erfolgreich ist die von Hallervorden erdachte Figur des Tollpatsches „Didi“, die er in sieben Kinofilmen mimte. Nach 1990 kehrte er zum politischen Kabarett ("Hallervordens Spott-Light", ARD 1994-2003) zurück. In "Das Millionenspiel" 1970 im TV) spielte er einen Gangsterboss.

Dieter Hallervorden hat zwei Kinder mit seiner ersten Ehefrau Rotraud Schindler und eines mit seiner zweiten Frau Elena Blume. Er lebt mit seiner Frau Elena und dem Sohn Johannes abwechselnd in seinem Chateau de Costaérès auf einer Insel vor der bretonischen Küste (Frankreich) und in Berlin. Zu seinem 70. Geburtstag erschien 2005 seine Autobiografie "Wer immer schmunzelnd sich bemüht".


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Videos: Drei Sketche von Karl Valentin biografien-news(cached at February 2, 2007, 6:59 am)


Feuerwerk

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Spritzbrunnenaufdreher

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Zufall

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Karl Valentin war ein bayerischer Volksschauspieler, Kabarettist und unvergessener "Linksdenker". Er wurde am 4. Juni 1882 in München als Valentin Ludwig Fey geboren, gestorben ist er am 9. Februar 1948. Bereits als Siebenjähriger trat er erstmals als Clown auf. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Schreinerlehre, verkaufte nach dem Tod seines Vaters dessen Möbelspedition und machte danach eine Karriere als begnadeter Komiker, über den man noch heute lachen kann. In München erinnert das "Karl-Valentin-Museum" an ihn.


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Eine der bedeutendsten Sängerinnen und Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts war die österreichische Künstlerin Lotte Lenya (1898–1981), eigentlich Karoline Blamauer. Die zierliche Frau mit der rauchigen Stimme glänzte vor allem in Stücken des deutschen Schriftstellers und Regisseurs Bertold (Bert) Brecht (1898–1956) und mit Liedern des deutschen Komponisten Kurt Weill (1900–1950), obwohl sie nicht Noten lesen konnte.

Karoline Blamauer kam am 18. Oktober 1898 als drittes von fünf Kindern einer Arbeiterfamilie im 18. Wiener Bezirk Penzing zur Welt. Ihr Vater Franz Blamauer arbeitete als Lohnkutscher, ihre Mutter Johanna als Wäscherin. Der Vater konnte den Tod seiner ersten Tochter Karoline, die im Alter von nur zwei Jahren an einer fiebrigen Krankheit starb, nicht verwinden und wurde zum chronischen Trinker.

Auf ausdrücklichen Wunsch des Vaters ist die zweite Tochter zur Erinnerung an die Erstgeborene ebenfalls auf den Vornamen Karoline getauft worden. Im Vergleich mit der früh verstorbenen Schwester konnte die zweite Karoline dem Vater nichts recht machen. Wenn der Vater nachts betrunken heimkehrte, weckte und zwang er sie, ihm vorzusingen und vorzutanzen und schlug sie.

Karoline, die zu Hause „Linnerl“ gerufen wurde, wuchs zusammen mit ihren Brüdern Franz (geb. 1897) und Maximilian (geb. 1900) sowie ihrer Schwester Maria (geb. 1906) auf. Im Alter von sechs Jahren trat sie in einem kleinen Wanderzirkus als Tänzerin auf. Sie lernte die Kopfstände der Clowns und tanzte auf dem Drahtseil.

Schon als Elfjährige stand Karoline als Prostituierte auf der Straße. Ob sie dies ohne oder mit Wissen der Eltern tat, ist unbekannt. Nach dem Besuch der Volksschule schickte man sie ab 1908 auf eine Oberschule in Bezirk Hitzing. Im Frühjahr 1912 verließ die 13-Jährige noch vor dem Abschluss die Oberschule. Danach arbeitete sie als Aushilfsnäherin und ging weiter der Prostitution nach.

Im Herbst 1913 wurde Karoline zu ihrer kinderlosen Tante Sophie nach Zürich in die Schweiz geschickt. Weil der Arzt Dr. Zaug, dem die Tante den Haushalt führte, über den neuen Gast wenig begeistert war, zog Karoline nach wenigen Wochen zu einem mit der Tante befreundeten kinderlosen Ehepaar namens Ehrenzweig.

Der auf Gruppenbilder für Theaterschauspieler spezialisierte Fotograf Ehrenzweig war mit der am „Stadttheater Zürich“ arbeitenden ungarischen Ballettmeisterin Steffi Herzeg eng befreundet und erreichte, dass diese Karoline unterrichtete. Die monatlichen Kosten von 25 Franken teilten sich Tante Sophie, Dr. Zaug und das Ehepaar Ehrenzweig. Während der Weihnachtszeit 1913 spielte Karoline eine Statistenrolle als Blumenmädchen in der Oper „Orfeo“.

Im Sommer 1914 musste Karoline nach Wien zurück, weil Dr. Zaug seinen Anteil nicht mehr tragen wollte und es Gerüchte über einen möglichen Krieg gab. In Wien lebte Karoline bei ihrer Mutter, die von ihrem Mann verlassen worden war und einen netten Lebensgefährten gefunden hatte, der aber bald an Tuberkulose starb. Danach geriet die Mutter wieder an einen gewalttätigen Liebhaber.

Karoline bemühte sich erfolgreich um einen Vertrag am „Stadttheater Zürich“ und kehrte noch im Sommer 1914 in die Schweiz zurück. Sie spielte Nebenrollen und Partien in zweiter Besetzung und hatte eine Halbtagsstelle in einem Souvenirladen. Im Frühling 1915 begann sie eine Affäre mit dem schweizerischen Bildhauer Mario Rerrucci, über den wenig bekannt ist.

Von 1916 bis 1920 gehörte Karoline Blamauer fest zum Zürcher Ensemble. Der Schauspieler, Produzent und Regisseur Richard Révy (1885–1965) und Karoline erfanden damals das Pseudonym „Lenja“ – die russische Entsprechung des Wiener Spitznamens „Linnerl“ –, aus dem sich später – nach dem Wechsel in die USA – die anglisierte Form „Lenya“ entwickelte. Bald wurde auch das große schauspielerische Talent der 1,53 Meter kleinen Künstlerin entdeckt.

Im Frühjahr 1921 zog Lotte Lenya nach Berlin, wo sie zunächst ein Jahr lang keine Arbeit als Schauspielerin und Tänzerin fand. 1923 trat sie in einer Wandertruppe des Produzenten Otto Kirchner (1890–1950) als Marie in dem Stück „Was ihr wollt“ von William Shakespeare (1564–1616) auf. Im Sommer 1924 nahm der Dramatiker Georg Kaiser (1878–1945) sie in sein Haus in Grünheide außerhalb Berlins auf, wo sie gegen Kost und Logis dessen drei Kinder betreute und leichte Hausarbeiten verrichtete.

Kaiser bat Lotte im Herbst 1924, über den See zu rudern und den jungen Komponisten Kurt Weill, von dem er eine Bühnenmusik haben wollte, vom Bahnhof in Grünheide abzuholen und zu seinem Sommerhaus zu bringen. Diese Begegnung zwischen Lotte und Kurt bestimmte das weitere Schicksal der beiden. Sie hingen fortan zusammen und lebten bei „Mutter Haßfurth“ in einer Wohnung der Pension am Luisenplatz in Berlin, wo lauter schwarze Möbel und ein Klavier standen.

Am 28. Januar 1926 wurden Lotte Lenya und Kurt Weill im Rathaus Charlottenburg standesamtlich getraut. Auch nach der Heirat führte Lotte sexuell und beruflich ihr eigenes Leben und hatte sowohl Liebschaften mit Männern als auch mit Frauen.

Zum ersten Mal in einem Konzert erschien Lotte Lenya 1927, als Bert Brecht ihrem Mann Kurt Weill für das „Deutsche Kammermusikfest Baden-Baden“ einige Gedichte aus seinem Werk „Hauspostille“ überließ. Dabei horchten die Besucher zwar auf, aber Lenyas großer Moment kam erst später.

1928 feierte Lotte als „Seeräuberjenny“ in Weills „Dreigroscheno-per“, zu der Brecht den Text schrieb, ihren ersten großen Erfolg. Obwohl auf dem Programmzettel versehentlich ihr Name fehlte, fragte der Kritiker Alfred Kerr (1867–1948) im „Berliner Tageblatt“: „(die Jenny) – wer war die? Die war gut. Die war aber schon sehr gut. Die wird bald an der szenischen Front sein.“

Kurz darauf trat Lotte Lenya im „Staatlichen Schauspielhaus“ als Mulattin in „Petroleuminsel“ von Lion Feuchtwanger (1884–1958) auf und danach als „Ilse“ in „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind (1864–1918). Einen der größten Theaterskandale der 1920-er Jahre löste sie aus, als sie in dem Stück „Pioniere in Ingolstadt“ der deutschen Schriftstellerin Marieluise Fleißer (1901–1974) mit dem Schauspieler Peter Lorre (1904–1964) für einen kurzen Liebesakt in den Sarg stieg und diesen kräftig wackeln ließ.

Voller Stolz auf ihre Erfolge lud Lotte Lenya ihre in Wien lebende Mutter nach Berlin ein. Die „bodenständige“ Mutter hielt ihrer Tochter daraufhin vor, ob sie den Leuten noch nicht genug den „Wurstl“ gemacht habe. Fragen nach ihrer Wirkung auf das Publikum wies Lotte Lenya stets zurück. Dass Besucher ihrer Vorstellungen nicht selten vor Rührung weinten, führte sie auf ihre Stimme zurück.

1930 war Lotte Lenya in Brechts und Weills Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ erfolgreich. Im Sommer 1931 begleitete sie den deutschen Regisseur Erwin Piscator (1893–1966) nach Moskau und Odessa, wo dieser den Film „Der Aufstand der Fischer von Sankt Barbara“ nach dem Buch von Anna Seghers (1900–1983) drehen wollte, wozu es jedoch wegen vieler Probleme nicht kam. Der Streifen wurde erst zwei Jahre später ohne Lotte fertiggestellt.

Im März 1932 erfuhr Lotte Lenya in Berlin, sie befinde sich wegen ihrer Ehe mit Kurt Weill, der Jude war und mit dem Kommunisten Bert Brecht zusammenarbeitete, in Gefahr. Am 21. März 1933 verließ sie Berlin in einem Auto, das sie kurz nach der Stadtgrenze anhalten ließ. Lotte stieg aus und fuhr zu ihrem verheirateten Geliebten, dem österreichischen Tenor Otto von Pasetti. Kurt Weill reiste im selben Auto mit dem Bühnenbildner Caspar Neher (1897–1962) und dessen Frau Erika Neher (1903–1962), die seine Geliebte war, nach Paris weiter.

Am 23. Juni 1933 reichte Lotte per Post die Scheidung von Kurt Weill ein und wurde am 18. September 1933 in Potsdam geschieden. Im Juni 1933 wirkte sie in Paris an der Uraufführung von „Die sieben Todsünden“ von Bert Brecht mit.

1935 fanden Lotte Lenya und Kurt Weill in Paris wieder zueinander und emigrierten gemeinsam in die USA. Anfang 1937 wurden Lotte und Kurt bewusst, wie stark sie noch miteinander gefühlsmäßig verbunden waren. 1937 heirateten beide erneut in dem Dorf North Castle, Westchester County. Auf dem Weg zur Trauung vor einem Friedensrichter hatten sie in einem Woolworth-Laden für 50 Cents zwei billige Ringe gekauft. Auch nach der zweiten Heirat hatten beide immer wieder Affären.

Bert Brecht wollte nach Kriegsende sowohl Lotte Lenya als auch Kurt Weill mit nach Berlin nehmen, um noch einmal den Traum vom gemeinsamen Theater zu verwirklichen, doch die beiden gingen nicht mit.

Als Kurt Weill 1950 nach einem Herzinfarkt im Sterben lag, zog ihm seine Frau den Lieblingspullover und die Arbeitshose an, weil sie es ihm so bequem wie möglich machen wollte und meinte, er werde dort oben viel zu tun haben. Der Einfluss Weills auf das Leben seiner Frau war so stark, dass sie noch lange nach seinem Tod nur als „die Witwe Weills“ bezeichnet wurde. Erst Jahre später konnte sie befreit sagen: „Endlich bin ich nur ich selbst“.

1951 heiratete Lotte Lenya ihren zweiten Mann, den Lektor und Schriftsteller George Davis (1906–1957), der im Alter von 51 Jahren einem Herzinfarkt erlag. 1955 kam sie zu Schallplattenaufnahmen mit Liedern von Kurt Weill nach Berlin zurück. In den USA gab sie eine Rei-he von Weill-Gedächtniskonzerten.

In dem Film „The Roman Spring of Mrs. Stone“ (1961, deutsch: „Der römische Frühling der Mrs. Stone“) verkörperte Lotte Lenya eine verruchte Kupplerin namens Contessa Magda Terribili-Gonzales. Für diese Rolle erhielt sie den „Oscar“.

Am 2. November 1962 ließ sich die 64-jährige Lotte Lenya mit dem 37 Jahre alten amerikanischen Maler Russel Detwiler (1925–1969) im Standesamt City of Westminister, Greater London, trauen. Ihr Hochzeitsgeschenk für den homosexuellen Bräutigam, der stark dem Alkohol zusprach, war eine hohe Geldsumme an dessen frühere Frau zur Abgeltung ihrer Unterhaltsansprüche.

1964 war Lotte Lenya als sadomasochistische, lesbische Spionin Colonel Rosa Kleb in dem Streifen „From Russia with Love“ („James Bond – Liebesgrüße aus Moskau“) zu sehen. Im Juni 1965 spielte sie mit Riesenerfolg bei den „Ruhrfestspielen“ in Recklinghausen die Titelrolle der „Mutter Courage“ von Bert Brecht. 1966 trat sie in New York als Fräulein Schneider im Musical „Cabaret“ auf.

1969 starb Lotte Lenyas dritter Gatte Russel Detwiler, den sie von allen Ehemännern am meisten liebte, weil er sie am meisten brauchte. Er lag tot auf der Auffahrt vor der Garage und dem Atelier. Eine Autopsie ergab, dass Alkohol und Tablettenkonsum einen Anfall ausgelöst hatten. Beim Zusammenbrechen hatte der Aufprall des Kopfes auf den Betonboden den Tod bewirkt. Am 27. Juni 1969 wurde Lotte Lenya mit dem „Großen Bundesverdienstkreuz“ ausgezeichnet.

In dem Footballfilm „Semi-Tough“ (1976, deutsch: „Zwei ausgebuffte Profis“) spielte Lotte Lenya die Masseurin Clara Pelf. Dabei knetete sie den amerikanischen Schauspieler Burt Reynolds durch. Am 27. November 1981 erlag Lotte Lenya im Alter von 83 Jahren in New York einem seit längerem mit Schmerzen verbundenen Krebsleiden.

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November 1, 1894" von Youtube

Leseprobe aus der CD-ROM „Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM“ von Ernst Probst:

Eine der besten Schützen des Wilden Westens war eine Frau: nämlich Annie Oakley (1860–1926), geborene Phoebe Ann Moses, die später den Familiennamen in Mozee abänderte. Bereits als Neunjährige ging sie auf die Kaninchen- und Wachteljagd. Mit 16 war sie schon eine solch tüchtige Jägerin, dass sie mit den Erlösen ihrer Wildbeute die Hypotheken der Familienfarm abzahlen konnte. Später verdiente sie durch Auftritte als Kunstschützin ihren Lebensunterhalt.

Phoebe Ann Moses wurde am 13. August 1860 als fünfte Tochter des Quäker-Ehepaares Jacob und Susan Moses auf einer Farm in Darke County (Ohio) geboren. Nachdem ihr Vater 1866 an Lungenentzündung starb, half Annie ihrer Familie bei Arbeiten im Haushalt und in der Landwirtschaft sowie beim Fallenstellen.

Als 19-Jährige besiegte Phoebe Ann Moses bei einem Schießwettbewerb im Coliseum-Theater von Cincinnati den Jahrmarkts-Kunstschützen Frank Butler (1839–1926). Ein Jahr später – 1880 – heiratete sie den viel älteren Butler.

Butler brachte Annie das Lesen bei und ging mit ihr als „Butler and Oakley“ auf Tournee. Das Pseudonym Oakley ist von dem Namen eines Vororts von Cincinnati abgeleitet. Butler trat bald nicht mehr an der Seite von Annie als Kunstschütze auf, da diese die bessere Schützin war und das größere Showtalent besaß, und fungierte nur noch als ihr Manager.

1885 schlossen sich Frank Butler und Annie Oakley der Wild-West-Show des ehemaligen Bisonjägers Buffalo Bill (1846–1917) an, die durch die USA und Kanada reiste. Mitwirkender der Show war damals der Häuptling der Hunkpapa-Sioux, Sitting Bull (um 1831–1890), der am 25. Juni 1876 zusammen mit dem Häuptling der Ogalala-Sioux, Crazy Horse (um 1840–1877), die Schlacht gegen General George Armstrong Custer (1839–1876) am Little Bighorn River gewonnen hatte.

Sitting Bull – indianischer Name: Tatanka Yotanka – wurde ein Freund von Annie, sein Stamm adoptierte die Kunstschützin sogar. Der Häuptling verschenkte fast sein ganzes Honorar an zerlumpte, hungrige Kinder, denen er bei den Tourneen begegnete. Zu Annie Oakley sagte er einmal, er könne nicht verstehen, wie der weiße Mann so gedankenlos mit seinen eigenen Armen umgehe. „Der weiße Mann weiß, wie man alles macht, aber er weiß nicht, wie man es verteilt“, meinte der Indianer.

Während der 16 Jahre, in denen die Kunstschützin Annie Oakley eine der Hauptattraktionen der Wild-West-Show von Buffalo Bill war, ist keiner ihrer zahlreichen Auftritte missglückt. Ihre Schießkunststücke waren unglaublich: Mit einem einzigen Schuss konnte sie aus 30 Fuß Entfernung – umgerechnet etwa zehn Meter – eine Spielkarte spalten, eine in die Luft geworfene Zehn-Cent-Münze oder Spielkarte treffen oder eine Zigarette aus den Lippen ihres Mannes schießen.

1887 trat Annie Oakley bei einer Europatournee vor der britischen Königin Viktoria (1819–1901) auf. Bei der zweiten Europatournee der Wild-West-Show Buffalo Bills empfing 1889 Papst Leo XIII. (1810–1903) in Rom die Showleute, unter denen sich auch Annie Oakley befand. Im Jahr darauf – 1890 – ließ sich während eines Auftritts in Berlin der deutsche Kronprinz Wilhelm (1882–1951) von Annie Oakley eine Zigarette aus dem Mund schießen.

Nach einem Zugunglück im Jahre 1901 wurde Annie Oakley schwer verletzt, vorübergehend gelähmt und konnte einige Zeit nicht als Kunstschützin auftreten. Doch sie erholte sich von dem Unfall wieder und zeigte einige Jahre weiterhin verblüffende Schießkunststücke. Seit 1922 war sie nach einem Autounfall ans Bett gefesselt und schrieb ihre Erinnerungen.

Am 3. November 1926 starb Annie Oakley im Alter von 66 Jahren in Pinehurst (North Carolina). In dem Film „Annie Oakley“ (1936) wurde die Meisterschützin von der amerikanischen Schauspielerin Barbara Stanwyck (1907–1990) dargestellt, in „Buffalo Bill and the Indians“ (1976) von Geraldine Chaplin. Annie Oakley war auch die Titelheldin des Musicals „Annie Get Your Gun“ (1946) von Irving Berlin (1888–1989).

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Weblog zeigt Komiker-Videoclips biografien-news(cached at February 2, 2007, 6:59 am)


in high lights" von Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=elnRNLCTMKI

Wiesbaden (biografien-news) – Freunde des Humors, die gerne lachen, kommen im Weblog „DiebestenVideos“ zum Nulltarif auf ihre Kosten. Unter der Internetadresse http://diebestenvideos.blogspot.com sind Videoclips mit lustigen Szenen berühmter Komiker zu sehen. Ein Klick auf das Pfeilsymbol mitten im Standbild eines Videoclips genügt, und schon geht es – nach kurzer Wartezeit für das Hochladen – munter los.

Da sieht man den unvergessenen Charlie Chaplin und die tollpatschigen Kumpane Laurel und Hardy (Dick und Doof) voll in Action. Da sägt der spindeldürre Karl Valentin eifrig an einem Schreibpult und Stuhl so lange herum, bis alles garantiert nicht mehr passt. Da glänzt Heinz Erhardt mit seinem feinen Humor. Und da brillieren Didi Hallervorden und Heinz Becker als Komiker der Spitzenklasse. Weiteres soll im Laufe der Zeit noch dazukommen.

Das Weblog „DiebestenVideos“ wurde erst im Januar 2007 gestartet. Der Gründer und Betreiber – ein Blogger, Journalist und Buchautor aus Wiesbaden – will die besten Videoclips präsentieren. Dazu gehören nicht nur Szenen mit Komikern, sondern auch Clips über Tiere von heute und gestern (Dinosaurier, Flugsaurier), Naturwunder (Urwälder, Vulkane, Flüsse, Wasserfälle), interessante Reiseziele aus aller Welt, Auftritte von Künstlern (Sängern, Film-, Theater- und Fernsehstars) sowie vieles andere mehr aus Medien, Kultur und Wissenschaft.

Videos sind teilweise auch in anderen Weblogs desselben Betreibers zu sehen wie
http://archaeologie-news.blog.de
http://biografien-news.blog.de
http://dinosaurier-news.blog.de
http://fossilien-news.blog.de
http://kultur-news.blog.de
http://literatur-news.blog.de
http://medien-news.blog.de
http://rhein-main-nahe.blog.de
http://wissenschafts-news.blog.de

Bessie Smith: Die "Kaiserin des Blues" biografien-news(cached at January 31, 2007, 1:24 am)


- St. Louis Blues" von Youtube

Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Die bedeutendste Bluessängerin aller Zeiten war die amerikanische Künstlerin Bessie Smith (1894–1937), eigentlich Elisabeth Smith. Zu ihren klassischen Gospel-Songs gehören „Move On Up a Little Higher“, „Just Over the Hill“, „He’s Got the Whole World in His Hands“ und „How I Got Got Over“. Kritiker schätzten diese Sängerin so sehr, dass sie sie als „Kaiserin des Blues“ bezeichneten. Zwischen 1923 und 1933 sind rund 150 Schallplatten mit Songs von ihr erschienen. Mit ihrer ausdrucksvollen Stimme, ihrem voluminösen Ton und ihrer Phrasierungstechnik beeinflusste sie alle späteren Blues- und Jazzsängerinnen.

Elisabeth („Bessie“) Smith kam am 15. April 1894 in Chattanooga (Tennessee) in einer einräumigen Hütte zur Welt. Zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere trat sie in ihrem Heimatort als Straßensängerin auf und wurde meistens mit Fünf- und Zehn-Cent-Münzen honoriert. Um 1910 schloss sie sich den „Rabbit Foot Minstrels“ an, bei denen sie von Gertrude („Ma“) Rainey (1886–1939), der „Mother of the Blues“, im Bluesgesang ausgebildet wurde. Danach trat sie in Minstrel-Shows, Cabarets und Honky-Tonks auf.

1919 besaß Bessie Smith ihre erste eigene Revue namens „Liberty Belles“. Zu Beginn der 1920-er Jahre sang sie fast ein Jahr lang in Atlantic City (New Jersey). 1921 nahm sie Schallplatten auf, die nie veröffentlicht wurden. Außerdem begeisterte sie im „Lyric Theatre“ von New Orleans (Louisiana) ihr Publikum. Danach ging sie mit einer Broadway-Show auf Tournee.

Ende 1922 erhielt Bessie Smith Engagements in Philadelphia. Im Februar 1923 machte sie Plattenaufnahmen bei „Columbia Records“ in New York. Ihre erste und populärste Platte heißt „Down Hearted Blues“. Davon wurden in weniger als einem halben Jahr mehr als 750000 Exemplare zum Stückpreis von 75 Cent verkauft. Hinterher ging sie nach weiteren Aufnahmen wieder auf Tournee, gastierte in New Orleans, 1924 in Memphis (Tennessee), 1924 und 1925 in Chicago und 1925 in Newark (New York).

1926 war Bessie Smith auf dem Gipfel ihres Ruhms angelangt. Sie zog mit eigenen Shows durch die USA, sang jedes Jahr in Chicago und stand für den Film „St. Louis Blues“ vor der Kamera. Kenner rühmten den Zauber ihrer harten und rauhen Stimme und sagten, diese sei selbst in ausgelassenen und lustigsten Melodien von tiefer Trauer umwoben. Zuhörer, die oft ihre Auftritte als religiöse Erlebnisse empfanden, schrieen nach jedem Blues „Amen“.

Die bisexuelle Bessie Smith rettete ihre erste intime Freundin, die Sängerin Lillian Sampson, mit der sie zusammenarbeitete, bei einem Selbstmordversuch und blieb bei ihr während deren Krankenhausaufenthaltes. Lillians Selbstmordversuch war anscheinend eine Reaktion auf ihre Angst vor Bessies offener und spontaner Zuneigung zu ihr, von der sie sich später erholte. Beide waren sehr stolz auf ihre Zuneigung füreinander.

Am 11. Februar 1927 wurde Bessie in einer sehr eindeutigen Situation mit einer Ballettänzerin namens Marie von deren Mann Jack Gee entdeckt. Daraufhin reiste die Gruppe, mit der Bessie unterwegs war, heimlich aus Detroit ab, um dem Zorn des betrogenen Gatten zu entgehen.

Ab 1930 musste Bessie Smith wegen ihres Alkoholkonsums und wegen der Wirtschaftskrise in schäbigen Theatern und in Zelten für bescheidene Honorare auftreten. 1933 entstanden ihre letzten Schallplattenaufnahmen. Damals war ihr Blues-Gesang bereits aus der Mode gekommen.

Bei ihren Schallplattenaufnahmen wurde Bessie Smith von bedeutenden amerikanischen Jazzmusikern musikalisch begleitet. Sie sang zusammen mit dem Pianisten Clarence Williams (1893–1965), dem Pianisten Fletcher Henderson (1897–1952), dem Posaunisten Charlie Green (1900–1936), dem Trompeter Joe Smith (1902–1937), dem Trompeter Louis Armstrong (1900–1971), genannt „Satchmo“, dem Saxophonisten Don Redmann (1900–1964), dem Klarinettisten Buster Bailey (1902–1967) und dem Pianisten James P. Johnson (1894–1955).

Für eine ganze Reihe von Blues schrieb Bessie Smith den Text selbst. Dazu gehören unter anderem die Stücke „Back Water Blues“, „Jail House Blues“ und „Empty Bed Blues“. Allein von ihrem Titel „Down Hearted Blues“ sind in den 1920-er Jahren mehr als 800000 Schallplatten verkauft worden.

1937 sollte Bessie Smith in einer Revue eine Hauptrolle erhalten. Doch am 26. September 1937 verlor sie im Alter von nur 43 Jahren bei der Fahrt nach Memphis (Tennessee) auf der Route 61 bei Clarksdale (Mississippi) bei einen Autounfall ihr Leben.

Über die Todesumstände von Bessie Smith gibt es unterschiedliche Schilderungen: Oft heißt es, die verunglückte Sängerin sei zu einem „weißen“ Krankenhaus gebracht worden, das sich weigerte, die Schwarze aufzunehmen, worauf diese auf den Stufen der Klinik verblutete. Nach einer anderen Darstellung starb sie im Krankenwagen, bevor dieser ein „schwarzes Krankenhaus“ erreichte. Eine weitere Version besagt, die Fahrer von zwei Krankenwagen hätten sich wegen der Hautfarbe von Bessie geweigert, diese zu transportieren. Der tragische Tod bewog Edward Albee zu dem Einakter „The Death of Bessie Smith“.

Die weiße Sängerin Janis Joplin (1943–1970), eine der größten Verehrerinnen von Bessie Smith, wollte eines Tages ihr Grab besuchen und stellte dabei fest, dass ihr Idol anonym beerdigt worden ist. Daraufhin stiftete Janis spontan einen Grabstein (Foto), der die Inschrift trägt: „The Greatest Blues Singer In The World Will Never Stop Singing – Bessie Smith – 1985–1937“ („Die größte Blues-Sängerin der Welt wird niemals aufhören zu singen“).

An die „Kaiserin des Blues“ erinnert die „Bessie Smith Hall“ am „Martin Luther King Boulevard“ in Chattanooga. Die Idee für diese Halle wurde 1982 beim Forum „Chattanooga Venture Vision 2000“ geboren. Sie enthält ein Kabarett, Restaurant, Übungsräume für Studenten und eine ständige Bessie- Smith-Ausstellung.

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Alice & Ellen Kessler (Alanis Sharon)" von Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=SBlqOFAQch0

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Das berühmteste deutsche Künstlerinnen-Zwillingspaar sind Alice und Ellen Kessler. Die beiden 1,75 Meter großen, blonden und langbeinigen Tänzerinnen eroberten nicht nur in Deutschland die Bühne, die Leinwand und den Bildschirm. Der Name „Kessler-Zwillinge“ gilt international als Markenzeichen für brillant-perfekte Tanz- und Gesangskunst im Revuestil.

Alice und Ellen Kessler kamen am 20. August 1936 als eineiige Zwillingstöchter des Ingenieurs Paul Kessler in Nerchau (Sachsen) zur Welt. Alice war die Erstgeborene, Ellen die Zweitgeborene. Ihr Vater schickte beide als Sechsjährige zum Ballettunterricht, damit sie lernen sollten, sich graziös zu bewegen. Doch dabei blieb es nicht. 1947 nahm das Kinderballett der Leipziger Oper die beiden Schwestern auf. 1950 haben sie mit Auszeichnung die Aufnahmeprüfung der Operntanzschule bestanden.

Die Familie Kessler zog 1952 aus der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in die Bundesrepublik Deutschland. Auch hier setzten die Zwillinge ihre Tanzausbildung fort. Beide gaben bald ihre ursprünglichen Berufsziele auf. Alice hatte Modezeichnerin und Ellen Ärztin werden wollen.

1952 wurden die „Kessler-Zwillinge“ vom Düsseldorfer Revuetheater „Palladium“ engagiert. Dort sah sie 1955 der Direktor des Pariser „Lido“, Pierre Louis Guerin, und verpflichtete sie an sein weltberühmtes Varieté auf den Champs-Élysées. Alice sagte hierzu: „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als wir Guerins Angebot erhielten. Fünf Jahre Lido. Es war für uns so wie die erste Mondlandung für einen Astronauten“. Und Ellen meinte: „Wir haben geglaubt, die Sterne zu erreichen, als wir am ersten Abend zum ,Arc de Triomphe‘ gingen“.

Im „Lido“ tanzte sich das Zwillingspaar innerhalb eines Jahres an die Spitze der britischen Tanzgruppe „Blue-Bell-Girls“. Nach dem Ablaufen des Vertrages mit dem „Lido“ 1960 gingen die beiden Schwestern nach Italien.

Die „Kessler-Zwillinge“ tanzten und sangen auf sämtlichen großen Showbühnen der Welt. Außer im Düsseldorfer „Palladium“ und im Pariser „Lido“ gastierten sie im „Persian Room“ in New York, im Pariser „Olympia“, im „Palm Beach“ in Cannes, im Londoner „Savoy Hotel“, im „Sands Hotel“ und im „MGM-Hotel“ in Las Vegas, im „Mandarin Hotel“ in Hong Kong, im „Tamanaco Hotel“ in Caracas und im „South Sydney League Club“ in Sydney.

Auf dem Bildschirm sah man die „Kessler-Zwillinge“ in Deutschland unter anderem in „Zu jung, um blond zu sein“, „Lieben Sie Show?“, „Alice and Ellen Kessler Show“, „Spiegelbilder Kessler Show“, „Das ist ihr Leben“, „Alice und Ellen im Gespräch“ und „Die sieben Todsünden“. Außerdem traten sie in zahlreichen Fernsehshows in den USA, Frankreich, Italien, England, Südamerika, Japan, Hong Kong, Österreich, Spanien, Holland und Australien auf.

Zu den deutschen Filmen der „Kessler-Zwillinge“ gehören „Okay Mama“ (1955), „Der Bettelstudent“ (1956), „Scherben bringen Glück“ (1957), „Die Zwillinge vom Zillertal“ (1957), „Tabarin“ (1957), „Vier Mädel aus der Wachau“ (1957), „Mit Rosen fängt die Liebe an“ (1957), „Gräfin Maritza“ (1957), „Der Graf von Luxemburg“ (1958), „Mein Mädchen war ein Postillion“ (1958), „Mein Schatz ist aus Tirol“ (1958).

Weitere Streifen drehten die Kessler-Zwillinge in Frankreich („La Francaise et l’Amour“, „Les Magiciennes“) und Italien („Gli Invasori“, „Ill Giovedi“, „Il Complesso“).

1961 standen die „Kessler-Zwillinge“ in Italien für ihre erste Fernsehserie vor der Kamera. Sie waren in Italien die ersten Frauen, die auf der Mattscheibe ihre wohlgeformten Beine zeigten. Obwohl dies in dicken und undurchsichtigen Strumpfhosen geschah, stöhnten viele Süditaliener „Mama mia“. 1962 wählten die Kesslers Italien als Wohnsitz.

Mit zunehmendem Alter spezialisierten sich die „Kessler-Zwillinge“ auf anspruchsvollere Stücke. 1976 beispielsweise traten sie am Münchner „Gärtnerplatztheater“ als „Anna I“ und „Anna II“ in dem Ballett „Die sieben Todsünden der Kleinbürger“ von Bert Brecht (1898–1956) und Kurt Weill (1900–1950) auf. Damit hatte man die Grundidee verwirklicht, ein persönlichkeitsgespaltenes Mädchen von Zwillingen darstellen zu lassen.

Die 43-jährige Ellen Kessler erklärte 1979 in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ vor dem Auftritt bei einem Gala-Abend für 1500 Friseure in Travemünde (Schleswig-Holstein), sie hätten schon mit 18 gedacht, „mit 30 ist alles vorbei, dann sind wir alt“. Doch jetzt seien beide Anfang 40, und es sehe so aus, als ob es noch weitergehe, auch über die Mitte der 1970-er Jahre markierte Grenze hinaus: „Wir wollen nicht noch mit 50 mit Netzstrümpfen und Grauhaar herumflattern“.

Alice Kessler sagte beim selben Interview: „Ich find’ das Altwerden nicht unbedingt was Schönes oder freue mich darauf. Aber Angst vorm Altwerden hab’ ich nicht – und man ist ja auch nur so alt, wie man sich fühlt“.

1987 wurden die „Kessler-Zwillinge“ mit dem „Bundesverdienstkreuz am Bande“ ausgezeichnet. Für ihre Verdienste bei der deutsch-italienischen Verständigung erhielten sie den Premio „Capo Circe“.

Das italienische RAI-Fernsehen engagierte 1988 die „Kessler-Zwillinge“ für eine Quizshow-Serie „Die Fabrik der Träume“, in der Alice und Ellen getrennt auftraten. 1992 feierte „Deutschlands Showexport“ sein 40-jähriges Bühnenjubiläum.

Schallplatten der „Kessler-Zwillinge“ entstanden in Deutschland, Italien, Frankreich, den USA, Japan und Spanien. Auch als Schriftstellerinnen haben sich die „Kessler-Zwillinge“ betätigt. Aus ihrer Feder stammen die Bücher „Fröhliche Wege zu einem völlig neuen Fitnessgefühl“ (1983) und ihre Autobiographie „Eins und Eins ist Eins“ (1996).

Alice Kessler hatte eine feste Beziehung mit dem französischen Sänger Marcel Amont, Ellen mit dem italienischen Schauspieler Umberto Orsini. Dass sie nicht geheiratet haben, führen Alice und Ellen nicht auf ihren Beruf oder ihr Zwillingsdasein, sondern auf die Sterne zurück. Eine Astrologin hatte ihnen prophezeit, im Haus der Ehe sei für sie nichts vorgesehen.

Seit 1986 bewohnen die „Kessler-Zwillinge“ ein Doppelhaus in Grünwald bei München, in dem der Wohn- und Bürobereich nur mit verschiebbaren Trennwänden abgeteilt sind.

Charakterlich sind die „Kessler-Zwillinge“ sehr verschieden. Die optimistischere Ellen mit den Grübchen im Kinn erklärte in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“, ihre Schwester Alice sei introvertierter, ruhiger, überlegter. Die zögernde Alice sagte über Ellen, diese sei spontaner, aggressiver und treffe schneller Entscheidungen.

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on - Joshua fit the battle of Jericho" von Youtube

Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Das Zeug zu einer der besten Jazz- oder Bluessängerinnen der Welt besaß die amerikanische Künstlerin Mahalia Jackson (1911–1972), doch die Pionierin der Gospel-Musik blieb ihr ganzes Leben lang den religiösen Verkündigungsliedern treu. Begeisterte Kritiker verliehen ihr den Ehrentitel „Königin der Gospelsängerinnen“.

Mahalia Jackson kam am 26. Oktober 1911 als drittes von sechs Kindern eines schwarzen Arbeiters in einer Hütte von New Orleans (Lousiana) zur Welt. Ihr Vater arbeitete tagsüber als Hafenarbeiter, nachts teilweise als Friseur und wirkte an Sonntagen als Laienpriester. Er erlaubte den Kindern daheim nur das Hören von geistlicher Musik.

Mahalia sang bereits als Fünfjährige jeden Sonntag im Kirchenchor ihres Vaters, der in seiner Gemeinde großes Ansehen genoss. Der Vater vermittelte den Gläubigen einen Sinn für Würde und Inspiration. Er wurde bei den Gottesdiensten durch Gospelgesänge, Freudenrufe und Frohlockungen ermuntert. Die Kirchgänger sangen „Swing Low, Sweet Chariot“ und „Oh, What a Friend We Have in Jesus".

Als 14-Jährige verließ Mahalia die Schule und arbeitete als Wäscherin und Dienstmädchen. Heimlich hörte sie Platten der Bluessängerin Bessie Smith (1894–1937) und der Jazzsängerin Gertrude („Ma“) Rainey (1886–1939). Bessie Smiths Stück „Careless Love“ war ihr musikalischer Favorit.

1927 zog die 16-jährige Mahalia Jackson nach Chicago, wo sie Kosmetikerin oder Krankenschwester werden wollte. Das Geld für die Kosmetikschule sparte sie als Hotelangestellte und Packerin in einer Dattelfabrik zusammen. Damals versuchte der Bandleader und Pianist Earl „Fatha“ Hines (1903–1983), vergeblich, sie als Jazzsängerin zu engagieren.

In Chicago schloss sich Mahalia Jackson der „Greater Salem Bapist Church“ („Wiedertäufer aus Salem“) an und sang im Kirchenchor. Außerdem trat sie mit Quintetten in verschiedenen Baptistengemeinden auf. Mit den Erlösen davon betrieb sie zunächst einen kleinen Kosmetik- und später einen Blumenladen.

Zu jeder Zeit blieb Mahalia Jackson dem Gospelgesang treu. Unter einem Gospel (englisch: Evangelium) versteht man ein Verkündigungslied aus dem „Neuen Testament“. Den Begriff „Gospel-Song“ führte der amerikanische Blues-Pianist Thomas A. Dorsey (1905–1956) ein, nachdem er mit „If You See My Savior“ (1930) seinen ersten religiösen Song geschrieben hatte.

Der Gospel-Song entstand in den 1920-er Jahren aus der religiösen Musik des „Negro Spiritual“ und Elementen des weltlichen Jazz in den Kirchen während des Gottesdienstes aus gesungenen Zurufen der Gemeindemitglieder. Beim Gospel werden im Wechsel von Solist und Chor in Ruf- und Antwortform Passagen der Bibel rezitiert.

Der Gospel ist eine Mischung aus protestantischen Hymnen, Folk-Musik der Südstaaten und Spirituals, den Klageliedern der Plantagen-Sklaven. Viele Rock’n’Roll-Stars der 1950-er Jahre machten ihre ersten musikalischen Gehversuche im Bereich der Gospel-Musik, unter anderem Elvis Presley (1935–1977), Little Richard und Jerry Lee Lewis.

Für Mahalia Jackson waren ihre Gospel-Songs „ein fröhliches Geschrei zum Lob des Herrn“. Dabei verzichtete sie auf ein Mikrophon und riet, die Fenster und die Türen aufzumachen und den Sound herauszulassen. Über den Blues sagte sie, er sei zwar gut zum Zuhören, aber sie würde diese „Lieder der Verzweiflung“ niemals singen. Zum Rock’n’Roll meinte sie, er sei der heiligen Kirche gestohlen worden.

1928 schloss sich Mahalia Jackson den „Johnson Gospel Singers“ an, mit denen sie sang und in religiösen Stücken mitspielte. 1934 erschien ihre erste Schallplatte „God Gonna Separate the Wheat From the Tares“ („Gott wird den Weizen von der Spreu sondern“). Von Mitte der 1930-er bis in die späten 1940-er Jahre trat sie zusammen mit Thomas A. Dorsey in seiner Gospel-Gruppe auf.

Von Mahalia Jacksons ersten Plattenaufnahmen für die „Decca“ in den 1930-er Jahren nahm das Publikum noch wenig Notiz. Doch 1945 schaffte sie mit der Schallplatte „I’m Going Move on Up a Little Higher“ („Ich möchte höher hinauf“), von der mehr als eine Million Exemplare verkauft wurden, den Durchbruch in den USA.

In der Folgezeit feierte die „Königin der Gospelsängerinnen“, wie man Mahalia Jackson inzwischen nannte, beispiellose Erfolge. Ab 1950 gab sie Konzerte in der New Yorker „Carnegie Hall“. 1952 unternahm sie eine erfolgreiche Europatournee, ab 1954 sang sie oft im Rundfunk. 1957 und 1958 trat sie beim „Newport Jazz Festival“ auf. Mit dem Bandleader und Pianisten Duke Ellington (1899–1974) nahm sie das Stück „Black, Brown And Beige“ (1958) auf.

Mahalia Jackson besaß das Talent, eine der größten Jazzsängerinnen zu werden, lehnte aber rein weltlichen Jazz oder Blues ab. Der Rock’n’Roll-Sänger Little Richard bezeichnete sie als „the true queen of spiritual singers“. 1961 wurde Mahalia während einer Europatournee bei einem Aufenthalt in Rom von Papst Johannes XXIII. (1881–1963) in Sonderaudienz empfangen.

Die „Königin der Gospelsängerinnen“ trat 1959 vor Präsident Dwight D. Eisenhower (1890–1969) und im März 1963 vor Präsident John F. Kennedy (1917–1963) – bei dessen Inaugurationsparty – auf. Sie war die Lieblingssängerin des schwarzen Bürgerrechtlers und Baptistenpfarrers Dr. Martin Luther King (1929–1968). Auf Kings Wunsch sang sie im August 1963, bevor er seine Botschaft „I Have a Dream“ verkündete.

Zu Mahalia Jacksons klassischen Gospel-Songs gehören „Move On Up a Little Higher“, „Just Over the Hill“, „He’s Got the Whole World in His Hands“ und „How I Got Got Over“. Auf der Leinwand wirkte sie in den Filmen „St. Louis Blues“ (1958), „Jazz on a Summer’s Day“ (1959), „Imitation of Live“ (1959) und „The Best Man“ (1964) mit. Ihre Autobiographie „Movin’ on up“ (1966) erschien unter dem Titel „Mein Leben“ auch in deutscher Sprache.

1964 heiratete Mahalia Jackson den Saxophonisten Sigmund Galloway, von dem sie später geschieden wurde. Nach einer Herzerkrankung ging sie 1966 wieder auf Tournee. 1968 beteiligte sie sich am Jazz Festival in Antibes an der Côte d’Azur in Frankreich.

Am 27. Januar 1972 starb Mahalia Jackson im Alter von 60 Jahren in einem Krankenhaus von Chicago an Herzversagen. Im Sommer 1998 zierte sie in den USA eine 32-Cent-Briefmarke der Serie „Legends of American Music“.

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[no title] biografien-news(cached at January 31, 2007, 1:24 am)

Video "Bessie Smith - St. Louis Blues" von Youtube Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: ängerin aller Zeiten war die amerikanische Künstlerin Bessie Smith (1894?1937), eigentlich Elisabeth Smith. Zu ihren klassischen Gospel-Songs gehören ?Move On Up a Little Higher?, ?Just Over the Hill?, ?He?s Got the Whole World in His Hands? und ?How I Got Got Over?. Kritiker schätzten diese Sängerin so sehr, dass sie sie als ?Kaiserin des Blues? bezeichneten. Zwischen 1923 und 1933 sind rund 150 Schallplatten mit Songs von ihr erschienen. Mit ihrer ausdrucksvollen Stimme, ihrem voluminösen Ton und ihrer Phrasierungstechnik beeinflusste sie alle späteren Blues- und Jazzsängerinnen. Elisabeth (?Bessie?) Smith kam am 15. April 1894 in Chattanooga (Tennessee) in einer einräumigen Hütte zur Welt. Zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere trat sie in ihrem Heimatort als Straßensängerin auf und wurde meistens mit Fünf- und Zehn-Cent-Münzen honoriert. Um 1910 schloss sie sich den ?Rabbit Foot Minstrels? an, bei denen sie von Gertrude (?Ma?) Rainey (1886?1939), der ?Mother of the Blues?, im Bluesgesang ausgebildet wurde. Danach trat sie in Minstrel-Shows, Cabarets und Honky-Tonks auf. 1919 besaß Bessie Smith ihre erste eigene Revue namens ?Liberty Belles?. Zu Beginn der 1920-er Jahre sang sie fast ein Jahr lang in Atlantic City (New Jersey). 1921 nahm sie Schallplatten auf, die nie veröffentlicht wurden. Außerdem begeisterte sie im ?Lyric Theatre? von New Orleans (Louisiana) ihr Publikum. Danach ging sie mit einer Broadway-Show auf Tournee. Ende 1922 erhielt Bessie Smith Engagements in Philadelphia. Im Februar 1923 machte sie Plattenaufnahmen bei ?Columbia Records? in New York. Ihre erste und populärste Platte heißt ?Down Hearted Blues?. Davon wurden in weniger als einem halben Jahr mehr als 750000 Exemplare zum Stückpreis von 75 Cent verkauft. Hinterher ging sie nach weiteren Aufnahmen wieder auf Tournee, gastierte in New Orleans, 1924 in Memphis (Tennessee), 1924 und 1925 in Chicago und 1925 in Newark (New York). 1926 war Bessie Smith auf dem Gipfel ihres Ruhms angelangt. Sie zog mit eigenen Shows durch die USA, sang jedes Jahr in Chicago und stand für den Film ?St. Louis Blues? vor der Kamera. Kenner rühmten den Zauber ihrer harten und rauhen Stimme und sagten, diese sei selbst in ausgelassenen und lustigsten Melodien von tiefer Trauer umwoben. Zuhörer, die oft ihre Auftritte als religiöse Erlebnisse empfanden, schrieen nach jedem Blues ?Amen?. Die bisexuelle Bessie Smith rettete ihre erste intime Freundin, die Sängerin Lillian Sampson, mit der sie zusammenarbeitete, bei einem Selbstmordversuch und blieb bei ihr während deren Krankenhausaufenthaltes. Lillians Selbstmordversuch war anscheinend eine Reaktion auf ihre Angst vor Bessies offener und spontaner Zuneigung zu ihr, von der sie sich später erholte. Beide waren sehr stolz auf ihre Zuneigung füreinander. Am 11. Februar 1927 wurde Bessie in einer sehr eindeutigen Situation mit einer Ballettänzerin namens Marie von deren Mann Jack Gee entdeckt. Daraufhin reiste die Gruppe, mit der Bessie unterwegs war, heimlich aus Detroit ab, um dem Zorn des betrogenen Gatten zu entgehen. Ab 1930 musste Bessie Smith wegen ihres Alkoholkonsums und wegen der Wirtschaftskrise in schäbigen Theatern und in Zelten für bescheidene Honorare auftreten. 1933 entstanden ihre letzten Schallplattenaufnahmen. Damals war ihr Blues-Gesang bereits aus der Mode gekommen. Bei ihren Schallplattenaufnahmen wurde Bessie Smith von bedeutenden amerikanischen Jazzmusikern musikalisch begleitet. Sie sang zusammen mit dem Pianisten Clarence Williams (1893?1965), dem Pianisten Fletcher Henderson (1897?1952), dem Posaunisten Charlie Green (1900?1936), dem Trompeter Joe Smith (1902?1937), dem Trompeter Louis Armstrong (1900?1971), genannt ?Satchmo?, dem Saxophonisten Don Redmann (1900?1964), dem Klarinettisten Buster Bailey (1902?1967) und dem Pianisten James P. Johnson (1894?1955). Für eine ganze Reihe von Blues schrieb Bessie Smith den Text selbst. Dazu gehören unter anderem die Stücke ?Back Water Blues?, ?Jail House Blues? und ?Empty Bed Blues?. Allein von ihrem Titel ?Down Hearted Blues? sind in den 1920-er Jahren mehr als 800000 Schallplatten verkauft worden. 1937 sollte Bessie Smith in einer Revue eine Hauptrolle erhalten. Doch am 26. September 1937 verlor sie im Alter von nur 43 Jahren bei der Fahrt nach Memphis (Tennessee) auf der Route 61 bei Clarksdale (Mississippi) bei einen Autounfall ihr Leben. Über die Todesumstände von Bessie Smith gibt es unterschiedliche Schilderungen: Oft heißt es, die verunglückte Sängerin sei zu einem ?weißen? Krankenhaus gebracht worden, das sich weigerte, die Schwarze aufzunehmen, worauf diese auf den Stufen der Klinik verblutete. Nach einer anderen Darstellung starb sie im Krankenwagen, bevor dieser ein ?schwarzes Krankenhaus? erreichte. Eine weitere Version besagt, die Fahrer von zwei Krankenwagen hätten sich wegen der Hautfarbe von Bessie geweigert, diese zu transportieren. Der tragische Tod bewog Edward Albee zu dem Einakter ?The Death of Bessie Smith?. Die weiße Sängerin Janis Joplin (1943?1970), eine der größten Verehrerinnen von Bessie Smith, wollte eines Tages ihr Grab besuchen und stellte dabei fest, dass ihr Idol anonym beerdigt worden ist. Daraufhin stiftete Janis spontan einen Grabstein (Foto), der die Inschrift trägt: ?The Greatest Blues Singer In The World Will Never Stop Singing ? Bessie Smith ? 1985?1937? (?Die größte Blues-Sängerin der Welt wird niemals aufhören zu singen?). An die ?Kaiserin des Blues? erinnert die ?Bessie Smith Hall? am ?Martin Luther King Boulevard? in Chattanooga. Die Idee für diese Halle wurde 1982 beim Forum ?Chattanooga Venture Vision 2000? geboren. Sie enthält ein Kabarett, Restaurant, Übungsräume für Studenten und eine ständige Bessie- Smith-Ausstellung. * Bestellungen von "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: www.buch-shop-mainz.de www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1148286326/028-7008173-6006919


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ird von Regina Halmich vermöbelt" von Youtube

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 12 - Sport" (2001) von Ernst Probst:

Die erste deutsche Boxerin, die sich einen Weltmeistertitel erkämpfte, ist Regina Halmich. Im Juni 1995 gewann sie den Kampf gegen die Amerikanerin Kim Messer knapp nach Punkten und wurde in ihrem Heimatort Karlsruhe Weltmeisterin (WM) im Junior-Fliegengewicht. Ein Jahr zuvor war sie gegen die Britin Cheryll Robertson bereits erste weibliche Europameisterin (EM) im Superfliegengewicht geworden. Seit dem Gewinn des WM-Gürtels 1995 verteidigte Regina 23 Mal erfolgreich den Weltmeistertitel im Fliegengewicht.

Regina Halmich wurde am 22. November 1976 als zweite Tochter eines Sanitäters in Karlsruhe (Baden-Württemberg) geboren. Sie wuchs zusammen mit ihrer fünf Jahre älteren Schwester Yvonne auf. Bereits als Elfjährige interessierte sich Regina für den Kampfsport. Zuerst lernte sie Judo, zwei Jahre später wechselte sie zu Karate und brachte es bis zum „Grünen Gürtel“. Im Alter von 14 Jahren wandte sie sich dem aggressiveren Kickboxen zu. Außer vier deutschen Meistertiteln gewann sie in der Vollkontakt-Variante des Karate 1993 auch die Europameisterschaft.

Ab 1994 begeisterte Regina Halmichs Entdecker und Trainer Jürgen Lutz, der eine Kampfsportschule leitet, seine Schülerin für das Boxen. Im März jenes Jahres focht sie gegen die Niederländerin Finie Klee ihren ersten Boxkampf aus und siegte nach Punkten. Es folgten vier weitere Auftritte gegen Birgit Veerle (K. o.-Sieg im April 1994), Severine Grandsire (Sieg nach Punkten im Mai 1994), Silvia Gonia (K. o.-Sieg im Juni 1994) und Severine Grandsire (Sieg nach Punkten im September 1994).

Im November 1994 bestritt Regina Halmich den ersten Frauen-EM-Profikampf im Superfliegengewicht (bis 50,8 Kilogramm) gegen die Britin Cheryll Robertson. Dabei triumphierte sie mit einem 3:0-Punktesieg nach zehn Runden. Nach diesem Erfolg galt Regina Halmich als Sportstar, für den sich zunehmend die Medien interessierten. Die Berliner Zeitung „taz“ betitelte sie angesichts des Rummels um ihre Person als „postmoderne Jeanne d’Arc“, die „Stuttgarter Nachrichten“ nannten sie „badische Box-Miss“ und andere Zeitungen später sogar „Box-Königin“.

Im April 1995 glückte Regina Halmich gegen die Italienerin Maria Tabusso ein Sieg nach Punkten, womit sie Europameisterin im Fliegengewicht (bis 48 Kilogramm) wurde. Im selben Monat lieferte sich sie in Las Vegas (Nevada) bei der WM im Superfliegengewicht mit der Mexikanerin Yvonne Trevino eine „wüste Prügelei“ ohne Technik und Taktik. Nach der vierten Runde wurde der Fight wegen einer klaffenden Platzwunde Reginas unter dem linken Auge abgebrochen.

Schon im Juni 1995 boxte Regina Halmich erneut um den Weltmeistertitel. Dabei errang sie durch einen Sieg gegen die Amerikanerin Kim Messer den WM-Titel im Junior-Fliegengewicht des Weltverbandes „Womens International Boxing Federation Inc.“ (WIBF). Im August 1995 verteidigte sie in Berlin ihren EM-Titel im Superfliegengewicht gegen die Portugiesin Sonia Pereira durch technischen K. o. in der siebten Runde. Im September 1995 behauptete sie in Aachen gegen die Französin Brigitte Scherzinour durch technischen K. o. in der achten Runde.

Im Juni 1995 beendete Regina Halmich ihre Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin. Danach schloss sie einen Zweijahresvertrag bei der „Universum-Box-Promotion“ von Klaus-Peter Kohl in Hamburg mit einer Option für zwei weitere Jahre. Ihre Eltern waren wenig darüber begeistert, dass sie ihren erlernten Beruf vorläufig aufgab. Ihr Vater, der als Rettungssanitäter bei den Maltesern arbeitet, sagte, ihm wäre es lieber gewesen, wenn seine Tochter in der Kanzlei geblieben wäre.

Als Stärken der 1,60 Meter großen und 49 Kilogramm leichten Linksauslegerin gelten ihr Bewegungstalent und ihre gute Kondition. Schwächen werden ihr in der Deckungsarbeit und in ihrer taktischen Einstellung nachgesagt. Sie selbst sagt zu ihrem Kampfstil, der Taktieren kaum kennt: „Ich geh lieber vor“. Als Hobbys gibt sie Sport, Reisen und Musik an.

Regina Halmich war zeitweise mit dem Fußballprofi Martin Driller vom „FC St. Pauli“, der später zum „1. FC Nürnberg“ wechselte, befreundet. Bei einem Kampf im Dezember 1996 kommentierte Driller das deutlich zerschundene Gesicht seiner Partnerin überraschend emotionslos: „Ich sehe das rein sportlich. In meinem Sport arbeite ich mit den Füßen, hier wird halt mit den Händen gekämpft“.

In einem Interview beschrieb sich Regina Halmich als lustig, zielstrebig und ausdauernd. Als ihre größte Stärke nannte sie ihren Ehrgeiz, als ihre größte Schwäche ihre Dickköpfigkeit. Ihr Box-Idol ist der Amerikaner Mike Tyson. Total wütend machen sie Intoleranz und Besserwisserei. Auf die Frage, mit wem sie gerne einen Tag im Leben tauschen würde, gab sie den Pop-Star Madonna an. Wolfgang Amadeus Mozart, Ghandi und Alice Schwarzer sind nach ihrer Aufffassung drei Personen, auf die die Welt nicht verzichten kann.

Anfang März 1998 erlebte die 21-jährige Boxweltmeisterin in Hamburg eine böse Überraschung: Nach sechswöchiger Vorbereitung für ihre zwölfte Titelverteidigung plauderte die als Gegnerin vorgesehene Amerikanerin Pamela Parker bei der Pressekonferenz aus, dies sei ihr erster Profibox-Fight. Sie habe bisher nur zwölf Kickbox-Kämpfe absolviert. Daraufhin verließ Regina Halmich sprachlos die Pressekonferenz und wurde der Kampf abgesagt.

Im April 1998 gewann Regina Halmich erstmals den Weltmeistertitel im Superfliegengewicht. Damit trug sie zwei Weltmeistergürtel nach WIBF-Version. Am 11. Juli 1998 verteidigte Regina den WM-Titel im Superfliegengewicht erfolgreich gegen die Italienerin Stefania Bianchina. Nach diesem 25. Erfolg ihrer Profi-Karriere wünschte sich sich, 1999 erstmals in den USA ihr Können als Boxerin beweisen zu können.

Viele harte Schläge und Treffer musste Regina Halmich bei ihrem 17. WM-Kampf im Oktober 1998 gegen die 27-jährige amerikanische Herausforderin Anissa Zamarron aus Houston einstecken. Doch nach zehn Runden glückte ihr gegen die starke Amerikanerin ein Punktsieg.

Am 28. März 1999 schlug Regina Halmich in den Kölner Sartory-Sälen vor 1300 Zuschauern ihre 27-jährige argentinische Herausforderin, Lourdes Gonzales, bereits nach 79 Sekunden mit einem rechten Magenschwinger bewusstlos. Ihre Gegnerin wurde in die stabile Seitenlage gebracht und noch im Ring an den Tropf gehängt, erst eine kreislaufstärkende Spritze half ihr wieder auf die Beine. „Das war schon eine Schrecksekunde, als sie zunächst die Augen nicht mehr aufgemacht hat“, sagte Regina.

Nach diesem Niederschlag geriet das Boxen für Frauen erneut stark in die Kritik. In Deutschland war es bis 1989 verpönt, erst seit 1994 sind weibliche Profikämpfe erlaubt.

Im Juli 2001 verteidigte Regina Halmich in Aachen zum 23. Mail erfolgreich ihren WM-Titel im Junior-Fliegengewicht. Bei ihrem Kampf gegen die Ukrainerin Alina Schaternikowa musste sie ungewöhnlich viele Treffer einstecken und kehrte nach der fünften Runde mit einem Cut unter dem rechten Auge in ihre Ecke zurück. Doch am Ende glückte ihr der 37. Sieg aus 38 Kämpfen. Nach diesem knappen und hart erkämpften Sieg erklärte sie: „Mir gehen die Gegnerinnen nicht aus, es gibt noch Herausforderungen. Ich habe noch Spaß und es rentiert sich auch“.

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Steffi Graf: Die "deutsche Tennis-Gräfin" biografien-news(cached at January 31, 2007, 1:24 am)


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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 12 - Sport" (2001) von Ernst Probst:

SteffiGraf

Deutschlands erfolgreichste Tennisspielerin ist Steffi Graf. Von 1982 bis zum Juni 1999 gewann sie insgesamt 22 Grand-Slam-Turniere: vier Mal „Australian Open“, sechs Mal „French Open“, sieben Mal Wimbledon und fünf Mal „US Open“. Sie stand 377 Wochen lang ununterbrochen an der Spitze der Weltrangliste, was vor ihr noch keine Tennisspielerin geschafft hatte. Die Amerikanerin Martina Navratilova brachte es „nur“ auf 157 Wochen.

Stefanie Maria Graf erblickte am 14. Juni 1969 als Tochter des Versicherungskaufmanns und Gebrauchtwagenhändlers Peter Graf in Mannheim-Neckarau (Baden-Württemberg) das Licht der Welt. Bereits als Dreijährige hielt sie unter Anleitung ihres Vaters erstmals einen Tennisschläger mit abgesägtem Griff in der Hand.

Die sportliche Karriere von Steffi Graf begann 1975, als sie im Alter von sechs Jahren aus dem „Zwergl-Turnier“ in München als Siegerin hervorging. Ihr erstes Profiturnier spielte sie in Stuttgart. Nachdem sie 1977 in München ein Nachwuchsturnier gewann, gab ihr Vater seinen Beruf auf, gründete in Brühl ein Tenniszentrum und widmete sich fortan der Karriere seiner Tochter.

Mit zwölf Jahren feierte Steffi Graf den ersten Sieg einer Deutschen beim „Orange Bowl“, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Zwölfjährigen in Miami (Florida). Als sie 1982 Profispielerin wurde, lag sie auf Platz 214 der Weltrangliste. 1983 drang sie bereits auf Platz 98 vor, verließ die Realschule und bekam fortan Privatunterricht. 1984 kämpfte sie sich als bis dahin jüngste Tennisspielerin bis ins Achtelfinale von Wimbledon (Großbritannien) vor und bestritt in Filderstadt (Baden-Württemberg) gegen die Schwedin Catarina Lindquist ihr erstes Grand-Prix-Finale.

1985 rückte Steffi Graf auf Platz 3 drei Weltrangliste vor. 1986 erreichte sie in Hilton Head (South Carolina) gegen die Amerikanerin Chris Evert ihren ersten Turniersieg. In jenem Jahr gelangen ihr drei weitere internationale Grand-Prix-Triumphe, darunter der sensationelle Sieg gegen die Weltranglistenerste Martina Navratilova in Berlin. Durch diese Erfolge wuchs ihre Popularität enorm, was ihr im Dezember 1986 in Deutschland den Titel „Sportlerin des Jahres“ einbrachte.

Am 17. August 1987 verdrängte Steffi Graf durch ihren Sieg beim Grand-Prix-Turnier in Los Angeles (Kalifornien) über die Amerikanerin Chris Evert die Amerikanerin Martina Navratilova vom ersten Platz auf der Weltrangliste im Damentennis. Diese Position behauptete sie bis zum 30. März 1991, als sie nach ihrer Niederlage gegen die Argentinierin Gabriela Sabatini von der Amerikanerin Monica Seles abgelöst wurde.

1988 feierte Steffi Graf ihren ersten Sieg auf dem „heiligen Rasen“ von Wimbledon, wo sie zusammen mit Gabriela Sabatini auch die Doppel-Konkurrenz gewann. Ebenfalls 1988 siegte sie bei den „Internationalen Deutschen Meisterschaften“ in Berlin, gewann die Goldmedaille bei den „Olympischen Sommerspielen“ in Seoul (Korea) im Einzel und wurde Grand-Slam-Gewinnerin. 1989 triumphierte Steffi Graf erneut in Wimbledon und siegte in 14 Turnieren.

1990 konnte Steffi Graf ihren Spitzenplatz auf der Weltrangliste erfolgreich verteidigen. Damals machte ihr Vater durch eine angeblich geheime Vaterschaft und die Zahlung von Erpressungsgeldern in Höhe von 800000 Mark an das „Playboy“-Modell Nicole Meißner unrühmliche Schlagzeilen. Während dieser Affäre stockte die Siegesserie von Steffi.

1991 nahm Steffi Graf zum dritten Mal die Trophäe in Wimbledon entgegen. Außerdem glückten ihr in diesem Jahr sechs Turniersiege. 1992 triumphierte sie zum vierten Mal in Wimbledon, erkämpfte sich bei den Olympischen Sommerspielen in Barcelona die Silbermedaille im Einzel und platzierte sich auf Platz 2 der Weltrangliste.

Nach dem Anschlag auf Monica Seles am 30. April 1993 in Hamburg rückte Steffi Graf am 7. Juni 1993 wieder auf Platz 1 der Weltrangliste vor. Im Juli 1993 gelang ihr der fünfte Sieg in Wimbledon. Sie hatte im dritten Satz schon mit 1:4 gegen die Tschechin, Jana Novotna, zurückgelegen, dann aber noch einen Sieg geschafft.

1995 siegte Steffi Graf bei den „French Open“ und Wimbledon gegen die Spanierin Arantxa Sanchez und bei den „US Open“ gegen Monica Seles. Im Semifinale von Wimbledon war ihr der 750. Matchsieg ihrer Laufbahn geglückt. Zusammen mit dem Erfolg bei den „US Open“ hatte sie als erste Frau überhaupt vier Mal alle Grand-Slam-Titel geholt.

Trotz dieser glänzenden sportlichen Erfolge wurde 1995 für Steffi Graf eines der bittersten Jahre ihres Lebens. Damals überschattete der „Steuerfall Graf“ monatelang ihre Triumphe. Die Mannheimer Staatsanwaltschaft leitete gegen Steffi und ihren Vater ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung ein. Im August 1995 musste Peter Graf wegen Verdunklungs- und Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Die Anklagebehörde stellte fest, dass Steffis Vater rund 42 Millionen Mark am Finanzamt vorbei ins Ausland geschafft und 19,6 Millionen Mark Steuern nicht bezahlt hatte.

1996 gewann Steffi Graf – ungeachtet ihrer Rückenprobleme und Knieschmerzen – bei sieben von elf Turnieren. Im Juni jenes Jahres überflügelte sie bei den „French Open“ in Paris mit ihrem 19. Grand-Slam-Sieg gegen Arantxa Sanchez in der ewigen Bestenliste Martina Navratilova und Chris Evert, feierte ihren siebten Wimbledon-Sieg und ihren hundertsten Turniersieg und bezwang beim „WTA-Masters-Turnier“ die Schweizerin Martina Hingis.

Mitte April 1997 wurde gegen Peter Graf Anklage erhoben, jedoch das Verfahren gegen seine Tochter eingestellt. Im November 1997 setzte man Steffis Vater nach 13-monatiger Untersuchungshaft gegen strenge Auflagen und eine Kaution von fünf Millionen Mark auf freien Fuß. Im Januar 1997 wurde Peter Graf zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Nach dem verlorenen Viertelfinale der „French open“ in Paris gegen die Südafrikanerin Amanda Coetzer am 3. Juni 1997 musste Steffi Graf wegen einer Knieoperation acht Monate lang pausieren. Am 18. Februar 1998 feierte sie im Hallenturnier von Hannover ihr Comeback. Dort besiegte sie in 64 Minuten im Einzel die „Deutsche Meisterin“ Andrea Glass mit 6:4 und 6:2.

Die Einzigartigkeit der Sportlerin Steffi Graf spiegelt sich auch ihren zahlreichen Auszeichnungen wider. Zwischen 1986 und 1999 wurde sie fünf Mal Deutschlands „Sportlerin des Jahres“. 1988 erhielt sie die Ehrenbürgerwürde ihres Geburtsortes Brühl und 1989 die „Goldene Kamera“. 1995 wählte man sie zur „Weltsportlerin des Jahres“ und ehrte sie als „Weltmeisterin 1995“. Laut einer Umfrage der Hamburger Zeitschrift „Hörzu“ war sie 1996 Deutschlands angesehenste Frau.

Unter den Top-Ten der Tennis-Damen, die das meiste Preisgeld verdienten, nahm Steffi Graf Ende August 1997 mit 20076565 US-Dollar hinter Martina Navratilova den zweiten Platz ein. Ihre Gesamteinnahmen wurden im Herbst 1995 mit 177,4 Millionen Mark angegeben.

Steffi Graf war eine Zeitlang mit dem früheren Formel–3-Rennfahrer Michael Bartels befreundet. Die „Tennis-Gräfin“ hört gerne Rockmusik, fotografiert und sammelt Kunstwerke. 1995 präsentierte sie eine nach ihre bezeichnete Modekollektion, die jedoch nie auf den Markt kam. Im August 1996 gründete sie die „Steffi Graf Sport GmbH“.

Am 5. Juni 1999 feierte Steffi Graf den größten Triumph ihrer sportlichen Karriere: Die 29-jährige Deutsche besiegte im Finale der „French Open“ in Paris die 18 Jahre alte Schweizer Weltranglisten-Erste Martina Hingis 4:6, 7:5, 6:2. Sie gewann damit zum sechsten Mal die „French Open“ und erkämpfte den 22. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. „Dies ist der unglaublichste Moment meines Lebens. Ich kann nicht glauben, was ich geschafft habe“, jubelte Steffi.

Vier Wochen nach ihrem Triumph in Paris verpasste Steffi Graf am 4. Juli 1999 in ihrem 100. Rasenmatch den achten Sieg bei den „All England Championsships“ in Wimbledon: Die 30-jährige deutsche „Tennis-Queen“ verlor gegen die 23 Jahre alte amerikanische Final-Debütantin, Lindsay Davenport, in 76 Minuten mit 6:4, 7:5. Danach sagte sie bewegt: „Ich werde hierhier nicht mehr als Spielerin zurückkehren.“ Nach Wimbledon verlor sie die Freude und den Spaß am Tennis, ein komisches Gefühl, das sie nicht kannte.

Am 13. August 1999 beendete die erfolgreichste Spielerin aller Zeiten ihre Tenniskarriere. Mit leiser Stimme und zitternden Händen erklärte sie bei einer Pressekonferenz in ihrem Wohnort Heidelberg ihren sofortigen Rücktritt vom Tennissport. Danach wirkte sie gelöst und erklärte: „Es ist eine Erleichterung!“

Ende Oktober 2001 heiratete Steffi Graf heimlich auf dem Standesamt Las Vegas den amerikanischen Tennisspieler Andre Agassi. Die beiden waren seit 1999 ein Traumpaar. Am 3. November 2001 um 3.30 Uhr Ortszeit brachte die frühere Tenniskönigin im Valley Hospital in Las Vegas – vermutlich drei bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin – ihren 2600 Gramm schweren und 50 Zentimeter großen Sohn Jaden Gil zur Welt.

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biografien-news an vielen Tag ein A-Blog biografien-news(cached at January 30, 2007, 6:42 am)

A-Blogger

Wiesbaden (biografien-news) - Der Januar 2007 war ein sehr guter Monat für das Weblog "biografien-news". An vielen Tagen waren die Besucherzahlen dieses Blogs vierstellig und lagen merklich über 1000, was als Kriterium für ein so genanntes A-Blog gilt.

"biografien-news" veröffentlicht Biografien berühmter Leute in Wort und Bild sowie zunehmend auch mit Ton und Videoclip. Besonders stark vertreten sind Biografien berühmter Frauen aus aller Welt.

Die Frauenbiografien stammen fast ausnahmslos aus der 14-bändigen Taschenbuchreihe "Superfrauen" des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Vorgestellt werden "Superfrauen" aus den Bereiohen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik, Medien und Astrologie.

Alle 14 Titel der Taschenbuchreihe "Superfrauen" sind auf der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" enthalten. Diese ist zum Preis von 18 Euro erhältlich im "Buch-Shop Mainz" unter der Adrese www.buch-shop-mainz.de oder bei "Amnazon" unter www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&n=301928

Im Weblog "biografien-news" ist der erste Titel der Taschenbuchreihe, nämlich "Superfrauen 1 - Geschichte", als PDF-Datei veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Biografien von Herrscherinnen, Heldinnen, Heiligen und Huren. Das Buch kann unter der Adresse http://www.blog.de/admin/b2browse.php?blog=16192&tag=superfrauen%201%20-%20geschichte%20im%20internet%20lesbar kostenlos im Internet gelesen oder ausgedruckt werden.


t" von Youtube
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Wiesbaden (biografien-news) - Spannende Biografien berühmter Fliegerinnen aus aller Welt kann man jetzt kostenlos im Internet lesen. Unter der Adresse http://biografien-news.blog.de/2007/01/27/buch_koniginnen_der_lufte_im_internet_le~1632428 wird der komplette Inhalt des Taschenbuches "Königinnen der Lüfte" des Wiesbadener Autors Ernst Probst als PDF-Datei präsentiert.

Luefte

Ein Klick auf das PDF-Symbol im Weblog und ein weiterer auf "Dokument öffnen", dann dauert es nicht mehr lange, bis man die 104 Seiten des inzwischen vergriffenen kleinen, aber feinen Taschenbuches lesen oder ausdrucken kann.

Die Biografien reichen von Jacqueline Auriol (erste Frau, die die Schallmauer durchbrach) bis zu Sabine Trube (eine der ersten deutschen Kommandatinnen eines großen Düsenverkehrsflugzeuges). Natürlich fehlen auch Elly Beinhorn, Amelia Earhart, Hanna Reitsch und die Kosmonautin Valentina Tereschkova nicht.

Ernst Probst hat mehr als 25 Bücher veröffentlicht, darunter eine vielbändige Taschenbuchreihe mit Biografien berühmter Frauen, die auf der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" komplett enthalten ist. Bestellungen bei: www.buch-shop-mainz.de

Das Taschenbuch "Königinnen der Lüfte" ist nicht mehr im Buchhandel erhältlich, weil der Verlag Ernst Probst aus Altersgründen des Inhabers geschlossen hat. Vielleicht findet sich aber ein anderer Verlag, der diesen beliebten Titel in sein Programm aufnimmt.

Aus dem Inhalt von "Königinnen der Lüfte":

Jacqueline Auriol
Sie durchbrach als erste Frau die Schallmauer

Maryse Bastié
Die Fliegerin, die acht Weltrekorde brach

Elly Beinhorn
Deutschlands Meisterfliegerin

Madeleine Sophie Blanchard
Die erste professionelle Luftschifferin

Jacqueline Cochran
Die "schnellste Frau der Welt"

Amelia Earhart
Die erste Frau, die zwei Mal über den Atlantik flog

Rita Maiburg
Der erste weibliche Linienflugkapitän

Christa McAuliffe
Die amerikanische Nationalheldin

Vicki van Meter
Die jüngste Fliegerin der Welt

Hanna Reitsch
Die Pilotin der Weltklasse

Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg
Heldin mit Gewissenskonflikten

Valentina Tereschkova
Die erste Frau im Kosmos

Sabine Trube
Die deutsche Düsenjet-Kommendantin

Weitere "Königinnen der Lüfte"
Von Florence "Pancho" Barnes bis Kathy Thornton

Meilensteine in der Geschichte des Verkehrswesens

Biografien von Fliegerinnen im Internet


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on E! News - July 18, 2006" von Youtube

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film und Theater" und "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

JuliaRoberts

Zum Sexsymbol der 1990-er Jahre avancierte die amerikanische Schauspielerin Julia Roberts. Der rothaarigen Schönheit glückte 1990 als „Nutte mit Herz“ an der Seite von Richard Gere in dem Film „Pretty Woman“ ein Riesenerfolg, mit dem sie über Nacht zum Weltstar aufstieg.

Julia Roberts wurde am 28. Oktober 1967 als Tochter des Staubsaugervertreters Walter Roberts und der Kirchenangestellten Betty Roberts in Smyrna bei Atlanta (Georgia) geboren. Ihre Eltern spielten zuhause mit ihren drei Kindern oft Theater, wodurch früh deren Interesse an der Schauspielerei erwachte. 1971 ließen sich die Eltern scheiden, 1976 starb der Vater.

Julia Roberts besuchte in ihrem Geburtsort die „Cambell High School“, die sie 1985 nach erfolgreichem Abschluss verließ. Bald danach ging sie nach New York, wo ihr Bruder Eric Roberts lebte, der bereits die Filme „Coca-Cola-Cid“, „Runnaway Train“ und „Ambulance“ gedreht hatte. Bei ihm nahm Julia Schauspielunterricht und betätigte sich nebenbei als Fotomodell. Auch Julias ältere Schwester Lisa wandte sich der Schauspielerei zu.

Nach unbedeutenden Nebenrollen hatte Julia Roberts in dem Horrorfilm „Blood Red“ (1986) einen größeren Auftritt, doch dieser Streifen wurde kaum beachtet und kam nie in die Kinos. Danach machte sie als widerborstige Kellnerin Daisy in der romantischen Liebeskomödie „Mystic Pizza“ (1988) erstmals auf sich aufmerksam.

Den künstlerischen Durchbruch schaffte Julia Roberts in dem Film „Steel Magnolias“ („Magnolien aus Stahl – die Stärke der Frauen“, 1989), in dem sie neben Stars wie Shirley MacLaine und Sally Field vor der Kamera stand. Ihre Rolle der zuckerkranken Shelby wurde mit dem „Golden Globe“ als beste Schauspielerin belohnt und sogar für den „Oscar“ nominiert.

Einen weiteren „Golden Globe“ und erneut eine „Oscar“-Nominierung verdiente sich Julia Roberts mit „Pretty Woman“ (1990). Dabei spielte sie die temperamentvolle Prostituierte Vivian, die von einem reichen Freier für eine Woche engagiert wurde, um ihn auf gesellschaftlichen Ereignissen zu begleiten. Zuletzt verliebte sich das ungleiche Paar ineinander.

In dem Thriller „Sleeping with the Enemy“ („Der Feind in meinem Bett“, 1991) festigte Julia Roberts ihren Ruf als Superstar. Sie mimte überzeugend das Opfer eines psychopathischen Ehemanns, das durch einen vorgetäuschten Unfalltod fliehen kann und sich ein neues Leben aufbaut. Später wird sie von ihrem Peiniger entdeckt und liefert sich mit ihm einen dramatischen Kampf um Leben und Tod.

Es folgten die Streifen „Dying Young“ („Entscheidung aus Liebe“, 1991) und Steven Spielbergs „Hook“ (1991). Bei den Dreharbeiten zu letzterem Film soll Julia Roberts, die als sehr dünnhäutige, sensible Schauspielerin gilt, extrem schwierig gewesen sein. 1992 ließ sie wenige Stunden vor der Trauungszeremonie ihre geplante Hochzeit mit dem Schauspieler Kiefer Sutherland platzen.

Nach einer schöpferischen Pause glänzte Julia Roberts als Jurastudentin in dem Film „The Pelican Brief“ („Die Akte“, 1993) nach dem Buch von John Grisham. 1993 stand sie wieder an der Spitze der weiblichen Hollywood-Stars. Ihr Marktwert stand damals auf acht Millionen US-Dollar pro Film.

1993 heiratete Julia Roberts den zehn Jahre älteren Rockmusiker und Schauspieler Lyle Lovett. Ihn hatte sie bei den Dreharbeiten zu dem Film „The Player“ kennengelernt. Danach sah man sie in den Filmen „I Love Trouble“ („Nichts als Ärger“) und „Tracks“ (beide 1994). Im Mai 1995 reiste sie als Sonderbotschafterin des „United Nations International Children’s Emergency Fund“ (UNICEF), des Kinderhilfsfonds der Vereinten Nationen, nach Haiti, um die Menschen in den reichen Ländern auf das traurige Los der Kinder und Mütter auf der karibischen Insel aufmerksam zu machen. 1995 zerbrach auch ihre Ehe.

1997 wechselte Julia Roberts von Los Angeles nach New York und gründete dort eine eigene Produktionsfirma. Im selben Jahr trat sie zusammen mit Mel Gibson in dem erfolgreichen Thriller „Conspiracy Theory“ („Fletchers Visionen“) auf. Sie spielte eine Staatsanwältin, die den wirren Verschwörungstheorien des Taxifahrers Jerry Fletcher nicht glaubte, bis auf diesen ein Anschlag verübt wurde.

Ein weiterer Erfolg gelang Julia Roberts in „My Best Friend’s Wedding“ („Die Hochzeit meines besten Freundes“, 1997). Darin versuchte sie als Julianne, mit allerlei Tricks die Hochzeit ihres besten Freundes zu verhindern. Diesen Film sah auch die amerikanische „First Lady“ Hillary Clinton, die hinterher befürchtete, Jody könnte das Rauchen noch beliebter machen, weil sie in dem Streifen unentwegt paffte.

Danach sah man Julia Roberts in „Runaway Bride“ (1999), „Seite an Seite“ (1999) und „Notting Hill“ (1999) auf der Leinwand. In dem Rührstück „Seite an Seite“ spielte sie glänzend die Werbefotografin Isabel, die hartnäckig um die Liebe ihrer rebellischen Stiefkinder kämpft und schließlich beim nahenden Krebstod ihrer früheren Rivalin zu deren Freundin wird.

Seit 1998 ist Julia mit dem Schauspieler Benjamin Bratt befreundet. Über ihn sagte sie in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ er sehe verdammt gut aus, aber seine Schönheit sei nichts im Vergleich mit seiner Herzenswärme. Etwas Besseres könne sich ein Mädchen wirklich nicht wünschen.

Anfang März 1999 berichtete die amerikanische Zeitschrift „Hollywood Reporter“, Julia Roberts erhalte für ihre Rolle in dem Film „Erin Brockovich“ als erste Frau 20 Millionen US-Dollar. In dem auf Tatsachen beruhenden Drama spielte sie eine Sekretärin, die einen Umweltskandal aufdeckt, damit vor Gericht zieht und die größte Klage gewinnt, die je in den USA verhandelt wurde.

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Bestellungen des Taschenbuches "Superfrauen 7 - Film und Theater" oder der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei:
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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

NikideSaint-Phalle

Eine der bedeutendsten Bildhauerinnen, Malerinnen und Objektkünstlerinnen Frankreichs war Niki de Saint-Phalle (1930–2002), eigentlich Catherine Marie-Agnes Fal de Saint-Phalle. Ihre voluminösen Riesenweiber aus Gips, Polyester und Drahtgeflecht – sogenannte „Nanas“ – eroberten als Vorboten eines neuen Matriarchats internationale Museen und öffentliche Plätze. Mit den „Nanas“ schuf sie ein unverwechselbares Markenzeichen.

Catherine Marie-Agnes Fal de Saint-Phalle kam am 29. Oktober 1930 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich) als zweites von fünf Kindern des Grafen Andre Marie-Fal de Saint-Phalle und seiner Frau Jeanne Jacqueline, geborene Harper, zur Welt 1933 zog ihre Familie nach New York, wo ihr Vater als Investment-Banker arbeitete und 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft erlangte. Niki erfuhr von der Mutter keine Zärtlichkeit. Ihr Vater missbrauchte sie als Elfjährige sexuell. Später besuchte das Mädchen die Schule der Sacré-Cœur-Schwes-tern.

Im Alter von 18 Jahren heiratete Niki de Saint-Phalle in New York unstandesgemäß den amerikanischen Marinesoldaten und später erfolgreichen Schriftsteller Harry Mathews. 1951 brachte sie ihre Tochter Laura zur Welt. Bereits mit 21 suchte Niki wegen ihrer Neurosen und eines Nervenzusammenbruchs einen Psychotherapeuten auf, der ihr zur Selbstverwirklichung mit Hilfe der Kunst riet. 1952 zog sie mit ihrem Mann zu einem eingehenden Studium von Kathedralen und Museen nach Spanien. 1955 wurde der Sohn Philippe geboren. 1960 kam es zur Scheidung.

1956 hatte Niki de Saint-Phalle in St. Gallen (Schweiz) ihre erste Einzelausstellung eigener Arbeiten mit Gipsreliefs und Material-Assemblagen. Berühmt wurde sie durch ihre „Tir“-Malerei, die sie erstmals 1961 in der „Galerie J“ in Paris auf den Stand brachte. Damals war die Periode ihrer Collagen und „Schießbilder“.

Bei den „Schießbildern“ handelte es sich um in Gips modellierte Bilder, in die Farbbeutel eingeschlossen waren. Bei Vernissagen zerschossen die Künstlerin und ihre Besucher mit einem 22-Millimeter-Karabiner die Beutel, damit sich die verschiedenartigsten bunten Farbströme durch die „Wunden“ über den bleichen Gips ergossen. Hierzu sagte Niki: „Ich schoss gegen Daddy, gegen alle Männer, gegen mich selbst.“

Zu Beginn der 1960-er Jahre beschoss Niki de Saint-Phalle die „Weiße Hexe“ und die „Rote Hexe“. 1963 entstand in Los Angeles (Kalifornien) das szenische Relieftableau „King Kong“, das die Künstlerin selbst als eine ihrer wichtigsten Schöpfungen bezeichnete. Ein weiteres wichtiges Werk entstand 1963/1964 unter dem Titel „Sappho unter einem Baum träumend“.

Während der 1960-er Jahre reiste Niki de Saint-Phalle von Ausstellung zu Ausstellung. 1961 war sie mit dem Schweizer Künstler Jean Tingely (1925–1991) bei einer „Hommage à Dali“ in „Figueras“ (Spanien) und bei „Brinkley Television Show“ in New York, 1962 mit dem „Dynamischen Labyrinth“ im Stedelijk-Museum in Amsterdam, das Schießübungen auf Farbbeutel veranstaltete, 1963 bei Einzelausstellungen in Brüssel und Genf, 1965 und 1966 in New York.

In Zusammenarbeit mit Jean Tinguely und Martial Raysee schuf Niki de Saint-Phalle Dekorationen und Kostüme für das Ballett „L’Eloge de la Folie“ von Roland Petit, das im Frühjahr 1966 in Paris und London uraufgeführt wurde. Ab 1964 machte sie vor allem mit unförmig-erotischen Plastik-Matronen von sich reden. Solche „Nanas“ zeigte sie 1965 erstmals in Iolas in Paris und in New York („Nana Power“).

Als das phantastischste Unternehmen ihres Lebens empfand Niki de Saint-Phalle die liegende Figur einer fülligen Riesendame von 29 Meter Länge namens „Hon“ (schwedisch: „Sie“). Dieses Kunstwerk schuf sie zusammen mit Jean Tinguely und Olov Ultvedt für die große Halle des „Moderna Muset“ in Stockholm. Jene Stockholmer „Nana“ von 1966, die täglich rund 2000 Besucher durch ihre geöffneten Pappmachéschenkel und ihr Vaginaltor in ihr mit Bar, Kino und Bücherei ausgestattetes Inneres einließ, machte Niki de Saint-Phalle weltberühmt. Ab 1966 formte sie ihre „Nanas“ aus Polyester, um ihnen noch größere Dimensionen verleihen zu können.

1966 wurde Niki de Saint-Phalle durch ihre Entwürfe von Kostümen und Dekorationen für das Stück „Lysistrata“ des griechischen Dichters Ariostophanes (vor 445–um 385 v. Chr.) im Staatstheater von Kassel zur Schriftstellerei angeregt. Zusammen mit Rainer von Diez verfasste sie das Theaterstück „vive moi“ („Ich“), das anlässlich der „documenta“ im Juni 1968 in Kassel uraufgeführt wurde.

Mit dem Dokumentarfilmer Peter Whitehead drehte Niki de Saint-Phalle 1968 den Streifen „Daddy“, den sie als „Attacke auf die Macht des Mannes, der die Frauen unterdrücken will“ bezeichnete. In den späten 1960-er Jahren verkündete sie, für sie sei die Frau Urmutter, Element, Symbol für Glück und Freiheit. Sie sei größer als der Mann, deshalb mache sie sie größer. Die Zukunft gehöre dem Matriarchat.

Niki de Saint-Phalle und Jean Tinguely heirateten 1971 in Frankreich. 1975 schrieb die Künstlerin das Drehbuch für den Streifen „Camélia et la Dragon“ („Un Reve plus long que la nuit“) und führte auch das Drehbuch.

Angeregt durch das Tarotspiel begann Niki de Saint-Phalle 1979 in der Toskana damit, einen Tarotgarten zu errichten, in dem bis 1995 insgesamt 22 riesige kurvige Phantasiegeschöpfe in grell-bunten Farben entstanden. Das 110 Kilometer von Rom entfernte Grundstück für den Tarotgarten hatte ihr Fiat-Chef Gianni Agnelli geschenkt.

Im November 1987 wurde in der Reihe „Kulturwelt“ der „Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands“ (ARD) ein Selbstporträt der Künstlerin gezeigt. Mit 65 Jahren gestand Niki de Saint-Phalle ihrer Tochter, der Schauspielerin Laura Duke-Condominas, in einem offenen Brief, dass sie als Kind von ihrem Vater missbraucht wurde. Aus der militanten Atheistin ist eine gläubige Christin geworden, die an eine überirdische Kraft und an Schicksal glaubt. „Tote sterben nicht“, meint sie. Sie stehe oft in Verbindung mit ihrem verstorbenen zweiten Gatten, Jean Tinguely.

Der Regisseur Peter Schamoni widmete der mit ihm schon lange befreundeten Künstlerin den Film „Niki de Saint-Phalle“ (1995). Darin erzählt sie in Interviews von ihrem Leben, ihrer eigenwilligen Arbeit und Jean Tinguely.

1994 zog Niki de Saint-Phalle auf ärztlichen Rat in ein Land mit milderem Klima, nämlich nach Kalifornien. Ihre Gesundheit war durch gefährliche Polyesterdämpfe, denen sie sich seit vielen Jahren ausgesetzt hatte, sehr angegriffen. Am 22. Mai 2002 starb sie im Alter von 71 Jahren in San Diego (Kalifornien) an einem Lungenemphysem.

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Margret Thatcher: Englands "Eiserne Lady" biografien-news(cached at January 27, 2007, 2:02 am)


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Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

MargretThatcher

Europas erste weibliche Regierungschefin wurde die britische Politikerin Margret Thatcher, geborene Roberts. Die konservative Premierministerin regierte elf Jahre lang von 1979 bis 1990 in Großbritannien – merklich länger als jeder andere englische Premier des 20. Jahrhunderts. Wegen ihrer unnachgiebigen Haltung in vielen politischen Fragen haben die Russen sie als „Eiserne Lady“ bezeichnet.

Margret Hilda Roberts erblickte am 13. Oktober 1925 als Tochter des Kolonialwarenhändlers Alfred Roberts in Grantham (Grafschaft Lincolnshire) das Licht der Welt. Ihr Vater galt in Grantham als wichtige Persönlichkeit: Er war nicht nur Kolonialwarenhändler, sondern auch Bürgermeister und methodistischer Laienprediger. Die Mutter hatte den Beruf der Hausschneiderin erlernt.

Nach dem Besuch der Grundschule in Kevesten und der Mädchenoberschule in Grantham studierte Margret Roberts mit einem Stipendium Chemie am „Somerville College“ in Oxford, wo sie die akademischen Grade „Master of Arts“ und „Bachelor of Science“ erwarb. 1946 war sie in Oxford Präsidentin der „Konservativen Vereinigung der Studenten“. Anfang der 1950-er Jahre studierte sie auch Jura.

Von 1947 bis 1951 arbeitete Margret Roberts als Chemikerin in der Forschungsabteilung einer Industriefirma. Während ihrer Freizeit bereitete sie sich auch auf ein juristisches Examen vor. 1954 wurde sie am Lincoln’s Inn als Rechtsanwältin zugelassen und spezialisierte sich auf Steuerrecht. 1950 und 1951 unternahm sie zwei vergebliche Versuche, als Abgeordnete der „Konservativen Partei“ für Dartford in das Unterhaus zu gelangen.

1951 heiratete Margret Roberts den ehemaligen Major bei der königlichen Artillerie sowie Eigentümer und Manager einer Farbenfabrik, Denis Thatcher. Aus der Ehe gingen die 1953 geborenen Zwillinge Carol und Mark hervor. Denis Thatcher verkaufte 1975 sein Unternehmen und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Finanzdirektor der Ölgesellschaft „Burmah Oil“.

1959 erkämpfte Margret Thatcher als Mitglied der „Konservativen Partei“ im Nordlondoner Wahlkreis Finchley ein Mandat im Unterhaus. Im Oktober 1961 trat sie als parlamentarische Sekretärin im Renten- und Versicherungsministerium in die konservative Regierung von Harold Macmillan (1894–1986) ein und hatte diese Position bis zum Wahlsieg der „Labour Party“ im Okober 1964 und dem Rücktritt des Kabinetts von Alexander Frederick (Alec) Douglas-Home inne. Zwischen 1964 und 1970, als die Konservativen („Tories“) in der Opposition waren, fungierte sie als Sprecherin ihrer Partei im Unterhaus.

1967 gehörte Margret Thatcher dem Schattenkabinett von Edward Heath an. Anfangs war sie für Transportfragen, ab Oktober 1969 für Erziehung zuständig. Nach dem sensationellen Wahlsieg der „Konservativen Partei“ unter der Führung von Heath im Juni 1970 betraute man Margret Roberts mit dem Ministerium für Erziehung und Kultur. Damals war sie die einzige Frau im Kabinett und die zweite, die bis dahin unter den „Tories“ als Ministerin wirkte.

Margret Thatcher wurde nach den Parlamentswahlen vom 28. Februar 1974 erneut Mitglied des Schattenkabinetts. Zunächst betätigte sie sich als umweltpolitische und später als finanzpolitische Sprecherin der Konservativen. Ab 11. Februar 1975 führte sie die konservative Opposition an und stieg im selben Monat zur Parteichefin auf. Letzteres Amt bekleidete sie bis 1990.

Wegen unpopulärer Streiks Anfang 1979 trat am 28. März 1979 die Labour-Regierung unter James Callaghan zurück. Bei den Neuwahlen am 3. Mai 1979 erreichten die Konservativen mit 43,9 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit und erhielten 339 von 635 Mandaten im Unterhaus. Nach diesem Wahlerfolg stieg Margret Thatcher zum ersten weiblichen Premierminister Großbritanniens auf.

Der französische Präsident François Mitterrand (1916–1995) beschrieb die neue Premierministerin mit den Worten: „Sie hat die Lippen von Marilyn Monroe und die Augen von Caligula“. Viele Briten nannten sie „Mrs T.“, was meistens liebevoll, gelegentlich aber auch mit Abscheu und mit einer gewissen Furcht gepaart war.

Margret Thatcher selbst sagte über sich: „Die Lady dreht sich nicht nach dem Wind“. Sie vertraute auf Selbsthilfe, persönliche Moral, niedrige Steuern, einen freien Markt, die Unternehmer und den Individualismus. Dagegen lehnte sie Mittelmaß, Sozialklempner, staatliche Industrie, Abhängigkeit vom Wohlfahrtsstaat, Gewerkschaftsmacht und besonders die Wets ab, die an Konsenspolitik und Kompromisse aus der Heath-Ära glaubten.

Die entschlossene Haltung der „Eisernen Lady“ in der Wirtschaftspolitik und im Falklandkrieg von 1982 gegen Argentinien bescherten den Konservativen bei den Unterhauswahlen im Juni 1983 den größten Erfolg seit den 1930-er Jahren. Die „Tories“ gewannen damals 397 Mandate, während sich die „Labour Party“ mit 209 und die Allianz mit 23 begnügen mussten.

Am 11. Oktober 1984 entging Margret Thatcher im britischen Seebad Brighton unverletzt einem Bombenanschlag der nordirischen Terrororganisation „Irisch Republikanische Armee“ (IRA), bei dem vier Menschen getötet und 32 verletzt wurden. Anfang 1985 erreichte sie durch unnachgiebige Härte den ergebnislosen Abbruch des zwölf Monate lang militant geführten Zechenstreiks, der etwa drei Milliarden Pfund kostete und das Rückgrat der Gewerkschaftsbewegung brach.

Nach vorzeitigen Unterhauswahlen am 11. Juni 1987, bei denen die Konservativen mit 42,3 Prozent der Stimmen ihren dritten Sieg in Folge feierten, begann die dritte Amtszeit Margret Thatchers als Premierministerin. Der Rückfall in die Inflation, extrem hohe Leitzinsen und stetiger Abbau sozialer Leistungen machten die Regierung Thatcher bald so unpopulär, dass die Konservativen bei den Europawahlen am 15. Juni 1989 von der „Labour Party“ überflügelt wurden.

Am 22. November 1990 trat Margret Thatcher als Vorsitzende der Konservativen zurück, nachdem sie zwei Tage zuvor nicht genügend Stimmen für ihre Wiederwahl in dieses Amt erhalten hatte. Ihr Nachfolger wurde am 27. November 1990 Schatzkanzler John Mayor. Im Juni 1991 verzichtete sie auch auf einen Parlamentssitz bei den nächsten Unterhauswahlen von 1992.

Im August 1991 wurde Margret Thatcher Kanzler der University of Buckingham. Im Juni 1992 verlieh man ihr den Adelstitel „Baroness of Kevesten“, durch den sie einen Sitz im Oberhaus („House of Lords“) erhielt. Ihr Mann ist bereits 1990 zum Sir geadelt worden.

Margret Thatchers Tochter Carol ergriff nach dem Jurastudium den Journalistenberuf. Der Sohn Mark wurde nach wirtschaftlicher Ausbildung 1978 Rennfahrer, gründete 1979 die „Monteagle Marketing Ltd.“, die vor allem Luxuslimousinen exportierte, stieg im März 1984 zum Direktor einer Niederlassung der britischen Lotus-Automobilwerke in Dallas (Texas) auf und heiratete im Februar 1987 die texanische Millionärstochter Diana Burgdorf.

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Video "Diana Vreeland on Madame du Pompadour" von Youtube

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

Eine der einflussreichsten Mätressen des französischen Königs Ludwig XV. (1710–1774) ist die Marquise de Pompadour (1721–1764), geborene Jeanne Antoinette Poisson, gewesen. Anders als ihre um 22 Jahre jüngere Nachfolgerin Gräfin Dubarry (1743–1793) interessierte sich Madame de Pompadour für politische Fragen. Sie ernannte und stürzte Minister und verschaffte ihren Verwandten die besten Posten bei Hofe.

Jeanne Antoinette Poisson kam am 29. Dezember 1721 in Paris zur Welt. Ihr Vater François war Getreidehändler, ihre Mutter Louise Madeleine eine geborene de la Motte. Der Vater beging bei Lebensmittellieferungen für den Staat Unterschlagungen, musste deswegen fliehen und ließ seine Familie schutzlos zurück. Die Mutter dressierte ihre Tochter bereits als Kind frühzeitig als „Bissen für den König“. Eine Wahrsagerin prophezeite Antoinette schon als Neunjähriger, sie werde die Mätresse des Königs.

Um die Kleine kümmerte sich danach der Liebhaber der Mutter, Monsieur Lenormand de Tournehem. Er sorgte für die sorgfältige Erziehung des auffallend klugen Mädchens und gab 1741 die mittlerweile 19-Jährige seinem Neffen, dem Unterfinanzpächter Charles Guillaume Le Normant, Seigneur d’Étioles (gest. 1790), zur Frau. Die Heirat mit einem Adligen verschaffte ihr den Zugang zum Königshof.

Madame d’Étioles träumte davon, die Geliebte König Ludwigs XV. zu werden. Der Weg für sie in das Bett des Herrschers wurde frei, nachdem am 8. Dezember 1744 Marie-Anne de Mailly-Nesle, Herzogin von Chateauroux (1717–1744), an Bauchfellentzündung starb, die seit 1742 offizielle Mätresse des genusssüchtigen Königs von Frankreich war. Vor dieser Geliebten hatten ihre Schwestern Louise-Julie (1710–1751) – Mätresse von 1737 bis 1739) – und Pauline-Félicité (1712–1741) – Mätresse von 1739 bis 1741) den König verwöhnt.

Jeanne Antoinette d’Étioles fuhr bei Jagden des Königs wie ein Phantom in himmelblauer Kleidung im rosafarbenen Wagen oder in rosafarbener Garderobe im himmelblauen Wagen vorüber. Auf einem Maskenfest im Februar 1745 erregte sie durch graziöses Tanzen und ihre biegsame Gestalt die Aufmerksamkeit des Herrschers. Als sie ihr Taschentuch fallen ließ, ein wenig die Maske hob und entfloh, folgte ihr der König und warf ihr das Tuch zu.

Erste Zusammenkünfte mit Ludwig XV. fanden noch geheim statt. Doch bald konnte die Favoritin durchsetzen, dass ihr der König eine Wohnung im Schloss Versailles einrichten ließ. Die Pompadour war die erste bürgerliche Geliebte von Ludwig XV., was ihr der Adel und das Volk vorwarfen. Doch sie verstand es, im Laufe der Zeit ihren Einfluss zu mehren und sich zur ungekrönten Königin Frankreichs, Patronin des Luxus, der Kunst, der Wissenschaft und der Literatur zu entwickeln.

Als Palastdame der Königin Maria Lesczynska (1703–1768), deren Vater Stanislaus I. Leszcynski (1677–1766) von 1704 bis 1709 und von 1733 bis 1736 König von Polen war, gewann die Pompadour deren Freundschaft und gab ihr sogar Ratschläge, wie sie den König in unbelauschten Stunden zu behandeln habe. Dagegen hatte sich die vorherige Geliebte Ludwigs XV., die Herzogin von Chateauroux, gegenüber der Gemahlin des Königs ungemein bösartig verhalten.

Im Juni 1754 trennte sich Jeanne Antoinette d’Etioles offiziell von ihrem ersten Mann Charles Guillaume Le Normant, Seigneur d’Etioles. Aus der Ehe mit ihm war die von ihr sehr geliebte Tochter Alexandrine d’Étioles (gest. 1754) hervorgegangen. Noch 1745 erhielt die Mätresse den Titel „Marquise de Pompadour“.

Um den König zu unterhalten, musste die Pompadour sich täglich etwas Neues einfallen lassen und ihn in Bewegung halten. Sie fuhr mit ihm von einem Schloss zum anderen, sorgte für seine Zerstreuung und erzählte ihm bei Schlaflosigkeit spannende Geschichten. Als ihre Kräfte erlahmten, führte sie den König in den „Hirschpark“ zu versteckten Dépendancen, wo junge Mädchen ihn als angeblich reichen Polen erwarteten.

Die Pompadour ließ während ihrer fast 20 Jahre dauernden Liaison mit dem König Staatsämter nach Möglichkeit durch ihre Angehörigen besetzen. Außerdem förderte sie Künstler wie den Dramatiker Prosper Jolyot de Crébillon der Ältere (1674–1762), Literaten wie Voltaire (1694–1778) sowie Wissenschaftler wie den Naturforscher Georges Louis Leclerc Graf von Buffon (1707–1788) und den Mathematiker Pierre Louis Moreau Maupertius (1698–1759).

In der Bibliothek der Pompadour standen Werke über die Regierungskunst, Geschichte, Philosophie, Naturwissenschaften und das öffentliche Recht. Sie lernte das Radieren und Steinschneiden, eröffnete Gemäldeausstellungen, führte einen umfangreichen Briefwechsel und druckte eigenhändig eine Tragödie des Dramatikers Pierre Corneille (1606–1684). Unter ihrer Ägide blühte das Kunsthandwerk, wobei sie zugleich Muse und Mäzenin war und einen sicheren Geschmack besaß.

Auf die Initiative der Pompadour gehen die Errichtung von Bauwerken durch Ludwig XV., die Einrichtung einer königlichen Porzellanmanufaktur in Sèvres bei Paris und die Erfindung des verführerischen Négligé zurück. Ein von ihr zum Kleid entworfener passender Stoffbeutel wurde als „Pompadour“ bezeichnet. Vorher hatten die in schwere Röcke eingenähten Taschen Schmuck- und Tabaksdosen, Taschentücher und Spiegel aufnehmen müssen.

Die Gespräche der Marquise de Pompadour mit der österreichischen Herrscherin Maria Theresia (1717–1780) führten 1756 zum Wechsel der Bündnisse. Frankreich, traditionell mit Preußen verbündet, schloss sich Österreich an. Im anschließenden „Siebenjährigen Krieg“ von 1756–1763 hatte die Pompadour Einfluss auf die Ernennung von französischen Heerführern.

Wegen ihrer Verschwendung und der ihr angelasteten Misserfolge im Siebenjährigen Krieg, der Frankreich viele Menschenleben, Unsummen und den Verlust der Weltmacht an England kostete, war die Marquise de Pompadour im Volk unbeliebt. Wegen des verlorenen Kriegs hasste sie den Preußenkönig Friedrich II. den Großen (1712–1786) mit der Inbrunst einer beleidigten Frau. Maria Theresia schickte ihr ein kostbares, von Edelsteinen umrahmtes Bildnis und korrespondierte mit ihr.

Die große, schlanke und gazellenhafte Mätresse mit dem zarten Teint und den ausdrucksvollen Augen wurde allmählich durch die unaufhörlichen Bemühungen zur Unterhaltung des Königs krankhaft mager, was den „Vielgeliebten“ abstieß. Er wagte es aber nicht, sie endgültig fallen zu lassen, weil er in diesem Fall ihren Selbstmord befürchtete, sondern behandelte sie wie eine gute Freundin und ließ sie an allen Staatsgeschäften entscheidend teilnehmen.

Am 15. April 1764 starb die Marquise de Pompadour im Alter von nur 42 Jahren in Versailles an einer Bauchfellentzündung. Bevor sie ihr Leben aushauchte, sagte sie dem sich verabschiedenden Pfarrer, er möge noch ein wenig warten, sie könnten zusammen fortgehen. Weil im Schloss von Versailles ein Leichnam nicht einmal eine Stunde aufbewahrt werden durfte, legte man die nackte Verstorbene auf eine Totenbahre und hüllte sie in ein Tuch ein. Anschließend trug man sie während eines starken Regensturms durch die Straßen von Versailles.

König Ludwig XV. nahm die Nachricht vom Tod der Pompadour kalt und gelassen hin. Er sah vom Balkon aus zu, wie ihr Leichnam weggeschafft wurde. Die Pompadour wurde in der Gruft der Kapuzinerinnen in Paris bestattet. Die Königin beklagte in einem Brief: „Im übrigen fragt man jetzt hier ebenso wenig nach ihr, die nicht mehr ist, als ob sie niemals existiert hätte. So ist die Welt; es lohnt sich wahrhaftig nicht, sie zu lieben“.

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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film" von Ernst Probst:

LizTaylor

Einen Ehrenplatz als „Königin von Hollywood“ nimmt die Filmschauspielerin Elizabeth („Liz“) Taylor in der Welt des Kinos ein. Zwei „Oscars“ als beste Schauspielerin und mehrere Nominierungen für diese begehrte Auszeichnung zeugen von ihrem großen Talent vor der Filmkamera. Die zahlreichen gescheiterten Ehen der Diva lieferten der Regenbogenpresse reichlich Stoff.

Elizabeth Rosemond Taylor erblickte am 27. Februar 1932 als Tochter eines amerikanischen Kunsthändlers und der Schauspielerin Sarah Sothern Taylor in London das Licht der Welt. Von ihrer ehrgeizigen Mutter wurde sie von früh an auf Erfolg getrimmt. Bereits als Vierjährige besuchte sie die Ballettschule von Madame Vacani. Zuhause musste sie vor Möbelstücken knicksen.

Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges siedelte der Vater 1939 in die USA über, wo er in Beverly Hills (Kalifornien) eine Kunstgalerie errichtete. Seine Tochter Elizabeth besuchte die „Hawthorne School“ in Beverly Hills, die „Metro-Goldwyn-Mayer-Studio School“ und die „University High School“ in Hollywood.

Mit elf bekam Elizabeth Taylor in dem Film „Lassie come home“ (1943) ihre erste Rolle als Partnerin der Collie-Hündin „Lassie“. Danach besuchte sie die Schule für Kinderstars in Hollywood, an der sie bald zu den Besten ihrer Klasse gehörte. Während dieser Zeit achtete ihre Mutter darauf, dass ihre bewunderte Tochter durch die Arbeit im Atelier nicht überfordert wurde.

Im Alter von 13 Jahren stürzte „Liz“ Taylor in einer Reitszene für den Pferdefilm „National Velvet“ („Kleines Mädchen, großes Herz“, 1943) vom Pferd und verletzte sich dabei die Wirbelsäule. Ab 13 sorgten „ihre Wespentaille und ihr Prachtbusen“ für Unruhe in der Männerwelt. Vier Jahre später galt sie als die „schönste 17-Jährige der Welt“

Als Teenager spielte „Liz“ Taylor in „Der Vater der Braut“ (1950) und „Ein Platz an der Sonne“ (1951) mit. In „Giganten“ (1956) polierte sie ihren Ruf auf. Für „Land des Regenbaumes“ (1957), „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (1958) und „Plötzlich im letzten Sommer“ (1959) nominierte man sie drei Mal für den „Oskar“. Den ersten „Oscar“ als beste Schauspielerin erhielt „Liz“ für ihre Mitwirkung in „Telefon Butterfield 8“ (1960).

Während der wegen zahlreicher Krankheiten von „Liz“ Taylor zehn Jahre dauernden Dreharbeiten für den Monumentalfilm „Cleopatra“ (1963) lernte sie den britischen Schauspieler Richard Burton (1925–1984) kennen und lieben. Das Filmstudio „Twentieth Century-Fox“ verklagte „Liz“ und Burton auf umgerechnet 200 Millionen Mark Schadenersatz.

„Liz“ und Richard Burton – seit 1964 ein Ehepaar – traten in vielen Filmen zusammen auf, von denen „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (1966) den zweiten „Oscar“ als beste Schauspielerin einbrachte. „Liz“ erschien 1966 nicht zur „Oscar“-Preisverleihung. Ihr Mann hielt sich damals in der französischen Hauptstadt Paris auf, hatte Angst vor dem Flug in die USA und wollte seine Frau nicht alleine fliegen lassen.

Als nach dem Misserfolg des Films „Mord im Spiegel“ (1980) große Rollen auf der Leinwand ausblieben, versuchte die Taylor ihr Glück auf dem Fernsehbildschirm. 1994 feierte sie als urkomische Schwiegermutter von Fred Feuerstein in „The Flint-stones“ ein Comeback im Kino.

„Liz“ Taylor heiratete acht Mal. Ihre erste Ehe schloss sie 1950 als 18-Jährige mit dem Hotelerben Conrad N. Hilton junior (1926–1969), genannt „Nick“, der dem Alkohol zusprach. Zweiter Ehemann wurde 1951 der britische Schauspieler Michael Wilding (1912–1979). Als „Liz“ ihn in einer Studiokantine in Hollywood traf und er sie lüstern ansah, wurde sie von einem Filmpartner gewarnt, Wilding sei verheiratet. Sie sagte lässig, das könne sich ändern und streifte Wilding im Vorbeigehen mit einem lasziven Hüftschwung. „Liz“ ließ sich von Hilton scheiden, heiratete Wilding und schenkte ihm die Söhne Michael (1953) und Christopher (1955).

Als Ehemann Nr. 3 fungierte 1957 der Produzent Michael (Mike) Todd (1907–1958), der „Liz“ mit Gold, Diamanten, Sex und Bewunderung verwöhnte, ihr manchmal aber auch Ohrfeigen gab. Aus dieser Verbindung ging die Tochter Liza hervor. Nach anderthalbjähriger Ehe kam Todd beim Absturz seines Privatflugzeuges „The Liz“ ums Leben. Als vierter Ehemann folgte 1959 der Schlagersänger Eddi Fisher.

Ehemann Nr. 5 und 6 von „Liz“ Taylor wurde der Schauspieler Richard Burton. Ihre Liebesaffäre begann in einer plüschigen Garderobe bei den Dreharbeiten für den Monumentalfilm „Cleopatra“. Burtons Ehefrau Sybil packte deswegen ihre Koffer und flog gekränkt nach New York. Als Burton die Affäre mit „Liz“ für beendet erklärte, versuchte diese, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Ihr Ehemann Eddie Fisher tröstete sie mit einem Smaragdcollier für 29000 Dollar. Nach einem zweiten Selbstmordversuch schenkte ihr Burton eine Smaragdbrosche für 150000 US-Dollar.

1964 wurden „Liz“ und Burton erstmals getraut. In ihrer turbulenten Ehe gab es viel Sex, Suff und Prügel. Das Paar adoptierte ein gehbehindertes deutsches Arbeitermädchen aus der Nähe von Augsburg (Bayern) und einen mexikanischen Waisenjungen. Der ersten Scheidung von Burton nach zehnjähriger Ehe im Juni 1974 folgte Monate später die zweite Ehe, die aber nur vier Monate hielt.

Noch im Jahr der zweiten Scheidung von Burton wagte „Liz“ Taylor 1976 ihre siebte Ehe mit dem Politiker John William Warner, der sie als Reklamefigur missbrauchte. Das Paar trennte sich im September 1981 und ließ sich im November 1982 scheiden. Den achten Ehemann, den 36-jährigen arbeitslosen Bauarbeiter Larry Forttensky, lernte die 56-jährige „Liz“ 1988 während einer Entziehungskur in der Betty-Ford-Klinik in Rancho Mirage (Kalifornien) kennen. Sie heiratete ihn 1991 auf der „Neverland-Ranch“ des Popstars Michael Jackson und ließ sich Ende August 1995 wegen „unvereinbarer Gegensätze“ von ihm scheiden.

Im Februar 1997 musste Liz Taylor zum 76. Mal in ihrem Leben in die Klinik. Dabei wurde ihr erfolgreich ein Gehirntumor entfernt. Vor dem Eingriff verfasste sie ihr Testament. Nach der Operation verzichtete sie erstmals darauf, ihre Haare zu färben, sie wuchsen eisgrau nach.

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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film und Theater" von Ernst Probst:

Zu den erfolgreichsten, aber auch unglücklichsten Hollywoodstars gehörte die Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin Judy Garland (1922–1969), eigentlich Frances Ethel Gumm. Einerseits spielte sie sich dank ihres großen Talents an die Spitze der amerikanischen Filmdarstellerinnen. Andererseits trübten Pillenabhängigkeit, fünf gescheiterte Ehen, Selbstmordversuche, Gerichtsprozesse und Nervenzusammenbrüche ihre märchenhafte Karriere.

Frances Ethel Gumm wurde am 10. Juni 1922 als Tochter eines Schauspielerehepaars, das zeitweilig kleine Theater besaß, in Grand Rapids (Minnesota) geboren. Es heißt, sie sei in einem Koffer zur Welt gekommen. Sie stand bereits als Dreijährige im Theater ihres Vaters auf der Bühne und war schon als Fünfjährige eine Saison-Komödiantin.

Die Eltern von Frances zogen 1927 nach Los Angeles (Kalifornien). Dort besuchte sie die Volksschule und von 1929 bis 1931 die „Lawler’s Professional School“. 1929 sang Frances zusammen mit ihren zwei Schwestern erstmals vor der Kamera. Bei Tourneen durch die USA trat sie mit ihren Geschwistern als „Gumm Sisters“ und später als „Garland Sisters“ auf.

Bei einem Auftritt in einem schäbigen Freilichtkino von Lancester (Kalifornien) entdeckte ein Talentsucher der Filmgesellschaft „Metro-Goldwyn-Mayer“ (MGM) die zwölfjährige Frances, die 1935 bei MGM als Kindergesangsstar einen siebenjährigen Vertrag erhielt. Während das kräftige kleine Mädchen seine ersten Rollen spielte, setzte man es auf Hungerdiät, weil der Produzent Arthur Freed eine schlanke Tänzerin aus ihm machen wollte. Wegen der Gewichtsprobleme wurde Judy als Teenager von Tabletten abhängig, als Erwachsene schluckte sie wegen Stress Pillen.

Zum Star avancierte Judy Garland durch den Film „The Wizard of Oz“ („Der Zauberer von Oz“, 1939), in dem sie das rührende Lied „Over the Rainbow“ sang, das beinahe dem Schnitt zum Opfer gefallen wäre. In diesem Fantasy-Musical spielte die junge Judy das kleine Mädchen Dorothy, das sein Heil über dem Regenbogen sucht und den Zauberer finden möchte. Bei den Dreharbeiten verbrannte sich Margaret Hamilton (1902–1985) als böse Hexe die rechte Hand und das Gesicht, als ihr Besen Feuer fing.

Mit ihrer wohltuenden Stimme und ihrem schauspielerischen Talent begeisterte Judy Garland fortan immer mehr das Kinopublikum. Ihr besessener Arbeitseifer und ihr hektisches Privatleben schadeten jedoch in den Folgejahren zunehmend ihrer Gesundheit. Als 21-Jährige suchte sie Psychiater auf, und mit 27 erlitt sie bei den Aufnahmen zu „Annie Get Your Gun“ ihren ersten Nervenzusammenbruch, worauf ihre Rolle anderweitig besetzt wurde.

Nach einer längeren Pause spielte Judy Garland mit Gene Kelly in „Sommer Stock“ und sollte danach mit Fred Astair (1899–1987) in „Royal Wedding“ („Königliche Hochzeit“, 1951) auftreten. Doch mitten während der Dreharbeiten blieb sie dem Studio fern, was die MGM umgerechnet fünf Millionen Mark kostete. Deswegen entließ man Judy im Juni 1950 fristlos. Bald danach feierte sie am New Yorker Broadway auf der Bühne große Erfolge und versuchte, in katastrophaler körperlicher und seelischer Verfassung Selbstmord zu begehen. Es folgten Jahre der Anonymität und Hetze gegen sie in Hollywood.

Judy Garlands Manager und dritter Mann, Sidney Luft, ermunterte seine Frau nach deren Genesung in einem Sanatorium, eine eigene Revue zu starten, die sich als sehr erfolgreich erwies. Außerdem gründete er eine eigene Produktionsfirma und drehte mit seiner Gattin und James Mason (1909–1984) den Film „A Star is born“ („Ein neuer Stern am Himmel“, 1955). Darin spielte Judy die Rolle ihres Lebens mit autobiographischen Zügen und sprengte das Klischee, in das man sie sonst gepresst hatte. Danach sah man sie auch wieder auf dem Bildschirm und mehrfach auf der Leinwand. In dem Film „London Palladium“ (1964) trat Judy Garland zusammen mit ihrer Tochter Liza Minelli auf.

Judy Garland war fünf Mal verheiratet. 1941 vermählte sie sich mit David Rose (1909–1990), von dem sie 1945 geschieden wurde. Aus der von 1945 bis 1951 währenden Ehe mit dem Regisseur Vincente Minelli (1910–1986) stammt die 1946 geborene Tochter Liza Minelli. Von 1952 bis 1965 hielt die Ehe mit Sidney Luft, aus der die Tochter Lorna und der Sohn Joseph hervorgingen. Im November 1965 heiratete Judy den wesentlich jüngeren Schauspieler Mark Herron, trennte sich jedoch schon fünf Monate später von ihm und beantragte im Dezember 1966 die Anullierung dieser Ehe. Im März 1969 ehelichte sie den fast zwölf Jahre jüngeren New Yorker Filmtheaterbesitzer Mickey Deans.

Am 22. Juni 1969 wurde 47-jährige Judy Garland von ihrem letzten Ehemann in ihrem eleganten Apartment in Chelsae (London) tot aufgefunden. Sie hatte nicht Selbstmord begangen, sondern war durch eine Überdosis von Schlafmitteln gestorben. Judy hatte jahrelang starke Schlaf- und Beruhigungsmittel eingenommen.

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Video: Madame Tussauds London biografien-news(cached at January 27, 2007, 2:02 am)


Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst:

WhitneyHouston

Die erste Frau, deren Plattenalbum von Null auf Platz 1 der US-Verkaufscharts stieg, ist die amerikanische Soul- und Pop-Sängerin Whitney Houston. Vor ihr hatten lediglich drei Männer dieses Kunststück geschafft: Elton John, Stevie Wonder und Bruce Springsteen. Außerdem landete Whitney hintereinander sieben Nummer 1-Hits, was vor ihr noch niemand gelungen war.

Whitney Houston wurde am 9. August 1963 in Newark (New Jersey) geboren. Ihre Mutter Cissy gehörte der Vocalgruppe „Sweet Inspiration“ an und sang in den Chören des Rock’n’Roll-Königs Elvis Presley (1935–1977) und Aretha Franklins mit. Das musikalische Talent von Whitney ist früh erkannt und von ihrer Mutter gefördert worden.

1974 schloss sich Whitney Houston als Elfjährige dem „New Hope Baptist Junior Choir“ an und erhielt dort ihre musikalische Grundausbildung. Dank der Hilfe ihrer Mutter sammelte sie Erfahrungen bei Liveauftritten in Nightclub-Konzerten. 1978 sang die 15-Jährige als Background-Sängerin bei Lou Rawls, Chaka Khan und den „Neveille Brothers“.

1984 brachte Whitney Houston zusammen mit Teddy Pendergras die Single „Hold Me“ und zusammen mit Jermaine Jackson die Single „Take Good Care Of My Heart“ heraus. Diese erfolgreichen Platten bescherten ihr eine Solokarriere: Der Präsident von „Arista“, Clive Davis, nahm die 20-Jährige unter Vertrag.

Bereits das erste Plattenalbum „Whitney Houston“ (1985) mit Hits wie „Saving All My Love“, „How Will I Know“ und „The Greatest Love Of All“ wurde ein Riesenerfolg. Die Londoner Zeitung „Guardian“ feierte diesen Blitzstart als eine der erstaunlichsten Popkarrieren der jüngsten Vergangenheit und bezeichnete Whitney als „Traumgirl der amerikanischen Musikindustrie“.

Das zweite Plattenalbum „Whitney“ (1987) stieg nach dem Erscheinen sofort auf Platz 1 der amerikanischen Verkaufscharts. Aus dieser Langspielplatte koppelte man vier Nummer 1-Hits als Singles aus. Insgesamt glückten Whitney Houston sieben Nummer 1-Hits in Folge, was zuvor noch niemand gelungen war. Sie übertraf damit sogar den Rekord der „Beatles“ und der „Bee Gees“, die jeweils sechs Hits in Folge erreichten.

1989 sang Whitney Houston die Duette „I Know Him So Well” mit ihrer Mutter und „It Isn’t, It Wasn’t, It Ain’t Never Gonna Be“ mit Aretha Franklin. 1990 gab sie vor dem „